Wovon hängen die Kosten einer B2B-Handelsplattform ab?
Eine B2B-Handelsplattform für IT-Systemhäuser kann rund 50 Euro oder mehrere hundert Euro pro Monat kosten. Der Preis hängt vor allem davon ab, welche Abläufe Sie darüber steuern möchten.
Für einen zentralen Vergleich von Preisen und Lagerbeständen benötigen Sie weniger Funktionen als für einen automatisierten Einkauf über Ihr ERP-System. Möchten Sie zusätzlich eigene Kundenshops betreiben, steigt der Leistungsumfang weiter.
Der Monatspreis zeigt nur einen Teil der Kosten
Bei der Kalkulation zählen neben der Grundgebühr auch weitere Nutzer, Schnittstellen, Transaktionsgebühren und mögliche Einrichtungskosten. Hinzu kommt der interne Aufwand. Wenn Mitarbeiter Produktdaten, Bestellungen und Belege weiterhin zwischen mehreren Systemen übertragen, entstehen laufend Kosten – auch bei einer günstigen Software. Eine sinnvolle Bewertung verbindet deshalb zwei Fragen: Was kostet die Plattform und welche manuellen Aufgaben entfallen dadurch?
Welche Preismodelle gibt es bei B2B-Handelsplattformen?
Viele Anbieter kombinieren einen monatlichen Grundpreis mit Nutzerlizenzen. Andere berechnen einzelne Module, Schnittstellen oder Transaktionen separat. Modulare Modelle ermöglichen einen schrittweisen Einstieg. Ein Systemhaus kann zunächst Preise und Verfügbarkeiten vergleichen und später Funktionen für Einkauf, Vertrieb, ERP oder B2B-E-Commerce ergänzen.
Für einen aussagekräftigen Vergleich kommt es daher nicht nur auf den niedrigsten Einstiegspreis an. Entscheidend ist, welche Leistungen im jeweiligen Paket enthalten sind.
So finden Sie die passende Handelsplattform für Ihr Unternehmen
Der benötigte Funktionsumfang lässt sich anhand des Arbeitsalltags eingrenzen – Stellen Sie sich diese Fragen:
- Geht es vor allem um Produktrecherche und Preisvergleich?
- Wie oft bestellt Ihr Einkauf bei Distributoren?
- Wie viele Kundenangebote erstellt Ihr Vertrieb?
- Sollen Bestellungen und Belege direkt über das ERP-System laufen?
- Möchten Sie Ihren Kunden einen Webshop oder ein individuelles Beschaffungsportal anbieten?
Je mehr dieser Abläufe über eine Plattform laufen, desto höher fällt in der Regel der Paketpreis aus. Gleichzeitig kann die Automatisierung mehr manuelle Arbeit ersetzen.
Welche Shoplösung passt zu Ihrem IT-Systemhaus?
Eigenentwicklung
Aufwand: Hoch
Anpassbarkeit: Sehr hoch
ERP- und Produktdaten: Individuelle Anbindung erforderlich
Skalierbarkeit: Abhängig von Architektur und Entwicklungsressourcen
Geeignet für: Systemhäuser mit eigenem Entwicklerteam und besonderen Anforderungen
Shopware
Aufwand: Mittel bis hoch
Anpassbarkeit: Hoch
ERP- und Produktdaten: Über Schnittstellen und Integrationsprojekte
Skalierbarkeit: Gut bei passender technischer Basis
Geeignet für: Systemhäuser mit E‑Commerce-Know-how oder Umsetzungspartner
ITscope B2B Commerce
Aufwand: Niedrig
Anpassbarkeit: Hoch – für individuelle B2B-Prozesse
ERP- und Produktdaten: IT-Produktdaten vorhanden, E‑Procurement-Anbindungen lassen sich direkt einbinden
Skalierbarkeit: Für mehrere Kundenportale und individuelle Anforderungen ausgelegt
Geeignet für: Systemhäuser mit individuellen Kundenshops, eigenen Sortimenten und Preisen
ITscope Essential Shop
Aufwand: Sehr niedrig
Anpassbarkeit: Bewusst begrenzt
ERP- und Produktdaten: Sortiment und Produktdaten sind vorkonfiguriert
Skalierbarkeit: Für einen schnellen Einstieg konzipiert
Geeignet für: Kleine Systemhäuser ohne Eigenentwicklung
Wie funktioniert das Preismodell von ITscope?
ITscope bietet vier Pakete: Essential, Essential+, ERP Integration und B2B Commerce. Die Preise starten bei 51 Euro im Monat. Die Abrechnung erfolgt jährlich. In jedem Paket ist bereits ein Nutzer enthalten. Weitere Nutzer lassen sich ergänzen. Die Pakete orientieren sich an unterschiedlichen Anliegen: Markttransparenz, regelmäßiger digitaler Handel, automatisierte ERP-Prozesse oder individuelle B2B-Shops.
Was ist der Unterschied zwischen Core- und Expert-Nutzern bei ITscope?
Nicht jeder Mitarbeiter benötigt dieselben Funktionen. Deshalb unterscheidet ITscope zwischen Core- und Expert-Nutzern. So lassen sich die Zugänge an die Aufgaben im Team anpassen.
Ein Core-Nutzer kann Produkte, Preise und Lagerbestände vergleichen. Außerdem stehen ihm pro Vertragsjahr bis zu zehn Bestellungen und zehn Angebote zur Verfügung.
Ein Expert-Nutzer kann unbegrenzt bestellen und Angebote versenden. Er kann außerdem B2B Shops verwalten.
| Nutzertyp | Preis pro Nutzer | Vergleich von Produkten, Preisen & Lagerbeständen | 10 Bestellungen im Vertragsjahr | 10 Angebote im Vertragsjahr | Unbegrenzte Bestellungen | Unbegrenzte Angebote | B2B Shops administrieren |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core | 20 € | ✓ | ✓ | ✓ | |||
| Expert | 41 € | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
Sie möchten Preise und Verfügbarkeiten zentral vergleichen
Dann passt ITscope Essential. Das Paket kostet 51 Euro pro Monat und enthält einen Core-Nutzer. Sie vergleichen Preise und Lagerbestände von mehr als sieben Millionen IT-Produkten bei über 300 Distributoren. Dabei sehen Sie auch Ihre individuellen Einkaufskonditionen.
Zusätzlich können Sie mehrere Warenkörbe für Projekte oder Kundenanfragen anlegen, bei Distributoren bestellen und digitale Angebote versenden. Pro Vertragsjahr sind bis zu zehn Bestellungen und zehn Angebote enthalten. Essential eignet sich damit für Systemhäuser, die vor allem Markttransparenz suchen und ITscope nur gelegentlich für Bestellungen oder Angebote einsetzen.
Sie bestellen und kalkulieren regelmäßig über ITscope
Dann passt ITscope Essential+. Das Paket kostet 72 Euro pro Monat und enthält einen Expert-Nutzer. Bestellungen und Angebote sind nicht mehr auf zehn Vorgänge pro Vertragsjahr begrenzt. Ihr Einkauf kann regelmäßig über die Plattform bestellen, während der Vertrieb beliebig viele digitale Angebote erstellt, versendet und online mit Kunden abstimmt.
Der wesentliche Unterschied zwischen Essential und Essential+ liegt damit in der Nutzungshäufigkeit: Essential deckt einzelne Bestellungen und Angebote ab. Essential+ ist für den laufenden Einsatz im Tagesgeschäft gedacht. Sobald Ihr Team regelmäßig über ITscope bestellt oder Angebote erstellt, passt Essential+ besser zum tatsächlichen Arbeitsablauf.
Sie möchten einfache Kundenbestellungen automatisieren
Auch dafür eignet sich Essential+. Der Essential Shop ist bereits im Paket enthalten. Er stellt ein vorkonfiguriertes Sortiment mit rund 50.000 IT-Produkten bereit. Produktdaten, Bilder und Preise werden zentral gepflegt. Der Shop lässt sich ohne eigenes Einrichtungsprojekt aktivieren.
Kunden können Standardprodukte wie Mäuse, Tastaturen, Monitore oder Zubehör selbst bestellen. Dadurch muss der Vertrieb nicht für jede kleinere Bestellung ein individuelles Angebot erstellen. Für Bestellungen über Kundenshops berechnet ITscope zusätzlich ein Prozent des Bestellumsatzes. Die Abrechnung dieser Gebühr erfolgt monatlich.
Essential oder Essential+: Welches Paket passt besser?
Essential passt, wenn Sie:
- Preise, Produkte und Lagerbestände zentral vergleichen möchten,
- nur gelegentlich über ITscope bestellen,
- höchstens zehn Angebote pro Vertragsjahr versenden,
- mit einem Core-Nutzer starten möchten.
Essential+ passt, wenn Sie:
- regelmäßig über ITscope bestellen,
- fortlaufend digitale Angebote erstellen,
- Angebote online mit Kunden abstimmen,
- einen sofort einsatzbereiten Kundenshop nutzen möchten,
- einen Expert-Nutzer benötigen.
Die Unternehmensgröße ist für die Wahl des ITscope Pakets nicht ausschlaggebend. Ein kleines Systemhaus mit vielen Bestellungen kann Essential+ intensiver nutzen als ein größeres Unternehmen, das ITscope hauptsächlich zur Recherche einsetzt.
Sie möchten Bestellungen direkt über Ihr ERP-System abwickeln
Dann passt ITscope ERP Integration. Das Paket kostet 189 Euro pro Monat und enthält einen Expert-Nutzer. Es umfasst die Funktionen von Essential+ und verbindet ITscope mit dem ERP- oder Warenwirtschaftssystem.
Bestellungen lassen sich elektronisch aus dem führenden System heraus übermitteln. Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen können automatisiert zurückfließen und dort weiterverarbeitet werden.
Das Paket richtet sich an Systemhäuser, bei denen Mitarbeiter Bestellungen und Belege bisher mehrfach erfassen. Die Verbindung reduziert manuelle Übertragungen und erleichtert die Zusammenarbeit mehrerer Kollegen.
Welches ITscope-Paket löst welches Problem?
Wann rechnet sich eine B2B-Handelsplattform für ein Systemhaus?
Der Monatspreis lässt sich dem heutigen Zeitaufwand gegenüberstellen. Wie lange sucht Ihr Einkauf nach Preisen und Verfügbarkeiten? Wie oft übertragen Mitarbeiter Produktdaten, Bestellungen oder Belege von einem System in ein anderes? Wie viele Standardanfragen bearbeitet der Vertrieb per E‑Mail?
Eine B2B-Handelsplattform rechnet sich dann, wenn sie häufige Aufgaben vereinfacht und zum tatsächlichen Nutzungsverhalten passt. Mehr Funktionen bringen nur dann einen Vorteil, wenn das Team sie im Arbeitsalltag einsetzt.
Fazit: Welche B2B-Handelsplattform passt zu Ihrem Systemhaus?
Die Kosten einer B2B-Handelsplattform richten sich nach dem gewünschten Funktionsumfang und dem Grad der Automatisierung.
Für Produktrecherche, Preisvergleich und einzelne Bestellungen genügt ein Einstiegspaket. Regelmäßige Angebots- und Bestellprozesse erfordern unbegrenzte Vorgänge. ERP-Integrationen und individuelle Kundenshops erhöhen den Preis, können dafür aber deutlich mehr manuelle Arbeit ersetzen.
Das ITscope-Preismodell bildet diese Entwicklung über vier Pakete ab. Ausgangspunkt für die Auswahl ist die Frage, welches Problem die Plattform lösen soll: fehlende Markttransparenz, begrenzte digitale Abläufe, manuelle ERP-Prozesse oder ein ausbaufähiger B2B-Vertrieb.





