Wiederaufbereitete „refur­bis­hed“ IT wird längst nicht mehr nur über den Preis ver­kauft. Unternehmen ach­ten heu­te stär­ker dar­auf, wel­che Leistung sie für ihr Budget erhal­ten – und set­zen zuneh­mend auf nach­hal­ti­ge Geräte mit aktu­el­ler Ausstattung. Genau das zeigt auch die aktu­el­le Marktentwicklung in Europa.

Kunden investieren gezielter in leistungsfähige Geräte

Wie das Branchenmagazin ChannelObserver unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens Context berich­te­te, blieb der euro­päi­sche Markt für refur­bis­hed PCs im ers­ten Quartal 2026 bei den Stückzahlen weit­ge­hend sta­bil. Gleichzeitig stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent. Hintergrund ist eine Verschiebung hin zu leis­tungs­fä­hi­ge­ren und damit höher­prei­si­gen Geräten. Kunden ent­schei­den sich zuneh­mend für refur­bis­hed Notebooks mit aktu­el­ler Ausstattung. Systeme mit min­des­tens 16 GB RAM machen inzwi­schen fast 70 Prozent der Verkäufe aus.

Warum Transparenz im Refurbished-Markt wichtig wird

Gerade im Tagesgeschäft von Systemhäusern müs­sen refur­bis­hed Geräte nach­voll­zieh­bar bewer­tet und ver­gleich­bar sein. ITscope setzt des­halb im Refurbished Portal auf kla­re Kriterien für gelis­te­te Lieferanten – dar­un­ter ein stan­dar­di­sier­tes Grading, also eine Zustandsbeschreibung der Geräte. Auch die Darstellung inner­halb der Plattform erfolgt ein­heit­lich. Preise, Verfügbarkeit sowie Produktinformationen und Datenblätter las­sen sich direkt vergleichen.

Parallel wächst die Auswahl durch wei­te­re Lieferanten im ITscope Refurbished Portal. Neben eta­blier­ten Refurbishing-Spezialisten kom­men ste­tig neue Anbieter hin­zu, dar­un­ter bei­spiels­wei­se circulee.

Screenshot mit Zustandsbeschreibung im ITscope Refurbished Portal
Beim Rollover über den „Refurbished“-Tag wird eine detail­lier­te Zustandsbeschreibung angezeigt.

Nachhaltigkeit schafft Nachfrage – aber der Markt bleibt zurückhaltend

Nachhaltigkeit spielt bei vie­len Unternehmen inzwi­schen eine grö­ße­re Rolle in der IT-Beschaffung. Längere Produktlebenszyklen, weni­ger Elektroschrott und ein bewuss­te­rer Umgang mit Ressourcen flie­ßen immer häu­fi­ger in Einkaufsentscheidungen ein. Trotzdem wird das Potenzial im deut­schen IT-Channel aus Sicht vie­ler Anbieter noch nicht voll­stän­dig genutzt. „In Skandinavien ist Refurbished IT im B2B-Umfeld deut­lich stär­ker eta­bliert. Dort spre­chen Systemhäuser das Thema aktiv bei ihren Kunden an“, sagt Thomas Nielsen von Foxway A/S. „In Deutschland sehen wir zwar gro­ßes Interesse auf Kundenseite, aber im Channel wird das Thema oft noch zurück­hal­tend behandelt.“

Ein Grund dafür: Viele Systemhäuser arbei­ten eng mit Herstellern zusam­men und ver­kau­fen bevor­zugt Neuware. Gleichzeitig wächst auf Endkundenseite das Interesse an nach­hal­ti­ge­rer Beschaffung und län­ge­ren Produktlebenszyklen: Gerade hier kann Refurbished IT Resellern hel­fen, Kunden wirt­schaft­li­che und nach­hal­ti­ge­re Alternativen anzu­bie­ten – ins­be­son­de­re dann, wenn Qualität, Transparenz und Verfügbarkeit stimmen.

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