Karlsruhe, 21.07.2026 – IT-Systemhäuser und Reseller ste­hen im Einkauf vor meh­re­ren Herausforderungen gleich­zei­tig: Margendruck, schwan­ken­de Verfügbarkeiten und ein immer brei­te­res Lieferantennetzwerk. Das zeigt eine aktu­el­le Umfrage der B2B-Handelsplattform ITscope unter 240 deutsch­spra­chi­gen Unternehmen aus dem IT-Reselling- und Systemhausumfeld.

45 Prozent der Befragten nen­nen Preise und Margendruck als größ­te Herausforderung im IT-Einkauf. Fast eben­so vie­le (43 Prozent) sehen die Produktverfügbarkeit als wich­tigs­tes Problem. Themen wie Prozessaufwand, man­geln­de Transparenz oder die Zusammenarbeit mit vie­len Lieferanten spie­len dage­gen eine gerin­ge­re Rolle.

„Der Margendruck im Channel hat meh­re­re Ursachen“, sagt Oliver Charles, Managing Director von ITscope. „Kunden kal­ku­lie­ren vor­sich­ti­ger, Hardwarepreise bewe­gen sich schnel­ler und Verfügbarkeiten las­sen sich nicht immer lang­fris­tig pla­nen. Genau des­halb set­zen vie­le Systemhäuser nicht mehr auf ein­zel­ne Bezugsquellen, son­dern auf ein Netzwerk aus meh­re­ren Distributoren.“

Systemhäuser verteilen ihren Einkauf auf mehrere Lieferanten

Die Ergebnisse zei­gen: Viele Unternehmen ver­tei­len ihren Einkauf auf meh­re­re Lieferanten. 87 Prozent kau­fen regel­mä­ßig bei min­des­tens vier Distributoren ein. 18 Prozent arbei­ten sogar mit mehr als zehn Lieferanten zusammen.

Gleichzeitig blei­ben lang­fris­ti­ge Geschäftsbeziehungen wich­tig. 58 Prozent kau­fen über­wie­gend bei den­sel­ben Distributoren ein. Weitere 34 Prozent kom­bi­nie­ren fes­te Partner mit pro­jekt­be­zo­ge­nen Entscheidungen. 70 Prozent der Befragten bevor­zu­gen außer­dem Distributoren aus dem eige­nen Land.

Zuverlässigkeit wichtiger als der günstigste Preis

Bei der Wahl eines Distributors steht nicht allein der Einkaufspreis im Mittelpunkt. Das wich­tigs­te Entscheidungskriterium ist die Zuverlässigkeit, zum Beispiel bei Lieferung und Reklamationsabwicklung. Sie erreicht die höchs­te Bewertung aller abge­frag­ten Kriterien und liegt damit noch vor dem Preisniveau. Auch die Liefergeschwindigkeit spielt eine wich­ti­ge Rolle, fin­den 86 Prozent der Befragten.

„Der Preis bleibt ein wich­ti­ger Wettbewerbsfaktor. Die Ergebnisse zei­gen aber, dass Systemhäuser ihre Lieferanten deut­lich umfas­sen­der bewer­ten“, sagt Charles. „Wer zuver­läs­sig lie­fert und Zusagen ein­hält, schafft Vertrauen und erhöht die Chance auf lang­fris­ti­ge Geschäftsbeziehungen.”

Neue Lieferanten werden vor allem über Plattformen gefunden

Wenn Unternehmen neue Distributoren suchen, nut­zen sie dafür vor allem digi­ta­le Plattformen. 74 Prozent der Befragten nen­nen Plattformen wie ITscope als wich­ti­gen Kanal zur Lieferantensuche. Dahinter fol­gen Hersteller-Empfehlungen, die akti­ve Ansprache durch Distributoren sowie klas­si­sche Recherchewege wie Googleund ande­re Suchmaschinen sowie Branchenveranstaltungen. Nur 18 Prozent der Befragten geben an, kaum aktiv nach neu­en Distributoren zu suchen. Die gro­ße Mehrheit beob­ach­tet den Markt regel­mä­ßig und hält Ausschau nach zusätz­li­chen Bezugsquellen.

„Systemhäuser ver­las­sen sich heu­te nicht mehr aus­schließ­lich auf weni­ge Bezugsquellen“, sagt Charles. „Sie steu­ern kom­ple­xe Lieferantennetzwerke und kom­bi­nie­ren fes­te Partnerschaften mit zusätz­li­chen Lieferanten. Das ver­schafft ihnen mehr Flexibilität, ohne dass lang­jäh­ri­ge Geschäftsbeziehungen an Bedeutung verlieren.“

Whitepaper veröffentlicht

Die voll­stän­di­gen Ergebnisse der Studie hat ITscope im Whitepaper „Zwischen Margendruck und Lieferfähigkeit – Wie Systemhäuser heu­te Distributoren aus­wäh­len und IT-Produkte beschaf­fen“ veröffentlicht.

Bildmaterial

Diagramm zu den größten Herausforderungen im IT-Einkauf: 45 Prozent nennen Preise und Margendruck, 43 Prozent Produktverfügbarkeit.

Preise und Margendruck sowie die Produktverfügbarkeit stel­len für Systemhäuser aktu­ell die größ­ten Herausforderungen im IT-Einkauf dar.

Balkendiagramm zur Anzahl regelmäßig genutzter Distributoren: Die meisten Systemhäuser kaufen bei vier bis sechs oder sieben bis zehn Distributoren ein.

Systemhäuser ver­tei­len ihren Einkauf auf meh­re­re Lieferanten und schaf­fen sich dadurch zusätz­li­che Flexibilität bei Preisen und Verfügbarkeiten.

Balkendiagramm zu Kriterien bei der Distributorwahl: Zuverlässigkeit, Preisniveau und Liefergeschwindigkeit sind für Systemhäuser besonders wichtig.

Zuverlässigkeit ist für Systemhäuser das wich­tigs­te Kriterium bei der Distributorwahl – noch vor dem Preisniveau.

Balkendiagramm zur IT-Distributor-Suche: Plattformen wie ITscope sind für Systemhäuser der wichtigste Kanal, um neue Distributoren zu finden.

Plattformen sind der wich­tigs­te Kanal zur Suche nach neu­en Distributoren. Google, Messen und Empfehlungen fol­gen mit deut­li­chem Abstand.

Dr Oliver Charles

Dr. Oliver Charles, Managing Director von ITscope

Über ITscope

ITscope ist eine füh­ren­de B2B-Plattform für IT-Beschaffung und digi­ta­len Vertrieb. Mehr als 8.000 monat­lich akti­ve Nutzer – dar­un­ter Systemhäuser, Reseller und IT-Einkäufer – ver­glei­chen und beschaf­fen über ITscope mehr als 7 Millionen Artikel mit Preisen und Lagerbeständen von über 300 Distributoren und Herstellern.

Die cloud­ba­sier­te Plattform ver­bin­det IT-Einkauf und digi­ta­len Vertrieb: Neben dem zen­tra­len Marktplatz ermög­licht ITscope den Betrieb von B2B-Shops sowie die naht­lo­se Anbindung an ERP-Systeme, Shops und E‑Procurement-Lösungen. So las­sen sich Beschaffungs- und Vertriebsprozesse effi­zi­ent, trans­pa­rent und auto­ma­ti­siert in bestehen­de IT-Landschaften integrieren.

Pressekontakt

Sylvia Schreiber
ITscope GmbH
sylvia.schreiber@itscope.com
+49 721 6273760

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