EET Europarts und ENO telecom vollelektronisch an ITscope angebunden

Integration beschleunigt Bestellabwicklung für Kunden

Karlsruhe, den 12. Dezember 2018: Der internationale Distributor für Videoüberwachung, Ersatzteile und Zubehör EET Europarts ist mit seinen Standorten in Deutschland und Österreich jetzt vollelektronisch an die ITK-Handelsplattform ITscope angebunden. ENO telecom, Spezialdistributor für Telekommunikationstechnologie aus Nordhorn, hat diesen Schritt ebenfalls vollzogen. Alle auf ITscope.com registrierten Fachhändler profitieren nun von einer schnelleren Auftragsverarbeitung bei beiden Lieferanten.

Sichere Bestellabwicklung und elektronische Dokumente

Verbesserungen in der Auftragsabwicklung sind ein mächtiger Hebel für Systemhäuser, um Service und Kundenzufriedenheit zu verbessern: Je schneller und fehlerresistenter diese Prozesse in der Beschaffungskette gestaltet werden, desto schneller kann die Ware an den Endkunden ausgeliefert werden. Die EDI-Anbindung der beiden Distributoren ermöglicht genau das: Eingehende Bestellungen werden nun nicht mehr manuell, sondern automatisch im Bestellsystem der Distributoren erfasst und dort entsprechend weiterverarbeitet. Auch Antwortdokumente können direkt per elektronischem Datenaustausch und somit in Echtzeit an den Kunden zurückgespielt werden.

Jürgen Koel von ENO telecom GmbH erklärt die Vorteile der Anbindung im Detail: “Zu jeder per EDI eingehenden Bestellung senden wir eine automatische Auftragsbestätigung zurück. Unser Kunde hat somit ein direktes Feedback, dass seine Bestellung angekommen und in Bearbeitung ist. Auch die Übermittlung von Versandbenachrichtigungen und Informationen zur Sendungsverfolgung helfen unseren Kunden dabei, den Status ihrer Bestellung jederzeit in Echtzeit einzusehen. So können die Kunden unserer Kunden ebenfalls direkt über den voraussichtlichen Liefertermin informiert werden.”

Soll die Lieferung nicht an den Reseller, sondern direkt an seinen Kunden zugestellt werden, lassen sich abweichende Empfängerinformationen ebenfalls über die Schnittstelle übermitteln. Sowohl ENO telecom als auch EET Europarts ermöglichen den Versand per Dropshipment nun auch im Rahmen ihrer EDI-Anbindung an ITscope. Werner Heinrichsberger, Geschäftsführer von EET Europarts, weiß: “Gerade wenn der Auftraggeber nicht gleichzeitig auch der Empfänger ist kann es bei der manuellen Übertragung von Adressdaten zu Fehlern kommen. Dank elektronischer Übermittlung der Daten per EDI können wir ein solches Risiko ausschließen und eine saubere Übergabe aller Daten sicherstellen.”

Zudem lassen sich Rechnungen und Seriennummern elektronisch an den Kunden übermitteln. Auch Informationen zu Teillieferungen werden nun von den Systemen beider Distributoren elektronisch verarbeitet.

Sinkende Prozesskosten für beide Seiten

Die Vorteile des elektronischen Datenaustausches spiegeln sich nicht zuletzt auf finanzieller Seite wider. So können manuelle Arbeitsabläufe bei der Distribution auf allen Bearbeitungsebenen eingespart werden. Reseller müssen derweil nur eine einzige Anbindung an ITscope vornehmen, um bei allen an ITscope per EDI angeschlossenen Lieferanten vollelektronisch zu bestellen. Zudem haben sie die Möglichkeit, erzeugte Bestellrückantworten direkt im eigenen System zu empfangen. Benjamin Mund, Geschäftsführer von ITscope: “Digitalisierung heißt für uns, unsere Kunden von bürokratischer Fleißarbeit zu befreien und ihnen stattdessen mehr Zeit für das Kerngeschäft zu geben. Gerade bei der Bestellverwaltung gibt es für viele Systemhäuser Verbesserungspotential, was das händische Übertragen von Statusinformationen, Seriennummern und so weiter angeht. Mit unserem “eine API für alle Lieferanten”-Ansatz auf openTRANS-Basis schaffen wir hier eine zukunftssichere Lösung für alle Beteiligten.”

Zudem existieren zahlreiche vorgefertigte Schnittstellen zu etablierten ERP-Lösungen für Systemhäuser, darunter Systemhaus.One, SITE und weclapp.

Mit EET Europarts und ENO telecom haben sich mittlerweile rund 40 ITK-Distributoren vollelektronisch an ITscope angeschlossen. Das Unternehmen baut Umfang und Funktionen der Schnittstelle kontinuierlich aus und bindet sukzessive neue Lieferanten per EDI an. Durch die einheitliche Schnittstelle profitieren Systemhäuser automatisch und ohne zusätzliche Programmierung auch von allen zukünftigen elektronischen Bestellanbindungen der Handelsplattform.

 

Pressekontakt ITscope:

Isabel Krohn, presse@ITscope.com, 0721/627376-0.

Über ITscope:

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Mit multilieferantenfähigen, frei konfigurierbaren B2B-Shops lassen sich individuelle Einkaufswelten je Kunde ohne externes Shopsystem realisieren, und Bestellungen automatisch und vollelektronisch an die Distribution weiterleiten. Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren.

Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

15 Jahre ITscope: Rückblick auf den Channel von 2003 bis heute

Karlsruhe, den 23.11.2018 — “15 Jahre Transparenz und Unabhängigkeit für den Channel“: Unter diesem Leitbild blickt die Karlsruher ITK-Handelsplattform ITscope auf die eigene Firmengeschichte zurück — und dabei auch auf die gesamte ITK-Branche, die sie seit 2003 nachhaltig mitgestaltet hat. Die Geschäftsführer von ITscope skizzieren ihre Anfänge im Channel, lassen zusammen mit Wegbegleitern aus Distribution, ERP und Systemhausgeschäft wichtige Meilensteine Revue passieren und geben Ausblicke auf weitere Entwicklungen der Plattform.

Im Jahrhundertsommer 2003 fing alles an: Drei Freunde aus dem badischen Karlsdorf-Neuthard schmiedeten im Freibad den Businessplan für ein Unternehmen, das die ITK-Branche nachhaltig prägen sollte. 15 Jahre später ist ITscope längst eine etablierte Channel-Größe und vernetzt ITK-Distributoren mit Resellern und Systemhäusern aus ganz Europa.

Die Idee zu einer Handelsplattform für die ITK-Branche kam dabei erst im zweiten Schritt. Nach ersten Gehversuchen im Hardwarehandel erkannten die drei Gründer, dass der Verkauf von Daten deutlich mehr Potential mit sich bringt als der damals ohnehin schon hart umkämpfte Handel mit Hardware.


V. l. n. r.: Benjamin Mund, Stefan Reger und Alexander Münkel 2006

Stefan Reger, Mitbegründer von ITscope, erinnert sich:

“Wir haben für unseren ersten Onlineshop damals Preislisten und Angebote auf vielen unterschiedlichen Wegen, teilweise sogar noch per Fax, von der Distribution erhalten. Das war ziemlich unübersichtlich und mühselig. Benjamin [Mund] und ich befanden uns mitten in unserem Informationswirtschaftsstudium und dachten uns: Das muss auch einfacher gehen!”

Gut ein Jahr lang wurde fokussiert an einer Software entwickelt, die Artikeldaten mitsamt Preisen, Lieferkosten und Lagerbeständen von zunächst knapp 200.000 Produkten bei 119 Lieferanten auf einer Plattform transparent darstellte. Das erste Produkt von ITscope, der MarketViewer, war geboren und wurde Mitte 2005 von den ersten Fachhändlern kostenpflichtig genutzt.

Der ITscope MarketViewer wurde 2005 von ersten Fachhändlern genutzt

 

Entscheidender Durchbruch kam über die Medien

Kurze Zeit später wurde auch die Fachpresse auf das Karlsruher Start-Up aufmerksam und brachte im November 2005 den Ball erst richtig ins Rollen: “Distis ausspioniert” — so titelte ein großes Branchenblatt und sorgte nicht nur für viel Aufruhr bei den Distributoren, sondern machte auch zahlreiche ITK-Reseller auf die Plattform von ITscope aufmerksam. Schlagartig verdoppelte sich die Anzahl der zahlenden Kunden; binnen weniger Wochen registrierten sich zudem weitere 250 Firmen für einen Testaccount.

Quelle: ChannelPartner 45/2005

 
“Der Fachhandel war begeistert, schließlich stellten wir den Resellern ein Werkzeug zur Verfügung, das ihnen die Produkt- und Preisrecherche enorm vereinfachte. Das wurde als echter Mehrwert empfunden.”

erinnert sich Mitbegründer Alexander Münkel zurück. Das Vorhaben hätte aber auch nach hinten losgehen können, so Münkel. “Als ich damals den Artikel über unseren MarketViewer gelesen hatte, dachte ich: ‘Das war’s! Wir können einpacken!’”

Tatsächlich wussten einige der gelisteten Distributoren zum Zeitpunkt der Berichterstattung nichts von ihrer Präsenz auf ITscope und fühlten sich übergangen. “Zwei Lieferanten forderten uns sogar direkt auf, sie aus unserer Datenbank zu entfernen.” erzählt Münkel. “Nachdem wir klargestellt hatten, dass wir die individuellen Preise der großen Distributoren streng vertraulich behandeln und nur den jeweiligen Händlern anzeigen, legte sich die Aufregung”.

Derlei Versäumnisse seitens ITscope in der Lieferantenkommunikation wurden unmittelbar nachgeholt und auch die Distributoren erkannten, dass eine Präsenz auf unserer Plattform zusätzliche Kundschaft für sie bedeutete.

Heute sei das Verhältnis zu den Lieferanten sogar partnerschaftlich, so Münkel. Mit einigen Distributoren stünde man in regelmäßigem Austausch und realisiere gemeinsame Auftritte. “Wir verkaufen seit 12 Jahren erfolgreich über ITscope und haben bereits zweimal zusammen auf der IFA ausgestellt. Auch auf unserer Hausmesse ‘api Home & Business’ ist ITscope regelmäßig mit von der Partie.”

erklärt Christian Peters, Verkaufsleiter bei api Computerhandels GmbH.

 

B2B-Geschäftsmodell in Zeiten von ‘Geiz ist geil’


Die Preistransparenz-Bewegung hatte zum Zeitpunkt der Gründung von ITscope bereits im B2C-Umfeld Einzug gehalten. Spätestens 2002 läutete die “Geiz ist Geil”-Kampagne von Saturn das Ende der hohen Margen im IT-Sektor ein, flankiert von Vergleichsportalen wie geizhals.at. E-Tailer wie Mindfactory und die mittlerweile vom Markt wieder verschwundene HomeOfHardware taten ihr Übriges.

Bei ITscope waren auch diese eTailer schon von Anfang an gelistet, um Händlern den Einblick in die entsprechenden Preisstrukturen zu ermöglichen oder den ein oder anderen Sonderposten ‘mitzunehmen’. Klar war aber auch: Der durch die Preissensibilität der Endkunden entstandene Margendruck würde irgendwann auch den B2B erreichen. Benjamin Mund, Dritter im Bunde der ITscope-Gründer, reflektiert:

“Der E-Tail hatte die Branche ordentlich durchgerüttelt. Das brachte viele Reseller und Systemhäuser in Bedrängnis: Wie wachsen, wenn die Margen immer kleiner werden? Die ‘Schweinepreise’-Debatte hatte verdeutlicht, dass Systemhäuser den Shift von Hardware zum Service vollziehen müssen, um weiter bestehen zu können. Deshalb machten wir uns sehr schnell an den weiteren Ausbau unseres Portals. Ziel war es, den Resellern Tools an die Hand zu geben, die ihnen unnötige, manuelle Arbeiten abnehmen und ihnen so mehr Zeit für die Kundenpflege geben.”

 

Evolution vom Preisvergleich zum Handelsnetzwerk


Differenzierung im Systemhausgeschäft durch besseren Service — da konnte die Zeitersparnis beim Lieferantenvergleich nur der erste Schritt sein. In den Folgejahren wurde der damalige MarketViewer daher um zahlreiche Werkzeuge erweitert, die es Systemhäusern und anderen ITK-Resellern ermöglichte, eine Vielzahl ihrer Prozesse zu automatisieren.

So konnten 2006 umfangreiche Produktcontents wie Produktbilder, Eigenschaften und Marketingtexte von CNET in der Plattform dargestellt und im späteren Verlauf auch in andere Systeme eingespielt werden. Möglich wurde dies durch den Einstieg der DCI AG bei ITscope, die mit CNET bereits einen Vertrag über die Datennutzung abgeschlossen hatte. 2015 wurde das Contentangebot auf ITscope zudem um Daten von Full IceCat erweitert.

Zunächst jedoch stand ab 2007 eine umfangreiche Exportfunktion zur Verfügung, mit der ITscope-Kunden ihre eigene Warenwirtschaft oder ihren Shop befüllen konnten. Benjamin Mund erklärt: “Uns wurde sehr schnell klar, dass der wahre Mehrwert für unsere Kunden darin besteht, ihre Kernsysteme, also ihre WaWi oder ihr ERP, mit ITscope zu verknüpfen und mit unseren Daten und CNET- bw. Icecat-Contents anzureichern.” Daher wurden 2008 auch die ersten Schnittstellen zu Mention und c-entron aktiv unterstützt.

Andreas Schober, Geschäftsführer von aconitas GmbH, erzählt:

Wir haben uns schon vor Jahren für den Einsatz von ITscope entschieden. Ausschlaggebend war für mich neben dem Umfang der angeschlossenen Lieferanten und der automatisierten Bestellung insbesondere auch die Integration in unsere ERP-Lösung c-entron.”

Mittlerweile sind mehr als 15 vorgefertigte ERP-Schnittstellen verfügbar, mit denen Systemhäuser auf Produkt- und Lieferantendaten sowie teilweise auch auf Angebote in ITscope zugreifen können. Viele der Module unterstützen darüber hinaus die Artikelbeschaffung über ITscope direkt aus dem ERP heraus.

Tatsächlich war ab 2012 eine Bestellung bei allen gelisteten Distributoren direkt über ITscope möglich. Schrittweise wurden außerdem EDI-Anbindungen zu mittlerweile mehr als 40 Distributoren, darunter ALSO, api, Ingram Micro, KOMSA und Tech Data, realisiert. Frank Fritsche, Vertriebsleiter bei api, resümiert:

“Durch die EDI-Anbindung an ITscope konnten wir die Abwicklung der über ITscope eingehenden Bestellungen deutlich verbessern. Alle Orders werden vollautomatisch verarbeitet und wir können unsere Kunden gleich am Folgetag beliefern. Das verschafft uns natürlich einen großen Vorsprung in Sachen Kundenzufriedenheit.”

Parallel zur Einführung der Bestellfunktion im Jahr 2012 gab es derweil noch einen weiteren Quantensprung bei ITscope: Mit dem Umzug auf eine rein browserbasierte Lösung wagte das Unternehmen den Sprung weg vom Client und rein in die Cloud. Dieser Schritt sei damals von zahlreichen Ungewissheiten und Risiken geprägt gewesen, erklärt Benjamin Mund. Nachdem man gut eineinhalb Jahre an der Version 3 des ‘MarketViewers’ programmiert hatte und sich 2011 außerdem von DCI als Investor trennte sei es sowohl technologisch als auch strategisch ein Wagnis gewesen, dem damals noch recht jungen Trend in die Cloud zu folgen.

Die Handelsplattform ITscope.com heute: Einkaufsboard mit Multiwarenkorbstruktur und smarter Optimierung

Aus heutiger Sicht setzte das Karlsruher Unternehmen damals jedoch auf das richtige Pferd und konnte sich mit seiner webbasierten Lösung so strategisch im Wettbewerb positionieren. Im selben Zuge trennte man sich auch von der alten Produktmarke und brachte die Namen von Plattform und Unternehmen in Einklang. Seither ist die Handelsplattform ‘ITscope’ unter www.ITscope.com jederzeit und auf jedem Gerät zugänglich und mit mehr als drei Millionen ITK-Artikeln von 370 Lieferanten und 7.400 aktiven Fachhändlern einer der wichtigsten Marktplätze des ITK-Handels.
 

Erfolgskonzept ITscope: Zufall oder mehr?


Die Umsetzung der Idee, Transparenz in den Channel zu bringen, wurde bereits vor der Gründung des Unternehmens von verschiedenen Firmen, u. a. von DCI, versucht. Warum also konnte sich ITscope letztendlich durchsetzen?

Stefan Reger analysiert:

“Der schneller Anklang unter den Resellern war sicherlich darauf zurückzuführen, dass der Einstieg in die Plattform von Anfang an sehr leicht war. Mit einer einfachen Registrierung konnte man direkt starten. Außerdem haben wir von Beginn an viel Wert auf eine größtmögliche Aktualität der abrufbaren Preis- und Lagerdaten gelegt  und sehr schnell die Darstellung individueller Kundenpreise implementiert. Schließlich ist niemandem damit geholfen, Listenpreise zu sehen, wenn er bei einigen Distributoren bereits bessere Konditionen ausgehandelt hat.”

Auch der frühzeitige Umzug in die Cloud sei ein klarer Pluspunkt für die Verbreitung gewesen. So könne die Plattform von überall aus flexibel und ohne vorherige Installation genutzt werden.

Ein weiterer Faktor sei der klare Fokus auf die B2B-Branche gewesen. So wurden alle Funktionen, die im Laufe der Jahre hinzugekommen sind, genau auf die Anforderungen von Systemhäusern und anderen ITK-Resellern abgestimmt. Zugriff auf die Plattform hatte von Anfang an nur, wer sich durch seinen Gewerbeschein als Fachhändler ausweisen kann. Erweiterungen wurden stets in enger Zusammenarbeit mit tatsächlichen Nutzern der Plattform entwickelt, was sich zudem in einer intuitiven Bedienbarkeit der Werkzeuge widerspiegelt.

Die Anforderungen der Systemhäuser hätten sich in den letzten 15 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, so Reger. Darum sei ein kundenzentriertes Vorgehen auch die einzig richtige Art, die Plattform auszubauen. Während es in den Anfangsjahren quasi revolutionär war, die Daten von Lieferanten transparent zu vergleichen, stehen Systemhäuser heute vor den Herausforderungen der Digitalisierung und der Automatisierung von Ein- und Verkaufsabläufen, führt Reger weiter aus. Benjamin Mund ergänzt:

“Der Nutzen von ITscope wäre für unsere Kunden allerdings nur halb so groß, wenn wir uns als Insellösung positioniert hätten. Die Integration von ITscope in ERP-Systeme treiben wir deshalb seit Jahren aktiv voran, sei es über fertige Schnittstellen oder per Anbindung an unsere flexible OpenTrans-API.”

Derzeit gibt es über 15 ‘Out-of-the-box’-Schnittstellen von ERP-Systemen zu ITscope. Diese werden teilweise von den Systembetreibern selbst, teilweise durch Drittunternehmen realisiert. Thomas Neumeier, Geschäftsführer der neumeier AG, erklärt:

“Es war uns wichtig, alle Daten von ITscope auch über unser ERP ‘Systemhaus.One’ zugänglich zu machen. Daher haben wir uns vor drei Jahren entschieden, ITscope über eine Schnittstelle an ‘Systemhaus.One’ anzubinden und die Daten so auch unseren Nutzern zugänglich zu machen. Mittlerweile ist eine Vielzahl von Funktionen implementiert, u. a. die elektronische Bestellung, der Seriennummern-Import während des Einkaufsprozesses, die Übertragung von Artikelstammdaten, Preisen, Verfügbarkeiten, Bildern usw. Ich freue mich darauf, dass wir in Kürze auch die ITscope-Angebote in Systemhaus.One übernehmen können.”

 

Interaktives Branchennetzwerk mit klaren Vorteilen auch für die Distribution


Doch was wäre gewesen, wenn die Distribution nicht mitgespielt hätte? Ein Netzwerk, in dem nur eine Seite des Handels vertreten ist, kann per Definition nicht funktionieren. Daher beschäftigte sich ITscope sehr bald auch mit den Mehrwerten für Lieferanten und Hersteller. Hier baute ITscope ein weiteres Mal auf seine Stärken in Sachen Daten. Zahlreiche Distributoren wie auch einige Hersteller nutzen die Plattform mittlerweile, um Einblicke in verschiedenste Marktbewegungen, z. B. auf Produkt- oder Anbieterebene, zu erhalten. Darüber hinaus stehen den Kunden umfangreiche Analysen und Reportings zur Verfügung.

Dass ITscope über wertvolle Branchendaten verfügt, zeigt das Unternehmen auch auf redaktioneller Ebene. Das seit 2014 quartalsweise erscheinende Marktbarometer bietet stets aktuelle, B2B-spezifische Einblicke in Produkt- und Absatztrends und wird von den Medien wie auch den Distributoren und Herstellern regelmäßig mit Spannung erwartet.

Der vermutlich größte Mehrwert für Distributoren liegt allerdings im Netzwerk an sich. Judith Öchsner, Vertriebsleiterin des Spezialdistributors für Unterhaltungselektronik, Speicherkarten und Computerperipherie dexxIT, zeigt sich zufrieden:

“ITscope ist für uns der perfekte Ort, um unser Kundennetzwerk zu erweitern: tausende potentielle Käufer aus der ITK-Branche in einer Plattform. Seit unserem Start auf ITscope.com haben wir etliche neue Registrierungen erhalten ohne selbst Akquise zu betreiben.”

 

Ausblick: Mit digitalen Vertriebslösungen auf Wachstumskurs

Wie wird sich der Channel im Allgemeinen und das Systemhausgeschäft im Speziellen weiterentwickeln? Von Cloud über SaaS bis Big Data sind viele Konzepte und Ideen im Umlauf — und alle stehen sie unter einem großen Stern: Digitalisierung.

Systemhäuser wie auch ihre Kunden müssen sich den Herausforderungen stellen, die die digitale Transformation mit sich bringt. Für Erstere ist dies vor allen Dingen auch eine Chance: Durch den Einsatz von innovativen Lösungen können sie aufwendige Vorgänge im eigenen Unternehmen wie auch bei ihren Kunden automatisieren und sich auf ihre Stärken im Service konzentrieren.

Firat Güney, Geschäftsführer von Happyware Server Europe GmbH, weiß:

“Gute Kundenbeziehungen sind wichtiger geworden, da die Anzahl der Anbieter gestiegen ist und die Differenzierung zunehmend schwerer fällt. Wer sich heutzutage nicht intensiv um Kundenbindung bemüht, der muss automatisch zum Preiskampf antreten.”

Daher habe er sich auch bereits vor zehn Jahren für ITscope entschieden. “ITscope ist wirklich ein mächtiges Tool, mit dessen Hilfe wir den geänderten Anforderungen unserer Kunden gerecht werden können.”, so Güney weiter.

Insbesondere im Vertrieb müssen die Vorteile der Digitalisierung endlich umgesetzt werden, findet Alexander Münkel von ITscope. “Schon 2016 haben wir mit unseren Live-Angeboten die Verkaufsprozesse unserer Kunden in die Cloud geholt. Jetzt stehen wir kurz vor dem offiziellen Release einer neuen digitalen Vertriebslösung, die wir in Zusammenarbeit mit einigen unserer Kunden entwickelt haben.”

Konkret geht es hierbei um ein multilieferantenfähiges B2B-Shopsystem, mit dessen Hilfe Systemhäuser ihren Kunden individuell zusammengestellte Sortimente anbieten und Bestellungen direkt an die Distribution weiterleiten können. Erste Kunden setzen die neue Lösung bereits im Rahmen eines Pilotprojektes ein. André Nösse, Geschäftsführer von Nösse Datentechnik GmbH & Co. KG erklärt: “Zusammen mit einem großen Kunden haben wir überlegt, wie wir die Beschaffung der internen IT für ihn besser und schneller machen könnten. Dabei ist uns bewusst geworden, dass die Funktionen, die wir selbst in ITscope nutzen, genau diejenigen sind, die wir auch unseren Kunden zur Verfügung stellen möchten.”

Mit multilieferantenfähigen B2B-Shops möchte ITscope den Vertrieb von Systemhäusern digitalisieren.

Drei Monate später konnte dann die erste Kundenbestellung bei Nösse über die neue Funktion von ITscope getätigt werden. Weitere Kunden des Systemhauses sollen die B2B-Shops künftig ebenfalls nutzen. André Nösse zeigt sich zufrieden:

“Es ist unglaublich einfach, einen Kundenshop über ITscope aufzusetzen. In wenigen Minuten ist von Sortiment und Lieferantenauswahl über Margenregeln bis hin zur Individualisierung mit Logo und Design unseres Kunden alles verkaufsbereit. Da muss unser Vertrieb niemanden aus der IT bemühen.”

ITscope möchte die neue digitale Vertriebslösung schnellstmöglich auch weiteren Kunden zugänglich machen. Außerdem steht das Thema Internationalisierung weiter auf der Roadmap des Unternehmens. So soll es in 2019 möglich sein, Bestellungen in verschiedenen Währungen über die Handelsplattform zu tätigen.

Für das weitere Wachstum sucht das Unternehmen unterdessen nach neuen Kollegen in den Bereichen Java-Entwicklung, Vertrieb und Marketing. Viele der aktuellen Mitarbeiter hätten bei ITscope als Student oder Auszubildende angefangen und seien heute fester und wichtiger Bestandteil des Teams, so Benjamin Mund. Dass die Firma außergewöhnliche Talente erfolgreich fördert zeigt sich jüngst an einer besonderen Auszeichnung. Taha Aktas, 23 Jahre alt, schloss seine Ausbildung zum Informatikkaufmann in diesem Sommer erfolgreich ab und wird heute im Rahmen der Landesbestenehrung als ‘Bester Informatikkaufmann Baden-Württembergs’ honoriert.

ITscope-Team im Oktober 2018: Das Unternehmen sucht neue Kollegen für weiteres Wachstum


 

Quo Vadis, Channel? — Stimmen & Meinungen aus der Branche


Als Ankerpunkt der ITK-Branche steht ITscope auch in regelmäßigem Austausch mit Unternehmen im Channel. Zu seinem 15. Geburtstag hat die Firma einige seiner Kunden gefragt: Was bringt die Zukunft? Im Folgenden ein paar Meinungen und Gedanken:

“Während Unternehmen im Enterprise-Sektor noch einige Zeit weiter eigene Rechenzentren betreiben werden, geht der Trend bei den KMUs ganz klar in Richtung Cloud. Auch wird uns im Bereich Server das Thema ‘Big Data’ mit Sicherheit weiterhin beschäftigen. Da unsere Kunden immer größere Datenmengen produzieren und verarbeiten müssen, muss die Infrastruktur ebenfalls mitwachsen.”

— Firat Güney, Geschäftsführer von Happyware Server Europe GmbH

“Die ITK-Branche hat sich in den letzten 15 Jahren stark verändert. Früher eher als ‘Kistenschieber’ gesehen, haben sich Systemhäuser zwischenzeitlich zu ganzheitlichen Dienstleistern gewandelt, die ihren Kunden eine 360°-Betreuung bieten. Auch auf Kundenseite hat sich einiges getan: Unternehmen begreifen IT heutzutage mehr als strategischer Wettbewerbsvorteil und weniger als Kostenblock. Zudem hat sich das Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit Daten deutlich verbessert. Es wird entscheidend für den Erfolg der Branche sein, sich von Insellösungen loszusagen und eine ganzheitliche, integrierte Strategie zu verfolgen.”

— Andreas Schober, Geschäftsführer von aconitas GmbH

“Der Konsolidierungsprozess unter den Systemhäusern wird weiter fortschreiten. Kleinere Systemhäuser werden weiterhin erfolgreich sein, wenn sie sich spezialisieren und auf monatliche Roherträge setzen. Die automatisierte Abrechnung von Cloud-Diensten und Managed-Services mit Systemhaus.One ist heute schon wichtig und wird noch wichtiger werden.”

— Thomas Neumeier, Geschäftsführer von neumeierAG

Ein Meilenstein der letzten 15 Jahre im Channel war sicherlich die Umstellung auf das Streckengeschäft. Heute sind alle Abläufe viel prozessorientierter und Postenkäufe auf Lager, wie es sie damals gab, spielen heute keine große Rolle mehr. Auch hat sich der Integrationsgedanke stark etabliert, sowohl auf geschäftlicher Ebene als auch auf technologischer. Gerade ITscope hat es uns durch seine Integration in unser ERP ermöglicht, dass Einkauf und Vertrieb optimal zusammenarbeiten können und unsere Geschäftsprozesse dadurch deutlich beschleunigt.”

— André Nösse, Geschäftsführer von Nösse Datentechnik GmbH & Co. KG

 

Über die ITscope GmbH


Die Karlsruher ITscope GmbH stellt mit der B2B-Handelsplattform ITscope.com einen einzigartigen Marktplatz für Systemhäuser, Distributoren und Hersteller der ITK-Branche bereit. Transparenz und Unabhängigkeit für den Channel: Mit diesem Leitmotiv setzt sich das Unternehmen seit 2003 dafür ein, dass Informationen für alle Teilnehmer der ITK-Branche immer und überall verfügbar sind — und bleibt dabei stets unabhängig.

Alle am ITK-Handel beteiligten Unternehmen können auf ITscope.com mehr als drei Millionen Produkte bei über 370 der wichtigsten deutschen und europäischen Lieferanten einsehen und direkt bestellen. Über die leistungsstarke, flexible API können zudem Warenwirtschaften auf Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr zugreifen. Eine vollelektronische Bestellintegration sowie innovative, digitale Vertriebslösungen ermöglichen es Systemhäusern außerdem, ihre gesamten Verkaufs- und Einkaufsabläufe auf einer einzigen Plattform direkt abzuwickeln.

 

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q3/2018


Pressemitteilung als .pdf
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Intel CPUs knapp & teuer, Logitech mit Ergonomie und Konferenztechnik, neue SSDs und Raid Platten

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q3/2018

  • CPUs: Hohe Preise bei Intel aufgrund Lieferschwierigkeiten – wie lange noch?
  • Neueinsteiger: Apples HomePod, Ergonomie und Konferenztechnik vorne
  • Notebooks: 2018er Thinkpad L Lineup rückt vor, MacBook Air wieder Nr. 1
  • Tablets: Microsoft erneut an der Spitze, Apple dicht dahinter, Samsung gewinnt an Boden
  • Smartphones: Apple dominiert das Feld, Samsung Galaxy S9 hält sich auf Platz 5
  • Wearables: Nokia & Garmin im Windschatten des Generationswechsels bei Apple
  • Festplatten: Samsungs 970er kommen, neue WD Red 8TB gesichtet
  • Drucker und MFPs: Neuer Preisbrecher von HP fürs kleine Office

 

ITscope Q3 2018 Neueinsteiger: Apple HomePod &Logitech dominieren

Platz 1 der Neueinsteiger belegt diesmal mit beachtlichen 1.277 Klicks der Apple HomePod, ein 2-Wege-Smart-Speaker mit sechs Mikrofonen, 360° Sound und Bluetooth 5.0. Im zweiten Quartal war der space-graue Lautsprecher mit dem Draht zu Apples Siri schon dabei gewesen, mit 465 Klicks jedoch erst auf Platz 4. Es ist zu erwarten, dass er zum Weihnachtsgeschäft nochmal einen ordentlichen Schub bekommt.

Mit hohen Platzierungen von Apple Originalzubehör bestätigt sich regelmäßig die Markentreue von Apple-Usern. Im Q3 jedoch hat sich auf Platz 2 mit dem Logitech Slim Folio diesmal ein 3rd-Party-Zubehör für die 9,7 Zoll großen iPads der 5. und 6. Generation gemogelt. Es handelt sich dabei um eine schwarze Tablet-Hülle mit integrierter deutscher Bluetooth-Tastatur für einen margenfreundlichen HEK von 68,90 Euro. Dafür gab es 1.218 Klicks, ein absoluter Achtungserfolg!

Apples 30W-Ladegerät für den USB-C-Anschluss des 12-Zoll-MacBooks ( MR2A2ZM/A) ist mit 585 Klicks auf dem dritten Platz gelandet. USB-C setzt sich immer weiter durch und wird uns bei den Neueinsteigern noch weiter interessieren (siehe Logitech Rally und Delocks Videoadapter).

Logitech ist überhaupt der Aufsteiger der Saison und hat es nach keiner Platzierung im zweiten Quartal gleich mit drei Produkten unter die Neueinsteiger geschafft. Platz 4 belegt mit 473 Klicks die Logitech MX Vertical, eine senkrecht zu haltende Maus. Diese wurde nach den Kriterien führender Arbeitswissenschaftlern entwickelt und wird von dem Schweizer Hersteller aus dem bezeichnenden Ort Apples als „die Evolution der Ergonomie“ beworben. Durch den 57°-Winkel reduziert sich nicht nur der Druck auf das Handgelenk, sondern auch die Beanspruchung der Muskeln. Das sind ideale Bedingungen für den Büroeinsatz. Gegen den Massenaustausch dürfte in vielen Unternehmen indes der hohe Preis von um die 90 Euro netto stehen.

USB-C wird mehr und mehr Standard im Business

Ebenfalls sehr hochpreisig kommt auch die neue Konferenzkamera Logitech Rally auf Platz 12 daher, die für einen HEK von ab 933 Euro oder einen VK von 1.249 Euro angeboten wird. Dafür bietet das motorbetriebene schlaue Auge allerdings auch die B2B-freundliche Deckenmontage, Belichtungs-optimierung zur natürlichen Abbildung aller Meetingteilnehmer und die volle 4K-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel – sowie passend dazu USB-C.

Hier ist er wieder, der USB-C-Anschluss. Auch USB Typ-C genannt, entwickelt der sich immer mehr zum neuen Standard, sowohl bei Smartphones als auch bei Notebooks. Darüberhinaus führt er Mac- und PC-Welten zusammen, aufgrund der Kompatibilität zu Thunderbolt 3, dem Standard dereine Datenrate von bis zu 40 Gbit/s verspricht. Microsoft hatte diese Technik noch 2017 für nicht massenmarkt-tauglich erklärt, setzt nun aber selbst im Surface Book 2 darauf.

Dünne Gehäusebauformen und die entsprechende Platzknappheit lassen gerade bei Ultrabooks und Convertibles oftmals nicht viel Platz für Anschlüsse, und setzen daher neuerdings selbst beim Aufladen auf USB-C. Der Videoadapter von Delock auf Platz 11 ermöglicht nun die Verwendung von gängigen Displayport Kabeln zum Anschluss eines Monitors in 4K Auflösung bei 60 Hz.

Weitere interessante Neueinsteiger fürs Weihnachtsgeschäft sind die neue AVM Fritz!Box 7530, der kleine Bruder der Fritz!Box 7590, auf Platz 7 und die Nikon D3400 mit 24 Megapixeln (6.000 x 4.000 Bildpunkte) auf Platz 13. Die letzte bzw. neueste Neuerscheinung, die es gerade noch in die Top 15 geschafft hat, ist das erst wenige Wochen alte Apple iPhone Xs Leather Case in Schwarz mit 158 Klicks.

Prozessoren: Intel schafft es nicht, den Markt zu bedienen

Top-Thema bei den CPUs sind die Liefer- und Produktionsengpässe bei Intel, die mutmaßlich auf Probleme bei der Umstellung von 14nm auf 10nm zurückzuführen sind, während andere Player im Chipmarkt – Samsung, sowie Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor (TSMC) sogar schon an der noch effizienteren 7-nm-Technologie arbeiten. Intel selbst verweist auf die hohe Nachfrage als Ursache, und ist offensichtlich nicht in der Lage, diese zu bedienen: Auf Nachfrage bestätigten die Broadliner Ingram und ALSO Deutschland, dass aktuell nur noch geringe Stückzahlen  im Zwei-Wochen-Rhythmus eintreffen, mit denen zunächst die Vorbestellungen bedient werden. Fürs ganze Q4 sei hier noch keine Entwarnung in Sicht. Andere Reseller im Markt nutzen diese Situation aus, und treiben die Preise nach oben. Händler, die nicht warten wollen oder können, müssen daher aktuell Aufschläge bis zu über 50% über den Preisen hinnehmen, die noch im Sommer üblich waren, und finden dann entsprechende Stückzahlen bei den anderen auf der ITscope Plattform gelisteten Distributoren.

Beispielhaft für die Entwicklung ist der mit 3 GHz getaktete 6-Kerner Intel Core i5-8500 (BX80684I58500) aus der neuen 8ten Generation auf Platz 6 des Rankings. Der HEK schnellte ab Mitte September binnen weniger Wochen über 50% nach oben.

Doch auch die älteren CPUs sind genauso betroffen: der mit 3,7 GHz getaktete 2-Kerner aus der 6. Generation auf Platz 16, der Intel Core i3-6100 (BX80662I36100) ist im Preis fast auf das Doppelte gestiegen.

Spannend wird nun, ob Konkurrent AMD Kapital aus dieser Situation wird schlagen können. Was die reinen Klickzahlen der Händler angeht, sind jedenfalls Intel CPUs aktuell aufgrund der fieberhaften Suche nach Stückzahlen im Vorteil. Der AMD Ryzen 3 2200G, APU, 4-Core, 3,5 GHz (YD2200C5FBBOX) hat sich immerhin um sechs Stellen auf Platz 12 verbessert, dafür ist der AMD Ryzen 7 2700X, 8-Core, SMT mit 4,35 GHz (YD270XBGAFBOX) mit nur noch Platz 17 aus dem Top 15 Ranking herausgefallen.

TFT-Displays: Dell bleibt Monitor-King

Bei TFT-Monitoren tut sich im Ranking nicht viel, wenn man davon absieht, dass Dell seine Position jetzt mit sechs statt vorher vier Geräten unter den Top 10 weiter ausgebaut hat. HP macht sich ebenfalls weiterhin breit, während die etablierten Big Player aus Südkorea LG und Samsung jeweils nur noch mit einem Modell unter den Top 10 vertreten sind. BenQ schafft es mit dem 24-Zöller BL2405HT gerade noch auf Platz 12, von den anderen Traditionsmarken fehlt bis zum EIZO FlexScan EV2750-BK auf Platz 51 jede Spur.

Nun zu den Top-Geräten: Der Dell P2417H hat es mit 24 Zoll bei der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel erneut an die Spitze geschafft. Von Platz 4 auf Platz 2 verbessern konnte sich der Dell UltraSharp U2415, der ebenfalls als 24-Zöller daherkommt, allerdings mit der 16:10-Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten, ebenso wie das HP EliteDisplay E243i auf Platz 3. Das zeigt, dass sich 24 Zoll mit 16:9 Full HD oder 16:10 im Business offenbar immer mehr durchsetzt. Auf Platz 4 ist mit dem Dell UltraSharp U2715H dann erstmals ein Vertreter aus dem 27-Zoll-Lager mit der QHD-Wide-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel.

Während sich gebogene Fernseher nur mäßig verkaufen, nehmen Dell und Samsung im Oktober 2018 gerade wieder einen neuen Anlauf mit XXL-großen Curved Monitoren für Business-Anwendungen, für Börsenplätze etwa. In der Händlergunst sind die aber auch nicht so von Erfolg gekrönt, wie Samsung QLED-Monitor C49HG90DMU zeigt, der nun schon seit Mitte 2017 auf den Markt ist. Der 49-Zöller ist nämlich im dritten Quartal wieder von Platz 46 auf Platz 88 abgerutscht.

Mobiltelefone: Apple macht es spannend

Bei den Handys hat sich unter den Top 10 nicht viel getan, sieht man davon ab, dass Apple jetzt nur noch mit sechs statt vorher sieben Geräten unter den Top 10 ist. Bisher halten sich noch die relativ zu den Neuerscheinungen günstigen, mit geringerem Speicher ausgestatteten Modelle an der Spitze:  Apples space-graues iPhone 8 mit 64 GB (MQ6G2ZD/A) belegt immer noch Platz 1, das ebenfalls space-graue Apple iPhone SE in der Ausführung mit 32GB (MP822DN/A) hat sich auf Rang 2 verbessert und das schwarze iPhone 7 mit 32 GB auf Platz 3 verwiesen. Samsungs Galaxy S9 mit 64 GB in Schwarz (SM-G960FZKDDBT) hat sich auf Platz 5 gehalten, das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S8 in der Variante mit 64GB (SM-G950FZKADBT) hat sich um zwei Positionen auf Platz 6 verbessert, das Galaxy A5 von 2017 (SM-A520FZKADBT) sogar um drei Stellen auf Platz 8, während das schwarze Galaxy S7 (SM-G930FZKADBT) von Platz 6 auf Platz 10 abgerutscht ist.

Soweit so schön. So richtig interessant ist, wie sich das noch blutjunge iPhone Xs macht, das gerade erst Mitte September 2018 auf den Markt gekommen ist. Unter den möglichen Farben und Ausstattungen dominiert aktuell mit über 200 Klicks pro Woche die Variante MT9H2ZD/A – das    iPhone Xs 256GB in Space-Grau  – trotz des HEKs von über 1.000 Euro bzw. einem VK von um die 1.300 Euro. Alle Achtung! Dafür bietet das Gerät neben dem riesigen Speicher auch ein 5,8 Zoll großes Super Retina OLED Display mit einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixel und einer Helligkeit von 625 cd/qm sowie Dual-SIM-Steckplätze und SMART HDR für brillantere Fotos.

Das ebenfalls space-graue iPhone Xs Max besticht zwar mit dem bisher größten iPhone Display, das sich mit 6,5 Zoll nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken muss, tut sich aber angesichts des nochmal ca. 300 Euro höheren Einkaufspreises und nur um die 100 Klicks weit schwerer, die Händlerherzen zu erwärmen.

Tablets: Microsoft und Apple weiter vorne

Bei den Tablets ist auf den ersten Plätzen alles wie im zweiten Quartal: Den Spitzenplatz hält weiterhin das Microsoft Surface Pro mit 12,3-Zoll-Display und 256 GB Speicher, Windows 10 Pro und Intel Core i5-7300U (FJY-00003) zum HEK von 975 Euro oder einem VK von 1.299 Euro. Im zweiten Quartal hatte es zwar noch über 6.000 Klicks, mit 5.737 Treffern ist es aber bei Händlern wie bei Business-Kunden immer noch der beliebteste Tablet-PC.

Ganz weit oben in der Händlergunst rangiert auch immer noch das Surface Pro in der Variante mit LTE in Schwarz. Dieses konnte sich im dritten Quartal mit 3.072 Klicks zum dritten Mal in Folge den dritten Platz sichern, allerdings weit hinter dem Apple iPad mit 32GB (MR7F2FD/A), das mit 4.932 Klicks deutlich besser abgeschnitten hat und wieder auf Platz 2 landete. War die Mac-Company im zweiten Quartal noch mit sieben iPads unter den Top 10, sind es jetzt nur noch sechs, das tut der Beliebtheit der Marke mit dem angebissenen Apfel aber keinen Abbruch.

Samsung hat es diesmal mit zwei Geräten unter die Top 10 geschafft. Erwähnenswert ist vor allem das in Schwarz gehaltene Galaxy Tab A (Modell 2016, SM-T585NZKEDBT), das mit 2.890 Klicks um vier Stellen auf Platz 4 vorgerückt ist. Dieses bietet eine WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel auf 10,1 Zoll, einen 1,6 Ghz schnellen 8-Core-Prozessor und 2 GB RAM sowie Platz für eine SD-Karte mit maximal 200 GB. Ansonsten hat sich unter den Top 10 nicht viel getan.

Interessanter ist da schon das neue Microsoft Surface Go mit Intel Pentium Gold 4415Y CPU und 128 GB Speicher in Silber (JTS-00003), das gerade erst seit Juli 2018 auf den Markt ist und des mit 2.283 Klicks von Anhieb an auf Platz 14 geschafft hat. Eine Microsoft-typische Besonderheit ist das zehn Zoll große 10-Punkt-Multi-Touch-Display mit der etwas ungewöhnlichen Auflösung von 1.800 x 1.200 Bildpunkten.

Business-Anwendern, für die das Gerät mit Windows 10 Pro gedacht ist, kann es nur recht sein. Die Business-Handschrift zeigt sich bei diversen Sicherheitsmerkmalen und dem vorinstallierten Microsoft Office 365 als Trial Version. Passend dazu hat sich das in Schwarz gehaltene Microsoft Surface Go Type Cover mit Tastatur, Trackpad und Beschleunigungssensor innerhalb kurzer Zeit mit durchschnittlich über 50 Klicks pro Woche schon zu einem echten Quotenfänger entwickelt. Die Surface-Go-Hüllen in anderen Farben kamen im dritten Quartal noch nicht so gut an. Aber vielleicht reißt es ja das kommende Weihnachtsgeschäft heraus.

Wearables: Warten auf die Watch Series 4, Nokia überrascht

Was ist denn bei den Wearables los? Drei Trends sind da von besonderem Interesse. Erstens ist Apple nur noch mit fünf statt vorher acht tragbaren Geräten unter den Top 10, zweitens nur noch mit einem statt vorher 5 Smart Watches unter den Top 5 und drittens sind die Klickraten insgesamt saisonal bedingt deutlich zurückgegangen. Die weltraumgraue Apple Watch Series 3 auf Platz 1 zum Beispiel hat diesmal nur 1.723 statt vorher 2.140 Klicks eingeheimst. Der Grund, dass bei Apple die Klicks so stark nachlassen ist sehr wahrscheinlich der Generationswechsel auf die Watch Series 4. Diese wurde bereits vorgestellt, aber ist noch nicht im Ranking zu sehen. So ist schlagartig die Apple Watch Series 3 nicht mehr so beliebt. Das kommt den anderen Herstellern zu Gute und diese klettern nach oben.

So ist die Garmin vívofit 3 (010-01608-06) zum Beispiel trotz einem Rückgang auf 1.386 statt vorher 1.606 Klicks von Platz 8 auf Platz 2 hochgerutscht. Dabei ist der HEK der Watch von Garmin innerhalb eines Jahres von 56 auf 43 Euro gefallen und damit trotz des Alters seine Attraktivität im niedrigen Preissegment behauptet.

Die Plätze 3, 4 und 5 gingen diesmal an Nokia, genauer an die Steel HR Series. Wie schon berichtet, konnte diese – seit November 2017 auf dem Markt – schon im zweiten Quartal gut zulegen. Von Platz 12 auf Platz 3 gemausert hat sich zum Beispiel die 44 mm große Nokia Steel HR (HWA03/40/BLACK), die im dritten Quartal aufgrund der schwankenden Verfügbarkeiten einen echten HEK-Rollercoaster erlebt hat. In der Spitze waren es im August rund 187 Euro, Mitte September 133 Euro und am 22. September wieder 152 Euro, bevor der Händlereinkaufspreis eine Woche später bei 129 Euro angelangt ist. Einen ähnlichen, aber nicht ganz so dramatischen Verlauf nahm die Nokia Steel HR mit 36 mm auf Platz 4.

Neben zwei Samsung Gear S3 wie dem Modell Classic (SM-R770NZSADBT) auf Platz 9 hat es diesmal – zwar nur knapp – auch eine Fitbit unter die Top 15 geschafft: die Fitbit Charge 2 Blau-Silber (FB407SBUL-EU), gefolgt von der baugleichen Fitbit Charge 2 Silber-Blue (FB407SBUS-EU). Erwähnenswert ist schließlich noch die Garmin Fenix 5 Series, die es schon länger gibt, aber wohl aufgrund des unter 400 Euro HEK gesunkenen Preises interessanter zu werden scheint. So ist die Garmin Fenix 5 (010-01688-00) in grau/schwarz mit GPS, Herzfrequenzmessung und passiver digitaler Anzeige innerhalb eines Quartals von Position fernerliefen (208) auf Platz 20 aufgerückt. Gleich dahinter folgt die Variante in silber/blau (010-01688-01).

Notebooks: 2018er Thinkpad L Lineup rückt vor, MacBook Air Nr. 1

Bei den Laptops hat sich Apple mit dem MacBook Air mit 13,3 Zoll und der WXGA+-Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten (MQD32D/A) mit 4249 Klicks an die Spitze gesetzt – wieder muss man sagen.

Denn Anfang des Jahres war es da schon, bevor im zweiten Quartal das HP ProBook 450 G5 mit 15.6″, Core i5-8250U und 8 GB RAM (3KY96EA#ABD) wie aus dem Nichts (genauer Platz 40) hochschoss. Das ist jetzt aber auf Platz 3 abgerutscht, denn das von den Komponenten fast genauso ausgestattete Lenovo ThinkPad E580 (20KS001JGE) hat sich von Platz 4 kommend frech davorgesetzt.

Ansonsten hat sich auf den ersten Blick eigentlich nicht viel bewegt, möchte man meinen, wobei der Schein trügt. Lenovo ist wieder mit acht Notebooks unter den Top 15, Apple und HP jeweils mit drei statt vorher zwei Geräten und Dell nicht mehr dabei. Tatsächlich hat sich aber so einiges getan.

Das Lenovo ThinkPad L580 20LW mit 15,6“-Display, Core i5-8250U, 256 GB SSD und 8 GB RAM (20LW000VGE) aus dem 2018er Line-up der L-Serie ist von Platz 42 auf Platz 5 vorgerückt und macht sich im beginnenden vierten Quartal auf, zum Gipfelstürmer zu werden. Ähnlich klickverdächtig ist auch das Lenovo ThinkPad L480 20LS mit 14″-Display, Core i5-8250U und 8GB (20LS001AGE), das von Position 79 auf Platz 10 vorgestürmt ist. Bei dem eingangs genannten Apple MacBook Air bewegt sich dagegen im beginnenden Weihnachtsquartal noch recht wenig, was die Klickraten angeht.

Relativ verhalten sind sie auch beim Microsoft Surface Book 2 (13.5″, 3000 x 2000, Core i5-7300U, HMX-00004), der von Position 10 auf Platz 12 abgerutscht ist, und bei dem Apple MacBook Pro (13.3″, 2.560 x 1.600 Pixel in Grau, MPXT2D/A), das gerade noch den letzten Platz der ersten 15 erwischt hat, immerhin um eine Stelle besser als im zweiten Quartal.

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 20KH mit 14″-Display, Core i7-8550U, 512 GB SSD und 16 GB RAM (20KH006JGE) ist mit Platz 17 knapp an den Top 15 vorbeigeschrammt. Schon im zweiten Quartal machte ein X1 von sich reden, allerdings mit dem Unterschied, dass es sich um das Vorgängermodell 20HR0021GE mit 8 GB statt 16 GB RAM handelte, das nur noch als B-Ware verfügbar ist – für ab etwa 1.200 Euro. Die doppelte Ladung RAM (16 GB) scheint sich jedoch bezahlt zu machen, obwohl das neue ThinkPad X1 Carbon mit einem HEK von 1.817 Euro und einem VK von 2.399 Euro ziemlich weit oben angesiedelt ist. Aber wie Apples MacBooks zeigen, hängt das Händlerherz nicht so sehr an einem günstigen Preis, im Gegenteil.

Komplettsysteme: Gemischtes Quartett an der Spitze

Bei den PC-Systemen hat sich unter den Top 10 wenig bewegt. HP ist wie im zweiten Quartal nur zweimal unter den Top 10, Lenovo nur noch viermal (vorher fünfmal), Fujitsu nur einmal und Dell jetzt zweimal statt einmal.

Die Position der ersten drei ist unverändert: Der HP ProDesk 400 G4 (1JJ56EA#ABD) mit dem 3,4 Ghz schnellen Core i5-7500 und 256 GB SSD (1JJ56EA#ABD) ist wie im zweiten Quartal mit 4.453 Klicks weit vorn. An zweiter Stelle folgt wie zuvor schon das Lenovo ThinkCentre M710 (10MR000XGE) mit 2.318 Klicks. Das Modell verfügt ebenfalls über eine SSD mit 256 GB und einen i5-Prozessor, allerdings handelt es sich um den mit 2,4 GHz getakteten Core i5-7400T. Der Fujitsu ESPRIMO P557/E85+ (VFY:P0557PP581DE) mit 3,5 GHz schnellen Core i5-7400 (man achte auf das fehlende T) ist weiter auf Platz 3.

Interessant sind lediglich zwei Aufsteiger der Saison: der HP ProDesk 400 G3 DM, i5, 2.7 GHz, 256GB SSD (1EX82EA#ABD), der sich von Platz 41 auf Platz 4 verbessern konnte, und der Dell OptiPlex 3050, i5, 3.4GHz, 256GB SSD (TZY5H0), der von Position 120 kommend auf Platz 9 sogar noch einen größeren Satz nach vorn machte.

2018er-Modelle haben Luft nach oben

Was allerdings auffällt, ist die Tatsache, dass alle Komplettsysteme bis Position 27 mindestens ein Jahr „auf dem Buckel haben“, so auch der Apple iMac, i5, 3.4 GHz mit 1 TB Speichervolumen (MNE92D/A) auf Platz 10, übrigens der Einzige unter den Top 10 mit dem angebissenen Apfel. Dabei ist die Marke aus Cupertino im ITscope Marktbarometer sonst wieder recht stark vertreten.

Das einzige neue und herausragende Produkt unter den Komplettsystemen ist der HP ProDesk 400 G4 mit dem 2,1 GHz schnellen Core i5-8500T und 8 GB RAM (4CZ90EA#ABD), aber wie bereits angedeutet erst auf Platz 28. Die Klicksteigerungen können sich sehen und für Q4/2018 mehr erwarten lassen. Mit 17,5 cm im Quadrat ist der Mini-PC zwar nicht so klein wie der Intel NUC Plattform (12 x 12 cm), aber immer noch klein genug, dass er von einem Monitor huckepack genommen werden kann und für einen aufgeräumten Arbeitsplatz sorgt.

Grafikkarten: Wild durcheinandergewirbelt

Bei den Grafikkarten bleibt es turbulent. So ist die Q2-Siegerin, die ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Mini mit 11 GB GDDR5X (ZT-P10810G-10P), mit nur noch 575 statt vorher 1.801 Klicks kläglich auf Platz 76 abgerutscht. Stattdessen findet sich jetzt die vormals zehntplatzierte Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX (NE5105T018G1F) mit 4GB GDDR5 und 1.726 Klicks an der Spitze, gefolgt von der PNY Quadro P4000 (VCQP4000-PB) mit 8GB GDDR5 und 1.555 Klicks, die vorher auf Platz 4 war.

Ein Überraschungsaufstieg von Platz 15 auf Platz 5 ist der ASUS ROG-STRIX-GTX1080TI-11G-GAMING mit 11 GB GDDR5X (90YV0AM1-M0NM00) gelungen. So richtig interessant wird es dann erst wieder ab der Position 8, der von der HP-gelabelten NVIDIA Quadro P2000 mit 5GB GDDR5 (1ME41AA, im zweiten Quartal noch auf Platz 42. Die Gainward GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5 (3712) gleich dahinter war vorher noch auf Platz 25.

Die neueren 2018 Modelle setzen sich erst langsam durch. Auf den oberen Plätzen sind – wie auch die MSI GT 710 1GD3H LP mit 1 GB GDDR3 (V809-1899R) – Komponenten, die schon seit 2016 auf dem Markt sind. Die Neuerscheinungen von 2018 tauchen erst bei Position 39 auf, die PNY NVIDIA Quadro P620 mit 2 GB GDDR5 und PCIe 3.0 x16 Low-Profile (VCQP620-PB), die im zweiten Quartal nur gerade mal auf Platz 182 war. Hier ist bei weiter steigendem Interesse ein Aspirant auf Top Platzierungen, zumal der niedrige, schmale Formfaktor ideal für den Einsatz in Workstations für den Business User ist. Der HEK hat sich zuletzt bei 155 Euro stabilisiert.

Mainboards: ASUS bleibt Lieblingsmarke der Händler

Waren im ITscope Ranking für das zweiten Quartal 2018 teilweise noch die Ausläufer des Blockchain- beziehungsweise Bitcoin-Hypes erkennbar, heißt es im dritten Quartal wieder back to business und ran an die Spielekisten. So wie übrigens bei den markenbewussten Chinesen kommt es vielen PC-Käufern in Deutschland weniger darauf an, was auf dem Gerät draufsteht, sondern was darin verbaut ist. ASUS-Mainboards sind für viele Gamer und Business-Kunden immer noch die erste Wahl. Das spiegelt sich typischerweise auch im ITscope Ranking für Motherboards wider. So ist ASUS diesmal sogar gleich mit sieben Hauptplatinen unter den Top 10 und mit fünf unter den ersten sechs.

Das fängt damit an, dass die ersten beiden Boards wieder die 1.168-fach geklickte ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX (90MB0VH0-M0EAY0) und die ASUS PRIME Z370-A, LGA 1151, ATX (90MB0V60-M0EAY0) sind. Das Sieger-Board für Intels Core-Prozessoren der 8. Generation richtet sich an Kunden, die im Do-it-yourself alles aus einem PC herausholen wollen.

Das ASUS H110M-A/M.2, LGA1151, micro ATX (90MB0R60-M0EAY0) ist um drei Stellen auf Platz 3 aufgerückt. Platz 4 holte sich das Micro-ATX-Board Gigabyte GA-A320M-S2H – 1.0 (GA-A320M-S2H) mit Sockel AM4 für AMD Ryzen CPUs mit Unterstützung von DDR4-SDRAM und 8-Kanal-HD-Audio. Platz 7 ging an das ATX-Board MSI Z370-A PRO, LGA 1151 (7B48-001R). Traditionell zählen die beiden Player so wie ASUS ebenfalls zu den Top-Mainboard-Marken, alle drei stammen übrigens aus Taiwan wie die meisten Komponentenhersteller (auch Apple-Produktionspartner Foxconn), produzieren allerdings überwiegend in China.

Wirbel um neuen Z390 Chipsatz

Einigen Wirbel gab es, als ASUS im Juli auf der eigenen Webseite versehentlich Zugriff auf die Modellnamen zu 19 neuen Mainboards für Intels Sockel 1151 gegeben hat und dazu auch den bisher nicht bestätigten Chipsatz Z390 durchsickern ließ. Daraufhin mussten die Boards vorübergehend bei einigen Lieferanten gesperrt werden, damit der Marktstart nicht verzerrt wird – die Freigabe erfolgte erst am 8. Oktober. Es wird daher in Q4 spannend, ob die neuen ASUS-Boards auf entsprechendes Interesse stoßen, und ob die gebotenen Zusatzfeatures wie z.B. OnBoard USB 3.1 Gen2 Unterstützung für Nachfrage sorgen.

Wo bleiben die 2018er Boards?

Bisher haben es 2018er Mainboards im Ranking noch schwer, die meisten Motherboards sind noch 2017er-Modelle oder älter. Unter den 2018er sind die LGA1151-Boards von ASUS führend, ganz vorn das ASUS PRIME B360M-A, LGA1151, micro ATX (90MB0WQ0-M0EAY0) auf Platz 9, das seit April 2018 im Handel ist. Zwischendurch schiebt sich ein AMD-Mainboard von Gigabyte auf Rang 27, das zu Jahresbeginn herausgekommene Gigabyte GA-78LMT-USB3 R2 (rev. 1.0) AMD 760G Socket AM3+ Mini ATX.

Auf Platz 31 folgt das  ASUS PRIME H310M-A als micro ATX Board mit Sockel LGA1151 und USB 3.1 Gen 1 (90MB0WI0-M0EAY0). Die neuesten Business-Mainboard von ASUS finden sich noch weiter hinten, zum Beispiel das ATX-Board ASUS PRIME B360-PLUS auf Platz 50.

Festplatten: Samsungs 970er kommen,  neue WD Red 8TB gesichtet

Bei den Festplatten und SSDs hat sich auf den vorderen fünf Plätzen nicht viel getan. Die Top 15 werden ganz klar von der Samsung 860 PRO und der WD Red dominiert. Die beiden Hersteller lösen sich an der Front eigentlich immer ab, nur die Seagate IronWolf mit 4 TB (ST4000VN008), die um drei Positionen auf Platz 13 vorrückte, stört das traute Stelldichein von Samsung und Western Digital.

Die Samsung-SSD 860 EVO mit 250 GB (MZ-76E250B/EU) ist mit satten 10.921 Klicks weiter an der Spitze, die größere Schwester, die SAMSUNG EVO mit 500 GB (MZ-76E500B/EU), wie vorher schon mit 7.507 Klicks auf Platz 2. Die Pro Variante MZ-76P256B mit 256GB ist stark im Kommen , von Platz 14 im zweiten und Platz 110 im ersten Quartal nun auf Platz 6 des Rankings. Parallel vollzieht sich allmählich der Wechsel zur neuen 970er Serie:

Hier ist der Aufstieg der Samsung-SSDs Samsung 970 EVO mit 500 GB (MZ-V7E500BW) und der Samsung 970 EVO mit 250 GB beachtlich, beide im Formfaktor M.2 2280 und mit PCI Express 3.0 x 4 (NVMe) als Schnittstelle. Diese schießen, wie sich im zweiten Quartal bereits ankündigte, mit wöchentlich mehr als 250 Klicks glatt durch die Decke: die 500er von Platz 76 auf Platz 12 in nur drei Monaten, die 250er von Platz 90 auf Platz 18. Alle Achtung! Letztere scheint sich mit einem HEK von knapp 70 Euro schon zum Preisleistungsfavoriten der Händler zu entwickeln.

Im NAS Sektor ist weiter die WD Red mit 4 TB Speicherplatz (WD40EFRX) führend auf Rang 3. Dies zeigt, dass im Raid Segment 4 TB für viele Anwendungen immer noch ausreicht, während die 6 TB (Platz 7) langsam nach vorne kommt. Vielleicht gelingt WD ja mit der neuen 8 TB Variante WD80EFAX der Durchbruch: Diese ist seit Mai 2018 verfügbar, mit üppigen 256MB Cache ausgestattet und direkt von 0 auf Platz 50 eingestiegen.

Drucker und MFPs: Neuer Preisbrecher von HP fürs kleine Office

Bei den Printer-Produkten ist an der Spitze wenig Bewegung. Die Klassenbesten sind wie gehabt: Der HP Color LaserJet Pro MFP M477fdn (CF378A#B19) und der HP LaserJet Pro M402dne (C5J91A#B19) haben sich an der Spitze lediglich abgelöst. Auf den nachfolgenden Plätzen 3, 4, 5 und 6 sind wieder der HP PageWide Pro MFP 477dw (D3Q20B#A80), der HP OfficeJet Pro 8710 (D9L18A#A80), der HP LaserJet Color Pro M452dn (CF389A#B19) und der HP LaserJet Color Pro MFP M477fdw (CF379A#B19). Es könnte auch so weitergehen, aber auf Platz 8 und Platz 9 haben sich dann gegenüber dem Q2-Ranking der Laserdrucker Brother HL-L5100DN (HLL5100DNG1) und der Tintenstrahler Canon PIXMA iP7250 (6219B006) abgelöst.

Von besonderem Interesse ist hier ein günstiges, kompaktes monochromes Laser-Multifunktionsgerät: der HP LaserJet Pro MFP M28a (W2G54A#B19) ist zwar „nur“ auf Platz 50, allerdings noch sehr neu, d.h. erst Februar 2018 auf dem Markt und kommt von Platz 260 im zweiten Quartal. Für das doch stabilere Druckersegment ein beeindruckender Aufstieg, der durchaus auch mit dem sehr attraktiven HEK von unter 100 Euro begründet werden kann, wodurch das Gerät wie geschaffen für kleine Offices ist.

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q2/2018


Pressemitteilung als .pdf
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

HP geht an die Spitze bei Notebooks, Preise für TFTs und Grafikkarten im Sinkflug, 500-Euro-Workstations

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q2/2018

Kurzübersicht Highflyer & Neueinsteiger

Waren im ersten Quartal 2018 noch SSDs und USB-Sticks weit vorn, ist es diesmal ein buntes Potpourri von anderen Produkten bei den Neueinsteigern – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wie der neue Senkrechtstarter, das erst im März erschienene Lederarmband in „Frühlingsgelb“ für die Apple Watch mit 38 mm (MRP42ZM/A) zeigt, liegen individuelle Farben voll im Trend.

 

 

Aber zunächst noch einen Schlenker zurück zu den Speicherprodukten: Dass die besten Neueinsteiger des Vorquartals, die Samsung-SSDs 860 EVO MZ-76E250B und 860 EVO MZ-76E500B mit 250 und 500 GB durch die Decke schießen würden, war ja zu erwarten. Aber mit knapp 12.000 und über 7.100 Klicks sind sie nun mit großem Abstand die Klassenbesten bei den Festplatten (siehe Detailauswertung) und eben nicht mehr unter den Top 15 der Neueinsteiger zu finden.

 

Gleiches gilt auch für USB-Sticks. Interessanterweise ist der Corsair Flash Voyager GTX mit 1TB, der im ersten Quartal 2018 so vielversprechend war, trotz des günstigeren Preises von gut 300 Euro im EK bei Speicherkarten noch hinter dem älteren und ca. 200 Euro teureren Kingston DataTraveler Ultimate GT (5311965000) zurückgefallen. Beide Sticks sind am Markt nur in sehr geringen Stückzahlen erhältlich oder ausverkauft.

 

Viermal Apple vorn: Wie in vielen anderen Kategorien belegt die Mac-Company auch bei den Neueinsteigern im zweiten Quartal 2018 Spitzenplätze, und das sogar mit gleich vier Produkten. Das oben genannte frühlingsgelbe iWatch-Armband lässt alle anderen Highflyer mit 1.443 Klicks weit hinter sich. Mit zauberhaften 906 Klicks folgt das Apple Magic Keyboard mit Ziffernblock und  Bluetooth (MRMH2D/A). Die Apple-Schutzhülle fürs iPhone X in  Soft Pink (MRGH2ZM/A) auf Platz 3 beweist wiederum das steigende Interesse der Kunden für individuelle Farben, kommt aber nur auf 676 Klicks.

 

Dann wird es richtig interessant: Der Bluetooth- und WLAN-fähige Smart-Speaker Apple HomePod (MQHW2D/A) als Antwort auf Amazons Alexa hat zwar nach dem anfänglichen Hype im Juni 2018 in der Aufmerksamkeit der Händler zwar etwas verloren, kommt aber immer noch auf 465 Klicks und einen verdienten Platz 4. Das Gerät mit integrierte Set-top-Box bietet einen hervorragenden Klang und verfügt über sechs Mikrofone, um über Siri per Sprachbefehl Musikwünsche aus Apples iTunes entgegenzunehmen und zu lernen, welche Musikrichtung bevorzugt wird. Mit Siri als Sprachassistenten an Bord beantwortet der HomePod auch jede Menge Fragen und eignet er sich auch als Kommandozentrale fürs Smart Home.

 

Auf Platz 5 der Neueinsteiger ist mit 377 Klicks die Net-IP-Kamera UbiQuiti UVC-G3-AF mit 4 Megapixel. Ein weiterer Newcomer ist überaus interessant: Der HPE ProLiant MicroServer Gen10 mit AMD Opteron X3421 2.1 GHz und 8 GB RAM kommt optisch und leistungsmäßig vielleicht auch als Desktop Alternative in Frage, und wurde von HP speziell für kleinere und mittlere Unternehmen aufgelegt. Mit Erfolg, denn dank HEKs unter 500 Euro trifft HP offensichtlich den Nerv bei Fachhändlern und Systemhäusern.

 

Davor ist der TP-LINK MR3020 zu finden. Dieser Wireless-Router ist eigentlich gar nicht so neu, gibt es ihn unter dem Namen doch schon seit 2011. Neu ist allerdings, dass er sich jetzt in Verbindung mit einem LTE-Stick auch zu einem LTE-Router ausbauen lässt – und das Ganze für einen HEK von nur gerademal 19,60 Euro oder UVP 24,99 Euro. Solange in Deutschland kein flächendeckendes schnelles Internet vorhanden ist, werden Produkte wie diese ein Dauerbrenner bleiben, denn nur LTE verspricht auch in entlegeneren Regionen halbwegs ordentliche Bandbreiten. Soweit die Highflyer im zweiten Quartal 2018.

 

TFT-Monitore: Preisverfall bei kaum veränderter Top 10, Innovationen gesucht

 

Bei den LCD- oder TFT-Monitoren gibt es kaum Bewegung bei den Platzierungen im obersten Feld. Dell ist mit dem 24-Zöller P2417H und 4.271 Klicks weit vorne weiterhin Klassensieger, allerdings hat sich der HP EliteDisplay E243i (1FH49AA#ABB) mit 3.821 Klicks dazwischen gemogelt und den Dell UltraSharp U2715H (210-ADSO) mit nur noch 3.398 Klicks auf Platz 3 verwiesen. Umso mehr Bewegung gibt es aber bei den Einkaufspreisen. Der starke Preisdruck in diesem High-Volume-Segment, der auch von eTailern und Distributoren aus dem europäischen Ausland befeuert wird, macht sich mit Preisrückgängen von bis zu 15% alleine in den letzten drei Monaten bei den Topmodellen von Dell und HP bemerkbar.

 

 

 

 

Alle drei kommen wie die meisten Monitore heute mit einem blickwinkelstarken IPS-Panel. Der am Namen schon als solcher auszumachender 27-Zöller bietet wie viele Bildschirme der Größe die WQHD-Auflösung von 2.560×1.440 Pixel, das mehr als 1,77-fache von Full-HD (1.920 x 1.080 Bildpunkten). Gleiches gilt auch für den Lenovo ThinkVision P27h-10 (61AFGAT1EU) auf Platz 16, während der 23,8-Zoll-Bruder Lenovo ThinkVision T24i-10 (61A6MAT3EU) sich wie die meisten 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung begnügt.

 

16:10 – der neue Goldstandard fürs Office?

 

Jenseits von Full HD gibt es eine weitere Entwicklung – nämlich beim Seitenverhältnis: So verfügt der Dell UltraSharp U2412M (210-AGYH) über ein IPS-Panel mit 1.920 x 1.200 Pixel und damit 16:10 WUXGA-Auflösung, die sich besonders beim vertikalen Scrollen positiv bemerkbar macht. Im Vergleich zu dem im Entertainmentbereich immer noch führenden 16:9 Seitenverhältnis (z.B. bei Full-HD), bringt 16:10 im Office deutliche Vorteile, da Dokumente, Quellcode und anderes Textmaterial in der Vertikalen bei 16:10 deutlich mehr Platz finden.

 

Curved – Trend oder nur Spielerei?

 

Es gibt auch einige Curved-Monitore im neuen ITscope Ranking, aber das Interesse ist wie bei Fernsehern mittlerweile eher verhalten. Interessant ist hier wie bei dem 34-Zöller LG 34UM88C-P (34UM88C-P.AEU) auf Platz 21 auch wiederum das Bildseitenverhältnis, das bei einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel bei 2,388:1 liegt und damit einem klassischen Setup aus Röhrenzeiten mit zwei 4:3 Monitoren nahe kommt.

 

Samsung Flip als günstiges digitales Whiteboard

Im Ranking zwar nur auf Platz 91, scheint sich der Samsung Flip WM55H (LH55WMHPTWC/EN ) mit wöchentlich fast 100 Klicks oder 881 insgesamt zu einem echten Geheimtipp im Fachhandel zu mausern. Bei dem interaktiven 55-Zoll-Display mit der 4K- oder UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten im Seitenverhältnis von 16:9 und einem sagenhaften Kontrast von 4.700:1 stellt sich allerdings die Frage, ob es sich um einen Monitor oder nicht doch eher um ein digitales Whiteboard handelt. Wie man den Flip WM55H auch dreht oder wendet, ist er ab 1.616 Euro HEK (VK-Preis ab 2.099) auf jeden Fall eine interessante Alternative zu weit teureren Vertretern dieser Art.

 

Was macht eigentlich BenQ?

Wie die einstige Mutter Acer hat BenQ im Monitor-Markt lange Zeit einen Spitzenplatz belegt, so auch im ITscope-Ranking – und das verdientermaßen. Denn mit dem ebenfalls aus dem Acer-Lager stammenden Panel-Hersteller AU Optronics (AUO) in der Hinterhand sitzen die Taiwaner praktisch an der Quelle und konnten sie lange Zeit stets State-of-the-Art-Technologie zu günstigen Preisen anbieten. So war BenQ einer der ersten Anbieter von TFT-Monitoren mit einer Reaktionszeit von 2 ms und von Geräten mit hohen Auflösungen. Man fühlt sich fast an das Siemens-Mobile-Debakel erinnert, von dem sich BenQ nie mehr so richtig erholt hat. Nun wurden teilweise gut laufende Modelle eingestellt, ohne potente Nachfolger in petto zu haben, der BL 2710PT zum Beispiel.

 

Der BenQ BL2405HT, der 2013 auf den Markt kam und damals mit 24 Zoll in Full-HD noch das Maß aller Dinge war, kommt im neuen Ranking mit 1.950 Klicks zwar immer noch auf Platz 12, hat aber seine beste Zeit auch schon hinter sich. Der BenQ BL2706HT (9H.LG3LA.TBE) hat sich zwar von Platz 59 auf Platz 20 verbessert, allerdings nur dank eines Ausverkaufspreises von rund 180 Euro HEK. Hand aufs Herz: Wie viele Kunden werden sich im 27-Zoll-Segment noch mit Full-HD-Auflösung zufriedengeben, wo WQHD (Wide Quad High Definition oder 1444p) heute schon Standard ist?

 

Der erste 27-Zöller mit dieser 2,5-fachen WQHD-Auflösung aus dem Hause BenQ im ITscope-Ranking Q2/18 ist weit abgeschlagen auf Platz 205 der BenQ Designer PD2700Q.

 

Was den Niedergang des einstigen Monitor-Sterns besonders bedauerlich macht, ist die Tatsache, dass BenQ vielfach mit einzigartigen Innovationen aufwarten konnte. Da waren, wie in ZDNet für den 27-Zöller BenQ PD2710QC im Mai 2017 beschrieben, zum Beispiel die ersten Modelle mit USB-C-Docking-Station und Kabelanschluss in der Basisstation, was den Monitor selbst sehr viel schlanker macht. Der Fachhandel scheint aber offensichtlich nicht so recht darauf anzuspringen. Die letzten Neuerscheinungen im aktuellen Ranking, der BenQ BL2780 und der BL2480, jeweils nur mit Full-HD-Auflösung, sind von Ende 2017 und rangieren auf den Plätzen 833 und 844. Ein Ersatz für die Dauerbrenner BL2405 und BL2706 (Platz 20) werden sie wohl auch nicht werden, weil sie für den günstigen HEK von 160 Euro respektive 114 Euro zwar den Kabelanschluss in der Basis haben, nicht aber über die für Office-Anwendungen wichtige Pivotfunktion (vertikale Bildschirmposition) verfügen. Das erklärt wohl auch die schlechte Performance im Ranking für die beiden 80er-Modelle. Schade eigentlich.

 

Mobiltelefone: Samsung kommt einfach nicht an Apple vorbei

Samsungs S9 mit Super Curved Quad HD Display und 64 GB internem Speicher hatte einen denkbar schlechten Start im Mobilfunkmarkt, dabei ist der HEK von 470 Euro (624,90 Euro UVP) für ein Flaggschiffmodell eigentlich unschlagbar. Dass das Gerät dennoch so schlecht reüssiert und auch im aktuellen ITscope Ranking sogar hinter dem „Dinosaurier“ Apple iPhone SE in der 32-GB-Ausführung mit 2.356 Klicks nur auf Platz 5 landete, liegt sicherlich auch an Problemen mit dem Touchscreen. Samsung hatte die im März 2018 bereits eingeräumt, kurze Zeit später hat der koreanische Riese laut Handelsblatt aber verkündet, dass das S9 neben Speicherchips die Gewinne mächtig angekurbelt hatte. Das Interesse im Fachhandel ist scheinbar auch immer noch groß, denn mit rund 200 Klicks pro Woche erfreut sich das S9 immer noch einer recht hohen Plattformaktivität.

 

Gleich dahinter auf Platz 6 ist mit 2.047 Klicks das schwarze Samsung Galaxy S7 32GB 4G (SM-G930FZKADBT), auf Platz 8 das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S8 64GB 4G Schwarz (SM-G950FZKADBT). Aber die ersten vier und die anderen Plätze unter den Top 10 hat sich wieder Apple gesichert: mit dem iPhone 8 Single SIM 4G 64GB in Grau (MQ6G2ZD/A), dem schwarzen iPhone 7 32GB 4G (MN8X2ZD/A), dem silbergrauen iPhone X Single SIM 4G 64GB (MQAC2ZD/A) und besagtem iPhone SE auf den Plätzen 1 bis 4.

 

 

 

Auf Platz 7,  9 und 10 sind das schwarze Apple iPhone 7 128GB 4G (MN922ZD/A), das iPhone X Single SIM 4G 256GB (MQAF2ZD/A) und das iPhone SE 128GB 4G (MP862DN/A) mit 1.669 bis 2012 Klicks, letztere beide in Silbergrau. Sieht man vom iPhone X mit OLED-Display und einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Bildpunkten ab, gewinnt man den Eindruck, dass echte Innovation etwas nachlässt bei den etablierten Herstellern. Spannend wird daher, was in der Hinsicht aus China zu erwarten sein wird. Huawei, Hisense, VIVO und ZTE machen mächtig Druck. Und dann ist da noch OPPO. Der Hersteller aus Dongguan, dem Produktionsmekka für viele Elektronikgüter bei Shenzhen nahe Hongkong, hat mit dem nahezu randlosen „find x“ (ebenso neu in diesem Segment: VIVO mit dem „Apex“) einen echten Kracher hingelegt und ist damit Apple und Samsung sogar technisch voraus. Im ITscope Ranking sind die beiden chinesischen Anbieter noch nicht vertreten.

 

Tablets: Wachablösung bei den iPads

Im Tablet-Lager ist Microsoft zum dritten oder vierten Mal in Folge mit dem Surface Pro 256GB (FJY-00003) mit 6.021 Klicks weit vorn an der Spitze, und auch das in Schwarz gehaltene Surface Pro LTE 256GB (GWP-00003), ebenfalls mit 12,3-Zoll-Display, hält sich auf Platz 3. Soweit so schön.

 

 

 

Bei den iPads von Apple ist aber ganz klar ein Wachwechsel zu beobachten. Die iPads der 6. Generation, wie sie im März 2018 auf den Markt kamen, sind sehr zur Freude der Händler und Endverbraucher deutlich günstiger geworden. So ruft das silbergraue iPad mit 32GB (MR7F2FD/A) mit 9,7-Zoll-Display, das mit 4.838 Klicks auf Platz 2 landete, im HEK nur rund 266 Euro auf. Das silbergraue 9,7-Zoll-Standardmodell mit 128 GB auf Platz 4 und 5 (MR7J2FD/A und MR7C2FD/A) ist ohne Mobilfunk schon für einen HEK von 336 Euro zu haben, das mit dem Zusatz „Cellular“ für rund 438 Euro. Die älteren Modelle sind dagegen mit 500 und 386 Euro im EK wesentlich teurer.

 

Samsungs Galaxy Tab A (2016) 32 GB (SM-T585NZKEDBT) mit 10,1-Zoll-Display und WUXGA-Auflösung hat sich mit 2.976 Klicks von Platz 35 auf Platz 8 deutlich verbessert. Bei dem verbraucherfreundlich UVP von 249 Euro oder rund 187 Euro im HEK scheint da auch noch Luft nach oben zu sein. In Weiß ist das Tab A mit dem 1,66 GHz schnellen Octa Core auf Platz 901 noch einmal um 45 Euro UVP günstiger, allerdings fehlt hier der LTE-Slot und ist es weniger für Office-Anwendungen geeignet. 

 

Wearables: Apple führt weiterhin

 

Bei den tragbaren Geräten hat sich an der Spitze eigentlich recht wenig getan. Platz 1 bis 4 belegt die eine oder andere Apple Watch. Die Samsung Gear S3 Classic (SM-R770NZSADBT) ist somit auf Platz 5 abgerutscht, was bei der starken Konkurrenz durchaus noch zu verkraften ist.

 

Die Apple Watch Series 3 mit 42 mm in Space Grey Aluminium verteidigt mit 2.140 Klicks ihren 1. Platz und hat nun mit zwei weiteren Modellen auf Platz 9 und 10 (Letzteres in der 38-mm-Ausführung) Verstärkung bekommen. Diese haben sogar einen SIM-Kartenschlitz, der beim Spitzenreiter fehlt. Dabei kann sich der HEK für das mobilfunktaugliche 42-mm-Modell mit rund 442 Euro durchaus sehen lassen.

 

 

Die Garmin vívofit 3 mit Activity Tracker hat sich um eine Position auf Platz 8 nur leicht verschlechtert. Ansonsten ist die Top 10 fast ausschließlich von Apple belegt. Interessant ist der steile Aufstieg der schicken Nokia Steel HR mit Aktivitätsmesser (HWA03/36/BLACK), die sich von Position 37 auf Platz 11 verbessern konnte – bei einem unschlagbar günstigen HEK von 125 Euro kein Wunder. Die nächsten zwei Plätze nehmen zwei Steel-HR-Schwestern ein.

 

Was Fitbit angeht, könnte man sagen „Totgeweihte leben länger“. Aktuell mit der Charge 2 auf Platz 2 noch unter den ersten 30, meldet sich der Hersteller nun mit einer echten Smartwatch, der Fitbit Versa (FB505GMBK-EU) auf Platz 350. Seit April 2018 gelistet, hat die intelligente Uhr 100 Klicks pro Woche bekommen und scheint damit ein guter Anwärter für die Top 15 zu sein. Mit einem HEK von 148 Euro ist sie sicherlich teurer als die oben genannte Nokia Steel HR. Dafür unterstützt die Fitbit Versa Smartphone-Benachrichtigungen und kann bis zu 300 Songs speichern.

 

Notebooks: HP geht in Führung

 

Soviel vorab: Das Notebook-Ranking ist mächtig in Bewegung geraten. So hat sich diesmal von Platz 40 kommend das HP ProBook 450 G5 mit 3.939 Klicks an die Spitze gesetzt. Und das sicherlich verdientermaßen. Das silbergraue Gerät bietet eine derzeit fürs Office gängige Rundum-Sorglos-Ausstattung mit Full-HD auf 15,6-Zoll, Intels stromsparender i5-8250U-CPU mit 1,60 GHz, 8 GB DDR4 und 256 GB SSD Speicher – und das zu HEKs von um die 500 Euro.

 

 

Apples MacBook Air, 13.3″ mit einer Bildschirmauflösung von 1440 x 900 (MQD32D/A) wurde damit auf Platz 2 verwiesen, was sicherlich auch an dem im Schnitt um 350 Euro höheren HEK von 817,50 Euro liegt. Dabei ist der Preis oft gar nicht so ausschlaggebend. Denn das Apple MacBook Pro mit hochauflösendem 15.4-Zoll-Display (2.880 x 1.800 Pixel) und Core-i7-Prozessor (MPTT2D/A) hat sich um eine Stelle auf Platz 3 verbessert, obwohl der durchschnittliche HEK von etwa 2.491 Euro eigentlich dagegensprechen müsste.

 

Auch Lenovo punktet mit einer Reihe relativ neuer Laptop-Modelle. Von 50 auf Platz 4 einen mächtigen Satz nach vorne gemacht hat zum Beispiel das Lenovo ThinkPad E580 mit 15.6-Zoll-Display und Core i5 8250U (20KS001JGE) zum HEK von im Schnitt ca. 600 Euro. Gleich dahinter auf Platz 5 ist wieder Lenovo vertreten, mit dem ThinkPad L570 20J8, 15.6″, i5-7200U, 1920 x 1080 (20J8001BGE). Auch Microsoft hat es mit dem noch recht neuen Surface Book 2 wieder unter die Top 15 gebracht. Genauer ist das 13,5-Zoll-Gerät mit der etwas exotisch anmutenden Auflösung von 3.000 x 2.000 Pixel punktgenau auf Platz 10 gelandet. Neu ist übrigens relativ: Alle TOP-20 Notebooks im ITscope-Ranking für das zweite Quartal 2018 stammen noch aus dem Vorjahr, manche haben sogar schon anderthalb Jahre auf dem Buckel, was in der schnelllebigen IT-Welt geradezu alt ist.

 

Erwähnenswert sind auf den hinteren Rängen noch zwei Highend-Notebooks von Lenovo. Da ist einmal das Lenovo ThinkPad X1 Yoga 20JD auf Platz 43 im Flip-Design mit dem 2,7 GHz schnellen Intel-Prozessor Core i7-7500U und Windows 10 Pro 64-Bit (20JD0051GE). Dieses ist End-of-Life, wird aber dennoch von Händlern weit häufiger geklickt als der Nachfolger 20LD, d.h. Händlern sind hier auf der Suche nach Schnäppchen im Bereich der gerade ausgelaufenen Top-Modelle. Das aktuelle X1 Yoga ist schließlich mit einem Preispunkt von über 2.000 Euro HEK deutlich teurer. Ähnliches gilt für das Ultrabook ThinkPad X1 Carbon 20HR mit Core i5-7200U (20HR006FGE), das ebenfalls End-of-Life ist und dennoch rund 50 Stellen auf Platz 63 aufgerückt ist. Hier heißt der Nachfolger 20KH und ist ebenfalls mit einem HEK über 1.800 Euro deutlich teurer als das Auslaufmodell.

 

Komplettsysteme: Siegeszug der 500-Euro-Workstations

 

Bei den Komplettsystemen zeichnet sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Siegeszug der Workstations im HEK-Preissegment von 500 Euro ab. Es fällt allerdings auf, dass die Coffee-Lake-Prozessoren, wie sie Intel im März 2018 auf den Markt gebracht hat, noch gar nicht Einzug gehalten haben bei den Komplettsystemen, denn wo nicht Xeon dabeisteht, ist es ein i5-7xx oder ein i7-7xx. Aber das wird sich sicherlich bald ändern, und damit werden wohl auch die Karten neu gemischt bei den PCs und Workstations.

 

Lenovo hat es gleich mit zehn Modellen unter den Top 15 geschafft. Wow!, kann man da nur sagen.

Dell ist nur noch mit dem OptiPlex 3050 MT, i5, 3.4 GHz, 256GB SSD (8185W) auf Platz 9 (vorher Platz 8) dabei. So wie der baugleiche Dell OptiPlex 3050, i5, 2.7 GHz, 256GB SSD (4KJHG) auf Platz 21 gehört er noch zu den Vorjahresmodellen. Die echten Neuerscheinungen wie der Dell OptiPlex 3050 3.4GHz i3-7100T als schwarzer Micro Tower PC (MFXX8) auf Platz 109 scheinen sich zwar teilweise zu mausern, kommen aber noch nicht so richtig an bei den Fachhändlern. Auch insgesamt ist Dell eher auf den hinteren Rängen vertreten, mit dem OptiPlex 5050 und dem OptiPlex 7050 zum Beispiel auf Platz 129 und Platz 130.

 

 

 

Nun aber wieder einen Sprung nach oben: Platz 1 hat sich wie im ersten Quartal wieder der HP ProDesk 400 G4 mit 3,4 GHz schnellem Intel Core i5 und 256 GB SSD (1JJ56EA#ABD) gesichert. Platz 2 ging an Lenovos ThinkCentre M710 mit dem Intel-Prozessor Core i5-7400T (2,4 GHz) und 256 GB SSD (10MR000XGE). An dritter und einziger Stelle unter den Top 15 folgt ein Futitsu, nämlich der Fujitsu ESPRIMO P557/E85+ mit einem mit 3,5 GHz getakteten Core i5-7400 und 256 GB SSD (VFY:P0557PP581DE), bevor Lenovo wieder übernimmt. Apples iMac i5, 3.4 GHz, 1TB (MNE92D/A) hat sich um drei Stellen auf Platz 8 verschlechtert und steht nur noch alleine unter den Top 15. Im ersten Quartal war die Mac-Company noch mit acht Geräten dabei.

 

Grafikkarten: Das Ende des Bitcoin-Hypes

Hat der Höhenflug des Bitcoins Ende 2017 noch lange nachgehallt, hat es sich damit im Grafikkarten- und Mainboard-Lager nun deutlich „ausgehyped“. Und damit sind auch so manche Verwerfungen im Grafikkartenmarkt Schnee von gestern, vorübergehend zumindest. Ein Zeichen davon ist, dass alle Grafikkarten unter den Top 15 jetzt wieder für einen HEK von weniger als 800 Euro zu haben sind. Ein anderes ist das, dass die Bitcoin-Mining-freundliche MSI GeForce GTX 1070 Ti GAMING 8G 8GB GDDR5 (V330-237R) von Platz 2 auf Platz 20 abgerutscht ist, die  Sapphire RADEON RX 570 8GB GDDR5 NITRO+ (11266-09-20G) sogar von Platz 10 auf Platz 150.

 

 

 

Von Position 11 auf Platz 1 verbessert hat sich dagegen mit 1.801 Klicks die ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Mini, 11GB GDDR5X (ZT-P10810G-10P), was zeigt, dass Gaming wieder in den Vordergrund des Interesses rückt. Interessant sind die 352-Bit-Schnittstelle und die Speichertaktfrequenz von 11.000 MHz. Um sieben Stellen auf Platz 2 verbessert hat sich die MSI GT 710 1GD3H LP GeForce GT 710 1GB GDDR3 (V809-1899R), die als besonders geräuscharm sowohl Gaming als auch Multimedia entgegenkommt. Von jenseits der 15 auf Platz 3 und 4 vorgeprescht ist auch PNY mit zwei Grafikboards, so zum Beispiel mit der PNY Quadro P2000 Quadro P2000 5GB GDDR5 (VCQP2000-PB).

 

Mainboards: Gaming boomt, Preise sinken

 

Wie bei Grafikkarten geht auch bei Mainboards die Preiskurve nach unten. Jetzt geht es wieder um Gaming, nicht um Bitcoins. ASUS dominiert in diesem Quartal die Tabellenspitze bei den Mainboards. Neuer Spitzenreiter bei den Mainboards ist das ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX, 90MB0VH0-M0EAY0, das im ersten Quartal 2018 noch auf der dritten Platz lag.  Knapp dahinter folgt das Schwesterprodukt ASUS PRIME Z370-A, LGA 1151, ATX, 90MB0V60-M0EAY0. Auf Platz 3 folgt das MSI Z370-A PRO, LGA 1151, ATX, 7B48-001R. Auf Platz 4 bis 6 liegen drei weitere ASUS-Mainboards, die ASUS PRIME B250M-C, LGA 1151, die  ASUS H81M-PLUS, LGA1150 und die ASUS H110M-A/M.2, LGA1151. Platz 1 geht dieses Mal an das ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX (90MB0VH0-M0EAY0).

 

 

 

Prozessoren: Intel dominiert ­– AMD rückt auf

Bei den Prozessoren sind die Top Ten eindeutig in der Hand von Intel. Auf den ersten drei Plätzen liegen die Intel Core i7-8700K, 6-Core, HT, 3.7 GHz, BX80684I78700K, Intel Core i5-8400, 6-Core, 2.8 GHz, BX80684I58400 und die Intel Core i5-8600K, 6-Core, 3.6 GHz, BX80684I58600K. AMD ist immerhin ein starker Neueinstieg gelungen. Die AMD Ryzen 7 2700X, 8-Core, SMT, 4.35 GHz, YD270XBGAFBOX hat es beim Start gleich auf Platz 14 geschafft. Ein Trendthema sind 8-Kern-Prozessoren, die im Consumer-Bereich zunehmend gefragt sind.

 

 

 

Festplatten: Samsungs 860 EVO SSDs schlagen ein

 

Bei den Festplatten teilen sich Samsung und WesternDigital den Markt auf. Die Spitzenreiter sind mit der Samsung 860 EVO 250GB, MZ-76E250B/EU und der Samsung 860 EVO 500GB, MZ-76E500B/EU zwei Modelle, die sich nur durch ihre Kapazität unterscheiden. Die neuen 860 EVO haben erwartungsgemäß eingeschlagen wie eine Bombe. Die seit Anfang des Jahres gelisteten Modelle sind Nachfolger der beliebten 850er Serie mit 12T (250GB) und 7T Klicks (500GB). Dagegen hat es die ebenfalls neue 860 PRO schwerer, denn mit einem Preispunkt von mehr als 50% über der EVO Variante liegt die Samsung 860 PRO 256GB, MZ-76P256B mit Platz 14 knapp in der TOP15. Nun sind im Q2 schon Modelle der wiederum nächsten Generation erschienen, die Samsung 970 EVO MZ-V7E500BW 500 GB und Samsung 970 EVO MZ-V7E250BW mit 250 GB.

 

 

 

 

Drucker und MFPs: HP bleibt Klassensieger

 

 

 

 

Im Markt für Drucker und Multifunktionsgeräte dominiert HP. Die Geräte von HP belegen die ersten sieben Tabellenplätze. Spitzenreiter ist der HP LaserJet Pro M402dne, C5J91A#B19. Systemhäuser setzen bei Druckern auf Bewährtes, hier sind keine Neuerungen im Quartalsrhythmus zu erwarten. Brother hat es mit zwei Modellen in die Top 15 geschafft. Kyocera und Epson sind jeweils einmal vertreten.

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q1/2018


Pressemitteilung als .pdf
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als
PDF (Englisch)
Detaillierte Zahlen als
MS Excel-Datei

Apple Watch 3 toppt, Galaxy S9 floppt, Mining-Flaute und DRAM-Preiswende noch kaum spürbar

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q1/2018

  • Neueinsteiger: Konferenz- und Präsentationstechnik gefragt, neue Speichermedien punkten
  • TFT-Monitore: Dell ist nicht mehr allein auf dem Siegertreppchen
  • Tablets: Microsoft wieder vor Apple
  • Prozessoren: 6-Core vor, ältere XEONs auch
  • Drucker: HP bleibt an der Spitze
  • Grafikkarten: Bitcoin-Nachwehen unverkennbar
  • Mainboards: Wie lang hält das Mining-Fieber noch an?
  • Komplettsysteme: Fujitsu ist zurück
  • Mobiltelefone: Floppt Samsungs S9?
  • Notebooks: Preis-Leistung zählt wohl mehr als Innovation
  • Server: HPE-Dominanz mit Lücken
  • Speichermodule: Trendwende bei den DRAM-Preisen noch kaum spürbar
  • Storage-Überraschung: WDs MyCloud Home verdrängt Raidsysteme aus der Top15
  • Wearables: Apple Watch 3 schlägt ein wie eine Bombe

DRAM-Preiswende kaum spürbar, Abflauen des Bitcoin-Fiebers erwartet, Apple Watch 3 geht durch die Decke, Microsoft bleibt Tablet-King. Das und mehr sind Highlights im ITscope Marktbarometer Q1/18.

Karlsruhe, den 08.05.2018 – Der Kurssturz von Bitcoin & Co. hat sich im ersten Quartal bei Mainboards und Grafikkarten noch nicht bemerkbar gemacht. Es ist aber vorherzusehen, dass sich so manche Senkrechtstarts als Strohfeuer erweisen werden, da das Interesse schon merklich zurückgeht. Die erwartete DRAM-Preiswende hat sich Anfang 2018 auch noch nicht so recht manifestiert. Apropos Erwartungen: Richtig große Überraschungen gibt es zwar nicht, doch muss der eine oder andere Premium Hersteller wie HP in den Bereichen Print & Server erleben, dass sich andere Marken ins Top-Ranking mogeln. Auch in der Video- und Präsentationstechnik tauchen neue Player auf: So Optoma mit einem preisgünstigen 3D-fähigen DLP Projektor. Samsungs neues Galaxy S9 enttäuscht, Apple kann mobil verlorenen Boden zumindest hier und da wiedergutmachen, zum Beispiel mit der neuen Apple Watch 3.

Neueinsteiger: Konferenz- und Präsentationstechnik & Speichermedien

Bei den neu gelisteten Produkten gab es im letzten Quartal einige sehr interessante und auch bisweilen sehr hochpreisige Neuerscheinungen:

Speicher & VR: Samsung führt dieses Mal die Neueinsteiger an – allerdings nicht mit dem Galaxy S9, sondern mit der neuen SSD 860 EVO mit 250 GB im Standard Formfaktor. Die SSD ist praktisch durch die Decke geschossen und hat sich mit über 6.000 Klicks direkt nach Markteinführung im Januar mit weitem Abstand Platz 1 gesichert. Einziger Unterschied zur sehr beliebten 850er Serie laut einem Bericht von Heise: 3D-Flash mit 64 statt wie bisher 48 Lagen. Hierdurch werden künftig bis zu 4TB Kapazität möglich, ein Geschwindigkeitszuwachs sei allerdings nicht zu erwarten, da SATA technisch schon ausgereizt sei.

Auf Platz zwei der Neueinsteiger folgt der Virtual-Reality-Adapter Samsung Gear VR in Orchidee-grau mit 963 Klicks, der das Eintauchen in 3D-Welten für Besitzer kompatibler Samsung Smartphones und Tablets möglich macht.

Konferenz- & Präsentationstechnik:

Optoma – sonst eher in der zweiten Reihe hinter Playern wie EPSON und BENQ zu finden – überrascht mit einem sehr gefragten 3D-fähigen DLP Projektor, der mit zwei HDMI Eingängen und 5000lm Helligkeit auftrumpft – Features, die gewöhnlich weit teureren Projektoren der genannten Top-Marken vorbehalten sind. Daneben suchen die Händler verstärkt nach Konferenz-Zubehör, das oftmals nicht billig ist und im Umkehrschluss ein margenträchtiges Geschäft bedeutet.
Unter den Neuerscheinungen finden sich hier Samsung Flip Stand STN-WM55H, ein portables digitales Flipchart auf Rollen sowie das BenQ InstaShow WDC10, Wireless HDMI, 9H.JF878.N4E: Ein Plug & Play-Präsentationssystem für kabelloses Full HD-Streaming in Meetings und Konferenzen. Neueinsteiger ist auch das Cisco Spark Room Kit Plus, CS-KITPLUS-K9, das in Kombination mit einem oder zwei Displays eine gute und kostengünstige Videokonferenz- und Collaboration-Lösung für Gruppen von bis zu 14 Teilnehmern darstellt.

USB-Sticks & Storage: Um wieder auf die Speichermedien zurückzukommen: Zwei USB-Sticks sind hervorzuheben, auch wenn sie in der Händlergunst noch nicht so eingeschlagen haben: Die SanDisk Ultra Fit 128 GB USB 3.1 ist zum Beispiel nur auf Platz 15 bei den Neueinsteigern gelandet, hat sich aber seit Marktstart Mitte Dezember sehr stark entwickelt. Nach einem kleinen Tief Anfang März ist der HEK kurz darauf wieder fast bei 36 Euro angelangt.
Daneben gibt es das erste USB-Flash-Laufwerk im echten Stickformat mit 1 TB Speichervolumen zu bestaunen: der brandneue Corsair Flash Voyager GTX (CMFVYGTX3C-1TB, im Ranking noch unter ferner liefen) ist in seiner Klasse mit ca. 300 Euro HEK äußerst interessant. Der klobigere DTUGT/1TB DataTraveler Ultimate GT, den Kingston Ende Februar herausgebracht hat, ist mit einem Straßenpreis von rund 690 Euro deutlich teurer. Ein weiteres Highlight unter den Neueinsteigern ist das HPE LTO Ultrium Cartridge mit immensen 12 TB unkomprimierter Kapazität (Q2078A)

Farbenfrohes Apple Zubehör: Apple hält seine Fans mit zahlreichen Zubehörartikeln in peppigen Farben bei Laune: Das Pen Case für den Eingabestift des iPad Pro ist weiterhin sehr beliebt, und seit Anfang des Jahres gibt es neue Farben, die auf ITscope.com stark nachgefragt wurden. Gewinner war hier das knallige Fuchsia Pink (MR582ZM/A), während bei den Armbändern für die Apple Watch Orange triumphierte (MQUT2ZM/A).

TFT-Monitore: Dell bleibt Klassenbester

Es ist erstaunlich, wie Dell den etablierten Monitormarken immer noch den Rang abläuft. Bronze hat der amerikanische Anbieter zwar diesmal nicht erreicht, aber Gold und Silber war ihm wieder sicher, allerdings mit vertauschten Geräten: Der Dell P2417H mit IPS-Panel und Full-HD-Auflösung hat sich diesmal mit 4.236 Klicks an die Spitze gesetzt und seinen WQHD-Vetter Dell UltraSharp U2715H mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten seit Quartalen das erste Mal vom Thron gestürzt. Die 4.182 Klicks sind aber zu verschmerzen, es bleibt ja in der Familie, so auch Platz 4 für den Dell 210-AEVE, der von Platz 3 auf Platz 4 abgerutscht ist.

Auf den Bronzesockel hat sich diesmal aus der tiefen Versenkung von Platz 179 das HP EliteDisplay E243i emporgeschwungen, das es auf 3.206 Klicks brachte. Der LG 24MB56HQ-B hat sich mit 2.812 Klicks auf Platz 5 gehalten. Gleich dahinter ist der WUXGA-Monitor Samsung S24E650BW, der sich um eine Position verbessern konnte. Unter den Top 15 ist Samsung immerhin mit drei Modellen vertreten, LG nur mit einem, HP mit vier und Dell gleich mit sechs TFT-Modellen.

Bei den Panel-Technologien ist IPS (In-Plane Switching) in den verschiedenen Varianten weiter auf dem Vormarsch. Samsungs PLS (Plane-to-Line Switching) ist eigentlich nur eine Weiterentwicklung davon und lockt mit einem geringeren Stromverbrauch sowie damit, dass der IPS-typische Glitzereffekt wegfallen soll.

Tablets: Microsoft baut Führungsposition aus

Bei Tablets hat sich auf den ersten beiden Plätzen wenig getan, sieht man mal davon ab, dass das silberne Microsoft Surface Pro mit 256 GB seine Führung mit 6.984 zu 5.318 Klicks gegenüber dem Apple iPad 32GB in Grau noch einmal ausgebaut hat. Überraschungsaufsteiger der Saison ist das schwarze Microsoft Surface Pro LTE 256GB, das mit 3.963 Klicks auf das dritte Siegerplätzchen vorgestoßen ist – nach Platz 94 Ende 2017.

Samsung hat es diesmal statt mit zwei Geräten als Letzter nur noch mit dem Galaxy Tab A 2016 mit 16 GB unter die Top 10 geschafft. Dabei war das schlanke, schwarze 10-Zoll-Gerät im vierten Quartal 2017 noch auf Bronzesiegertreppchen. Mit 3.182 Klicks hat das Gerät fast 2.000 Zähler in der Händlergunst verloren. Apple ist im Tablet-Ranking zwar lange nicht mehr allein auf weiter Front, aber immerhin konnte die Mac Company sich alle anderen Plätze unter den Top 10 sichern. Auf Platz 4 ist wie im Vorquartal mit 3.737 Klicks wieder das iPad Pro 256GB 3G 4G in Grau mit 10.5-Zoll-Display gelandet. Das Apple iPad 32GB Silber + Cellular (MP242FD/A) konnte sich mit 3.479 Klicks von Platz 10 auf Platz 5 verbessern.

Prozessoren: Aufstieg der 6-Kerner

Bei den Consumer-CPUs setzen sich die 6-Kerner immer mehr durch. An der Spitze sind im ersten Quartal diesmal zwei Intel Core i7-8700K mit einer Taktrate von 3,7 GHz (BX80684I78700K und CM8068403358220) aus der Coffee-Lake-Reihe, wobei sich das zuerst genannte Box-Modell mit 4.323 zu 2.304 Klicks ganz klar abhebt. AMD hat es abermals nicht unter die Top 10 geschafft, sich aber mit dem Einzug der 2017er 6-Kern-CPU AMD Ryzen 5 1600 mit 3.2 GHz auf Platz 14 wieder einen Achtungserfolg verdient. Die sehr preisgünstigen 2018er Neuerscheinungen von AMD auf Basis der ZEN-Architektur incl. Radeon VEGA Grafik sind auf Rang 48 (AMD Ryzen 3 2200G 3.5GHz, ca. 80 Euro HEK) und 52 (AMD Ryzen 5 2400G 3.6GHz, knapp 130 Euro HEK) eingestiegen: Hier ist noch deutlich Luft nach oben, auf Basis der derzeitigen um die 100 Klicks pro Woche sollte mindestens Top20 erreichbar sein.

Schade ist weiterhin, dass AMD mit dem 8-Kerner Ryzen 7 1800x mit 3,6 GHz auf Platz 19 in der Händlergunst nur mäßig aufgerückt ist, denn damit ist der ewige Zweite dem CPU-King Intel technologisch gesehen eigentlich noch etwas voraus. Derweil verhärten sich laut Gamestar bereits Gerüchte, dass Intel einen Coffee-Lake-Prozessor mit acht Kernen nachschießt. Was da dran ist, wird sich Anfang Juni wohlmöglich bald auf der Computex Taipei zeigen. Die zweitgrößte Computermesse der Welt war schon immer für Überraschungen im CPU- und Motherboard-Umfeld gut. Dort werden sicherlich auch die ersten Rechner mit Intels Core i9-8950HK vorgestellt. Das Besondere an dieser 6-Kern-CPU: Sie ist der erste i9-Prozessor, der aus dem Coffee-Lake-Stall kommt. Alle bisherigen CPUs aus Intels Flaggschiff Serie basieren noch auf Skylake-X, so zum Beispiel der Intel Core i9-7900X X-series, der im aktuellen Ranking nur auf Platz 37 landete.

Bei den Server-CPUs ist bemerkenswert, dass gerade die XEON-Klassiker der E5-Serie ein Revival zu feiern scheinen. Der von HPE vertriebene 8-Kerner Intel Xeon E5-2620 v4 mit einer Taktrate von 2,1 GHz konnte sich jedenfalls von Platz 17 auf Platz 12 (alle CPUs zusammengenommen) nochmal verbessern, der nahezu baugleiche von Intel (BX80660E52630V4) mit 2,2 GHz und 25 statt 20 MB Cache sogar von Platz 37 auf Platz 16.

Schaut man sich die Preis-Lager-Charts an, ergibt sich daraus kein eindeutig erklärendes Bild, denn der Preis für das HPE-Angebot ist im Januar nach einem monatelangen Tiefstand deutlich nach oben geschnellt. Auffällig ist, dass die neueren XEON-Prozessoren aus der Broadwell- und Kaby-Lake-Serie, die von Intel mit Bronze bis Platinum in verschiedene Leistungs- und Preisklassen eingeteilt werden, weit unten erst ab Platz 56 auftauchen.

Drucker: HP unangefochten an der Spitze

Bei den Druckern und Multifunktionsgeräten hat sich unter den Top 10 nicht so viel bewegt. Der HP LaserJet Pro M402dne hat den Spitzenplatz mit dem HP LaserJet Pro MFP M477fdn lediglich getauscht. Der HP LaserJet Color Pro MFP M477fdw ist um vier Stellen auf Platz 3 aufgerückt. Der CANON PIXMA iP7250 hat sich um zwei Stellen auf Platz 6 verbessert, der Canon PIXMA MX925 von Platz 6 auf Platz 7 leicht verschlechtert. Dabei waren die Japaner einige Zeit mal weit vorn im ITscope-Drucker-Ranking.

Ansonsten werden die Top 10 und darüber hinaus von HP dominiert. Denn auf Platz 11 liegt jetzt der OfficeJet Pro 8720 von HP. Dieses Gerät fand sich Ende 2017 nur gerademal auf Platz 26. Gut verbessert hat sich gleich dahinter auch der Brother MFC-9332CDW, der vorher auf Position 22 herumdümpelte.

Grafikkarten weiter im Bitcoin-Rausch

Auch wenn sich der Hype um die Kryptowährungen wie dem Bitcoin nach stark fallenden Kursen etwas gelegt hat, hat dieser bei den Grafikkarten im ersten Quartal noch voll zugeschlagen. Denn trotz deutlicher Ausreißer nach unten sind die Durchschnittspreise unter den Top 30 von rund 400 auf 475 Euro im ersten Quartal 2018 noch einmal deutlich angestiegen. Die Zahl der Grafikkarten mit einem Netto-HEK jenseits der 700-Euro-Marke hat sich entsprechend von sechs auf acht erhöht, die jenseits der Marke von 800 Euro von zwei auf drei. Blickt man ein bis zwei Jahre zurück, sind das historisch starke Preisbewegungen. Das Mining oder Schürfen der Crypto Currencies ist eben sehr leistungshungrig – und stromintensiv. Freuen dürfen sich hier die Händler, die bei Abflauem des Hypes und besser erhältlicher Stückzahlen noch eine Zeit lang mehr Marge mitnehmen können, bevor der Preiskampf wieder zuschlägt.

Erstaunlich ist die neue große Markenvielfalt, in der auch ZOTAC, XFX und PNY recht weit oben mitschwimmen. Das zeigt, dass der Markt alles mitnimmt, wenn es nur Leistung und Umsatz verspricht. Erwähnenswert ist jedenfalls der steile Aufstieg der XFX RX-580P8DFD6 Radeon RX 580 8GB GDDR5 auf Platz 6 aus den Niederungen jenseits der 50er im vierten Quartal.

Vom Bitcoin-Fieber profitiert MSI sicherlich mit am meisten: Die MSI GeForce GTX 1070 Ti GAMING 8G 8GB GDDR5 ist von Platz 37 auf Platz 2 vorgeprescht, die MSI GeForce GTX 1060 6GT mit 6 GB GDDR5 hat sich von Rang 38 auf Platz 7 verbessert. Ein riesiges Zickzack zeigt die Preishistorie beim Spitzenreiter, der ASUS TURBO-GTX1080TI-11G GeForce GTX 1080 Ti mit 11 GB GDDR5X. Diese hat im Februar und März vorübergehend sogar die HEK-Marke von 1.100 Euro überschritten– netto wohlgemerkt. Dies liegt daran, dass einige Marktteilnehmer bei Nicht-Verfügbarkeit der Produkte einen gehörigen Aufschlag ansetzen, der sich hier extrem auswirkt.

Mainboards neu aufgemischt

Das Motherboard-Lager ist im ersten Quartal 2018 – auch unter dem Einfluss der Nachwehen des Bitcoin-Goldrausches – kräftig durcheinandergewirbelt worden. So hat es ASRock auf Platz 1 und 2 geschafft: Das ASRock H110 Pro BTC+ LGA 1151 ATX hat sich um drei Plätze auf das Siegerpodest verbessert und MSI mit dem Z370-A PRO LGA 1151 ATX auf den vorherigen Platz verwiesen. Das ASRock H81 Pro BTC R2.0 LGA 1150 ist sogar um 19 Plätze nach vorn geprescht. Von Position 24 auf Platz 3 stark verbessert hat sich auch das ASUS PRIME Z370-P LGA 1151.

Passend zu dem neuen Spitzenreiter ASRock H110 BTC+ findet sich in bitcoin-live.de auch ein Artikel über die Hauptplatine und das Bitcoin- oder besser gesagt GPU-Mining von Kryptowährungen mit der Anleitung für den Bau eines GPU-Mining-Rigs mit 13 Radeon-Grafikkarten der Reihen RX 560 und RX 470.

Das Interesse an ASRock war entsprechend groß, aber nach Abflauen des Bitcoin-Hypes ist auch die Klickrate deutlich nach unten gegangen, so dass man den Erfolg des Herstellers wohl als Strohfeuer sehen dürfte. Als von Bitcoin & Co. angefachtes Strohfeuer dürfte sich auch der steile Aufstieg des ASUS B250 MINING EXPERT LGA 1151 erweisen, das sich innerhalb eines Quartals von Platz 210 auf Platz 6 hochkatapultiert ist. Sollte der Bitcoin-Hype nicht erneut aufflammen, könnten auch andere Senkrechtstarter wie das von Platz 133 auf Platz 6 hochgeschnellte Gigabyte-Board Z370P D3 LGA 1151 schnell zu Ladenhütern werden.

Komplettsysteme: Fujitsu is back

Fujitsu meldet sich wieder zurück und scheint mit dem ESPRIMO P557/E85+ mit Intel Core i5, 256GB SSD, 8 GB RAM und DVD SuperMulti den Nerv am Markt zu treffen. Seit Oktober 2017 im hart umkämpften Markt, hat der Rechner aus der tiefen Versenkung von Platz 217 auf Platz 4 einen mehr als deutlichen Satz nach vorn gemacht. Wenn sich der Trend fortsetzt, dürfte nicht erstaunen, den Fujitsu-PC mit Namen bald auf Platz 1 zu sehen.

Die Reihenfolge der ersten drei ist derweil gleichgeblieben: An den HP ProDesk 400 G4 mit Intels 3,4 GHz schnellen Core i5-7500 der 7. Generation und 256GB SSD ist mit 4.422 Klicks kein anderer Rechner auch nur ansatzweise heran. Lenovos ThinkCentre M710 mit Core i5 und einer Taktrate von 2,4 GHz auf Platz 2 kam nur auf 2.433 Klicks, dicht dahinter der HP ProDesk 400 G3 mit 3,3 GHz schnellem Core i5.

Apple-Rechner finden sich mit dem iMac i5 3.4GHz mit 1 TB Speicherplatz und 27-Zoll-Display zwar erst auf Platz 5, die Geräte der Mac Company sind aber weiterhin sehr beliebt im Handel. Denn unter den Top 15 sind gleich sieben Rechner mit dem angebissenen Apfel darauf. Staunen lässt der steile Aufstieg der runden Apple Workstation Mac Pro E5-1650V2 mit 3,5 GHz, die sich von Platz 29 auf Platz 11 mächtig gemausert hat. Angesichts des Einstieg-VKs von 3.199 Euro wirft das allerdings die Frage auf, ob das ein vorübergehendes Phänomen war. Der 6-Core Intel XEON E5, 4 x 4 GB DDR3, Dual AMD FirePro D500 und 256 GB SSD machen den runden Boliden immer noch zu einem Publikumsliebling, obwohl er schon etwas in die Jahre gekommen ist.

Mobiltelefone: Floppt das Samsung S9?

Die Nachricht des Quartals ist wohl, dass das neue Samsung S9 einen sehr problematischen Start hinlegt. Während andere Smartphones sich in kürzester Zeit mitunter ganz nach vorne katapultieren, sind 505 Klicks für das Samsung Galaxy S9 SM-G960F Dual SIM 4G 64GB Schwarz (SM-G960FZKDDBT) im ersten Monat nach Erscheinen am 28. Februar 2018 unterdurchschnittlich. Daher hat es auch nur für Platz 89 gereicht. „Hardware top, Software flop“, titelte techstage.de nach einem eingehenden Test des S9. Kameras mit 3D-Smiley-Funktion werden eben von den Fachhändlern und den Business-Kunden wenig goutiert. Berücksichtigt man brandaktuelle April-Daten (aktuell 200 Klicks pro Woche), deutet sich allerdings an, dass bei fallenden HEKs bei ca. 600 Euro das Interesse ansteigt, und das S9 durchaus Top10 Potential hat. Daneben warten wir gespannt auf den Einstieg des Huawei P20 Pro mit 3-Linsen-Leica-Kamerasystem. Hier dürften im Q2 die ersten Zahlen ermittelt werden.

Das im September 2017 vorgestellte Apple iPhone X dagegen hat von Anfang an die Händlerherzen gewonnen. Im aktuellen Ranking ist das Apple iPhone X Single SIM 4G 64GB Grau (MQAC2ZD/A) mit 3.698 Klicks auf Platz 2, das baugleiche graue Gerät mit 256 GB Speicher (MQAF2ZD/A) auf Platz 5 und selbiges in Silber (MQAD2ZD/A) auf Platz 10. Den Spitzenplatz nimmt diesmal allerdings das silbergraue Apple iPhone 8 Single SIM 4G 64GB (MQ6G2ZD/A) ein, das es auf 3.790 Klicks brachte. Das mag auch an dem attraktiven HEK von rund 633 Euro liegen. Das iPhone X mit 64 GB ist fast 280 Euro teurer, obwohl Apple hier auch schon mit händlerfreundlicheren Preisen aufwartet als zum Marktstart.

Dass Samsung der Mac Company immer noch ein würdiger Gegner ist, zeigt der Aufstieg von zwei Geräten: Das Galaxy S8 64GB 4G in Schwarz (SM-G950FZKADBT) konnte sich von Platz 8 auf Platz 7 verbessern, das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S7 32GB 4G (SM-G930FZKADBT) sogar um vier Positionen auf Platz 8, zwei weitere Galaxy-Modelle noch deutlicher. Abgesehen von den vier genannten Samsung-Produkten ist bis Position 34 im Ranking nur Apple vertreten. Auf Platz 45 zeigt sich mit dem HP Elite x3 (Y6A46EA) erstmals eine andere Marke.

Notebooks: Innovation zählt wohl weniger

Bei den Laptops gab es im ersten Quartal wenig Neues. Scheinbar konzentriert sich der Markt eher auf Preis-Leistung im Office denn auf große Innovationen. Dazu passt auch, dass mit dem ThinkPad E570 20H5, 15.6″, i7-7500U, 1920 x 1080 (20H500B4GE) ein weiteres Lenovo-E570er-Notebook auf Platz 5 (vorher 18) in die Top 10 gewählt wurde, nur eben mit Core-i7- statt mit i5-Prozessor wie beim Zweitplatzierten ThinkPad L570 20J8 (20J8001BGE), das 3.911 Klicks erntete.

Den Spitzenplatz hält mit 5.250 Klicks wie in den vorangegangenen beiden Quartalen weiterhin das Apple MacBook Air, 13.3″, 1440 x 900 (MQD32D/A) für einen attraktiven HEK von rund 807 Euro. Dass der Preis bei den Macs aber gar nicht so entscheidend ist, zeigt das Apple MacBook Pro, 15.4″, Core i7, 2880 x 1800 (MPTT2D/A) auf Platz 4 als einziges Gerät, das mit einem HEK jenseits der 2.000 Euro kommt, genauer waren es im Schnitt sogar rund 2.416 Euro.

Interessant ist sicherlich noch, dass das seit Oktober 2017 gelistete Microsoft Surface Book 2 (HNM-00004) von Platz 103 auf Platz 22 aufgerückt ist, aufgrund von Ausstattung und Leistung mit dem 1,9 GHz schnellen Core i7-8650U und dem Display vom Typ Pixel Sense mit der Auflösung von 3.000 x 2.000 Bildpunkten aber eigentlich mehr verdient hätte. Hier bremst wohl der Preis. Gleich dahinter ist das Surface Book 2 mit i5-Prozessor und einer Taktrate von 2,6 GHz. Ansonsten ist auf den vorderen Plätzen im bunten Wechsel nur Apple, Lenovo, HP (von 29 auf Platz 12 verbessert) und Fujitsu (Platz 17) vertreten.

Server: HPE, du bist nicht allein

War HP Enterprise bei Servern im vierten Quartal bis auf Lenovo (Platz 8) bis Position 50 noch fast allein auf weiter Flur, stellen sich dem amerikanischen Hersteller jetzt vereinzelt mehr Geräte von Lenovo und auch von Fujitsu entgegen. Lenovo ist diesmal mit drei Servern unter den Top 15 und hat es geschafft, mit dem ThinkServer TS150 richtig durchzustarten – von Platz 88 auf Platz 12. Das liegt sicherlich auch an dem günstigen HEK von knapp 563 Euro. Dass die Kunden dafür mit einer eher minimalistischen Ausstattung leben müssen – mit einem älteren Xeon E4, 8 GB RAM und 2 x 1 TB RAID – scheint dem Erfolg keinen Abbruch zu tun.

An der Spitze hat sich aber nichts getan: Gold, Silber und Bronze gingen wieder an den HP Enterprise DL380 Gen9, 1x Xeon E5-2620V4, den HP Enterprise ML350 Gen9, 1x Xeon E5-2620V4 und den HP Enterprise DL360 Gen9, 1x Xeon E5-2620V4. Spannend zu sehen ist der Senkrechtstart des erst seit Oktober 2017 gelisteten HP Enterprise ProLiant ML350 Gen10, der es in Q1/18 im Nu auf Platz 10 geschafft hat.

Wie die DL380-Modelle der zehnten Generation, die auf Platz 6 und 7 landeten, wartet der neue ML350 Gen10 mit einem leistungsstarken Intel Xeon Silver 4110 auf. Interessant ist bei dem Gerät sicherlich auch der vergleichsweise günstige Preis mit einem HEK von im Schnitt 2.072,53 Euro. Mitunter kosten allein die CPUs schon mehrere tausend Euro. Erstaunlich ist dahingehend der steile Aufstieg des HP Enterprise ProLiant DL380 Gen10 (826567-B21) von Platz 52 auf Platz 11. Denn der Server mit seinen zwei CPUs vom Typ Xeon Gold 6130 ist mit einem HEK von im Schnitt 7.449,09 Euro preislich sehr viel weiter oben angesiedelt.

Speichermodule: Trendwende noch kaum spürbar

Bei den Speicherbausteinen hat sich im Ranking nicht so viel getan. Die Ende 2017 verheißene Trendwende gegen den Preisanstieg bei DRAMs hat sich bei den Speichermodulen kaum niedergeschlagen. So sind bei den Top 10 die Durchschnitts-HEKs nur gerade mal von 1.284,44 auf 1.282,43 Euro zurückgegangen. Die teureren HPE-Module haben wie das HPE 16GB DDR4 2400MHz DIMM auf Platz 1 und das HPE 32GB 32GB DDR4 2400MHz DIMM (805351-B21) auf Platz 5 haben preislich sogar noch angezogen.

Die Lagersituation hat sich wie bei dem erstgenannten Speicherriegel nach zwei Tiefpunkten Mitte Dezember und Ende Januar aber wieder deutlich entspannt. Beim Kingston ValueRAM DDR3L mit 8 GB (KVR16LS11/8) für einen HEK von 54,89 Euro auf Platz 6 setzte der erste Tiefpunkt Mitte Januar, der zweite Ende März ein, bevor sich die Lagersituation wieder gebessert hat. Allerdings ist insgesamt ein Rückgang bei den Klickraten zu verzeichnen, beim besagten Top-Produkt von rund 4.390 auf 3.550, bei den Top 10 von über 24.000 auf rund 20.800. Das ist sicherlich auch auf darauf zurückzuführen, dass es nach dem Weihnachtsgeschäft nicht mehr so richtig „brummt“ im Speichermarkt.

Storage: Synology fällt Zacken aus der Krone, WD überrascht

Bei Speichersystemen ist viel Bewegung erkennbar. War Synology im vierten Quartal 2017 noch mit acht Modellen in den Top 10 vertreten, davon mit den ersten fünf, sind es jetzt nur noch drei NAS-Produkte des Herstellers. Der vormalige Zweite, der Synology DS218+ genannte NAS-Server, ist auf Platz 1 aufgerückt, und das mit 3.366 Klicks, in dieser Kategorie eine echte Hausnummer. Der NAS-Tower QNAP TS-231P hat sich mit 2.274 Klicks von Platz 9 auf Platz 2 verbessert. Die QNAP-Neuerscheinungen von November 2017 sind erstmals auch weiter vorn, aber die Händler setzen wohl eher auf bewährte Kost. Die Disk Station Synology DS115j von August 2014 zum Beispiel ist auf Platz 3 geblieben. Das Top-Produkt des vorherigen Quartals ist auf Platz 52 nahezu völlig in der Versenkung verschwunden. Die verwandte Disk Station Synology DS216SE hat nur eine Position abgeben müssen und sich auf Platz 8 relativ wacker gehalten.

Soweit so schön. Die wirkliche Überraschung ist, wie WDs My Cloud Home die Händlerherzen erobert hat. Denn diese belegt mit 4 TB (WDBDTB0080JSL-EESN), 3 TB (WDBVXC0040HWT-EESN), 8 TB (WDBVXC0080HWT-EESN), 6 TB (WDBVXC0060HWT-EESN) und 2 TB Speicherplatz (WDBVXC0020HWT-EESN) die Plätze 5 bis 7 und 9 bis 10 im Q1-Ranking. Alle sechs Modelle bringen Gigabit Ethernet mit, haben aber nur eine Festplatte, womit es auch nur einen eingeschränkten Schutz vor Datenverlust gibt. Das WD My Book Pro 8TB (WDBDTB0080JSL-EESN) auf Platz 4 dagegen sowie drei Vettern auf dem 12., 16. Und 17. Platz verteilen ihre Speicherkapazitäten jeweils auf zwei Festplatten und bieten somit ausreichenden Schutz durch gespiegeltes Raid 1.

 

Wearables: Apple Watch 3 schlägt ein

Die meisten Fans sind begeistert von der neuen Apple Watch Series 3, die Händler offenbar auch. Denn die Ausführung in Weltraumgrau mit integriertem GPS und 42 mm Bauhöhe (MQL12ZD/A) hat es im ersten Quartal 2018 von Null auf Platz 1 geschafft und somit die Samsung Gear S3 Classic vom Thron gestürzt und auf Platz 5 verwiesen. Dabei fehlt der besagten Apple Watch 3 das, was sie im Wesentlichen von der Apple Watch 2 unterscheidet: LTE via eingebautem eSIM. Fairerweise muss man sagen, dass die LTE-Variante noch ganz neu ist.

Von der Series 2 äußerlich kaum unterscheidbar, wartet die Series 3 mit einem Dual-Core-Prozessor und mit 768 MB statt 512 MB RAM auf, womit sie laut Apple um 70 Prozent schneller sein soll. Hinzu kommt, dass die Apple Watch 3 Pulsdaten nun ständig auch ohne Verbindung zum iPhone aufzeichnet und einen neuen barometrischen Höhenmesser verpasst bekommen hat. Dabei scheint die neue Series 3 sogar noch mit einem etwas besseren Preis-Leistungsverhältnis zu locken, denn der HEK liegt mit rund 340 Euro zum Teil deutlich unter dem für die Series 2. Eine Nike Edition der Apple Watch 3 mit GPS-Modul (MQMF2ZD/A) hat es übrigens auf Platz 10 geschafft, auch wenn sie mit einem HEK von 401 Euro um Einiges teurer ist.

Die Apple Watch Series 1 ist mit einem HEK von 214 bis 238 Euro dagegen preislich wesentlich attraktiver. Daher wundert nicht, dass die Plätze 2 bis 4 von ihr in unterschiedlichen Varianten besetzt ist, angefangen von der Apple Watch Series 1 OLED 30g in Silber (MNNL2ZD/A) auf Platz 2. Insgesamt ist Apple diesmal mit acht statt sieben Smartwatches unter den Top 10, Samsung nur noch mit einer. Ein Überraschungsein- und -aufsteiger ist Nokia. Das finnische Unternehmen ist mit der seit November gelisteten Nokia Steel HR (HWA03/40/BLACK) und der dünneren Nokia Steel HR (HWA03/36/WHITE) von jenseits der 600 auf Platz 17 und 18 nach vorne gestürmt. Es könnte sich daher lohnen den einstigen Handy-König im Auge zu behalten.

Pressemitteilung: 10k-Jubiläum — ITscope feiert 10.000ste ITK-Firma im Handelsnetzwerk

Karlsruhe, 16.04.2018 — ITK-Player verbinden und vernetzen: Das ist der übergeordnete Gedanke der ITK-Handelsplattform ITscope. Nun feiert das Karlsruher Unternehmen seinen 10.000sten Kunden und erklärt, warum der Netzwerkgedanke für die Branche von immer größerer Bedeutung ist.

Seit mittlerweile fast 15 Jahren ist ITscope eine etablierte Größe im ITK-Handel. Auf dem Online-Marktplatz www.itscope.com können Systemhäuser und andere Reseller des Channels ihren Hard- und Softwarebedarf mit knapp 300 Distributoren, darunter ALSO, Ingram und Tech Data, verhandeln und direkt durch die Plattform bestellen. Über die Jahre hinweg ist das ITscope-Netzwerk kontinuierlich gewachsen — inzwischen haben sich mehr als 10.000 ITK-Firmen aus dem DACH-Raum sowie dem europäischen Ausland dem Portal angeschlossen.

Neue Technologien als Wachstumstreiber des Channels

Der Weg zum internationalen Handelsnetzwerk war jedoch von zahlreichen Transformationen geprägt. Benjamin Mund, Geschäftsführer von ITscope, erinnert sich:

 

“Angefangen haben wir mit einem kleinen Netzwerk von 80 Distributoren und 400 Resellern. Damals konnten ITK-Reseller über die Plattform lediglich Preise einer begrenzten Anzahl von Lieferanten einsehen — von einer direkten Bestellung oder gar Online-Verhandlung mit verschiedenen Distributoren hätten wir damals nichtmal zu träumen gewagt.”

Mit den Jahren habe sich die Branche zunehmend gewandelt, so Mund weiter. Technologische Entwicklungen wie SaaS oder EDI-Anbindungen haben sich stark auf die Art, Handel zu betreiben, ausgewirkt. “Zu unseren Gründungszeiten haben manche Distributoren tatsächlich noch Preislisten per Fax-Newsletter versendet. Unsere ersten Kunden hatten meist noch keine schnelle Internetverbindung und wir haben anfangs noch Datenbanken auf CD verschickt, bis wir dann ab 2006 konsequent auf Online Web Services gesetzt haben.”

Dazu komme, dass im IT-Handel sehr viele Do-It-Yourself-Systeme entstanden waren, mit einem “teils chaotischen Wildwuchs an Preislistenformaten und ERP-Systemen auf MS-DOS Basis, die teilweise heute noch laufen”, so Mund. Hier haben die drei Gründer von ITscope großes Potential gesehen: “Alle Produkt- und Marktdaten zentral an einem Ort und einheitlich für Einkauf und Verkauf zur Verfügung zu stellen, das war unser großes Ziel. Seit 2011 verfolgen wir mit der Webplattform ITscope.com die Vision, alle Marktteilnehmer an einem Ort zu versammeln und einen unkomplizierten Live-Austausch über Produkte, Konditionen, Bestellungen und Projekte europaweit möglich zu machen. Wir wollten innovative Lösungen für alle am ITK-Handel Beteiligten schaffen und arbeiten seither täglich daran.”

Auch der Bereich Prozessautomatisierung habe der Branche einen spürbaren Schub nach vorne gegeben. So laufen in ITscope mittlerweile über 50% aller Bestellungen von Resellern über die EDI-Schnittstelle zu den jeweiligen Lieferanten. “Das hat für die Distribution natürlich enorme Vorteile mit sich gebracht. Große Bestellvolumina können vollautomatisch entgegengenommen und verarbeitet werden. Manuelle Arbeit ist hier abgesehen von einer initialen Implementierung nicht mehr erforderlich. Auch die Einkäufer auf Reseller-Seite profitieren: Sie bleiben stets über den aktuellen Bestellstatus informiert und erhalten alle relevanten Dokumente online.”

Internationaler Handel birgt weitere Chancen

Das Potential, das ein Handelsnetzwerk wie ITscope der Branche bietet, wird dabei von zwei Faktoren bestimmt: Zum einen ist die Größe des Netzwerks eine wichtige Dimension, die die Möglichkeiten für die Handelspartner bestimmt. Je mehr Parteien sich dem Netzwerk anschließen und sich untereinander verbinden, desto größer wird der Raum für effiziente Geschäftsbeziehungen. Mit über 10.000 Kunden sei ITscope hier bereits sehr gut aufgestellt, so Mund. “Täglich erreichen uns neue Registrierungen von Resellern, B2B-Onlineshops und Systemhäusern, und das längst nicht mehr nur aus der DACH-Region. Für unsere Nutzer im europäischen Ausland haben wir bereits über 70 internationale Distributoren in ITscope gelistet und möchten den internationalen ITK-Handel weiter vorantreiben.”

Zum anderen spiele der Grad der Vernetzung auf den unterschiedlichen Ebenen eine zentrale Rolle, so Mund. Auch hier sind neue Technologien Treiber der Entwicklung: Funktionen wie Live-Verhandlungen über die Online-Plattform, direkte Kommunikation per Chat oder ein interaktives Angebotswesen seien nur drei der zahlreichen Tools in ITscope, die die Vernetzung zwischen Resellern und Distributoren erweitern und vertiefen. “Wenn alle Partner bestmöglich miteinander verbunden sind, lassen sich Synergien in der Beschaffung und im Verkauf noch besser ausschöpfen. Unser Ziel ist es, maximale Konnektivität zwischen allen Parteien herzustellen und dadurch alle Handelsvorgänge so einfach wie möglich zu gestalten.”, so Mund.

Weitere Informationen zum Jubiläum von ITscope finden Sie auch im ITscope-Blog.

Sie möchten mehr über ITscope erfahren?

Für exklusive Interviews und Ihre redaktionellen Anfragen wenden Sie sich gerne an unsere Pressekontakt:
Isabel Krohn, presse@ITscope.com, 0721/627376-0

Über ITscope

Die Karlsruher ITscope GmbH betreibt seit rund 15 Jahren mit der B2B Handelsplattform ITscope.com einen unabhängigen Marktplatz für die ITK-Branche. Auf ITscope.com können alle im IT-/TK- und Elektronikbereich aktiven Unternehmen mit einer einfachen Registrierung zwei Millionen Produkte bei über 290 der wichtigsten deutschen und europäischen Lieferanten direkt bestellen.
Mit seiner leistungsfähigen API bietet ITscope.com darüber hinaus den Zugriff auf alle Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten und ermöglicht auch Drittsystemen wie Warenwirtschaften und Online-Shops einen automatisierten Bestellfluss zur Distribution.

ITscope vernetzt alle Teilnehmer – Hersteller, Grossisten, Systemhäuser und Fachhändler – und eröffnet so neue Geschäftspotenziale. Das enorme Leistungsspektrum, der einfache Einstieg und die flexible Nutzung per Web-Browser lassen die Mitgliederzahl stetig weiter wachsen: Mittlerweile nehmen mehr als 10.000 registrierte Fachhandelsunternehmen aus der Branche an der Plattform teil.

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q4/2017

Pressemitteilung als .docx
Pressemitteilung als .pdf
Marktbarometer als .pdf
Detailauswertungen Q4/2017 als .xlsx
Detailauswertungen Gesamt/2017 als .xlsx

Wende bei DRAM-Preisen, Apple verliert bei Wearables, Bitcoin Hype um Mainboards und Grafikkarten

ITscope Marktbarometer Q4/2017

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q4/2017

  • Jahresrückblick 2017: Ende der DRAM (Preis-)Krise?
  • Neueinsteiger: Apple TV 4K ist der Renner
  • TFT-Monitore: Dell ist mit 27“ QHD abermals Klassenbester
  • Tablets: Microsoft schlägt Apple (wieder)
  • Mobiltelefone: Das iPhone X begeistert
  • Wearables: Samsung Gear S3 ist der Überraschungssieger
  • Notebooks: Lenovo punktet  mit preisgünstigen Business Notebooks
  • PC-Komplettsysteme: HP und Lenovo vor den Macs
  • Grafikkarten: MSI mit Preisschlager unter 30 Euro
  • Mainboards: Der Bitcoin-Hype schlägt zu
  • Prozessoren: Intel Core i7-8700K überrascht den Channel
  • Software: Von Microsoft nichts Neues
  • Drucker & Multifunktionsgeräte: HP drängt Canon beiseite

Apple kann sich zwar rühmen, bei Smartphones und Notebooks weiter den Spitzenplatz zu sein, musste aber auch Federn lassen, zuletzt vor allem bei Tablets und Wearables. Dell bleibt TFT-Meister, HP zeigt sich wieder als klarer Drucker-König. Bei den DRAM-Preisen deutet sich eine Wende an, bei den Boards zeigen sich mögliche Auswirkungen des Hypes um Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum & Co.

Karlsruhe, den 29.01.2018 – Der Stern von Apple leuchtet nicht mehr ganz so hell wie in der Vergangenheit. Am Aufreger um den gesteuerten Leistungsabfall bei älteren iPhones kann es nicht liegen, der wurde erst später bekannt. Die Mac Company hat an vielen Stellen Plätze an die Konkurrenz abtreten müssen – überraschenderweise sogar bei den Wearables. HP hat unterdessen wieder zu alter Stärke zurückgefunden, während Lenovo die eigenen gekonnt ausspielt. Interessant sind auch die folgenden drei Entwicklungen:

Jahresrückblick 2017: Im Vergleich zu den typischen Consumer Produkten dominierten auf der Fachhandelsplattform eindeutig Festplatten und Software. Übers Jahr gesehen sind hier die meisten Klicks angefallen. Die 2,5 Zoll große Samsung 850 EVO MZ-75 E250 mit 250 GB SSD-Speicher hat sogar die 50.000er-Hürde geknackt, gefolgt von dem Software-Dauerrenner Microsoft Office Home and Business 2016 mit etwas über 40.000 Klicks. Bei Tablets war die Gates Company mit dem weit teureren silbernen Surface Pro 4 mit 256 GB (HEK um 1.000 Euro, 23.000 Klicks) auch vor Apples iPad Wi-Fi 32 GB in Grau, das zuletzt nur etwa 315 Euro im Einkauf kostete kostete und ca. 21.500 Klicks verzeichnete. Es liegt daher nicht zwingend am Preis, welche IT-Produkte in der Händlergunst 2017 besser abgeschnitten haben und welche schlechter.

Wende bei den DRAM Preisen: Die Einkaufspreise Preise gängiger DDR-4 Module und -Kits sind im Gesamtjahr 2017 um bis fast 50 Prozent nach oben gegangen, so zum Beispiel das beliebte 64GB KIT von Kingston ValueRAM 64GB DDR4 2133 MHz. Als Gründe dafür wurden von DRAMeXchange und anderen Experten unter anderem Produktionsengpässe aufgrund der Umstellung von 2D- auf 3D-NAND genannt. Noch schwerer wiegt aber offensichtlich die immens gestiegene Nachfrage der Smartphone-Hersteller, allen voran Apple. Besonders gezogen hat laut Giga das iPhone 7 mit 256 GB, dessen Produktion beim Startschuss des iPhone 8 am 12. September 2017 eingestellt wurde, wie das Magazin Macwelt berichtete. Nun aber geht die Tendenz bei vielen Modulen wieder nach unten. Bei dem genannten 64GB-Kit kann man nun anhand des Lager- und HEK Verlaufs auf der ITscope Plattform beobachten, dass die Höchststände von Oktober 2017 wohl nicht mehr überschritten werden. Unterstützend wirkt hier außerdem der steigende Euro im Vergleich zum für die Komponentenpreise maßgeblichen US-Dollar.

Blockchain und der Hype um Kryptowährungen: Bei Mainboards fällt auf, dass MSI mit dem Z370-A PRO sich im vierten Quartal 2017 direkt auf Platz 1 gesetzt hat. Dabei ist es wie auch einige Konkurrenzprodukte von Asus und Co. für Crypto Currency Mining („Schürfen“ von Kryptowährungen mit sogenannten Blockchains) optimiert. Die Motherboards der MSI PRO Series werden aktuell auch mit dem Slogan „Generate your own money“ beworben. Tatsächlich ist das Z370-A PRO derzeit auch das verkaufsstärkste Board des Herstellers. Ob das tatsächlich mit dem Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Litecoin zusammenhängt, wollte oder konnte MSI auf Anfrage von ITscope allerdings nicht bestätigen.

1. Neueinsteiger: 4K ist Trumpf

Die Highflyer sind diesmal mehr durchmischt: Waren im 3. Quartal 2017 noch sechs von 15 Neueinsteiger von Apple besetzt, sind es im vierten Quartal des Vorjahres nur noch drei. Unangefochten auf Platz 1 gelandet ist die Streaming-Box Apple TV 4K Gen. 5 – und zwar zu Recht. Denn das Gerät hat es in sich: Nachrichten und Sport liefert es im Live-Stream frei Haus. Wie der Name schon andeutet, unterstützt die edelschwarze Box für viele Hollywood-Blockbuster die vierfache Full-HD-Auflösung von 3.840 x 2.160 mit hohem Dynamikumfang (HDR). Der auch bei neuen iPads verbaute A10X Fusion von TSMC ist Apples bisher leistungsstärkster Prozessor und das erste Ein-Chip-System oder SoC auf Basis der 10-Nanometer-Technologie. Mit sechs Kernen, davon drei leistungsstarken Hurricane-Kernen mit einer Taktrate von 2,83 GHz macht es interaktiven Spielen und Apps mächtig Dampf. Die mitgelieferte Fernbedienung mit Apples Spracherkennungssoftware Siri Remote erübrigt das umständliche Eintippen: Einfach Film, Genre oder Schauspieler nennen und schon startet die Suche.

Platz 2 der Neueinsteiger belegt diesmal die DiskStation DS918+ von Synology, die als skalierbarer Hochgeschwindigkeits-Server-Speicher mit vier Festplatten-Schächten, 4GB RAM und leistungsstarker AES-NI-Hardwareverschlüsselung positioniert ist. Damit lassen sich bis zu zwei Kanäle mit 4K-Videos gemäß dem Standard H.264 oder dem Nachfolger H.265 transkodieren – die ideale Voraussetzung, um UHD-Medieninhalte zu speichern und zu teilen.

Um nicht alle 15 Neueinsteiger vorwegzunehmen, hier noch ein Teaser zu zwei interessanten Produkten: Auf Platz 5 ist der intelligente Heizungsregler AVM FRITZ!DECT 301 in Weiß gelandet, der sich über die MyFritz!App mit der FRITZ!Box oder dem FRITZ!Fon des Berliner Herstellers versteht und kinderleicht einzurichten ist. Auf Platz 15, aber sicherlich nicht das Letzte, ist die wasserfeste Action-Kamera GoPro HERO6 BLACK mit 4K-Auflösung bei 60 Frames pro Sekunde und 12 Megapixel bei Fotos.

2. TFT-Monitore: Gold, Silber und Bronze gehen wieder an Dell

Bei den LCD- oder TFT-Monitoren hat sich an der Spitze wenig getan, wohl etwas weiter hinten. Dell hat sich mit denselben Modellen wie im Vorquartal wieder Gold, Silber und Bronze gesichert: Der Dell UltraSharp U2715H (210-ADSO) mit einem hochwertigen IPS-Panel mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten Auflösung kam weit vor allen anderen auf 4.665 Klicks.

Platz 2 belegt abermals der Dell P2417H mit leicht verbesserten 3.873 Klicks, Platz 3 der Dell UltraSharp U2415 (860-BBEW) mit 3.400 Klicks – im Westen nichts Neues, wie gesagt. Die beiden 24-Zöller sind wie der große Bruder mit einem IPS-Panel ausgestattet, das sich besonders durch einen großen Blickwinkel auszeichnet. Im Unterschied zu den anderen genannten Dell-Monitoren kommt der UtraSharp U2415 allerdings nicht mit Full-HD-, sondern mit der WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten im Seitenverhältnis von 16:10. Full-HD oder 1080p entspricht einem vom Breitbild-TV gewohnten Seitenverhältnis von 16:9.

Auf Platz 4 hat sich HP vor LG geschoben: Das HP EliteDisplay E242 (M1P02AA#ABB) glänzt auch mit einem IPS-Panel mit WUXGA-Auflösung und kommt auf 3.067 Klicks nach 2.766 und Platz 4 in Q3/17. Der LG 24MB56HQ-B mit der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten ist hingegen um über 300 Punkte auf 2.814 Klicks in der Händlergunst auf Platz 5 abgefallen.

Die weiteren sechs Plätze sind diesmal sehr durchmischt, nachdem im Vorquartal 2 x Dell, 1 x Samsung und 3 x LG davorstanden: Der Dell UltraSharp U2412M (210-AGYH) mit WXGA-Auflösung hat sich mit 2.670 Klicks auf Platz 6 gehalten, der Samsung S24E650BW ist mit 2.604 Klicks um eine Position auf Platz 7 aufgerückt. An die achte Stelle tritt mit 2.163 Klicks der Dell UltraSharp U2414H, der im Vorquartal noch auf Platz 19 war. Der Dell UltraSharp U2515H ist von Position 7 auf Platz 13 abgerutscht.

Der BenQ BL2405HT (9H.LAXLB.HBE) konnte sich mit 2.133 Klicks um drei Positionen auf Platz 9 verbessern, gefolgt von dem Samsung UE590 Series (LU28E590DS/EN), der mit 2.100 Klicks auf Platz 10 gelandet ist.

3. Tablets: Microsoft führt weiter, Samsung mausert sich

Lange Zeit war Apple bei Tablets im ITscope Marktbarometer ziemlich unangefochten ganz vorn. Aber das hat sich mittlerweile geändert. So wie im ersten und dritten Quartal musste das Unternehmen aus Cupertino den Siegerplatz in Q4/17 abermals an Microsoft abtreten. Die nachfolgenden Positionen sind dem angebissenen Apfel auch nicht mehr so sicher, denn neben Microsoft mischt diesmal auch Samsung mehr mit.

Der Vorquartalssieger Microsoft Surface Pro 4 Silber (7AX-00003) mit 256 GB Speicher bekam nur noch 3.648 Klicks und ist damit auf Platz 6 abgerutscht. Dafür hat sich das Microsoft Surface Pro (FJY-00003) mit ebenfalls 256 GB Speicherplatz in Schwarz-Silber an die Spitze gesetzt. Für das Modell gab es von den Händlern satte 6.510 Klicks. Beide Surface-Modelle bieten einen 12,3 Zoll großen Touchscreen mit 2.736 x 1.824 Bildpunkten Auflösung, einen leistungsstarken Core-i5-Prozessor von Intel, 8 GB RAM und Windows 10 Pro. Unterschiede bei den Spezifikationen sind kaum erkennbar, sieht man davon ab, dass der neue Klassenbeste dank Intel HD Graphics 620 etwas mehr Grafikleistung hat. Hinzu kommt die längere Akku-Laufzeit von 13,5 gegenüber 9 Stunden nach Herstellerangaben.

Konnte sich im dritten Quartal Apple noch Platz 2 bis 4 sichern, hat sich diesmal Samsung auf Platz 3 vorgekämpft. Das Apple iPad 32 GB in Grau mit 9,7-Zoll-Display und der Herstellernummer MP2F2FD/A hat zwar etwas in der Händlergunst verloren, konnte sich aber mit 5.255 Klicks auf Platz 2 halten. Das Samsung Galaxy Tab A mit 16 GB in Schwarz (SM-T580NZKADBT) mit 9,7-Zoll-Display hat sich hingegen um fast 1.000 Zähler auf 5.126 Klicks verbessert und ist um zwei Positionen auf Platz 3 aufgerückt. Das Gerät glänzt mit einem 10,1-Zoll-Display mit WUXGA-Auflösung (siehe TFT-Monitore) sowie mit Android 6.0 alias Marshmallow.

Platz 4 und Platz 5 gingen mit 3.762 und 3.720 Klicks wieder an Apple: mit dem iPad Pro 256 GB 3G 4G Grau mit 10.5″ (MPHG2FD/A) und dem iPad Pro 256 GB 3G 4G Grau 12.9″ (MPA42FD/A). Die Mac Company belegt auch die Plätze 8 bis 13. Das Microsoft Pro 4 Silber auf Platz 6 wurde schon genannt. Gleich dahinter folgt, wenn auch mit über 300 Klicks Abstand (3.322 Klicks), das Samsung Galaxy Tab A 16 GB Grau (SM-T585NZKADB) mit 12,9- statt 9,7-Zoll-Display wie beim Drittplatzierten. Beide Samsung-Modelle kommen übrigens mit der Plane to Line Switching (PLS) genannten eigenen Panel-Technologie, die eine Weiterentwicklung von In-Plane Switching (IPS) darstellt und vor allem eine höhere Transparenz verspricht. Das bedeutet, dass der Bildschirm bei gleicher Helligkeit weniger Strom verbrauchen soll.

4. Mobiltelefone: Ein mächtiger Satz mit iPhone X nach vorn

Dass das neue iPhone X (ten wie englisch zehn ausgesprochen) einen Senkrechtstart hinlegen würde, war klar, aber dass es im vierten Quartal gleich drei der neuen Edel-Smartphones unter die Top 10 schaffen würden, überrascht schon etwas. Schließlich sind sie mit HEKs von rund 965 bis 1.152 Euro nicht gerade die Brot-und-Butter-Produkte und bieten bei großzügigem internen Speicher auch weiterhin keinen Slot für Micro-SD-Karten.

Das höchstplatzierte iPhone X Single SIM 4G 256GB in Grau landete vom Start weg auf Platz 3 mit 4.112 Klicks, obwohl es mit einem Straßenpreis von ab 1.258 Euro das zweitteuerste der drei Geräte ist, und im Vorquartal mit Position 340 nur unter ferner liefen rangierte. Dicht davor auf Platz 2 ist wie im dritten Quartal der nicht unterzukriegende Dauerbrenner iPhone SE 32GB 4G, ebenfalls in Grau (MP822DN/A), der mit einem HEK von rund 296 Euro zu den günstigsten LTE-fähigen Mobiltelefonen von Apple zählt. Der neue, alte Klassensieger ist mit 5.988 Klicks weit vor allen anderen abermals das iPhone 7 32GB 4G in Schwarz (MN8X2ZD/A) zum HEK von rund 534 Euro.

Alle Smartphones bis einschließlich Platz 20 sind mit einer 12-Megapixel-Kamera für 4K-Videoaufnahmen ausgestattet, womit diese nicht mehr erwähnenswert ist. Was die neueren iPhones ab der Reihe 7 auszeichnet, ist der Bewegungssensor, der selbst kleinste „Rüttler“ ausgleicht und somit eine dreimal längere Belichtungszeit als beim iPhone 6s erlaubt. Das macht sich besonders in dunkleren Umgebungen wie Kneipen positiv bemerkbar. Das Objektiv mit den sechs Elementen trägt beim iPhone 7 natürlich auch dazu bei. Der Blitz passt sich der Farbtemperatur der jeweiligen Umgebung an, sodass Räume besser ausgeleuchtet werden. Videoaufnahmen kommen mit dem Bildstabilisator und Blende f/1.8 auch besser zur Geltung. Der Nutzer kann die Videos in 4K drehen, in iMovie bearbeiten und sofort mit anderen teilen.

Nun aber zum iPhone X: Eine wesentliche Neuerung ist die höhere Bildschirmauflösung von 2.436 x 1.125 Pixel gegenüber 1.334 x 750 Bildpunkten beim iPhone 7 oder 640 x 1.136 Pixel beim iPhone SE. Dazu trägt auch das neue OLED-Panel bei, während bei den Vorgängern noch IPS-Panels verbaut wurden. Ein anderes großes „Schmankerl“ beim iPhone X ist die neue Gesichtserkennung, die andere Authentifizierungsmaßnahmen wie den Fingerprint Reader ablösen soll.

Bevor es im Ranking weitergeht, sollen hier die anderen beiden iPhone X unter den Top 10 genannt werden. Das iPhone X Single SIM 4G mit 64GB in Grau (MQAC2ZD/A) ist mit 3.733 Klicks auf Platz 5 gelandet und konnte um 261 Plätze aufrücken. Das teuerste iPhone X ist in Farbe Silber, mit 256 GB ausgestattet  (MQAG2ZD/A) und kostet den Händler um die 1.150 Euro. Mit 2.231 Klicks landet es auf Platz 10 der Auswertung und hat damit satte 285 Plätze übersprungen.

An der Android-Front hat es mit dem Samsung Galaxy S8 64 GB 4G in Schwarz (SM-G950FZKADBT) mit 2.862 Klicks dieses Mal nur noch ein Gerät unter die Top 10 geschafft, im Vorquartal waren es samt dem Samsung Galaxy S7 noch zwei Devices. Alle anderen Top-Smartphones im Händler-Ranking tragen das Logo mit dem angebissenen Apfel:

Das iPhone 8 Single SIM 4G mit 64GB in Grau (MQ6G2ZD/A) auf Platz 4 konnte sich mit 3.970 Klicks um fast 90 Positionen verbessern. Das iPhone 7 mit 128GB 4G in Schwarz (MN922ZD/A) ist mit 3.712 Klicks um drei Stellen auf Platz 6 abrutscht, ebenso das iPhone 6s mit 32GB 4G in Grau (MN0W2ZD/A), das es nur noch auf Platz 7 geschafft hat und voraussichtlich bald gar nicht mehr unter den Top 10 sein wird. Von Platz 8 auf Platz 9 nur leicht verloren hat dagegen das iPhone SE mit 128 GB 4G in Grau (MP862DN/A).

5. Wearables: Samsung Gear S3 schlägt die Apple Watch

Hey, was ist denn bei den „kleinen Schwarzen“ los? War die Mac Company bisher mit der Apple Watch immer ziemlich allein auf weiter Flur (im dritten Quartal noch Position 1 bis 17 besetzt!), ist diesmal Samsung an der Spitze: Die Samsung Gear S3 Classic (SM-R770NZSADBT) ist mit 1.894 Klicks von Platz 27 ganz nach vorn geprescht. Mit der Samsung Gear S3 Frontier (SM-R760NDAADBT) auf Platz 9 (nach Platz 29 in Q3/17) hat der koreanische Riese noch einen Coup bei den Wearables gelandet.

Erwähnenswert ist auch die Garmin Vivofit 3 (010-01608-06), die um 12 Stellen auf Platz 6 aufgerückt ist, obwohl oder gerade weil sie mit einem HEK von 64,45 Euro zu den günstigeren Fitnessuhren zählt. Alle anderen der Top 10 sind wie gewohnt von der einen oder anderen Apple Watch besetzt: So hat sich die Apple Watch Series 1 OLED mit 30 g in Weltraumgrau (MP032ZD/A) von Platz 5 auf Platz 2 verbessert, die Apple Watch Series 1 OLED mit 25 g in Grau (MP022ZD/A) ist sogar um elf Stellen auf Platz 3 hochgerückt. Enorm sind wiederum die Preisunterschiede: Während die anderen hier genannten Smartwatches mit einem HEK von maximal etwa 310 Euro preislich im Rahmen liegen, ruft die Apple Watch Series 2 (auf Platz 7 und 8) Händlereinkaufspreise von über 930 Euro auf.

6. Notebooks: Aufstieg des chinesischen Riesen

Schon im dritten Quartal 2017 galt, dass Apples Stern bei Laptops nicht mehr ganz so hell strahlt, auch wenn das Unternehmen aus Cupertino es da noch mit fünf MacBooks unter die Top 10 schaffte. Im vierten Quartal 2017 waren es nur noch drei: Der Klassenbeste ist wie in den vorangegangenen drei Monaten das Apple MacBook Air mit 13.3″-Display und 1440 x 900 Bildpunkten (MQD32D/A). Das Gerät konnte sich in der Wertung sogar um fast 600 Zähler auf 5.100 Klicks verbessern. Am HEK von rund 820 Euro kann es eher nicht liegen, dass viele Händler das kleine mobile Kraftpaket weiter favorisieren.

Das fast baugleiche MacBook Air, 13.3″, 1440 x 900 (MQD42D/A) hat sich mit 2.874 Klicks auf Platz 8 gehalten. Beide Geräte zeigen, dass leichte Top-Leistung immer noch im Handel honoriert wird. Doch vielen Kunden geht es auch um Performance, wie auch bei einem ausgewachsenen Desktop-Rechner. Daher wundert nicht, dass sich das Apple MacBook Pro, 15.4″, Core i7, 2880 x 1800 (MPTT2D/A) mit 3.271 Klicks noch einmal leicht verbessert hat und jetzt Platz 4 belegt.

Die eigentliche Überraschung ist aber das Lenovo ThinkPad E570 20H5, 15.6″, 1920 x 1080, i5-7200U (20H500B2GE), das in der Händlergunst um 34 Stellen auf Platz 2 hochkatapultiert wurde. Das verdankt der Laptop mit Windows 10 Pro 64-bit wohl nicht zuletzt einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis bei einem VK von derzeit um die 500 Euro.

Das fast baugleiche Lenovo ThinkPad L570 20J8 mit 15,6″-Display vom Typ IPS und Core i5 Mobile 2,5 GHz auf Platz 6 (nach Platz 19 im Vorquartal) ist rund 220 Euro teurer, obwohl beide Modelle jeweils über eine SSD mit 256 GB verfügen. Einer der Hauptunterschiede liegt aber in der mehr als doppelt so langen Akku-Laufzeit von 14,8 gegenüber 7 Stunden, ein anderer in dem fehlenden TPM-Modul und anderen Sicherheitsfeatures bei dem günstigeren ThinkPad E570 gegenüber dem L570.

Um das beachtliche Konto des chinesischen Riesen vollzumachen, hat es Lenovo im vierten Quartal 2017 sogar mit drei weiteren Modellen unter die Top 10 geschafft, nachdem das in Q3/17 mit nur einem Gerät gelungen war: dem ThinkPad X1 Carbon 20HR, 14″, i7-7500U, 1920 x 1080, 4G (20HR002MGE) auf Platz 7, dem Lenovo V510, 15.6″, i5-7200U, 1920 x 1080 (80WQ01VWGE) auf Platz 9 und dem Lenovo ThinkPad T470s 20HF, 14″, i5-7200U, 1920 x 1080 (20HF0000GE) auf Platz 10.

Microsoft hat es diesmal mit dem Surface Book Silber 256GB Core i5 (TP4-00010) nur einmal in die Top 10 geschafft: Die Position 3 ist unverändert, allerdings gab es diesmal mit 3.660 Zählern deutlich weniger Klicks für das Microsoft-Notebook. HP konnte wie im Vorquartal auch nur ein Gerät ins Spiel bringen, diesmal allerdings das HP ProBook 250 G5, 15.6″, i5-6200U, 1920 x 1080 (Z3A65ES#ABD), das es mit 3.021 Klicks auf Platz 5 brachte und somit um 68 Positionen aufgerückt ist.

7. PC-Komplettsysteme: HP und Lenovo heizen Apple ein

Bei den (Komplett-)PC-Systemen ist der Apfel diesmal ziemlich weit vom Stamm gefallen. Konnte sich Apple mit dem Mac mini mit Core-i5-Prozessor und 1 TB Speicherplatz (MGEN2D/A) in Q3/17 noch an der Spitze halten, hat es diesmal für besagtes Modell nur für 1.758 Klicks und Platz 7 gereicht. Andere iMacs und Mac minis kamen mit den Plätzen 6, 8 und 10 auch weniger gut weg als in der Vergangenheit. Das liegt sicherlich auch daran, dass die meisten davon mit Taktraten von 2,3 bis 2,8 GHz vergleichsweise wenig CPU-Leistung bieten.

Stattdessen wurde das Rennen von HP und Lenovo entschieden, die sich auf den ersten vier Plätzen immer wieder ablösten: Das HP ProDesk 400 G4, i5 3.4 GHz, 256GB SSD (1JJ56EA#ABD) ist von Position 2 an die Spitze aufgerückt, das Lenovo ThinkCentre M710 mit 2,4 GHz schnellem Core-i5-Prozessor und 256 GB fassender SSD (10MR000XGE) hat sich um 13 Plätze auf Platz 2 verbessert.

Das HP ProDesk 400 G3, i5, 3.3GHz, 256GB SSD (1EX82EA#ABD) hat sich um drei Positionen auf Platz 3 verbessert, das Lenovo V520, i5, 3 GHz, 256 GB (10NK002NGE) mit 1.947 Klicks ebenfalls um drei Positionen auf Platz 4. Dell hat mit dem OptiPlex 3050 mit 3,4 GHz schnellem Core i5-7500 ebenfalls zwei Modelle unter die Top 10 gebracht: das im Small Form Factor (TY5H0) landete mit 1.924 Klicks auf Platz 5, die Mini-Tower-Variante in Schwarz (8185W) auf Platz 9.

8. Grafikkarten: Mining Karten und Preischlager

So wie bei Mainboards gibt es mittlerweile Grafikkarten, die sich besonders gut für das Schürfen oder englisch Mining von Kryptowährungen eignen sollen. Wie t3n berichtete, will Sapphire die Radeon RX 470 und Radeon RX 560 zum Beispiel jeweils in einer Mining Edition veröffentlichen. Dem PC Magazin zufolge sind die Preise für Grafikkarten wegen des Mining-Booms schon spürbar angestiegen.

Ob das Einfluss auf das ITscope Ranking im vierten Quartal gehabt hat, lässt sich rein von den Preisen her nur schwer sagen. Tatsächlich sind die durchschnittlichen HEKs unter den Top 10 der Grafikkarten trotz eines Billig-Ausreißers von MSI mit 27,31 Euro innerhalb eines Quartals um über 70 Euro auf 501,56 Euro gestiegen. Konnte Asus im dritten Quartal noch Platz 1 und 2 besetzen, ist die vorher zweitplatzierte ASUS ROG STRIX-GTX1080TI-O11G-GAMING, OC, 11GB GDDR5X (90YV0AM0-M0NM00) mit 1.472 Klicks auf Platz 8 abgerutscht. Die ASUS ROG-STRIX-GTX1080TI-11G-GAMING, 11GB GDDR5X (90YV0AM1-M0NM00) konnte sich aber mit 2.125 Klicks an der Spitze halten.

Außerdem wurde die Rangliste kräftig durchgewirbelt: Die Sapphire RADEON RX 580 NITRO+, 8GB GDDR5 (11265-01-20G) springt auf Platz 2 nach Platz 14 im Vorquartal, die MSI GT 710 1GD3H LP GeForce GT 710 1GB GDDR3 (die besagte Billig-Karte mit der Herstellernummer V809-1899R) auf Platz 3 nach Position 22 im dritten Quartal. Die ASUS TURBO-GTX1080TI-11G GeForce GTX 1080 Ti, 11GB GDDR5X (90YV0AN0-M0NM00) hat sich um vier Positionen auf Platz 4, die Palit GeForce GTX 1060 Dual 6GB GDDR5 GeForce GTX 1060 6GB GDDR5 (NE51060015J9D) sogar um 20 Positionen auf Platz 5 verbessert.

Einen überraschenden Aufstieg hat PNY mit der Quadro P4000 8GB GDDR5 (VCQP4000-PB) auf Platz 6 (nach 31 im Vorquartal) und der Quadro P2000 5GB GDDR5 (VCQP2000-PB) auf Platz 9 (zuvor 45) hingelegt. MSI hat es mit der MSI GTX 1080 GAMING X 8G GDDR5X (V336-001R) auf Platz 7 (vorher 10) noch ein zweites Mal unter die Top 10 geschafft. Gigabyte, vorher mit drei, jetzt nur noch mit einer Grafikkarte vertreten, nämlich der GeForce GTX 1050 Ti Windforce OC 4GB GDDR5 (GV-N105TWF2OC-4GD), die es mit 1.409 Klicks gerade mal auf Platz 10 gebracht hat.

9. Mainboards: MSI siegt mit “Mining Board”

Wie im Einstieg schon erwähnt, fällt bei den Mainboards auf, dass MSI es mit dem Z370-A PRO LGA 1151 ATX (7B48-001R) im vierten Quartal von Null an die Spitze gebracht hat. Hierbei wird das Board von dem Hersteller aktuell mit „GENERATE YOUR OWN MONEY“ (Machen Sie Ihr eigenes Geld) beworben, weil es für das Crypto Currency Mining optimiert sein soll. Ob der steile Aufstieg mit dem Hype um die Blockchain und das Schürfen von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin zusammenhängt, wollte oder konnte MSI auf Anfrage von ITscope nicht sagen. Es hieß lediglich, dass das Z370-A PRO ein Bestseller unter den Z370-Boards ist. Der neue Klassenbeste erfreut sich vor allem bei Systemintegratoren und in der DIY-Szene großer Beliebtheit, wobei der Hauptnutzen bei Gaming und im Office-Bereich liegt.

Auf Platz 2 der Mainboards hat es wie im Vorquartal wieder das Gigabyte GA-H110M-S2H LGA1151 Micro ATX (GA-H110M-S2H) geschafft, auf Platz 3 das ASUS M5A78L-M PLUS Micro ATX (90MB0RB0-M0EAY0). Asus konnte sich unter den Top 10 diesmal nur fünf statt sechs Mal verewigen, Gigabyte nur noch mit zwei statt drei Boards, Asrock wieder nur mit einer Hauptplatine.

10. Prozessoren: An Intel kommt niemand vorbei

Intel hat das CPU-Lager mit Platz 1 bis 14 wieder voll im Griff, obwohl die Coffee-Lake-Prozessoren Core i7-8700K und Core i5-8600K von Lieferengpässen bedroht waren, wie die PC-Welt am 10. Oktober 2017 berichtete. Die Marktbeobachtung von ITscope hat gezeigt, dass bei den CPUs den ganzen November lang eine sehr hohe Aktivität zu verzeichnen war, die erst Anfang Dezember etwas abflachte. Vom Core i7-8809G, dem ersten Intel-Prozessor mit integrierter AMD-Grafikeinheit – kein Druckfehler, der einstige Erzfeind AMD steuert seine Vega GPU für das Kombiprojekt bei! – war dagegen noch nichts zu spüren. Denn der Verkaufsstart war erst im Januar 2018.

Senkrechtstarter und neuer Klassenbester ist mit satten 6.384 Klicks der Intel Core i7-8700K, 6-Core, 3.7 GHz (BX80684I78700K). Erstaunlich ist, dass der folglich auf Platz 2 abgerutschte Q3-Sieger, der Intel Core i7-7700K, 4-Core, 4.2 GHz (BX80677I77700K) rund 2.830 Klicks weniger bekam.

Auf Platz 3 bei den CPUs ist mit 3.101 Klicks ebenfalls ein Intel Core i7-8700K gelandet. Der weist mit der Herstellernummer CM8068403358220 kaum Unterschiede zum Erstplatzierten auf, zumal beide Core-i7 CPUs der achten Generation mit einer Boost-Taktung von bis zu 4,7 GHz strotzen. AMD konnte sich mit dem AMD Ryzen 5 1600, 6-Core, 3.2GHz (YD1600BBAEBOX) im dritten Quartal noch Platz 9 sichern, ist diesmal aber so wie HPE mit einem Intel XEON ganz aus dem Top-10-Ranking gefallen.

11. Software: Die Gates Company dominiert weiter

Das Software-Lager ist bis zu Position 14 wieder ganz in der Hand von Microsoft. Das neue, alte Siegerprodukt ist wie in den Vorquartalen Microsoft Office Home & Business 2016 als Box Edition (T5D-02808) mit sagenhaften 9.870 Klicks. Unverändert auf Platz 2 und 3 sind Windows 10 Pro x64 (FQC-08922) und Windows Server Standard 2016 x64 (P73-07115).

Der große Abstand von 8.188 auf 4.852 Klicks bei den Softwareprodukten lässt ahnen, dass die Differenz nach unten immer kleiner wird. Folglich sind in den hinteren Rängen bis Platz 8 auch nur geringe Veränderungen zu erkennen. Von 6 auf Platz 4 verbessert hat sich Microsoft Office Home & Student 2016 (79G-04659), dann folgen drei Microsoft-Betriebssysteme und Microsoft Office Home & Business 2016 ESD (T5D-02316) auf Platz 8. Die einzige wirkliche Überraschung unter den Top 10 ist das Server-OS Windows Server 2016 (R18-05246), das sich von Position 15 auf Platz 9 „vorgekämpft“ hat. Microsoft Windows Server 2016 Standard Edition (871148-041) auf Platz 11 ist zwar außerhalb der Wertung, war im dritten Quartal aber noch auf Platz 260 und wird daher noch für die ein oder andere Überraschung gut sein.

12. Drucker & Multifunktionssysteme: Platzhirsch HP ist zurück – und wie!

Im Bereich Printing hat der fast schon auf dem Abstieg geglaubte Platzhirsch HP wieder alle fünf ersten Plätze zurückgewonnen und noch drei weitere Geräte in den Top 10 platzieren können. Canon ist nur noch mit zwei Tintenstrahlmodellen vertreten und hat die Positionen 2, 3 und 5 abtreten müssen.

Gut gemacht: Überraschungsaufsteiger und neuer Sieger der Saison ist der HP LaserJet Pro MFP M477fdn (CF378A#B19), der sich mit 3.191 Klicks um ganze sechs Plätze verbessert hat – verdientermaßen, wie ITscope findet. Schon die Tintenstrahlversion MFP 477dw war im Handel sehr beliebt aufgrund des guten Preis-/Leistungsverhältnisses. Das M477fdn mit sparsamer Farblaser-Druckeinheit kann nicht nur drucken, scannen, kopieren und faxen, sondern die Scans über die vorinstallierten Business-Apps auch direkt per E-Mail oder einen Netzwerkordner in der Cloud versenden. Die Druck- und Kopier-Geschwindigkeit von bis zu 27 Seiten pro Minute ist auch ein Argument, ebenso die einfache Verwaltung der Druckaufträge per Streichen und Tippen auf dem 10,9-cm-Touchscreen. Hinzu kommt die einfache Einbindung mobiler Geräte, um über das Smartphone zum Beispiel schnell mal eine E-Mail auszudrucken.

Auch wenn farbige Laser- oder Tintenstrahldrucker dem jeweiligen Hersteller und den Fachhändlern mehr Umsätze mit Zubehör versprechen, erfreuen sich S/W-Laserdrucker immer noch großer Beliebtheit. Das zeigt der HP LaserJet Pro M402dne (C5J91A#B19), der sich von Platz 4 auf Platz 2 verbessert hat. Der Vorquartalsgewinner HP LaserJet Color Pro MFP M277dw (B3Q11A#B19) ist dagegen mit 3.039 Klicks auf Platz 3 abgerutscht.

Auf Platz 4 und 5 folgen zwei MFPs auf Tintenstrahlbasis: der HP PageWide Pro MFP 477dw (D3Q20B#A80) und das HP OfficeJet Pro 8710 (D9L18A#A80). Canons Vorquartalszweiter, der Tintenstrahl-Multifunktionsdrucker PIMA MX925 (6992B006) findet sich mit 2.551 Klicks nur noch auf Platz 6 wieder, der Duplex-Vetter Canon PIXMA iP7250 (6219B006) ist von Platz 3 auf Platz 8 abgerutscht.

Abstecher zu 3D-Druckern

Abgesehen von Wearables sind 3D-Drucker die Produktgruppe, in der das Weihnachtsgeschäft am ehesten durchscheint. War XYZ-Printing zuletzt mit dem XYZprinting da Vinci 2.0A Duo (3F20AXEU00D) in der Kategorie noch vorn, ist das Gerät im Ranking auf Platz 4 gefallen. Stattdessen belegt jetzt MakerBot alle drei ersten Plätze: mit dem MakerBot Replicator + (MP07825), dem Replicator Z18 (MP05950EU) und dem Replicator Mini+ (MP07925). Die Abstände zwischen den ersten vier Geräten sind mit 315 bis 268 Klicks allerdings so gering, dass die Wertung kaum aussagekräftig ist.

Alle vier Modelle bauen die Werkstücke aus einem schmelzfähigen Kunststoff auf, das günstigste additive Fertigungsverfahren. Man spricht auch von Schmelzschichtung, wobei sich Fused Deposition Modeling und Fused Filament Fabrication (FDM und FFF) praktisch nur namentlich unterscheiden, weil sich Stratasys die Namensrechte an FDM gesichert hat. Das OpenSource-Projekt RepRap ermöglicht mit FFF alias FDM extrem Consumer-freundliche 3D-Druckerpreise von unter 200 Euro. High-End-Maschinen, die mit Laser Sintering oder Laser Melting arbeiten und auch Stahl oder Chrom verarbeiten können, sind preislich im sechs- bis siebenstelligen Bereich angesiedelt und werden somit am Handel vorbei meist direkt vertrieben.

Über das IT-Markt Barometer

ITscope verfügt – als immer dominanter genutzte Handelsplattform für den IT-Channel – über einen einzigartigen Markteinblick. Mittlerweile nutzen über 8.000 Fachhandelsunternehmen aus der Branche den Service von ITscope. Die Händler wickeln weite Teile ihrer Handelsprozesse, inklusive der Produktrecherche, Angebotserstellung und Einkauf, über ITscope.com ab.

Dem quartalsweise erscheinenden IT-Markt Barometer zugrunde liegt das Klickverhalten aller Nutzer auf die Produkte von über 290 gelisteten Distributoren. Die Experten von ITscope erstellen aus diesen Zahlen repräsentative Analysen und marktrelevante Prognosen. Seit Beginn 2015 werten die ITscope-Experten dieses Verhalten der Händlerschaft im ITK- Markt in übersichtlicher und anonymisierter Form aus. Die daraus entstehende Broschüre zeigt die Top-Produkte aus dem Gesamtmarkt – mittlerweile in sechsstelliger Größenordnung – sortiert in elf Produktgruppen, von Tablets bis Storage-Systemen. Seit dem zweiten Quartal 2015 werden zudem die besten Neueinsteiger aus allen Produktgruppen der letzten neun Monate in einer eigenen Tabelle gelistet.

Weitere exklusive Prognosen erhalten Redaktionen auf Anfragen. Weitere aktuelle Informationen finden Sie im Pressebereich unter www.itscope.com.

Die Produkt-Klick-Historie und weitere Statistiken sowie Produktbilder und -informationen sind zudem für registrierte Nutzer auf dem ITscope.com – Portal abrufbar.

______________________________________________________________________________________________________________________

Sie möchten mehr über ITscope erfahren oder in unseren Presseverteiler aufgenommen werden? Weitere Information hierzu finden Sie in unserem Pressebereich.

______________________________________________________________________________________________________________________

Pressemitteilung: Schnelle und einfache Angebotserstellung in weclapp dank neuer ITscope-Integration

Karlsruhe-Friedrichshafen, November 2017 – Mit ITscope können Nutzer des ERP-Systems weclapp jetzt über 2 Mio. IT-Produkte direkt in ihr System übernehmen und dort weiterverarbeiten. Die kostenlose Schnittstelle ist ab sofort für alle Anwender von weclapp Cloud ERP mit ITscope Integration-Abo verfügbar.

Besonderheiten der neuen weclapp-Schnittstelle zu ITscope

Mit der jüngst fertiggestellten Integration von ITscope in weclapp können weclapp-Nutzer auf über 2 Millionen in ITscope gelistete ITK-Artikel von mehr als 290 Distributoren zugreifen, diese in ihre Kundenangebote übernehmen und direkt nach weclapp importieren. Lagerbestände sowie Artikelvarianten und Preise lassen sich so auf Klick recherchieren und unmittelbar miteinander vergleichen.

Die von der weclapp GmbH selbst entwickelte Schnittstelle vereinfacht demnach die Prozesse ihrer Kunden im Arbeitsalltag: Sämtliche Informationen zu Artikeln, Einkaufspreisen und Lieferanten werden per Import im ERP-System automatisch verfügbar gemacht. Die manuelle Erfassung einzelner Posten entfällt; stattdessen vereinfacht die durch das Add-On erzielte Automatisierung alle Folgeprozesse. Neben dem Wegfall händischen Übertragens gibt es außerdem keine redundanten Datenbestände mehr im ERP-System.

Voraussetzungen für die Nutzung des Add-Ons

Die Nutzung der Schnittstelle ist kostenlos. Minimalvoraussetzung für die Freischaltung sind die Pakete „weclapp Cloud ERP Dienstleistung“ und „ITscope Integration“, die beim jeweiligen Anbieter abzuschließen sind. Danach stehen die Funktionen der Schnittstelle zur kostenfreien Verfügung.

Erste Kunden nutzen Schnittstelle bereits

Die Schnittstelle wurde vom Marburger Unternehmen über die letzten Monate hinweg konzipiert und technisch implementiert. Bereits im Laufe der Entwicklungsphase zeigte sich auf Kundenseite beider Unternehmen ein vermehrtes Interesse an einer solchen Lösung. Daher hatte die Integration der Produktrecherche- und Produktübernahmefunktion von ITscope in weclapp bereits vor dem Release großen Anklang gefunden. Seither haben rund 20 Nutzer die Schnittstelle freigeschaltet.

_______________________________________________________________________________________________

Sie möchten mehr über weclapp oder ITscope erfahren?
Für exklusive Interviews und Ihre redaktionellen Anfragen wenden Sie sich gerne an:
Sonja Repschläger, presse@ITscope.com, 0721/627376-0
_______________________________________________________________________________________________

Über ITscope:
Die Karlsruher ITscope GmbH betreibt seit über 15 Jahren mit der B2B Handelsplattform ITscope.com einen unabhängigen Marktplatz für die IT-Branche. Auf ITscope.com können alle im IT-/TK- und Elektronikbereich aktiven Unternehmen mit einer einfachen Registrierung zwei Millionen Produkte bei über 290 der wichtigsten deutschen und europäischen Lieferanten direkt bestellen. Mit seiner leistungsfähigen API bietet ITscope.com darüber hinaus den Zugriff auf alle Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten und ermöglicht auch Drittsystemen wie Warenwirtschaften und Online-Shops einen automatisierten Bestellfluss zur Distribution.

ITscope vernetzt alle Teilnehmer – Hersteller, Grossisten, Systemhäuser und Fachhändler – und eröffnet so neue Geschäftspotentiale. Das enorme Leistungsspektrum, der einfache Einstieg und die flexible Nutzung per Web-Browser lassen die Mitgliederzahl stetig weiter wachsen – mittlerweile nehmen mehr als 8.000 registrierte Fachhandelsunternehmen aus der Branche an der Plattform teil.

Über weclapp:
weclapp ist eine cloudbasierte CRM- und ERP-Lösung des gleichnamigen Marburger Softwareherstellers. Sie bietet eine Vielzahl an Funktionen, die Unternehmen für die optimale Abwicklung ihres Tagesgeschäfts benötigen: Kundenmanagement, Angebots- und Auftragserstellung, Rechnungsmanagement, leistungsstarke Warenwirtschaft, Verwaltung Offener Posten, Buchhaltung und vieles mehr. Mit der leistungsstarken Warenwirtschaft von weclapp können Sie Ihre Geschäftsprozesse im Verkauf, Einkauf, Produktion und Lager optimieren und effizient managen. So können Sie sämtliche Artikel verwalten, Variantenartikel und Sortimente anlegen, haben Ihre Lagerbestände stets im Blick und können Ihren Einkauf per Klick managen.

Pressemitteilung: Schnelle und einfache Angebotserstellung in weclapp dank neuer ITscope-Integration als PDF »

Pressemitteilung: Schnelle und einfache Angebotserstellung in weclapp dank neuer ITscope-Integration als .docx »

Bildmaterial »

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q3/2017

Pressemitteilung als .docx
Pressemitteilung als .pdf
Marktbarometer als .pdf

Apple verliert leicht an der mobilen Front und muss bei Tablets abgeben, Dell bleibt TFT-Sieger – das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q3/17

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q3/2017

  • Prozessoren: AMD Ryzen 7 (noch) keine Gefahr für Intel
  • Monitore: Dell ist mit QHD und Co. weiter an der Spitze
  • Notebooks: Es ist nicht alles MacBook, was glänzt
  • Tablets: Microsoft schiebt sich vor Apple
  • Smartphones: Neben iPhone funkelt nur Galaxy am Firmament
  • Komplettsysteme: HP ist Apple dicht auf den Fersen
  • Software: Microsoft ist wieder unschlagbar
  • Drucker: HP liegt wieder vor Canon

Wie in Q1/17 hat Apple die Tablet-Krone wieder an Microsoft abgeben und auch insgesamt mehr Platz für die Konkurrenz lassen müssen. Dell ist jetzt unbestrittener Monitor-König, Canon hat bei Druckern und Multifunktionsgeräten die Führungsrolle verloren. Was Microsoft bei Software, ist Intel im CPU-Lager: Beide dominieren jeweils weiter unangefochten.

Karlsruhe, den 06.11.2017 – Das dritte Quartal ist für Consumer-IT, um die es im ITscope Marktbarometer mehrheitlich geht, traditionell eher Sauregurkenzeit, da viele der Kunden in der Saison ausgiebig Urlaub machen – und wenn nicht, dann lieber grillen als shoppen. Neuankündigungen wie das iPhone 8, das erst seit dem 22. September erhältlich war, ließen auch noch auf sich warten, was der Beliebtheit von Apple im Channel aber keinen Abbruch getan hat, auch wenn die süßsaure Frucht im dritten Quartal 2017 etwas angebissener erschien. Denn bei Tablets musste die Mac-Company den Siegerpokal wieder an Microsoft abtreten, bei Komplettsystemen wäre er fast an HP gefallen, bei Notebooks musste Apple auch mehr Platz für andere Player machen. Immerhin bei Wearables ist das Unternehmen aus Cupertino so ziemlich allein auf weiter Flur.

Bei Prozessoren hat sich auch kaum etwas getan, obwohl wie im zweiten Quartal vermerkt Intel mit dem neuen Core i9 und AMD mit Threadripper schon in den Startlöchern sind. Aber noch wird das CPU-Geschehen im IT-Fachhandel von Intels Core-i-Prozessoren der Kaby-Lake-Reihe dominiert. Bei Mainboards ist Gigabyte auf Platz zwei vorgerückt, Asus besetzt aber immer noch die meisten Plätze unter den ersten zehn. Bei 3D-Druckern aus dem Consumer-Lager heizt MaketBot dem Platzhirschen XYZprinting buchstäblich ein, bei Druckern und Multifunktionsgeräten hat Canon die Führung wieder an HP verloren.

1. Neueinsteiger: Komfort, Eleganz und viel Speicher vereint

Sechs der 15 Highflyer im dritten Quartal sind direkt oder indirekt von Apple besetzt, weitere fünf von Speicherprodukten. Auf dem Siegerpodest ist ein schickes Apple Smart Cover für das iPad mit 10,5“ in anthrazit mit Weck- und Schlaffunktion für das iPad Pro. Platz zwei belegt ein Apple Magic Keyboard mit Ziffernblock und englischer QWERTY-Tastenbelegung im klassischen Weiß, das sich per Bluetooth mit dem iPhone oder iPad verbindet. Sehr praktisch sind die vier normal großen Navigationstasten und die zum Teil frei programmierbaren 19 statt der sonst üblichen zehn bis 12 Funktionstasten. Der eingebaute Akku hat so viel Power, dass er einen Monat oder länger hält, bevor die Tastatur wieder „an die Strippe“ muss. Um das Apple-Lager bei den Neueinsteigern voll zu machen, werden Platz 5 und 6 von einem Sportband für die Apple Watch mit 38 mm und dem Powerbeats3 genannten mobilen Headset in elegantem Schwarz-Gold sowie von der 4k-fähigen Apple TV Set-top-Box der fünften Generation belegt, die auf Platz 13 landete.

4K steht bei dem Apple-Gerät für die vierfache HD-Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten, die auch von der MeetUp ConferenceCam von Logitech mit 120-Grad-Sichtfeld auf Platz 9 erfüllt wird. Der Schweizer Peripheriehersteller kann aber auch noch besser, denn die Fachhändler sehen die Logitech Slim Combo auf Platz 3, eine Tastaturhülle, die sich per Smart Connector mit dem 10,5“ großen iPad Pro verbindet. Ein weiterer interessanter Neueinsteiger ist die Wetterstation Elgato Eve Degree auf Platz 4, die sich drahtlos per Bluetooth mit dem externen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor verbindet. Unter den Speicherprodukten haben Samsungs Portable SSD T5 mit 250 GB und das externe CD/DVD-Laufwerk Verbatim SLIM BD-RW USB3.0 mit BluRay-Wiedergabe die Nase vorn. Dennoch reichte es jeweils nur für Platz 7 und 8.

2. TFTs: Dell geht weiter in Führung

Nachdem sich Dell im zweiten Quartal schon Gold und Bronze gesichert hat, nimmt das US-Unternehmen nun alle drei Siegerpodeste ein. Auf Platz 1 ist mit verdienten 4.857 Klicks wieder der vielgerühmte Dell UltraSharp U2715H mit 27“ Bilddiagonale und der QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel. Das hochwertige IPS-Panel (In-Plane Switching) verspricht mit dem hohen Blickwinkel von 178° horizontal und vertikal im Zusammenspiel mit einer werkseitigen 99-prozentigen sRGB-Optimierung eine sehr hohe Farbkonsistenz. Platz 2 und 3 teilen sich die 24-Zöller Dell P2417H (3.553 Klicks) und der Dell UltraSharp U2415 mit 2.861 Klicks.

Beide Modelle sind wie der große Bruder mit einem besonders blickwinkelreichen IPS-Panel ausgestattet. Ersteres kommt mit der nativen Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten, der P2417H bietet eine WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel mit dem Seitenverhältnis von 16:10. Alle drei Dell-Geräte werden mit einem deltaE <3 beworben, womit praktisch keine Farbabweichungen erkennbar sind. Die UltraSharp-Modelle bestechen zudem mit einem sehr dünnen Rahmen, wodurch sie sich sehr gut für Konfigurationen mit zwei oder mehr Monitoren eignen.

Der LG 24MB56HQ-B mit Full-HD-Auflösung ist in der Händlergunst mit 3.128 Klicks von Platz 2 auf Platz 4 abgefallen, kann sich aber mit der schlanken Ergonomie und dem farb- und blickwinkelstarken AH-IPS-Panel immer noch sehen lassen. Von ziemlich weit unten schaffte es HP Inc. mit dem HP EliteDisplay E242 mit 2.766 Klicks der Fachhändler im Channel-Ranking auf Platz 5 – verdientermaßen. Denn das Gerät glänzt nicht nur mit der WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten, sondern auch mit einer beeindruckenden Höhenanpassbarkeit von 150 cm. Weitere TCO-Edge-Komfortfunktionen umfassen Neigung und Drehung sowie den einfachen Wechsel zwischen dem Hoch- und Querformat.

Platz 6 und Platz 7 gebühren wieder zwei UltraSharp-Modelle von Dell. Da ist zunächst der Dell UltraSharp U2412M mit WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) im Seitenverhältnis von 16:10, und dann der Dell UltraSharp U2515H mit QHD-Auflösung und (wie der 27-Zöller) mit zwei HDMI-Anschlüssen.

LED-Hintergrundbeleuchtung versteht sich bei den meisten TFT-Monitoren heute von selbst. Das trifft natürlich auch auf den Samsung S24E650BW zu, der mit 2.512 Klicks in der Händlergunst Platz 8 belegt. Anders als die bisher genannten Geräte ist das 24“-Display mit einem PLS-Panel (Plane to Line Switching) ausgestattet. Hierbei handelt es sich um eine Samsung-eigene IPS-Weiterentwicklung, die sich durch eine höhere Transparenz und das Wegfallen des IPS-typischen Glitzereffekts auszeichnen soll. Mit 4 ms statt 6 ms ist der Samsung-Monitor auch etwas reaktionsschneller als die Dell-Geräte zum Beispiel.

Die nächsten drei Plätze bis 11 hat sich alle LG im Channel-Ranking gesichert. Der LG 23MB35PM-B (2.132 Klicks) und der LG 24EB23PM-B auf Platz 9 und 10 bestechen beide durch ein hochwertiges AH-IPS-Panel mit einer Reaktionszeit von 5 ms. Letzterer bietet mit WUXGA vertikal etwas mehr Auflösung als Full-HD.

3. Tablets: Apple verliert die Krone wieder an Microsoft

Apple ist eigentlich der unangefochtene Tablet-König, musste sich im dritten wie im ersten Quartal 2017 aber wieder Microsoft geschlagen geben. Das Surface Pro 4 256 GB in Silber (7AX-00003) des Software-Riese hat es in der Händlergunst mit 7.849 gegenüber 5.860 Klicks für das zweitplatzierte iPad deutlich an die Spitze katapultiert. Das Surface Pro 4 hat es aber auch in sich: So bietet der 12,3“ große Touchscreen eine Auflösung von 2.736 x 1.824 Bildpunkten. Hinzu kommen 8 GB RAM, ein 2,4-GHz-Prozessor und Windows 10 Pro 64-Bit. Somit stellt sich das Gerät als mobile Workstation vor.

Die nächsten drei Plätze gehen mit 4.291 bis besagte 5.860 Klicks wieder an Apple, allen voran an das iPad Wi-Fi 32 GB Grau auf Platz 2 mit 9,7-Zoll-Display. An dritter und vierter Stelle folgen das 10,5“-Tablet Apple iPad Pro Wi-Fi Cellular 256 GB Grau mit LTE und der Auflösung von 2.224 x 1.668 Bildpunkten und das 12,9“-Gerät Apple iPad Pro Wi-Fi + Cellular 256 Grau mit 2.732 x 2.048 Pixel, beide jeweils mit Cortex 2,38 GHz, 4G respektive LTE und superschnellem Wi-Fi gemäß IEEE 802.11ac.

Alle drei Apple-Geräte sind natürlich mit hochwertigem Retina Display ausgestattet, ebenso das Samsung Galaxy Tab A 16 GB Schwarz, das mit 10,1“ großem Touchscreen, Cortex 1,6 GHz und Android 6.0 alias Marshmallow sowie WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) aufwartet und sich mit 4.175 Pixel den Platz 5 gesichert hat. Der Aufstieg des Androiden ist schon erstaunlich, denn bis Ende 2016 hat sich noch kein Tablet mit dem Google-Betriebssystem unter den Top 10 gezeigt.

Platz 6 und 7 belegen die fast identischen 9,7“-Modelle Apple iPad 128 GB Grau und Apple iPad 128 GB 3G 4G Grau, wobei 4G für LTE steht. Auf Platz 8 und 9 sind dicht dahinter das Microsoft Surface Pro 4 Silber und das Surface Pro 256 GB Schwarz gelandet, die jeweils mit 12,2“-Touchscreen und Intels Core-i5-Prozessor ausgerüstet sind. Die Redmonder konnten sich mit den beiden Geräten 3.860 und 3.754 Klicks sichern, bevor wieder alle Händler-Sträuße an Apple gingen.

4. Mobiltelefone: Apple dominiert nicht mehr ganz so stark

Ohne Frage, die Apple iPhones sind in der Händlergunst ganz weit oben und beherrschen fast das ganze Feld bei Mobiltelefonen. Doch diesmal ist unter den ersten zehn Samsung mit zwei Geräten vertreten. Im zweiten Quartal war es mit dem schwarzen Galaxy S7 nur eines. Allerdings war das Samsung-Smartphone mit LTE und hochauflösendem Super-AMOLED-Display in den drei Vormonaten noch auf Platz 4 und ist jetzt hinter dem neuen Samsung Galaxy S8 mit 4G alias LTE und 64 GB internem Speicher auf Platz 7 abgerutscht.

Die beiden Samsung-Geräte haben sich 2.526 und 2.492 Klicks gesichert. Das sind jeweils weniger als die Hälfte des neuen, alten Klassenbesten, des schwarzen Apple iPhone 7 mit 32 GB und 4G, das es auf 5.449 Klicks brachte. Die vier nachfolgenden iPhones sind mit 2.650 bis 4.371 Klicks deutlich weniger gut weggekommen. Auf Platz 2 ist das iPhone SE mit 32 GB und 4G in Grau, auf Platz 3 das schwarze iPhone 7 mit 128 GB, Platz 4 und 5 teilen sich die beiden silbergrauen iPhone 6S, das eine iPhone 6 mit 32 GB, das andere iPhone S6 mit 128 GB internem Speicher. Ab Platz 8 sieht man überall den Namen Apple prangen. Alle bisher genannten Smartphones sind mit der Bezeichnung 4G LTE-fähig und verfügen über eine Rückkamera mit 12 Megapixel.

Der Kampf zwischen Apple und Samsung wird Ende 2017 oder Anfang 2018 mit Erscheinen neuer Geräte in eine neue Runde eintreten. Man darf gespannt sein, wie er im Handel ausgeht. Das Samsung Galaxy S8 ist ja vergleichsweise neu und kann sich im Channel noch entwickeln. Schon brodeln in der Gerüchteküche Meldungen über einen auf Januar 2018 vorgezogenen Start des voraussichtlich Galaxy S9 genannten Nachfolgers. Es könnte etwas dran sein, denn Apple hat für das vierte Quartal 2017 drei neue starke Waffen angekündigt: Während das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus nur eine Weiterentwicklung des iPhone 7 darstellen, soll das iPhone X (englisch „ten“ und zu Deutsch „zehn“ ausgesprochen) mit Face ID (Gesichtserkennung) und nahezu randlosem OLED-statt LC-Display vom Typ HDR alles Bisherige auf den Kopf stellen. Die genannten Preise von 1.149 Euro für die Variante mit 64 GB und 1.319 Euro mit 256 GB Speicherplatz tun es allerdings auch. Ob es der Channel goutieren wird, gilt abzuwarten.

5. Notebooks: Apples Stern strahlt nicht mehr ganz so hell

Apple ist es gewohnt, mit dem MacBook so ziemlich allein auf weiter Flur zu sein, muss aber im dritten Quartal mehr Platz für andere Anbieter lassen. War die Mac Company in den vorangehenden drei Monaten noch mit sieben Geräten in den Top 10, sind es jetzt nur noch fünf. Platz 1 belegt mit 4.507 Klicks diesmal das silberne Apple MacBook Air mit 1,8 GHz und 13,3“-Display, auf Platz 2 ist wieder das MacBook Pro mit 15,4“-Display und 2,2 GHz schnellem Intel Core i7, der sich 4.231 Klicks sichern konnte. Auf Platz 3 ist wie in Q2/17 abermals Microsofts silbernes Surface Book mit 256 GB und Core i5 gelandet. Dann wird es richtig abwechslungsreich: Auf Platz 4 hat sich mit 3.708 Klicks diesmal HP mit dem HP ProBook G4 dazwischen gemogelt, auf Platz 6 Lenovo mit dem ThinkPad X1 Carbon mit 2,7 GHz schnellem Core i7-7500U und 14“-Display. Platz 9 und 10 hat sich wieder Microsoft gesichert: mit dem Surface Book Silber mit 512 GB und Core i7 (3.178 Klicks) und dem Surface Book Silber mit 256 GB und identischem Intel-Prozessor Core i7-6600U mit einer Taktrate von 2,6 GHz (3.070 Klicks). Die Plätze 5, 7 und 8 gingen wieder an Apple. Das MacBook Pro mit 2,9 GHz und 15,4“-Display und der Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel kam auf 3.666 Klicks, das MacBook Pro mit 2,3 GHz und 13,3“-Display auf 3.263 Klicks. Das MacBook Air mit 1,8 GHz und 13,3“-Display und der geringeren Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten brachte es auf 3.241 Klicks.

6. PC- und Komplettsysteme: Lassen wir sie rein?

Im zweiten Quartal hat Apple bei Komplettsystemen in der Händlergunst kaum Platz für andere Player gelassen. Das hat sich nun gewandelt. Auf Platz 1 thront mit 3.010 Klicks wie in Q2/17 wieder das Apple Mac mini – DTS mit 1 TB Speicher und 2,6 GHz schnellem Intel Core i5, doch dicht dahinter folgt gleich der Microtower HP ProDesk 400 4G mit 256 GB SSD und 3,4 GHz schnellem Core i5 (2.998 Klicks). Überraschungsaufsteiger ist der Apple iMac mit 3,4 GHz schnellem Core i5 und 27“ großem Retina 5K Display, das eine gigantische Auflösung von 5.120 x 2.880 Bildpunkten hat. War das Modell im zweiten Quartal noch auf Platz 246, ist es jetzt mit 2.474 Klicks auf Platz 3 gelandet. Platz 4 und 5 belegt ebenfalls Apple, zunächst mit dem Mac Mini – DTS – 1 x Core i5 2.8 GHz mit 512 GB großer SSD und 8 GB RAM (2.395 Klicks) und dann mit dem Komplettsystem Apple Mac mini mit 3,3 GHz schnellem Intel Core i5, 1 TB Flash-Speicher und pfeilschnellem WLAN gemäß 802.11ac (2.368 Klicks).

Dann wird es richtig spannend: Platz 7 hat sich mit 2.344 Klicks HP gesichert, Platz 8 Lenovo mit 2.129 Klicks. Der HP ProDesk 400 G3 bietet einen Core i5 mit 2,7 GHz, eine SSD mit 256 GB und 8 GB RAM. Der Lenovo V520-15IKL 10NK ist ein Tower-PC mit 3 GHz schnellem Core i5-7400, 8 GB RAM, einer 256 GB fassenden SSD und DVD-Brenner. Beide PC-Systeme kommen mit Windows 10 Pro in der 64-Bit-Version, aber ohne Monitor.

Die letzten beiden Plätze unter den Top 10 bei PC- und Komplettsystemen belegen mit 2.015 respektive 1.955 Klicks wieder zwei Apple-Modelle: der Mac mini mit 500-GB-Festplatte, 4 GB RAM und 1,4 GHz schnellem Core i5 (ohne Monitor) und der Apple iMac als All-in-On-Lösung mit Retina 4K Display, 1-TB-Festplatte, Core i5 3 GHz, 8 GB RAM, Bluetooth 4.2 und deutscher Tastatur.

7. Wearables: Apple greift nach den Sternen und schlägt sie wieder alle

Kam Garmin im zweiten Quartal immerhin noch auf Platz 13 bei den körpernahen Geräten, ließ Apple diesmal von Platz 1 bis 17 (mit 2.193 bis 2.631 Klicks) keinen anderen Anbieter auch nur ansatzweise heran. Da die neue Apple Watch Series 3 erst ganz neu auf dem Markt ist, hatte sie im dritten Quartal noch keinen Einfluss auf das Ranking, weshalb sich auch relativ wenig getan hat. Platz 1 und Platz 4 gingen an die Apple Watch Series 2 OLED mit 42 mm oder genauer 42,5 mm Bautiefe: Die Siegeruhr ist in Weltraumgrau Aluminium (MP062ZD/A) gehalten, die Viertplatzierte mit der Modellnummer MNNW2ZD/A in Silber Aluminium. Auf den Plätzen 2 und 3 sind die roségoldene Apple Watch Series 2 mit 38 mm (eigentlich 38,6 mm) Bautiefe und die 38-mm-Variante in Silber mit Retina Display und Force Touch. Die kleineren Modelle erfreuen sich gerade bei der weiblichen Zielgruppe großer Beliebtheit und konnten sich 2.329 und 2.316 Klicks sichern. Auf Platz 5 ist die Apple Watch Series 1 mit 42 mm, auf Platz 6 die Apple Watch Series 2 mit 38 mm Bautiefe, beide wie der Klassensieger ebenfalls in Weltraum- oder Space-Grau gehalten. Alle bisher genannten Modelle kommen mit Sportband, Wi-Fi und Bluetooth. Die Plätze 7 und 8 teilen sich zwei OEM-Produkte für Nike, die in Weltraum-grau Aluminium gehaltene  Apple Watch Nike+ Series 2 – 42 mm mit Retina Display, die 2.300 Klicks bekam, und die fast baugleiche Apple Watch Nike+ Series 2 ohne Retina Display. Den krönenden Abschluss unter den Top 10 bildet die Apple Watch Series 2 – 42 mm mit Milanaise-Armband in silberner Edelstahl-Ausführung.

Andere Produktkategorien in der Kürze

 

 

  • Mainboards:Im dritten Quartal hatte Asus mit sechs von zehn Spitzenplätzen immer noch die Nase vorn, aber anders als in den vorangegangenen Monaten ist die Reihenfolge sehr durchmischt. Dabei spiegelt das Ranking der ersten drei diesmal auch die Weltmarkt-Rangliste wider: Auf Platz 1 ist Asustek alias Asus mit 1.355 Klicks, auf Platz 2 Gigabyte mit 1.215 Klicks und auf Platz 3 ASRock mit 1.101 Klicks. Alle drei sind wie die meisten großen Auftragsfertiger und Komponentenhersteller aus Taiwan, produzieren aber heute vielfach kostengünstiger in China. ASRock ist übrigens ein Ableger und Tochterunternehmen von Asustek, womit das Unternehmen diesmal sogar siebenfach in den Top 10 vertreten ist.Nun aber zum Mainboard-Ranking im ITscope Marktbarometer Q3/17: Die Nr. 1 ist das Gaming-Board Asus Prime Z270-A mit dem Sockel LGA1151 für Intels Core-Prozessoren der 6., 7. und 8. Generation für die Skylake, Kaby Lake und Coffee Lake genannten neueren Intel-Mikroarchitekturen. Auf Platz 2 ist das Gigabyte GA-H110M-S2H 1.0 als Mikro-ATX-Board mit LGA1151 Socket, auf Platz 3 das ATX-Board ASRock H81 Pro BTC 2.0 mit Sockel LGA1150 für Intel-Core-Prozessoren auf Basis der Haswell- und Broadwell-Mikroarchitekturen. Auf Platz 4 und Platz 5 sind mit dem Asus M5A78L-M Plus/USB3 und dem Gigabyte GA-/270-HD3P auch zwei AMD-Boards mit Sockel AM3+ ganz vorn dabei. Weiter geht es mit dem Asus Prime X370-Pro AM4  ATX auf Platz 6 und dem Gigabyte GA-Z270-HD3P LGA1151 ATX, mit 930 Klicks auf Platz 7. Die nächsten drei Plätze nimmt wieder Asus ein, auf Platz 8 mit dem Asus Prime B350-Plus AM4 ATX, gefolgt von zwei Intel-Boards mit Sockel LGA1151.

 

  • Prozessoren:Bei den Prozessoren hat sich im Oktober 2017 mächtig etwas getan. Im August hat Intel endlich den Startschuss für Coffee Lake gegeben. Gemeint sind die Core i7-8700 CPUs. Nur leider waren die auch einen Monat später nur schwer lieferbar. Das hat AMD ausgenutzt und den Preis für die 8-Core-Prozessoren AMD Ryzen 7 1800X laut Heise von 430 auf 400 Euro gesenkt. Im Top 10 Ranking des dritten Quartals hat sich das aber noch nicht niedergeschlagen. AMDs 3,6-GHz-Prozessor Ryzen 7 1800X hat es übrigens in dem dritten Quartal nur auf Platz 13 geschafft. So hat Intel diesmal die ersten neun Plätze ganz allein abgeräumt und AMD mit dem 6-Kern-Prozessor AMD Ryzen 5 1600 mit 3,2 GHz (YD1600BBAEBOX) nur einen Trostpreis gelassen. Platz 1 und 2 teilen sich Intels Core-i7-7700K mit 4,2 GHz und Intel Core i7-7700 mit 3,6 GHz.

 

 

  • Drucker & Multifunktionsgeräte:Während im zweiten Quartal Canon mit drei Geräten an der Spitze war, hat sich nun HP mit dem HP LaserJet Pro MFP M277dw (3.682 Klicks) ganz nach vorn durchgeboxt. Auf Platz 2 und 3 ist wieder Canon mit den Tintenstrahldruckern Canon PIXMA MX925 und PIXMA iP7250. Auf Platz 4 folgt der monochrome Duplexdrucker HP LaserJet Pro M402dne, auf Platz 5 Canons Multifunktionsgerät PIXMA MG5750. Die nächsten vier Plätze hat sich wieder HP gesichert, Platz 10 Canon. Somit ist HP mit sechs zu vier Geräten Klassenbester unter den Top 10. Im zweiten Quartal waren die beiden Kontrahenten noch gleich auf im Ranking.3D-Drucker und -Scanner3D-Drucker gehören sicherlich nicht zu den Brot-und-Butter-Produkten der IT-Fachhändler. Das zeigt sich auch an den niedrigen Klickraten von maximal 288 für den XYZprinting da Vinci 2.0A Duo. Aber die sind nach den jüngsten Consumer- und Spielemessen leicht hochgegangen. Erfahrungsgemäß wird das Geschäft vor Weihnachten außerdem wieder etwas mehr anziehen. Interessant ist, dass der US-Hersteller MakerBot mit den Plätzen 2, 3 und 6 diesmal gleich dreimal in den Top 10 vertreten ist. Vorher war er es nur einmal. XYZprinting stellt wieder fünf der Top 10, Leapfrog und 3DSystems konnten jeweils nur noch ein statt zwei Geräte im Top-Ranking platzieren.Die 3D-Drucker für Consumer werden zu Preisen von ab etwa 150 Euro für DIY-Modelle immer günstiger. Sie nutzen als FDM- oder FFF-Geräte mit Schmelz- oder Tröpfchenschichtung alle sogenannte Filamente aus thermoplastischen Materialien. Um harte Materialien wie Keramik oder gar Stahl zu verarbeiten, sind sehr viel teurere Verfahren wie Binder Jetting (BJ), Laser Melting (Laserschmelzverfahren, LM), Lasersintern (LS) oder HPs neues Multi Jet Fusion (MJF) nötig, bei denen die Materialien jeweils im eigenen Pulverbett gehärtet werden. Für solche Maschinen werden allerdings meist sechs- bis siebenstellige Euro-Preise aufgerufen.SLM Solutions aus Lübeck und EOS aus Krailling bei München gehören übrigens zu den jeweils führenden Herstellern von Laserschmelz- und Lasersintermaschinen. Die Geige im Bild von EOS ist aus EOS Peek HP3 gefertigt. Es handelt sich dabei um einen Polyaryletherketon (PAEK) genannten Hochleistungskunststoff, der wegen der außergewöhnlichen mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie Anwendung findet.

 

Über das IT-Markt Barometer

ITscope verfügt – als immer dominanter genutzte Handelsplattform für den IT-Channel – über einen einzigartigen Markteinblick. Mittlerweile nutzen über 8.000 Fachhandelsunternehmen aus der Branche den Service von ITscope. Die Händler wickeln weite Teile ihrer Handelsprozesse, inklusive der Produktrecherche, Angebotserstellung und Einkauf, über ITscope.com ab.

Dem quartalsweise erscheinenden IT-Markt Barometer zugrunde liegt das Klickverhalten aller Nutzer auf die Produkte von über 290 gelisteten Distributoren. Die Experten von ITscope erstellen aus diesen Zahlen repräsentative Analysen und marktrelevante Prognosen. Seit Beginn 2015 werten die ITscope-Experten dieses Verhalten der Händlerschaft im ITK- Markt in übersichtlicher und anonymisierter Form aus. Die daraus entstehende Broschüre zeigt die Top-Produkte aus dem Gesamtmarkt – mittlerweile in sechsstelliger Größenordnung – sortiert in elf Produktgruppen, von Tablets bis Storage-Systemen. Seit dem zweiten Quartal 2015 werden zudem die besten Neueinsteiger aus allen Produktgruppen der letzten neun Monate in einer eigenen Tabelle gelistet.

Weitere exklusive Prognosen erhalten Redaktionen auf Anfragen. Weitere aktuelle Informationen finden Sie im Pressebereich unter www.itscope.com.

Die Produkt-Klick-Historie und weitere Statistiken sowie Produktbilder und -informationen sind zudem für registrierte Nutzer auf dem ITscope.com – Portal abrufbar.

______________________________________________________________________________________________________________________

Sie möchten mehr über ITscope erfahren oder in unseren Presseverteiler aufgenommen werden? Weitere Information hierzu finden Sie in unserem Pressebereich.

______________________________________________________________________________________________________________________

Pressemitteilung: helpIT & more GmbH baut auf MKS Goliath.NET und ITscope

helpIT & more GmbH baut auf MKS Goliath.NET und ITscope

Karlsruhe-Friedrichshafen, September 2017 – Die MKS Software Management AG und das IT-Handelsnetzwerk ITscope bauen ihre Partnerschaft kontinuierlich aus. Im Zentrum der Kooperation steht die Schnittstelle zwischen dem ERP-System MKS Golith.NET und der IT-Handelsplattform www.ITscope.com. Exemplarisch für die derzeit 60 Nutzer der Schnittstelle erklärt Thomas Hartmann, Mitgründer von helpIT & more, wie das Unternehmen die Schnittstelle einsetzt und welche Vorteile sich durch die Nutzung ergeben haben.

Über die helpIT & more GmbH

Der Managed Service Provider helpIT & more im österreichischen Klagenfurt bedient als IT- und TK-Systemhaus KMUs verschiedenster Branchen. Das Unternehmen arbeitete in der Vergangenheit mit vielen Insellösungen. Mit dem Umstieg auf das ERP-System MKS Goliath.NET der MKS AG in Friedrichshafen und der ITscope GmbH aus Karlsruhe als Mandantenlieferanten für BestBuy, wurden alle Prozesse im Unternehmen transparenter und die Abläufe effizienter.

Das Kundenspektrum des Systemhauses helpIT & more GmbH umfasst nahezu alle Branchen freiberuflich tätiger Unternehmer sowie kleiner und mittelständischer Firmen. Die sieben Mitarbeiter, Techniker und Verkäufer, des österreichischen Managed Service Provider sind vor allem im Bundesland Kärnten unterwegs. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erwirtschaftet das Unternehmen etwa 500 000 Euro. Der jährliche Umsatzzuwachs liegt bei rund zehn Prozent.

„Zu unseren etwa 800 Kunden, davon ungefähr 300 Stammkunden, gehören Steuerberater ebenso wie Speditionen, produzierendes Gewerbe oder auch eine kleine Privatklinik. Für sie sind wir Ansprechpartner für alle Bedürfnisse bei IT- und Kommunikationsthemen“,

erklärt Thomas Hartmann, der zusammen mit Jürgen Jank das 2004 gegründete Unternehmen führt. Zum Leistungsportfolio des Systemhauses gehören Beratung, Installation und Wartung sowie nahezu alle Aufgabe im IT- und TK-Umfeld. Außerdem gehören dazu verschiedene Warenwirtschaftssysteme, Securitylösungen, VoIP-Telefonanlagen, Zeiterfassungssysteme, Registrierkassen und ITK-Produkte ebenso wie Druck- und Kopierlösungen. Nach der Integration des ERP-Systems MKS Goliath.NET, mit Unterstützung durch die Artikelsuch- und Preisvergleichslösung von ITscope, plant die Geschäftsführung, die MKS-Lösung auch ihren Kunden anzubieten.

Herausforderung

Die vorhandenen und regelmäßig erweiterten Systeme bei helpIT & more waren im Laufe der Zeit dem Kundenzuwachs und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsportfolios nicht mehr gewachsen. Das Problem: Hoher Zeitaufwand durch viele, wenig produktive Insellösungen. Und: Bei einigen Produkten gab es keine Schnittstellen mehr. Folglich wurde nach einer wirtschaftlichen Lösung gesucht, um zum Beispiel Einkauf und Artikelpflege, Technikereinsatz und Zeiterfassung zu optimieren sowie den Servicebereich zu unterstützen. Außerdem sollte sie ausbaubar sein, um weitere Softwarelösungen per Schnittstellen integrieren zu können. „Als Managed Service Provider suchten wir nach einer Lösung, bei der wir unter anderem auch Tätigkeiten und Zeiten auf Verträge oder Aufträge buchen können, über eine Bankenschnittstelle zu der in Österreich üblichen Banking-Software „ELBA“ verfügen, und nicht zuletzt die Buchhaltung wieder im Haus machen können“, ergänzt Geschäftsführer Thomas Hartmann das Anforderungsprofil.

Das Systemhaus informierte sich 2016 über ERP-Lösungen verschiedener Anbieter. Doch die meisten Systeme, so Hartmann, waren entweder zu alt oder unvollständig. „Wir haben kein komplexes System vorgefunden, das alle notwendigen technischen und kaufmännischen Funktionen gleichermaßen abdeckt und über die aktuellen Standards verfügt. Bei MKS merkten wir gleich, dass die ihr Programm von der Pike auf neu programmiert hatten und damit eine vollumfängliche ERP-Lösung anbieten.“

Hartmann und Jank entschieden sich für MKS Goliath.NET. Zusätzlich entschieden sie sich für ITsope, deren Lösung speziell auch Systemhäusern die Möglichkeit bietet, einfach, übersichtlich und auf einem Blick alle Lieferanten vergleichen zu können. Zudem verfügt ITscope über anerkannt hohe Kompetenz als Entwickler von B2B-Handelsplattformen.

Die Umstellung von vielen Insellösungen zu dem ganzheitlichen MKS-System war für 2016/2017 geplant. Dauer: Etwa ein Monat. Ein straffer Zeitrahmen, wie Hartmann sagt, aber aufgrund der effizienten Zusammenarbeit mit dem Friedrichshafener und dem Karlsruher Unternehmen gut zu schaffen – obwohl die helpIT einige Besonderheiten im Anforderungskatalog hatte. So die Electronic Banking Funktion. Die in Deutschland übliche und im MKS Goliath.NET integrierte Schnittstelle zu Windata funktioniert bei den meisten österreichischen Banken nicht. Dort ist die Banking-Software Elba Standard. Also entwickelten HelpIT und MKS in Zusammenarbeit mit Windata eine Lösung, mit der die Daten von Elba an Windata und von dort an Goliath.NET übergeben werden können. „Das haben MKS und Windata eloquent und schnell gelöst“, betont Hartmann zufrieden.

Eine andere Herausforderung bestand darin, Artikelsuche und Preisvergleich in BestBuy von MKS Goliath.NET auch über ITscope in den Datenbestand zu übernehmen. Bis dahin musste jeder Artikel gesondert angelegt werden, was sehr viel Zeitaufwand bedeutete. ITscope, so Hartmann, bot für das Systemhaus die ideale Suchfunktion.

Ziel war es, ITscope als Metadatenlieferanten in BestBuy zu integrieren. Hartmann: „So liefere ich ITscope die Daten meiner Lieferanten, also Distributoren, und ITscope holt für mich die Preislisten bei den Lieferanten ab, inklusive der Lagerbestände und Verfügbarkeit. Zusätzlich erhalte ich die Preisentwicklung bei den Distributoren sowie Datenblätter, Bilder und Zubehördaten der Produkte sowie Marketingtexte. Diese Informationen gebe ich an Goliath.“ Außerdem sind auch die Listenpreise von Fremdanbietern, also nicht nur die der eigenen Distributoren in ITscope vorhanden. „Hat einer meiner Distributoren den Artikel nicht im Angebot, kann ich nach Rückfrage den Distributor zu meinen Lieferanten hinzufügen.“

Fazit

Trotz der Komplexität der Anforderungen war der Managed Service Provider helpIT & more in der Lage, planmäßig innerhalb eines Monats auf MKS Goliath.NET und ITscope umzustellen.

Als Vorteil zeigte sich, dass das Unternehmen zuvor das System testen konnte. Die Schulung fand über die Webinare der MKS AG statt, zusätzlich gab es noch direkte Beratungen durch die jeweiligen Spezialisten. „Auch wenn wir sicherlich noch die eine oder andere Schnittstelle in Zusammenarbeit mit MKS hinzufügen werden, haben wir jetzt eine Lösung installiert, die von allen, Technikern und Beratern gleichermaßen genutzt wird.“

Als Gewinn führt Hartmann vor allem eine deutlich effizientere und komplexere Abwicklung aller anfallenden Aufgaben an. Besonders wichtig ist, dass jetzt die Buchhaltung im Haus erfolgt. Gerade kleinere Unternehmen benötigen jederzeit Einblick und Zugriff auf alle Auftrags- und Abwicklungsprozesse. „Wir wissen und zeichnen jetzt Sachen auf, die wir früher nicht aufgezeichnet haben und auch nicht wussten. Der Überblick ist größer und die Genauigkeit besser geworden. Das ist ein absolutes Qualitätsmerkmal. Deshalb werden wir das ERP-System nicht nur selbst nutzen, sondern es auch unseren Kunden anbieten.“

 

Sie möchten mehr über die Partnerschaft von ITscope und MKS erfahren?
Für exklusive Interviews und Ihre redaktionellen Anfragen wenden Sie sich gerne an:

Sonja Repschläger, presse@ITscope.com, 0721/627376-0
Mikail Debreli, mikail.debreli@mks-ag.de, 07541/3851-0

Über ITscope:
Die Karlsruher ITscope GmbH betreibt seit über 15 Jahren mit der B2B Handelsplattform ITscope.com einen unabhängigen Marktplatz für die IT-Branche. Auf ITscope.com können alle im IT-/TK- und Elektronikbereich aktiven Unternehmen mit einer einfachen Registrierung zwei Millionen Produkte bei über 250 der wichtigsten deutschen und europäischen Lieferanten direkt bestellen.
Mit seiner leistungsfähigen API bietet ITscope.com darüber hinaus den Zugriff auf alle Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten und ermöglicht auch Drittsystemen wie Warenwirtschaften und Online-Shops einen automatisierten Bestellfluss zur Distribution.

ITscope vernetzt alle Teilnehmer – Hersteller, Grossisten, Systemhäuser und Fachhändler – und eröffnet so neue Geschäftspotentiale. Das enorme Leistungsspektrum, der einfache Einstieg und die flexible Nutzung per Web-Browser lassen die Mitgliederzahl stetig weiter wachsen – mittlerweile nehmen mehr als 8.000 registrierte Fachhandelsunternehmen aus der Branche an der Plattform teil.

Über MKS:
Die MKS Software Management AG wurde im Jahr 1999 mit Stammsitz in Friedrichshafen am Bodensee gegründet und betreut mit einem deutschlandweiten Partnersetzwerk mehr als 9.000 Anwender.

Das Kernprodukt ist das ERP-System MKS Goliath.NET. Die ganzheitliche Softwarelösung vereint wertvolle Technologien wie ERP, CRM und DMS in einer zentralen Plattform und geht weit über das Leistungsspektrum herkömmlicher ERP-Systeme hinaus. Mit der Systemhaus-Edition ist MKS unangefochtener Marktführer im Bereich der ERP-Lösungen für IT-Systemhäuser. Weitere Branchenlösungen für Produktion, Handel, Lebensmittelindustrie und Büromaschinenverleih ergänzen das Produktportfolio sinnvoll.

Pressemitteilung: helpIT & more GmbH baut auf MKS Goliath.NET und ITscope als PDF »

Pressemitteilung: helpIT & more GmbH baut auf MKS Goliath.NET und ITscope als .docx »

Bildmaterial »