ITscope stellt Erweiterungen seiner ERP-Schnittstellen vor

Automation von Datenflüssen ins ERP-System spart Systemhäusern Zeit und schafft Freiräume für besseren Service

Karlsruhe, den 13.05.2019 — Die Schnittstellen zwischen ITscope und den Branchen-ERP-Lösungen SITE, Systemhaus.One, weclapp und c-entron wurden um wichtige Funktionalitäten erweitert. Von der automatischen Übertragung von Produkt- und Auftragsdaten bis hin zur Bestellintegration sind zahlreiche Funktionen implementiert worden, mit denen Systemhäuser manuelle Prozesse einsparen und interne Abläufe optimieren können.

Der automatische Datenaustausch zwischen Warenwirtschaften und Drittsystemen ist ein mächtiger Hebel, mit dem sich zeitaufwändige Prozesse optimieren lassen. Immer mehr Anbieter von ERP-Systemen setzen daher auf die leistungsfähige ITscope-API, um die Stammdatenpflege und Bestellprozesse im schnelllebigen IT-Sektor zu automatisieren. Die Schnittstellen zu SITE, Systemhaus.One, weclapp und c-entron wurden nun jüngst weiter ausgebaut.

Übertragung der SAP-Bestellnummer in Systemhaus.One für reibungsloses Matching

Die neumeier AG hat den Datenaustausch zwischen Systemhaus.One und ITscope gleich auf mehreren Ebenen verbessert. So können nun einzelne Produkte und ganze Angebote mit nur einem Klick direkt aus ITscope in die Warenwirtschaft übertragen werden. Neue Artikel samt Stammdaten werden automatisch angelegt, sofern sie noch nicht im ERP existieren. Auch Angebots- bzw. Auftragsdaten wie Status, Stückmengen, Preise oder Artikelbeschreibungen werden automatisch von ITscope zu Systemhaus.One übermittelt.

Eine weitere, große Erleichterung für Nutzer von Systemhaus.One besteht darin, dass die SAP-Bestellnummer nun auch in ITscope verwendet und somit in beiden Systemen synchron geführt wird. Was vorher stets mit einem manuellen Abgleich verbunden war, funktioniert nun komplett automatisch. Zahlreiche Angebots- und Auftragsdaten wie z. B. Stückmengen, Artikelbeschreibungen und Seriennummern werden damit reibungslos von ITscope zu Systemhaus.One übermittelt.

Bestellanbindung, Angebots- und Produktanlage für weclapp-Nutzer

Auch die Marburger weclapp GmbH hat ihren Datenaustausch mit ITscope weiter optimiert. Ähnlich wie bei Systemhaus.One können nun auch weclapp-Nutzer Aufträge aus ITscope per Klick nach weclapp übertragen. Einzelne, noch nicht in der WaWi vorhandene Artikel werden automatisch in weclapp angelegt.

Zusätzlich lassen sich beliebige Artikel per Knopfdruck von ITscope in weclapp einspielen. Alle relevanten Stammdaten wie EK-Preise, Lieferanten, Artikelnummern und Zubehörreferenzen werden dabei automatisch an die Warenwirtschaft übermittelt und müssen fortan nicht mehr manuell erfasst werden.

Die größte Neuerung für weclapp-Nutzer dürfte jedoch in der Umsetzung der Bestellanbindung an ITscope bestehen. Hat der Kunde einen Auftrag erteilt, können hierfür ab sofort Warenkörbe in ITscope angelegt werden. Diese lassen sich anschließend über die ITscope-Plattform bei den jeweiligen Lieferanten bestellen. Zugehörige Bestelldaten und weiterführende Informationen wie Seriennummern, Tracking Codes & Co. werden danach automatisch nach weclapp zurückgeführt.

Übertragung von ITscope Live-Angeboten in c-entron.NET

c-entron hat die automatische Übertragung von ITscope Live-Angeboten in die Warenwirtschaft ebenfalls realisiert. Per Klick in ITscope werden alle relevanten Angebotsdaten wie Angebotsnummer, Status, Artikel, Stückzahlen und Preise automatisch an c-entron.NET übermittelt. Artikel, die noch nicht in der Warenwirtschaft vorhanden sind, werden dabei automatisch in c-entron erstellt. Auf diese Weise wird das System punktgenau angereichert ohne, dass der gesamte ITscope-Katalog eingespielt werden muss. Benjamin Mund, Geschäftsführer von ITscope, ergänzt: “Außerdem wird das ERP von reinen Preisanfragen entlastet. Nur Produktdaten zu aussichtsreichen Kundenanfragen, also konkreten Angeboten, werden auf diesem Wege in die Warenwirtschaft überführt.”

B2B Shop-Auftragsimport und Beschaffung zu Projektpreisen in SITE

Die ITscope-Schnittstelle zu SITE ist derweil die erste Anbindung an ITscope, die nun auch Bestellungen aus der ITscope B2B Suite vollautomatisch in die Warenwirtschaft überträgt. Diese werden beim Import direkt als VK-Auftrag angelegt. Fehlende Artikel können automatisch in SITE angelegt und Bezugsquellen im selben Schritt vorbelegt werden. Mit der ITscope B2B Suite können Kunden ihren gesamten IT-Bedarf direkt online und in einer persönlich auf sie zugeschnittenen Einkaufsumgebung beim Systemhaus bestellen — die Schnittstelle zu SITE sorgt dann für den automatischen Auftragsimport in die Warenwirtschaft.

Ausblick: Weitere Bestellanbindung und Integration von Projektpreisen

Um ihren Nutzern noch weiter unter die Arme zu greifen, bauen die Anbieter der Schnittstellen die Module auch in Zukunft aus. So soll es in c-entron in den nächsten Wochen möglich sein, Kundenbedarfe aus c-entron.NET direkt an ITscope zu übertragen und elektronisch zu bestellen. Auch soll der Dokumentenaustausch per EDI vorangetrieben werden. Für Systemhaus.One wird aktuell die Möglichkeit sondiert, Projektpreise und kundenspezifische Rahmenkonditionen aus ITscope ins ERP-System übermitteln zu lassen.

Weitere Informationen zur den jeweiligen Schnittstellen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier:
c-entron | SITE | Systemhaus.One | weclapp

Pressekontakt

Isabel Krohn
Ludwig-Erhard-Allee 20
76131 Karlsruhe
presse [at] itscope.com

Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Dies schließt ebenso den Beschaffungsprozess und die IT-Systeme der eigenen Businesskunden ein. So können für diese kundenindividuelle Einkaufswelten via ITscope ohne externes Shopsystem realisiert werden, inklusive elektronischer Weiterleitung der Bestellungen an die Distribution.

Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q1/2019

Pressemitteilung als .pdf
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF-Broschüre
Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Neuerscheinungen von Canon und Synology versprühen Frühlingsluft im Channel

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q1/2010

ITscope Marktbarometer Q1 2019

  • Händeringend gesucht: Hohe Nachfrage nach Smart Keyboard Folio für iPad Pro konnte nicht bedient werden
  • Turbostart: Schnelle Samsung-SSD 970 EVO Plus stürmt den Markt
  • Preis-Leistung überzeugt: Nachfrage nach Lenovo ThinkPad E490 steigt steil
  • Kurvig wird Kult: Macht das Dell UltraSharp U4919DW Mehrmonitor-Arbeitsplätze überflüssig?
  • Storage unlimited: Synology DiskStation DS1819+ mit 8 Slots liegt voll im Trend
  • Rasant: Xiaomi Mi Electric Scooter M365 rollt das Feld von hinten auf

 

Apple ist auch 2019 als Lieblingsmarke der ITK-Händler ins neue Jahr gestartet. Trotzdem kann sich der Hersteller in vielen Disziplinen nicht mehr unangefochten behaupten: Im Tablet-Segment hat sich längst Microsoft an die Spitze gesetzt während Lenovo und HP fast alleine das Laptop-Feld beackern. Die Top-Player bei den TFTs sind derweil nicht mehr Samsung und LG, sondern HP und Dell. Interessante Shootingstars finden sich aber auch im Bereich Komponenten…

Karlsruhe, den 17.04.2019 – Die globalen Stars am Hardwaremarkt scheinen weiterhin hell: Gerade in Produktsegmenten mit längeren Lebenszyklen sind ausdauernde Kämpfer bei der Titelverteidigung zu beobachten. Doch wer mischt den Markt von hinten auf? Das neue ITscope Marktbarometer analysiert das Produktinteresse der Fachhändler rückblickend auf das 1. Quartal und befasst sich dieses Mal intensiv mit den Neueinsteigern aus 11 Produktkategorien. Einige von ihnen, wie z. B. Samsungs neue 970 EVO Plus, dürften in eine rosige Zukunft blicken.

Zahlreiche Neueinsteiger mit 6 Apple-Produkten – und manchen Überraschungen

Apple-Tastatur mit großen Lieferschwierigkeiten

Apple ist gleich sechsmal unter den Highflyern vertreten und mit zwei Produkten sogar ganz vorne dabei. Der Top-Neueinsteiger, das Smart Keyboard Folio für das iPad Pro mit 12,9 Zoll, wird so stark nachgefragt, dass Apple vor handfesten Lieferschwierigkeiten steht. Selbst beim Online-Versandriesen Amazon war das Keyboard bis Quartalsende mit einer Lieferzeit von zwei bis drei Wochen gelistet. Kein Wunder also, dass der Artikel alleine im letzten Quartal 2.982 Mal aufgerufen wurde. Hier zeigt sich auch, dass das Produkt speziell in der B2B-Nutzerschaft stark gefragt ist.

Die gute Nachricht ist: Seit der zweiten Aprilwoche füllen sich die Lager zaghaft. Vom Ende der Lieferschwierigkeiten kann man allerdings noch lange nicht sprechen. Die Jagd auf das Keyboard dürfte also weitergehen. Im Ranking liegt die Tastatur also sogar noch vor dem eigentlichen Tablet, dem silbergrauen Apple iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display und 256 GB Speicher. Das brachte es „nur“ auf 1.751 Klicks – und trotzdem auf Platz 2 in der Händlergunst.

Samsung neue 970 EVO Plus

An dritter Stelle folgt mit 1.444 Klicks die Samsung-SSD 970 EVO Plus mit 500 GB Speichervolumen. Wie das Heise-Magazin c‘t schreibt, macht das Plus gegenüber der bisherigen Pro-Variante tatsächlich einen Unterschied: Dank eines verbesserten Phoenix-Controllers und einem großzügigen SLC (Single-Level Cell)- Cache bietet die neue SSD deutliche Performancesteigerungen, die vor allem bei Schnellzugriffen bemerkbar werden. Die Tester von c’t haben hier sogar fast 3,5 Gbit/s gemessen und denken, dass die Pro-Variante bald zum alten Eisen gehören könnte, wenn die Preise dafür sinken. Das ist bereits geschehen, denn mittlerweile liegt der VK bei nur noch etwa 130 Euro. Die Nachfrage ist groß, entsprechend auch die Freude bei den Distributoren und Händlern.

Intel Core i5-9400F

Unter den CPU-Neueinsteigern ist der Intel Core i5-9400F mit 2,9 GHz und 9 MB Cache ganz vorne mit dabei. Dafür gab es 1.081 Klicks und Platz 4 in der Händlergunst. Das liegt wohl auch an der Preisentwickelung. Seit Verkaufsstart Mitte Januar 2019 ist der HEK binnen zehn Wochen von rund 171 auf 131 Euro kräftig gesunken. Dabei scheint es weder die Händler noch die Kunden oder Systemintegratoren zu stören, dass bei dem Prozessor keine Grafik an Bord ist. Der Ärger um die anfangs schlechte Verfügbarkeit der 14nm-CPUs scheint auch schnell verflogen zu sein.

Lenovo ThinkPad E590

Auf Platz 5 der Highflyer hat sich mit 851 Klicks das Lenovo ThinkPad E590 mit 15,6-Zoll-Display, dem 1,6 GHz schnellen Intel Core i5 und 256 GB SSD gesetzt. So wie beim Vorgänger, dem E580, bleibt der chinesische Hersteller der eigenen Office-Linie treu, KMU und Selbständigen viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld zu bieten. Der HEK hat sich nach gewissen lieferbedingten Engpässen und einem kleinen Hoch Ende Februar wieder auf etwa 625 Euro eingependelt und ist Anfang April dann auf etwa 570 Euro kräftig gefallen. Notebook und Mobiles hat den neuen E590 als „Einsteiger-Referenz“-Modell bezeichnet. Allerdings war da zum Endkundenpreis von 638 Euro für die Variante mit 256 GB SSD noch ein Core i3-8145U an Bord. Interessant ist das ThinkPad auf jeden Fall, zumal sich das Display mit der Full-HD-Auflösung komplett „flachlegen“ lässt, was insbesondere beim Mitschreiben in Meetings von erheblichem Vorteil sein kann.

Curved Ultrawide-Display von Dell

Das Curved-Format hat sich bei Fernsehern zwar als ziemlicher Flopp erwiesen, ist aber am Arbeitsplatz durchaus interessant geworden, besonders wenn der Monitor so langgestreckt daherkommt wie der Dell UltraSharp U4919DW auf Platz 6. Die auch als 2K UHD bezeichnete Bildauflösung von 5.120 x 1.440 Pixel bei einer Diagonale von 49 Zoll und einem Seitenverhältnis von 32:9 ist mehr als ungewöhnlich. Sie hat aber den Vorteil, dass sich für Arbeiten mit vielen Tabellen oder für Börsenplätze ein zweiter oder dritter Monitor erübrigt. Das neue Modell von Dell ist somit ein vollwertiger Ersatz für zwei 27‘‘ Monitore. Im vierten Quartal noch nicht unter den Top 15, hat das gebogene Ultrawide-Display schnell die Händlerherzen erobert. Bei Straßenpreisen, die wie Kampfansagen anmuten – Amazon verkauft das Display für umgerechnet 930 Euro – dürften sich viele Händler nach margenfreundlichen Angeboten in der Distribution umgesehen haben: 708 Klicks gab es für Dells Curved Display.

Windows Remote Desktop Services 2019

Rang 7 der Neulinge belegt das mehrsprachige 5-Benutzer-CAL-Paket von Microsoft Windows Remote Desktop Services 2019. Im letzten Quartal hatte bereits das Windows Server 2019 Standard als Einzelplatzlizenz den Sprung in die Newcomer-Charts geschafft, dabei war das Paket damals erst etwa einen Monat alt. Über die angebotene Downgrade-Option ist auch eine Verwendung mit Windows Server 16 möglich. Die Remote-Desktopdienste ermöglichen den Fernzugriff auf sitzungsbasierte Desktops oder Anwendungen im Rechenzentrum innerhalb eines Unternehmensnetzwerks oder über das Internet. Dazu ist allerdings für jeden Nutzer eine Kundenzugangslizenz (CAL) nötig. Dank Downgrade-Option ist auch die Verwendung mit Windows Server 2016 möglich.

MSI-Grafikkarte GTX 1660 Ti Gaming X 6G

Den achten Platz der Highflyer hat sich die MSI GTX 1660 Ti Gaming X 6G geschnappt. In der Liga der GeForce GTX 1660 kann sie die Spezifikationen als eine der wenigen Boards voll ausreizen. Die Grafikkarte richtet sich mit einem HEK von rund 270 Euro dabei vor allem an preisbewusste Computerspieler. Wie bei vielen Produkten in diesen Preisregionen tun sich hier nicht klein zu redende Herausforderung bei der Ausgestaltungen des VKs auf. Daher suchen die Händler vielfach nach alternativen Bezugsquellen. Bei den Benchmarks liegt sie laut PC Games Hardware recht gut im Rennen, auch wenn es natürlich immer noch einen Tick schneller geht. Das Fazit der Tester sieht kleine Schwächen bei den Textur- und Schattendetails, lobt aber die sprichwörtliche „Ruhe im Karton“, weil die GeForce GTX 1660 TI recht leise solide Leistung verspricht und zudem überdurchschnittlich effizient ist.

Sony PlayStation 4 Pro

Die schwarze Sony PlayStation 4 Pro mit 1 TB Speicherplatz belegt Platz 9 der Einsteiger. Nach langer Zeit kam im Oktober 2018 also endlich mal wieder ein Upgrade der PS4 auf den Markt. Der Hersteller wirbt mit atemberaubend detaillierter Grafik dank dynamischem 4K und verspricht ein noch authentischeres Spiel- und Entertainmenterlebnis. „Hauttöne wirken wärmer, Materialien erhalten eine realistische Struktur und Umgebungen erwachen wie nie zuvor zum Leben.“ beschreibt Sony die Vorzüge seines aktuelles Produktes. Auf einem HDR-Fernseher würden PS4-Spiele in unglaublich lebendigen und realistischen Farben wiedergegeben und noch authentischer wirkende Abenteuer bieten. Das Versprechen ist groß. Auffallend ist jedoch, dass die bekannten Broadliner die Konsole nicht anbieten. Wer sie beziehen möchte, wir jedoch bei einigen Distributoren aus dem Telekommunikationssektor fündig – und erhält das Produkt zu durchaus attraktiven Einkaufspreisen ab ca. 330 Euro.

Synology DiskStation DS1819+

Auf Platz 10 der Neueinsteiger ist mit der Synology DiskStation DS1819+ nun ein Storage-System. Der neue NAS-Server bietet Platz für satte acht Festplatten. Das bedeutet: üppige Speicherkapazitäten und flexible, nachträgliche Erweiterbarkeit. Ein Unterschied zur anderthalb Jahre alten 1817+ ist, dass man nun eine SSD vom Typ NVMe (Express) statt vom Typ SATA als Cache einbauen kann, was sich positiv in der Performance bemerkbar machen kann. Mehr herausholen lässt sich auch, wenn man auf 10 GbE aufrüstet oder vier LAN-Ports bündelt. NAS Compares spricht hier von 50 Prozent schnellerer Schreibgeschwindigkeit.

Samsung Galaxy S10 – ein echter Herausforderer

Das Samsung Galaxy S10 auf Platz 11 der Neueinsteiger hat von Anfang an besser reüssiert als das unglückliche S9. Wie die März-Zahlen zeigen, hat das neue Smartphone auch das Zeug auf Augenhöhe mit dem iPhone Xs im Laufe der nächsten Monate einen der ersten zehn Plätze zu ergattern. Aber das hängt natürlich davon ab, ob das derzeitige Hoch nur ein Anfangs-Hype oder dauerhaft ist.

Apple Smart Folio

Auf Platz 12 der Highflyer folgt wieder ein Zubehör für das Apple iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display. Anders als die Tastatur auf dem Siegertreppchen ist die Apple Smart Folio genannte Flip-Hülle in Charcoal Grey (anthrazitfarben) in ausreichender Stückzahl vorhanden und sofort lieferbar. Hier bestätigt sich auch die Beobachtung, dass das iPad Pro vorwiegend von Businesskunden verwendet wird, die deutlich häufiger Tastaturen als ‚gewöhnliche‘ Cover andocken möchten. Apple sollte sich diesen Umstand also vermerken und Produktionsmengen für Nachfolgemodelle entsprechend anpassen.

Der neue AVM Fritz! Repeater 3000

Die nächsten zwei Produkte sind ein DDR4-Speicherriegel von Samsung und der HP-Server ProLiant DL20 Gen10. Aber interessant wird es wieder mit dem 11ac- oder Wi-Fi-5-fähigen AVM Fritz! Repeater 3000. Es handelt sich dabei um AVMs schnellsten und ersten Router mit Triband-Technik. Die drei WLAN-Frequenzen mit einem 5-GHz-Modul für die Kommunikation zum Router und einem für die Verbindung mit Endgeräten, bringen viel Tempo und machen den Repeater auch für den Aufbau großer Mesh-Netze interessant. Auf dem Extra-Band bringt der Repeater theoretisch bis zu 1.733 Mbit/s, die anderen beiden Frequenzen bieten laut Computerbild Übertragungsraten von bis zu 866 und 400 Mbit/s.  Den Händlern scheint es zu gefallen, denn so schnell wie das Gerät selbst ist es auch in den ITscope Charts aufgestiegen.

DJI Osmo Pocket Camera 4K

Auf Platz 16 folgt die DJI Osmo Pocket Camera 4K, die zunächst unscheinbar wirkt, es aber in sich hat. Der 3-Achsen-Motor-Stabilisator sorgt auch bei vielen schnellen Bewegungen für ruckelfreie Bilder aus der freien Hand. Da es sich noch um ein sehr junges Produkt handelt, ist es in der Distribution trotz großer Nachfrage von Händlerseite immer noch etwas rar gesät. Aber das kann sich ja ändern.

Canon PIXMA TS705 – ein würdiger IP7250-Nachfolger

Überspringen wir nun die nächsten Neueinsteiger, denn so richtig interessant wird es wieder auf den Positionen 22 und 24. Da ist zunächst der Tintenstrahldrucker Canon PIXMA TS705, der nach sage und schreibe sechs Jahren die Nachfolge des Dauerbrenners PIXMA IP7250 angetreten hat. Für einen HEK von 56 Euro und einen VK von rund 75 Euro gibt es kaum einen günstigeren Printer, der sich auch für den Fotodruck eignet. Hinzu kommen Duplex-Druck, Bluetooth und WLAN oder Wi-Fi n. Wird das neue Produkt dem Erwartungsdruck standhalten, der aufgrund seines erfolgreichen Vorgängers auf ihm lastet? Die Statistik sagt: Es sieht ganz danach aus.

Xiaomi Mi Electric Scooter M365

Auf Platz 24 folgt ein ITK-untypisches Produkt, das sich aber jetzt schon zu einem Händlerliebling gemausert hat. Gemeint ist der schwarze Xiaomi Mi Electric Scooter M365, der es bei einem Gewicht von nur 10 kg auf 25 km/h und eine Reichweite von 30 km in der Spitze bringt. Dabei ist der flinke China-Roller mit VK 399,99 Euro oder einem HEK von unter 300 Euro auch noch günstiger als der neue Segway. Einziger Haken ist die Frage, wie es mit der Straßenzulassung aussieht und ob ein Mofa-Kennzeichen erforderlich ist. Das deutsche Bundeskabinett hat Anfang April 2019 gerade der von Verkehrsminister Andreas Scheuer eingebrachten Verordnung für E-Scooter zugestimmt. Allerdings betrifft die neue Regelung laut Süddeutsche Zeitung nur „Elektrokleinstfahrzeuge“, die zwischen 6 km/h und 20 km/h fahren können. Der Xiaomi Mi M365 müsste dann per Software gedrosselt werden, wie China-Gadget suggeriert. Es bleibt also spannend, wie sich die juristische Frage entwickelt und wie Xiaomi seinerseits softwareseitig reagiert. Wer sich an den bestehenden Ungewissheiten nicht stört, der könnte daher durchaus mit einem Kauf des E-Scooters auf das richtige Pferd setzen.

Apple iMac mit 5K-Retina-Display

Auf Platz 30 findet sich als letzter hier genannter Newcomer Apples neuer All-in-One-Rechner iMac mit 5K-Retina-Display, einem 3 GHz schnellen Intel Core i5, 8 GB RAM und einem Hybrid-Laufwerk mit 1 TB Speichervolumen. 5K steht übrigens hier für eine Bildauflösung von 5.120 x 2.880 Pixel. Außerdem versteht sich der neue iMac auf WLAN gemäß IEEE 802.11ac (Wi-Fi 5) und Bluetooth 4.0. Das Gerät ist gerade erst seit 20. März 2019 gelistet, scheint aber Potenzial zu haben, bald unter den Top 10 zu sein.

 

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Isabel Krohn
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Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Dies schließt ebenso den Beschaffungsprozess und die IT-Systeme der eigenen Businesskunden ein. So können für diese kundenindividuelle Einkaufswelten via ITscope ohne externes Shopsystem realisiert werden, inklusive elektronischer Weiterleitung der Bestellungen an die Distribution.

Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

Interview: Digitale Verzahnung von Vertrieb & Einkauf sichert Systemhäusern Wettbewerbsvorteile

Mit der ITscope B2B Suite hat die Karlsruher ITscope GmbH ein integratives, digitales Tool für Vertrieb und Einkauf bei Systemhäusern entwickelt. Im Interview erläutert ITscope-Mitgründer und Geschäftsführer Benjamin Mund die Herausforderungen des B2B-Vertriebs und wie diese durch Automation und Integration gelöst werden können.

Frage: Sie haben sich mit Ihrer neuen Lösung den speziellen Herausforderungen von Systemhäusern mit B2B-Fokus angenommen. Wie kam es dazu?

Mund: Wir entwickeln seit 15 Jahren digitale Lösungen für den Channel und stehen in einem sehr aktiven Austauschverhältnis mit unseren Kunden. Dabei haben wir beobachtet, dass sich der Vertrieb bei Systemhäusern sehr häufig mit unverhältnismäßig vielen Inbound-Angelegenheiten aufhält. Er benötigt aber vor allem das Outbound-Geschäft, um zu wachsen. Auch sind Folgeabläufe zu einer Bestellung oft mit manueller Arbeit verknüpft, die unnötig Ressourcen schluckt. Einige unserer bestehenden Kunden sind mit genau diesen Problemen zu uns gekommen. Also haben wir kollaborativ ein digitales Verkaufswerkzeug entwickelt, das Systemhäusern einen deutlich effizienteren Vertrieb ermöglicht und die Brücke zur anschließenden Beschaffung digital schlägt.

Frage: Mit der ITscope B2B Suite lassen sich individuelle Kundenshops aufsetzen. Shoplösungen gibt es einige — haben diese etwa ein Problem?

Mund: Gängige Shopsysteme sind meist rein auf die Anforderungen von B2C-Kundschaft ausgelegt und nicht auf die Besonderheiten des B2B-Vertriebs vorbereitet. Die Einbeziehung mehrerer Lieferanten oder individuelle Anforderungen hinsichtlich Compliance oder gar die technische Integration der Kunden sind hier nicht vorgesehen. Außerdem sind Shopsysteme meist mit hohen Implementierungskosten, technischem Spezialwissen und Wartungsarbeiten verbunden. Die Realisierung solcher Projekte kann da schon mal einen fünfstelligen Betrag verschlingen, der fällig ist noch bevor das System überhaupt eingesetzt werden kann.

Frage: Was genau macht ein normales Shopsystem so teuer?

Mund: Abgesehen von Anschaffungs- bzw. Mietkosten benötigt man entweder Softwareentwickler und mindestens einen Systemadministrator — oder alternativ einen Dienstleister, der das entsprechende Know-How mitbringt. Wenn Sie dann je nach Kundengruppen oder Projekt unterschiedliche Shops betreiben möchten, sind Sie schnell bei einem hohen fünfstelligen Betrag. Und dann wollen die Systeme natürlich auch gewartet und gemanagt werden. Produktcontent von Contentanbietern ist oftmals nicht inkludiert, das schlägt auch nochmal zu Buche. All diese Faktoren machen das Ganze auf lange Sicht sehr kostenintensiv.

Frage: Inwiefern hebt sich Ihre neue Lösung von den gängigen Shopsystemen ab?

Mund: Die ITscope B2B Suite ist weitaus mehr als nur ein Shopsystem. Neben der freien Konfigurierbarkeit der B2B Shops je Kunde ist das Beschaffungsbackend von ITscope direkt angeschlossen. Kundenbestellungen über einen ITscope B2B Shop werden automatisch an die Distribution weitergeleitet. Systemhäuser brauchen also nur noch ein einziges Werkzeug, um Vertrieb und Beschaffung digital abzuwickeln. Auch hier unterscheiden wir uns maßgeblich von bestehenden Systemen: Die ITscope B2B Shops sind multilieferantenfähig. D. h., Sie können bis zu 370 ITK-Lieferanten zur Beschaffung heranziehen. Preise und Lagerbestände der ausgewählten Distributoren werden in Echtzeit in den B2B Shops angezeigt und die Bestellungen direkt durchgeroutet. Viele Distributoren sind auch bereits per EDI angebunden. Wenn Sie also die Dropshipment-Funktion verwenden können Sie Ihre Kunden beliefern ohne jemals selbst in die Bestellung eingegriffen zu haben.

Frage: Aber dafür wird doch sicherlich auch ein Softwareentwickler benötigt.

Mund: Nein. Sie können quasi alles, was Sie konfigurieren möchten, per Klick festlegen. Angefangen beim Logo und Farbschema über die Auswahl von Produkten und Lieferanten bis hin zu individuellen Margenregeln: Man braucht kein technisches Know-How, um einen Kundenshop aufzusetzen. Deshalb sehen wir unsere Lösung auch als Vertriebswerkzeug an: ein Werkzeug für Vertriebler. Alle Konfigurationen können jederzeit geändert werden und sind dann auch direkt im Kundenshop live.

Abb 1.: Das Backend der ITscope B2B Suite ermöglicht die Konfiguration von Kundenshops per Klick.

Frage: Und der Kunde? Wie sieht seine Einkaufsumgebung aus?

Mund: Der Kunde erhält eine professionelle, übersichtliche Einkaufsansicht, die die von Ihnen vorgegebenen Artikel und Lieferanten darstellt. Ausführliches Bildmaterial, Datenblätter und passendes Zubehör sind bereits integriert. Außerdem kann man dem Kunden die verfügbaren Lieferanten auch bspw. pseudonymisiert anzeigen. Der Kunde hat dann die Wahl, ob ihm eine hohe Stückzahl, schnelle Lieferung oder ein niedrigerer Preis lieber ist. Das spart jede Menge Zeit und Rückfragen!.

Abbildung 2: Kunden der ITscope B2B Suite sehen vordefinierte Kataloge mitsamt allen relevanten Informationen zu Preis, Verfügbarkeit, Lieferanten, technischen Daten und mehr.

Frage: Wie bekomme ich als Systemhaus die ganzen Bestelldaten dahin, wo ich sie benötige — nämlich in meine WaWi?

Mund: Ganz einfach über unsere offene API im OpenTrans-Format. Ob Bestell-, Auftrags- oder Produktdaten: Sie können alle Daten automatisch übertragen lassen. Außerdem sind vorgefertigte Schnittstellen zu einer Vielzahl an Branchen-ERPs verfügbar, z. B. zu SITE, c-entron oder weclapp. Ziel ist es, die Übertragung der Bestelldaten aus den B2B Shops in Zukunft ebenfalls sukzessive zu implementieren.

Frage: Viele Unternehmen, insbesondere die größeren, haben eigene eProcurement-Systeme, über die sie die Beschaffung des eigenen Bedarfs abwickeln möchten. Inwiefern lassen sich Kunden technisch in den Bestellvorgang integrieren?

Mund: Solche Systeme verfügen in der Regel über einen sog. “PunchOut”-Mechanismus. Via Punchout kann der Anwender vom Procurement-System aus in den Shop springen, Produkte und Lieferanten zusammenstellen und den so erstellten Warenkorb ganz einfach wieder ins eigene System übernehmen. Dort erfolgt dann die interne Freigabe und danach dann die Bestellung beim Systemhaus.

Frage: Muß das Systemhaus dann auch eine Schnittstelle zum Procurementsystem vorhalten?

Mund: Nein, da die Bestellung in jedem Fall wieder über ITscope läuft und von dort im Standardformat zum Systemhaus übermittelt wird. Das Systemhaus braucht also nur noch ein Format und eine Anbindung. Über diese laufen dann sowohl die Bestellungen zur Distribution als auch die Kundenaufträge. Einfacher geht’s kaum.

Frage: Von der ersten Idee bis hin zur marktfertigen B2B Suite ist gerade mal ein halbes Jahr vergangen. Wie konnten Sie eine derart umfangreiche Lösung so schnell entwickeln?

Mund: Wir sind seit 15 Jahren am Markt und haben uns von Anfang an zum Ziel gesetzt, die Handelsabläufe im Channel durch Automation zu vereinfachen. Für die Vernetzung von Systemen und die Optimierung von Datenflüssen haben wir daher in den letzten Jahren bereits viel Vorarbeit geleistet. So können wir z. B. auch auf 40 bereits fertige EDI Anbindungen zur Distribution aufsetzen, weitere zehn folgen in Kürze. Die ITscope B2B Suite baut auf diese Infrastruktur auf und stellt unser großes Distributornetzwerk von über 370 Lieferanten und 3 Millionen ITK-Artikeln den Systemhäusern zur Verfügung, damit diese für die heutigen —  und künftigen! — Herausforderungen gut gerüstet sind.

Frage: Was müssen Interessenten tun, um das neue Produkt bei sich einzusetzen?

Mund: Unternehmen mit Systemhausgeschäft können sich direkt an unseren Vertrieb wenden und bei weiteren Fragen gerne auch an mich. Da die ITscope B2B Suite ein Cloudservice mit monatlicher Zahlung ist gehen sie hier auch kein finanzielles Risiko ein. Während der Testphase erhalten Kunden ein individuelles Onboarding und können den Funktionsumfang zu diesem Zeitpunkt auch noch maßgeblich mitgestalten. Wir freuen uns über jeden Kunden, der mit unserer B2B Suite einen Durchbruch für seinen Vertrieb erzielen kann.

Auch interessant: Pressemitteilung „Neue Alternative zu Shopsystemen: ITscope stellt digitale Vertriebslösung für Systemhäuser vor“ »

 

Über ITscope

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Dies schließt ebenso den Beschaffungsprozess und die IT Systeme der eigenen Businesskunden ein. So können für diese kundenindividuelle Einkaufswelten via ITscope ohne externes Shopsystem realisiert werden, inklusive elektronischer Weiterleitung der Bestellungen an die Distribution.

Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

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Isabel Krohn
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Neue Alternative zu Shopsystemen: ITscope stellt digitale Vertriebslösung für Systemhäuser vor

Kein Aprilscherz — Die ITK-Handelsplattform ITscope stellt heute ihre neue Vertriebslösung für Systemhäuser vor. Mit der ITscope B2B Suite können IT-Dienstleister ab sofort individuelle Shops für ihre B2B-Kunden erstellen und die Bestellungen automatisch an die Distribution weiterleiten lassen. Alle relevanten Produkt- und Bestelldaten lassen sich mit der neuen Lösung sowohl ins eigene ERP-System, als auch in die eProcurement-Systeme der Kunden automatisch überführen.

Karlsruhe, den 1. April 2019: Systemhäuser sind für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mittlerweile ein unerlässlicher Partner, wenn es um das Vollziehen des digitalen Wandels im eigenen Unternehmen geht. In vielen Bereichen fehlt es jedoch den IT-Dienstleistern selbst an effizienten, digitalen Werkzeugen, um diese Transformation zu realisieren.

Um dem Wunsch der Kunden entgegenzukommen, die Beschaffung der eigenen IT digital abzuwickeln, setzen einige Systemhäuser daher auf unterschiedliche Shopsysteme am Markt. Diese sind in der Regel nicht nur teuer und wartungsintensiv — sie arbeiten auch häufig nicht oder nur ungenügend mit anderen Systemen wie dem eingesetzten ERP-System zusammen. Zudem können solche Systeme das automatische Bestellrouting bei mehr als einem Lieferanten bislang nicht abbilden.

Die Karlsruher ITscope GmbH hat seine Plattform nun um eine digitale Vertriebslösung erweitert, die das Dilemma der IT-Dienstleister auflösen soll: Mit der ITscope B2B Suite ist es Systemhäusern ab sofort möglich, die Angebote von bis zu 370 Lieferanten über ein zentrales System an ihre B2B-Kunden zu vertreiben.

Multikunden- und multilieferantenfähig: Digitales Vertriebswerkzeug speziell für das B2B-Geschäft

Mit der ITscope B2B Suite lassen sich in wenigen Minuten und ohne technisches Know-How individuelle Einkaufswelten je Kunde erstellen. Dabei stehen dem Vertriebsmitarbeiter im Systemhaus mehr als 3 Millionen ITK-Artikel von über 370 Lieferanten zur Verfügung, aus denen er kundenspezifische Portfolios zusammenstellen kann. Benjamin Mund, Mitbegründer und Geschäftsführer von ITscope, erläutert:

“Sortimente lassen sich über unser neues Tool einfach und flexibel per Klick zusammenstellen. Da muss niemand aus der IT komplizierte Setups vornehmen. Jeder Vertriebsmitarbeiter kann individuell für seinen Kunden oder Kundengruppen einstellen, welche Produkte im Sortiment sein sollen und von welchen Lieferanten diese bezogen werden. Typische Business Setups wie ‘Monitore von Dell, PCs von Fujitsu und Drucker von HP etc.’ können so ganz einfach nachgebildet werden.”

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Benjamin Mund »

Auch eigene Produktlisten können in das Sortiment integriert werden. Eigene Serviceleistungen und Produktvarianten, wie z. B. individuell maßgeschneiderte PC-Systeme oder Bundles, lassen sich ebenso einspielen wie individuell vergebene Festpreise. Zudem lassen sich Margenregeln sowie Domain, Logo und Design individuell je Kunde definieren. Gerade Unternehmen aus dem Enterprise-Sektor legten großen Wert auf ein konsistentes Markenerlebnis, auch bei den eigenen Mitarbeitern, so Mund.

Umfangreiche Contents & PunchOut unterstützen effizienten Online-Verkauf

Ziel des neuen Tools von ITscope ist es, den Kunden von Systemhäusern eine intuitiv zu bedienende Beschaffungswelt zu ermöglichen, die den Einkaufskomfort von etablierten B2C-Lösungen bietet und gleichzeitig wichtige Bedürfnisse von B2B-Kunden abdeckt. So beinhaltet die Lösung neben umfangreichem Bildmaterial, Herstellerdatenblättern und detaillierte Produktinformationen mit Referenzen auf Zubehörartikel auch eine Anbindung von externen eProcurement-Systemen auf Kundenseite per PunchOut-Mechanismus. Einkäufer können Bestellungen beim Systemhaus daher wahlweise in ihrem individuellen Beschaffungsportal oder über die Oberfläche ihres Procurement-Systems tätigen.

Nahtloses Routing von Kundenbestellungen direkt an die Distribution

Der Bedarf des Kunden wird nach der Bestellung automatisch an die Distribution weitergeleitet. Je Kunde oder Kundengruppe kann vorab auch eine manuelle Prüfung erfolgen. Für Systemhäuser ist dies ein wichtiger Schritt zur Minimierung manueller Aufwände: Statt Bestellungen selbst entgegen zu nehmen und sie dann abermals an die Grossisten weiterzuleiten, muss das Systemhaus hier nicht aktiv werden. Eine solche Automation ist zwar durchaus auch bei dedizierten B2B-Shopsystemen einiger Distributoren zu finden, jedoch ist der Kunde dabei an den jeweiligen Lieferanten gebunden. Erdal Batu, Geschäftsführer der MACSYSTEMS GmbH aus Bielefeld, ist einer der Pilotkunden der neuen ITscope B2B Suite und führt diese Problematik aus:

“Bei MACSYSTEMS erhalten wir jeden Tag eine Vielzahl an Kundenbestellungen. Um diese schnell und effektiv abwickeln zu können setzen wir auf größtmögliche Automation aller Order-Prozesse. Deshalb unterhalten wir B2B Shops für unsere Kunden bei verschiedenen Distributoren. Die Integration ist an sich ganz gut, doch es ist denkbar ungünstig für unsere Kunden, sich in jeden Shop einzeln einloggen zu müssen und die verschiedenen Angebote und Lagerbestände händisch miteinander vergleichen zu müssen.”

Auf der Suche nach einer lieferantenübergreifenden Lösung hat der Apple-Spezialist dann bei ITscope angefragt. “Der Gedanke lag nahe: Wir nutzen die ITscope-Plattform bereits seit längerem und haben hier nicht nur Zugriff auf mehrere hundert Lieferanten gleichzeitig — dank EDI-Schnittstelle zu über 40 Distributoren können wir auch wichtige Funktionen wie Dropshipment nutzen.”

So ist es ITscope-Nutzern wie Batu möglich, den Verkauf an seine Kunden digital und automatisiert abzuwickeln ohne sich mit der Bestellung und ihrer weiteren Verarbeitung direkt beschäftigen zu müssen. “Stattdessen können sich die Nutzer unserer B2B Suite auf ihre eigentliche Stärke konzentrieren: Die persönliche, individuelle Beratung des Kunden und die Pflege von soliden, langfristigen Partnerschaften.”, erklärt Benjamin Mund.

PunchOut-Mechanismus und ERP-Integration sprengen Knoten im Datenfluss

Neben der Anbindung von Kundensystemen per OCI- oder cXML-Schnittstelle stellt die ITscope B2B Suite auch die Übertragung wichtiger Bestelldaten in das ERP-System sicher. “Das ist ein Knackpunkt für unsere Kunden, denn quasi jedes Systemhaus setzt eine Warenwirtschaft ein, mit deren Hilfe Bestellungen verwaltet und Rechnungen gestellt werden.” weiß Benjamin Mund. “Wir erleben leider immer noch sehr häufig, dass Produkt-, Auftrags- und Bestelldaten von Mitarbeitern händisch in ein solches System eingepflegt werden. Da geht viel Zeit verloren, die viel besser in die Kundenberatung investiert wäre als in solche manuelle Abläufe. Daher haben wir in den letzten Jahren den Ausbau von Anbindungen zu gängigen Branchen-ERPs wie bspw. SITE, c-entron oder Systemhaus.One aktiv vorangetrieben.“

Über die offene API im OpenTrans-Format wird daher der Informationskreis

zwischen allen beteiligten Systemen geschlossen: Individuelle Shopfrontends sind im Hintergrund nahtlos an das Bestellbackend von ITscope angebunden, während alle relevanten Informationen in die Kernsysteme von Systemhaus und Kunde gespeist werden.

Weitere Ausbaustufen bereits in der Entwicklung

Derzeit implementieren rund 20 Systemhäuser die ITscope B2B Suite im Rahmen von Pilotprojekten und wirken so bei der weiteren Entwicklung der Suite mit. Erdal Batu von MACSYSTEMS berichtet: “Wir arbeiten aktuell aktiv und eng mit ITscope zusammen, um die Funktionen der B2B Suite weiter auszubauen. Ziel ist es, in den kommenden Wochen die ersten Kundenbestellungen über ITscope abzuwickeln. Dann können unsere Kunden endlich lieferantenübergreifend bei uns einkaufen.”

Künftig soll es weitere Möglichkeiten der Individualisierung geben. So wird derzeit u. a. an einer feineren Anpassung von selbst angelegten Kategorien, der Farbgebung der B2B Shops und des Bestellprozesses entwickelt.

Die ITscope B2B Suite ist ab sofort verfügbar. Systemhäuser, die an der neuen Lösung von ITscope interessiert sind, können sich direkt über vertrieb@itscope.de mit ITscope in Verbindung setzen.

 

Über ITscope

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Dies schließt ebenso den Beschaffungsprozess und die IT Systeme der eigenen Businesskunden ein. So können für diese kundenindividuelle Einkaufswelten via ITscope ohne externes Shopsystem realisiert werden, inklusive elektronischer Weiterleitung der Bestellungen an die Distribution.

Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

 

Pressekontakt

Isabel Krohn
ITscope GmbH
Ludwig-Erhard-Allee 20
D-76131 Karlsruhe
Tel.: +49 (0)721 – 62 73 76 0
Fax: +49 (0)721 – 66 49 91 75
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ITscope unterstützt Systemhäuser beim Projektgeschäft

Die Handelsplattform ITscope erweitert ihr Leistungsspektrum für Systemhäuser. IT-Projekte können ab sofort direkt über die Plattform abgewickelt und Artikel zu Projektpreisen und Rahmenkonditionen bestellt werden. Dabei lassen sich Projektbestellungen sowohl über die Weboberfläche als auch über die API aus dem ERP-System hinaus realisieren.

Karlsruhe, den 18.02.19. Systemhäuser stehen häufig vor der Herausforderung, dass neben den Standard-Einkaufspreisen der Distribution projektbezogene Sonderkonditionen berücksichtigt werden müssen, die speziell für einzelne Großkunden oder Kundengruppen vom Hersteller vorgegeben werden. Hierzu zählen z.B. Kommunen, Krankenhäuser, öffentliche Körperschaften und Zielgruppen wie Schüler und Studenten (“Campus”). Deren “Projektpreise” sind zwar oftmals in den Shops der Distributoren verfügbar, können aber von dort nicht mit dem eigenen ERP-System oder Shop verknüpft werden.

Nun ist es Systemhäusern möglich, solche Sonderkonditionen und Rahmenverträge distributorübergreifend auf der Branchenplattform ITscope.com einzusehen und per Programmierschnittstelle (API) an eigene Systeme anzubinden.

Freischaltung von Projektlisten ab sofort möglich

Dazu sind lediglich FTP-Zugangsdaten der Distributoren nötig, die viele Systemhäuser bereits für die Integration der eigenen, individuellen Einkaufspreise hinterlegt haben. Einzige Zusatzvoraussetzung ist, dass der Distributor die Projektpreisliste im Vorfeld freigeschaltet hat.

Die Aktualisierung erfolgt im Nachgang vollkommen automatisch. Michael Ruttmann, Marketingverantwortlicher bei NCS Netzwerke Computer Service, hat bereits Projektpreise via ITscope integriert und erklärt:

Die Campus-Artikel sind bei den Distributoren in Projektpreislisten zusammengefasst. Für uns ist es eine super Erleichterung, die Projektlisten der Distributoren direkt in ITscope einsehen zu können. So haben wir sofort den Überblick pro Projektartikel, bei welchem Distributor noch Kontingent besteht und welcher Lieferant den besten Preis bietet.“

ITscope erweitert seine Handelsplattform regelmäßig um Funktionen, die den Beschaffungsprozess von Systemhäusern und deren Businesskunden besser mit den IT-Systemen der Distribution integriert.

Neben einer Online-Angebotsfunktion, die auf Realtime-Daten der Distribution basiert, wurden bereits 40 Distributoren via EDI-Schnittstelle für die automatisierte Bestellverarbeitung angebunden. Diese wurden nun ebenso für die Übermittlung von Projektpreisen fit gemacht. Benjamin Mund, Geschäftsführer von ITscope:

“Aufgrund unseres guten Drahtes zu den Distributoren konnten wir die Integration der Projektpreise sowohl in die Plattform, als auch in die automatischen Bestellschnittstellen innerhalb weniger Wochen umsetzen. Nun hoffen wir, dass die Freischaltung der Projektlisten bei den Kunden zügig erfolgen kann.”

Bessere Beschaffungsabläufe durch Systemintegration sicherstellen

Es sei klar, dass die Distributoren in ihren proprietären Shops schon viele Informationen anbieten. “Allerdings ist aus dem Shop heraus der Weg in die ERPs der Systemhäuser versperrt. Auch die eProcurement-Systeme der Systemhauskunden, wo die Daten letztendlich benötigt werden, bleiben vom Informationsfluss ausgeschlossen. Hier schaffen wir mit unserer Plattform einen digitalen Vertriebskanal, der alle Parteien und deren IT-Systeme einbezieht, und so immense Vorteile bringt.”, so Mund.

Systemhäuser mit B2B-Kunden wie auch Betreiber von spezialisierten Onlineshops können von genau dieser Integration profitieren.   

Michael Ruttmann von NCS Netzwerke Computer Service resümiert:

Wir bieten Notebooks und Zubehör speziell für Schüler und Studenten zu exklusiven Campus-Preisen an. Durch die ITscope Anbindung können wir die Verfügbarkeit in unserem Onlineshop www.studi-notebooks.de nun automatisch aktualisieren lassen.

Die Anzeige von Projektpreisen ist ab sofort für alle ITscope-Nutzer ohne zusätzliche Kosten verfügbar. Lediglich die Freischaltung der Projektlisten bei der Distribution muss seitens des Systemhauses formlos beantragt werden.

Automatisierung weiterer Use Cases für die Zukunft geplant

Der Ausbau des Services ist bereits geplant. So sollen künftig auch Lizenzartikel und eCarePacks über den elektronischen Weg bestellbar sein. Die Anbindung von Individualprojekten wie Build-To-Order (BTO) oder Configure-To-Order (CTO) Systeme stehen ebenfalls auf der Roadmap des Unternehmens.

Fazit

Mit der Integration von Rahmenverträgen können Systemhäuser nun auch ihr Projektgeschäft über ITscope abwickeln. Nach Freischaltung der eigenen Projektlisten lassen sich Projektartikel elektronisch in ITscope oder über die eigene Warenwirtschaft elektronisch bestellen. Die Integration dieser Vorgänge bedeutet für Systemhäuser einen weiteren Schritt in Richtung Bestellautomation.

 

Über ITscope

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Dies schließt ebenso den Beschaffungsprozess und die IT Systeme der eigenen Businesskunden ein. So können für diese kundenindividuelle Einkaufswelten via ITscope ohne externes Shopsystem realisiert werden, inklusive elektronischer Weiterleitung der Bestellungen an die Distribution.

Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

 

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Isabel Krohn
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Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q4/2018


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Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Microsoft glänzt mit 2019er-Lineup, iPhone-Debakel noch folgenlos, Comeback der Mini-Desktops

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q4/2018

  • Software: Microsofts neues 2019er-Lineup prescht vor
  • Tablets: Surface Pro oder iPad Pro – wer überzeugt die Business Kunden?
  • Smartphones: iPhone 8 trotzt Verkaufsstopp, das beliebteste neue ist ein Xs
  • Komplettsysteme: Tiny, Mini oder Micro ist das Format der Stunde
  • Grafikkarten im Bann der GeForce RTX 2080 TI
  • CPUs: Vorhang auf für Core i9-9900K und die neuen 8-Kerner, AMDs EPYC auf dem Weg nach oben

 

ITscope Q4 2018 Neueinsteiger: Microsofts Office 2019 & Server 2019 dominiert, beliebtestes iPhone Xs identifiziert

Im Weihnachtsgeschäft 2018 konnte sich der Handel wieder über jede Menge interessante Neueinsteiger freuen, von Apple zum Beispiel, aber auch von Microsoft, wobei sich das neue 2019er-Software-Lineup im aktuellen Marktbarometer deutlich abhebt.

Nummer 1 der Highflyer, der sich zudem als weihnachtstauglich entpuppt, ist das Microsoft Office Home & Business 2019 in der Boxversion (T5D-03210) mit satten 6.938 Klicks – weit weg von allen anderen Neueinsteigern. Während der Trend zu Office 365 geht, handelt es sich dabei um eine günstige „on-premise“-Alternative für Kunden, die noch nicht auf den Cloud-Zug springen wollen. Allerdings läuft das Office-Produkt mit neuen Funktionen für Excel etwa nur noch unter Windows 10.

Um bei Microsoft und Software zu bleiben: Recht gut abgeschnitten hat, obwohl erst zwei Monate gelistet, auch der Microsoft Windows Server 2019 in der Standardversion (P73-07790) mit 2.156 Klicks auf Platz 6, ebenso das schwarze Microsoft Surface Pro 6 mit Core i5-8350U, 8GB RAM und 256 GB SSD (LQ6-00018). Das ist mit 2.172 Klicks dicht davor auf Platz 5 gelandet.    

Platz 2 konnte sich mit 2.708 Klicks das space-graue Apple iPhone Xs mit 256 GB Speicherplatz (MT9H2ZD/A) sichern. Die nächstbeliebte Variante mit 64 GB hat im Marktbarometer für Q4/2018 weit weniger gut abgeschnitten. Top 3 unter den Senkrechtstartern ist mit 2.392 Klicks die Intel-CPU i9-9900K (BX80684I99900K) mit einer Taktrate von 3,6 GHz und 16 MB Cache. Nach den Anfangsschwierigkeiten im Vorquartal hat sich der neue Prozessor schließlich noch zum echten Verkaufsschlager entwickelt. Mit der Leistung eines Serverprozessors, ist der 8-Kerner deutlich günstiger bei einem HEK von zuletzt unter 500 Euro. Golem nennt ihn bei „voll ausgefahrenen 4,7 GHz“ die schnellste CPU für weniger als 1.000 Euro.

Ebenfalls gut im Weihnachtsgeschäft 2018 gelaufen ist die Apple Watch Series 4 mit größerem Display und 16 GB in Space-Grau. Sie kam auf 1.602 Klicks und war bei den Wearables der Renner. Gleiches gilt für die spielefreudige Grafikkarte ASUS TURBO-RTX2080TI-11G, die mit 11 GB GDDR6 und für einen HEK von über 1.000 Euro eher im High-End angesiedelt ist und mit 1.555 Klicks gleich dahinter auf Platz 9 landete.

TFT-Monitore: HP gibt Gas und überholt Dell

Bei den Arbeitsplatzbildschirmen stellt der Aufstieg des HP EliteDisplay E2431 von Platz 3 auf Platz 1 mit 3.555 Klicks praktisch eine Revolution dar. Denn lange Zeit hat sich Dell mit gleich mehreren Monitoren an der TFT-Spitze gehalten. HP hat aber wohl verstanden, was im Büro gebraucht wird: 24 Zoll, viel Auflösung und das möglichst günstig. Von einigen Distributoren wurde das Gerät mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten schon für rund 160 Euro angeboten.

Der hausinterne Rivale, das HP EliteDisplay E243 mit nur einfacher 1080p-Auflösung, kann da zwar nicht ganz mithalten, besticht aber mit 2.201 Klicks und klettert zwei Ränge auf Platz 5.

Die meisten anderen 24-Zöller bieten auch nur die 16:9-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel oder sind deutlich teurer, mit einer Ausnahme: Der Dell UlraSharp 2412M, der lange zu den Verkaufsrennern zählte, ist wohl als Reaktion auf den Kampfpreis des neuen Spitzenreiters auch schon für den HEK von etwa 160 Euro erhältlich. Dennoch ist er mit 1.793 Klicks vom sechsten auf Platz 10 abgerutscht. 

Die Lagerbestände des HP EliteDisplay 243 wurden bereits Mitte Oktober vermehrt nachgefragt und nach Aufstockung auch wieder geleert, das deutlich sichtbar vor Weihnachten.

Der Dell UltraSharp 2419H mit 1080p im 16:9-Format hat von Platz 48 auf Platz 6 einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt. Wohin die Reise geht, ist noch offen. Der vorherige Sieger der letzten zwei Quartale, der UltraSharp 2417H, ist im umsatzentscheidenden Weihnachtsquartal jedenfalls auf den achten Platz verwiesen worden. Der Dell UltraSharp U2715H mit der 2,5K- oder Wide-QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel ist dagegen um zwei Positionen auf Platz 2 hochgerutscht. Ob das schon den Trend gen 27 Zoll Bilddiagonale ankündigt, wird sich zeigen. In dem von 24 Zoll geprägten Spitzenfeld ist der Arbeitsplatzbolide allerdings noch eine Ausnahme.

Curved Breitbildmonitore wie der LG 34UM88C-P – von Platz 28 auf Platz 23 hochgekrabbelt – haben es in der Händler- und Kundengunst weiterhin schwer. Ob es dem Neueinsteiger Dell UltraSharp U4919DW gelingen wird, zu den Top 15 aufzusteigen, ist bei Platz 340 im Weihnachtsgeschäft 2018 noch offen. Interessant ist die Auflösung von 5.120 x 1.440 Bildpunkten allemal, besonders für Heavy Duty Gaming und Börsenplätze etwa. Der Preis ist mit ca. 1.000 Euro netto allerdings weniger heiß, noch zumindest. Das ist fast doppelt so viel wie beim LG-Monitor, der jedoch „nur“ 4K-UHD-Auflösung bietet.

Erstaunlich ist schließlich, dass der zuletzt schon als Neueinsteiger vorgestellte Konferenzmonitor Samsung Flip WM55H mit 4K Touchscreen es von Platz 77 auf Platz 26 geschafft hat – ein Achtungserfolg für so eine Speziallösung!

Tablets: Surface Pro oder iPad Pro – wer überzeugt die Business Kunden?

Bei den Tablet-PCs sind unter den Top 15 besonders die Neueinsteiger zu beachten – vor allem das Ringen zwischen Microsoft und Apple um die Vorherrschaft in der Business Class. Noch sitzen die ersten Reihen wie im Vorquartal fest im Sattel. Das sind das Microsoft Surface Pro mit 256 GB, der Klassensieger, der auf 4.875 Klicks kam, gefolgt vom Apple iPad 32 GB (MR7F2FD/A) und dem Surface Pro LTE mit 256 GB, mit 2.966 Klicks schon deutlich abgeschlagen.

Spannend bleibt, wie sich das neue Microsoft Surface Pro 6 mit Intel Core i5 der achten Generation im Vergleich zum massiv beworbenen Apple iPad Pro Wi-Fi + Cellular schlägt. Beide sind mit hochauflösenden 2,7k-Pixel-Displays und 256 GB Speicher ausgestattet. Das Apple Tablet ist etwas schlanker und leichter, dafür war Microsoft spendabler was die Akkuzkapazität angeht und verspricht 13,5h Videolaufzeit im Vergleich zu 10h Betriebsdauer beim iPad.

Damit scheint das Surface Pro im Microsoft-dominierten Business Umfeld wiederum die Nase vorn zu haben: Bei den Tablets hat es auf Anhieb Platz 6 geschafft, während das iPad Pro nur auf Platz 15 liegt, wobei zu berücksichtigen ist, dass dieses erst seit Ende Oktober Klicks einsammeln konnte.

Besser performen hier derzeit noch aus der vorigen Apple Generation die deutlich günstigeren 64 GB Varianten des iPad Pro WIFI + Cellular (von 16 auf Platz 10 hoch) und iPad Pro Wi-Fi (von 23 auf Platz 13). Microsoft hat wiederum mit dem Aufsteiger Microsoft Surface Go noch ein Pferd im Rennen, das sich von Platz 14 auf Platz 9 verbessert hat.

Von anderen Marken ist im aktuellen Tablet-Ranking kaum eine Spur, sieht man vom Lenovo MiiX 520-12IK8 ab, das es auf Platz 25 geschafft hat.

Mobiltelefone: Samsung mischt Sand ins Apple-Getriebe, der Rest ist Schweigen

Auch wenn es sich im ITscope Marktbarometer in Q4/2018 noch nicht niedergeschlagen hat, ist der Verkaufsstopp für die 2017 lancierten iPhones 7, 8 und X sicherlich das beherrschende Thema im Mobilfunkmarkt. Am 20. Dezember kurz vor Weihnachten hat der Chiphersteller Qualcomm vor dem Landgericht München laut Chip das Recht erwirkt, bei Hinterlegung einer Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 668,4 Millionen Euro für zwei Patente den Verkaufstopp in Deutschland vorläufig zu vollstrecken. Apple hatte besagte Geräte vorsichtshalber aus den eigenen Shops genommen. Am 3. Januar 2019 trat das Verkaufsverbot dann offiziell in Kraft. 

Ungeachtet dessen hat sich das space-graue iPhone 8 mit 64 GB Speichervolumen mit 4.453 Klicks weit vor allen anderen Smartphones in der Händlergunst erneut an der Spitze gehalten. Das iPhone X (MQAC2ZD/A), ebenfalls mit 64 GB, ist im Ranking lediglich um eine Position auf Platz 5 abgerutscht. Ob sich das Verkaufsverbot auch auf andere Kanäle als den Apple Shop ausdehnt und wie der Großhandel reagiert, ist ungewiss.

Die Stückzahlen gehen jeweils bereits runter, die Preise sind schon gesunken, das liegt aber wohl mehr an dem Marktstart der neuen Xr- und Xs-Modelle im Oktober. Die Historie für den neuen bzw. alten Klassensieger, besagtes iPhone 8, spricht Bände. Diese ist auch im ITscope Marktbarometer in der Historie gut nachzulesen.

Derweil scheint sich das space-graue Apple iPhone Xs mit 256 GB Speichervolumen, wie schon erwartet, zum absoluten Favoriten bei den Händlern zu entwickeln. Nach Erscheinen Mitte September im Vorquartal noch auf Platz 113, ist es jetzt bereits auf Platz 3 gelandet, womit es die anderen Xr- und Xs-Modelle abgehängt hat. Das größere, im VK aber auch um 100 Euro teurere iPhone Xs Max mit 256 GB hat von Rang 392 auf Platz 9 zwar auch einen kräftigen Satz nach vorn gemacht. Aber 1.349 Euro VK oder rund 1.030 Euro im HEK für besagtes Xs-Modell scheint (selbst für Apple) langsam die Schmerzgrenze zu sein.

 

Insgesamt ist Apple mit zwölf Geräten in den Top 15 gelandet, Samsung nur mit drei Modellen, auffälligerweise aber mit fünf unter den Top 20, während die Mac-Company früher oft ganz allein auf weiter Flur war im Smartphone-Ranking. Das Galaxy S9 mit 64 GB ist um eine Position aufgerückt und liegt nun auf Platz 4, nachdem es im ITscope Ranking anfangs so gefloppt hat. Das Galaxy S8 mit 64 GB hat sich stabil auf dem sechsten Platz gehalten. Von anderen Marken ist bis auf das Huawei P20 lite auf Platz 25 (vorher 28) so gut wie keine Spur. Erst ab Rang 88 folgen drei weitere Spitzenmodelle des chinesischen Anbieters.

Notebooks: Wer die Marktführerschaft gewinnt

Laptops und PC-Komplettsysteme gehören diesmal neben Software zu den absoluten Fokusthemen. Bei den Notebooks hat das Apple MacBook Air mit 13,3-Zoll-Display und Intel Core i5 die Spitzenposition an das 15,6-Zoll-Gerät HP ProBook 450 G5 verloren, das vorher als Neuling noch auf Platz 82 vor sich hindümpelte.

Gleich dahinter auf Platz 3 und 4 folgen zwei 15-Zöller von Lenovo: das ThinkPad E580, vorher auf Platz 2, und das Lenovo ThinkPad L580, das um eine Stelle auf Platz 4 aufgerückt ist, beide mit Intel Core i5-8250U. Der chinesische Riese liefert sich mit HP einen Kampf um die Marktführerschaft im Preis-/Leistungs-Rennen im Bereich 400 bis 800 Euro unter den Top 15. Tatsächlich scheint HP damit schon die Händlerherzen zu gewinnen. Denn das HP 250 G6 und das ProBook 650 G4, vorher auf den Positionen 242 und 58, teilen sich im vierten Quartal Platz 11 und 12. Das HP ProBook 470 G5 schaffte es von Platz 255 auf Platz 15.

Wenn es ans High-End geht, kämpfen Apple, Microsoft und Lenovo um die Krone. Die beliebtesten Laptops aus der Kategorie finden sich auf den Plätzen 5, 6 und 7 und sind der Reihe nach: das Microsoft Surface Book 2 mit 13,5 Zoll und Core i5 (vorher auf Platz 12), das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 20KH mit 14-Zoll-Display und Core i7-8550U (vorher Platz 17) und das Apple MacBook Pro mit Touch Bar, 15,4-Zoll-Display und Core i7, das im dritten Quartal als Neueinsteiger noch auf Platz 46 war. Da das besagte Surface Book 2 nur einen i5-Prozessor hat, müsste man für einen fairen Vergleich im HEK-Segment der 2.000-Euro-Klasse sagen, dass das Surface Book 2 mit i7-Prozessor nur auf Platz 21 gelandet ist. Somit hat Apple in der Preisklasse immer noch die Nase vorn, ebenso in HEK-Gefilden von 2.400 bis 2.500 Euro, so zum Beispiel mit dem MacBook Pro mit Core i7 auf Platz 46 für circa 2.400 Euro im Händlereinkauf. Ein bauähnliches Surface Book 2 mit Core i7 findet sich erst auf Platz 40.

Komplettsysteme: Tiny, Mini und Micro ist das beliebte Format

Bei den PC-Komplettsystemen, die hier im Marktbarometer ebenfalls in den Fokus gerückt sind, verschiebt sich das Verhältnis eindeutig in Richtung HP und Lenovo. Die Form der Komplettsysteme wird zunehmend kleiner: Tiny, Mini und Micro ist der neue Trend.

Den Spitzenplatz belegt wieder der HP ProDesk 400 G4 mit Intel Core i5 (3,4 GHz) und 256 GB SSD. Der ist mit 4.068 Klicks weit vorne. Der namensgleiche Vertreter mit 2,1 GHz und 256 GB NVMe SSD ist von Platz 28 auf Platz 2 aufgerückt und hat das Lenovo ThinkCentre M710, i5, 2,4 GHz auf Platz 3 verwiesen.

Von Null auf Platz 4 vorgeprescht ist dagegen der Tiny-PC Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, i5 1.7GHz, 256GB SSD, 10T7004BGE. Was früher als NetTop und Co bezeichnet wurde, heißt bei Lenovo eben Tiny-PC; HP nennt es Desktop-Mini-PC, Dell spricht von Micro. Abgesehen von der anderen Bezeichnung, stimmt jetzt allerdings die Leistung für alle gängigen Büroanwendungen. Ein günstiger Vertreter für einen HEK von etwa 450 Euro ist der HP ProDesk 400 G4, i3 3.1GHz, 256GB SSD, 4CZ91EA#ABD, der von Platz 365 auf Platz 10 regelrecht hochgeschossen ist. Dell hinkt in dem Segment der Minis noch etwas hinterher. So konnte der Dell OptiPlex 3060 – Micro – 1 x Core i5 8500T / 2.1 GHz von Platz 132 auf Platz 30 zwar viel an Boden gutmachen, aber bei den großen Distributoren wie Tech Data und Ingram ist er relativ schwer erhältlich.

Der HP ProDesk 400 G4 mit Intel Core i5 ist mit 4.068 Klicks weit vorne.

Überfliegerpotenzial könnte man den Geräten mit Intels Core-i-Prozessoren der achten Generation bescheinigen. Beliebt ist vor allem der mit 2,8 GHz getaktete Core i5-8400. Wer sich von Fujitsu noch einen entsprechenden Tower Made in Germany sichern will, sollte sich beeilen. Interessant ist hier besonders der Fujitsu ESPRIMO P558/E85+, i5 2.8GHz, 256GB SSD, VFY:P0558PP580DE, zumal er von Platz 514 auf Platz 11 einen wahrhaften Senkrechtstart hingelegt hat, ebenso wie das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, i5 1.7GHz, 256GB SSD, 10T7004BGE, das von Platz 492 auf Platz 14 vorgeprescht ist.

 

Grafikkarten im Bann der GeForce RTX 2080 TI

Die Grafikarten-Story lässt sich fast auf eines verdichten: Alle lechzten im Weihnachtsrummel nach den neuen GeForce RTX 2080TI Boards, für die in der Regel Durchschnitts-HEKs von 700 bis weit über 1.100 Euro aufgerufen werden. Für den neuen Klassensieger, das ASUS TURBO-RTX2080TI-11G, das wie fast alle der rund 60 neuen Boards mit 11 GB GDDR6 Speicher ausgestattest ist, und von Platz 345 kam, sind es sogar knapp 1.124 Euro oder 1.349 Euro im VK, ein echter Hammerpreis!

Von Null auf Platz 7 vorgestoßen ist die im VK sogar um 50 Euro teurere ZOTAC Gaming GeForce RTX 2080 Ti AMP, von quasi Null (Position 941) auf Platz 9 die ähnlich teure MSI RTX 2080 Ti GAMING X TRIO. Alle diese 2080er-Boards befinden sich in der Distribution im Zulauf.

Gefragt sind auch weiterhin 2017er-Boards mit GDDR5-Speicher. Denn die PNY Quadro P4000 und P2000 halten hinter dem Sieger nach wie vor Spitzenplätze. Das GeForce-Board MSI GT 710 1GD3H mit 1 GB GDDR3 hat sich nur leicht auf Platz 4 verschlechtert, während sich die Gigabyte GeForce GTX 1060 WINDFORCE OC 6G mit 6 GB GDDR5 um zehn Stellen auf Platz 5 deutlich verbessern konnte.  

Mainboard-Markt wie früher: Asus, Gigabyte, MSI

Bei den Motherboards hat sich, vorher nur auf Platz 11, das ASUS PRIME X399-A die Krone geholt. Konnte der Hersteller im Vorquartal noch die ersten drei Plätze für sich beanspruchen, hat sich diesmal an zweiter Stelle gleich das Micro-ATX-Board Gigabyte GA-A320M-S2H gesetzt. MSI ist diesmal wieder mit zwei Hauptplatinen dabei unter den Top 15: mit dem viertplatzierten Intel-Board Z-370-A und dem 7A38-017R für AMDs Sockel AM4, das es als Neueinsteiger von 2018 auf Platz 11 schaffte.

Gleich dahinter ebenfalls als 2018er-Modell ist das ASUS PRIME Z370-P II. Unter den Neulingen erwähnenswert sind das Gigabyte X470 AORUS ULTRA GAMING (der Name ist Programm), das von Position 204 auf Platz 8 hochkatapultiert ist, und das ASUS PRIME X470-PRO, das sich von Platz 180 auf Platz 10 ebenso deutlich verbessern konnte. Anfangs hatten es die Mainboards von 2018 noch schwer, sich im Markt und bei den Fachhändlern durchzusetzen. Das scheint sich nun zu ändern.

Prozessoren: Vorhang auf für Core i9-9900K & Co. und die neuen 8-Kerner

Das CPU-Geschehen war im vierten Quartal geprägt von Intel Core i9 und 8-Core-Prozessoren, wovon wiederum auch AMD profitierte. Der mit 4,35 GHz getaktete Ryzen 7 2700X des ewigen Herausforderers ist im 8-Kern-Aufwind schließlich um sieben Stellen auf Platz 10 aufgerückt.

In den letzten Quartalen fast immer nur maximal mit einer CPU unter den Top 15 vertreten, ist es AMD im Weihnachtsquartal 2018 gelungen, dort gleich noch zwei weitere Ryzen zu platzieren: Der mit 3,4 GHz getaktete 6-Kerner Ryzen 5 2600 konnte sich um zehn Stellen auf Platz 13 verbessern. Der Ryzen 3 2200G mit vier Kernen, integrierter „Radeon Vega 8“-Grafik und einer Taktrate von 3,5 GHz ist von Platz 12 auf Platz 14 leicht abgerutscht, aber immer noch vorne dabei.

Ganz vorne stehen wieder vier Intel-Core-Prozessoren der achten Generation, angeführt von dem mit 3,7 GHz getakteten 6-Kerner Intel Core-i7-8700K, der mit großem Abstand auf 4.594 Klicks kam. Auf den Plätze 5, 8 und 12 finden sich drei Neueinsteiger: Da ist zunächst das Box-Pack des erst im Oktober lancierten Intel Core-i9-9900K mit acht Kernen und 3,6 GHz (im Boost sogar 5,0 GHz) für einen HEK von 449 Euro. Die etwas günstigere OEM-Variante der CPU aus dem aktuellen Coffee Lake Refresh mit 14-nm-Bauweise folgt wie aus dem Nichts drei Plätze dahinter. Und dann ist da noch der im August lancierte Intel Core i7-9700K, gleichfalls mit acht Kernen und einer Taktrate von 3,6 GHz. Gleichzeitig ist der mit einem HEK von über 1.300 Euro offenbar völlig überteuerte ältere 10-Kerner, der Intel Core i9-7900X, von Platz 21 auf Platz 33 abgerutscht. 

Wie Golem feststellt, schlägt der Core-i9700K als erster Prozessor für den neuen Sockel LGA 115x mit acht Kernen den AMD Ryzen 7 2700X zwar locker, und selbst 10-kernige Workstation-CPUs. Dafür seien die Leistungsaufnahme und der Preis aber auch entsprechend üppig. Will man dauerhaft mit 4,7GHz arbeiten, muß man die CPU statt der angegebenen 95W TDP auf knapp 200W Verlustleistung hochfahren!, Der HEK hat sich von rund 715 Euro Anfang Dezember bis Jahresende auf rund 496 Euro eingependelt.

Die Server-Pendants zu Ryzen heißen nicht mehr Opteron, sondern EPYC. Damit bringt AMD vergleichsweise günstige Server-Vertreter mit jeder Menge Kernen auf den Markt, die anfangs aber eher glücklos daher kamen. Das könnte sich nun ändern, denn der AMD EPYC 7351P mit 2,4 GHz, 16 Kernen und 32 Threads für einen HEK von etwa 700 Euro zum Beispiel hat sich von Platz 343 auf Platz 131 vorgekämpft. Der EPYC 7351, der anders als die P-Variante Multi-CPU-Umgebungen unterstützt und daher im Händlereinkauf rund 300 Euro teurer ist, konnte sich von Position 547 auf Platz 223 verbessern. Die günstige EPYC 7251 mit 2,1 GHz und acht Kernen ist von Platz 836 auf Platz 235 aufgerückt. Erwähnenswert sind auch die 24-Kerner wie der AMD EPYC 7401P mit 2,0 GHz auf Platz 244 zum HEK von 999 Euro und einem VK von 1.299 Euro. Bei Intel würde man jeweils locker das Zehnfache hinlegen müssen.

Software: Microsofts neues 2019er-Lineup prescht vor

Mit dem stärkeren Fokus auf Systemhäuser ist Software zum neuen Trendthema geworden. Im Business kommt man da kaum an Microsoft vorbei. Entsprechend sind die ersten 24 Plätze alle von der Gates Company oder mit OEM-Versionen von HP von ihr geprägt. Unter den ersten 15 ragen vor allem die sieben Microsoft-Produkte für 2019 heraus, die alle neu sind und einen regelrechten Senkrechtstart hingelegt haben.

Während die 2019er-Version schon anklopft und bei den Neueinsteigern den ersten Platz errungen hat, ist an der Spitze zum wiederholten Male Microsoft Office Home & Business 2016 in der Box mit 9.033 Klicks weit vor allen anderen. Die Einzelplatzvariante, die Kunden anspricht, die noch nicht auf den Cloud-Zug mit Office 365 springen wollen, ist mit einem HEK von derzeit etwa 177 Euro durchaus attraktiv, für Freelancer zum Beispiel, zumal auch Outlook dabei ist.

Auf Platz 2 folgt mit 6.983 Klicks das deutsche Windows 10 Pro x64 (FQC-08922) als OEM-Ware mit DVD. Und dann kommt schon besagtes Office Home & Business 2019 (T5D-03210), das Windows 10 voraussetzt, ebenfalls im Box-Pack und mit Einzelplatzlizenz. Der HEK-Aufpreis von knapp 20 Euro gegenüber der 2016er-Box lohnt sich, denn wie bei den Neueinsteigern schon angedeutet, bietet die neue Version auch einige neue Funktionen, Trichterdiagramme für Sales Funnel (englisch für Trichter) in Excel etwa. Damit lässt sich zum Beispiel darstellen, wie aus Ladenbesuchern zahlende Kunden werden.

Von Null auf Platz 5 gelandet ist Office Home and Student 2019 (021-10609), als Einzelplatz-Box-Pack ohne Medien für PC und Mac zum günstigen HEK von rund 100 Euro oder 135 Euro im VK. Enthalten sind die klassischen Office-Anwendungen und OneNote, Outlook, anders als bei der Business-Variante, aber nicht. Auf Platz 5 folgt Microsoft Office Standard 2019 als Open Licence (OPL) für Deutsch zum HEK von rund 373 Euro. Kleine und mittelständische Unternehmen können mit dem Open-Lizenzprogramm besser planen. Von null auf Platz 9 hochgeschnellt ist Microsoft Office Home and Business 2019 (T5D-03183) mit Multi-Language Support als wesentlicher Unterschied zu der Drittplatzierten. Interessanterweise ist die Mehrsprach-Variante mit einem HEK von 192 Euro sogar etwas günstiger als die rein deutsche Version. Auf den Plätzen 14 und 15 sind schließlich der Microsoft Windows Server 2019 als OEM-Produkt (R18-05869) und als Standard-Variante (9EM-00652) gelandet. Gleich dahinter schließt sich, ebenso brandneu, Microsoft Windows Remote Desktop Services 2019 (6VC-03748) an. Aber mit der Einzelplatzlizenz für Deutsch, die sich für zum Beispiel Thin-Clients anbietet, verlassen wir schon die Top 15. Bis Acronis auf Platz 25 und Veeam auf Platz 28 sind übrigens sonst nur Microsoft-Produkte unter den ersten 40.

EET Europarts und ENO telecom vollelektronisch an ITscope angebunden

Integration beschleunigt Bestellabwicklung für Kunden

Karlsruhe, den 12. Dezember 2018: Der internationale Distributor für Videoüberwachung, Ersatzteile und Zubehör EET Europarts ist mit seinen Standorten in Deutschland und Österreich jetzt vollelektronisch an die ITK-Handelsplattform ITscope angebunden. ENO telecom, Spezialdistributor für Telekommunikationstechnologie aus Nordhorn, hat diesen Schritt ebenfalls vollzogen. Alle auf ITscope.com registrierten Fachhändler profitieren nun von einer schnelleren Auftragsverarbeitung bei beiden Lieferanten.

Sichere Bestellabwicklung und elektronische Dokumente

Verbesserungen in der Auftragsabwicklung sind ein mächtiger Hebel für Systemhäuser, um Service und Kundenzufriedenheit zu verbessern: Je schneller und fehlerresistenter diese Prozesse in der Beschaffungskette gestaltet werden, desto schneller kann die Ware an den Endkunden ausgeliefert werden. Die EDI-Anbindung der beiden Distributoren ermöglicht genau das: Eingehende Bestellungen werden nun nicht mehr manuell, sondern automatisch im Bestellsystem der Distributoren erfasst und dort entsprechend weiterverarbeitet. Auch Antwortdokumente können direkt per elektronischem Datenaustausch und somit in Echtzeit an den Kunden zurückgespielt werden.

Jürgen Koel von ENO telecom GmbH erklärt die Vorteile der Anbindung im Detail: “Zu jeder per EDI eingehenden Bestellung senden wir eine automatische Auftragsbestätigung zurück. Unser Kunde hat somit ein direktes Feedback, dass seine Bestellung angekommen und in Bearbeitung ist. Auch die Übermittlung von Versandbenachrichtigungen und Informationen zur Sendungsverfolgung helfen unseren Kunden dabei, den Status ihrer Bestellung jederzeit in Echtzeit einzusehen. So können die Kunden unserer Kunden ebenfalls direkt über den voraussichtlichen Liefertermin informiert werden.”

Soll die Lieferung nicht an den Reseller, sondern direkt an seinen Kunden zugestellt werden, lassen sich abweichende Empfängerinformationen ebenfalls über die Schnittstelle übermitteln. Sowohl ENO telecom als auch EET Europarts ermöglichen den Versand per Dropshipment nun auch im Rahmen ihrer EDI-Anbindung an ITscope. Werner Heinrichsberger, Geschäftsführer von EET Europarts, weiß: “Gerade wenn der Auftraggeber nicht gleichzeitig auch der Empfänger ist kann es bei der manuellen Übertragung von Adressdaten zu Fehlern kommen. Dank elektronischer Übermittlung der Daten per EDI können wir ein solches Risiko ausschließen und eine saubere Übergabe aller Daten sicherstellen.”

Zudem lassen sich Rechnungen und Seriennummern elektronisch an den Kunden übermitteln. Auch Informationen zu Teillieferungen werden nun von den Systemen beider Distributoren elektronisch verarbeitet.

Sinkende Prozesskosten für beide Seiten

Die Vorteile des elektronischen Datenaustausches spiegeln sich nicht zuletzt auf finanzieller Seite wider. So können manuelle Arbeitsabläufe bei der Distribution auf allen Bearbeitungsebenen eingespart werden. Reseller müssen derweil nur eine einzige Anbindung an ITscope vornehmen, um bei allen an ITscope per EDI angeschlossenen Lieferanten vollelektronisch zu bestellen. Zudem haben sie die Möglichkeit, erzeugte Bestellrückantworten direkt im eigenen System zu empfangen. Benjamin Mund, Geschäftsführer von ITscope: “Digitalisierung heißt für uns, unsere Kunden von bürokratischer Fleißarbeit zu befreien und ihnen stattdessen mehr Zeit für das Kerngeschäft zu geben. Gerade bei der Bestellverwaltung gibt es für viele Systemhäuser Verbesserungspotential, was das händische Übertragen von Statusinformationen, Seriennummern und so weiter angeht. Mit unserem “eine API für alle Lieferanten”-Ansatz auf openTRANS-Basis schaffen wir hier eine zukunftssichere Lösung für alle Beteiligten.”

Zudem existieren zahlreiche vorgefertigte Schnittstellen zu etablierten ERP-Lösungen für Systemhäuser, darunter Systemhaus.One, SITE und weclapp.

Mit EET Europarts und ENO telecom haben sich mittlerweile rund 40 ITK-Distributoren vollelektronisch an ITscope angeschlossen. Das Unternehmen baut Umfang und Funktionen der Schnittstelle kontinuierlich aus und bindet sukzessive neue Lieferanten per EDI an. Durch die einheitliche Schnittstelle profitieren Systemhäuser automatisch und ohne zusätzliche Programmierung auch von allen zukünftigen elektronischen Bestellanbindungen der Handelsplattform.

 

Pressekontakt ITscope:

Isabel Krohn, presse@ITscope.com, 0721/627376-0.

Über ITscope:

Die Karlsruher ITscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Dank umfangreicher Beschaffungstools und den digitalen Vertriebslösungen der ITscope B2B Suite können Systemhäuser alle geschäftsrelevanten Abläufe in Verkauf und Einkauf bequem und sicher in die Cloud auslagern.

Mit multilieferantenfähigen, frei konfigurierbaren B2B-Shops lassen sich individuelle Einkaufswelten je Kunde ohne externes Shopsystem realisieren, und Bestellungen automatisch und vollelektronisch an die Distribution weiterleiten. Über die leistungsstarke, flexible API lassen sich zudem Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln direkt in die eigene Warenwirtschaft importieren.

Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Mit einem einfachen Listing steht ihnen ein großes Netzwerk potentieller Neukunden ohne eigene Akquise zur Verfügung. Darüber hinaus bietet ITscope wertvolle Einblicke in Marktentwicklungen und Verkaufstrends des Channels.

15 Jahre ITscope: Rückblick auf den Channel von 2003 bis heute

Karlsruhe, den 23.11.2018 — “15 Jahre Transparenz und Unabhängigkeit für den Channel“: Unter diesem Leitbild blickt die Karlsruher ITK-Handelsplattform ITscope auf die eigene Firmengeschichte zurück — und dabei auch auf die gesamte ITK-Branche, die sie seit 2003 nachhaltig mitgestaltet hat. Die Geschäftsführer von ITscope skizzieren ihre Anfänge im Channel, lassen zusammen mit Wegbegleitern aus Distribution, ERP und Systemhausgeschäft wichtige Meilensteine Revue passieren und geben Ausblicke auf weitere Entwicklungen der Plattform.

Im Jahrhundertsommer 2003 fing alles an: Drei Freunde aus dem badischen Karlsdorf-Neuthard schmiedeten im Freibad den Businessplan für ein Unternehmen, das die ITK-Branche nachhaltig prägen sollte. 15 Jahre später ist ITscope längst eine etablierte Channel-Größe und vernetzt ITK-Distributoren mit Resellern und Systemhäusern aus ganz Europa.

Die Idee zu einer Handelsplattform für die ITK-Branche kam dabei erst im zweiten Schritt. Nach ersten Gehversuchen im Hardwarehandel erkannten die drei Gründer, dass der Verkauf von Daten deutlich mehr Potential mit sich bringt als der damals ohnehin schon hart umkämpfte Handel mit Hardware.


V. l. n. r.: Benjamin Mund, Stefan Reger und Alexander Münkel 2006

Stefan Reger, Mitbegründer von ITscope, erinnert sich:

“Wir haben für unseren ersten Onlineshop damals Preislisten und Angebote auf vielen unterschiedlichen Wegen, teilweise sogar noch per Fax, von der Distribution erhalten. Das war ziemlich unübersichtlich und mühselig. Benjamin [Mund] und ich befanden uns mitten in unserem Informationswirtschaftsstudium und dachten uns: Das muss auch einfacher gehen!”

Gut ein Jahr lang wurde fokussiert an einer Software entwickelt, die Artikeldaten mitsamt Preisen, Lieferkosten und Lagerbeständen von zunächst knapp 200.000 Produkten bei 119 Lieferanten auf einer Plattform transparent darstellte. Das erste Produkt von ITscope, der MarketViewer, war geboren und wurde Mitte 2005 von den ersten Fachhändlern kostenpflichtig genutzt.

Der ITscope MarketViewer wurde 2005 von ersten Fachhändlern genutzt

 

Entscheidender Durchbruch kam über die Medien

Kurze Zeit später wurde auch die Fachpresse auf das Karlsruher Start-Up aufmerksam und brachte im November 2005 den Ball erst richtig ins Rollen: “Distis ausspioniert” — so titelte ein großes Branchenblatt und sorgte nicht nur für viel Aufruhr bei den Distributoren, sondern machte auch zahlreiche ITK-Reseller auf die Plattform von ITscope aufmerksam. Schlagartig verdoppelte sich die Anzahl der zahlenden Kunden; binnen weniger Wochen registrierten sich zudem weitere 250 Firmen für einen Testaccount.

Quelle: ChannelPartner 45/2005

 
“Der Fachhandel war begeistert, schließlich stellten wir den Resellern ein Werkzeug zur Verfügung, das ihnen die Produkt- und Preisrecherche enorm vereinfachte. Das wurde als echter Mehrwert empfunden.”

erinnert sich Mitbegründer Alexander Münkel zurück. Das Vorhaben hätte aber auch nach hinten losgehen können, so Münkel. “Als ich damals den Artikel über unseren MarketViewer gelesen hatte, dachte ich: ‘Das war’s! Wir können einpacken!’”

Tatsächlich wussten einige der gelisteten Distributoren zum Zeitpunkt der Berichterstattung nichts von ihrer Präsenz auf ITscope und fühlten sich übergangen. “Zwei Lieferanten forderten uns sogar direkt auf, sie aus unserer Datenbank zu entfernen.” erzählt Münkel. “Nachdem wir klargestellt hatten, dass wir die individuellen Preise der großen Distributoren streng vertraulich behandeln und nur den jeweiligen Händlern anzeigen, legte sich die Aufregung”.

Derlei Versäumnisse seitens ITscope in der Lieferantenkommunikation wurden unmittelbar nachgeholt und auch die Distributoren erkannten, dass eine Präsenz auf unserer Plattform zusätzliche Kundschaft für sie bedeutete.

Heute sei das Verhältnis zu den Lieferanten sogar partnerschaftlich, so Münkel. Mit einigen Distributoren stünde man in regelmäßigem Austausch und realisiere gemeinsame Auftritte. “Wir verkaufen seit 12 Jahren erfolgreich über ITscope und haben bereits zweimal zusammen auf der IFA ausgestellt. Auch auf unserer Hausmesse ‘api Home & Business’ ist ITscope regelmäßig mit von der Partie.”

erklärt Christian Peters, Verkaufsleiter bei api Computerhandels GmbH.

 

B2B-Geschäftsmodell in Zeiten von ‘Geiz ist geil’


Die Preistransparenz-Bewegung hatte zum Zeitpunkt der Gründung von ITscope bereits im B2C-Umfeld Einzug gehalten. Spätestens 2002 läutete die “Geiz ist Geil”-Kampagne von Saturn das Ende der hohen Margen im IT-Sektor ein, flankiert von Vergleichsportalen wie geizhals.at. E-Tailer wie Mindfactory und die mittlerweile vom Markt wieder verschwundene HomeOfHardware taten ihr Übriges.

Bei ITscope waren auch diese eTailer schon von Anfang an gelistet, um Händlern den Einblick in die entsprechenden Preisstrukturen zu ermöglichen oder den ein oder anderen Sonderposten ‘mitzunehmen’. Klar war aber auch: Der durch die Preissensibilität der Endkunden entstandene Margendruck würde irgendwann auch den B2B erreichen. Benjamin Mund, Dritter im Bunde der ITscope-Gründer, reflektiert:

“Der E-Tail hatte die Branche ordentlich durchgerüttelt. Das brachte viele Reseller und Systemhäuser in Bedrängnis: Wie wachsen, wenn die Margen immer kleiner werden? Die ‘Schweinepreise’-Debatte hatte verdeutlicht, dass Systemhäuser den Shift von Hardware zum Service vollziehen müssen, um weiter bestehen zu können. Deshalb machten wir uns sehr schnell an den weiteren Ausbau unseres Portals. Ziel war es, den Resellern Tools an die Hand zu geben, die ihnen unnötige, manuelle Arbeiten abnehmen und ihnen so mehr Zeit für die Kundenpflege geben.”

 

Evolution vom Preisvergleich zum Handelsnetzwerk


Differenzierung im Systemhausgeschäft durch besseren Service — da konnte die Zeitersparnis beim Lieferantenvergleich nur der erste Schritt sein. In den Folgejahren wurde der damalige MarketViewer daher um zahlreiche Werkzeuge erweitert, die es Systemhäusern und anderen ITK-Resellern ermöglichte, eine Vielzahl ihrer Prozesse zu automatisieren.

So konnten 2006 umfangreiche Produktcontents wie Produktbilder, Eigenschaften und Marketingtexte von CNET in der Plattform dargestellt und im späteren Verlauf auch in andere Systeme eingespielt werden. Möglich wurde dies durch den Einstieg der DCI AG bei ITscope, die mit CNET bereits einen Vertrag über die Datennutzung abgeschlossen hatte. 2015 wurde das Contentangebot auf ITscope zudem um Daten von Full IceCat erweitert.

Zunächst jedoch stand ab 2007 eine umfangreiche Exportfunktion zur Verfügung, mit der ITscope-Kunden ihre eigene Warenwirtschaft oder ihren Shop befüllen konnten. Benjamin Mund erklärt: “Uns wurde sehr schnell klar, dass der wahre Mehrwert für unsere Kunden darin besteht, ihre Kernsysteme, also ihre WaWi oder ihr ERP, mit ITscope zu verknüpfen und mit unseren Daten und CNET- bw. Icecat-Contents anzureichern.” Daher wurden 2008 auch die ersten Schnittstellen zu Mention und c-entron aktiv unterstützt.

Andreas Schober, Geschäftsführer von aconitas GmbH, erzählt:

Wir haben uns schon vor Jahren für den Einsatz von ITscope entschieden. Ausschlaggebend war für mich neben dem Umfang der angeschlossenen Lieferanten und der automatisierten Bestellung insbesondere auch die Integration in unsere ERP-Lösung c-entron.”

Mittlerweile sind mehr als 15 vorgefertigte ERP-Schnittstellen verfügbar, mit denen Systemhäuser auf Produkt- und Lieferantendaten sowie teilweise auch auf Angebote in ITscope zugreifen können. Viele der Module unterstützen darüber hinaus die Artikelbeschaffung über ITscope direkt aus dem ERP heraus.

Tatsächlich war ab 2012 eine Bestellung bei allen gelisteten Distributoren direkt über ITscope möglich. Schrittweise wurden außerdem EDI-Anbindungen zu mittlerweile mehr als 40 Distributoren, darunter ALSO, api, Ingram Micro, KOMSA und Tech Data, realisiert. Frank Fritsche, Vertriebsleiter bei api, resümiert:

“Durch die EDI-Anbindung an ITscope konnten wir die Abwicklung der über ITscope eingehenden Bestellungen deutlich verbessern. Alle Orders werden vollautomatisch verarbeitet und wir können unsere Kunden gleich am Folgetag beliefern. Das verschafft uns natürlich einen großen Vorsprung in Sachen Kundenzufriedenheit.”

Parallel zur Einführung der Bestellfunktion im Jahr 2012 gab es derweil noch einen weiteren Quantensprung bei ITscope: Mit dem Umzug auf eine rein browserbasierte Lösung wagte das Unternehmen den Sprung weg vom Client und rein in die Cloud. Dieser Schritt sei damals von zahlreichen Ungewissheiten und Risiken geprägt gewesen, erklärt Benjamin Mund. Nachdem man gut eineinhalb Jahre an der Version 3 des ‘MarketViewers’ programmiert hatte und sich 2011 außerdem von DCI als Investor trennte sei es sowohl technologisch als auch strategisch ein Wagnis gewesen, dem damals noch recht jungen Trend in die Cloud zu folgen.

Die Handelsplattform ITscope.com heute: Einkaufsboard mit Multiwarenkorbstruktur und smarter Optimierung

Aus heutiger Sicht setzte das Karlsruher Unternehmen damals jedoch auf das richtige Pferd und konnte sich mit seiner webbasierten Lösung so strategisch im Wettbewerb positionieren. Im selben Zuge trennte man sich auch von der alten Produktmarke und brachte die Namen von Plattform und Unternehmen in Einklang. Seither ist die Handelsplattform ‘ITscope’ unter www.ITscope.com jederzeit und auf jedem Gerät zugänglich und mit mehr als drei Millionen ITK-Artikeln von 370 Lieferanten und 7.400 aktiven Fachhändlern einer der wichtigsten Marktplätze des ITK-Handels.
 

Erfolgskonzept ITscope: Zufall oder mehr?


Die Umsetzung der Idee, Transparenz in den Channel zu bringen, wurde bereits vor der Gründung des Unternehmens von verschiedenen Firmen, u. a. von DCI, versucht. Warum also konnte sich ITscope letztendlich durchsetzen?

Stefan Reger analysiert:

“Der schneller Anklang unter den Resellern war sicherlich darauf zurückzuführen, dass der Einstieg in die Plattform von Anfang an sehr leicht war. Mit einer einfachen Registrierung konnte man direkt starten. Außerdem haben wir von Beginn an viel Wert auf eine größtmögliche Aktualität der abrufbaren Preis- und Lagerdaten gelegt  und sehr schnell die Darstellung individueller Kundenpreise implementiert. Schließlich ist niemandem damit geholfen, Listenpreise zu sehen, wenn er bei einigen Distributoren bereits bessere Konditionen ausgehandelt hat.”

Auch der frühzeitige Umzug in die Cloud sei ein klarer Pluspunkt für die Verbreitung gewesen. So könne die Plattform von überall aus flexibel und ohne vorherige Installation genutzt werden.

Ein weiterer Faktor sei der klare Fokus auf die B2B-Branche gewesen. So wurden alle Funktionen, die im Laufe der Jahre hinzugekommen sind, genau auf die Anforderungen von Systemhäusern und anderen ITK-Resellern abgestimmt. Zugriff auf die Plattform hatte von Anfang an nur, wer sich durch seinen Gewerbeschein als Fachhändler ausweisen kann. Erweiterungen wurden stets in enger Zusammenarbeit mit tatsächlichen Nutzern der Plattform entwickelt, was sich zudem in einer intuitiven Bedienbarkeit der Werkzeuge widerspiegelt.

Die Anforderungen der Systemhäuser hätten sich in den letzten 15 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, so Reger. Darum sei ein kundenzentriertes Vorgehen auch die einzig richtige Art, die Plattform auszubauen. Während es in den Anfangsjahren quasi revolutionär war, die Daten von Lieferanten transparent zu vergleichen, stehen Systemhäuser heute vor den Herausforderungen der Digitalisierung und der Automatisierung von Ein- und Verkaufsabläufen, führt Reger weiter aus. Benjamin Mund ergänzt:

“Der Nutzen von ITscope wäre für unsere Kunden allerdings nur halb so groß, wenn wir uns als Insellösung positioniert hätten. Die Integration von ITscope in ERP-Systeme treiben wir deshalb seit Jahren aktiv voran, sei es über fertige Schnittstellen oder per Anbindung an unsere flexible OpenTrans-API.”

Derzeit gibt es über 15 ‘Out-of-the-box’-Schnittstellen von ERP-Systemen zu ITscope. Diese werden teilweise von den Systembetreibern selbst, teilweise durch Drittunternehmen realisiert. Thomas Neumeier, Geschäftsführer der neumeier AG, erklärt:

“Es war uns wichtig, alle Daten von ITscope auch über unser ERP ‘Systemhaus.One’ zugänglich zu machen. Daher haben wir uns vor drei Jahren entschieden, ITscope über eine Schnittstelle an ‘Systemhaus.One’ anzubinden und die Daten so auch unseren Nutzern zugänglich zu machen. Mittlerweile ist eine Vielzahl von Funktionen implementiert, u. a. die elektronische Bestellung, der Seriennummern-Import während des Einkaufsprozesses, die Übertragung von Artikelstammdaten, Preisen, Verfügbarkeiten, Bildern usw. Ich freue mich darauf, dass wir in Kürze auch die ITscope-Angebote in Systemhaus.One übernehmen können.”

 

Interaktives Branchennetzwerk mit klaren Vorteilen auch für die Distribution


Doch was wäre gewesen, wenn die Distribution nicht mitgespielt hätte? Ein Netzwerk, in dem nur eine Seite des Handels vertreten ist, kann per Definition nicht funktionieren. Daher beschäftigte sich ITscope sehr bald auch mit den Mehrwerten für Lieferanten und Hersteller. Hier baute ITscope ein weiteres Mal auf seine Stärken in Sachen Daten. Zahlreiche Distributoren wie auch einige Hersteller nutzen die Plattform mittlerweile, um Einblicke in verschiedenste Marktbewegungen, z. B. auf Produkt- oder Anbieterebene, zu erhalten. Darüber hinaus stehen den Kunden umfangreiche Analysen und Reportings zur Verfügung.

Dass ITscope über wertvolle Branchendaten verfügt, zeigt das Unternehmen auch auf redaktioneller Ebene. Das seit 2014 quartalsweise erscheinende Marktbarometer bietet stets aktuelle, B2B-spezifische Einblicke in Produkt- und Absatztrends und wird von den Medien wie auch den Distributoren und Herstellern regelmäßig mit Spannung erwartet.

Der vermutlich größte Mehrwert für Distributoren liegt allerdings im Netzwerk an sich. Judith Öchsner, Vertriebsleiterin des Spezialdistributors für Unterhaltungselektronik, Speicherkarten und Computerperipherie dexxIT, zeigt sich zufrieden:

“ITscope ist für uns der perfekte Ort, um unser Kundennetzwerk zu erweitern: tausende potentielle Käufer aus der ITK-Branche in einer Plattform. Seit unserem Start auf ITscope.com haben wir etliche neue Registrierungen erhalten ohne selbst Akquise zu betreiben.”

 

Ausblick: Mit digitalen Vertriebslösungen auf Wachstumskurs

Wie wird sich der Channel im Allgemeinen und das Systemhausgeschäft im Speziellen weiterentwickeln? Von Cloud über SaaS bis Big Data sind viele Konzepte und Ideen im Umlauf — und alle stehen sie unter einem großen Stern: Digitalisierung.

Systemhäuser wie auch ihre Kunden müssen sich den Herausforderungen stellen, die die digitale Transformation mit sich bringt. Für Erstere ist dies vor allen Dingen auch eine Chance: Durch den Einsatz von innovativen Lösungen können sie aufwendige Vorgänge im eigenen Unternehmen wie auch bei ihren Kunden automatisieren und sich auf ihre Stärken im Service konzentrieren.

Firat Güney, Geschäftsführer von Happyware Server Europe GmbH, weiß:

“Gute Kundenbeziehungen sind wichtiger geworden, da die Anzahl der Anbieter gestiegen ist und die Differenzierung zunehmend schwerer fällt. Wer sich heutzutage nicht intensiv um Kundenbindung bemüht, der muss automatisch zum Preiskampf antreten.”

Daher habe er sich auch bereits vor zehn Jahren für ITscope entschieden. “ITscope ist wirklich ein mächtiges Tool, mit dessen Hilfe wir den geänderten Anforderungen unserer Kunden gerecht werden können.”, so Güney weiter.

Insbesondere im Vertrieb müssen die Vorteile der Digitalisierung endlich umgesetzt werden, findet Alexander Münkel von ITscope. “Schon 2016 haben wir mit unseren Live-Angeboten die Verkaufsprozesse unserer Kunden in die Cloud geholt. Jetzt stehen wir kurz vor dem offiziellen Release einer neuen digitalen Vertriebslösung, die wir in Zusammenarbeit mit einigen unserer Kunden entwickelt haben.”

Konkret geht es hierbei um ein multilieferantenfähiges B2B-Shopsystem, mit dessen Hilfe Systemhäuser ihren Kunden individuell zusammengestellte Sortimente anbieten und Bestellungen direkt an die Distribution weiterleiten können. Erste Kunden setzen die neue Lösung bereits im Rahmen eines Pilotprojektes ein. André Nösse, Geschäftsführer von Nösse Datentechnik GmbH & Co. KG erklärt: “Zusammen mit einem großen Kunden haben wir überlegt, wie wir die Beschaffung der internen IT für ihn besser und schneller machen könnten. Dabei ist uns bewusst geworden, dass die Funktionen, die wir selbst in ITscope nutzen, genau diejenigen sind, die wir auch unseren Kunden zur Verfügung stellen möchten.”

Mit multilieferantenfähigen B2B-Shops möchte ITscope den Vertrieb von Systemhäusern digitalisieren.

Drei Monate später konnte dann die erste Kundenbestellung bei Nösse über die neue Funktion von ITscope getätigt werden. Weitere Kunden des Systemhauses sollen die B2B-Shops künftig ebenfalls nutzen. André Nösse zeigt sich zufrieden:

“Es ist unglaublich einfach, einen Kundenshop über ITscope aufzusetzen. In wenigen Minuten ist von Sortiment und Lieferantenauswahl über Margenregeln bis hin zur Individualisierung mit Logo und Design unseres Kunden alles verkaufsbereit. Da muss unser Vertrieb niemanden aus der IT bemühen.”

ITscope möchte die neue digitale Vertriebslösung schnellstmöglich auch weiteren Kunden zugänglich machen. Außerdem steht das Thema Internationalisierung weiter auf der Roadmap des Unternehmens. So soll es in 2019 möglich sein, Bestellungen in verschiedenen Währungen über die Handelsplattform zu tätigen.

Für das weitere Wachstum sucht das Unternehmen unterdessen nach neuen Kollegen in den Bereichen Java-Entwicklung, Vertrieb und Marketing. Viele der aktuellen Mitarbeiter hätten bei ITscope als Student oder Auszubildende angefangen und seien heute fester und wichtiger Bestandteil des Teams, so Benjamin Mund. Dass die Firma außergewöhnliche Talente erfolgreich fördert zeigt sich jüngst an einer besonderen Auszeichnung. Taha Aktas, 23 Jahre alt, schloss seine Ausbildung zum Informatikkaufmann in diesem Sommer erfolgreich ab und wird heute im Rahmen der Landesbestenehrung als ‘Bester Informatikkaufmann Baden-Württembergs’ honoriert.

ITscope-Team im Oktober 2018: Das Unternehmen sucht neue Kollegen für weiteres Wachstum


 

Quo Vadis, Channel? — Stimmen & Meinungen aus der Branche


Als Ankerpunkt der ITK-Branche steht ITscope auch in regelmäßigem Austausch mit Unternehmen im Channel. Zu seinem 15. Geburtstag hat die Firma einige seiner Kunden gefragt: Was bringt die Zukunft? Im Folgenden ein paar Meinungen und Gedanken:

“Während Unternehmen im Enterprise-Sektor noch einige Zeit weiter eigene Rechenzentren betreiben werden, geht der Trend bei den KMUs ganz klar in Richtung Cloud. Auch wird uns im Bereich Server das Thema ‘Big Data’ mit Sicherheit weiterhin beschäftigen. Da unsere Kunden immer größere Datenmengen produzieren und verarbeiten müssen, muss die Infrastruktur ebenfalls mitwachsen.”

— Firat Güney, Geschäftsführer von Happyware Server Europe GmbH

“Die ITK-Branche hat sich in den letzten 15 Jahren stark verändert. Früher eher als ‘Kistenschieber’ gesehen, haben sich Systemhäuser zwischenzeitlich zu ganzheitlichen Dienstleistern gewandelt, die ihren Kunden eine 360°-Betreuung bieten. Auch auf Kundenseite hat sich einiges getan: Unternehmen begreifen IT heutzutage mehr als strategischer Wettbewerbsvorteil und weniger als Kostenblock. Zudem hat sich das Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit Daten deutlich verbessert. Es wird entscheidend für den Erfolg der Branche sein, sich von Insellösungen loszusagen und eine ganzheitliche, integrierte Strategie zu verfolgen.”

— Andreas Schober, Geschäftsführer von aconitas GmbH

“Der Konsolidierungsprozess unter den Systemhäusern wird weiter fortschreiten. Kleinere Systemhäuser werden weiterhin erfolgreich sein, wenn sie sich spezialisieren und auf monatliche Roherträge setzen. Die automatisierte Abrechnung von Cloud-Diensten und Managed-Services mit Systemhaus.One ist heute schon wichtig und wird noch wichtiger werden.”

— Thomas Neumeier, Geschäftsführer von neumeierAG

Ein Meilenstein der letzten 15 Jahre im Channel war sicherlich die Umstellung auf das Streckengeschäft. Heute sind alle Abläufe viel prozessorientierter und Postenkäufe auf Lager, wie es sie damals gab, spielen heute keine große Rolle mehr. Auch hat sich der Integrationsgedanke stark etabliert, sowohl auf geschäftlicher Ebene als auch auf technologischer. Gerade ITscope hat es uns durch seine Integration in unser ERP ermöglicht, dass Einkauf und Vertrieb optimal zusammenarbeiten können und unsere Geschäftsprozesse dadurch deutlich beschleunigt.”

— André Nösse, Geschäftsführer von Nösse Datentechnik GmbH & Co. KG

 

Über die ITscope GmbH


Die Karlsruher ITscope GmbH stellt mit der B2B-Handelsplattform ITscope.com einen einzigartigen Marktplatz für Systemhäuser, Distributoren und Hersteller der ITK-Branche bereit. Transparenz und Unabhängigkeit für den Channel: Mit diesem Leitmotiv setzt sich das Unternehmen seit 2003 dafür ein, dass Informationen für alle Teilnehmer der ITK-Branche immer und überall verfügbar sind — und bleibt dabei stets unabhängig.

Alle am ITK-Handel beteiligten Unternehmen können auf ITscope.com mehr als drei Millionen Produkte bei über 370 der wichtigsten deutschen und europäischen Lieferanten einsehen und direkt bestellen. Über die leistungsstarke, flexible API können zudem Warenwirtschaften auf Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr zugreifen. Eine vollelektronische Bestellintegration sowie innovative, digitale Vertriebslösungen ermöglichen es Systemhäusern außerdem, ihre gesamten Verkaufs- und Einkaufsabläufe auf einer einzigen Plattform direkt abzuwickeln.

 

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q3/2018


Pressemitteilung als .pdf
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Intel CPUs knapp & teuer, Logitech mit Ergonomie und Konferenztechnik, neue SSDs und Raid Platten

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q3/2018

  • CPUs: Hohe Preise bei Intel aufgrund Lieferschwierigkeiten – wie lange noch?
  • Neueinsteiger: Apples HomePod, Ergonomie und Konferenztechnik vorne
  • Notebooks: 2018er Thinkpad L Lineup rückt vor, MacBook Air wieder Nr. 1
  • Tablets: Microsoft erneut an der Spitze, Apple dicht dahinter, Samsung gewinnt an Boden
  • Smartphones: Apple dominiert das Feld, Samsung Galaxy S9 hält sich auf Platz 5
  • Wearables: Nokia & Garmin im Windschatten des Generationswechsels bei Apple
  • Festplatten: Samsungs 970er kommen, neue WD Red 8TB gesichtet
  • Drucker und MFPs: Neuer Preisbrecher von HP fürs kleine Office

 

ITscope Q3 2018 Neueinsteiger: Apple HomePod &Logitech dominieren

Platz 1 der Neueinsteiger belegt diesmal mit beachtlichen 1.277 Klicks der Apple HomePod, ein 2-Wege-Smart-Speaker mit sechs Mikrofonen, 360° Sound und Bluetooth 5.0. Im zweiten Quartal war der space-graue Lautsprecher mit dem Draht zu Apples Siri schon dabei gewesen, mit 465 Klicks jedoch erst auf Platz 4. Es ist zu erwarten, dass er zum Weihnachtsgeschäft nochmal einen ordentlichen Schub bekommt.

Mit hohen Platzierungen von Apple Originalzubehör bestätigt sich regelmäßig die Markentreue von Apple-Usern. Im Q3 jedoch hat sich auf Platz 2 mit dem Logitech Slim Folio diesmal ein 3rd-Party-Zubehör für die 9,7 Zoll großen iPads der 5. und 6. Generation gemogelt. Es handelt sich dabei um eine schwarze Tablet-Hülle mit integrierter deutscher Bluetooth-Tastatur für einen margenfreundlichen HEK von 68,90 Euro. Dafür gab es 1.218 Klicks, ein absoluter Achtungserfolg!

Apples 30W-Ladegerät für den USB-C-Anschluss des 12-Zoll-MacBooks ( MR2A2ZM/A) ist mit 585 Klicks auf dem dritten Platz gelandet. USB-C setzt sich immer weiter durch und wird uns bei den Neueinsteigern noch weiter interessieren (siehe Logitech Rally und Delocks Videoadapter).

Logitech ist überhaupt der Aufsteiger der Saison und hat es nach keiner Platzierung im zweiten Quartal gleich mit drei Produkten unter die Neueinsteiger geschafft. Platz 4 belegt mit 473 Klicks die Logitech MX Vertical, eine senkrecht zu haltende Maus. Diese wurde nach den Kriterien führender Arbeitswissenschaftlern entwickelt und wird von dem Schweizer Hersteller aus dem bezeichnenden Ort Apples als „die Evolution der Ergonomie“ beworben. Durch den 57°-Winkel reduziert sich nicht nur der Druck auf das Handgelenk, sondern auch die Beanspruchung der Muskeln. Das sind ideale Bedingungen für den Büroeinsatz. Gegen den Massenaustausch dürfte in vielen Unternehmen indes der hohe Preis von um die 90 Euro netto stehen.

USB-C wird mehr und mehr Standard im Business

Ebenfalls sehr hochpreisig kommt auch die neue Konferenzkamera Logitech Rally auf Platz 12 daher, die für einen HEK von ab 933 Euro oder einen VK von 1.249 Euro angeboten wird. Dafür bietet das motorbetriebene schlaue Auge allerdings auch die B2B-freundliche Deckenmontage, Belichtungs-optimierung zur natürlichen Abbildung aller Meetingteilnehmer und die volle 4K-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel – sowie passend dazu USB-C.

Hier ist er wieder, der USB-C-Anschluss. Auch USB Typ-C genannt, entwickelt der sich immer mehr zum neuen Standard, sowohl bei Smartphones als auch bei Notebooks. Darüberhinaus führt er Mac- und PC-Welten zusammen, aufgrund der Kompatibilität zu Thunderbolt 3, dem Standard dereine Datenrate von bis zu 40 Gbit/s verspricht. Microsoft hatte diese Technik noch 2017 für nicht massenmarkt-tauglich erklärt, setzt nun aber selbst im Surface Book 2 darauf.

Dünne Gehäusebauformen und die entsprechende Platzknappheit lassen gerade bei Ultrabooks und Convertibles oftmals nicht viel Platz für Anschlüsse, und setzen daher neuerdings selbst beim Aufladen auf USB-C. Der Videoadapter von Delock auf Platz 11 ermöglicht nun die Verwendung von gängigen Displayport Kabeln zum Anschluss eines Monitors in 4K Auflösung bei 60 Hz.

Weitere interessante Neueinsteiger fürs Weihnachtsgeschäft sind die neue AVM Fritz!Box 7530, der kleine Bruder der Fritz!Box 7590, auf Platz 7 und die Nikon D3400 mit 24 Megapixeln (6.000 x 4.000 Bildpunkte) auf Platz 13. Die letzte bzw. neueste Neuerscheinung, die es gerade noch in die Top 15 geschafft hat, ist das erst wenige Wochen alte Apple iPhone Xs Leather Case in Schwarz mit 158 Klicks.

Prozessoren: Intel schafft es nicht, den Markt zu bedienen

Top-Thema bei den CPUs sind die Liefer- und Produktionsengpässe bei Intel, die mutmaßlich auf Probleme bei der Umstellung von 14nm auf 10nm zurückzuführen sind, während andere Player im Chipmarkt – Samsung, sowie Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor (TSMC) sogar schon an der noch effizienteren 7-nm-Technologie arbeiten. Intel selbst verweist auf die hohe Nachfrage als Ursache, und ist offensichtlich nicht in der Lage, diese zu bedienen: Auf Nachfrage bestätigten die Broadliner Ingram und ALSO Deutschland, dass aktuell nur noch geringe Stückzahlen  im Zwei-Wochen-Rhythmus eintreffen, mit denen zunächst die Vorbestellungen bedient werden. Fürs ganze Q4 sei hier noch keine Entwarnung in Sicht. Andere Reseller im Markt nutzen diese Situation aus, und treiben die Preise nach oben. Händler, die nicht warten wollen oder können, müssen daher aktuell Aufschläge bis zu über 50% über den Preisen hinnehmen, die noch im Sommer üblich waren, und finden dann entsprechende Stückzahlen bei den anderen auf der ITscope Plattform gelisteten Distributoren.

Beispielhaft für die Entwicklung ist der mit 3 GHz getaktete 6-Kerner Intel Core i5-8500 (BX80684I58500) aus der neuen 8ten Generation auf Platz 6 des Rankings. Der HEK schnellte ab Mitte September binnen weniger Wochen über 50% nach oben.

Doch auch die älteren CPUs sind genauso betroffen: der mit 3,7 GHz getaktete 2-Kerner aus der 6. Generation auf Platz 16, der Intel Core i3-6100 (BX80662I36100) ist im Preis fast auf das Doppelte gestiegen.

Spannend wird nun, ob Konkurrent AMD Kapital aus dieser Situation wird schlagen können. Was die reinen Klickzahlen der Händler angeht, sind jedenfalls Intel CPUs aktuell aufgrund der fieberhaften Suche nach Stückzahlen im Vorteil. Der AMD Ryzen 3 2200G, APU, 4-Core, 3,5 GHz (YD2200C5FBBOX) hat sich immerhin um sechs Stellen auf Platz 12 verbessert, dafür ist der AMD Ryzen 7 2700X, 8-Core, SMT mit 4,35 GHz (YD270XBGAFBOX) mit nur noch Platz 17 aus dem Top 15 Ranking herausgefallen.

TFT-Displays: Dell bleibt Monitor-King

Bei TFT-Monitoren tut sich im Ranking nicht viel, wenn man davon absieht, dass Dell seine Position jetzt mit sechs statt vorher vier Geräten unter den Top 10 weiter ausgebaut hat. HP macht sich ebenfalls weiterhin breit, während die etablierten Big Player aus Südkorea LG und Samsung jeweils nur noch mit einem Modell unter den Top 10 vertreten sind. BenQ schafft es mit dem 24-Zöller BL2405HT gerade noch auf Platz 12, von den anderen Traditionsmarken fehlt bis zum EIZO FlexScan EV2750-BK auf Platz 51 jede Spur.

Nun zu den Top-Geräten: Der Dell P2417H hat es mit 24 Zoll bei der Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel erneut an die Spitze geschafft. Von Platz 4 auf Platz 2 verbessern konnte sich der Dell UltraSharp U2415, der ebenfalls als 24-Zöller daherkommt, allerdings mit der 16:10-Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten, ebenso wie das HP EliteDisplay E243i auf Platz 3. Das zeigt, dass sich 24 Zoll mit 16:9 Full HD oder 16:10 im Business offenbar immer mehr durchsetzt. Auf Platz 4 ist mit dem Dell UltraSharp U2715H dann erstmals ein Vertreter aus dem 27-Zoll-Lager mit der QHD-Wide-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel.

Während sich gebogene Fernseher nur mäßig verkaufen, nehmen Dell und Samsung im Oktober 2018 gerade wieder einen neuen Anlauf mit XXL-großen Curved Monitoren für Business-Anwendungen, für Börsenplätze etwa. In der Händlergunst sind die aber auch nicht so von Erfolg gekrönt, wie Samsung QLED-Monitor C49HG90DMU zeigt, der nun schon seit Mitte 2017 auf den Markt ist. Der 49-Zöller ist nämlich im dritten Quartal wieder von Platz 46 auf Platz 88 abgerutscht.

Mobiltelefone: Apple macht es spannend

Bei den Handys hat sich unter den Top 10 nicht viel getan, sieht man davon ab, dass Apple jetzt nur noch mit sechs statt vorher sieben Geräten unter den Top 10 ist. Bisher halten sich noch die relativ zu den Neuerscheinungen günstigen, mit geringerem Speicher ausgestatteten Modelle an der Spitze:  Apples space-graues iPhone 8 mit 64 GB (MQ6G2ZD/A) belegt immer noch Platz 1, das ebenfalls space-graue Apple iPhone SE in der Ausführung mit 32GB (MP822DN/A) hat sich auf Rang 2 verbessert und das schwarze iPhone 7 mit 32 GB auf Platz 3 verwiesen. Samsungs Galaxy S9 mit 64 GB in Schwarz (SM-G960FZKDDBT) hat sich auf Platz 5 gehalten, das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S8 in der Variante mit 64GB (SM-G950FZKADBT) hat sich um zwei Positionen auf Platz 6 verbessert, das Galaxy A5 von 2017 (SM-A520FZKADBT) sogar um drei Stellen auf Platz 8, während das schwarze Galaxy S7 (SM-G930FZKADBT) von Platz 6 auf Platz 10 abgerutscht ist.

Soweit so schön. So richtig interessant ist, wie sich das noch blutjunge iPhone Xs macht, das gerade erst Mitte September 2018 auf den Markt gekommen ist. Unter den möglichen Farben und Ausstattungen dominiert aktuell mit über 200 Klicks pro Woche die Variante MT9H2ZD/A – das    iPhone Xs 256GB in Space-Grau  – trotz des HEKs von über 1.000 Euro bzw. einem VK von um die 1.300 Euro. Alle Achtung! Dafür bietet das Gerät neben dem riesigen Speicher auch ein 5,8 Zoll großes Super Retina OLED Display mit einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixel und einer Helligkeit von 625 cd/qm sowie Dual-SIM-Steckplätze und SMART HDR für brillantere Fotos.

Das ebenfalls space-graue iPhone Xs Max besticht zwar mit dem bisher größten iPhone Display, das sich mit 6,5 Zoll nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken muss, tut sich aber angesichts des nochmal ca. 300 Euro höheren Einkaufspreises und nur um die 100 Klicks weit schwerer, die Händlerherzen zu erwärmen.

Tablets: Microsoft und Apple weiter vorne

Bei den Tablets ist auf den ersten Plätzen alles wie im zweiten Quartal: Den Spitzenplatz hält weiterhin das Microsoft Surface Pro mit 12,3-Zoll-Display und 256 GB Speicher, Windows 10 Pro und Intel Core i5-7300U (FJY-00003) zum HEK von 975 Euro oder einem VK von 1.299 Euro. Im zweiten Quartal hatte es zwar noch über 6.000 Klicks, mit 5.737 Treffern ist es aber bei Händlern wie bei Business-Kunden immer noch der beliebteste Tablet-PC.

Ganz weit oben in der Händlergunst rangiert auch immer noch das Surface Pro in der Variante mit LTE in Schwarz. Dieses konnte sich im dritten Quartal mit 3.072 Klicks zum dritten Mal in Folge den dritten Platz sichern, allerdings weit hinter dem Apple iPad mit 32GB (MR7F2FD/A), das mit 4.932 Klicks deutlich besser abgeschnitten hat und wieder auf Platz 2 landete. War die Mac-Company im zweiten Quartal noch mit sieben iPads unter den Top 10, sind es jetzt nur noch sechs, das tut der Beliebtheit der Marke mit dem angebissenen Apfel aber keinen Abbruch.

Samsung hat es diesmal mit zwei Geräten unter die Top 10 geschafft. Erwähnenswert ist vor allem das in Schwarz gehaltene Galaxy Tab A (Modell 2016, SM-T585NZKEDBT), das mit 2.890 Klicks um vier Stellen auf Platz 4 vorgerückt ist. Dieses bietet eine WUXGA-Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel auf 10,1 Zoll, einen 1,6 Ghz schnellen 8-Core-Prozessor und 2 GB RAM sowie Platz für eine SD-Karte mit maximal 200 GB. Ansonsten hat sich unter den Top 10 nicht viel getan.

Interessanter ist da schon das neue Microsoft Surface Go mit Intel Pentium Gold 4415Y CPU und 128 GB Speicher in Silber (JTS-00003), das gerade erst seit Juli 2018 auf den Markt ist und des mit 2.283 Klicks von Anhieb an auf Platz 14 geschafft hat. Eine Microsoft-typische Besonderheit ist das zehn Zoll große 10-Punkt-Multi-Touch-Display mit der etwas ungewöhnlichen Auflösung von 1.800 x 1.200 Bildpunkten.

Business-Anwendern, für die das Gerät mit Windows 10 Pro gedacht ist, kann es nur recht sein. Die Business-Handschrift zeigt sich bei diversen Sicherheitsmerkmalen und dem vorinstallierten Microsoft Office 365 als Trial Version. Passend dazu hat sich das in Schwarz gehaltene Microsoft Surface Go Type Cover mit Tastatur, Trackpad und Beschleunigungssensor innerhalb kurzer Zeit mit durchschnittlich über 50 Klicks pro Woche schon zu einem echten Quotenfänger entwickelt. Die Surface-Go-Hüllen in anderen Farben kamen im dritten Quartal noch nicht so gut an. Aber vielleicht reißt es ja das kommende Weihnachtsgeschäft heraus.

Wearables: Warten auf die Watch Series 4, Nokia überrascht

Was ist denn bei den Wearables los? Drei Trends sind da von besonderem Interesse. Erstens ist Apple nur noch mit fünf statt vorher acht tragbaren Geräten unter den Top 10, zweitens nur noch mit einem statt vorher 5 Smart Watches unter den Top 5 und drittens sind die Klickraten insgesamt saisonal bedingt deutlich zurückgegangen. Die weltraumgraue Apple Watch Series 3 auf Platz 1 zum Beispiel hat diesmal nur 1.723 statt vorher 2.140 Klicks eingeheimst. Der Grund, dass bei Apple die Klicks so stark nachlassen ist sehr wahrscheinlich der Generationswechsel auf die Watch Series 4. Diese wurde bereits vorgestellt, aber ist noch nicht im Ranking zu sehen. So ist schlagartig die Apple Watch Series 3 nicht mehr so beliebt. Das kommt den anderen Herstellern zu Gute und diese klettern nach oben.

So ist die Garmin vívofit 3 (010-01608-06) zum Beispiel trotz einem Rückgang auf 1.386 statt vorher 1.606 Klicks von Platz 8 auf Platz 2 hochgerutscht. Dabei ist der HEK der Watch von Garmin innerhalb eines Jahres von 56 auf 43 Euro gefallen und damit trotz des Alters seine Attraktivität im niedrigen Preissegment behauptet.

Die Plätze 3, 4 und 5 gingen diesmal an Nokia, genauer an die Steel HR Series. Wie schon berichtet, konnte diese – seit November 2017 auf dem Markt – schon im zweiten Quartal gut zulegen. Von Platz 12 auf Platz 3 gemausert hat sich zum Beispiel die 44 mm große Nokia Steel HR (HWA03/40/BLACK), die im dritten Quartal aufgrund der schwankenden Verfügbarkeiten einen echten HEK-Rollercoaster erlebt hat. In der Spitze waren es im August rund 187 Euro, Mitte September 133 Euro und am 22. September wieder 152 Euro, bevor der Händlereinkaufspreis eine Woche später bei 129 Euro angelangt ist. Einen ähnlichen, aber nicht ganz so dramatischen Verlauf nahm die Nokia Steel HR mit 36 mm auf Platz 4.

Neben zwei Samsung Gear S3 wie dem Modell Classic (SM-R770NZSADBT) auf Platz 9 hat es diesmal – zwar nur knapp – auch eine Fitbit unter die Top 15 geschafft: die Fitbit Charge 2 Blau-Silber (FB407SBUL-EU), gefolgt von der baugleichen Fitbit Charge 2 Silber-Blue (FB407SBUS-EU). Erwähnenswert ist schließlich noch die Garmin Fenix 5 Series, die es schon länger gibt, aber wohl aufgrund des unter 400 Euro HEK gesunkenen Preises interessanter zu werden scheint. So ist die Garmin Fenix 5 (010-01688-00) in grau/schwarz mit GPS, Herzfrequenzmessung und passiver digitaler Anzeige innerhalb eines Quartals von Position fernerliefen (208) auf Platz 20 aufgerückt. Gleich dahinter folgt die Variante in silber/blau (010-01688-01).

Notebooks: 2018er Thinkpad L Lineup rückt vor, MacBook Air Nr. 1

Bei den Laptops hat sich Apple mit dem MacBook Air mit 13,3 Zoll und der WXGA+-Auflösung von 1.440 x 900 Bildpunkten (MQD32D/A) mit 4249 Klicks an die Spitze gesetzt – wieder muss man sagen.

Denn Anfang des Jahres war es da schon, bevor im zweiten Quartal das HP ProBook 450 G5 mit 15.6″, Core i5-8250U und 8 GB RAM (3KY96EA#ABD) wie aus dem Nichts (genauer Platz 40) hochschoss. Das ist jetzt aber auf Platz 3 abgerutscht, denn das von den Komponenten fast genauso ausgestattete Lenovo ThinkPad E580 (20KS001JGE) hat sich von Platz 4 kommend frech davorgesetzt.

Ansonsten hat sich auf den ersten Blick eigentlich nicht viel bewegt, möchte man meinen, wobei der Schein trügt. Lenovo ist wieder mit acht Notebooks unter den Top 15, Apple und HP jeweils mit drei statt vorher zwei Geräten und Dell nicht mehr dabei. Tatsächlich hat sich aber so einiges getan.

Das Lenovo ThinkPad L580 20LW mit 15,6“-Display, Core i5-8250U, 256 GB SSD und 8 GB RAM (20LW000VGE) aus dem 2018er Line-up der L-Serie ist von Platz 42 auf Platz 5 vorgerückt und macht sich im beginnenden vierten Quartal auf, zum Gipfelstürmer zu werden. Ähnlich klickverdächtig ist auch das Lenovo ThinkPad L480 20LS mit 14″-Display, Core i5-8250U und 8GB (20LS001AGE), das von Position 79 auf Platz 10 vorgestürmt ist. Bei dem eingangs genannten Apple MacBook Air bewegt sich dagegen im beginnenden Weihnachtsquartal noch recht wenig, was die Klickraten angeht.

Relativ verhalten sind sie auch beim Microsoft Surface Book 2 (13.5″, 3000 x 2000, Core i5-7300U, HMX-00004), der von Position 10 auf Platz 12 abgerutscht ist, und bei dem Apple MacBook Pro (13.3″, 2.560 x 1.600 Pixel in Grau, MPXT2D/A), das gerade noch den letzten Platz der ersten 15 erwischt hat, immerhin um eine Stelle besser als im zweiten Quartal.

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 20KH mit 14″-Display, Core i7-8550U, 512 GB SSD und 16 GB RAM (20KH006JGE) ist mit Platz 17 knapp an den Top 15 vorbeigeschrammt. Schon im zweiten Quartal machte ein X1 von sich reden, allerdings mit dem Unterschied, dass es sich um das Vorgängermodell 20HR0021GE mit 8 GB statt 16 GB RAM handelte, das nur noch als B-Ware verfügbar ist – für ab etwa 1.200 Euro. Die doppelte Ladung RAM (16 GB) scheint sich jedoch bezahlt zu machen, obwohl das neue ThinkPad X1 Carbon mit einem HEK von 1.817 Euro und einem VK von 2.399 Euro ziemlich weit oben angesiedelt ist. Aber wie Apples MacBooks zeigen, hängt das Händlerherz nicht so sehr an einem günstigen Preis, im Gegenteil.

Komplettsysteme: Gemischtes Quartett an der Spitze

Bei den PC-Systemen hat sich unter den Top 10 wenig bewegt. HP ist wie im zweiten Quartal nur zweimal unter den Top 10, Lenovo nur noch viermal (vorher fünfmal), Fujitsu nur einmal und Dell jetzt zweimal statt einmal.

Die Position der ersten drei ist unverändert: Der HP ProDesk 400 G4 (1JJ56EA#ABD) mit dem 3,4 Ghz schnellen Core i5-7500 und 256 GB SSD (1JJ56EA#ABD) ist wie im zweiten Quartal mit 4.453 Klicks weit vorn. An zweiter Stelle folgt wie zuvor schon das Lenovo ThinkCentre M710 (10MR000XGE) mit 2.318 Klicks. Das Modell verfügt ebenfalls über eine SSD mit 256 GB und einen i5-Prozessor, allerdings handelt es sich um den mit 2,4 GHz getakteten Core i5-7400T. Der Fujitsu ESPRIMO P557/E85+ (VFY:P0557PP581DE) mit 3,5 GHz schnellen Core i5-7400 (man achte auf das fehlende T) ist weiter auf Platz 3.

Interessant sind lediglich zwei Aufsteiger der Saison: der HP ProDesk 400 G3 DM, i5, 2.7 GHz, 256GB SSD (1EX82EA#ABD), der sich von Platz 41 auf Platz 4 verbessern konnte, und der Dell OptiPlex 3050, i5, 3.4GHz, 256GB SSD (TZY5H0), der von Position 120 kommend auf Platz 9 sogar noch einen größeren Satz nach vorn machte.

2018er-Modelle haben Luft nach oben

Was allerdings auffällt, ist die Tatsache, dass alle Komplettsysteme bis Position 27 mindestens ein Jahr „auf dem Buckel haben“, so auch der Apple iMac, i5, 3.4 GHz mit 1 TB Speichervolumen (MNE92D/A) auf Platz 10, übrigens der Einzige unter den Top 10 mit dem angebissenen Apfel. Dabei ist die Marke aus Cupertino im ITscope Marktbarometer sonst wieder recht stark vertreten.

Das einzige neue und herausragende Produkt unter den Komplettsystemen ist der HP ProDesk 400 G4 mit dem 2,1 GHz schnellen Core i5-8500T und 8 GB RAM (4CZ90EA#ABD), aber wie bereits angedeutet erst auf Platz 28. Die Klicksteigerungen können sich sehen und für Q4/2018 mehr erwarten lassen. Mit 17,5 cm im Quadrat ist der Mini-PC zwar nicht so klein wie der Intel NUC Plattform (12 x 12 cm), aber immer noch klein genug, dass er von einem Monitor huckepack genommen werden kann und für einen aufgeräumten Arbeitsplatz sorgt.

Grafikkarten: Wild durcheinandergewirbelt

Bei den Grafikkarten bleibt es turbulent. So ist die Q2-Siegerin, die ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Mini mit 11 GB GDDR5X (ZT-P10810G-10P), mit nur noch 575 statt vorher 1.801 Klicks kläglich auf Platz 76 abgerutscht. Stattdessen findet sich jetzt die vormals zehntplatzierte Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX (NE5105T018G1F) mit 4GB GDDR5 und 1.726 Klicks an der Spitze, gefolgt von der PNY Quadro P4000 (VCQP4000-PB) mit 8GB GDDR5 und 1.555 Klicks, die vorher auf Platz 4 war.

Ein Überraschungsaufstieg von Platz 15 auf Platz 5 ist der ASUS ROG-STRIX-GTX1080TI-11G-GAMING mit 11 GB GDDR5X (90YV0AM1-M0NM00) gelungen. So richtig interessant wird es dann erst wieder ab der Position 8, der von der HP-gelabelten NVIDIA Quadro P2000 mit 5GB GDDR5 (1ME41AA, im zweiten Quartal noch auf Platz 42. Die Gainward GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5 (3712) gleich dahinter war vorher noch auf Platz 25.

Die neueren 2018 Modelle setzen sich erst langsam durch. Auf den oberen Plätzen sind – wie auch die MSI GT 710 1GD3H LP mit 1 GB GDDR3 (V809-1899R) – Komponenten, die schon seit 2016 auf dem Markt sind. Die Neuerscheinungen von 2018 tauchen erst bei Position 39 auf, die PNY NVIDIA Quadro P620 mit 2 GB GDDR5 und PCIe 3.0 x16 Low-Profile (VCQP620-PB), die im zweiten Quartal nur gerade mal auf Platz 182 war. Hier ist bei weiter steigendem Interesse ein Aspirant auf Top Platzierungen, zumal der niedrige, schmale Formfaktor ideal für den Einsatz in Workstations für den Business User ist. Der HEK hat sich zuletzt bei 155 Euro stabilisiert.

Mainboards: ASUS bleibt Lieblingsmarke der Händler

Waren im ITscope Ranking für das zweiten Quartal 2018 teilweise noch die Ausläufer des Blockchain- beziehungsweise Bitcoin-Hypes erkennbar, heißt es im dritten Quartal wieder back to business und ran an die Spielekisten. So wie übrigens bei den markenbewussten Chinesen kommt es vielen PC-Käufern in Deutschland weniger darauf an, was auf dem Gerät draufsteht, sondern was darin verbaut ist. ASUS-Mainboards sind für viele Gamer und Business-Kunden immer noch die erste Wahl. Das spiegelt sich typischerweise auch im ITscope Ranking für Motherboards wider. So ist ASUS diesmal sogar gleich mit sieben Hauptplatinen unter den Top 10 und mit fünf unter den ersten sechs.

Das fängt damit an, dass die ersten beiden Boards wieder die 1.168-fach geklickte ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX (90MB0VH0-M0EAY0) und die ASUS PRIME Z370-A, LGA 1151, ATX (90MB0V60-M0EAY0) sind. Das Sieger-Board für Intels Core-Prozessoren der 8. Generation richtet sich an Kunden, die im Do-it-yourself alles aus einem PC herausholen wollen.

Das ASUS H110M-A/M.2, LGA1151, micro ATX (90MB0R60-M0EAY0) ist um drei Stellen auf Platz 3 aufgerückt. Platz 4 holte sich das Micro-ATX-Board Gigabyte GA-A320M-S2H – 1.0 (GA-A320M-S2H) mit Sockel AM4 für AMD Ryzen CPUs mit Unterstützung von DDR4-SDRAM und 8-Kanal-HD-Audio. Platz 7 ging an das ATX-Board MSI Z370-A PRO, LGA 1151 (7B48-001R). Traditionell zählen die beiden Player so wie ASUS ebenfalls zu den Top-Mainboard-Marken, alle drei stammen übrigens aus Taiwan wie die meisten Komponentenhersteller (auch Apple-Produktionspartner Foxconn), produzieren allerdings überwiegend in China.

Wirbel um neuen Z390 Chipsatz

Einigen Wirbel gab es, als ASUS im Juli auf der eigenen Webseite versehentlich Zugriff auf die Modellnamen zu 19 neuen Mainboards für Intels Sockel 1151 gegeben hat und dazu auch den bisher nicht bestätigten Chipsatz Z390 durchsickern ließ. Daraufhin mussten die Boards vorübergehend bei einigen Lieferanten gesperrt werden, damit der Marktstart nicht verzerrt wird – die Freigabe erfolgte erst am 8. Oktober. Es wird daher in Q4 spannend, ob die neuen ASUS-Boards auf entsprechendes Interesse stoßen, und ob die gebotenen Zusatzfeatures wie z.B. OnBoard USB 3.1 Gen2 Unterstützung für Nachfrage sorgen.

Wo bleiben die 2018er Boards?

Bisher haben es 2018er Mainboards im Ranking noch schwer, die meisten Motherboards sind noch 2017er-Modelle oder älter. Unter den 2018er sind die LGA1151-Boards von ASUS führend, ganz vorn das ASUS PRIME B360M-A, LGA1151, micro ATX (90MB0WQ0-M0EAY0) auf Platz 9, das seit April 2018 im Handel ist. Zwischendurch schiebt sich ein AMD-Mainboard von Gigabyte auf Rang 27, das zu Jahresbeginn herausgekommene Gigabyte GA-78LMT-USB3 R2 (rev. 1.0) AMD 760G Socket AM3+ Mini ATX.

Auf Platz 31 folgt das  ASUS PRIME H310M-A als micro ATX Board mit Sockel LGA1151 und USB 3.1 Gen 1 (90MB0WI0-M0EAY0). Die neuesten Business-Mainboard von ASUS finden sich noch weiter hinten, zum Beispiel das ATX-Board ASUS PRIME B360-PLUS auf Platz 50.

Festplatten: Samsungs 970er kommen,  neue WD Red 8TB gesichtet

Bei den Festplatten und SSDs hat sich auf den vorderen fünf Plätzen nicht viel getan. Die Top 15 werden ganz klar von der Samsung 860 PRO und der WD Red dominiert. Die beiden Hersteller lösen sich an der Front eigentlich immer ab, nur die Seagate IronWolf mit 4 TB (ST4000VN008), die um drei Positionen auf Platz 13 vorrückte, stört das traute Stelldichein von Samsung und Western Digital.

Die Samsung-SSD 860 EVO mit 250 GB (MZ-76E250B/EU) ist mit satten 10.921 Klicks weiter an der Spitze, die größere Schwester, die SAMSUNG EVO mit 500 GB (MZ-76E500B/EU), wie vorher schon mit 7.507 Klicks auf Platz 2. Die Pro Variante MZ-76P256B mit 256GB ist stark im Kommen , von Platz 14 im zweiten und Platz 110 im ersten Quartal nun auf Platz 6 des Rankings. Parallel vollzieht sich allmählich der Wechsel zur neuen 970er Serie:

Hier ist der Aufstieg der Samsung-SSDs Samsung 970 EVO mit 500 GB (MZ-V7E500BW) und der Samsung 970 EVO mit 250 GB beachtlich, beide im Formfaktor M.2 2280 und mit PCI Express 3.0 x 4 (NVMe) als Schnittstelle. Diese schießen, wie sich im zweiten Quartal bereits ankündigte, mit wöchentlich mehr als 250 Klicks glatt durch die Decke: die 500er von Platz 76 auf Platz 12 in nur drei Monaten, die 250er von Platz 90 auf Platz 18. Alle Achtung! Letztere scheint sich mit einem HEK von knapp 70 Euro schon zum Preisleistungsfavoriten der Händler zu entwickeln.

Im NAS Sektor ist weiter die WD Red mit 4 TB Speicherplatz (WD40EFRX) führend auf Rang 3. Dies zeigt, dass im Raid Segment 4 TB für viele Anwendungen immer noch ausreicht, während die 6 TB (Platz 7) langsam nach vorne kommt. Vielleicht gelingt WD ja mit der neuen 8 TB Variante WD80EFAX der Durchbruch: Diese ist seit Mai 2018 verfügbar, mit üppigen 256MB Cache ausgestattet und direkt von 0 auf Platz 50 eingestiegen.

Drucker und MFPs: Neuer Preisbrecher von HP fürs kleine Office

Bei den Printer-Produkten ist an der Spitze wenig Bewegung. Die Klassenbesten sind wie gehabt: Der HP Color LaserJet Pro MFP M477fdn (CF378A#B19) und der HP LaserJet Pro M402dne (C5J91A#B19) haben sich an der Spitze lediglich abgelöst. Auf den nachfolgenden Plätzen 3, 4, 5 und 6 sind wieder der HP PageWide Pro MFP 477dw (D3Q20B#A80), der HP OfficeJet Pro 8710 (D9L18A#A80), der HP LaserJet Color Pro M452dn (CF389A#B19) und der HP LaserJet Color Pro MFP M477fdw (CF379A#B19). Es könnte auch so weitergehen, aber auf Platz 8 und Platz 9 haben sich dann gegenüber dem Q2-Ranking der Laserdrucker Brother HL-L5100DN (HLL5100DNG1) und der Tintenstrahler Canon PIXMA iP7250 (6219B006) abgelöst.

Von besonderem Interesse ist hier ein günstiges, kompaktes monochromes Laser-Multifunktionsgerät: der HP LaserJet Pro MFP M28a (W2G54A#B19) ist zwar „nur“ auf Platz 50, allerdings noch sehr neu, d.h. erst Februar 2018 auf dem Markt und kommt von Platz 260 im zweiten Quartal. Für das doch stabilere Druckersegment ein beeindruckender Aufstieg, der durchaus auch mit dem sehr attraktiven HEK von unter 100 Euro begründet werden kann, wodurch das Gerät wie geschaffen für kleine Offices ist.

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q2/2018


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Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

HP geht an die Spitze bei Notebooks, Preise für TFTs und Grafikkarten im Sinkflug, 500-Euro-Workstations

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q2/2018

Kurzübersicht Highflyer & Neueinsteiger

Waren im ersten Quartal 2018 noch SSDs und USB-Sticks weit vorn, ist es diesmal ein buntes Potpourri von anderen Produkten bei den Neueinsteigern – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wie der neue Senkrechtstarter, das erst im März erschienene Lederarmband in „Frühlingsgelb“ für die Apple Watch mit 38 mm (MRP42ZM/A) zeigt, liegen individuelle Farben voll im Trend.

 

 

Aber zunächst noch einen Schlenker zurück zu den Speicherprodukten: Dass die besten Neueinsteiger des Vorquartals, die Samsung-SSDs 860 EVO MZ-76E250B und 860 EVO MZ-76E500B mit 250 und 500 GB durch die Decke schießen würden, war ja zu erwarten. Aber mit knapp 12.000 und über 7.100 Klicks sind sie nun mit großem Abstand die Klassenbesten bei den Festplatten (siehe Detailauswertung) und eben nicht mehr unter den Top 15 der Neueinsteiger zu finden.

 

Gleiches gilt auch für USB-Sticks. Interessanterweise ist der Corsair Flash Voyager GTX mit 1TB, der im ersten Quartal 2018 so vielversprechend war, trotz des günstigeren Preises von gut 300 Euro im EK bei Speicherkarten noch hinter dem älteren und ca. 200 Euro teureren Kingston DataTraveler Ultimate GT (5311965000) zurückgefallen. Beide Sticks sind am Markt nur in sehr geringen Stückzahlen erhältlich oder ausverkauft.

 

Viermal Apple vorn: Wie in vielen anderen Kategorien belegt die Mac-Company auch bei den Neueinsteigern im zweiten Quartal 2018 Spitzenplätze, und das sogar mit gleich vier Produkten. Das oben genannte frühlingsgelbe iWatch-Armband lässt alle anderen Highflyer mit 1.443 Klicks weit hinter sich. Mit zauberhaften 906 Klicks folgt das Apple Magic Keyboard mit Ziffernblock und  Bluetooth (MRMH2D/A). Die Apple-Schutzhülle fürs iPhone X in  Soft Pink (MRGH2ZM/A) auf Platz 3 beweist wiederum das steigende Interesse der Kunden für individuelle Farben, kommt aber nur auf 676 Klicks.

 

Dann wird es richtig interessant: Der Bluetooth- und WLAN-fähige Smart-Speaker Apple HomePod (MQHW2D/A) als Antwort auf Amazons Alexa hat zwar nach dem anfänglichen Hype im Juni 2018 in der Aufmerksamkeit der Händler zwar etwas verloren, kommt aber immer noch auf 465 Klicks und einen verdienten Platz 4. Das Gerät mit integrierte Set-top-Box bietet einen hervorragenden Klang und verfügt über sechs Mikrofone, um über Siri per Sprachbefehl Musikwünsche aus Apples iTunes entgegenzunehmen und zu lernen, welche Musikrichtung bevorzugt wird. Mit Siri als Sprachassistenten an Bord beantwortet der HomePod auch jede Menge Fragen und eignet er sich auch als Kommandozentrale fürs Smart Home.

 

Auf Platz 5 der Neueinsteiger ist mit 377 Klicks die Net-IP-Kamera UbiQuiti UVC-G3-AF mit 4 Megapixel. Ein weiterer Newcomer ist überaus interessant: Der HPE ProLiant MicroServer Gen10 mit AMD Opteron X3421 2.1 GHz und 8 GB RAM kommt optisch und leistungsmäßig vielleicht auch als Desktop Alternative in Frage, und wurde von HP speziell für kleinere und mittlere Unternehmen aufgelegt. Mit Erfolg, denn dank HEKs unter 500 Euro trifft HP offensichtlich den Nerv bei Fachhändlern und Systemhäusern.

 

Davor ist der TP-LINK MR3020 zu finden. Dieser Wireless-Router ist eigentlich gar nicht so neu, gibt es ihn unter dem Namen doch schon seit 2011. Neu ist allerdings, dass er sich jetzt in Verbindung mit einem LTE-Stick auch zu einem LTE-Router ausbauen lässt – und das Ganze für einen HEK von nur gerademal 19,60 Euro oder UVP 24,99 Euro. Solange in Deutschland kein flächendeckendes schnelles Internet vorhanden ist, werden Produkte wie diese ein Dauerbrenner bleiben, denn nur LTE verspricht auch in entlegeneren Regionen halbwegs ordentliche Bandbreiten. Soweit die Highflyer im zweiten Quartal 2018.

 

TFT-Monitore: Preisverfall bei kaum veränderter Top 10, Innovationen gesucht

 

Bei den LCD- oder TFT-Monitoren gibt es kaum Bewegung bei den Platzierungen im obersten Feld. Dell ist mit dem 24-Zöller P2417H und 4.271 Klicks weit vorne weiterhin Klassensieger, allerdings hat sich der HP EliteDisplay E243i (1FH49AA#ABB) mit 3.821 Klicks dazwischen gemogelt und den Dell UltraSharp U2715H (210-ADSO) mit nur noch 3.398 Klicks auf Platz 3 verwiesen. Umso mehr Bewegung gibt es aber bei den Einkaufspreisen. Der starke Preisdruck in diesem High-Volume-Segment, der auch von eTailern und Distributoren aus dem europäischen Ausland befeuert wird, macht sich mit Preisrückgängen von bis zu 15% alleine in den letzten drei Monaten bei den Topmodellen von Dell und HP bemerkbar.

 

 

 

 

Alle drei kommen wie die meisten Monitore heute mit einem blickwinkelstarken IPS-Panel. Der am Namen schon als solcher auszumachender 27-Zöller bietet wie viele Bildschirme der Größe die WQHD-Auflösung von 2.560×1.440 Pixel, das mehr als 1,77-fache von Full-HD (1.920 x 1.080 Bildpunkten). Gleiches gilt auch für den Lenovo ThinkVision P27h-10 (61AFGAT1EU) auf Platz 16, während der 23,8-Zoll-Bruder Lenovo ThinkVision T24i-10 (61A6MAT3EU) sich wie die meisten 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung begnügt.

 

16:10 – der neue Goldstandard fürs Office?

 

Jenseits von Full HD gibt es eine weitere Entwicklung – nämlich beim Seitenverhältnis: So verfügt der Dell UltraSharp U2412M (210-AGYH) über ein IPS-Panel mit 1.920 x 1.200 Pixel und damit 16:10 WUXGA-Auflösung, die sich besonders beim vertikalen Scrollen positiv bemerkbar macht. Im Vergleich zu dem im Entertainmentbereich immer noch führenden 16:9 Seitenverhältnis (z.B. bei Full-HD), bringt 16:10 im Office deutliche Vorteile, da Dokumente, Quellcode und anderes Textmaterial in der Vertikalen bei 16:10 deutlich mehr Platz finden.

 

Curved – Trend oder nur Spielerei?

 

Es gibt auch einige Curved-Monitore im neuen ITscope Ranking, aber das Interesse ist wie bei Fernsehern mittlerweile eher verhalten. Interessant ist hier wie bei dem 34-Zöller LG 34UM88C-P (34UM88C-P.AEU) auf Platz 21 auch wiederum das Bildseitenverhältnis, das bei einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel bei 2,388:1 liegt und damit einem klassischen Setup aus Röhrenzeiten mit zwei 4:3 Monitoren nahe kommt.

 

Samsung Flip als günstiges digitales Whiteboard

Im Ranking zwar nur auf Platz 91, scheint sich der Samsung Flip WM55H (LH55WMHPTWC/EN ) mit wöchentlich fast 100 Klicks oder 881 insgesamt zu einem echten Geheimtipp im Fachhandel zu mausern. Bei dem interaktiven 55-Zoll-Display mit der 4K- oder UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten im Seitenverhältnis von 16:9 und einem sagenhaften Kontrast von 4.700:1 stellt sich allerdings die Frage, ob es sich um einen Monitor oder nicht doch eher um ein digitales Whiteboard handelt. Wie man den Flip WM55H auch dreht oder wendet, ist er ab 1.616 Euro HEK (VK-Preis ab 2.099) auf jeden Fall eine interessante Alternative zu weit teureren Vertretern dieser Art.

 

Was macht eigentlich BenQ?

Wie die einstige Mutter Acer hat BenQ im Monitor-Markt lange Zeit einen Spitzenplatz belegt, so auch im ITscope-Ranking – und das verdientermaßen. Denn mit dem ebenfalls aus dem Acer-Lager stammenden Panel-Hersteller AU Optronics (AUO) in der Hinterhand sitzen die Taiwaner praktisch an der Quelle und konnten sie lange Zeit stets State-of-the-Art-Technologie zu günstigen Preisen anbieten. So war BenQ einer der ersten Anbieter von TFT-Monitoren mit einer Reaktionszeit von 2 ms und von Geräten mit hohen Auflösungen. Man fühlt sich fast an das Siemens-Mobile-Debakel erinnert, von dem sich BenQ nie mehr so richtig erholt hat. Nun wurden teilweise gut laufende Modelle eingestellt, ohne potente Nachfolger in petto zu haben, der BL 2710PT zum Beispiel.

 

Der BenQ BL2405HT, der 2013 auf den Markt kam und damals mit 24 Zoll in Full-HD noch das Maß aller Dinge war, kommt im neuen Ranking mit 1.950 Klicks zwar immer noch auf Platz 12, hat aber seine beste Zeit auch schon hinter sich. Der BenQ BL2706HT (9H.LG3LA.TBE) hat sich zwar von Platz 59 auf Platz 20 verbessert, allerdings nur dank eines Ausverkaufspreises von rund 180 Euro HEK. Hand aufs Herz: Wie viele Kunden werden sich im 27-Zoll-Segment noch mit Full-HD-Auflösung zufriedengeben, wo WQHD (Wide Quad High Definition oder 1444p) heute schon Standard ist?

 

Der erste 27-Zöller mit dieser 2,5-fachen WQHD-Auflösung aus dem Hause BenQ im ITscope-Ranking Q2/18 ist weit abgeschlagen auf Platz 205 der BenQ Designer PD2700Q.

 

Was den Niedergang des einstigen Monitor-Sterns besonders bedauerlich macht, ist die Tatsache, dass BenQ vielfach mit einzigartigen Innovationen aufwarten konnte. Da waren, wie in ZDNet für den 27-Zöller BenQ PD2710QC im Mai 2017 beschrieben, zum Beispiel die ersten Modelle mit USB-C-Docking-Station und Kabelanschluss in der Basisstation, was den Monitor selbst sehr viel schlanker macht. Der Fachhandel scheint aber offensichtlich nicht so recht darauf anzuspringen. Die letzten Neuerscheinungen im aktuellen Ranking, der BenQ BL2780 und der BL2480, jeweils nur mit Full-HD-Auflösung, sind von Ende 2017 und rangieren auf den Plätzen 833 und 844. Ein Ersatz für die Dauerbrenner BL2405 und BL2706 (Platz 20) werden sie wohl auch nicht werden, weil sie für den günstigen HEK von 160 Euro respektive 114 Euro zwar den Kabelanschluss in der Basis haben, nicht aber über die für Office-Anwendungen wichtige Pivotfunktion (vertikale Bildschirmposition) verfügen. Das erklärt wohl auch die schlechte Performance im Ranking für die beiden 80er-Modelle. Schade eigentlich.

 

Mobiltelefone: Samsung kommt einfach nicht an Apple vorbei

Samsungs S9 mit Super Curved Quad HD Display und 64 GB internem Speicher hatte einen denkbar schlechten Start im Mobilfunkmarkt, dabei ist der HEK von 470 Euro (624,90 Euro UVP) für ein Flaggschiffmodell eigentlich unschlagbar. Dass das Gerät dennoch so schlecht reüssiert und auch im aktuellen ITscope Ranking sogar hinter dem „Dinosaurier“ Apple iPhone SE in der 32-GB-Ausführung mit 2.356 Klicks nur auf Platz 5 landete, liegt sicherlich auch an Problemen mit dem Touchscreen. Samsung hatte die im März 2018 bereits eingeräumt, kurze Zeit später hat der koreanische Riese laut Handelsblatt aber verkündet, dass das S9 neben Speicherchips die Gewinne mächtig angekurbelt hatte. Das Interesse im Fachhandel ist scheinbar auch immer noch groß, denn mit rund 200 Klicks pro Woche erfreut sich das S9 immer noch einer recht hohen Plattformaktivität.

 

Gleich dahinter auf Platz 6 ist mit 2.047 Klicks das schwarze Samsung Galaxy S7 32GB 4G (SM-G930FZKADBT), auf Platz 8 das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S8 64GB 4G Schwarz (SM-G950FZKADBT). Aber die ersten vier und die anderen Plätze unter den Top 10 hat sich wieder Apple gesichert: mit dem iPhone 8 Single SIM 4G 64GB in Grau (MQ6G2ZD/A), dem schwarzen iPhone 7 32GB 4G (MN8X2ZD/A), dem silbergrauen iPhone X Single SIM 4G 64GB (MQAC2ZD/A) und besagtem iPhone SE auf den Plätzen 1 bis 4.

 

 

 

Auf Platz 7,  9 und 10 sind das schwarze Apple iPhone 7 128GB 4G (MN922ZD/A), das iPhone X Single SIM 4G 256GB (MQAF2ZD/A) und das iPhone SE 128GB 4G (MP862DN/A) mit 1.669 bis 2012 Klicks, letztere beide in Silbergrau. Sieht man vom iPhone X mit OLED-Display und einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Bildpunkten ab, gewinnt man den Eindruck, dass echte Innovation etwas nachlässt bei den etablierten Herstellern. Spannend wird daher, was in der Hinsicht aus China zu erwarten sein wird. Huawei, Hisense, VIVO und ZTE machen mächtig Druck. Und dann ist da noch OPPO. Der Hersteller aus Dongguan, dem Produktionsmekka für viele Elektronikgüter bei Shenzhen nahe Hongkong, hat mit dem nahezu randlosen „find x“ (ebenso neu in diesem Segment: VIVO mit dem „Apex“) einen echten Kracher hingelegt und ist damit Apple und Samsung sogar technisch voraus. Im ITscope Ranking sind die beiden chinesischen Anbieter noch nicht vertreten.

 

Tablets: Wachablösung bei den iPads

Im Tablet-Lager ist Microsoft zum dritten oder vierten Mal in Folge mit dem Surface Pro 256GB (FJY-00003) mit 6.021 Klicks weit vorn an der Spitze, und auch das in Schwarz gehaltene Surface Pro LTE 256GB (GWP-00003), ebenfalls mit 12,3-Zoll-Display, hält sich auf Platz 3. Soweit so schön.

 

 

 

Bei den iPads von Apple ist aber ganz klar ein Wachwechsel zu beobachten. Die iPads der 6. Generation, wie sie im März 2018 auf den Markt kamen, sind sehr zur Freude der Händler und Endverbraucher deutlich günstiger geworden. So ruft das silbergraue iPad mit 32GB (MR7F2FD/A) mit 9,7-Zoll-Display, das mit 4.838 Klicks auf Platz 2 landete, im HEK nur rund 266 Euro auf. Das silbergraue 9,7-Zoll-Standardmodell mit 128 GB auf Platz 4 und 5 (MR7J2FD/A und MR7C2FD/A) ist ohne Mobilfunk schon für einen HEK von 336 Euro zu haben, das mit dem Zusatz „Cellular“ für rund 438 Euro. Die älteren Modelle sind dagegen mit 500 und 386 Euro im EK wesentlich teurer.

 

Samsungs Galaxy Tab A (2016) 32 GB (SM-T585NZKEDBT) mit 10,1-Zoll-Display und WUXGA-Auflösung hat sich mit 2.976 Klicks von Platz 35 auf Platz 8 deutlich verbessert. Bei dem verbraucherfreundlich UVP von 249 Euro oder rund 187 Euro im HEK scheint da auch noch Luft nach oben zu sein. In Weiß ist das Tab A mit dem 1,66 GHz schnellen Octa Core auf Platz 901 noch einmal um 45 Euro UVP günstiger, allerdings fehlt hier der LTE-Slot und ist es weniger für Office-Anwendungen geeignet. 

 

Wearables: Apple führt weiterhin

 

Bei den tragbaren Geräten hat sich an der Spitze eigentlich recht wenig getan. Platz 1 bis 4 belegt die eine oder andere Apple Watch. Die Samsung Gear S3 Classic (SM-R770NZSADBT) ist somit auf Platz 5 abgerutscht, was bei der starken Konkurrenz durchaus noch zu verkraften ist.

 

Die Apple Watch Series 3 mit 42 mm in Space Grey Aluminium verteidigt mit 2.140 Klicks ihren 1. Platz und hat nun mit zwei weiteren Modellen auf Platz 9 und 10 (Letzteres in der 38-mm-Ausführung) Verstärkung bekommen. Diese haben sogar einen SIM-Kartenschlitz, der beim Spitzenreiter fehlt. Dabei kann sich der HEK für das mobilfunktaugliche 42-mm-Modell mit rund 442 Euro durchaus sehen lassen.

 

 

Die Garmin vívofit 3 mit Activity Tracker hat sich um eine Position auf Platz 8 nur leicht verschlechtert. Ansonsten ist die Top 10 fast ausschließlich von Apple belegt. Interessant ist der steile Aufstieg der schicken Nokia Steel HR mit Aktivitätsmesser (HWA03/36/BLACK), die sich von Position 37 auf Platz 11 verbessern konnte – bei einem unschlagbar günstigen HEK von 125 Euro kein Wunder. Die nächsten zwei Plätze nehmen zwei Steel-HR-Schwestern ein.

 

Was Fitbit angeht, könnte man sagen „Totgeweihte leben länger“. Aktuell mit der Charge 2 auf Platz 2 noch unter den ersten 30, meldet sich der Hersteller nun mit einer echten Smartwatch, der Fitbit Versa (FB505GMBK-EU) auf Platz 350. Seit April 2018 gelistet, hat die intelligente Uhr 100 Klicks pro Woche bekommen und scheint damit ein guter Anwärter für die Top 15 zu sein. Mit einem HEK von 148 Euro ist sie sicherlich teurer als die oben genannte Nokia Steel HR. Dafür unterstützt die Fitbit Versa Smartphone-Benachrichtigungen und kann bis zu 300 Songs speichern.

 

Notebooks: HP geht in Führung

 

Soviel vorab: Das Notebook-Ranking ist mächtig in Bewegung geraten. So hat sich diesmal von Platz 40 kommend das HP ProBook 450 G5 mit 3.939 Klicks an die Spitze gesetzt. Und das sicherlich verdientermaßen. Das silbergraue Gerät bietet eine derzeit fürs Office gängige Rundum-Sorglos-Ausstattung mit Full-HD auf 15,6-Zoll, Intels stromsparender i5-8250U-CPU mit 1,60 GHz, 8 GB DDR4 und 256 GB SSD Speicher – und das zu HEKs von um die 500 Euro.

 

 

Apples MacBook Air, 13.3″ mit einer Bildschirmauflösung von 1440 x 900 (MQD32D/A) wurde damit auf Platz 2 verwiesen, was sicherlich auch an dem im Schnitt um 350 Euro höheren HEK von 817,50 Euro liegt. Dabei ist der Preis oft gar nicht so ausschlaggebend. Denn das Apple MacBook Pro mit hochauflösendem 15.4-Zoll-Display (2.880 x 1.800 Pixel) und Core-i7-Prozessor (MPTT2D/A) hat sich um eine Stelle auf Platz 3 verbessert, obwohl der durchschnittliche HEK von etwa 2.491 Euro eigentlich dagegensprechen müsste.

 

Auch Lenovo punktet mit einer Reihe relativ neuer Laptop-Modelle. Von 50 auf Platz 4 einen mächtigen Satz nach vorne gemacht hat zum Beispiel das Lenovo ThinkPad E580 mit 15.6-Zoll-Display und Core i5 8250U (20KS001JGE) zum HEK von im Schnitt ca. 600 Euro. Gleich dahinter auf Platz 5 ist wieder Lenovo vertreten, mit dem ThinkPad L570 20J8, 15.6″, i5-7200U, 1920 x 1080 (20J8001BGE). Auch Microsoft hat es mit dem noch recht neuen Surface Book 2 wieder unter die Top 15 gebracht. Genauer ist das 13,5-Zoll-Gerät mit der etwas exotisch anmutenden Auflösung von 3.000 x 2.000 Pixel punktgenau auf Platz 10 gelandet. Neu ist übrigens relativ: Alle TOP-20 Notebooks im ITscope-Ranking für das zweite Quartal 2018 stammen noch aus dem Vorjahr, manche haben sogar schon anderthalb Jahre auf dem Buckel, was in der schnelllebigen IT-Welt geradezu alt ist.

 

Erwähnenswert sind auf den hinteren Rängen noch zwei Highend-Notebooks von Lenovo. Da ist einmal das Lenovo ThinkPad X1 Yoga 20JD auf Platz 43 im Flip-Design mit dem 2,7 GHz schnellen Intel-Prozessor Core i7-7500U und Windows 10 Pro 64-Bit (20JD0051GE). Dieses ist End-of-Life, wird aber dennoch von Händlern weit häufiger geklickt als der Nachfolger 20LD, d.h. Händlern sind hier auf der Suche nach Schnäppchen im Bereich der gerade ausgelaufenen Top-Modelle. Das aktuelle X1 Yoga ist schließlich mit einem Preispunkt von über 2.000 Euro HEK deutlich teurer. Ähnliches gilt für das Ultrabook ThinkPad X1 Carbon 20HR mit Core i5-7200U (20HR006FGE), das ebenfalls End-of-Life ist und dennoch rund 50 Stellen auf Platz 63 aufgerückt ist. Hier heißt der Nachfolger 20KH und ist ebenfalls mit einem HEK über 1.800 Euro deutlich teurer als das Auslaufmodell.

 

Komplettsysteme: Siegeszug der 500-Euro-Workstations

 

Bei den Komplettsystemen zeichnet sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Siegeszug der Workstations im HEK-Preissegment von 500 Euro ab. Es fällt allerdings auf, dass die Coffee-Lake-Prozessoren, wie sie Intel im März 2018 auf den Markt gebracht hat, noch gar nicht Einzug gehalten haben bei den Komplettsystemen, denn wo nicht Xeon dabeisteht, ist es ein i5-7xx oder ein i7-7xx. Aber das wird sich sicherlich bald ändern, und damit werden wohl auch die Karten neu gemischt bei den PCs und Workstations.

 

Lenovo hat es gleich mit zehn Modellen unter den Top 15 geschafft. Wow!, kann man da nur sagen.

Dell ist nur noch mit dem OptiPlex 3050 MT, i5, 3.4 GHz, 256GB SSD (8185W) auf Platz 9 (vorher Platz 8) dabei. So wie der baugleiche Dell OptiPlex 3050, i5, 2.7 GHz, 256GB SSD (4KJHG) auf Platz 21 gehört er noch zu den Vorjahresmodellen. Die echten Neuerscheinungen wie der Dell OptiPlex 3050 3.4GHz i3-7100T als schwarzer Micro Tower PC (MFXX8) auf Platz 109 scheinen sich zwar teilweise zu mausern, kommen aber noch nicht so richtig an bei den Fachhändlern. Auch insgesamt ist Dell eher auf den hinteren Rängen vertreten, mit dem OptiPlex 5050 und dem OptiPlex 7050 zum Beispiel auf Platz 129 und Platz 130.

 

 

 

Nun aber wieder einen Sprung nach oben: Platz 1 hat sich wie im ersten Quartal wieder der HP ProDesk 400 G4 mit 3,4 GHz schnellem Intel Core i5 und 256 GB SSD (1JJ56EA#ABD) gesichert. Platz 2 ging an Lenovos ThinkCentre M710 mit dem Intel-Prozessor Core i5-7400T (2,4 GHz) und 256 GB SSD (10MR000XGE). An dritter und einziger Stelle unter den Top 15 folgt ein Futitsu, nämlich der Fujitsu ESPRIMO P557/E85+ mit einem mit 3,5 GHz getakteten Core i5-7400 und 256 GB SSD (VFY:P0557PP581DE), bevor Lenovo wieder übernimmt. Apples iMac i5, 3.4 GHz, 1TB (MNE92D/A) hat sich um drei Stellen auf Platz 8 verschlechtert und steht nur noch alleine unter den Top 15. Im ersten Quartal war die Mac-Company noch mit acht Geräten dabei.

 

Grafikkarten: Das Ende des Bitcoin-Hypes

Hat der Höhenflug des Bitcoins Ende 2017 noch lange nachgehallt, hat es sich damit im Grafikkarten- und Mainboard-Lager nun deutlich „ausgehyped“. Und damit sind auch so manche Verwerfungen im Grafikkartenmarkt Schnee von gestern, vorübergehend zumindest. Ein Zeichen davon ist, dass alle Grafikkarten unter den Top 15 jetzt wieder für einen HEK von weniger als 800 Euro zu haben sind. Ein anderes ist das, dass die Bitcoin-Mining-freundliche MSI GeForce GTX 1070 Ti GAMING 8G 8GB GDDR5 (V330-237R) von Platz 2 auf Platz 20 abgerutscht ist, die  Sapphire RADEON RX 570 8GB GDDR5 NITRO+ (11266-09-20G) sogar von Platz 10 auf Platz 150.

 

 

 

Von Position 11 auf Platz 1 verbessert hat sich dagegen mit 1.801 Klicks die ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Mini, 11GB GDDR5X (ZT-P10810G-10P), was zeigt, dass Gaming wieder in den Vordergrund des Interesses rückt. Interessant sind die 352-Bit-Schnittstelle und die Speichertaktfrequenz von 11.000 MHz. Um sieben Stellen auf Platz 2 verbessert hat sich die MSI GT 710 1GD3H LP GeForce GT 710 1GB GDDR3 (V809-1899R), die als besonders geräuscharm sowohl Gaming als auch Multimedia entgegenkommt. Von jenseits der 15 auf Platz 3 und 4 vorgeprescht ist auch PNY mit zwei Grafikboards, so zum Beispiel mit der PNY Quadro P2000 Quadro P2000 5GB GDDR5 (VCQP2000-PB).

 

Mainboards: Gaming boomt, Preise sinken

 

Wie bei Grafikkarten geht auch bei Mainboards die Preiskurve nach unten. Jetzt geht es wieder um Gaming, nicht um Bitcoins. ASUS dominiert in diesem Quartal die Tabellenspitze bei den Mainboards. Neuer Spitzenreiter bei den Mainboards ist das ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX, 90MB0VH0-M0EAY0, das im ersten Quartal 2018 noch auf der dritten Platz lag.  Knapp dahinter folgt das Schwesterprodukt ASUS PRIME Z370-A, LGA 1151, ATX, 90MB0V60-M0EAY0. Auf Platz 3 folgt das MSI Z370-A PRO, LGA 1151, ATX, 7B48-001R. Auf Platz 4 bis 6 liegen drei weitere ASUS-Mainboards, die ASUS PRIME B250M-C, LGA 1151, die  ASUS H81M-PLUS, LGA1150 und die ASUS H110M-A/M.2, LGA1151. Platz 1 geht dieses Mal an das ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX (90MB0VH0-M0EAY0).

 

 

 

Prozessoren: Intel dominiert ­– AMD rückt auf

Bei den Prozessoren sind die Top Ten eindeutig in der Hand von Intel. Auf den ersten drei Plätzen liegen die Intel Core i7-8700K, 6-Core, HT, 3.7 GHz, BX80684I78700K, Intel Core i5-8400, 6-Core, 2.8 GHz, BX80684I58400 und die Intel Core i5-8600K, 6-Core, 3.6 GHz, BX80684I58600K. AMD ist immerhin ein starker Neueinstieg gelungen. Die AMD Ryzen 7 2700X, 8-Core, SMT, 4.35 GHz, YD270XBGAFBOX hat es beim Start gleich auf Platz 14 geschafft. Ein Trendthema sind 8-Kern-Prozessoren, die im Consumer-Bereich zunehmend gefragt sind.

 

 

 

Festplatten: Samsungs 860 EVO SSDs schlagen ein

 

Bei den Festplatten teilen sich Samsung und WesternDigital den Markt auf. Die Spitzenreiter sind mit der Samsung 860 EVO 250GB, MZ-76E250B/EU und der Samsung 860 EVO 500GB, MZ-76E500B/EU zwei Modelle, die sich nur durch ihre Kapazität unterscheiden. Die neuen 860 EVO haben erwartungsgemäß eingeschlagen wie eine Bombe. Die seit Anfang des Jahres gelisteten Modelle sind Nachfolger der beliebten 850er Serie mit 12T (250GB) und 7T Klicks (500GB). Dagegen hat es die ebenfalls neue 860 PRO schwerer, denn mit einem Preispunkt von mehr als 50% über der EVO Variante liegt die Samsung 860 PRO 256GB, MZ-76P256B mit Platz 14 knapp in der TOP15. Nun sind im Q2 schon Modelle der wiederum nächsten Generation erschienen, die Samsung 970 EVO MZ-V7E500BW 500 GB und Samsung 970 EVO MZ-V7E250BW mit 250 GB.

 

 

 

 

Drucker und MFPs: HP bleibt Klassensieger

 

 

 

 

Im Markt für Drucker und Multifunktionsgeräte dominiert HP. Die Geräte von HP belegen die ersten sieben Tabellenplätze. Spitzenreiter ist der HP LaserJet Pro M402dne, C5J91A#B19. Systemhäuser setzen bei Druckern auf Bewährtes, hier sind keine Neuerungen im Quartalsrhythmus zu erwarten. Brother hat es mit zwei Modellen in die Top 15 geschafft. Kyocera und Epson sind jeweils einmal vertreten.