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Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q2/2018


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HP geht an die Spitze bei Notebooks, Preise für TFTs und Grafikkarten im Sinkflug, 500-Euro-Workstations

Das sind die Highlights im ITscope Marktbarometer Q2/2018

Kurzübersicht Highflyer & Neueinsteiger

Waren im ersten Quartal 2018 noch SSDs und USB-Sticks weit vorn, ist es diesmal ein buntes Potpourri von anderen Produkten bei den Neueinsteigern – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wie der neue Senkrechtstarter, das erst im März erschienene Lederarmband in „Frühlingsgelb“ für die Apple Watch mit 38 mm (MRP42ZM/A) zeigt, liegen individuelle Farben voll im Trend.

 

 

Aber zunächst noch einen Schlenker zurück zu den Speicherprodukten: Dass die besten Neueinsteiger des Vorquartals, die Samsung-SSDs 860 EVO MZ-76E250B und 860 EVO MZ-76E500B mit 250 und 500 GB durch die Decke schießen würden, war ja zu erwarten. Aber mit knapp 12.000 und über 7.100 Klicks sind sie nun mit großem Abstand die Klassenbesten bei den Festplatten (siehe Detailauswertung) und eben nicht mehr unter den Top 15 der Neueinsteiger zu finden.

 

Gleiches gilt auch für USB-Sticks. Interessanterweise ist der Corsair Flash Voyager GTX mit 1TB, der im ersten Quartal 2018 so vielversprechend war, trotz des günstigeren Preises von gut 300 Euro im EK bei Speicherkarten noch hinter dem älteren und ca. 200 Euro teureren Kingston DataTraveler Ultimate GT (5311965000) zurückgefallen. Beide Sticks sind am Markt nur in sehr geringen Stückzahlen erhältlich oder ausverkauft.

 

Viermal Apple vorn: Wie in vielen anderen Kategorien belegt die Mac-Company auch bei den Neueinsteigern im zweiten Quartal 2018 Spitzenplätze, und das sogar mit gleich vier Produkten. Das oben genannte frühlingsgelbe iWatch-Armband lässt alle anderen Highflyer mit 1.443 Klicks weit hinter sich. Mit zauberhaften 906 Klicks folgt das Apple Magic Keyboard mit Ziffernblock und  Bluetooth (MRMH2D/A). Die Apple-Schutzhülle fürs iPhone X in  Soft Pink (MRGH2ZM/A) auf Platz 3 beweist wiederum das steigende Interesse der Kunden für individuelle Farben, kommt aber nur auf 676 Klicks.

 

Dann wird es richtig interessant: Der Bluetooth- und WLAN-fähige Smart-Speaker Apple HomePod (MQHW2D/A) als Antwort auf Amazons Alexa hat zwar nach dem anfänglichen Hype im Juni 2018 in der Aufmerksamkeit der Händler zwar etwas verloren, kommt aber immer noch auf 465 Klicks und einen verdienten Platz 4. Das Gerät mit integrierte Set-top-Box bietet einen hervorragenden Klang und verfügt über sechs Mikrofone, um über Siri per Sprachbefehl Musikwünsche aus Apples iTunes entgegenzunehmen und zu lernen, welche Musikrichtung bevorzugt wird. Mit Siri als Sprachassistenten an Bord beantwortet der HomePod auch jede Menge Fragen und eignet er sich auch als Kommandozentrale fürs Smart Home.

 

Auf Platz 5 der Neueinsteiger ist mit 377 Klicks die Net-IP-Kamera UbiQuiti UVC-G3-AF mit 4 Megapixel. Ein weiterer Newcomer ist überaus interessant: Der HPE ProLiant MicroServer Gen10 mit AMD Opteron X3421 2.1 GHz und 8 GB RAM kommt optisch und leistungsmäßig vielleicht auch als Desktop Alternative in Frage, und wurde von HP speziell für kleinere und mittlere Unternehmen aufgelegt. Mit Erfolg, denn dank HEKs unter 500 Euro trifft HP offensichtlich den Nerv bei Fachhändlern und Systemhäusern.

 

Davor ist der TP-LINK MR3020 zu finden. Dieser Wireless-Router ist eigentlich gar nicht so neu, gibt es ihn unter dem Namen doch schon seit 2011. Neu ist allerdings, dass er sich jetzt in Verbindung mit einem LTE-Stick auch zu einem LTE-Router ausbauen lässt – und das Ganze für einen HEK von nur gerademal 19,60 Euro oder UVP 24,99 Euro. Solange in Deutschland kein flächendeckendes schnelles Internet vorhanden ist, werden Produkte wie diese ein Dauerbrenner bleiben, denn nur LTE verspricht auch in entlegeneren Regionen halbwegs ordentliche Bandbreiten. Soweit die Highflyer im zweiten Quartal 2018.

 

TFT-Monitore: Preisverfall bei kaum veränderter Top 10, Innovationen gesucht

 

Bei den LCD- oder TFT-Monitoren gibt es kaum Bewegung bei den Platzierungen im obersten Feld. Dell ist mit dem 24-Zöller P2417H und 4.271 Klicks weit vorne weiterhin Klassensieger, allerdings hat sich der HP EliteDisplay E243i (1FH49AA#ABB) mit 3.821 Klicks dazwischen gemogelt und den Dell UltraSharp U2715H (210-ADSO) mit nur noch 3.398 Klicks auf Platz 3 verwiesen. Umso mehr Bewegung gibt es aber bei den Einkaufspreisen. Der starke Preisdruck in diesem High-Volume-Segment, der auch von eTailern und Distributoren aus dem europäischen Ausland befeuert wird, macht sich mit Preisrückgängen von bis zu 15% alleine in den letzten drei Monaten bei den Topmodellen von Dell und HP bemerkbar.

 

 

 

 

Alle drei kommen wie die meisten Monitore heute mit einem blickwinkelstarken IPS-Panel. Der am Namen schon als solcher auszumachender 27-Zöller bietet wie viele Bildschirme der Größe die WQHD-Auflösung von 2.560×1.440 Pixel, das mehr als 1,77-fache von Full-HD (1.920 x 1.080 Bildpunkten). Gleiches gilt auch für den Lenovo ThinkVision P27h-10 (61AFGAT1EU) auf Platz 16, während der 23,8-Zoll-Bruder Lenovo ThinkVision T24i-10 (61A6MAT3EU) sich wie die meisten 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung begnügt.

 

16:10 – der neue Goldstandard fürs Office?

 

Jenseits von Full HD gibt es eine weitere Entwicklung – nämlich beim Seitenverhältnis: So verfügt der Dell UltraSharp U2412M (210-AGYH) über ein IPS-Panel mit 1.920 x 1.200 Pixel und damit 16:10 WUXGA-Auflösung, die sich besonders beim vertikalen Scrollen positiv bemerkbar macht. Im Vergleich zu dem im Entertainmentbereich immer noch führenden 16:9 Seitenverhältnis (z.B. bei Full-HD), bringt 16:10 im Office deutliche Vorteile, da Dokumente, Quellcode und anderes Textmaterial in der Vertikalen bei 16:10 deutlich mehr Platz finden.

 

Curved – Trend oder nur Spielerei?

 

Es gibt auch einige Curved-Monitore im neuen ITscope Ranking, aber das Interesse ist wie bei Fernsehern mittlerweile eher verhalten. Interessant ist hier wie bei dem 34-Zöller LG 34UM88C-P (34UM88C-P.AEU) auf Platz 21 auch wiederum das Bildseitenverhältnis, das bei einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel bei 2,388:1 liegt und damit einem klassischen Setup aus Röhrenzeiten mit zwei 4:3 Monitoren nahe kommt.

 

Samsung Flip als günstiges digitales Whiteboard

Im Ranking zwar nur auf Platz 91, scheint sich der Samsung Flip WM55H (LH55WMHPTWC/EN ) mit wöchentlich fast 100 Klicks oder 881 insgesamt zu einem echten Geheimtipp im Fachhandel zu mausern. Bei dem interaktiven 55-Zoll-Display mit der 4K- oder UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten im Seitenverhältnis von 16:9 und einem sagenhaften Kontrast von 4.700:1 stellt sich allerdings die Frage, ob es sich um einen Monitor oder nicht doch eher um ein digitales Whiteboard handelt. Wie man den Flip WM55H auch dreht oder wendet, ist er ab 1.616 Euro HEK (VK-Preis ab 2.099) auf jeden Fall eine interessante Alternative zu weit teureren Vertretern dieser Art.

 

Was macht eigentlich BenQ?

Wie die einstige Mutter Acer hat BenQ im Monitor-Markt lange Zeit einen Spitzenplatz belegt, so auch im ITscope-Ranking – und das verdientermaßen. Denn mit dem ebenfalls aus dem Acer-Lager stammenden Panel-Hersteller AU Optronics (AUO) in der Hinterhand sitzen die Taiwaner praktisch an der Quelle und konnten sie lange Zeit stets State-of-the-Art-Technologie zu günstigen Preisen anbieten. So war BenQ einer der ersten Anbieter von TFT-Monitoren mit einer Reaktionszeit von 2 ms und von Geräten mit hohen Auflösungen. Man fühlt sich fast an das Siemens-Mobile-Debakel erinnert, von dem sich BenQ nie mehr so richtig erholt hat. Nun wurden teilweise gut laufende Modelle eingestellt, ohne potente Nachfolger in petto zu haben, der BL 2710PT zum Beispiel.

 

Der BenQ BL2405HT, der 2013 auf den Markt kam und damals mit 24 Zoll in Full-HD noch das Maß aller Dinge war, kommt im neuen Ranking mit 1.950 Klicks zwar immer noch auf Platz 12, hat aber seine beste Zeit auch schon hinter sich. Der BenQ BL2706HT (9H.LG3LA.TBE) hat sich zwar von Platz 59 auf Platz 20 verbessert, allerdings nur dank eines Ausverkaufspreises von rund 180 Euro HEK. Hand aufs Herz: Wie viele Kunden werden sich im 27-Zoll-Segment noch mit Full-HD-Auflösung zufriedengeben, wo WQHD (Wide Quad High Definition oder 1444p) heute schon Standard ist?

 

Der erste 27-Zöller mit dieser 2,5-fachen WQHD-Auflösung aus dem Hause BenQ im ITscope-Ranking Q2/18 ist weit abgeschlagen auf Platz 205 der BenQ Designer PD2700Q.

 

Was den Niedergang des einstigen Monitor-Sterns besonders bedauerlich macht, ist die Tatsache, dass BenQ vielfach mit einzigartigen Innovationen aufwarten konnte. Da waren, wie in ZDNet für den 27-Zöller BenQ PD2710QC im Mai 2017 beschrieben, zum Beispiel die ersten Modelle mit USB-C-Docking-Station und Kabelanschluss in der Basisstation, was den Monitor selbst sehr viel schlanker macht. Der Fachhandel scheint aber offensichtlich nicht so recht darauf anzuspringen. Die letzten Neuerscheinungen im aktuellen Ranking, der BenQ BL2780 und der BL2480, jeweils nur mit Full-HD-Auflösung, sind von Ende 2017 und rangieren auf den Plätzen 833 und 844. Ein Ersatz für die Dauerbrenner BL2405 und BL2706 (Platz 20) werden sie wohl auch nicht werden, weil sie für den günstigen HEK von 160 Euro respektive 114 Euro zwar den Kabelanschluss in der Basis haben, nicht aber über die für Office-Anwendungen wichtige Pivotfunktion (vertikale Bildschirmposition) verfügen. Das erklärt wohl auch die schlechte Performance im Ranking für die beiden 80er-Modelle. Schade eigentlich.

 

Mobiltelefone: Samsung kommt einfach nicht an Apple vorbei

Samsungs S9 mit Super Curved Quad HD Display und 64 GB internem Speicher hatte einen denkbar schlechten Start im Mobilfunkmarkt, dabei ist der HEK von 470 Euro (624,90 Euro UVP) für ein Flaggschiffmodell eigentlich unschlagbar. Dass das Gerät dennoch so schlecht reüssiert und auch im aktuellen ITscope Ranking sogar hinter dem „Dinosaurier“ Apple iPhone SE in der 32-GB-Ausführung mit 2.356 Klicks nur auf Platz 5 landete, liegt sicherlich auch an Problemen mit dem Touchscreen. Samsung hatte die im März 2018 bereits eingeräumt, kurze Zeit später hat der koreanische Riese laut Handelsblatt aber verkündet, dass das S9 neben Speicherchips die Gewinne mächtig angekurbelt hatte. Das Interesse im Fachhandel ist scheinbar auch immer noch groß, denn mit rund 200 Klicks pro Woche erfreut sich das S9 immer noch einer recht hohen Plattformaktivität.

 

Gleich dahinter auf Platz 6 ist mit 2.047 Klicks das schwarze Samsung Galaxy S7 32GB 4G (SM-G930FZKADBT), auf Platz 8 das ebenfalls schwarze Samsung Galaxy S8 64GB 4G Schwarz (SM-G950FZKADBT). Aber die ersten vier und die anderen Plätze unter den Top 10 hat sich wieder Apple gesichert: mit dem iPhone 8 Single SIM 4G 64GB in Grau (MQ6G2ZD/A), dem schwarzen iPhone 7 32GB 4G (MN8X2ZD/A), dem silbergrauen iPhone X Single SIM 4G 64GB (MQAC2ZD/A) und besagtem iPhone SE auf den Plätzen 1 bis 4.

 

 

 

Auf Platz 7,  9 und 10 sind das schwarze Apple iPhone 7 128GB 4G (MN922ZD/A), das iPhone X Single SIM 4G 256GB (MQAF2ZD/A) und das iPhone SE 128GB 4G (MP862DN/A) mit 1.669 bis 2012 Klicks, letztere beide in Silbergrau. Sieht man vom iPhone X mit OLED-Display und einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Bildpunkten ab, gewinnt man den Eindruck, dass echte Innovation etwas nachlässt bei den etablierten Herstellern. Spannend wird daher, was in der Hinsicht aus China zu erwarten sein wird. Huawei, Hisense, VIVO und ZTE machen mächtig Druck. Und dann ist da noch OPPO. Der Hersteller aus Dongguan, dem Produktionsmekka für viele Elektronikgüter bei Shenzhen nahe Hongkong, hat mit dem nahezu randlosen „find x“ (ebenso neu in diesem Segment: VIVO mit dem „Apex“) einen echten Kracher hingelegt und ist damit Apple und Samsung sogar technisch voraus. Im ITscope Ranking sind die beiden chinesischen Anbieter noch nicht vertreten.

 

Tablets: Wachablösung bei den iPads

Im Tablet-Lager ist Microsoft zum dritten oder vierten Mal in Folge mit dem Surface Pro 256GB (FJY-00003) mit 6.021 Klicks weit vorn an der Spitze, und auch das in Schwarz gehaltene Surface Pro LTE 256GB (GWP-00003), ebenfalls mit 12,3-Zoll-Display, hält sich auf Platz 3. Soweit so schön.

 

 

 

Bei den iPads von Apple ist aber ganz klar ein Wachwechsel zu beobachten. Die iPads der 6. Generation, wie sie im März 2018 auf den Markt kamen, sind sehr zur Freude der Händler und Endverbraucher deutlich günstiger geworden. So ruft das silbergraue iPad mit 32GB (MR7F2FD/A) mit 9,7-Zoll-Display, das mit 4.838 Klicks auf Platz 2 landete, im HEK nur rund 266 Euro auf. Das silbergraue 9,7-Zoll-Standardmodell mit 128 GB auf Platz 4 und 5 (MR7J2FD/A und MR7C2FD/A) ist ohne Mobilfunk schon für einen HEK von 336 Euro zu haben, das mit dem Zusatz „Cellular“ für rund 438 Euro. Die älteren Modelle sind dagegen mit 500 und 386 Euro im EK wesentlich teurer.

 

Samsungs Galaxy Tab A (2016) 32 GB (SM-T585NZKEDBT) mit 10,1-Zoll-Display und WUXGA-Auflösung hat sich mit 2.976 Klicks von Platz 35 auf Platz 8 deutlich verbessert. Bei dem verbraucherfreundlich UVP von 249 Euro oder rund 187 Euro im HEK scheint da auch noch Luft nach oben zu sein. In Weiß ist das Tab A mit dem 1,66 GHz schnellen Octa Core auf Platz 901 noch einmal um 45 Euro UVP günstiger, allerdings fehlt hier der LTE-Slot und ist es weniger für Office-Anwendungen geeignet. 

 

Wearables: Apple führt weiterhin

 

Bei den tragbaren Geräten hat sich an der Spitze eigentlich recht wenig getan. Platz 1 bis 4 belegt die eine oder andere Apple Watch. Die Samsung Gear S3 Classic (SM-R770NZSADBT) ist somit auf Platz 5 abgerutscht, was bei der starken Konkurrenz durchaus noch zu verkraften ist.

 

Die Apple Watch Series 3 mit 42 mm in Space Grey Aluminium verteidigt mit 2.140 Klicks ihren 1. Platz und hat nun mit zwei weiteren Modellen auf Platz 9 und 10 (Letzteres in der 38-mm-Ausführung) Verstärkung bekommen. Diese haben sogar einen SIM-Kartenschlitz, der beim Spitzenreiter fehlt. Dabei kann sich der HEK für das mobilfunktaugliche 42-mm-Modell mit rund 442 Euro durchaus sehen lassen.

 

 

Die Garmin vívofit 3 mit Activity Tracker hat sich um eine Position auf Platz 8 nur leicht verschlechtert. Ansonsten ist die Top 10 fast ausschließlich von Apple belegt. Interessant ist der steile Aufstieg der schicken Nokia Steel HR mit Aktivitätsmesser (HWA03/36/BLACK), die sich von Position 37 auf Platz 11 verbessern konnte – bei einem unschlagbar günstigen HEK von 125 Euro kein Wunder. Die nächsten zwei Plätze nehmen zwei Steel-HR-Schwestern ein.

 

Was Fitbit angeht, könnte man sagen „Totgeweihte leben länger“. Aktuell mit der Charge 2 auf Platz 2 noch unter den ersten 30, meldet sich der Hersteller nun mit einer echten Smartwatch, der Fitbit Versa (FB505GMBK-EU) auf Platz 350. Seit April 2018 gelistet, hat die intelligente Uhr 100 Klicks pro Woche bekommen und scheint damit ein guter Anwärter für die Top 15 zu sein. Mit einem HEK von 148 Euro ist sie sicherlich teurer als die oben genannte Nokia Steel HR. Dafür unterstützt die Fitbit Versa Smartphone-Benachrichtigungen und kann bis zu 300 Songs speichern.

 

Notebooks: HP geht in Führung

 

Soviel vorab: Das Notebook-Ranking ist mächtig in Bewegung geraten. So hat sich diesmal von Platz 40 kommend das HP ProBook 450 G5 mit 3.939 Klicks an die Spitze gesetzt. Und das sicherlich verdientermaßen. Das silbergraue Gerät bietet eine derzeit fürs Office gängige Rundum-Sorglos-Ausstattung mit Full-HD auf 15,6-Zoll, Intels stromsparender i5-8250U-CPU mit 1,60 GHz, 8 GB DDR4 und 256 GB SSD Speicher – und das zu HEKs von um die 500 Euro.

 

 

Apples MacBook Air, 13.3″ mit einer Bildschirmauflösung von 1440 x 900 (MQD32D/A) wurde damit auf Platz 2 verwiesen, was sicherlich auch an dem im Schnitt um 350 Euro höheren HEK von 817,50 Euro liegt. Dabei ist der Preis oft gar nicht so ausschlaggebend. Denn das Apple MacBook Pro mit hochauflösendem 15.4-Zoll-Display (2.880 x 1.800 Pixel) und Core-i7-Prozessor (MPTT2D/A) hat sich um eine Stelle auf Platz 3 verbessert, obwohl der durchschnittliche HEK von etwa 2.491 Euro eigentlich dagegensprechen müsste.

 

Auch Lenovo punktet mit einer Reihe relativ neuer Laptop-Modelle. Von 50 auf Platz 4 einen mächtigen Satz nach vorne gemacht hat zum Beispiel das Lenovo ThinkPad E580 mit 15.6-Zoll-Display und Core i5 8250U (20KS001JGE) zum HEK von im Schnitt ca. 600 Euro. Gleich dahinter auf Platz 5 ist wieder Lenovo vertreten, mit dem ThinkPad L570 20J8, 15.6″, i5-7200U, 1920 x 1080 (20J8001BGE). Auch Microsoft hat es mit dem noch recht neuen Surface Book 2 wieder unter die Top 15 gebracht. Genauer ist das 13,5-Zoll-Gerät mit der etwas exotisch anmutenden Auflösung von 3.000 x 2.000 Pixel punktgenau auf Platz 10 gelandet. Neu ist übrigens relativ: Alle TOP-20 Notebooks im ITscope-Ranking für das zweite Quartal 2018 stammen noch aus dem Vorjahr, manche haben sogar schon anderthalb Jahre auf dem Buckel, was in der schnelllebigen IT-Welt geradezu alt ist.

 

Erwähnenswert sind auf den hinteren Rängen noch zwei Highend-Notebooks von Lenovo. Da ist einmal das Lenovo ThinkPad X1 Yoga 20JD auf Platz 43 im Flip-Design mit dem 2,7 GHz schnellen Intel-Prozessor Core i7-7500U und Windows 10 Pro 64-Bit (20JD0051GE). Dieses ist End-of-Life, wird aber dennoch von Händlern weit häufiger geklickt als der Nachfolger 20LD, d.h. Händlern sind hier auf der Suche nach Schnäppchen im Bereich der gerade ausgelaufenen Top-Modelle. Das aktuelle X1 Yoga ist schließlich mit einem Preispunkt von über 2.000 Euro HEK deutlich teurer. Ähnliches gilt für das Ultrabook ThinkPad X1 Carbon 20HR mit Core i5-7200U (20HR006FGE), das ebenfalls End-of-Life ist und dennoch rund 50 Stellen auf Platz 63 aufgerückt ist. Hier heißt der Nachfolger 20KH und ist ebenfalls mit einem HEK über 1.800 Euro deutlich teurer als das Auslaufmodell.

 

Komplettsysteme: Siegeszug der 500-Euro-Workstations

 

Bei den Komplettsystemen zeichnet sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Siegeszug der Workstations im HEK-Preissegment von 500 Euro ab. Es fällt allerdings auf, dass die Coffee-Lake-Prozessoren, wie sie Intel im März 2018 auf den Markt gebracht hat, noch gar nicht Einzug gehalten haben bei den Komplettsystemen, denn wo nicht Xeon dabeisteht, ist es ein i5-7xx oder ein i7-7xx. Aber das wird sich sicherlich bald ändern, und damit werden wohl auch die Karten neu gemischt bei den PCs und Workstations.

 

Lenovo hat es gleich mit zehn Modellen unter den Top 15 geschafft. Wow!, kann man da nur sagen.

Dell ist nur noch mit dem OptiPlex 3050 MT, i5, 3.4 GHz, 256GB SSD (8185W) auf Platz 9 (vorher Platz 8) dabei. So wie der baugleiche Dell OptiPlex 3050, i5, 2.7 GHz, 256GB SSD (4KJHG) auf Platz 21 gehört er noch zu den Vorjahresmodellen. Die echten Neuerscheinungen wie der Dell OptiPlex 3050 3.4GHz i3-7100T als schwarzer Micro Tower PC (MFXX8) auf Platz 109 scheinen sich zwar teilweise zu mausern, kommen aber noch nicht so richtig an bei den Fachhändlern. Auch insgesamt ist Dell eher auf den hinteren Rängen vertreten, mit dem OptiPlex 5050 und dem OptiPlex 7050 zum Beispiel auf Platz 129 und Platz 130.

 

 

 

Nun aber wieder einen Sprung nach oben: Platz 1 hat sich wie im ersten Quartal wieder der HP ProDesk 400 G4 mit 3,4 GHz schnellem Intel Core i5 und 256 GB SSD (1JJ56EA#ABD) gesichert. Platz 2 ging an Lenovos ThinkCentre M710 mit dem Intel-Prozessor Core i5-7400T (2,4 GHz) und 256 GB SSD (10MR000XGE). An dritter und einziger Stelle unter den Top 15 folgt ein Futitsu, nämlich der Fujitsu ESPRIMO P557/E85+ mit einem mit 3,5 GHz getakteten Core i5-7400 und 256 GB SSD (VFY:P0557PP581DE), bevor Lenovo wieder übernimmt. Apples iMac i5, 3.4 GHz, 1TB (MNE92D/A) hat sich um drei Stellen auf Platz 8 verschlechtert und steht nur noch alleine unter den Top 15. Im ersten Quartal war die Mac-Company noch mit acht Geräten dabei.

 

Grafikkarten: Das Ende des Bitcoin-Hypes

Hat der Höhenflug des Bitcoins Ende 2017 noch lange nachgehallt, hat es sich damit im Grafikkarten- und Mainboard-Lager nun deutlich „ausgehyped“. Und damit sind auch so manche Verwerfungen im Grafikkartenmarkt Schnee von gestern, vorübergehend zumindest. Ein Zeichen davon ist, dass alle Grafikkarten unter den Top 15 jetzt wieder für einen HEK von weniger als 800 Euro zu haben sind. Ein anderes ist das, dass die Bitcoin-Mining-freundliche MSI GeForce GTX 1070 Ti GAMING 8G 8GB GDDR5 (V330-237R) von Platz 2 auf Platz 20 abgerutscht ist, die  Sapphire RADEON RX 570 8GB GDDR5 NITRO+ (11266-09-20G) sogar von Platz 10 auf Platz 150.

 

 

 

Von Position 11 auf Platz 1 verbessert hat sich dagegen mit 1.801 Klicks die ZOTAC GeForce GTX 1080 Ti Mini, 11GB GDDR5X (ZT-P10810G-10P), was zeigt, dass Gaming wieder in den Vordergrund des Interesses rückt. Interessant sind die 352-Bit-Schnittstelle und die Speichertaktfrequenz von 11.000 MHz. Um sieben Stellen auf Platz 2 verbessert hat sich die MSI GT 710 1GD3H LP GeForce GT 710 1GB GDDR3 (V809-1899R), die als besonders geräuscharm sowohl Gaming als auch Multimedia entgegenkommt. Von jenseits der 15 auf Platz 3 und 4 vorgeprescht ist auch PNY mit zwei Grafikboards, so zum Beispiel mit der PNY Quadro P2000 Quadro P2000 5GB GDDR5 (VCQP2000-PB).

 

Mainboards: Gaming boomt, Preise sinken

 

Wie bei Grafikkarten geht auch bei Mainboards die Preiskurve nach unten. Jetzt geht es wieder um Gaming, nicht um Bitcoins. ASUS dominiert in diesem Quartal die Tabellenspitze bei den Mainboards. Neuer Spitzenreiter bei den Mainboards ist das ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX, 90MB0VH0-M0EAY0, das im ersten Quartal 2018 noch auf der dritten Platz lag.  Knapp dahinter folgt das Schwesterprodukt ASUS PRIME Z370-A, LGA 1151, ATX, 90MB0V60-M0EAY0. Auf Platz 3 folgt das MSI Z370-A PRO, LGA 1151, ATX, 7B48-001R. Auf Platz 4 bis 6 liegen drei weitere ASUS-Mainboards, die ASUS PRIME B250M-C, LGA 1151, die  ASUS H81M-PLUS, LGA1150 und die ASUS H110M-A/M.2, LGA1151. Platz 1 geht dieses Mal an das ASUS PRIME Z370-P, LGA 1151, ATX (90MB0VH0-M0EAY0).

 

 

 

Prozessoren: Intel dominiert ­– AMD rückt auf

Bei den Prozessoren sind die Top Ten eindeutig in der Hand von Intel. Auf den ersten drei Plätzen liegen die Intel Core i7-8700K, 6-Core, HT, 3.7 GHz, BX80684I78700K, Intel Core i5-8400, 6-Core, 2.8 GHz, BX80684I58400 und die Intel Core i5-8600K, 6-Core, 3.6 GHz, BX80684I58600K. AMD ist immerhin ein starker Neueinstieg gelungen. Die AMD Ryzen 7 2700X, 8-Core, SMT, 4.35 GHz, YD270XBGAFBOX hat es beim Start gleich auf Platz 14 geschafft. Ein Trendthema sind 8-Kern-Prozessoren, die im Consumer-Bereich zunehmend gefragt sind.

 

 

 

Festplatten: Samsungs 860 EVO SSDs schlagen ein

 

Bei den Festplatten teilen sich Samsung und WesternDigital den Markt auf. Die Spitzenreiter sind mit der Samsung 860 EVO 250GB, MZ-76E250B/EU und der Samsung 860 EVO 500GB, MZ-76E500B/EU zwei Modelle, die sich nur durch ihre Kapazität unterscheiden. Die neuen 860 EVO haben erwartungsgemäß eingeschlagen wie eine Bombe. Die seit Anfang des Jahres gelisteten Modelle sind Nachfolger der beliebten 850er Serie mit 12T (250GB) und 7T Klicks (500GB). Dagegen hat es die ebenfalls neue 860 PRO schwerer, denn mit einem Preispunkt von mehr als 50% über der EVO Variante liegt die Samsung 860 PRO 256GB, MZ-76P256B mit Platz 14 knapp in der TOP15. Nun sind im Q2 schon Modelle der wiederum nächsten Generation erschienen, die Samsung 970 EVO MZ-V7E500BW 500 GB und Samsung 970 EVO MZ-V7E250BW mit 250 GB.

 

 

 

 

Drucker und MFPs: HP bleibt Klassensieger

 

 

 

 

Im Markt für Drucker und Multifunktionsgeräte dominiert HP. Die Geräte von HP belegen die ersten sieben Tabellenplätze. Spitzenreiter ist der HP LaserJet Pro M402dne, C5J91A#B19. Systemhäuser setzen bei Druckern auf Bewährtes, hier sind keine Neuerungen im Quartalsrhythmus zu erwarten. Brother hat es mit zwei Modellen in die Top 15 geschafft. Kyocera und Epson sind jeweils einmal vertreten.