Aktuelles2021-02-16T15:58:41+01:00

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Der Channel im Grafikkarten-Fieber

 

Was haben die Corona-Pandemie und der Bitcoin-Hype gemeinsam? Beide Themen sind in der aktuellen Berichterstattung in aller Munde. Und in beiden Fällen handelt es sich um wichtige Einflussfaktoren im Grafikkarten-Boom, der den ITK-Markt unlängst auf Trab hält.

Karlsruhe, 23.03.2021 – Der andauernde Lockdown zwingt weiterhin zum Zuhausebleiben und macht Spielkonsole und PC zur willkommenen Abwechslung. Doch der Home Entertainment-Trend wirkt sich auch deutlich auf das Grafikkarten-Segment aus: Aktuelle Daten der GfK beziffern das Umsatzwachstum im vierten Quartal 2020 in Deutschland mit 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese steigende Nachfrage treibt die Preise für das Gamer-Zubehör immens nach oben.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Nachfrage

Doch noch ein weiterer Faktor übt Druck auf den Markt aus: Seit Herbst letzten Jahres ist der Kurs für Bitcoins regelrecht explodiert, was es für Krypto-Miner wieder lukrativ macht, in die entsprechende Hardware zu investieren. Für das Mining, den Vorgang zur Herstellung der Kryptowährung, benötigen professionelle Miner Unmengen an Rechenleistung: Neben einem geeigneten Computer ist dazu auch eine leistungsstarke Grafikkarte nötig – was die Nachfrage weiter steigen lässt. Der Markt gerät in Schieflage und Hobbygamer, mit meist deutlich geringerem Budget, haben dabei das Nachsehen. Hersteller wie Nvidia, deren Kunden aus der Gamerszene kaum noch an die Karten kommen, versuchen deshalb, der Nutzung zu Miningzwecken entgegenzuwirken. Grafikkarten mit sehr hoher Leistung, wie die Geforce RTX 3060, werden gezielt so ausgeliefert, dass sie das Mining verlangsamen. 

Eine aktuelle Analyse der ITscope-Plattform bestätigt den Grafikkarten-Boom ebenfalls: Lagen die Klickzahlen zwischen dem ersten und dritten Quartal 2020 innerhalb der Top 10-Grafikkarten der ITscope-Plattform noch bei einem durchschnittlichen Wert von 833 Klicks, wächst dieser in Q4 2020 um 160 Prozent auf rund 2.170 Klicks und in Q1 2021 sogar auf 3.200 Klicks – ein schwindelerregendes Wachstum von mehr als 280 Prozent.

Der Preis bleibt nicht unberührt

Dass diese Entwicklung auch nicht unbemerkt am Preis vorbeigeht, war vorhersehbar: Der HEK der Top 10-Grafikkarten liegt in Q1 und Q2 im Schnitt bei 470 Euro, steigt in Q3 und Q4 jedoch bereits auf 750 Euro. Der Sprung im aktuellen Quartal ist jedoch nochmals eine enorme Steigerung: Der durchschnittliche HEK der letzten Wochen beträgt fast 1.100 Euro – ein weiteres Wachstum um fast 50 Prozent. 

Besonders deutlich wird dieses Bild anhand der seit 2019 gelisteten RX 5700 XT GAMING X von MSI. Hier liegt der HEK bis auf kleinere Ausreißer sehr stabil zwischen 350 und 400 Euro – bis Februar dieses Jahres, wo die Kurve innerhalb kürzester Zeit auf über 1.100 Euro springt. Auch die Produkt-Klick-Historie verdeutlicht das wachsende Interesse an der RX 5700 XT GAMING X ab November letzten Jahres.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI RX 5700 XT GAMING X (Hst.-Nr. V381-032R) April 2020 bis März 2021


Zwar profitieren auch die Neuerscheinungen vom aktuellen Boom im Grafikkarten-Sortiment, noch mehr gilt dies jedoch für ältere Modelle – wie auch die GTX 1050 TI GAMING X 4G
von MSI aus dem Jahr 2016, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters zuletzt sehr gefragt ist. Auch in diesem Beispiel klettert der zuvor äußerst stabile HEK von 120 auf aktuell fast 300 Euro.

 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI GTX 1050 TI GAMING X 4G (Hst.-Nr. V335-001R) April 2020 bis März 2021


Die weiter steigenden Infektionszahlen erwecken im Moment nicht den Eindruck, als würde sich hier zeitnah Veränderung einstellen. Sollte der Lockdown jedoch in absehbarer Zeit eingestellt werden, könnten die wärmeren Temperaturen im Frühjahr vermehrt zu Outdoor-Aktivitäten einladen und das Interesse an Home Entertainment wieder abnehmen. Beim Bitcoin hingegen bleibt die Entwicklung weiterhin spannend: Die Krypto-Währung sorgte in den letzten Jahren immer wieder für eine Überraschung.

Mehr zum Thema erfahren Sie im kommenden ITscope Marktbarometer für das erste Quartal 2021, welches Ende April in unserer Mediathek erscheint.

 

23.03.2021|

Neu auf der Plattform: Aktualisierte Adressauswahl

Der Adressauswahl-Dialog hat nicht nur eine neue Optik erhalten, sondern auch einige funktionale Erweiterungen, die das Verwalten und Hinzufügen von Adressen deutlich vereinfachen. Auch besteht nun die Möglichkeit, Adresszusätze direkt für die jeweilige Bestellung zu bearbeiten. Und: Die Auswahl von Firmenadressen ist über das neue Adressbuch möglich. 

Was ist neu?

Auf vorbereiteten Bestellungen haben Sie die folgenden zwei Möglichkeiten, die Rechnungs- und Lieferadresse für Ihre Bestellung anzupassen. 

 

 

Über die Schaltfläche Bearbeiten kann direkt in der vorbereiteten Bestellung die Adresse angepasst werden. Allerdings werden Änderungen auf diesem Weg nicht in das Adressbuch übernommen, sondern werden nur auf die jeweilige Bestellung angewandt. 

Mit der Schaltfläche Aus Adressbuch wählen können Sie auch eine andere Adresse aus Ihrem Firmennetzwerk auswählen und mit Adresse übernehmen für die Bestellung nutzen. Über den Editieren-Button können Sie die Adresse auch direkt bearbeiten – diese Änderung wird dann auch ins Adressbuch übernommen. 

 

 

Bei der Lieferadresse können Sie zusätzlich über das obere Suchfeld Ihr Firmennetzwerk durchsuchen. Tippen Sie hierfür den Namen der Firma ein, die Sie suchen und wählen Sie die Firma aus der Liste aus. Anschließend erscheinen alle Adressen, die Sie für diese Firma im Firmennetzwerk haben. Mit einem Klick auf die entsprechende Zeile können Sie die gewünschte Adresse auswählen. Mit Adresse übernehmen hinterlegen Sie diese für die Bestellung.

Zusätzlich haben Sie bei der ausgewählten Firma die Möglichkeit, die Adressen im Kontaktnetzwerk zu editieren, löschen oder neue Firmenadressen hinzuzufügen.

Wenn Sie direkt einen neuen Firmenkontakt anlegen möchten, tragen Sie den Namen der Firma in das Suchfeld und wählen Sie im Suchergebnis die Option Neuen Firmenkontakt anlegen.

 

Sie haben weitere Fragen oder Feedback zur neuen Adressauswahl? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an support@itscope.de

 

23.03.2021|

Neue Listings im Februar

 

Seit Beginn des Jahres ist unser ITscope-Netzwerk erneut um weitere Lieferanten gewachsen. Neben der Inside Trading Bulgaria Ltd. mit Sitz in Bulgarien wurden sechs weitere Distributoren aus Deutschland Teil von ITscope.

Die Katun Germany GmbH in Neuss ist Sitz der deutschen Niederlassung des US-amerikanischen Unternehmens. Seit mehr als 42 Jahren zählt Katun zu den weltweit führenden Anbietern von OEM-kompatiblen Verbrauchsmaterialien, Fotorezeptoren und Ersatzteilen für Kopierer, Drucker, Multifunktionsgeräte und andere Imaging-Geräte. Der Distributor beliefert heute 10.000 Kunden in 116 Ländern.

Sehen Sie hier einen Überblick über die neuen Listings und deren Integrationstiefe in ITscope:

 

LandFirmaBestellanbindungLieferung an EndkundenGelistet seit
Katun Germany GmbHEDI in Planung09.02.2021
tease solutions GmbH05.02.2021
Inside Trading Bulgaria Ltd.02.02.2021
DograTEC GmbH28.01.2021
26.01.2021
Cardnova GmbH21.01.2021
Alpha IT Remarketing Inh. Sevil Simsek13.01.2021

 

24.02.2021|

Notebooks, Monitore und Webcams – die “Gewinner” der Krise: ITscope Jahresrückblick 2020

 

Was waren die beliebtesten ITK-Produkte des Jahres? Um das herauszufinden, blickt ITscope auf die vergangenen Monate zurück und hat die gefragtesten Produkte der meistgeklickten Kategorien des Jahres der ITscope-Plattform ausgewertet. Bei Lenovo, Dell und Logitech lief es dabei außergewöhnlich gut.

Karlsruhe, 25.02.2021 – Das Jahr 2020 war ein konstantes Auf und Ab – nicht nur mit Blick auf die steigenden und wieder fallenden Infektionszahlen während der Pandemie oder die sich stetig verändernden Regeln des Lockdowns. Auch der ITK-Channel unterlag in den letzten Monaten deutlichen Schwankungen. Der plötzliche Run ins Homeoffice sorgte für einen massiven Anstieg bei der Nachfrage nach dem nötigen Equipment, um sich in den eigenen vier Wänden bürotechnisch auszustatten. Insbesondere die Zahlen für das vierte Quartal 2020 des ITscope Marktbarometers zeigten: Notebooks, Monitore und Webcams sind die Überflieger des Jahres und die absoluten “Gewinner” der Pandemie. 


Für Lenovo standen 2020 alle Zeichen auf Erfolg: Mit dem ThinkPad E15 erzielte der chinesische Hersteller ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Schon direkt nach der erstmaligen Listung im November 2019 ergatterte das ThinkPad E15 den zweiten Platz der Notebook-Charts – mit fast 5.000 Klicks. Und seitdem ging es immer weiter nach oben: In Q2 war es mit 10.000 Klicks zum Peak der Corona-Pandemie schon der erste Platz, den das beliebte Notebook während des dritten Quartals mit fast 13.000 Klicks hält. Als krönender Abschluss folgt dann das Spitzenergebnis von über 21.000 Klicks im vierten Quartal.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis Dezember 2020

 

Ähnlich gut sieht es bei den Monitoren aus, denn auch sie profitieren als unerlässliches Zubehör ungemein vom Homeoffice-Boom und gehen als klare Sieger aus der Pandemie hervor. Das TFT-Pendant zum ThinkPad E15 ist der P2419H von Dell. Seit dem vierten Quartal 2019 beansprucht der beliebte 24” LED-Monitor den ersten Platz für sich. Doch von Ausruhen an der Spitze kann hier nicht die Rede sein, denn auch der P2419H steigert sein Ergebnis kontinuierlich. Mit knapp 6.000 Klicks in Q1 und Q2 scheint der P2419H nur Anlauf zu nehmen, um in Q3 beeindruckende 9.000 Klicks zu erreichen. Und auch das reicht noch nicht, in Q4 steigert sich die Zahl nochmal auf über 13.000 Klicks – ein wirklich starkes Ergebnis für ein bereits seit 2018 gelistetes Gerät. Verglichen mit der UltraSharp-Reihe beinhaltet die P-Reihe günstigere Budget-Modelle. Der Verdacht liegt nahe, dass für das Zweitgerät im Homeoffice bevorzugt zu den preiswerteren Modellen gegriffen wird.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Dell P2419H (Hst.-Nr. DELL-P2419H) Januar bis Dezember 2020

Auch insgesamt erreichen die topplatzierten Monitore in Q4 beeindruckende Klickzahlen: Lag der durchschnittliche Wert der Top 10 vom ersten bis zum dritten Quartal bei rund 22.000 Klicks, verdoppelt er sich in Q4 nahezu auf über 40.000 Klicks. 

 

Ein wirklich extremes Bild zeichnete sich bei den Webcams ab. Mitte des Jahres herrschte der absolute Ausnahmezustand, in keinem Heimbüro sollte es an den für Videotelefonie unerlässlichen Geräten fehlen. Und das zeigt sich auch in den Klickzahlen: Mit noch rund 26.000 Klicks auf die Top 10-Netzwerkkameras in Q1 wächst das Interesse im Zuge der Corona-Pandemie massiv und gipfelt in Q2 bei schwindelerregenden 72.000 Klicks. In Q3 flachen die Zahlen wieder etwas ab auf rund 36.000 Klicks, bevor zur zweiten Welle in Q4 die Nachfrage mit knapp 58.000 Klicks wieder anzieht. Besonders Logitech profitiert von dem wachsenden Bedarf an Webcams und sichert sich nicht nur beinahe ausnahmslos die Top 10, sondern belegt auch mit der extrem beliebten HD Pro Webcam C920 durchweg den ersten Platz. Im Test überzeugt die Kamera mit scharfen Videos und natürlicher Farbwiedergabe. 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech HD Pro Webcam C920 (Hst.-Nr. 960-001055) Januar bis Dezember 2020

 

Genau wie die Webcams sind auch die Headsets momentan nicht mehr vom Schreibtisch wegzudenken. Auch hier verlaufen in Q2 mit fast 40.000 und in Q4 mit rund 33.000 Klicks die Peaks analog zu den Infektionsquellen. Neben Jabra ist Logitech auch in dieser Kategorie äußerst erfolgreich. Das On-Ear PC Headset 960 USB liegt das gesamte Jahr vorne – eine beachtliche Leistung für ein seit über zehn Jahren gelistetes Headset. Dass Logitech im Frühjahr und Sommer mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte und die Preise dadurch in die Höhe steigen, zeigt, wie auch bei der Logitech HD Pro Webcam C920, die Preis/Lager/Status-Historie:

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech PC Headset 960 USB (Hst.-Nr. 981-000100) Januar bis Dezember 2020

 

Im Bereich der Tablets ist ebenfalls ein Anstieg der Klickzahlen im vierten Quartal 2020 zu beobachten: Mit durchschnittlich 23.000 Klicks zwischen Q1 und Q3 erreichen die Top 10-Tablets in Q4 insgesamt fast 49.000 Klicks. Apple mit dem 10.2-inch iPad von 2019 sowie ab September mit dem Folgemodell von 2020 und Microsoft mit dem Surface Pro 7 liegen während der Pandemie vorne. Besonders letzteres eignet sich auch optimal für einen flexiblen Wechsel ins Homeoffice, denn es steht einem normalen Notebook leistungstechnisch in nichts nach. 

 

Zwar sind sie nicht zwingend im Homeoffice nötig, so erleichtern Smartphones doch einiges – beispielsweise als praktische und einfach handhabbare Alternative zur Internettelefonie. Das Jahr 2020 war hier in jedem Fall eine Sternstunde für Apple: In Q1 lag noch das iPhone 8 vorne, dicht gefolgt vom iPhone 11, welches sich dann in Q2 den ersten Platz sichert. Schon hier nähert sich auf dem zweiten Platz der Player dem Feld, der den Rest des Jahres mit deutlichem Abstand an erster Stelle stehen wird: das iPhone SE in der zweiten Generation, welches leistungstechnisch absolut mit den Top-Modellen mithalten kann. Seinen Erfolg verdankt das iPhone SE wohl auch der allgemeinen Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. Viele, die bisher Apples Premium-Modelle mit Preisen von 1.000 Euro und mehr gekauft haben, setzen nun auf das preisgünstigere iPhone SE und nehmen dafür kleine Abstriche, wie beispielsweise bei der Kamera, in Kauf. 

 

Interessant ist auch das Bild, welches sich bei den Multifunktionsdruckern zeigt. Für einige Angestellte sind sie ein unverzichtbares Werkzeug im Homeoffice, weshalb auch hier die Nachfrage im zweiten Quartal sowie zuletzt im vierten Quartal nochmal anzog. Ganz klar dominiert 2020 hier HP, anfänglich mit dem HP LaserJet Pro M404dn, im dritten und vierten Quartal mit dem HP Officejet Pro 9010 All-in-One. Letzterer eignet sich sowohl für die Büro- oder Homeoffice-Nutzung und ist mit den Funktionen Drucken, Scannen, Kopieren und sogar Faxen ein echter Allrounder. Mit einem HEK von 225 Euro liegt er preislich im günstigeren Drittel. 

 

Die zuletzt noch als Ladenhüter abgestempelten Komplettsysteme scheinen im vierten Quartal 2020 wieder neuen Aufschwung zu erleben. Obwohl die PC-Systeme leider nicht als Homeoffice-Ausstattung punkten können und daher eher als Verlierer aus 2020 gehen, kann sich ein Komplettsystem dennoch in gewisser Weise als Gewinner behaupten: das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, welches durchgängig den ersten Platz der Kategorie einnimmt. Ein kompakter Mini-PC, der auch unter Last leise und stromsparend ist und im CHIP-Test hinsichtlich Preis-Leistung voll überzeugt. 

 

Spannend bleibt, wie sich das Bild in 2021 entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage, insbesondere bei Notebooks und Monitoren, auch 2021 erst einmal nicht nachlassen wird. Unabhängig davon, wie sich die Corona-bedingten Einschränkungen entwickeln, setzen viele Firmen langfristig auf den voll ausgestatteten Zweitarbeitsplatz im Homeoffice.

 

Sie möchten weitere Markteinblicke in die ITK-Branche erhalten? Im ITscope Marktbarometer erfahren Sie alles über die aktuellen Entwicklungen und die neuesten Trends des Quartals. Die Zahlen zur Auswertung sind detailliert je Quartal in den ITscope Marktbarometern des Jahres 2020 zu finden: zur ITscope-Mediathek

24.02.2021|

Digitalisierung kann man nicht lizenzieren: Wie Systemhäuser die digitale Transformation trotzdem meistern

 

Schon lange ist nicht mehr nur der digitale Wandel, sondern eine regelrechte Welle der Digitalisierung vorherrschend, die Systemhäuser und IT-Dienstleister zu überrollen droht. Die Anforderungen, die die Branche stellt, werden zunehmend anspruchsvoller. Doch Lösungen zur Digitalisierung von Beschaffung und Vertrieb sind für Systemhäuser eine große Chance, um dagegen zu bestehen. 

Das Systemhaus der Zukunft gestaltet Ein- und Verkaufsprozesse effizient und bietet gleichzeitig seinen Kunden den Mehrwert einer individuellen Beratung – vollständig digital. Mithilfe von neuen Ansätzen gelingt es, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, zu skalieren und langfristig zu wachsen.

Zukunftsmodell Anything as a Service

Die Einsatzbereiche von as a Service-Modellen steigen und werden zukünftig Standard sein. Das Systemhaus der Zukunft wird mit einer Plattform arbeiten, auf der eine Integration von Managed Services bzw. Cloud-Lizenzen problemlos möglich ist – sowohl für Vertrieb als auch Einkauf. Wer seinen Kunden jetzt neben Hardware auch Softwarelizenzen, Dienstleistungen und Cloud Lösungen in maßgeschneiderten Paketen anbietet, egal ob zum Kauf, Leasing oder als Managed Service, profitiert in Zukunft enorm: „Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Systemhäuser es ihren Kunden ermöglichen, Software und Services genauso einfach bestellen zu können wie eine Maus“, erklärt Alexander Münkel, Managing Director der ITscope GmbH.

Doch bei der Suche nach einer passenden eCommerce-Lösung stellen Systemhäuser regelmäßig fest, dass diese Anforderungen durch klassische Shopsysteme nicht erfüllbar sind: Sie sind gezwungen, mehrere Plattformen einzusetzen, anstatt alle Vorgänge auf einem System abbilden zu können. Außerdem werden wichtige Anbindungen an nachgelagerte Prozesse vernachlässigt – die mit regulären Shops nur sehr teuer oder gar nicht abbildbar sind. 

Aussicht auf Erfolg haben diejenigen, die ihren Kunden mehr bieten als einen reinen Onlineshop – sonst sind sie leicht austauschbar und haben keine Chance, eine Bindung zu ihren Kunden herzustellen. Da im Normalfall der Onlineverkauf nicht das Kerngeschäft darstellt, sind sie außerdem den eCommerce-Platzhirschen der Branche eindeutig unterlegen. 

Doch Systemhäuser verfügen bereits über einen entscheidenden Vorteil, um im Wettbewerb zu bestehen: die Daten ihrer Kunden. Systematisch erhoben und zielgerichtet ausgewertet bieten diese Daten wertvolle Erkenntnisse für den proaktiven Vertrieb: Welche Produkte können durch bessere oder neuere ersetzt werden? Welche Produkte oder Services wurden in ähnlichen Szenarien genutzt? Welche Services laufen wann aus und können verlängert werden? 

Mithilfe dieses datengetriebenen Vorgehens können Systemhäuser nicht nur ihre Upselling-Potentiale voll ausschöpfen, sondern stärken gleichzeitig auch die Kundenbindung. Ausschlaggebend dafür ist eine Änderung im Mindset des Vertriebs, der nicht als Bestellannahme fungiert, sondern als Business Enabler Mehrwert bietet und die optimale Lösung verkauft. “Wichtig ist, dass der Shop nicht als Konkurrenz zum Vertrieb wahrgenommen wird, sondern als ein Werkzeug, welches es erleichtert, mehr Kunden in kürzerer Zeit zu bedienen – nicht nur auf eingehende Bestellungen reagieren, sondern aktiv dem Kunden das bieten, was er in diesem Moment benötigt,” spricht Alexander Münkel weiter. 

Systemhäuser: Treiber oder Getriebene der Digitalisierung?

Die Anforderungen der Industriekunden werden immer höher: Viele setzen bereits auf Procurement-Systeme und erwarten von ihrem Systemhaus eine elektronische Abwicklung bei der IT-Beschaffung, wie sie es von klassischen Zulieferketten gewohnt sind. “Systemhäuser sehen sich gezwungen, passende Lösungen einzusetzen. Allerdings handelt es sich dabei oft nicht um strategische Entscheidungen, um aktiv die digitale Transformation in ihrem Unternehmen zu gestalten, sondern einzig und allein um eine Reaktion auf Druck ihrer Kunden aus der Industrie,” stellt Oliver Gorges, Head of Channel Development & Cooperations bei der ITscope GmbH die Situation dar. Möchte ein Systemhaus als digitaler Protagonist auftreten, hat aber selbst überwiegend analoge Prozesse im Einsatz, dann kann das nicht funktionieren

Den Einkauf abschaffen?

Doch eigeninitiativ die Digitalisierung anzugehen, ist nicht so schwer, wie es scheint. Ein erster wichtiger Schritt ist, eigene Prozesse zu reflektieren: Besonders wiederkehrende Vorgänge rund um die Beschaffung kosten viel Zeit und Geld – welches dann wiederum an anderer Stelle fehlt: “Für uns bedeutet Automatisierung, dass alle wiederkehrenden Prozesse von einem System übernommen werden. Zum digitalen Routing an die Distribution gehört auch die Verarbeitung aller Rückantworten sowie Statusmeldung an den ursprünglichen Besteller”, sagt Alexander Münkel. “Damit reduzieren wir den manuellen Aufwand auf ein Minimum – und das bedeutet, in radikaler Konsequenz, den Einkauf abzuschaffen.” 

Digitalisierung kann man nicht lizenzieren

Das beste Werkzeug nützt nichts, wenn der Anwender es nicht einzusetzen weiß: Nur, weil ein Systemhaus eine entsprechende Lösung im Einsatz hat, ist es noch lange nicht digital aufgestellt. Es sind weniger die technischen Aspekte, die mit Aufwand verbunden sind, als das Involvement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Digitalisierung und die damit verbundene Umstellung der Prozesse ist eine Herkulesaufgabe, die eine Transformation des gesamten Unternehmens voraussetzt.

Das erfolgreiche Systemhaus der Zukunft ergreift selbst die Initiative und verankert das Thema strategisch. Für die nachhaltige Umsetzung eines Digitalisierungsprojekts sollten nicht nur die Beteiligten intern, sondern auch Anwender auf Seiten des Kunden frühzeitig miteinbezogen werden. Ein regelmäßiger Austausch über die Anforderungen beider Seiten sowie eine Plattform, die die unkomplizierte Erstellung eines Prototypen erlaubt, ermöglicht ein zielgerichtetes und erfolgversprechendes Vorgehen. 

 

Sie möchten mehr zum Thema XaaS, eProcurement oder Digital Sales erfahren? Kontaktieren Sie uns – wir beantworten Ihnen gerne sämtliche Fragen und zeigen Ihnen, welche Lösungen ITscope zukünftig in diesem Bereich bietet.

 

27.01.2021|

Neueinsteiger bei den ERP-Schnittstellen: Odoo

 

Den automatischen Import von Produktdaten, Preisen, Verfügbarkeiten, Angeboten und umfangreichen Contents in verschiedene ERP-Systeme bietet ITscope mit Hilfe flexibler Schnittstellen bereits für viele Anbieter an. Ganz neu dabei ist seit Januar nun auch die Schnittstelle zum Open Source ERP-System Odoo.

Bei Odoo handelt es sich um eine cloudbasierte Software, die sich besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen großer Beliebtheit erfreut. Dank des intuitiven Interfaces ist Odoo äußerst benutzerfreundlich in der Handhabung. Verschiedene Module gestalten das Tool flexibel und ermöglichen eine optimale Anpassbarkeit an individuelle Nutzerbedürfnisse. Neben dem Unternehmen selbst sorgt außerdem eine Community für die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung von Odoo. 

Eine Schnittstelle zu Ihrem ERP ermöglicht Ihnen, manuelle Prozesse deutlich zu reduzieren und damit Fehler zu minimieren sowie die Qualität Ihrer Daten zu erhöhen.
Mit der von unserem Partner alphasystems entwickelten Schnittstelle zu Odoo können Sie in ITscope Artikel im ERP suchen und anlegen – auch eine zeitsparende Massenanlage (via Export) ist im ERP-System möglich. Außerdem können Kategorien aus ITscope übernommen und Artikel direkt in Angebote im ERP-System eingefügt werden. Gleiches gilt auch für in ITscope kalkulierte VK-Preise, welche ebenfalls übernommen werden können. Ebenfalls praktisch und ganz einfach ist die Übernahme von Datenblättern und Artikelbildern in das ERP.

 

 

Mehr zu Odoo erfahren Sie unter https://www.itscope.com/odoo-schnittstelle/ oder direkt auf der Odoo-Website.

 

Den “Wildwuchs der Systeme” zu bändigen stellt Sie vor eine große Herausforderung? Automatisierung, Strukturiertheit und Transparenz sind nur einige von vielen Vorteilen bei der Integration von Schnittstellen. Erfahren Sie in unserem Schnittstellen-Guide, welche Sie noch für sich gewinnen können. 

 

27.01.2021|

Neues Jahr, neues Office: Wir sind umgezogen!

 

Direkt zum Jahresanfang haben wir bei ITscope Schreibtische ab- und Regale ausgeräumt, Kisten gepackt und verladen. Vor wenigen Tagen fiel der Startschuss zum Umzug und das Team von ITscope nennt nun ein großzügiges und modernes Büro mit Ausblick über die Dächer der Karlsruher Innenstadt sein neues „Zuhause“.

Mit Blick auf das Wachstum von ITscope in den vergangenen Jahren war der Umzug in die neugebauten Räumlichkeiten der nächste Schritt, um der wachsenden Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen optimalen Arbeitsplatz zu bieten.

Ab sofort ist ITscope unter der folgenden Adresse erreichbar:

ITscope GmbH
Durlacher Allee 73
76131 Karlsruhe
Deutschland

 

Einen kleinen Einblick, wie es im neuen Office aussieht, haben wir natürlich auch schon:


Sollten noch Fragen offen sein, melden Sie sich gerne bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner oder bei
marketing@itscope.com – wir freuen uns, Sie hoffentlich bald persönlich vor Ort begrüßen zu können!

 

26.01.2021|

ITscope Marktbarometer Q4/2020

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

Das ITscope Marktbarometer Q4/2020 ist da – mit den aktuellen Top Sellern aus zehn Kategorien sowie den besten Neueinsteigern auf ITscope.com:

  • Neueinsteiger: PlayStation 5 legt Senkrechtstart ins “Weihnachtsquartal” hin
  • TFTs: Dell ungebrochener Spitzenreiter, Samsung sorgt für frischen Wind
  • Smartphones: Apple mit Neueinsteigern wieder auf der Überholspur
  • Tablets: Microsoft Surface Pro 7 überzeugt auf ganzer Linie
  • Notebooks: Lenovo bricht mit ThinkPad E15 alle Rekorde
  • CPUs: 2020 macht AMD zum CPU-Sieger


Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Lesen Sie außerdem unseren ausführlichen Report mit allen Hintergrundinformationen zu den Highflyern des Quartals sowie den Top-Produkten aus 10 Produktkategorien.

 

Und das sind die aktivsten 30 Neuerscheinungen mit Hot-Seller Potential:

Pos.Hersteller und ProduktbezeichnungHst-Nr.Gelistet seitQ4 Klicks
# 1Apple iPad 10.2 Wi-Fi 32 GB Space GrauMYL92FD/A2020-09-167630
# 2MSI GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO 10G, 10GB GDDR6XV389-005R2020-09-156204
# 3Sony PlayStation 5, 825GB, Weiß93952012020-09-183083
# 4Apple iPhone 12, 64GB, SchwarzMGJ53ZD/A2020-10-142355
# 5AMD Ryzen 9 5900X, 12-Core, 3,7 GHz, SMT100-100000061WOF2020-10-102131
# 6Apple 20W USB-C Power AdapterMHJE3ZM/A2020-10-142074
# 7Synology Disk Station DS920+DS920+2020-07-141818
# 8Logitech C505, 1280×720@30fps, Schwarz960-0013642020-10-111622
# 9Apple Watch Series 6, 44mm, Space Grau, sportsbandM00H3FD/A2020-09-161529
# 10Samsung 980 PRO, 1TB, M.2 2280, NVMeMZ-V8P1T0BW2020-09-161451
# 11Apple MacBook Air, 13.3″, M1, 8GB, 256GBMGN63D/A2020-11-111130
# 12Apple MagSafe, SilberMHXH3ZM/A2020-10-14885
# 13Logitech M500s Advanced910-0057842020-09-15833
# 14Crucial 8GB DDR4 2666MHz SO-DIMMCT8G4SFRA2662020-07-02794
# 15Apple HomePod miniMY5G2D/A2020-10-15738
# 16Acronis True Image 2021TIH4B2DES2020-08-21455
# 17Apple Case mit MagSafe für iPhone 12MHL73ZM/A2020-10-14382
# 18Apple Mac mini, M1, 8Core, 8GB, 256GB SSDMGNR3D/A2020-11-11335
# 19Xiaomi Roborock S6 MaxVS6V52-002020-09-02314
# 20AVM FRITZ! DECT 440200029052020-07-16312
# 21HP Reverb G21N0T5AA#ABD2020-07-10306
# 22HP DesignJet T6305HB09A#B192020-09-04279
# 23Epson WorkForce Pro WF-7840DTWFC11CH674022020-09-01277
# 24Logitech Folio Touch920-0099562020-10-25270
# 25Peerless Peerless-AV SR560-FLIP2SR560-FLIP22020-07-16259
# 26Unify OpenScape Desk Phone CP400L30250-F600-C4272020-07-11241
# 27Sony DualSense Controller für PS593995062020-09-19230
# 28TB Premium HP TonerCE285AP2020-10-27217
# 29HP E24 G49VF99AA#ABB2020-11-18185
# 30Iiyama Elektrolift für TouchscreenMD 062B7295K2020-09-11178

 

 

20.01.2021|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q4/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

 

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

Die Klickzahlen bei Homeoffice-Ausstattung erreichen einen nie dagewesenen Höhepunkt und die neue PlayStation 5 ist heiß begehrt. Apples Neueinsteiger iPhone 12 und iPhone 12 Pro sahnen bei den Smartphones ab, bei den Tablets liegt Microsoft klar vorne.

Karlsruhe, 21.01.2021 – Während des aktuell verhängten Lockdowns ziehen sich viele Arbeitnehmer erneut ins Homeoffice zurück. Offensichtlich fehlt es aber weiterhin an entsprechender IT-Hardware: Notebooks und Monitore, aber auch Business-Tablets, sind gefragt wie nie, wie das ITscope Marktbarometer für Q4/2020 zeigt. 

Seit dem vierten Quartal des Jahres 2020 befindet sich Deutschland erneut im Lockdown: Was im November vorerst mit einem Teil-Lockdown begann, entwickelte sich aufgrund ausbleibender Besserung zur harten Abriegelung. Bereits die steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle im Herbst ließen einen erneuten Rückzug ins Homeoffice vermuten. Einer Befragung des Digitalverbandes Bitkom von Anfang Dezember nach arbeitet derzeit fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland zumindest teilweise im Homeoffice, 25 Prozent davon sind ausschließlich zu Hause. In der Politik wurden unlängst Stimmen laut, die, sofern es die Tätigkeit ermöglicht, eine Homeoffice-Pflicht fordern. Nicht ausreichende IT ist dabei nur ein Grund, der den Unternehmen dieses Vorhaben erschwert. Die aktuellen Zahlen des ITscope Marktbarometers zeigen jedoch, dass viele Firmen durchaus für entsprechendes Equipment sorgen. 

Bei den Notebooks, dem wohl essentiellsten Gerät für das Arbeiten am eigenen Schreibtisch, gehen die Klickzahlen nur so durch die Decke und Lenovo bricht mit dem ThinkPad E15 sämtliche Rekorde. Gleiches gilt auch für die mindestens genauso wichtigen Bildschirme: Mit dem P2419H ist Dell zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs – das bereits außerordentlich gute Ergebnis des Vorquartals verbessert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent. 

Sicherlich auch in Zusammenhang mit hinzugewonnener Freizeit – vor allem in den eigenen vier Wänden – steht der Hype um die neue PlayStation 5. Hauptgrund ist aber vielmehr, dass Sony wieder einmal nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ausreichende Stückzahlen produzieren konnte, wodurch Vorbestellungen teilweise gecancelt werden mussten und nun auf dem Schwarzmarkt Geräte zu völlig überteuerten Preisen angeboten werden. Das große Interesse an der Next Gen-Konsole treibt auch die Klickzahlen nach oben und katapultiert die PlayStation 5 direkt in die Highflyer-Charts. 

Mit dem iPhone 12 und dem iPhone 12 Pro gehen zwei Neueinsteiger bei den Smartphones an den Start und landen aus dem Stand direkt in den Top 10. An diese Erfolge kann Apple im Tablet-Segment allerdings nicht anknüpfen und muss Microsoft hier die verdiente Führung überlassen. Ein Hoffnungsschimmer ist bei den Komplettsystemen erkennbar: Die Ladenhüter der letzten Monate konnten wieder mehr Interesse auf sich ziehen – das lassen zumindest die wachsenden Klickzahlen in der Kategorien vermuten. Auch AMD konnte sich im vergangenen Quartal nochmal einen ordentlichen Push im Wettkampf um die CPU-Krone sichern.

 

Highflyer: PlayStation 5 legt Senkrechtstart ins “Weihnachtsquartal” hin

2020 war in jeglicher Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr: War der ITK-Channel zu Beginn des Jahres von Lieferengpässen beim Homeoffice-Equipment betroffen, stabilisierte sich der Zustand im Frühjahr und Sommer weitestgehend. Mit steigender Nachfrage im Herbst begannen erneut die Hamsterkäufe – besonders begehrt waren wieder die Notebooks. Nicht weiter verwunderlich also, dass auch in Q4 – dem “Weihnachtsquartal” – alles anders ist.

Der kalifornischer Hersteller Apple, der sonst dafür bekannt ist, im 4. Quartal das Weihnachtsgeschäft zu dominieren, musste im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einbußen hinnehmen: Zwar liegt das neue iPad in den Highflyer-Charts vorne, die restlichen Spitzenreiter sind jedoch bunt gemischt.

The same procedure as every year: Vor genau einem Jahr, in Q4 2019, hat es die 7. Generation auf den ersten Platz geschafft, 2020 tritt nun die 8. Generation des iPad 10.2 in die Fußstapfen des Vorgängers. Mit über 7.600 Klicks liegt der aktuell günstigste Vertreter der iPad-Familie (335 Euro im HEK) verdient vorne – obwohl sich im Vergleich zum Vorjahresmodell technisch nicht allzu viel getan hat: Die wohl größte Neuerung ist die Umstellung vom A10 Fusion-Chip auf den A12 Bionic. Damit verspricht sich Apple eine höhere Rechenleistung – die auch der CHIP-Test von Oktober 2020 bestätigt. Bei Farben und Kontrast zeichnet sich allerdings der günstige Preis des iPads wortwörtlich ab: Diese fallen, wie schon bei der Vorgängerversion, eher mäßig aus. Alles in allem erhält man mit dem iPad ein solides Tablet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den zweiten Platz sichert sich MSI mit der GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO Grafikkarte. Auch das ist keine Überraschung: Seit dem Release der RTX-Reihe herrscht ein regelrechter Run auf die raytracing-fähigen Grafikkarten. Denn zum einen beeindruckt die RTX-Reihe im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit einem signifikanten Leistungsanstieg. Hinzu kommt außerdem die anhaltende Corona-Pandemie, die mit Social Distancing und Lockdown mehr Zeit für Indoor-Hobbies lässt – und die nutzen viele Bastler, um ihren PC mit der neusten Technik auszustatten. Erschwerend kommt außerdem der Release der Next Gen-Konsolen hinzu, in welchen die neue Technik ebenfalls verbaut wird. Kein Wunder also, dass die Hersteller mit der Versorgung nicht mehr nachkommen. Auch bei ITscope ist die RTX 3080 seit ihrem Release fast ständig ausverkauft. Doch Hoffnung auf Besserung ist in Sicht: Die Hersteller rechnen damit, dass sich die Lage Ende Januar entspannen wird.

Auf den dritten Platz schafft es diesmal ein eher untypisches Highflyer-Produkt: die PlayStation 5 von Sony. Doch überraschend ist dieses Ergebnis nicht, denn Sony hat mit der Next Gen-Konsole wieder sämtliche Rekorde gebrochen und ist seit dem Release im November restlos ausverkauft – eine Situation, die vielen Fans noch aus der Vergangenheit bekannt ist. Auch beim aktuellen Generationenwechsel schafft es Sony nicht, der hohen Nachfrage, insbesondere kurz vor Weihnachten, nachzukommen. Wer jetzt eine Konsole haben möchte, der muss sich erstmal gedulden. Wann die PlayStation 5 wieder verfügbar ist, bleibt weiterhin unklar. 

Auf dem 4. Platz landet mit 2.355 Klicks Apples iPhone 12. Dieses sticht zwar nicht durch besondere Innovationen hervor, ist aber ein echter Leistungs-Champion – nicht zuletzt dank des energieeffizienten A14 Bionic-Chips von Apple. Ansonsten ist das iPhone 12 wie zu erwarten ein Smartphone der Spitzenklasse mit einem hervorragenden Bildschirm, top Kameras und einem leistungsfähigen Akku. Im HEK muss man derzeit rund 750 Euro für die 64 GB-Variante hinlegen. Ein Netzteil ist allerdings nicht inklusive: Falls man dieses nicht bereits zu Hause hat, muss man zusätzlich 25 Euro investieren. Die Frage nach dem Warum beantwortet Apple mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen. 

Auf Platz 5 schafft es mit rund 2.100 Klicks die AMD Ryzen 9 5900X der neuen Generation. Damit macht AMD dem bereits schwächelnden Gegner Intel eine weitere Kampfansage – Intel musste im vergangenen Jahr knapp 5 Prozent Umsatz sowie 29 Prozent Gewinn einbüßen. An der Fertigungsweise zur Vorgeneration hat AMD nichts verändert, nach wie vor kommt die 7 nm-Technologie zum Einsatz. Die neue Generation punktet allerdings besonders im Bereich Bildrendering und Berechnung von Objekten – hier schlägt die Ryzen 9 5900X sogar den Threadripper 3990X. Ob sich der Wechsel auf die neue CPU allerdings lohnt ist fraglich: AMD hat nach einem starken Jahr die Preise für die neue Generation um rund 150 Euro hochgeschraubt. Bei ITscope ist die Ryzen 9 5900X zuletzt für 610 Euro im HEK erhältlich. 

Auf den 8. Platz klettert die seit Oktober gelistete Webcam C505 von Logitech. Mit Blick auf die Entwicklung der Klickzahlen während der letzten Monate ist dieser schnelle Aufstieg allerdings wenig überraschend: Durch das Homeoffice wurden Webcams zum Dauerbrenner – und die Preise verdreifachten sich teilweise. Mittlerweile scheinen sich Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen zu haben und die C505 ist in großen Stückzahlen verfügbar. Der Preis von rund 70 Euro im HEK nähert sich ebenfalls wieder dem Normalniveau – im Peak im November lag er noch bei knapp 100 Euro.

 

TFTs: Dell ungebrochener Spitzenreiter, Samsung sorgt für frischen Wind

Dell ist nicht zu bremsen: Mit dem P2419H nimmt der US-amerikanische Hersteller erneut den 1. Platz für sich ein – und ist damit zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs. Das bereits im vergangenen Quartal außerordentlich gute Ergebnis steigert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent und erreicht damit ein phänomenales Ergebnis von über 13.000 Klicks. Sogar der HEK Trend geht leicht nach oben – alles andere als üblich bei einem Modell, dass bereits seit 2018 gelistet ist. Mit dem P2419H bietet Dell einen mit 150 Euro im HEK günstigen 24-Zöller mit Full HD-Auflösung. Und der Erfolgskurs setzt sich fort: Die Variante mit 27 Zoll – der P2719H –  schafft es auf Platz 2 in der TFT-Kategorie.

In Q4 spielt auch Samsung vorne mit und springt mit dem Flip gleich zweimal in die Top 10: Die 55 Zoll-Variante erreicht Platz 5 und auf Platz 8 folgt die 65 Zoll-Variante. Mit der Flip-Reihe liefert Samsung eine digitale Variante des klassischen White- bzw. Flipboards als Touchscreen mit entsprechenden Stiften für zeitgemäße Meetings – vorausgesetzt, diese finden vor Ort statt. Mit jeweils 1.600 und 1.800 Euro im HEK sind die Flips zwar nicht günstig, in der Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass das digitale Board gut im Channel ankommt. 

Der in der Kategorie TFTs sonst eher unbekannte Hersteller Lenovo erreicht mit dem ThinkVision T24i-20 Platz 9 und bringt damit endlich frischen Wind in die Top 10. Der T24i-20 ist erst seit Juni 2020 bei ITscope gelistet und hat sich dennoch gegen die “alteingesessenen” TFTs bewährt. Optisch bleibt Lenovo seinem gewohnten Design mit schwarz, rot und silber treu. Der Zero Frame-Bildschirm lässt die Bildschirmfläche größer wirken und erleichtert die Arbeit mit mehreren Monitoren. Ansonsten bietet der Bildschirm das standardmäßige Repertoire: 24 Zoll, Full HD, IPS-Panel, ergonomisch verstellbare Höhe und die üblichen Anschlüsse. Mit einem HEK von 176 Euro kann der Monitor aber preislich allemal mit den deutlich älteren Modellen der Top 10 mithalten. 

 

Smartphones: Apple mit Neueinsteigern wieder auf der Überholspur

Im vierten Quartal wartet die Kategorie der Mobiltelefone nicht gerade mit großen Überraschungen auf. Apple dominiert mit den iPhones wie zu erwarten mit neun Plätzen die Top 10 fast komplett alleine. Als wäre das allein nicht schon eine reife Leistung, sind außerdem gleich sechs der neun topplatzierten iPhones erst seit Mitte Oktober bei ITscope gelistet und damit absolute Neueinsteiger.

Zwei Senkrechtstarter sind unter anderem das iPhone 12 auf dem 3. Platz und das iPhone 12 Pro – trotz eines stolzen Preises von 1.115 Euro im HEK – auf dem 4. Platz. Aber was haben die beliebten neuen Geräte technisch alles auf dem Kasten? Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro haben beide den neuen A14 Bionic-Chip von Apple verbaut, der im Smartphone-Kosmos in punkto Performance derzeit den Ton angibt. Der größte Unterschied zwischen den beiden Smartphones findet sich jedoch bei den Kameras: Hier legt die Pro-Variante mit einer Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv-Kamera vor. Beim iPhone 12 hingegen wurde auf das Teleobjektiv verzichtet – das Modell ist aber mit rund 745 Euro im HEK auch ein ganzes Stück erschwinglicher als die Pro-Variante. 

Ein weiterer Neuankömmling findet sich auf Platz 21: Das Google Pixel 4a, welches seit September 2020 bei ITscope gelistet ist. Hierbei handelt es sich um ein solides Smartphone der Mittelklasse, das im CHIP-Test die Note “Gut” erreicht. Punkten kann das Smartphone mit einer ausgezeichneten Kamera, langer Akkulaufzeit und einem hellen Display. Bei schwachem Licht kommt die Kamera jedoch an ihre Grenzen und auch die Ladezeit des Akkus könnte etwas kürzer ausfallen. Insgesamt jedoch Abstriche, die man bei einem HEK von nur 371 Euro durchaus in Kauf nehmen kann. 

 

Tablets: Microsoft Surface Pro 7 überzeugt auf ganzer Linie

Bei den Tablets hat Microsoft die Nase vorn und Apple muss deutlich zurückstecken. Auch in dieser Kategorie sind die Klickzahlen massiv gestiegen: Hatte die Top 10 in Q3 noch insgesamt rund 22.000 Klicks, sind es in diesem Quartal in Summe fast 49.000. Grund für diesen Anstieg ist auch die große Beliebtheit der Microsoft-Geräte: Viele Systemhäuser setzen konsequent auf Microsoft-Umgebungen, auch im Hardware-Bereich bei Notebooks und Tablets.

Den ersten Platz hat sich das Surface Pro 7 von Microsoft gesichert und verbannt damit den Vorquartalssieger der Kategorie, das iPad 10.2-inch von 2019 auf den 34. Platz. Das Business-Tablet ist eine praktische Lösung für den kurzfristigen Wechsel ins Homeoffice: Dank USB-C-Anschluss können bis zu zwei externe Monitore angeschlossen werden. Auch in seinen verschiedenen weiteren Varianten scheint das Pro 7 äußerst gefragt zu sein: So belegt beispielsweise die Variante mit 256 GB in Mattschwarz den 4. sowie mit 128 GB und der Farbe Platin den 5. Platz. Auf Platz 1 steht ebenfalls die Variante in Platin mit 256 GB und einem HEK von rund 1.000 Euro – und das mit sensationellen 14.000 Klicks. Damit bespielt Microsoft den Bereich der Business-Tablets deutlich besser als Konkurrent Apple mit dem iPad Pro. Dieses bleibt im Q4 unverändert auf dem 13. Platz. 

Doch auch Apple verzeichnet einige kleinere Triumphe: So springt das seit September gelistete iPad 10.2 der neuesten Generation von Platz 191 auf den 2. und wird damit der verdiente Highflyer der Kategorie. Mit nur 334 Euro im HEK ist es erwartungsgemäß preiswert und schafft es auf stolze 7.630 Klicks. Die wohl größte Neuerung dieser Generation liegt wahrscheinlich in der Umstellung von Fusion-Chips hin zu den Bionic-Chips, die auch in den iPhones verbaut werden. Davon verspricht sich Apple eine höhere Performance bei reduziertem Energieverbrauch. 

Einzig Samsung muss in diesem Quartal noch mehr einstecken als Apple: Der südkoreanische Hersteller wird komplett aus der Top 10 verdrängt und schafft es mit dem Galaxy Tab A nur auf den 11. Platz. 

 

Notebooks: Lenovo bricht mit ThinkPad E15 alle Rekorde

Lenovo hat die Kategorie Notebooks im Jahr 2020 klar für sich entschieden und mit dem ThinkPad E15 alle Rekorde geknackt: Über 21.000 Klicks hat das Notebook in diesem Quartal erzielen können, mehr als die Plätze 2 bis 7 zusammen und mehr als doppelt so viel wie der Spitzenreiter aus Q4 2019 – erneut ein vollkommen verdienter erster Platz. Ob der Hype im neuen Jahr weiter anhält bleibt abzuwarten – die Lager zumindest sind mittlerweile wieder gut gefüllt für die anhaltende Begeisterung für das ThinkPad E15, welches nun bereits das dritte Quartal in Folge die Pole Position der Notebooks für sich beansprucht. 

Platz 2 sichert sich ebenfalls Lenovo mit dem ThinkPad L15, das seit Juni 2020 bei ITscope gelistet ist. Die L-Reihe von Lenovo steht für preiswerte Business-Notebooks mit mittlerer Ausstattung: Der Zweitplatzierte kommt mit einem Intel i5 Prozessor 8 GB RAM und 256 GB SSD Speicher. Wer ein bisschen mehr Rechenleistung benötigt, der sollte allerdings auf das L15 mit AMD-Prozessor zurückgreifen. Dieser erzielt im Test bessere Werte als die Variante mit i5.

Platz 4 und 5 sichert sich HP mit dem HP ProBook 450 G7 in verschiedenen Ausführungen. Das seit Anfang 2020 gelistete Notebook scheint an Beliebtheit nicht zu verlieren und ist schon seit mehreren Monaten oben mit dabei. Mit dem 5. Platz in diesem Quartal ist zuletzt die stärkste Ausführung mit i7 Prozessor und 16 GB Ram aufgestiegen. 

Auf den 10. Platz schafft es ein Aufsteiger von Dell: Der Latitude 3510, der seit Juni 2020 gelistet ist, springt von Platz 208 direkt in die Top 10. Preislich bewegt sich das Modell mit rund 700 Euro im HEK im Mittelklasse-Niveau, weist im Test aber auch ein paar Mängel auf: Der Bildschirm ist wenig kontrastreich und dunkel, die RAM läuft im Single Channel-Modus, was sich negativ auf die Leistung auswirkt. Davon abgesehen bekommt man aber ein solides Notebook, was mit guter Akkulaufzeit überzeugt und durchaus auch für den Business-Bereich geeignet ist.

 

PC-Komplettsysteme: Geht es nach dem Tiefstand wieder bergauf?

Das vierte Quartal ist verhältnismäßig gut gelaufen für die Komplettsysteme, die auf ein Jahr des Stillstands zurückblicken. Die große Innovation bleibt zwar aus, jedoch scheint das Interesse an der Kategorie wieder zu wachsen.

Das Lenovo ThinkCentre M720q liegt mit beachtlichen 9.900 Klicks erneut auf dem ersten Platz. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Klickzahlen für das ThinkCentre M720q damit fast verdreifacht. Und auch insgesamt sieht es wieder besser aus für die Komplettsysteme: Insgesamt haben die Top 10 im Vergleich zu Q3 rund 13.000 Klicks hinzugewonnen. 

Die HP ProDesk-Reihe ist weiterhin sehr beliebt und in diesem Quartal gleich viermal in der Top 10 vertreten. Mit dem ProDesk 400 G5 und dem ProDesk 400 G6 sichert sich der kalifornische Hersteller in verschiedenen Ausführungen die Plätze 2, 4, 5 und 6. Die ProDesk-Reihe ist dabei etwas preiswerter als das erstplatzierte Lenovo ThinkCentre.

 

Grafikkarten: MSI hat die Top 10 im Griff

Mit der Ampere-Architektur bringt Nvidia Ende 2020 einiges an Bewegung in die Kategorie der Grafikkarten. Die RTX 3000er-Reihe von MSI verbessert sich massiv hinsichtlich ihrer Leistung, sowohl was die klassische Grafikdarstellung als auch das Thema Raytracing betrifft – und das zu einem deutlich günstigeren Preis als bei den Vorgängermodellen.

Diese Fortschritte befeuern auch einige Senkrechtstarter von Hersteller MSI, der mit 7 von 10 Platzierungen die Top 10 gut im Griff hat: Die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR macht einen beachtlichen Sprung von 73 auf Platz 1. Im Vergleich zur Founders Edition bietet die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR eine leichte Leistungssteigerung und ist unter Auslastung deutlich leiser. Noch größer ist der Aufstieg der MSI GEFORCE RTX 3090 VENTUS 3X24GOC, die von 701 auf Platz 3 klettert und durch Top-Leistung und 24 GB-Speicher besticht. Das lässt sich MSI aber auch gut bezahlen: Bei mehr als 1.400 Euro im HEK muss man für diese Grafikkarte tief in die Tasche greifen. Mit der erst seit Oktober 2020 gelisteten GeForce RTX 3070 VENTUS 3X OC schnappt sich ein Neueinsteiger von MSI den zweiten Platz. 

 

Mainboards: Intel boomt bei den Topplatzierten

Bei den Mainboards sorgen die drei “üblichen Verdächtigen” MSI, Gigabyte und Asus für einige Bewegung in der Top 10. Überraschend ist zudem, dass auf den ersten vier Plätzen ausschließlich Mainboards mit Intel-Chipsatz vertreten sind, obwohl doch die Chipsätze von AMD momentan in der Beliebtheit vorne liegen.

Auf dem ersten Platz liegt in diesem Quartal das ASUS PRIME Z490-P Motherboard. Das LGA1200– Board zeichnet sich besonders durch seine gute Kühlleistung mit zwei VRM-Kühler und Wärmeleitpads aus. Optimiert ist der Sockel für alle Intel Core-Prozessoren der 10. Generation. Mit 127 Euro im HEK bewegt sich das Mainboard im Mittelklasse-Preissegment.

Den zweiten Platz besetzt dieses Quartal ein weiteres Board für Intel-Prozessoren: das Gigabyte H410M S2H. Dieses ist mit 60 Euro im HEK deutlich preiswerter als das ASUS PRIME Z490-P, bietet dementsprechend aber auch nicht ganz so viel.

Den 5. Platz sichert sich das ASUS ROG Strix X570-E Gaming: Hierbei handelt es sich um ein AM4-Mainboard der Spitzenklasse für AMD-Prozessoren. Die RAM ist dabei erweiterbar auf bis zu 128 GB, Heatpipe und Wärmepads sorgen dafür, dass das Mainboard nicht überhitzt. Mit 247 Euro im HEK erreicht das ASUS ROG Strix X570-E Gaming allerdings auch preislich die Mainboard-Spitze.  

 

Prozessoren: 2020 macht AMD zum CPU-Sieger

Das Kopf-an-Kopf-Rennen von 2020 kommt in Q4 zu einem klaren Ergebnis: AMD startet mit gleich vier Neueinsteigern durch und dominiert mit den Platzierungen 1 bis 7 die Top 10. Damit lässt der Hersteller mit Sitz in Kalifornien keine Zweifel an seiner neuen Überlegenheit gegenüber Konkurrent Intel. Seit über einem Jahr liefern sich die beiden Marktführer einen erbitterten Kampf um die CPU-Krone, das Jahr 2020 kann AMD nun endgültig als Sieg verbuchen – was nach einer Ära der Intel-Dominanz wirklich beachtlich ist. 

Mit der neuen Generation der Prozessoren Ryzen 5, 7 und 9 ist AMD extrem erfolgreich ins Geschäft eingestiegen. Der erst seit Oktober gelistete AMD Ryzen 9 5900X landet dabei aus dem Stand auf dem 3. Platz. Mit 12 Kernen, 24 Threads und einem Boost von bis zu 4,8 GHz liefert AMD wieder einmal geballte Prozessor-Power. Im Test schlägt der Prozessor problemlos auch die Konkurrenz von Intel. Ganz billig ist die Leistung wie so oft aber nicht: Wer den neuen Ryzen 9 sein Eigen nennen möchte, muss derzeit 610 Euro im HEK bezahlen. 

Auf Platz vier und fünf sind mit den kleineren Ausführungen der Ryzen-Familie ebenfalls zwei Neueinsteiger von AMD zu finden: Der AMD Ryzen 5 5600X und AMD Ryzen 7 5800X, schneiden im Test ähnlich gut ab wie ihr “großer Bruder”. Mit 327 und 471 Euro im HEK kommt man mit den beiden Varianten aber eine ganze Ecke günstiger weg.

Doch Intel ganz aus der Top 10 zu verdrängen gelang AMD dann doch nicht: Der Intel Core i5 10400 schafft es auf den 8. Platz in der Kategorie CPU. Der seit April 2020 gelistete Prozessor kommt mit 6 Kernen und 12 Threads. Er soll dabei das Pendant zum Ryzen 5 bilden, schneidet im Leistungscheck allerdings schlechter ab als dieser – liegt preislich mit nur 143 Euro im HEK aber auch deutlich niedriger. 

Wie sich der Kampf um die CPU-Spitze in 2021 weiter entwickelt bleibt offen. Vor allem, weil sich noch ein dritter Spieler dem Feld nähert: Apple hat im September die ersten eigenen CPUs für das MacBook Air und Pro released und liefert AMD und Intel mit seinem M1 eine ernstzunehmende Kampfansage. Bei dem M1 handelt es sich um ein sogenanntes System-on-a-chip, wodurch sich Apple Leistungssteigerung bei geringem Energieverbrauch verspricht. Diese Performance wird erreicht, da im M1 je vier besonders leistungsfähige (“Firestorm”) und besonders effiziente (“Icestorm”) CPU-Kerne verbaut wurden. 

Schon jetzt bewirbt Apple in bekannt selbstbewusster Manier seinen Chip als leistungsstärker und effizienter als die Konkurrenz. Aktuell ist der Chip jedoch nicht solo erhältlich und steht daher auch nicht in direktem Wettbewerb mit AMD und Intel. Wie sich der Apple-CPU in der Praxis schlägt, bleibt vorerst abzuwarten. Viele Anwendungen sind noch nicht für die Arbeit mit dem M1 optimiert und benötigen Drittanwendungen für die Nutzung. 

 

Server: HP baut seinen Vorsprung weiter aus

In der Kategorie der Server tut sich in Q4 deutlich weniger als in anderen Kategorien. HP Enterprise baut den Vorsprung des Vorquartals weiter aus und besetzt im Alleingang die gesamte Top 15.

Vom zweiten auf den ersten Platz klettert mit über 1.200 Klicks die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base. Ausgestattet ist dieser mit einem Intel Xeon Silver Chip und 16 GB RAM, die sich allerdings, je nach Anforderung, auf bis zu 1,5 Terabyte erweitern lassen. Mit einem HEK von knapp 1.500 Euro liegt die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base preislich im Mittelfeld.

 

Storage Systeme: Synology nimmt das Spielfeld für sich ein

Was HP Enterprise für die Server ist, ist Synology in der Kategorie der Storage Systeme: Der taiwanesische Hersteller besetzt mit nur einer Ausnahme die gesamte Top 10. Mit einem Aufstieg vom zweiten auf den ersten Platz verbessert die Synology Disk Station DS920+ nochmals ihre Position. Mit über 3.600 Klicks ist die erst seit Juli letzten Jahres gelistete DS920+ ein System, welches durch seine Performance auch im Test überzeugt. 

Auf Platz 7 versucht QNAP mit dem TS-251+ die Vormachtstellung von Synology zu durchbrechen. Das System, welches zwar schon seit 2015 bei ITscope gelistet ist, steht den neueren Modellen jedoch in nichts nach: Der TS-251+ ist mehr Mini-PC als Netzlaufwerk und die Cloud-Funktionen ermöglichen Datenzugriff von überall aus, weshalb sich das System auch gut für das abwechselnde Arbeiten in Büro und Homeoffice eignet. Mit einem fairen Preis von 315 Euro im HEK spielt der TS-251+ preis-leistungstechnisch ganz vorne mit.  

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Durlacher Allee 73
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Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
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Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

20.01.2021|

Hamsterkäufe bei Homeoffice-Equipment? Notebooks und Co. wieder dringend gesucht

 

Karlsruhe, 25.11.2020 – Wächst mit den steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle auch erneut die Nachfrage nach Homeoffice-Equipment? Die jüngste Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform zeigt, dass es viele Arbeitnehmer offenbar wieder aus dem Büro in die eigenen vier Wände zieht: Notebooks sind nahezu ausverkauft, bei den TFTs leeren sich ebenfalls die Lager und Webcams haben sich noch nicht einmal von der ersten Welle erholt. 

Waren im Frühling die Lager noch fast vollständig leer, entspannte sich die Lage bei den Distributoren über die Sommermonate und die Engpässe gingen größtenteils deutlich zurück. Mit Beginn des Herbstes und damit der zweiten Welle von COVID-19 fingen nicht nur die Hamsterkäufe von Toilettenpapier von Neuem an, auch die Nachfrage nach passenden Geräten für das Arbeiten im Homeoffice steigt wieder rasant.

 

Notebooks wiederholt nahezu ausverkauft

Der Gesamtlagerbestand der Notebooks spiegelt dabei ein wirklichkeitsgetreues Bild der Infektionswellen wieder: Zwischen März und April lagen die Bestände nahezu bei Null, normalisieren sich über den Sommer wieder und gehen mit steigenden Infektionszahlen im Oktober und November wieder komplett in den Keller.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Notebooks seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Notebook

 

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei dem für das Homeoffice besonders beliebten ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD001FGE) von Lenovo mit 8GB RAM und i5 Prozessor, welches seit Anfang Oktober restlos ausverkauft ist. Und das wirkt sich auch auf den Preis aus: Das sonst vergleichsweise günstige Notebook war zwischenzeitlich rund 100 Euro teurer als noch im August.

Preis/Lager/Status-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis November 2020

Wer nicht auf ein E15 verzichten will, muss sich beeilen und auf das etwas teurere und leistungsstärkere ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD0011GE) mit i7 Prozessor zurückgreifen. Allerdings wirkt sich die allgemeine Lagerknappheit bei diesem Modell noch stärker auf den Preis aus: Statt regulär rund 900 Euro im HEK muss man derzeit über 1100 Euro ausgeben.

 

Die im Homeoffice gleichermaßen unerlässlichen Monitore lassen ebenfalls eine Abwärtstendenz erkennen. Allerdings ist die Lage hier noch weit weniger dramatisch als bei den Notebooks. Selbst der beliebte P2719H von Dell (Hst.-Nr. DELL-P2719H) ist derzeit noch in großen Stückzahlen verfügbar. Will man aber den Winter nicht ohne Monitor im Homeoffice verbringen, ist jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, um sich einen Bildschirm zuzulegen, bevor sich der Trend weiter fortführt.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten TFT seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je TFT

 

Keine Normalisierung in Sicht bei den Webcams

Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht bei den Webcams der Ausnahmezustand: Der Lagerbestand ist nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau und Besserung will sich kaum einstellen. Besonders im Vergleich zum Jahresbeginn wird deutlich, dass die Bestandszahlen massiv zurückgegangen sind.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Webcams seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Webcam

 

Dieser Zustand zeichnet sich auch in den Preisen ab: So muss man teilweise mit dem dreifachen des bisherigen Preises rechnen – wie beispielsweise die Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) deutlich erkennen lässt: Lag der HEK bis März noch sehr stabil bei rund 15 Euro, werden aktuell um die 70 Euro fällig.

Preis/Lager/Status-Historie Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) Januar bis November 2020

 

Wann sich die Verfügbarkeiten wieder normalisieren, bleibt abzuwarten. Mit den Impfstoffen, die Ende des Jahres bereitgestellt werden sollen, stehen die Chancen gut, dass sich die Lage im nächsten Jahr verbessert und Arbeitnehmer wieder mehrheitlich zurück in die Büros kehren können. Und damit wird vermutlich auch die Nachfrage nach Homeoffice-tauglichen Geräten zurückgehen.

Für alle, die aufgrund der Lagerknappheit nicht auf ihr Wunsch-Notebook zurückgreifen konnten, gilt es Ruhe zu bewahren. Die letzte Welle der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich die Lager genauso schnell erholen, wie sie leergeräumt wurden. Und für alle Ungeduldigen bietet ITscope eine ganze Reihe an Alternativen: Bei über 370 gelisteten Distributoren findet sich immer ein Produkt, das gleichwertig oder sogar noch besser geeignet ist.

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25.11.2020|
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Der Channel im Grafikkarten-Fieber

 

Was haben die Corona-Pandemie und der Bitcoin-Hype gemeinsam? Beide Themen sind in der aktuellen Berichterstattung in aller Munde. Und in beiden Fällen handelt es sich um wichtige Einflussfaktoren im Grafikkarten-Boom, der den ITK-Markt unlängst auf Trab hält.

Karlsruhe, 23.03.2021 – Der andauernde Lockdown zwingt weiterhin zum Zuhausebleiben und macht Spielkonsole und PC zur willkommenen Abwechslung. Doch der Home Entertainment-Trend wirkt sich auch deutlich auf das Grafikkarten-Segment aus: Aktuelle Daten der GfK beziffern das Umsatzwachstum im vierten Quartal 2020 in Deutschland mit 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese steigende Nachfrage treibt die Preise für das Gamer-Zubehör immens nach oben.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Nachfrage

Doch noch ein weiterer Faktor übt Druck auf den Markt aus: Seit Herbst letzten Jahres ist der Kurs für Bitcoins regelrecht explodiert, was es für Krypto-Miner wieder lukrativ macht, in die entsprechende Hardware zu investieren. Für das Mining, den Vorgang zur Herstellung der Kryptowährung, benötigen professionelle Miner Unmengen an Rechenleistung: Neben einem geeigneten Computer ist dazu auch eine leistungsstarke Grafikkarte nötig – was die Nachfrage weiter steigen lässt. Der Markt gerät in Schieflage und Hobbygamer, mit meist deutlich geringerem Budget, haben dabei das Nachsehen. Hersteller wie Nvidia, deren Kunden aus der Gamerszene kaum noch an die Karten kommen, versuchen deshalb, der Nutzung zu Miningzwecken entgegenzuwirken. Grafikkarten mit sehr hoher Leistung, wie die Geforce RTX 3060, werden gezielt so ausgeliefert, dass sie das Mining verlangsamen. 

Eine aktuelle Analyse der ITscope-Plattform bestätigt den Grafikkarten-Boom ebenfalls: Lagen die Klickzahlen zwischen dem ersten und dritten Quartal 2020 innerhalb der Top 10-Grafikkarten der ITscope-Plattform noch bei einem durchschnittlichen Wert von 833 Klicks, wächst dieser in Q4 2020 um 160 Prozent auf rund 2.170 Klicks und in Q1 2021 sogar auf 3.200 Klicks – ein schwindelerregendes Wachstum von mehr als 280 Prozent.

Der Preis bleibt nicht unberührt

Dass diese Entwicklung auch nicht unbemerkt am Preis vorbeigeht, war vorhersehbar: Der HEK der Top 10-Grafikkarten liegt in Q1 und Q2 im Schnitt bei 470 Euro, steigt in Q3 und Q4 jedoch bereits auf 750 Euro. Der Sprung im aktuellen Quartal ist jedoch nochmals eine enorme Steigerung: Der durchschnittliche HEK der letzten Wochen beträgt fast 1.100 Euro – ein weiteres Wachstum um fast 50 Prozent. 

Besonders deutlich wird dieses Bild anhand der seit 2019 gelisteten RX 5700 XT GAMING X von MSI. Hier liegt der HEK bis auf kleinere Ausreißer sehr stabil zwischen 350 und 400 Euro – bis Februar dieses Jahres, wo die Kurve innerhalb kürzester Zeit auf über 1.100 Euro springt. Auch die Produkt-Klick-Historie verdeutlicht das wachsende Interesse an der RX 5700 XT GAMING X ab November letzten Jahres.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI RX 5700 XT GAMING X (Hst.-Nr. V381-032R) April 2020 bis März 2021


Zwar profitieren auch die Neuerscheinungen vom aktuellen Boom im Grafikkarten-Sortiment, noch mehr gilt dies jedoch für ältere Modelle – wie auch die GTX 1050 TI GAMING X 4G
von MSI aus dem Jahr 2016, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters zuletzt sehr gefragt ist. Auch in diesem Beispiel klettert der zuvor äußerst stabile HEK von 120 auf aktuell fast 300 Euro.

 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI GTX 1050 TI GAMING X 4G (Hst.-Nr. V335-001R) April 2020 bis März 2021


Die weiter steigenden Infektionszahlen erwecken im Moment nicht den Eindruck, als würde sich hier zeitnah Veränderung einstellen. Sollte der Lockdown jedoch in absehbarer Zeit eingestellt werden, könnten die wärmeren Temperaturen im Frühjahr vermehrt zu Outdoor-Aktivitäten einladen und das Interesse an Home Entertainment wieder abnehmen. Beim Bitcoin hingegen bleibt die Entwicklung weiterhin spannend: Die Krypto-Währung sorgte in den letzten Jahren immer wieder für eine Überraschung.

Mehr zum Thema erfahren Sie im kommenden ITscope Marktbarometer für das erste Quartal 2021, welches Ende April in unserer Mediathek erscheint.

 

23.03.2021|

Notebooks, Monitore und Webcams – die “Gewinner” der Krise: ITscope Jahresrückblick 2020

 

Was waren die beliebtesten ITK-Produkte des Jahres? Um das herauszufinden, blickt ITscope auf die vergangenen Monate zurück und hat die gefragtesten Produkte der meistgeklickten Kategorien des Jahres der ITscope-Plattform ausgewertet. Bei Lenovo, Dell und Logitech lief es dabei außergewöhnlich gut.

Karlsruhe, 25.02.2021 – Das Jahr 2020 war ein konstantes Auf und Ab – nicht nur mit Blick auf die steigenden und wieder fallenden Infektionszahlen während der Pandemie oder die sich stetig verändernden Regeln des Lockdowns. Auch der ITK-Channel unterlag in den letzten Monaten deutlichen Schwankungen. Der plötzliche Run ins Homeoffice sorgte für einen massiven Anstieg bei der Nachfrage nach dem nötigen Equipment, um sich in den eigenen vier Wänden bürotechnisch auszustatten. Insbesondere die Zahlen für das vierte Quartal 2020 des ITscope Marktbarometers zeigten: Notebooks, Monitore und Webcams sind die Überflieger des Jahres und die absoluten “Gewinner” der Pandemie. 


Für Lenovo standen 2020 alle Zeichen auf Erfolg: Mit dem ThinkPad E15 erzielte der chinesische Hersteller ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Schon direkt nach der erstmaligen Listung im November 2019 ergatterte das ThinkPad E15 den zweiten Platz der Notebook-Charts – mit fast 5.000 Klicks. Und seitdem ging es immer weiter nach oben: In Q2 war es mit 10.000 Klicks zum Peak der Corona-Pandemie schon der erste Platz, den das beliebte Notebook während des dritten Quartals mit fast 13.000 Klicks hält. Als krönender Abschluss folgt dann das Spitzenergebnis von über 21.000 Klicks im vierten Quartal.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis Dezember 2020

 

Ähnlich gut sieht es bei den Monitoren aus, denn auch sie profitieren als unerlässliches Zubehör ungemein vom Homeoffice-Boom und gehen als klare Sieger aus der Pandemie hervor. Das TFT-Pendant zum ThinkPad E15 ist der P2419H von Dell. Seit dem vierten Quartal 2019 beansprucht der beliebte 24” LED-Monitor den ersten Platz für sich. Doch von Ausruhen an der Spitze kann hier nicht die Rede sein, denn auch der P2419H steigert sein Ergebnis kontinuierlich. Mit knapp 6.000 Klicks in Q1 und Q2 scheint der P2419H nur Anlauf zu nehmen, um in Q3 beeindruckende 9.000 Klicks zu erreichen. Und auch das reicht noch nicht, in Q4 steigert sich die Zahl nochmal auf über 13.000 Klicks – ein wirklich starkes Ergebnis für ein bereits seit 2018 gelistetes Gerät. Verglichen mit der UltraSharp-Reihe beinhaltet die P-Reihe günstigere Budget-Modelle. Der Verdacht liegt nahe, dass für das Zweitgerät im Homeoffice bevorzugt zu den preiswerteren Modellen gegriffen wird.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Dell P2419H (Hst.-Nr. DELL-P2419H) Januar bis Dezember 2020

Auch insgesamt erreichen die topplatzierten Monitore in Q4 beeindruckende Klickzahlen: Lag der durchschnittliche Wert der Top 10 vom ersten bis zum dritten Quartal bei rund 22.000 Klicks, verdoppelt er sich in Q4 nahezu auf über 40.000 Klicks. 

 

Ein wirklich extremes Bild zeichnete sich bei den Webcams ab. Mitte des Jahres herrschte der absolute Ausnahmezustand, in keinem Heimbüro sollte es an den für Videotelefonie unerlässlichen Geräten fehlen. Und das zeigt sich auch in den Klickzahlen: Mit noch rund 26.000 Klicks auf die Top 10-Netzwerkkameras in Q1 wächst das Interesse im Zuge der Corona-Pandemie massiv und gipfelt in Q2 bei schwindelerregenden 72.000 Klicks. In Q3 flachen die Zahlen wieder etwas ab auf rund 36.000 Klicks, bevor zur zweiten Welle in Q4 die Nachfrage mit knapp 58.000 Klicks wieder anzieht. Besonders Logitech profitiert von dem wachsenden Bedarf an Webcams und sichert sich nicht nur beinahe ausnahmslos die Top 10, sondern belegt auch mit der extrem beliebten HD Pro Webcam C920 durchweg den ersten Platz. Im Test überzeugt die Kamera mit scharfen Videos und natürlicher Farbwiedergabe. 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech HD Pro Webcam C920 (Hst.-Nr. 960-001055) Januar bis Dezember 2020

 

Genau wie die Webcams sind auch die Headsets momentan nicht mehr vom Schreibtisch wegzudenken. Auch hier verlaufen in Q2 mit fast 40.000 und in Q4 mit rund 33.000 Klicks die Peaks analog zu den Infektionsquellen. Neben Jabra ist Logitech auch in dieser Kategorie äußerst erfolgreich. Das On-Ear PC Headset 960 USB liegt das gesamte Jahr vorne – eine beachtliche Leistung für ein seit über zehn Jahren gelistetes Headset. Dass Logitech im Frühjahr und Sommer mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte und die Preise dadurch in die Höhe steigen, zeigt, wie auch bei der Logitech HD Pro Webcam C920, die Preis/Lager/Status-Historie:

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech PC Headset 960 USB (Hst.-Nr. 981-000100) Januar bis Dezember 2020

 

Im Bereich der Tablets ist ebenfalls ein Anstieg der Klickzahlen im vierten Quartal 2020 zu beobachten: Mit durchschnittlich 23.000 Klicks zwischen Q1 und Q3 erreichen die Top 10-Tablets in Q4 insgesamt fast 49.000 Klicks. Apple mit dem 10.2-inch iPad von 2019 sowie ab September mit dem Folgemodell von 2020 und Microsoft mit dem Surface Pro 7 liegen während der Pandemie vorne. Besonders letzteres eignet sich auch optimal für einen flexiblen Wechsel ins Homeoffice, denn es steht einem normalen Notebook leistungstechnisch in nichts nach. 

 

Zwar sind sie nicht zwingend im Homeoffice nötig, so erleichtern Smartphones doch einiges – beispielsweise als praktische und einfach handhabbare Alternative zur Internettelefonie. Das Jahr 2020 war hier in jedem Fall eine Sternstunde für Apple: In Q1 lag noch das iPhone 8 vorne, dicht gefolgt vom iPhone 11, welches sich dann in Q2 den ersten Platz sichert. Schon hier nähert sich auf dem zweiten Platz der Player dem Feld, der den Rest des Jahres mit deutlichem Abstand an erster Stelle stehen wird: das iPhone SE in der zweiten Generation, welches leistungstechnisch absolut mit den Top-Modellen mithalten kann. Seinen Erfolg verdankt das iPhone SE wohl auch der allgemeinen Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. Viele, die bisher Apples Premium-Modelle mit Preisen von 1.000 Euro und mehr gekauft haben, setzen nun auf das preisgünstigere iPhone SE und nehmen dafür kleine Abstriche, wie beispielsweise bei der Kamera, in Kauf. 

 

Interessant ist auch das Bild, welches sich bei den Multifunktionsdruckern zeigt. Für einige Angestellte sind sie ein unverzichtbares Werkzeug im Homeoffice, weshalb auch hier die Nachfrage im zweiten Quartal sowie zuletzt im vierten Quartal nochmal anzog. Ganz klar dominiert 2020 hier HP, anfänglich mit dem HP LaserJet Pro M404dn, im dritten und vierten Quartal mit dem HP Officejet Pro 9010 All-in-One. Letzterer eignet sich sowohl für die Büro- oder Homeoffice-Nutzung und ist mit den Funktionen Drucken, Scannen, Kopieren und sogar Faxen ein echter Allrounder. Mit einem HEK von 225 Euro liegt er preislich im günstigeren Drittel. 

 

Die zuletzt noch als Ladenhüter abgestempelten Komplettsysteme scheinen im vierten Quartal 2020 wieder neuen Aufschwung zu erleben. Obwohl die PC-Systeme leider nicht als Homeoffice-Ausstattung punkten können und daher eher als Verlierer aus 2020 gehen, kann sich ein Komplettsystem dennoch in gewisser Weise als Gewinner behaupten: das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, welches durchgängig den ersten Platz der Kategorie einnimmt. Ein kompakter Mini-PC, der auch unter Last leise und stromsparend ist und im CHIP-Test hinsichtlich Preis-Leistung voll überzeugt. 

 

Spannend bleibt, wie sich das Bild in 2021 entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage, insbesondere bei Notebooks und Monitoren, auch 2021 erst einmal nicht nachlassen wird. Unabhängig davon, wie sich die Corona-bedingten Einschränkungen entwickeln, setzen viele Firmen langfristig auf den voll ausgestatteten Zweitarbeitsplatz im Homeoffice.

 

Sie möchten weitere Markteinblicke in die ITK-Branche erhalten? Im ITscope Marktbarometer erfahren Sie alles über die aktuellen Entwicklungen und die neuesten Trends des Quartals. Die Zahlen zur Auswertung sind detailliert je Quartal in den ITscope Marktbarometern des Jahres 2020 zu finden: zur ITscope-Mediathek

24.02.2021|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q4/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

 

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

Die Klickzahlen bei Homeoffice-Ausstattung erreichen einen nie dagewesenen Höhepunkt und die neue PlayStation 5 ist heiß begehrt. Apples Neueinsteiger iPhone 12 und iPhone 12 Pro sahnen bei den Smartphones ab, bei den Tablets liegt Microsoft klar vorne.

Karlsruhe, 21.01.2021 – Während des aktuell verhängten Lockdowns ziehen sich viele Arbeitnehmer erneut ins Homeoffice zurück. Offensichtlich fehlt es aber weiterhin an entsprechender IT-Hardware: Notebooks und Monitore, aber auch Business-Tablets, sind gefragt wie nie, wie das ITscope Marktbarometer für Q4/2020 zeigt. 

Seit dem vierten Quartal des Jahres 2020 befindet sich Deutschland erneut im Lockdown: Was im November vorerst mit einem Teil-Lockdown begann, entwickelte sich aufgrund ausbleibender Besserung zur harten Abriegelung. Bereits die steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle im Herbst ließen einen erneuten Rückzug ins Homeoffice vermuten. Einer Befragung des Digitalverbandes Bitkom von Anfang Dezember nach arbeitet derzeit fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland zumindest teilweise im Homeoffice, 25 Prozent davon sind ausschließlich zu Hause. In der Politik wurden unlängst Stimmen laut, die, sofern es die Tätigkeit ermöglicht, eine Homeoffice-Pflicht fordern. Nicht ausreichende IT ist dabei nur ein Grund, der den Unternehmen dieses Vorhaben erschwert. Die aktuellen Zahlen des ITscope Marktbarometers zeigen jedoch, dass viele Firmen durchaus für entsprechendes Equipment sorgen. 

Bei den Notebooks, dem wohl essentiellsten Gerät für das Arbeiten am eigenen Schreibtisch, gehen die Klickzahlen nur so durch die Decke und Lenovo bricht mit dem ThinkPad E15 sämtliche Rekorde. Gleiches gilt auch für die mindestens genauso wichtigen Bildschirme: Mit dem P2419H ist Dell zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs – das bereits außerordentlich gute Ergebnis des Vorquartals verbessert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent. 

Sicherlich auch in Zusammenhang mit hinzugewonnener Freizeit – vor allem in den eigenen vier Wänden – steht der Hype um die neue PlayStation 5. Hauptgrund ist aber vielmehr, dass Sony wieder einmal nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ausreichende Stückzahlen produzieren konnte, wodurch Vorbestellungen teilweise gecancelt werden mussten und nun auf dem Schwarzmarkt Geräte zu völlig überteuerten Preisen angeboten werden. Das große Interesse an der Next Gen-Konsole treibt auch die Klickzahlen nach oben und katapultiert die PlayStation 5 direkt in die Highflyer-Charts. 

Mit dem iPhone 12 und dem iPhone 12 Pro gehen zwei Neueinsteiger bei den Smartphones an den Start und landen aus dem Stand direkt in den Top 10. An diese Erfolge kann Apple im Tablet-Segment allerdings nicht anknüpfen und muss Microsoft hier die verdiente Führung überlassen. Ein Hoffnungsschimmer ist bei den Komplettsystemen erkennbar: Die Ladenhüter der letzten Monate konnten wieder mehr Interesse auf sich ziehen – das lassen zumindest die wachsenden Klickzahlen in der Kategorien vermuten. Auch AMD konnte sich im vergangenen Quartal nochmal einen ordentlichen Push im Wettkampf um die CPU-Krone sichern.

 

Highflyer: PlayStation 5 legt Senkrechtstart ins “Weihnachtsquartal” hin

2020 war in jeglicher Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr: War der ITK-Channel zu Beginn des Jahres von Lieferengpässen beim Homeoffice-Equipment betroffen, stabilisierte sich der Zustand im Frühjahr und Sommer weitestgehend. Mit steigender Nachfrage im Herbst begannen erneut die Hamsterkäufe – besonders begehrt waren wieder die Notebooks. Nicht weiter verwunderlich also, dass auch in Q4 – dem “Weihnachtsquartal” – alles anders ist.

Der kalifornischer Hersteller Apple, der sonst dafür bekannt ist, im 4. Quartal das Weihnachtsgeschäft zu dominieren, musste im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einbußen hinnehmen: Zwar liegt das neue iPad in den Highflyer-Charts vorne, die restlichen Spitzenreiter sind jedoch bunt gemischt.

The same procedure as every year: Vor genau einem Jahr, in Q4 2019, hat es die 7. Generation auf den ersten Platz geschafft, 2020 tritt nun die 8. Generation des iPad 10.2 in die Fußstapfen des Vorgängers. Mit über 7.600 Klicks liegt der aktuell günstigste Vertreter der iPad-Familie (335 Euro im HEK) verdient vorne – obwohl sich im Vergleich zum Vorjahresmodell technisch nicht allzu viel getan hat: Die wohl größte Neuerung ist die Umstellung vom A10 Fusion-Chip auf den A12 Bionic. Damit verspricht sich Apple eine höhere Rechenleistung – die auch der CHIP-Test von Oktober 2020 bestätigt. Bei Farben und Kontrast zeichnet sich allerdings der günstige Preis des iPads wortwörtlich ab: Diese fallen, wie schon bei der Vorgängerversion, eher mäßig aus. Alles in allem erhält man mit dem iPad ein solides Tablet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den zweiten Platz sichert sich MSI mit der GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO Grafikkarte. Auch das ist keine Überraschung: Seit dem Release der RTX-Reihe herrscht ein regelrechter Run auf die raytracing-fähigen Grafikkarten. Denn zum einen beeindruckt die RTX-Reihe im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit einem signifikanten Leistungsanstieg. Hinzu kommt außerdem die anhaltende Corona-Pandemie, die mit Social Distancing und Lockdown mehr Zeit für Indoor-Hobbies lässt – und die nutzen viele Bastler, um ihren PC mit der neusten Technik auszustatten. Erschwerend kommt außerdem der Release der Next Gen-Konsolen hinzu, in welchen die neue Technik ebenfalls verbaut wird. Kein Wunder also, dass die Hersteller mit der Versorgung nicht mehr nachkommen. Auch bei ITscope ist die RTX 3080 seit ihrem Release fast ständig ausverkauft. Doch Hoffnung auf Besserung ist in Sicht: Die Hersteller rechnen damit, dass sich die Lage Ende Januar entspannen wird.

Auf den dritten Platz schafft es diesmal ein eher untypisches Highflyer-Produkt: die PlayStation 5 von Sony. Doch überraschend ist dieses Ergebnis nicht, denn Sony hat mit der Next Gen-Konsole wieder sämtliche Rekorde gebrochen und ist seit dem Release im November restlos ausverkauft – eine Situation, die vielen Fans noch aus der Vergangenheit bekannt ist. Auch beim aktuellen Generationenwechsel schafft es Sony nicht, der hohen Nachfrage, insbesondere kurz vor Weihnachten, nachzukommen. Wer jetzt eine Konsole haben möchte, der muss sich erstmal gedulden. Wann die PlayStation 5 wieder verfügbar ist, bleibt weiterhin unklar. 

Auf dem 4. Platz landet mit 2.355 Klicks Apples iPhone 12. Dieses sticht zwar nicht durch besondere Innovationen hervor, ist aber ein echter Leistungs-Champion – nicht zuletzt dank des energieeffizienten A14 Bionic-Chips von Apple. Ansonsten ist das iPhone 12 wie zu erwarten ein Smartphone der Spitzenklasse mit einem hervorragenden Bildschirm, top Kameras und einem leistungsfähigen Akku. Im HEK muss man derzeit rund 750 Euro für die 64 GB-Variante hinlegen. Ein Netzteil ist allerdings nicht inklusive: Falls man dieses nicht bereits zu Hause hat, muss man zusätzlich 25 Euro investieren. Die Frage nach dem Warum beantwortet Apple mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen. 

Auf Platz 5 schafft es mit rund 2.100 Klicks die AMD Ryzen 9 5900X der neuen Generation. Damit macht AMD dem bereits schwächelnden Gegner Intel eine weitere Kampfansage – Intel musste im vergangenen Jahr knapp 5 Prozent Umsatz sowie 29 Prozent Gewinn einbüßen. An der Fertigungsweise zur Vorgeneration hat AMD nichts verändert, nach wie vor kommt die 7 nm-Technologie zum Einsatz. Die neue Generation punktet allerdings besonders im Bereich Bildrendering und Berechnung von Objekten – hier schlägt die Ryzen 9 5900X sogar den Threadripper 3990X. Ob sich der Wechsel auf die neue CPU allerdings lohnt ist fraglich: AMD hat nach einem starken Jahr die Preise für die neue Generation um rund 150 Euro hochgeschraubt. Bei ITscope ist die Ryzen 9 5900X zuletzt für 610 Euro im HEK erhältlich. 

Auf den 8. Platz klettert die seit Oktober gelistete Webcam C505 von Logitech. Mit Blick auf die Entwicklung der Klickzahlen während der letzten Monate ist dieser schnelle Aufstieg allerdings wenig überraschend: Durch das Homeoffice wurden Webcams zum Dauerbrenner – und die Preise verdreifachten sich teilweise. Mittlerweile scheinen sich Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen zu haben und die C505 ist in großen Stückzahlen verfügbar. Der Preis von rund 70 Euro im HEK nähert sich ebenfalls wieder dem Normalniveau – im Peak im November lag er noch bei knapp 100 Euro.

 

TFTs: Dell ungebrochener Spitzenreiter, Samsung sorgt für frischen Wind

Dell ist nicht zu bremsen: Mit dem P2419H nimmt der US-amerikanische Hersteller erneut den 1. Platz für sich ein – und ist damit zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs. Das bereits im vergangenen Quartal außerordentlich gute Ergebnis steigert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent und erreicht damit ein phänomenales Ergebnis von über 13.000 Klicks. Sogar der HEK Trend geht leicht nach oben – alles andere als üblich bei einem Modell, dass bereits seit 2018 gelistet ist. Mit dem P2419H bietet Dell einen mit 150 Euro im HEK günstigen 24-Zöller mit Full HD-Auflösung. Und der Erfolgskurs setzt sich fort: Die Variante mit 27 Zoll – der P2719H –  schafft es auf Platz 2 in der TFT-Kategorie.

In Q4 spielt auch Samsung vorne mit und springt mit dem Flip gleich zweimal in die Top 10: Die 55 Zoll-Variante erreicht Platz 5 und auf Platz 8 folgt die 65 Zoll-Variante. Mit der Flip-Reihe liefert Samsung eine digitale Variante des klassischen White- bzw. Flipboards als Touchscreen mit entsprechenden Stiften für zeitgemäße Meetings – vorausgesetzt, diese finden vor Ort statt. Mit jeweils 1.600 und 1.800 Euro im HEK sind die Flips zwar nicht günstig, in der Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass das digitale Board gut im Channel ankommt. 

Der in der Kategorie TFTs sonst eher unbekannte Hersteller Lenovo erreicht mit dem ThinkVision T24i-20 Platz 9 und bringt damit endlich frischen Wind in die Top 10. Der T24i-20 ist erst seit Juni 2020 bei ITscope gelistet und hat sich dennoch gegen die “alteingesessenen” TFTs bewährt. Optisch bleibt Lenovo seinem gewohnten Design mit schwarz, rot und silber treu. Der Zero Frame-Bildschirm lässt die Bildschirmfläche größer wirken und erleichtert die Arbeit mit mehreren Monitoren. Ansonsten bietet der Bildschirm das standardmäßige Repertoire: 24 Zoll, Full HD, IPS-Panel, ergonomisch verstellbare Höhe und die üblichen Anschlüsse. Mit einem HEK von 176 Euro kann der Monitor aber preislich allemal mit den deutlich älteren Modellen der Top 10 mithalten. 

 

Smartphones: Apple mit Neueinsteigern wieder auf der Überholspur

Im vierten Quartal wartet die Kategorie der Mobiltelefone nicht gerade mit großen Überraschungen auf. Apple dominiert mit den iPhones wie zu erwarten mit neun Plätzen die Top 10 fast komplett alleine. Als wäre das allein nicht schon eine reife Leistung, sind außerdem gleich sechs der neun topplatzierten iPhones erst seit Mitte Oktober bei ITscope gelistet und damit absolute Neueinsteiger.

Zwei Senkrechtstarter sind unter anderem das iPhone 12 auf dem 3. Platz und das iPhone 12 Pro – trotz eines stolzen Preises von 1.115 Euro im HEK – auf dem 4. Platz. Aber was haben die beliebten neuen Geräte technisch alles auf dem Kasten? Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro haben beide den neuen A14 Bionic-Chip von Apple verbaut, der im Smartphone-Kosmos in punkto Performance derzeit den Ton angibt. Der größte Unterschied zwischen den beiden Smartphones findet sich jedoch bei den Kameras: Hier legt die Pro-Variante mit einer Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv-Kamera vor. Beim iPhone 12 hingegen wurde auf das Teleobjektiv verzichtet – das Modell ist aber mit rund 745 Euro im HEK auch ein ganzes Stück erschwinglicher als die Pro-Variante. 

Ein weiterer Neuankömmling findet sich auf Platz 21: Das Google Pixel 4a, welches seit September 2020 bei ITscope gelistet ist. Hierbei handelt es sich um ein solides Smartphone der Mittelklasse, das im CHIP-Test die Note “Gut” erreicht. Punkten kann das Smartphone mit einer ausgezeichneten Kamera, langer Akkulaufzeit und einem hellen Display. Bei schwachem Licht kommt die Kamera jedoch an ihre Grenzen und auch die Ladezeit des Akkus könnte etwas kürzer ausfallen. Insgesamt jedoch Abstriche, die man bei einem HEK von nur 371 Euro durchaus in Kauf nehmen kann. 

 

Tablets: Microsoft Surface Pro 7 überzeugt auf ganzer Linie

Bei den Tablets hat Microsoft die Nase vorn und Apple muss deutlich zurückstecken. Auch in dieser Kategorie sind die Klickzahlen massiv gestiegen: Hatte die Top 10 in Q3 noch insgesamt rund 22.000 Klicks, sind es in diesem Quartal in Summe fast 49.000. Grund für diesen Anstieg ist auch die große Beliebtheit der Microsoft-Geräte: Viele Systemhäuser setzen konsequent auf Microsoft-Umgebungen, auch im Hardware-Bereich bei Notebooks und Tablets.

Den ersten Platz hat sich das Surface Pro 7 von Microsoft gesichert und verbannt damit den Vorquartalssieger der Kategorie, das iPad 10.2-inch von 2019 auf den 34. Platz. Das Business-Tablet ist eine praktische Lösung für den kurzfristigen Wechsel ins Homeoffice: Dank USB-C-Anschluss können bis zu zwei externe Monitore angeschlossen werden. Auch in seinen verschiedenen weiteren Varianten scheint das Pro 7 äußerst gefragt zu sein: So belegt beispielsweise die Variante mit 256 GB in Mattschwarz den 4. sowie mit 128 GB und der Farbe Platin den 5. Platz. Auf Platz 1 steht ebenfalls die Variante in Platin mit 256 GB und einem HEK von rund 1.000 Euro – und das mit sensationellen 14.000 Klicks. Damit bespielt Microsoft den Bereich der Business-Tablets deutlich besser als Konkurrent Apple mit dem iPad Pro. Dieses bleibt im Q4 unverändert auf dem 13. Platz. 

Doch auch Apple verzeichnet einige kleinere Triumphe: So springt das seit September gelistete iPad 10.2 der neuesten Generation von Platz 191 auf den 2. und wird damit der verdiente Highflyer der Kategorie. Mit nur 334 Euro im HEK ist es erwartungsgemäß preiswert und schafft es auf stolze 7.630 Klicks. Die wohl größte Neuerung dieser Generation liegt wahrscheinlich in der Umstellung von Fusion-Chips hin zu den Bionic-Chips, die auch in den iPhones verbaut werden. Davon verspricht sich Apple eine höhere Performance bei reduziertem Energieverbrauch. 

Einzig Samsung muss in diesem Quartal noch mehr einstecken als Apple: Der südkoreanische Hersteller wird komplett aus der Top 10 verdrängt und schafft es mit dem Galaxy Tab A nur auf den 11. Platz. 

 

Notebooks: Lenovo bricht mit ThinkPad E15 alle Rekorde

Lenovo hat die Kategorie Notebooks im Jahr 2020 klar für sich entschieden und mit dem ThinkPad E15 alle Rekorde geknackt: Über 21.000 Klicks hat das Notebook in diesem Quartal erzielen können, mehr als die Plätze 2 bis 7 zusammen und mehr als doppelt so viel wie der Spitzenreiter aus Q4 2019 – erneut ein vollkommen verdienter erster Platz. Ob der Hype im neuen Jahr weiter anhält bleibt abzuwarten – die Lager zumindest sind mittlerweile wieder gut gefüllt für die anhaltende Begeisterung für das ThinkPad E15, welches nun bereits das dritte Quartal in Folge die Pole Position der Notebooks für sich beansprucht. 

Platz 2 sichert sich ebenfalls Lenovo mit dem ThinkPad L15, das seit Juni 2020 bei ITscope gelistet ist. Die L-Reihe von Lenovo steht für preiswerte Business-Notebooks mit mittlerer Ausstattung: Der Zweitplatzierte kommt mit einem Intel i5 Prozessor 8 GB RAM und 256 GB SSD Speicher. Wer ein bisschen mehr Rechenleistung benötigt, der sollte allerdings auf das L15 mit AMD-Prozessor zurückgreifen. Dieser erzielt im Test bessere Werte als die Variante mit i5.

Platz 4 und 5 sichert sich HP mit dem HP ProBook 450 G7 in verschiedenen Ausführungen. Das seit Anfang 2020 gelistete Notebook scheint an Beliebtheit nicht zu verlieren und ist schon seit mehreren Monaten oben mit dabei. Mit dem 5. Platz in diesem Quartal ist zuletzt die stärkste Ausführung mit i7 Prozessor und 16 GB Ram aufgestiegen. 

Auf den 10. Platz schafft es ein Aufsteiger von Dell: Der Latitude 3510, der seit Juni 2020 gelistet ist, springt von Platz 208 direkt in die Top 10. Preislich bewegt sich das Modell mit rund 700 Euro im HEK im Mittelklasse-Niveau, weist im Test aber auch ein paar Mängel auf: Der Bildschirm ist wenig kontrastreich und dunkel, die RAM läuft im Single Channel-Modus, was sich negativ auf die Leistung auswirkt. Davon abgesehen bekommt man aber ein solides Notebook, was mit guter Akkulaufzeit überzeugt und durchaus auch für den Business-Bereich geeignet ist.

 

PC-Komplettsysteme: Geht es nach dem Tiefstand wieder bergauf?

Das vierte Quartal ist verhältnismäßig gut gelaufen für die Komplettsysteme, die auf ein Jahr des Stillstands zurückblicken. Die große Innovation bleibt zwar aus, jedoch scheint das Interesse an der Kategorie wieder zu wachsen.

Das Lenovo ThinkCentre M720q liegt mit beachtlichen 9.900 Klicks erneut auf dem ersten Platz. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Klickzahlen für das ThinkCentre M720q damit fast verdreifacht. Und auch insgesamt sieht es wieder besser aus für die Komplettsysteme: Insgesamt haben die Top 10 im Vergleich zu Q3 rund 13.000 Klicks hinzugewonnen. 

Die HP ProDesk-Reihe ist weiterhin sehr beliebt und in diesem Quartal gleich viermal in der Top 10 vertreten. Mit dem ProDesk 400 G5 und dem ProDesk 400 G6 sichert sich der kalifornische Hersteller in verschiedenen Ausführungen die Plätze 2, 4, 5 und 6. Die ProDesk-Reihe ist dabei etwas preiswerter als das erstplatzierte Lenovo ThinkCentre.

 

Grafikkarten: MSI hat die Top 10 im Griff

Mit der Ampere-Architektur bringt Nvidia Ende 2020 einiges an Bewegung in die Kategorie der Grafikkarten. Die RTX 3000er-Reihe von MSI verbessert sich massiv hinsichtlich ihrer Leistung, sowohl was die klassische Grafikdarstellung als auch das Thema Raytracing betrifft – und das zu einem deutlich günstigeren Preis als bei den Vorgängermodellen.

Diese Fortschritte befeuern auch einige Senkrechtstarter von Hersteller MSI, der mit 7 von 10 Platzierungen die Top 10 gut im Griff hat: Die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR macht einen beachtlichen Sprung von 73 auf Platz 1. Im Vergleich zur Founders Edition bietet die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR eine leichte Leistungssteigerung und ist unter Auslastung deutlich leiser. Noch größer ist der Aufstieg der MSI GEFORCE RTX 3090 VENTUS 3X24GOC, die von 701 auf Platz 3 klettert und durch Top-Leistung und 24 GB-Speicher besticht. Das lässt sich MSI aber auch gut bezahlen: Bei mehr als 1.400 Euro im HEK muss man für diese Grafikkarte tief in die Tasche greifen. Mit der erst seit Oktober 2020 gelisteten GeForce RTX 3070 VENTUS 3X OC schnappt sich ein Neueinsteiger von MSI den zweiten Platz. 

 

Mainboards: Intel boomt bei den Topplatzierten

Bei den Mainboards sorgen die drei “üblichen Verdächtigen” MSI, Gigabyte und Asus für einige Bewegung in der Top 10. Überraschend ist zudem, dass auf den ersten vier Plätzen ausschließlich Mainboards mit Intel-Chipsatz vertreten sind, obwohl doch die Chipsätze von AMD momentan in der Beliebtheit vorne liegen.

Auf dem ersten Platz liegt in diesem Quartal das ASUS PRIME Z490-P Motherboard. Das LGA1200– Board zeichnet sich besonders durch seine gute Kühlleistung mit zwei VRM-Kühler und Wärmeleitpads aus. Optimiert ist der Sockel für alle Intel Core-Prozessoren der 10. Generation. Mit 127 Euro im HEK bewegt sich das Mainboard im Mittelklasse-Preissegment.

Den zweiten Platz besetzt dieses Quartal ein weiteres Board für Intel-Prozessoren: das Gigabyte H410M S2H. Dieses ist mit 60 Euro im HEK deutlich preiswerter als das ASUS PRIME Z490-P, bietet dementsprechend aber auch nicht ganz so viel.

Den 5. Platz sichert sich das ASUS ROG Strix X570-E Gaming: Hierbei handelt es sich um ein AM4-Mainboard der Spitzenklasse für AMD-Prozessoren. Die RAM ist dabei erweiterbar auf bis zu 128 GB, Heatpipe und Wärmepads sorgen dafür, dass das Mainboard nicht überhitzt. Mit 247 Euro im HEK erreicht das ASUS ROG Strix X570-E Gaming allerdings auch preislich die Mainboard-Spitze.  

 

Prozessoren: 2020 macht AMD zum CPU-Sieger

Das Kopf-an-Kopf-Rennen von 2020 kommt in Q4 zu einem klaren Ergebnis: AMD startet mit gleich vier Neueinsteigern durch und dominiert mit den Platzierungen 1 bis 7 die Top 10. Damit lässt der Hersteller mit Sitz in Kalifornien keine Zweifel an seiner neuen Überlegenheit gegenüber Konkurrent Intel. Seit über einem Jahr liefern sich die beiden Marktführer einen erbitterten Kampf um die CPU-Krone, das Jahr 2020 kann AMD nun endgültig als Sieg verbuchen – was nach einer Ära der Intel-Dominanz wirklich beachtlich ist. 

Mit der neuen Generation der Prozessoren Ryzen 5, 7 und 9 ist AMD extrem erfolgreich ins Geschäft eingestiegen. Der erst seit Oktober gelistete AMD Ryzen 9 5900X landet dabei aus dem Stand auf dem 3. Platz. Mit 12 Kernen, 24 Threads und einem Boost von bis zu 4,8 GHz liefert AMD wieder einmal geballte Prozessor-Power. Im Test schlägt der Prozessor problemlos auch die Konkurrenz von Intel. Ganz billig ist die Leistung wie so oft aber nicht: Wer den neuen Ryzen 9 sein Eigen nennen möchte, muss derzeit 610 Euro im HEK bezahlen. 

Auf Platz vier und fünf sind mit den kleineren Ausführungen der Ryzen-Familie ebenfalls zwei Neueinsteiger von AMD zu finden: Der AMD Ryzen 5 5600X und AMD Ryzen 7 5800X, schneiden im Test ähnlich gut ab wie ihr “großer Bruder”. Mit 327 und 471 Euro im HEK kommt man mit den beiden Varianten aber eine ganze Ecke günstiger weg.

Doch Intel ganz aus der Top 10 zu verdrängen gelang AMD dann doch nicht: Der Intel Core i5 10400 schafft es auf den 8. Platz in der Kategorie CPU. Der seit April 2020 gelistete Prozessor kommt mit 6 Kernen und 12 Threads. Er soll dabei das Pendant zum Ryzen 5 bilden, schneidet im Leistungscheck allerdings schlechter ab als dieser – liegt preislich mit nur 143 Euro im HEK aber auch deutlich niedriger. 

Wie sich der Kampf um die CPU-Spitze in 2021 weiter entwickelt bleibt offen. Vor allem, weil sich noch ein dritter Spieler dem Feld nähert: Apple hat im September die ersten eigenen CPUs für das MacBook Air und Pro released und liefert AMD und Intel mit seinem M1 eine ernstzunehmende Kampfansage. Bei dem M1 handelt es sich um ein sogenanntes System-on-a-chip, wodurch sich Apple Leistungssteigerung bei geringem Energieverbrauch verspricht. Diese Performance wird erreicht, da im M1 je vier besonders leistungsfähige (“Firestorm”) und besonders effiziente (“Icestorm”) CPU-Kerne verbaut wurden. 

Schon jetzt bewirbt Apple in bekannt selbstbewusster Manier seinen Chip als leistungsstärker und effizienter als die Konkurrenz. Aktuell ist der Chip jedoch nicht solo erhältlich und steht daher auch nicht in direktem Wettbewerb mit AMD und Intel. Wie sich der Apple-CPU in der Praxis schlägt, bleibt vorerst abzuwarten. Viele Anwendungen sind noch nicht für die Arbeit mit dem M1 optimiert und benötigen Drittanwendungen für die Nutzung. 

 

Server: HP baut seinen Vorsprung weiter aus

In der Kategorie der Server tut sich in Q4 deutlich weniger als in anderen Kategorien. HP Enterprise baut den Vorsprung des Vorquartals weiter aus und besetzt im Alleingang die gesamte Top 15.

Vom zweiten auf den ersten Platz klettert mit über 1.200 Klicks die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base. Ausgestattet ist dieser mit einem Intel Xeon Silver Chip und 16 GB RAM, die sich allerdings, je nach Anforderung, auf bis zu 1,5 Terabyte erweitern lassen. Mit einem HEK von knapp 1.500 Euro liegt die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base preislich im Mittelfeld.

 

Storage Systeme: Synology nimmt das Spielfeld für sich ein

Was HP Enterprise für die Server ist, ist Synology in der Kategorie der Storage Systeme: Der taiwanesische Hersteller besetzt mit nur einer Ausnahme die gesamte Top 10. Mit einem Aufstieg vom zweiten auf den ersten Platz verbessert die Synology Disk Station DS920+ nochmals ihre Position. Mit über 3.600 Klicks ist die erst seit Juli letzten Jahres gelistete DS920+ ein System, welches durch seine Performance auch im Test überzeugt. 

Auf Platz 7 versucht QNAP mit dem TS-251+ die Vormachtstellung von Synology zu durchbrechen. Das System, welches zwar schon seit 2015 bei ITscope gelistet ist, steht den neueren Modellen jedoch in nichts nach: Der TS-251+ ist mehr Mini-PC als Netzlaufwerk und die Cloud-Funktionen ermöglichen Datenzugriff von überall aus, weshalb sich das System auch gut für das abwechselnde Arbeiten in Büro und Homeoffice eignet. Mit einem fairen Preis von 315 Euro im HEK spielt der TS-251+ preis-leistungstechnisch ganz vorne mit.  

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Durlacher Allee 73
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
http://www.itscope.com

 

Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

20.01.2021|

Hamsterkäufe bei Homeoffice-Equipment? Notebooks und Co. wieder dringend gesucht

 

Karlsruhe, 25.11.2020 – Wächst mit den steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle auch erneut die Nachfrage nach Homeoffice-Equipment? Die jüngste Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform zeigt, dass es viele Arbeitnehmer offenbar wieder aus dem Büro in die eigenen vier Wände zieht: Notebooks sind nahezu ausverkauft, bei den TFTs leeren sich ebenfalls die Lager und Webcams haben sich noch nicht einmal von der ersten Welle erholt. 

Waren im Frühling die Lager noch fast vollständig leer, entspannte sich die Lage bei den Distributoren über die Sommermonate und die Engpässe gingen größtenteils deutlich zurück. Mit Beginn des Herbstes und damit der zweiten Welle von COVID-19 fingen nicht nur die Hamsterkäufe von Toilettenpapier von Neuem an, auch die Nachfrage nach passenden Geräten für das Arbeiten im Homeoffice steigt wieder rasant.

 

Notebooks wiederholt nahezu ausverkauft

Der Gesamtlagerbestand der Notebooks spiegelt dabei ein wirklichkeitsgetreues Bild der Infektionswellen wieder: Zwischen März und April lagen die Bestände nahezu bei Null, normalisieren sich über den Sommer wieder und gehen mit steigenden Infektionszahlen im Oktober und November wieder komplett in den Keller.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Notebooks seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Notebook

 

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei dem für das Homeoffice besonders beliebten ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD001FGE) von Lenovo mit 8GB RAM und i5 Prozessor, welches seit Anfang Oktober restlos ausverkauft ist. Und das wirkt sich auch auf den Preis aus: Das sonst vergleichsweise günstige Notebook war zwischenzeitlich rund 100 Euro teurer als noch im August.

Preis/Lager/Status-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis November 2020

Wer nicht auf ein E15 verzichten will, muss sich beeilen und auf das etwas teurere und leistungsstärkere ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD0011GE) mit i7 Prozessor zurückgreifen. Allerdings wirkt sich die allgemeine Lagerknappheit bei diesem Modell noch stärker auf den Preis aus: Statt regulär rund 900 Euro im HEK muss man derzeit über 1100 Euro ausgeben.

 

Die im Homeoffice gleichermaßen unerlässlichen Monitore lassen ebenfalls eine Abwärtstendenz erkennen. Allerdings ist die Lage hier noch weit weniger dramatisch als bei den Notebooks. Selbst der beliebte P2719H von Dell (Hst.-Nr. DELL-P2719H) ist derzeit noch in großen Stückzahlen verfügbar. Will man aber den Winter nicht ohne Monitor im Homeoffice verbringen, ist jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, um sich einen Bildschirm zuzulegen, bevor sich der Trend weiter fortführt.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten TFT seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je TFT

 

Keine Normalisierung in Sicht bei den Webcams

Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht bei den Webcams der Ausnahmezustand: Der Lagerbestand ist nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau und Besserung will sich kaum einstellen. Besonders im Vergleich zum Jahresbeginn wird deutlich, dass die Bestandszahlen massiv zurückgegangen sind.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Webcams seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Webcam

 

Dieser Zustand zeichnet sich auch in den Preisen ab: So muss man teilweise mit dem dreifachen des bisherigen Preises rechnen – wie beispielsweise die Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) deutlich erkennen lässt: Lag der HEK bis März noch sehr stabil bei rund 15 Euro, werden aktuell um die 70 Euro fällig.

Preis/Lager/Status-Historie Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) Januar bis November 2020

 

Wann sich die Verfügbarkeiten wieder normalisieren, bleibt abzuwarten. Mit den Impfstoffen, die Ende des Jahres bereitgestellt werden sollen, stehen die Chancen gut, dass sich die Lage im nächsten Jahr verbessert und Arbeitnehmer wieder mehrheitlich zurück in die Büros kehren können. Und damit wird vermutlich auch die Nachfrage nach Homeoffice-tauglichen Geräten zurückgehen.

Für alle, die aufgrund der Lagerknappheit nicht auf ihr Wunsch-Notebook zurückgreifen konnten, gilt es Ruhe zu bewahren. Die letzte Welle der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich die Lager genauso schnell erholen, wie sie leergeräumt wurden. Und für alle Ungeduldigen bietet ITscope eine ganze Reihe an Alternativen: Bei über 370 gelisteten Distributoren findet sich immer ein Produkt, das gleichwertig oder sogar noch besser geeignet ist.

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25.11.2020|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q3/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

Apple und Lenovo genießen den Sommer an der Chart-Spitze: ITscope Marktbarometer Q3/2020

Das dritte Quartal sorgt für anhaltenden Erfolg bei Apples iPhone SE und Notebook-Dauerbrenner Lenovo E15, Microsoft holt hingegen in den Highflyer-Charts deutlich auf. Nur bei den PC-Komplettsysteme hält die Krisenstimmung weiterhin an.

Karlsruhe, 22.10.2020 – Die Sommermonate führen hinsichtlich der Corona-Pandemie vorerst zu weiteren Erleichterungen. Doch der Winter steht vor der Tür und viele Unternehmen bereiten sich schon jetzt wieder auf einen Wechsel ins Homeoffice während der kalten Jahreszeit vor. Sämtliches Equipment für das Arbeiten von zu Hause erfreut sich daher weiterhin großer Beliebtheit, wie das ITscope Marktbarometer für Q3/2020 zeigt.

War das Homeoffice-Equipment noch zu Beginn des Jahres beinahe gänzlich ausverkauft, hat sich der Bestand über die letzten beiden Quartale zunehmend normalisiert. Doch das Interesse an flexiblen Arbeitsmitteln scheint nicht abzunehmen – ganz im Gegenteil, vielmehr zeigen die aktuellen Zahlen, dass viele Unternehmen in Richtung Herbst und Winter weiter aufrüsten, um ihre Angestellten mit allem Nötigen für das heimische Arbeitszimmer zu versorgen. 

Für das Sorgenkind des letzten Quartals, die PC-Komplettsysteme, die hinsichtlich der Homeoffice-Tauglichkeit nicht punkten können, ist aktuell keine Besserung in Sicht: Die Klickzahlen gehen noch weiter zurück und es herrscht kaum Bewegung auf den oberen Rängen. 

Erfolge kann hingegen das iPhone SE verbuchen: Es ist nicht nur das beliebteste Smartphone in diesem Quartal, sondern liegt auch erneut in den Highflyer-Charts vorne. Dort holt aber auch Microsoft einiges auf und sichert sich mit Geräten aus der Surface-Reihe gleich drei Plätze in den Top Ten. 

Besonders interessant ist in diesem Quartal auch die sonst nicht für große Innovationen bekannte Kategorie der TFTs: Dell angelt sich gleich fünf Platzierungen in den Top Ten und setzt sich damit gegen die Konkurrenz von HP, LG und Lenovo durch. Ein ebenso spannendes Battle kann in der Kategorie Smartphones beobachtet werden: Mit dem neuen iPhone SE und dem iPhone 11 sichert sich Apple die Top-Platzierungen, doch Samsung lässt nicht locker und ist dem kalifornischen Hersteller dicht auf den Fersen.

Highflyer: iPhone SE nach wie vor die Nummer Eins

Trotz der Top-Platzierung mit dem iPhone SE, dass sich, wie bereits im Vorquartal, Platz 1 der Highflyer-Charts sichert, kann Apple das herausragende Gesamtergebnis von Q2 nicht halten: War der kalifornische Hersteller zuvor noch mit vier Produkten an der Spitze vertreten, ist es nun neben dem iPhone SE nur noch der iMac auf Platz 9. Microsoft hingegen holt wieder auf und erobert sich mit gleich drei Produkten die Top Ten der Highflyer-Charts zurück.

Den ersten Platz der Highflyer-Charts hält auch in diesem Quartal weiterhin das beliebte iPhone SE, das seit April diesen Jahres gelistet ist. Keine Überraschung, denn nach wie vor überzeugt Apples SE-Reihe besonders im Businessbereich mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 388 Euro im HEK ist es sogar knapp 20 Euro günstiger als im vergangenen Quartal. Zwischenzeitlich wurde das iPhone von einigen Händler sogar für 330 Euro angeboten.

Platz 2 erobert sich mit dem Surface Go 2 die Konkurrenz von Microsoft in diesem Quartal eine Top-Platzierung zurück. Das Surface Go 2 ist die günstigste Version der Surface-Reihe und mit nur 615 Euro im HEK ein echtes Schnäppchen. Mit 128GB SSD Speicher und eine CPU-Taktfrequenz von bis zu 3,4 GHz kann sich das Tablet durchaus auch im Officebereich sehen lassen. Eine Tastatur ist allerdings nicht im Preis mit inbegriffen. Das Surface Go 2 ist ein gutes Einstiegsmodell für alle, die die Surface-Reihe genauer kennenlernen wollen.

Auch den dritten Platz schnappt sich mit nur wenigen Klicks Abstand Microsoft mit dem großen Bruder des Surface Go 2, dem Surface Book 3. Mit einem hochauflösenden 3.240 x 2.160 Pixel Bildschirm mit 15”, Intel Core i7 der neuesten Generation, 16 GB RAM und 256 GB SSD lässt es kaum noch Wünsche offen. Wie auch bereits beim Vorgängermodell lässt sich der Bildschirm des Surface Book 3 per Knopfdruck von der Tastatur lösen, um es als Tablet zu nutzen. Ganz billig ist das Surface allerdings nicht: Knapp über 2000 Euro im HEK werden derzeit für das Notebook fällig.

Intels CPU-Star klettert vom 7. auf den 4. Platz: Der seit Ende April 2020 bei ITscope gelistete Intel Core i9 10900K kann seine Vorquartalsplatzierung nochmal deutlich verbessern – nach wie vor überzeugt der Prozessor durch seine Top-Leistung. Einzige Schwachstelle ist noch immer der Preis, der unverändert bei über 500 Euro im HEK liegt. 

Passend zum 2. und 3. Platz sichert sich Microsoft auch Platz 5 mit dem Surface Dock 2. Die speziell für Surface-Modelle entwickelte Dockingstation bildet die Schnittstelle vom mobilen Arbeiten hin zu einer festen Arbeitsplatzumgebung. Reichlich Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden: Die Dockingstation kommt mit zwei HD Video-Anschlüssen, einem Gigabit-Ethernet-Anschluss, vier USB 3.0-Ports und einem Anschluss zur Audioausgabe – ist mit 172 Euro im HEK allerdings auch nicht ganz billig. 

Auf den 8. Platz der Highflyer Charts schafft es ein ganz frischer Neueinsteiger, die seit September gelistete GeForce RTX 3080 iChill X4. Die Grafikkarte von NVIDIA, die von Inno3D modifiziert wurde, zählt zu den leistungsstärksten ihrer Preisklasse, ist mit über 700 Euro im HEK jedoch auch nicht ganz günstig. Für den Preis bekommt man aber auch einiges geboten: 8.704 Shader, 10 GByte GDDR6X Speicher mit einer Speicherbandbreite von 760 GByte/s lassen das Gamer-Herz, aber auch das jedes Grafikers oder Videoproduzenten, höher schlagen. Optisch überzeugt die GeForce RTX 3080 iChill X4 wie schon das Vorgängermodell mit RGB-LEDs und Metallelementen. Wer aber mehr Wert auf Leistung anstatt Optik legt, der kann auf die Modifizierung von Inno3D verzichten, denn in puncto Leistung ist die Founders Edition gleich auf und dabei rund 100 Euro günstiger.

Der Trend zum Homeoffice ist weiterhin ungebrochen: Die im Juli 2020 durchgeführte Umfrage vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) mit über 500 deutschen Unternehmen zeigte, dass knapp die Hälfte der befragten Unternehmen ihr Angebot an Homeoffice ausweiten werden. Etwa der gleiche Anteil der Befragten befindet sich noch in der Abwägungsphase. Doch selbst bei einer konservativen Schätzung werden voraussichtlich deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen virtuelle Arbeitsformen weiter ausbauen. Damit einher geht auch eine weiterhin hohe Nachfrage nach Equipment für die Arbeit im Homeoffice: Nachdem im Vorquartal der dänische Hersteller Jabra mit dem Evolve2 Headset in den Highflyer-Charts war, schafft es dieses Quartal das Blackwire C3220 von Poly auf den 6. Platz. Das Headset ist, verglichen mit dem Evolve2, mit einem HEK von nur 34 Euro sehr günstig und bietet dabei alles, was es für Telefonate oder Videokonferenzen im Homeoffice braucht. 

Auch eine Webcam erreicht die Highflyer-Charts, die Midland W199 auf Platz 14. Midland war in vergangenen Marktbarometern so gut wie nicht präsent, das Unternehmen existiert aber bereits seit 1959. Der US-amerikanische Hersteller von Funkkommunikationsprodukten hat den Firmensitz in Kansas City, Missouri. Mit nur 36 Euro im HEK handelt es sich bei der W199 ebenfalls um ein günstiges Einsteigermodell, was gerne im Homeoffice genutzt wird. 

 

TFTs: Dell dominiert, HP verliert

Die Kategorie der TFTs ist nicht gerade für seine großen Innovationen bekannt, was die Beliebtheit der Produkte jedoch nicht schmälert – ganz im Gegenteil: Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht ein regelrechter Run auf Monitore, um auch das letzte Arbeitszimmer in der heimischen Wohnung zu einem effizienten Arbeitsumfeld aufzurüsten. Besonders Dell holt in diesem Quartal mächtig auf und sichert sich gleich fünf Platzierungen in den Top Ten. Konkurrenten wie zuletzt noch HP, aber auch LG oder Lenovo können sich in den Sommermonaten nicht gegen den US-amerikanischen Hersteller durchsetzen.

Mit wirklich sehr deutlichem Abstand an der Spitze liegt der Dell P2419H: Führte noch vor einem Jahr, im dritten Quartal 2019, der HP EliteDisplay mit 4.100 Klicks die Kategorie an, dominiert der P2419H nun mit über 9.000 Klicks eindeutig den TFT-Bereich. Auch im Vergleich zum Vorquartal hat sich der beliebte 24” LED-Monitor nochmal immens gesteigert und erreicht über 60 Prozent mehr Klicks. Überzeugend ist vor allem der Preis: Mit nur rund 130 Euro im HEK ist der P2419H einer der günstigsten Monitore in den Top Ten. Zwar gibt es hinsichtlich der Auflösung (hier FullHD) und auch der Farbabdeckung bessere Modelle, aufgrund der vergleichsweise kleinen Bildfläche scheint das jedoch weniger zu stören. Deshalb geht erneut ein verdienter 1. Platz an den Dell P2419H, der damit nun schon das vierte Quartal in Folge die Liste anführt. 

Der seit 2014 gelistete Dell UltraSharp U2415 und damit der mit Abstand älteste TFT in den Top Ten, schafft es in diesem Quartal auf den 2. Platz. Ein gutes Beispiel dafür, dass im Bereich TFT die Innovationszyklen länger sind und auch Produkte mit “fortgeschrittenem Alter”, wie der U2415, fast den gleichen Standard wie die neueren Bildschirme aus 2018 und 2019 haben. Gleichzeitig ist der Monitor auch sehr preisstabil mit durchgängig 180 Euro im HEK. 

Bleibt abzuwarten, ob die neueren “Hub” Monitore mit USB-C Power Delivery, Ethernet Anschluss und DisplayPort Daisy Chaining ihre Vorteile gegenüber den Dauerbrennern ausspielen können. Zwar nicht in die Top Ten, aber immerhin in die Top 25 schafft es ein Modell, welches bereits mit USB-C ausgestattet ist: der Dell P2419HC auf Platz 21. Mit Listing im August 2018 verbessert sich seine Platzierung kontinuierlich: Im Vorquartal lag der rund 170 Euro im HEK teure Monitor noch auf Platz 39. Auch auf Platz 40 und 41 klettern zwei der neueren Dell-Monitore, die über einen USB-C Anschluss verfügen: Der P2719HC und der P2720DC, die ebenfalls ihre Vorquartalsplatzierung (Platz 86 und 191) deutlich verbessern können. Es bleibt also spannend, welches Bild sich im nächsten Quartal bei den Monitoren zeigt.  

 

Smartphones: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Apple und Samsung

Wie schon in Q2 dominieren die beiden Smartphone-Giganten das Feld: Zwar liegt Apple immer noch mit Platz 1 und 2 sowie sechs Top Ten-Platzierungen insgesamt vorne, doch Samsung holt über die Sommermonate kräftig auf und macht dem kalifornischen Hersteller Platz 3 und 4 streitig. Huawei schafft es in diesem Quartal immerhin unter die Top 15.

Nachdem sich das iPhone SE in der 64GB-Ausführung im vergangen Quartal den zweiten Platz gesichert hat, überholt es diesmal mit großem Abstand und über 4.000 Klicks den Vorquartalssieger und landet auf einem verdienten ersten Platz. Wenig überraschend, denn schon in Q2 überzeugte das iPhone SE mit einem HEK von unter 400 Euro und neuester Technik als Preis-Leistungs-Sieger in der Kategorie Smartphones. Das von der Pole Position verdrängte iPhone 11 erreicht mit annähernd 2.500 Klicks Platz 2

Den 4. Platz sichert sich Samsung mit dem seit Ende Januar gelisteten Galaxy S20 mit 128 GB Speicherplatz. Das S20 ist mit einem HEK von 612 Euro eines der Spitzenmodelle von Samsung mit spannenden neuen Features, wie beispielsweise einer hohen Bildwiederholungsrate mit 120Hz, was ein noch flüssigeres Bedienerlebnis verspricht. Wer das Handy allerdings im 120Hz-Modus bedient, muss Abstriche bei der Akkulaufzeit machen. Im CHIP-Test schneidet das Smartphone mit der Gesamtnote 1,2 sehr gut ab. 

Den 11. Platz sichert sich das Samsung Galaxy A41. Mit nur 212 Euro im HEK fällt das Smartphone in das Niedrigpreissegment der Kategorie – hat dafür aber einiges zu bieten: 25 MP Frontkamera und 48 MP für die Hauptkamera sorgen für gestochen scharfe Bilder, außerdem gibt es noch eine Ultra-Weitwinkel- und eine Tiefenkamera. Beim OLED-Display muss man, wie von Samsung gewohnt, keine Abstriche machen und Dual Sim bietet das Smartphone auch. Gespart wird hingegen beim Prozessor, der vergleichbar langsam arbeitet und den Extras, die dem Preissegment entsprechend dürftig ausfallen. 

Günstiger fährt man nur noch mit unserem Platz 19, dem Samsung Galaxy A21s, das für nur für nur 154 Euro im HEK erhältlich ist. Das Smartphone hat mit 5.000 mAh eine top Akku-Laufzeit und auch die Prozessorleistung ist mit 8 Kernen und einer Taktrate von bis zu 2GHz vollkommen ausreichend. Die vier verbauten Kameras können allerdings nicht überzeugen: Nur bei guten Lichtbedingungen und einer ruhigen Hand bekommt man hier halbwegs anständige Fotos hin. Als Einsteiger- oder Übergangsmodell reicht das Smartphone aber allemal.

 

Tablets: Apple vorne, Microsoft und Samsung auf Aufholjagd

Bei den Tablets hat sich erneut nicht viel getan und auf den oberen Plätzen gibt es so gut wie keine Bewegung. Erfahrungsgemäß wird sich das allerdings zum Weihnachtsgeschäft hin ändern: So hat beispielsweise Apple in der Keynote am 15. September zwei neue Modelle des iPads aus der Standard- sowie der Air-Reihe angekündigt, die ab Oktober erhältlich sein sollen. 

Die Plätze 1 bis 3 sind unverändert von den Vorquartalssiegern belegt: Mit über 5.000 Klicks ganz vorne liegt das Apple 10.2-inch iPad, auf dem zweiten Platz das Microsoft Surface Pro 7 und drittplatziert das Samsung Galaxy Tab A

Auf zwei weitere Tablets lohnt es sich jedoch genauer einzugehen. Das Microsoft Surface Go 2, das seit März 2020 gelistet ist, schafft den Sprung auf den 6. Platz und spielt somit ganz oben mit – daher auch verdient eine Platzierung in den Highflyer-Charts. Das Surface Go 2 bietet ausreichend Leistung für grundlegende Office-Anwendungen und schneidet mit 600 Euro im HEK auch preislich sehr gut ab. Mit über 11 Stunden Videolaufzeit ist das Gerät auch ein geeigneter Begleiter für unterwegs. 

Den 7. Platz macht in diesem Quartal das Apple iPad Pro mit 12,9” und kämpft sich damit immer weiter in Richtung der Konkurrenz von Microsoft – dem Surface Pro 7. Dieses belegt derzeit den zweiten Platz und ähnelt in Ausstattung und Funktionalität dem iPad Pro sehr stark. Beide liegen preislich bei über 1000 Euro im HEK und sind leistungstechnisch eine vollwertige Alternative zu klassischen Notebooks oder Komplettsystemen. 

 

Notebooks: Dauerbrenner Lenovo E15 & AMD auf dem Vormarsch

Bei den Notebooks scheint der Hype um das Lenovo ThinkPad E15 kein Ende zu nehmen: Mit 12.000 Klicks toppt das Notebook auf Platz 1 nochmals sein Vorquartalsergebnis und erreicht fast so viele Klicks wie die restlichen Top Ten zusammen – und lässt damit die Konkurrenz von Microsoft, Apple und HP ganz schön alt aussehen. 

Den zweiten Platz belegt das HP ProBook 450 G7, welches es mit 15 Zoll, i5 Prozessor, 8GB RAM und 256 GB SSD durchaus mit dem E15 von Lenovo aufnehmen kann. Trotz deutlich geringerer Klickzahlen scheint das ProBook 450 G7 nicht weniger beliebt zu sein: Es ist derzeit auf ITscope vollständig ausverkauft. Und das schlägt sich auch im HEK nieder, der rund 100 Euro höher liegt als noch vor einem Monat. 

Einen ordentlichen Satz legt auch das HP 255 G7 hin – das Notebook des kalifornischen Herstellers springt von 206 direkt auf den 8. Platz. Besonders ist hierbei, dass das Notebook einen AMD CPU verbaut hat, was derzeit unter den Top Ten noch recht selten vorkommt. Mit 492 Euro im HEK macht das HP 255 G7 auch preislich eine Ansage an die Konkurrenz. Allerdings zieht der günstige Preis leider auch die Bildqualität, insbesondere die Farbtreue, in Mitleidenschaft. Der verbaute Ryzen 5 4500U in 7nm-Technologie bietet einen leistungsstarken Rechenkern, mit dem sich problemlos alle Anwendungen im Office-Bereich erledigen lassen. Wer das Notebook stationär mit hochauflösendem Bildschirm verwendet, der kann guten Gewissens auf das 255 G7 zurückgreifen.

Dass AMD bei den Notebooks auf dem Vormarsch ist, zeigt ein weiterer Aufsteiger: Das Lenovo ThinkPad E15, das derzeit noch mit Intel CPU auf Platz 1 ist, klettert in der Variante mit AMD CPU von 715 auf den 14. Platz. Und das ist auch kein Zufall: Im Test schneidet das E15 mit AMD CPU leistungstechnisch besser ab als mit der Intel CPU. Allerdings geht diese erhöhte Leistung auch mit einem geringfügig höheren Energieverbrauch einher. Auf die Akkulaufzeit hat dies jedoch keine Auswirkungen: Mit 12,7 Stunden hält die AMD-Variante sogar etwas länger durch als das Modell mit Intel CPU, dessen Laufzeit laut Hersteller 12 Stunden beträgt. Mit Blick auf den Preis kommen AMDs Pluspunkte überraschenderweise kaum zum Tragen: Mit rund 690 Euro im HEK ist die die AMD-Variante nur etwa 35 Euro teurer als das erstplatzierte ThinkPad E15 mit Intel CPU. 

 

PC-Komplettsysteme: Die Krisenstimmung hält weiter an

Bei den Komplettsystemen herrscht nach wie vor Krisenstimmung: Die Klickzahlen gehen noch weiter zurück und es herrscht kaum Bewegung auf den oberen Rängen. Auf dem ersten Platz ist unverändert seit Anfang 2020 das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 – doch auch das beliebte PC-System musste ordentlich einstecken: Im vergangenen Quartal erreichte es immerhin noch über 6.000 Klicks, wohingegen es jetzt nur noch für knapp über 3.500 Klicks reicht. Auch der Abwärtstrend im HEK, der zuletzt in einer Analyse der Bestandszahlen der ITscope Plattform thematisiert wurde, besteht weiterhin und es sieht nicht danach aus, als stiegen die Preise in naher Zukunft wieder.

Einen Aufsteiger liefert Apple mit dem iMac, der ganz neu seit August 2020 gelistet ist. Dieser springt aus dem Stand auf den 9. Platz. Mit einem i5 Prozessor der neuesten Generation, einer Taktfrequenz von 3,3 GHz (mit Boost bis 4,8 GHz), schnellen 512 GB SSD Festplatte und einem 5K Ultra HD Bildschirm erfüllt der Apple iMac alle Voraussetzungen, um auch anspruchsvollen Anwendungen problemlos Stand zu halten. Ganz zum Leidwesen aller iMac-Fans ist es jedoch wahrscheinlich das letzte Mal, dass es den Intel iMac mit 27 Zoll in dieser Form geben wird. Mit einem HEK von 1.820 Euro ist er außerdem das teuerste Komplettsystem unter den Top 25. 

Und auch in dieser Kategorie sorgt AMD für Aufschwung: Der Tower-PC Lenovo V55t-15API 11CC, ausgestattet mit einem Ryzen 5 mit 3,7 GHz, springt von 99 auf den 14. Platz. Preislich liegen Welten zwischen dem Tower-PC und dem iMac: Der Lenovo V55t-15API 11CC ist bereits für 380 Euro im HEK verfügbar und damit unter den günstigsten Modellen in den Top 25.

Grafikkarten: Aufsteiger und Neueinsteiger machen Platzhirsch MSI Konkurrenz

Die ersten drei Plätze sind, wie auch bereits in Q1, wieder belegt von MSI mit der RTX 2080 Ti GAMING X TRIO, RTX 2070 SUPER GAMING X TRIO und der RTX 2060 SUPER GAMING X. Doch nach der Top 3 verändert sich die Grafikkartenlandschaften – Veränderung ist angesagt und einige Aufsteiger schaffen es in die Top 25.

Von Platz 37 auf Platz 4 klettert die GeForce RTX 2080 Ti Blower V2 von PNY. Die Grafikkarte des Herstellers mit Sitz in New Jersey, USA, liefert in nahezu jeder Kategorie überdurchschnittliche Werte. 13,45 Terraflops Prozessorleistung, 4352 Shader Units und 136 GPixel/s überzeugen jeden Grafiker. So viel Leistung hat allerdings auch ihren Preis: Wer sich die GeForce RTX 2080 Ti Blower V2 verbauen will, muss über 1250 Euro im HEK bereit halten.

Günstiger kommt man hingegen mit der Inno3D VGA Inno3D GeForce® RTX 3080 10GB iCHILL X4 weg: Die leistungsstarke Grafikkarte, die mit Listing Mitte September noch ganz frisch am Markt ist, springt von null auf den 5. Platz und ist deshalb auch zu Recht in den Highflyer-Charts. Die Grafikkarte bewegt sich mit 720 Euro HEK im mittleren Preissegment.

 

Mainboards: Supermicro schafft den Sprung an die Spitze

Bei den Mainboards tut sich einiges auf den vorderen Plätzen – allerdings diesmal nicht nur von den üblichen Verdächtigen. 

Auf Platz 1 steht das im Vorquartal drittplatzierte ASUS PRIME B450M-A. Mit nur 65 Euro im HEK ist es ein echtes Schnäppchen und verfügt trotz dessen über sämtliche wichtigen Funktionen. Das Mainboard bietet außerdem eine On-Board-Grafik mit Kompatibilität zu AMD-Prozessoren (AMD AM4 Socket for 3rd/2nd/1st Gen AMD Ryzen™/2nd and 1st Gen AMD Ryzen™ with Radeon™ Vega Graphics/Athlon™ with Radeon™ Vega Graphics Processors). An der ein oder anderen Stelle sind aber dennoch aufgrund des günstigen Preises Abstriche zu machen – so entfällt beispielsweise der beliebte Displayport-Anschluss. Mit nur einem HDMI-Ausgang bietet das Mainboard wenig Freiraum für ein ausgereiftes Office-Setup. 

Platz 2 und 3 sichert sich der sonst eher zurückhaltende Hersteller Supermicro mit dem SUPERMICRO H11SSL-i und dem SUPERMICRO H11DSI-NT, die von Platz 13 und 68 den Sprung nach ganz vorne schaffen. Bei beiden handelt es sich um Mainboards für Serverumgebungen, die sonst eher nicht in den oberen Plätzen des Rankings zu finden sind. Beide Modelle verfügen außerdem über einen SP3-Sockel, ein CPU-Sockel der Firma AMD, der die Server-Prozessoren der Epyc-Baureihe aufnehmen kann, die auf der Zen-Architektur basieren. Im Vergleich zum erstplatzierten ASUS PRIME B450M-A liegen die beiden Supermicro Mainboards mit knapp 280 Euro beziehungsweise über 500 Euro im HEK eindeutig in einer anderen Preisliga.

 

Prozessoren: AMD hat weiterhin die Führung inne, doch Intel lässt nicht locker

Die große Überraschung bleibt bei den Prozessoren in diesem Quartal aus: AMD behält weiterhin mit dem Ryzen 5 3600 und Ryzen 7 3700X die Plätze 1 und 2 für sich. Auch in anderen Kategorien des Marktbarometers wurde deutlich, dass AMD immer attraktiver wird. 

Doch Intel lässt natürlich auch nicht locker: Der kalifornische Hersteller ist ebenfalls mit fünf CPUs in den Top Ten vertreten und nach wie vor ein ernstzunehmender Konkurrent – doch bei vielen Händlern steht Intel im Hinblick auf Preis/Leistung auf verlorenem Posten. Die hohen Preise lassen sich eher im High-End-Bereich verargumentieren, wo Intel weiterhin versucht, leistungstechnisch gegenüber AMD zu punkten. 

So auch mit dem erst seit April 2020 gelisteten Intel Core i9 10900K auf Platz 3: Schon im Vorquartal beeindruckt dieser mit 10 Kernen und 20 Threads mit 3,7 GHz. Mit über 500 Euro im HEK ist der i9 10900K aber deutlich teurer als andere Top Ten-CPUs. Im direkten Vergleich mit dem AMD Ryzen 9 3900X auf Platz 4, der über 12 Kerne und 24 Threads mit 3,8 GHz verfügt, schneidet letzterer besser ab: Der auf der Zen-2 Architektur basierende 12 Kern Prozessor besitzt eine höhere Rechenleistung pro Takt (IPC), so dass er bei Einkern-Last eine ähnliche Leistung wie der i9 10900K erreicht. Bei Anwendungen, die sehr stark auf Multi-Threading angepasst sind, ist der AMD CPU hingegen ca. 10 Prozent schneller – und das für nur rund 380 Euro im HEK. 

Auch neu in den Top Ten ist der ebenfalls seit April gelistete Intel Core i7 10700K auf Platz 5. Damit ist Intel mit seinen neuesten Produkten zwar ganz oben mit dabei, für die Spitze reicht es dieses Quartal allerdings erneut nicht. 

 

Server: Spitzenreiter HP Enterprise nimmt Top Ten ein

HP Enterprise dominiert in der Kategorie der Server immer noch ganz klar – und beansprucht in diesem Quartal sogar ausschließlich die gesamte Top Ten für sich. Der erst seit Februar gelistete HP Enterprise ProLiant MicroServer bringt auf Platz 3 allerdings etwas frischen Wind in die Top Ten. Der Microserver von HPE ist ein kostengünstiger Kompaktserver auf Einstiegsebene, der speziell für kleine Büros, Homeoffices und kleine Geschäftsumgebungen entwickelt wurde. Mit 16 GB RAM und einem Intel Xeon E-2224 Prozessor bietet HPE für rund 600 Euro im HEK einen guten Einstieg in die Server-Welt.

Ganz knapp die Top Ten verfehlt hat der seit Januar 2020 gelistete Fujitsu PRIMERGY TX1310 M3 auf Platz 11, sorgt damit aber zumindest für etwas Abwechslung zwischen den Servern von Platzhirsch HP Enterprise. Deutlich mehr Bewegung ist erst ab Platz 32 erkennbar, wo sich neben Fujitsu auch Dell und Lenovo blicken lassen. 

 

Storage Systeme: Senkrechtstart für Neueinsteiger von Synology

Hier ist im dritten Quartal einiges passiert: Synology hat sich mit zwei neuen Modellen aus dem Stand die Plätze 2 und 3 geschnappt und beherrscht damit die Top 5 vollständig. 

Die Synology Disk Station DS920+ ist erst seit Juli gelistet und legt einen echten Senkrechtstart auf den 2. Platz hin. Das Storage System ist besonders für anspruchsvolle Heimanwender oder kleinere Unternehmen geeignet. Der DS920+ NAS-Server bietet dabei 4K Video-Transcoding, Dual NVMe M.2. Cache und eine gute, einfach strukturierte Software. Negativ fällt allerdings auf, dass Synology bei diesem Modell immer noch nur einen 1 GBit/s LAN-Port verbaut – und das, obwohl die DS920+ als Synologys Top-Produkt im 4 Bay NAS-Bereich gilt. Allerdings muss man zugeben, dass ein 10 GBit-Anschluss auch nur mit verbautem SSD Cache signifikante Vorteile bringen würde. Da die DS920+ jedoch über zwei LAN-Anschlüsse verfügt, kann man die Geschwindigkeit beider Ports bündeln, sodass man immerhin auf 2 GBit kommt – was vermutlich für über 99 Prozent aller Nutzer ausreicht.

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Ludwig-Erhard-Allee 20
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
http://www.itscope.com

 

Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

21.10.2020|

Rückblick auf zwei Jahre mit der B2B Suite: Herausforderungen, Erfolge und ein Blick in die Zukunft

 

Im August feierte die B2B Suite zweijährigen Geburtstag: Wir blicken zurück auf zwei Jahre mit unserer eCommerce Lösung, wie wir sie in den letzten Jahren weiterentwickelt haben und welche Pläne für die Zukunft schon jetzt existieren. 

Vor rund zwei Jahren, im August 2018, führten Gespräche mit vielen Systemhäusern zu einer zentralen Feststellung: Obwohl sich die Ausgangssituationen stark unterscheiden, stoßen alle auf ähnliche Herausforderungen bei dem Versuch, Endkunden für den Bestellprozess optimal anzubinden. Denn: Gängige Shopsystem sind für die Anforderungen der ITK-Branche kaum geeignet, egal welche Anpassungen man vornimmt, den Ansprüchen von Systemhäusern an eine integrierte Lösung wird ein solches Shopsystem nicht gerecht. Für uns von ITscope stand also fest, eine eCommerce-Lösung zu entwickeln, die vom Endkunden über das Systemhaus bis zur Distribution alle Parteien auf einer Plattform abbildet.  

 

Grundstein für die Entwicklung der B2B Suite

Was damals noch eine vielversprechende Idee war, ist heute das Ergebnis unserer Entwicklung und seit inzwischen zwei Jahren erfolgreiche Realität: Die B2B Suite erfüllt die Anforderungen von sowohl kleinen und mittelständischen Systemhäusern als auch großen IT-Dienstleistern und ermöglicht es, Endkunden aus der Industrie ein individuelles eProcurement Portal aus der Cloud bereitzustellen. 

Insbesondere den Prozess der Anbindung an Procurement-Systeme von Industriekunden, der in den letzten beiden Jahren perfektioniert wurde, erleichtert die B2B Suite deutlich. 

Im konkreten Fall eines Betreibers wurde die B2B Suite via PunchOut an das SAP-System des Industriekunden angebunden. Damit der Kunde Bestellungen aus dem eigenen SAP-System abwickeln kann, loggt er sich direkt aus SAP per PunchOut in die B2B Suite ein, befüllt den Warenkorb, der dann automatisch in SAP übertragen wird und eine Bestellung im Kundensystem erzeugt. Die Bestelldaten werden wiederum zurück in die B2B Suite übernommen, womit dann der Bestellprozess in Richtung der Distributoren mit einer Bestellautomation fortgeführt werden kann. 

In diesem Fall konnten nach nur zwei Monaten Umsetzungsdauer schon die ersten Bestellungen aus dem SAP-System des Kunden über die Schnittstelle vollautomatisiert übertragen werden. Für den Kunden bietet sich damit der große Vorteil, dass alles in der gewohnten Systemlandschaft bestehen bleibt und keine neuen oder zusätzlichen Systeme aufgesetzt werden mussten. Insbesondere auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung ist eine PunchOut-Anbindung ein häufiger Standard und für Systemhäuser Pflicht, um diese Kunden betreuen zu können.

Dem Betreiber selbst gelingt dank der PunchOut-Anbindung eine vollständige Digitalisierung der Vertriebsprozesse und somit eine deutliche Zeitersparnis bei der Abwicklung von Standard-Kundenaufträgen.

“Über PunchOut-Anbindungen können B2B Suite Betreiber kundenspezifische Warenkörbe zur digitalen Übernahme in das Beschaffungssystem des Kunden anbieten und damit durch eine stets aktuelle Datengrundlage für eine hohe Zufriedenheit bei den Industriekunden sorgen. Bisher haben wir eine Anbindung via PunchOut für SAP, SAP Ariba, Onventis, Coupa, Jaggaer und weitere Procurement-Systeme realisiert – nach und nach sind nun noch mehr Systeme in Planung”, erklärt Andy Görnt, Product Owner eCommerce bei ITscope.

Auch hinsichtlich der Abbildung von Freigabeprozessen wurde die B2B Suite kontinuierlich verbessert. “Erst kürzlich kamen auch die Bestellfreigabe sowie Limits mit Berechtigungssystem auf der B2B Suite hinzu. Damit schaffen wir auf Seiten der Industriekunden die Möglichkeit, ihren Einkauf hierarchisch mit Gruppenberechtigungen und Bestelllimits abzubilden. Firmeninterne Freigabeprozesse werden nun berücksichtigt und die B2B Suite integriert sich noch besser in das Tagesgeschäft”, ergänzt Markus Schwitallik, Product Manager eCommerce bei ITscope.

Die wohl wichtigste Neuerung auf internationaler Ebene ist die Mehrsprachigkeit: Die B2B Suite ist neben Deutsch und Englisch auch auf Französisch, Italienisch, Polnisch und Niederländisch verfügbar. Das gesamte Portal ist inklusive Content out-of-the-box vorhanden und vereinfacht für B2B Suite Betreiber die Anbindung internationaler Industriekunden immens. 

 

Digitale Vertriebslösung statt klassischem Shopsystem

Distributorenshopsysteme, bekannte B2C-Shopsysteme, proprietäre Lösungen oder ganz einfach ein Excel-Sheet sind bei vielen Systemhäusern und IT-Dienstleistern gängige Praxis – und “irgendwie” funktionieren diese Lösungen auch, sind dabei jedoch unflexibel, sehr aufwändig und decken bei weitem nicht sämtliche Anforderungen ab. Die kundenseitig erwartete Datenaktualität kann bei der Excel Sheet-Variante vielleicht bei wenigen Vertragsartikeln mit langfristig verhandelten Preisen noch aufrecht erhalten werden. Spätestens beim Ausloten von Cross- und Upselling-Potenzialen kommt diese Lösung dann aber an ihre Grenzen. 

Sind Distributorenshopsysteme im Einsatz, entstehen Abhängigkeiten gegenüber den Distributoren, da Systemhäuser an das Sortiment eines einzigen Lieferanten gebunden sind – was meist nicht ausreicht. Auch klassische B2C Shopsysteme stellen keine überzeugende Alternative dar, da die Kernanforderungen der Systemhäuser – Anbindung von Distributorendaten samt aktueller Preise und Verfügbarkeiten, Content, Anbindung der Endkundensysteme und des eigenen ERPs sowie der gesamte Bestellprozess mit Rückmeldung an die Distribution – sich nur äußerst aufwändig in bestehende Shopsysteme integrieren lassen. Dadurch entstehen wiederum Abhängigkeiten, in diesem Fall gegenüber der eigenen IT, die meist mit der Umsetzung betraut ist. Hinzu kommen hohe indirekte, vor allem personelle, Kosten, die bei der Herkulesaufgabe eines individuellen Shopprojekts anfallen.

Demgegenüber steht die B2B Suite, als passende Lösung für alle Anforderungen der ITK-Branche. “Mit der B2B Suite haben wir eine enorm umfangreiche technische Basis geschaffen, die alle relevanten Handelsprozesse im Systemhausgeschäft abdeckt. Mit einer Vielzahl an Distributionsanbindungen, Schnittstellen zu den ERP-Systemen der Branche, der Abbildung von Procurement-Prozessen und der Integration von Experten-Content bieten wir der Branche eine einzigartige Automation, von der Endkunden- bis zur Distributionsbestellung und wieder zurück. Dies schließt Statusmeldungen zur Bestellung genauso ein wie den umfangreichen Belegaustausch, inkl. elektronischer Übermittlung von Seriennummern, Lieferscheinen und Rechnungen. Mit der B2B Suite ermöglichen wir durchgängig digitale Prozesse auf allen Ebenen,” benennt Benjamin Mund, Geschäftsführer der ITscope GmbH, die Vorteile der Lösung.

 

Was sich in den letzten zwei Jahren alles getan hat

Rund 50 Systemhäuser und IT-Dienstleister haben sich aus genau diesen Gründen in den letzten zwei Jahren für den Einsatz der B2B Suite entschieden. 

Die Anforderungen an die Lösung, die sich im Laufe der Zeit entwickelten, könnten vielfältiger kaum sein: Für einen Kunden wurde eine Single-Sign-On-Lösung für eine nahtlose Integration in ein existierendes Portal realisiert, für einen anderen die Integration von Katalogen aus dem Elektro-Bereich oder die Realisierung von Standards wie BMEcat. Ein Leasingportal wurde gewünscht und konnte mit der B2B Suite umgesetzt werden, sowie ein Mitarbeiter-Incentive-Portal. Auch die Anbindung kommunaler oder öffentlicher Einrichtungen beschäftigen viele Systemhäuser – genau wie ganz allgemein die Anbindung von Industriekunden sowie deren technische Anforderungen, die mit der B2B Suite einfach und schnell gelingen

Generell konnte auch die Dauer von Vertragsunterzeichnung bis zur Abwicklung erster Bestellungen über die B2B Suite während der vergangenen zwei Jahre noch weiter optimiert werden. Grundsätzlich kann ein Betreiber innerhalb weniger Stunden mit einem ersten Prototypen starten und nach rund einer Woche bereits Bestellungen abwickeln. Es sind aber nicht die technischen Umsetzungen, die viel Zeit in Anspruch nehmen, sondern vielmehr der Change-Prozess, der im Hintergrund mit der Etablierung eines Portals einhergeht: Kunden müssen mit dem Portal vertraut gemacht werden, um ihren Einkauf dort zu tätigen und die eigene Vertriebsmannschaft muss gewohnte Prozesse umstellen. Auch wenn die technische Basis schnell aufgesetzt ist, dauert es im Schnitt drei bis sechs Monate, bis alle Voraussetzungen geschaffen und alle Beteiligten mit im Boot sind. In dieser Zeit werden in agiler Zusammenarbeit von ITscope mit dem zukünftigen B2B Suite Betreiber dann aber auch schon erste wichtige Schritte, wie die Definition von Lieferanten, der Aufbau der Preiskalkulation, Anbindungen an Systeme oder die Individualisierung der Portale abgeschlossen.

 

Erfolge sowohl auf Seiten der Betreiber als auch der Endkunden

Die B2B Suite ermöglicht es, alle Geschäftsmodelle der IT-Branche auf einer Plattform abzubilden. Vielen Betreibern erleichtert die Lösung das Tagesgeschäft bei Standardbestellungen und entlastet dadurch den Vertrieb, der wieder mehr Zeit hat, um sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren. Zudem konnte bei nahezu allen Kunden die Anzahl der Besteller deutlich gesteigert werden. 

Die IT Südwestfalen AG, ebenfalls B2B Suite Betreiber, bedient verschiedene Kunden, von Betrieben aus der produzierenden Industrie über Städte und Kommunen bis hin zu Dienstleistern. Dank der B2B Suite lernen Endkunden neue Möglichkeiten kennen und IT Südwestfalen generiert gleichzeitig zusätzliches Geschäft.  “Kunden, die bisher nur Hardware kauften, beziehen nun auch Services und umgekehrt”, erklärt Danny Fischer, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der IT Südwestfalen AG, das Erfolgsmodell. Und sind die Businesskunden glücklich, sind es auch die Systemhäuser.

 

Digitaler Vertrieb der Zukunft

Die Zukunft des Systemhauses ist hybrid, Hardware und Services gehen Hand in Hand und ergänzen sich gegenseitig. Unabhängig davon, ob als Managed Service, SaaS, Leasingmodell, Laufzeitvertrag oder Pay-per-use, die B2B Suite wird in naher Zukunft alle Leistungen der Systemhäuser digital abbilden und sie verkaufbar machen.

 

Mehr zur B2B Suite erfahren Sie unter https://www.itscope.com/b2b-suite/ 

 

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30.09.2020|

Digitaler Vertrieb der Zukunft – Hürden und Chancen für den ITK-Channel

 

Die kürzlich erlebten Krisenzeiten zeigten, wie unterschiedlich es um die Digitalisierung in Unternehmen steht. Auch im meist stark digitalisierten ITK-Umfeld herrscht insbesondere im Mittelstand noch Nachholbedarf. Speziell im Vertrieb verhält man sich zögerlich, was den Einsatz digitaler Technologien angeht und befürchtet den Verlust des Kundenkontakts. Doch diese Sorge ist völlig unbegründet und stellt vielmehr eine Chance dar, die es zu ergreifen gilt.

Nicht zuletzt die Corona-Krise und die damit verbundene “Flucht” ins Homeoffice machten deutlich, dass der Digitalisierungsfortschritt ins Deutschland sehr unterschiedliche Level erreicht: War es für einen Großteil der Firmen doch recht unproblematisch möglich, von einem Tag auf den anderen von Bürobetrieb auf Homeoffice umzustellen, kämpfte insbesondere die öffentliche Verwaltung aufgrund von fehlender technischer Ausstattung und Infrastruktur mit der Umstellung. 

Mittelstand hat digital einiges aufzuholen

Auch wenn Digitalisierung das ureigenste Dienstleistungsangebot der Systemhäuser an ihre Kunden darstellt, gibt es auch hier nach wie vor bei den internen Prozessen, insbesondere im Vertrieb, großen Nachholbedarf. Im Branchenvergleich gilt die ITK-Branche als gut aufgestellt und mit Abstand am stärksten digitalisiert. Doch gerade der Mittelstand, zu dem auch der Großteil der Systemhäuser und IT-Dienstleister in Deutschland zählt, hinkt digital noch hinterher: Veraltete IT-Infrastruktur, fehlendes technisches Know-How sowie Engpässe bei personellen und finanziellen Ressourcen bremsen den digitalen Wandel. Speziell auch im Vertrieb sind viele Unternehmen zögerlich, was den Einsatz digitaler Technologien angeht und arbeiten lieber, wie bisher gewohnt, analog und mit manuellen Prozessen weiter. Die Sorge, den persönlichen Kontakt zum Kunden zu verlieren, prägt das Vorgehen.  

Doch diese Sorge ist im digitalen Vertrieb völlig unbegründet: Nach wie vor kann und wird die Beratung, als zentrale Komponente des Systemhausvertriebs, persönlich durchgeführt werden. Die Corona-Krise hat fundamental dazu beigetragen, dass die B2B Kommunikation innerhalb kürzester Zeit erheblich offener gegenüber neuen Technologien wurde. Verstärkt durch die zuletzt erlebten Krisenzeiten zeigte sich, dass persönlich nicht zwingend vor Ort bedeuten muss. 

Persönlich, aber digital

… so lautet unter diesen Gesichtspunkten die Devise des Vertriebs der Zukunft: persönlicher Kontakt, direkter Austausch und ein fester Ansprechpartner in Kombination mit digitalen Lösungen

Auch für uns von ITscope ist die Zukunft des Vertriebs digital. Denn: Effiziente Beschaffungsabläufe sind immer digital – aber eben auch persönlich. Ausgehend von diesem Grundsatz haben wir die eCommerce-Lösung B2B Suite entwickelt, die Systemhäusern und ITK-Resellern eine individuelle Betreuung und Beratung von B2B Kunden ermöglicht, aber gleichzeitig auch Prozessvorteile ausspielen kann, die sonst nur große, anonyme Plattformen bieten. Mit einem auf den Kunden individuell zugeschnittenen Sortiment und einem Checkout-Prozess, der gerade so schlank ist, dass der Kunde ungestört bestellen kann, bietet die B2B Suite alles, was man auch von einem klassischen Shopsystem erwartet. Doch diese Systeme sind nicht immer passend für die Anforderungen und Prozesse der ITK-Branche und darüber hinaus auch meist sehr teuer und wartungsintensiv. 

Der Einsatz der B2B Suite hingegen erspart den oftmals hohen Entwicklungsaufwand, da die ganze Plattform inklusive Produktcontent und Distributionsschnittstellen als “eCommerce as a Service” angeboten wird. Gleichzeitig bietet die B2B Suite auf Anbieterseite die Möglichkeit, Bestellungen einer Art Qualitätskontrolle zu unterziehen und individuell zu beraten, ob der gewählte Artikel tatsächlich der richtige ist oder ob nicht ein anderer besser zur vorhandenen Infrastruktur beim Kunden passt. Dank dieser persönlichen Betreuung bleibt der Kontakt zum Kunden bestehen und zusätzlich wird ein echter Mehrwert geschaffen.  

Ganz neu ist dabei jetzt auch die Möglichkeit, digitale, firmeninterne Freigabeprozesse in der B2B Suite abbilden zu können: Mit dem neuesten Feature, den Bestelllimits, erfolgt eine budgetbasierte Freigabe von Bestellungen durch einzelne Mitarbeiter des B2B Endkunden und darauffolgend eine limitabhängige Freigabe bei dem Systemhaus selbst. 

 

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21.08.2020|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q2/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

 

Corona-Krise scheint überwunden, Apple auf dem Siegeszug und PC-Systeme im Sinkflug: ITscope Marktbarometer Q2/2020

Karlsruhe, 21.07.2020 – Nachdem das Marktbarometer im ersten Quartal des Jahres 2020 noch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie überschattet wurde, hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt. In den meisten Kategorien steigen die Bestandszahlen seit März wieder stetig an – teilweise sogar deutlich mehr als nötig, wie die Vorabzahlen zum ITscope Marktbarometer des zweiten Quartals 2020 zeigten.

Während das erste Quartal 2020 noch ganz im Schatten der Corona-Pandemie lag, erholt und normalisiert sich die Situation im zweiten Quartal nun ganz deutlich – von Engpässen keine Spur mehr. Homeoffice-Equipment ist zwar größtenteils wieder ohne Probleme erhältlich, in anderen Produktkategorien, die sich für das Arbeiten von zu Hause weniger gut eignen, sieht es wiederum schwierig aus – jedoch in die ganz andere Richtung, denn die Lager sind übervoll. 

Geht es abwärts für PC-Komplettsysteme? Von Lagerknappheit, wie es bei den Notebooks zuletzt noch der Fall war, ist diese Produktkategorie weit entfernt: Die Lager sind voll und die Preise fallen. Es sieht ganz danach aus, als gingen die Komplettsysteme als Verlierer aus der Corona-Krise. Keine große Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Systeme im Vergleich mit Notebooks deutlich unflexibler und im Homeoffice wenig praktisch sind. Dennoch: Lenovo verteidigt mit dem ThinkCentre M720q 10T7 seine Spitzenposition.

Notebooks hingegen sind endlich wieder unproblematisch erhältlich und besonders Lenovo erhält neuen Antrieb: Der chinesische Hersteller startet mit dem ThinkPad E15 jetzt richtig durch. Auch bei Apple sieht es in diesem Quartal hervorragend aus: Die Highflyer-Charts hat der Tech-Gigant in diesem Quartal fest im Griff, angeführt vom neuen iPhone SE der zweiten Generation. Ein praktisches Smartphone, preisgünstig und mit allen nötigen Features für die Nutzung im Business-Bereich. Bereits das Vorgängermodell von 2016 war dank der Kombination aus gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und handlichem Design auf ITscope lange Zeit äußerst beliebt.

In den Produktkategorien wird es insbesondere bei den Tablets, den Notebooks und nicht zuletzt auch wegen des iPhone SE bei den Smartphones interessant. Apple dominiert auch die Mobilfunk-Kategorie und ist unter den Top 10 gleich sechsmal vertreten. Ähnlich sieht es bei den Tablets aus: Dort setzt der kalifornische Hersteller seinen Siegeszug fort. Konkurrenz macht aber der Neueinsteiger von Samsung, das Galaxy Tab S6 Lite. Bei den Notebooks allerdings wird das vergleichsweise teure MacBook Pro von Lenovo und HP abgehängt.

Highflyer: Apple erobert die Führung erneut für sich

Nachdem Apple im vergangenen Quartal deutlich Klicks einbüßen musste und von der Spitze der Highflyer-Charts verdrängt wurde, ist der kalifornische Hersteller nun mit gleich vier Produkten zurück an der Spitze. Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres scheint sich die Branche weitestgehend von den Auswirkungen der Corona-Krise erholt zu haben. Nur noch selten gibt es Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Produkten. 

Platz 1 nimmt in diesem Quartal das iPhone SE der zweiten Generation ein, das seit April 2020 gelistet ist. Wie auch schon die erste SE-Reihe in vorhergehenden Marktbarometern ist auch das iPhone SE der zweiten Generation rasant an die Spitze geschossen. Die Reihe ist besonders im Business-Bereich sehr beliebt, denn leistungstechnisch kann das iPhone SE durchaus mit den Apple-Flaggschiffen mithalten. An Freizeitfeatures, wie beispielsweise der Kamera, wurde hingegen gespart. Dadurch ist das Smartphone auch zu einem verhältnismäßig günstigen Preis von rund 400 Euro im HEK erhältlich.

Auf Platz 4 schafft es das seit März 2020 gelistete Apple iPad Pro mit 12,9 Zoll und verdrängt damit den Vorquartalssieger, das Surface Pro 7 von Microsoft. Die Pro-Reihe der Apple Tablets kann sich durchaus auch im Business-Bereich sehen lassen. Passend zum iPad gibt es auch noch die richtige Tastatur in den Highflyer-Charts: Auf Platz 2 landet das Magic Keyboard von Apple. Das Gesamtbild erinnert sehr stark an das vergangene Quartal, als Microsoft sowohl mit dem Surface Pro 7 als auch mit der dazu passenden Tastatur an der Spitze stand. Es scheint, als bewähren sich die “Tablet für Business-Lösungen” der beiden Tech-Giganten im Channel. Dazwischen, auf Platz 3, macht das neue MacBook Air die Führung der Highflyer-Charts für Apple komplett. 

Auf den 5. Platz schafft es die WD Red NAS Hard Drive, ein Neuankömmling in der Festplatten-Kategorie. Die SATA Hard Drive mit 4 Terabyte ist speziell für den NAS-Einsatz konzipiert und mit einem Preis von 94 Euro im HEK recht günstig. Besonders im Vergleich zum Vorgängermodell der Reihe ist der erweiterte Festplatten-Cache, der bei der WD Red NAS Hard Drive stolze 256 MB beträgt. Bei der Plattentechnologie setzt die WD Red NAS Hard Drive auf die Shingled Magnetic Recording (SMR)-Technik, eine im Vergleich zur bisher verwendeten Conventional Magnetic Recording (CMR) neuere Aufzeichnungstechnik. Mit SMR lassen sich dank überlappender Datenspuren die Speicherdichte und die Gesamtspeicherkapazität erhöhen. Gleichzeitig kann das aber auch für Leistungseinbußen sorgen, da beim Beschreiben einer Spur auch die anderen Spuren aktualisiert werden müssen, was häufig für Kritik an der SMR-Technik sorgt.

Den 7. Platz schnappt sich der neue Stern am CPU-Himmel von Intel: Der Intel Core i9 10900K, der erst seit Ende April 2020 bei ITscope gelistet ist. Der neueste Prozessor des kalifornischen Herstellers überzeugt mit sehr guter Leistung, auch bei Spielen. Großes Manko ist allerdings der Preis: Mit über 500 Euro im HEK ist der i9 10900K deutlich teurer als vergleichbare CPUs von Dauerkonkurrent AMD.

Direkt dahinter, auf dem 8. Platz, steigt das Jabra Evolve2 40 MS Stereo neu mit ein. Das seit März 2020 gelistete Headset verdankt seinen Erfolg sicherlich auch dem aktuellen Trend zu Homeoffice und Videokonferenzen, wofür Headsets unerlässlich sind. Mit der neuen OnEar Headset-Reihe Evolve2 bietet Jabra mit Geräuschisolierung und Busylight-Funktion ein Headset, das konzentriertes Arbeiten im Büro erleichtern soll – und natürlich auch für das Arbeiten von zu Hause von Vorteil ist. Die neue Serie punktet im Vergleich zu Vorgängermodellen insbesondere mit einer längeren Akkulaufzeit und einer verbesserten Performance. Das Evolve2 40 verfügt über 40 mm große Treiber sowie drei Mikrofone. Außerdem ist es schnurgebunden und unterscheidet sich damit von den beiden anderen Modellen der Reihe – ist aber mit einem HEK von rund 80 Euro auch das günstigste der Evolve2-Familie.

Sommerlich-warme Temperaturen spürt man auf Platz 23, den sich der Xiaomi Mi Smart Pedestal Fan 2S sichert. Sowohl im Büro als auch im Homeoffice sorgt der mobile Standventilator bei heißen Temperaturen für einen kühlen Kopf und ist dabei vergleichsweise geräuscharm. 

TFTs: HP und Dell ungebrochen an der Spitze

Im Bereich der TFTs tut sich auch im zweiten Quartal des Jahres nicht viel, die ersten beiden Plätze bleiben gleich: Ungebrochen liegen HP und Dell an der Spitze, gefolgt von Samsung und LG. 

Dell hält mittlerweile das dritte Quartal in Folge die Pole Position mit dem seit 2018 gelisteten P2419H – und das mit über 2.000 Klicks Vorsprung. Mit einem HEK von rund 130 Euro für den 24 Zoll-Bildschirm liegt der P2419H auch im Preis-/Leistungsverhältnis ganz weit vorne. Den dritten Platz hat sich ebenfalls Dell mit dem P2719H gesichert, dem gleichen Modell in der 27 Zoll-Variante. 

Dazwischen bleibt HP mit dem rund 3.000-mal geklickten EliteDisplay E243i auf dem zweiten Platz des Rankings. Erst danach folgen LG und Samsung, auf dem 4. und dem 6. Platz. 

Die vorderen Plätze bleiben nach wie vor von den üblichen Verdächtigen besetzt und ein “Game Changer” im Bereich der TFTs bleibt weiterhin aus: Alle in den oberen Rängen gelisteten Displays sind von 2018 oder noch älter.

 

Mobiltelefone: Apples neues iPhone SE steigt direkt oben mit ein

Bei den Mobiltelefonen wird es in diesem Quartal besonders spannend: Apple dominiert die Mobilfunk-Kategorie deutlich und ist unter den Top 10 gleich sechsmal vertreten, mit allen Platzierungen von 1 bis 5. Nicht zuletzt ist das dem Ende April erschienenen Neuankömmling der iPhone-Familie zu verdanken. 

Den ersten Platz sichert sich das neue iPhone 11 mit 64 GB und verdrängt damit das iPhone 8 von der Spitze. Die neueste und leistungsstärkste Generation der Apple-Smartphones ist derzeit für knapp 650 Euro im HEK bei ITscope gelistet und schafft über 4.000 Klicks.

Platz 2 nimmt ein echter Aufsteiger ein: Das seit April 2020 gelistete iPhone SE der zweiten Generation springt von Null direkt in die Top-Platzierungen des Rankings. In dem Gerät ist ein A13-Chip und somit der gleiche wie im iPhone 11 Pro verbaut. Auch Speicher und Software sind gleich. In Sachen Leistung hält das iPhone SE also durchaus mit den Top-Modellen mit, gespart wird hingegen bei Kamera und Bildschirmauflösung – Dinge, die im Business-Bereich weniger von Bedeutung sind. Auch das Display ist kleiner und anstatt des modernen Face ID-Systems verfügt das iPhone SE nur über die Touch ID. Schon das Vorgängermodell des “Budget” iPhone SE war im Business-Bereich sehr beliebt: Die erste Generation hielt sich dank gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und dem handlichen Format als Dauerbrenner in den ITscope-Charts. Doch bereits auf den ersten Blick unterscheidet sich das neue iPhone SE vom vier Jahre älteren Modell, denn es ist mit einer Displaydiagonale von 4,7 Zoll deutlich größer als der Vorgänger mit 4 Zoll. Noch klarer werden die Unterschiede dann in Bezug auf die Technik: Wie zuvor beschrieben, sorgt ein A13 Bionic-Prozessor für eine immens verbesserte Schnelligkeit im Vergleich zum Modell von 2016. Überzeugend ist am iPhone SE aber vor allem der Preis: Wie auch das frühere Modell der SE-Reihe ist die neue Generation mit einem HEK von rund 400 Euro deutlich günstiger als vergleichbare Apple-Smartphones.

Das Samsung Galaxy A51 schafft es immerhin auf den 9. Platz in der Kategorie Mobiltelefone. Das Nachfolgermodell des beliebten Samsung Galaxy A50 spielt damit recht weit oben mit. Nur das Xcover 4s (Platz 6), das Galaxy A40 (Platz 7) und das Galaxy S10 (Platz 10) des südkoreanischen Herstellers haben es neben Apple in die Top 10 der Mobiltelefone geschafft.  

Das Samsung Galaxy S10 Lite, das seit Januar 2020 bei ITscope gelistet ist, springt in diesem Quartal von Platz 107 auf Platz 14. Das Lite-Modell unterscheidet sich preislich zwar nur wenig vom Hauptmodell, kann sich aber hinsichtlich Leistung ebenfalls sehen lassen: Das S10 Lite hat einen performanten Chip verbaut und verfügt über 8 GB Arbeitsspeicher. Für einen HEK von 455 Euro stimmt hier das Preis-/Leistungsverhältnis auf jeden Fall.    

 

Tablets: Samsung Galaxy Tab S6 Lite legt beeindruckenden Einstieg hin

Bei den Tablets kann man in diesem Quartal eher von Stabilisierung als von Veränderung sprechen: Apple und Microsoft sind nach wie vor Spitzenreiter, aber Samsung möchte auch vorne mitspielen. Vor allem Apple liefert in diesem Quartal die Aufsteiger unter den Tablets. 

Auf Platz 1 steht wieder das Apple iPad 10.2 Zoll. Das seit September 2019 gelistete Tablet verdrängt damit den Erstplatzierten des Vorquartals, das Microsoft Surface Pro 7, welches sich den 2. Platz erkämpft. 

Die dritte Stufe des Siegertreppchens belegt das Samsung Galaxy Tab A, das sich mit einem Aufstieg vom 29. Tabellenplatz des Vorquartals enorm verbessert hat. Das Tablet zeichnet sich besonders durch seinen sehr günstigen Preis und das hochauflösende LED-Display aus. Mit einem HEK von rund 200 Euro ist es mit Abstand das günstigste Tablet unter den Top 10. Die starke Nachfrage scheint sich jedoch auf den HEK auszuwirken: Dieser liegt bei dem Tab A jetzt im Durchschnitt 20 Euro höher als noch im Vorquartal.     

Einen beeindruckenden 6. Platz hat sich ein Neueinsteiger von Samsung gesichert, das seit April 2020 gelistete Galaxy Tab S6 Lite. Analog zu den Mobiltelefonen hat Samsung hier eine günstigere Tablet-Variante des Hauptmodells S6 herausgebracht. Mit einem HEK von 360 Euro ist es eine preiswertere Alternative in der Kategorie Tablets. Zwar muss man im Vergleich zum Hauptmodell weniger Leistung sowie einen schwächeren Bildschirm in Kauf nehmen, dafür überzeugt das Galaxy Tab S6 Lite jedoch mit einer soliden Akkuleistung, erweiterbarem Speicher und dem mitgelieferten S-Pen. 

Einen ebenfalls ordentlichen Sprung schafft das seit März 2020 Apple iPad Pro in der 128 GB-Variante: Das Modell mit 12,9 Zoll hüpft von Platz 173 auf die 9, die 11 Zoll-Ausgabe sogar von 190 auf den 8. Platz. Das Tablet, das sich durchaus in einer Business-Umgebung sehen lassen kann und in einer Liga mit dem Surface Pro 7 spielt, verfügt über den neuen A12Z Bionic Chip von Apple. Dieser soll laut Hersteller das Tablet leistungsfähiger machen als so manches Windows-Notebook. Auch anspruchsvolle Aufgaben, wie beispielsweise das Editieren von 4K-Videos und 3D-Modellen, sollen dadurch möglich sein.

 

Notebooks: Lenovo und HP geben den Ton an

Im letzten Marktbarometer war die Kategorie der Notebooks stark geprägt von durch die Corona-Pandemie bedingten Engpässen. Die kurzfristige Flucht ins Homeoffice sorgte dafür, dass sich Notebooks zum besonders begehrten Gut entwickelten. Inzwischen hat sich die Situation jedoch deutlich entspannt und Notebooks sind wieder verfügbar, wie auch die Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform zeigt.

Das zuletzt zweitplatzierte Lenovo ThinkPad E15 sichert sich in diesem Quartal die Führung – und das mit einem ordentlichen Abstand. Mit über 10.000 Klicks wurde es mehr als doppelt so häufig aufgerufen wie das zweitplatzierte Notebook von HP. 

Mit den sich seit April wieder normalisierenden Lagerbeständen erholt sich auch der durchschnittliche HEK: Im Zenit der Corona-Krise musste man fast 800 Euro aufbringen, wohingegen das ThinkPad E15 inzwischen für rund 675 Euro im HEK erhältlich ist. Damit ist es preislich ungefähr gleich auf mit der Konkurrenz von HP auf Platz 2, dem HP ProBook 450 G6

Auch Apple schafft es mit seinen Notebooks in die Top 10: So ist das verhältnismäßig teure MacBook Pro von 2019 auf Platz 4 geklettert. Wem bei einem HEK von rund 2.500 Euro nicht schwindelig wird, für den lässt das MacBook garantiert keine Wünsche offen: 1TB SSD Festplatte, IntelCore i9 Prozessor der neuesten Generation, 15,9 Zoll Retina-Display und Touchbar lassen die Konkurrenz auf den oberen Rängen blass aussehen. 

In Bezug auf die Prozessoren wird Intel allerdings in naher Zukunft abgelöst werden: Auf der Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC gab Apple den Wechsel von Intel- auf ARM-Prozessoren bekannt. Innerhalb von zwei Jahren sollen alle Mac-Modelle umgestellt werden, dennoch wird es auch weiterhin Geräte mit Intel-Prozessoren sowie die entsprechende Software dafür geben. 

Günstiger kommt man hingegen mit dem Neuankömmling des kalifornischen Herstellers weg. Das MacBook Air, das seit März 2020 gelistet ist, schafft den Sprung auf den 6. Platz. Die neueste Generation der Air-Reihe beeindruckt mit einem Intel i3 Prozessor und verschiedenen Speichervarianten. Mit einem HEK von 950 Euro ist es zwar kein Schnäppchen, dennoch deutlich günstiger als Geräte aus Apples Pro-Reihe.  

Platz 9 und 12 sichern sich die Neuankömmlinge von HP: Das HP ProBook 450 G7 in der Intel i5- und das HP 250 G7 in der i3-Variante. Beide Geräte sind seit Februar 2020 bei ITscope gelistet und legen als Nachfolgemodell des zweitplatzierten G6 direkt einen guten Start in die Geschäftswelt hin. Wer allerdings schon ein HP ProBook 450 G6 besitzt, für den besteht vorerst kein Grund umzusteigen: Bis auf ein neues Keyboard, einen verbesserten Bildschirm und einigen neuen Features, wie Gesichtserkennung und Fingerabdruck, hat sich nicht allzu viel getan. 

 

PC-Komplettsysteme: Verlierer der Corona-Krise?

Entwickeln sich Komplettsysteme während der Corona-Krise zum Ladenhüter? Auch hier gibt die Auswertung der ITscope Bestandszahlen aufschlussreiche Einblicke: Von etwaigen Einbrüchen oder gar Lieferengpässen, wie es bei den Notebooks zuletzt noch der Fall war, ist diese Produktkategorie weit entfernt. Ein wahrscheinlicher Grund: Corona führte zu einem generellen Umdenken hinsichtlich neuer Arbeitswelten mit flexibleren Arbeitszeiten und -möglichkeiten. Dabei hat insbesondere das Homeoffice enorm an Bedeutung gewonnen und Firmen setzen vorsichtshalber bevorzugt auf Notebooks anstelle der deutlich unflexibleren Komplettsystemen.

Hinzu kommt, dass in dieser Kategorie auch kaum neue Modelle auf den Markt kamen – es hat sich also nicht viel getan, die oberen Plätze wechseln lediglich untereinander. Den ersten Platz belegt unverändert das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, das die Konkurrenz chancenlos abhängt. Mit über 6.000 Klicks hat es über dreimal so viele Aufrufe wie der zweitplatzierte ProDesk 400 G6 von HP. Doch trotz stabilem Interesse an diesem Komplettsystem ist ein Einfluss der Corona-Krise dennoch nicht von der Hand zu weisen: Der Preis weist seit Mitte April eine Abwärtstendenz auf und fällt von den bisherigen 540 Euro im HEK auf jetzt nur noch 500 Euro. 

Auch insgesamt zeichnet sich eine eindeutige Abnahme des Preises ab: Liegt der durchschnittliche HEK der Top 10-Artikel des aktuellen Quartals bei etwas über 500 Euro, lag dieser bei den gleichen Produkten im Vorquartal noch bei rund 565 Euro. Im Durchschnitt sank der Preis um 10 Prozent, bei einzelnen Produkten sogar um mehr als 20 Prozent.

Grafikkarten: Stromsparender Office-Newcomer mit drei Displayports

Wie bereits im Vorquartal hält sich die High-End Grafikkarte RTX 2080 Ti GAMING X TRIO von MSI an der Grafikkarten-Spitze. Der hohe Einkaufspreis von über 1.100 Euro tut der Beliebtheit dabei keinen Abbruch. 

Neben dem taiwanesischen Hersteller MSI, der in der Kategorie besonders dominiert und die ersten vier Platzierungen allein für sich beansprucht, hat es auch Gigabyte in die Top 10 geschafft. Die seit August 2019 gelistete GeForce RTX 2070 Super Gaming, die in Q1 noch auf Rang 37 lag, erreicht nun einen stolzen 5. Platz. Zurecht, denn auch im Test überzeugt sie, insbesondere was die Kühlung angeht: Mit drei Kühlern bleibt die GeForce RTC 2070 Super Gaming auch im Stresstest unter 61 Grad, was eine höhere Taktungsrate mit sich bringt.   

Den 7. Platz belegt PNY mit der Quadro P4000. Mit rund 740 Euro im HEK zählt sie eher zu den teuren Modellen, hat aber auch einiges auf dem Kasten: Die GPU zeichnet sich besonders durch eine hohe Taktrate von 1200 MHz aus und verfügt mit über 90 px/s auch über eine gute Pixelrate.  

Auf den 24. Platz schafft den Aufstieg die seit Dezember 2019 auf ITscope gelistete Sapphire AMD Radeon RX 5500 XT Pulse. Dieses Modell besticht besonders durch den geringen Energieverbrauch sowie drei Displayportausgänge – und ist damit für den Einsatz im Office optimal geeignet. Auch der Preis trägt seinen Teil zum Erfolg der Sapphire AMD Radeon RX 5500 XT Pulse bei, denn die Grafikkarte ist ist mit einem HEK von 190 Euro deutlich günstiger als die Top-Produkte der Kategorie. Im Gaming-Bereich ist die Grafikkarte hingegen eher ungeeignet und kämpft schon mit 60 fps (Full-HD), wodurch sie im CHIP-Test nicht überzeugen kann.

 

Mainboards: MSI, Asus und Gigabyte dominieren die Top Ten

Wie auch bereits im Vorquartal haben die drei taiwanesischen Hersteller MSI, ASUS und Gigabyte die Nase vorn, wenn es um leistungsstarke Mainboards geht. 

Den ersten Platz sichert sich in diesem Quartal das MSI B450 TOMAHAWK MAX mit dem klassischen AM4-Sockel. Das seit Juli 2019 bei ITscope gelistete Mainboard besticht besonders durch seinen Preis: Für 120 Euro im HEK bietet das Mainboard nicht nur leistungstechnisch einiges, sondern verfügt laut Testurteil auch über eine vergleichbar kräftige Spannungsversorgung, umfangreiches Bios und glänzt mit seinem schlichten Design ohne viel Schnickschnack.

ASUS schafft es mit dem ROG Strix X570-E Gaming von Platz 49 auf den 11. Platz. Das Mainboard bietet sehr gute Leistungsfähigkeit kombiniert mit erstklassiger CPU-Spannungsversorgung. Zur Ausstattung zählen u.a. acht SATA-6GBit/s-Schnittstellen und neun USB-3.1-Gen2-Buchsen. Eine überzeugende Gesamtperformance hat aber auch mit einem HEK von knapp 270 Euro ihren Preis.

 

Prozessoren: AMD Ryzen wieder auf der Pole Position

Bei den CPUs geht der altbekannte Kampf um die Tabellenführung wieder in die nächste Runde. Dieses Quartal hat AMD die Nase vorn und verdrängt Intel gleich vom ersten und zweiten Platz. Ein klarer Sieger ist aber noch immer nicht erkennbar, die beiden Hersteller schenken sich nichts in Sachen Beliebtheit und wechseln sich von Quartal zu Quartal bei der Spitzenpositionierung ab. 

Ende des Jahres steht allerdings ein Ereignis an, das sich positiv für AMD auszahlen könnte: Zum Jahreswechsel releasen sowohl Microsoft als auch Sony ihre Next Gen-Spielekonsolen, die PS5 und die Xbox Series X. Beide kommen mit speziell für sie angepassten AMD CPUs auf den Markt. Die Besonderheit bei den Konsolenchips ist, dass sie über Jahre hinweg die wachsenden Ansprüche der Spieleindustrie erfüllen müssen. Der letzte Generationswechsel war vor sieben Jahren und schon damals haben Sony und Microsoft auf AMD gesetzt. 

Dieses Quartal lief auch insgesamt betrachtet wirklich gut für AMD: Mit fast 2.500 Klicks sichert sich die AMD Ryzen 7 3700X mit 3.6 GHz und 8 Kernen den 1. Platz. Der seit Juni 2019 gelistete Chip ist mit 275 Euro im HEK ein echter Preis-Leistungs-Sieger und lässt vergleichbare Intel-Produkte alt aussehen – so auch den drittplatzierten Intel Core i7 9700K, der bei vergleichbarer Leistung im HEK 60 Euro teurer ist. 

Intel hat in diesem Quartal allerdings einen Riesen mit ins Spiel gebracht. Der Intel Core i9 10900K, der seit April 2020 gelistet ist, setzt in Sachen Leistung neue Maßstäbe: Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem 9900K, legt Intel hier mit 2 Kernen mehr nach und besticht mit einer höheren Taktrate von 3,7-5,3 GHz sowie einer verbesserten Speichertaktung von 2933 MHz. Mit rund 850 Klicks schafft es der 10900K nur knapp nicht in die Top Ten, landet aber auf einem für den Neueinsteiger sehr passablen 13. Platz. In Intels CPU-Portfolio ist er hingegen der Superstar – das schlägt sich mit über 500 Euro auch im Preis nieder. Den viertplatzierten AMD Ryzen 9 3900X mit 12 Kernen, der sich leistungstechnisch durchaus mit dem 10900K messen kann, bekommt man schon für 100 Euro weniger. 

Generell liegt Intel auch in der Architektur ein ganzes Stück hinter der Konkurrenz von AMD. Der kalifornische Hersteller steckt inzwischen seit sechs Jahren in der 14nm-Architektur fest, während AMD schon längst den Quantensprung auf die 7nm-Architektur gemeistert hat. Ansonsten herrscht nur wenig Bewegung bei den CPUs, in den Top 50 tummeln sich ausschließlich AMD und Intel – für andere Hersteller ein schwieriges Feld. 

 

Server: One-Man-Show von HP Enterprise

Nach wie vor spielt HP Enterprise die Hauptrolle in der Kategorie der Server – und das ganz alleine: Die ProLiant-Serie des amerikanischen Herstellers dominiert fast ausschließlich die Top Ten. Mit knapp 1.000 Klicks schnappt sich der seit April 2019 gelistete HPE ProLiant ML350 Gen10 Base den 1. Platz zwischen seinen “Serienkollegen”.

Fujitsu schafft es dieses Quartal relativ weit nach oben und konkurriert zumindest in den Top 25 mit HP Enterprise: Der seit Januar 2020 gelistete Fujitsu PRIMERGY TX1310 M3 erreicht mit 247 Klicks einen stolzen 18. Platz. Der Tower-Server eignet sich, auch wegen des vergleichsweise günstigen Preises von rund 750 Euro im HEK, besonders für kleine und mittelständische Unternehmen. Er verfügt über die neuesten Prozessoren der Intel Xeon E3-1200 v6 Produktfamilie, Core i3, Pentium und Celeron Prozessoren und eignet sich mit bis zu 64 GB DDR4-Speicher für alle wesentlichen Computing-Anforderungen. 

 

Storage-Systeme: Neueinsteiger von Synology startet durch

Bei den Speicherlösungen hat sich ebenfalls nicht viel getan, Synology und QNAP beherrschen die Top 10. Die ersten vier Platzierungen sind sogar mit den exakt gleichen Systemen wie im Vorquartal besetzt: Mit knapp 2.000 Klicks liegt nach wie vor die seit 2017 gelistete Synology DS218+ ganz vorne, die Synology Disk Station DS918+ folgt mit rund 1.300 Klicks. Auf den Plätzen 3 und 4 liegen die TS-431P und TS-231P des taiwanesischen Herstellers QNAP.

Auf dem 5. Platz wird es dann spannend: Diesen sichert sich quasi aus dem Stand die erst seit Beginn des Jahres gelistete Synology Disk Station DS220j. Die j-Reihe eignet sich optimal für den Einstieg in die Serverwelt von Synology. Mit der Disk Station DS220j hat Synology ein kostengünstiges Einsteigermodell mit der neuesten Technik im Produktportfolio. Der Speicher des Systems ist zwar auf bis zu 32 TB erweiterbar, mit 512 MB Arbeitsspeicher ist es allerdings eher für den Privatgebrauch oder für Kleinunternehmen geeignet. 

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Ludwig-Erhard-Allee 20
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
http://www.itscope.com

 

Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

20.07.2020|

Volle Lager und fallende Preise: Ladenhüter PC-Komplettsysteme

 

Karlsruhe, 07.07.2020 – Während sich einerseits die Lagerbestände im Bereich des Homeoffice-Equipments nach dem Höhepunkt der Corona-Krise wieder stabilisieren, haben einige Produkte mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. PC-Komplettsysteme, die im Vergleich mit leichten und flexiblen Notebooks im Homeoffice eindeutig im Nachteil sind, werden aktuell kaum nachgefragt. In der Folge steigen die Lagerbestände stetig an – mit kritischen Auswirkungen auf den Preis. 

Noch im März sahen die Lagerbestände im Bereich der IT-Hardware beunruhigend aus: Notebooks waren nahezu ausverkauft, Headsets, Monitore und Webcams gleichermaßen dringend gesucht – eben alles, was für die Grundausstattung im Homeoffice benötigt wurde. 

Im letzten Update Mitte Mai zeigte die Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform, dass die Lagerbestände wieder ansteigen und sich die Lage normalisiert. Doch schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass eine Produktkategorie ganz andere Hürden überwinden muss.

Komplettsysteme auf dem absteigenden Ast

Bei den für das Homeoffice eher ungeeigneten Komplettsystemen entwickelten sich die Lagerzahlen in die gegensätzliche Richtung. Wo bei anderen Produkten die Bestände im Keller waren, ist bei den Komplettsystemen die Tendenz steigend. Was im Mai bereits erahnt werden konnte, wird nun immer klarer: Mit wachsendem Bestand sinken die Preise. Nicht nur herrscht aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage Zögerlichkeit bei Infrastrukturprojekten, auch wurde während der Corona-Krise klar, dass zukünftig Notebooks zum Standardinventar zählen müssen, um Mitarbeitern erhöhte Flexibilität gewährleisten zu können. 

“Das Bild, was sich uns aktuell zeigt, erlaubt uns einen Blick in die Zukunft: Wir vermuten, dass PC-Komplettsysteme mehr und mehr aus dem Office-Bereich verschwinden und durch Notebooks ersetzt werden. Viele Firmen haben während der Corona-Krise erkannt, wie wichtig flexibles Arbeiten ist und wollen das mit dem passenden Equipment unterstützen”, erklärt Oliver Gorges, Vertriebsleiter bei cop software + services, Tochterfirma der ITscope GmbH. 

Diese Tatsache belegen auch die Vorabzahlen zum ITscope Marktbarometer für das 2. Quartal 2020. Offensichtlich entwickeln sich Komplettsysteme zum Ladenhüter – und eine Besserung ist aktuell noch nicht in Sicht. 

Volle Lager sorgen für fallende Preise

Im Vergleich der Zahlen des 1. und 2. Quartals 2020 zeichnet sich eine eindeutige Abnahme des Preises ab. Liegt der durchschnittliche HEK der Top 10-Artikel des aktuellen Quartals bei etwas über 500 Euro, lag dieser bei den gleichen Produkten im Vorquartal noch bei rund 565 Euro. Im Durchschnitt sank der Preis um 10 Prozent, bei einzelnen Produkten sogar um mehr als 20 Prozent.

Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen aus dem 2. Quartal 2019 zeigt zwar, dass auch bei den damaligen Top 10 einzelne Produkte über den Zeitraum von März bis Juli im Preis sanken – allerdings in deutlich geringerem Ausmaß. Von einem saisonalen Phänomen kann man daher nicht ausgehen. Das verdeutlicht auch eine Einzelbetrachtung der aktuellen Top 10.

Top-Produkte zeigen eindeutiges Bild

Der im aktuellen Quartal sowie auch in den beiden Quartalen davor auf Platz 1 befindliche und seit August 2019 in ITscope gelistete Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 (Hst.-Nr. 10T700BTGE) ist hier ein besonders anschauliches Beispiel: Unterlag der HEK des PC Systems noch bis April nur minimalen Schwankungen, nimmt er seitdem stetig ab und pendelt sich bei 490 Euro ein – zuvor lag dieser bei weitestgehend konstanten 530 Euro. Grund dafür scheint der steigende Lagerbestand zu seinWaren zuvor maximal 5.500 Artikel seitens der Distribution auf ITscope gemeldet, sind es mit dem aktuellen Höchstwert fast 20.000.

Preis/Lager/Status-Historie Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 (Hst.-Nr. 10T700BTGE) Oktober 2019 bis Juli 2020

Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich bei den Komplettsystemen auf Platz 2 und 3 des ITscope Marktbarometers. Bei dem seit Juli 2019 gelisteten, zweitplatzierten HP ProDesk 400 G6 (Hst.-Nr. 7EM13EA#ABD) ergibt sich die gleiche Kombination aus vollen Lagern und fallenden Preisen. Zwar ist die Summe mit knapp 5.500 Lagerartikeln insgesamt geringer als beim Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, dennoch hat sich der Lagerbestand im Vergleich zu den Vor-Corona Werten fast verdoppelt. Bei diesem Überangebot ist ein fallender HEK die logische Konsequenz: Auch wenn bei diesem System der HEK-Trend nicht ganz so gleichmäßig ist wie beim erstplatzierten von Lenovo und stärkeren Schwankungen unterliegt, lag der HEK vor Corona in Q4 2019 und Q1 2020 nie so tief wie mit den aktuellen rund 500 Euro. 

 

Preis/Lager/Status-Historie HP ProDesk 400 G6 (Hst.-Nr. 7EM13EA#ABD) Oktober 2019 bis Juli 2020

Außerdem liegt beim HP ProDesk 400 G6 die Verkaufstendenz zwischen Januar und März bei null – denn die Lager sind leer. Eine mögliche Erklärung dafür könnten Lieferengpässe aufgrund des Lockdowns in China sein. Im März folgt dann ein kurzer Ausschlag der Verkaufstendenz und der Bedarf wird nachgeholt. Danach sinken die Verkaufszahlen jedoch rasch wieder und die Lager bleiben gefüllt. Wie es scheint, sollen niedrigere Preise dem sinkenden Absatz nun entgegenwirken.  

Auch der Dell OptiPlex 3070 (Hst.-Nr. JX26T) auf dem 3. Platz, der ebenfalls seit Juli 2019 auf der ITscope Plattform gelistet ist, hat mit fallenden Preisen zu kämpfen. Der Lagerbestand der Distribution mit über 3.000 Artikeln ist vergleichsweise hoch und der HEK von rund 450 Euro entsprechend niedrig. 

 

Preis/Lager/Status-Historie Dell OptiPlex 3070 (Hst.-Nr. JX26T) Oktober 2019 bis Juli 2020

Wie wird sich die Situation weiter entwickeln – auch “nach Corona”? Werden die Veränderungen so tiefgreifend sein, dass tatsächlich ein nachhaltiges Umdenken stattfindet, hin zu einer flexiblen Arbeitswelt, die sich räumlich unabhängig abspielt? Oder handelt es sich nur um eine Momentaufnahme und die Nachfrage nach Komplettsystemen steigt wieder, sobald sich die wirtschaftliche Lage entspannt? Es bleibt spannend – und abzuwarten, wie sich die Nachfragesituation weiterhin entwickelt. 

Im vierteljährlich erscheinenden Marktbarometer analysiert ITscope rückwirkend die Produktaufrufe aller drei Millionen gelisteten ITK-Artikel auf ITscope.com und bietet so einen fundierten Einblick in das kategoriespezifische Produktinteresse der ITK-Reseller.
Wenn auch Sie jederzeit und von überall aktuelle Preise und Verfügbarkeiten einsehen und transparent vergleichen möchten, dann testen Sie ITscope – ganz unverbindlich, 30 Tage lang, mit allen Tools und ohne versteckte Kosten: https://www.itscope.com/kostenlos-registrieren/

07.07.2020|
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Marktbarometer Q4/2020

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

ITscope Marktbarometer Q4/2020: Nachfrage nach Notebooks, Monitoren und Tablets auf Rekordhoch (ICT Channel, 21.01.2021)

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22.01.2021|Presseecho DE|

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Wegen Corona: Erneut Engpässe bei Homeoffice-Equipment (ChannelPartner, 27.11.2020)

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27.11.2020|Presseecho DE|

Marktbarometer Q3/2020

Apple und Lenovo genießen den Sommer an der Chart-Spitze: ITscope Marktbarometer Q3/2020

ITscope Marktbarometer Q3/2020: Microsoft holt auf (ChannelBiz, 22.10.2020)

ITscope Channel Marktbarometer Q3/2020: Die meist nachgefragten Produkte im deutschen IT-Channel (ChannelPartner, 26.10.2020)

ITscope Marktbarometer Q3/2020: Homeoffice-Equipment boomt wieder (IT Business, 26.10.2020)

ITscope Marktbarometer Q3/2020: Firmen haben sich für den Wechsel ins Homeoffice gerüstet (ICT Channel, 05.11.2020)

ITscope Marktbarometer Q3/2020: Firmen haben sich für den Wechsel ins Homeoffice gerüstet (funkschau, 05.11.2020)

22.10.2020|Presseecho DE|

Marktbarometer Q2/2020

Corona-Krise scheint überwunden, Apple auf dem Siegeszug und PC-Systeme im Sinkflug: ITscope Marktbarometer Q2/2020

ITscope Marktbarometer Q2/2020: Coronakrise im IT-Markt scheint überwunden (CRN, 21.07.2020)

ITscope Marktbarometer Q2/2020: Apple ist auf dem Siegeszug (IT-BUSINESS, 23.07.2020)

ITscope Marktbarometer Q2/2020: Coronakrise im IT-Markt scheint überwunden (funkschau, 24.07.2020)

ITscope Marktbarometer: Corona-Krise scheint überwunden (ChannelBiz, 27.07.2020)

De Corona crisis lijkt te worden overwonnen: ITscope Market Barometer Q2/2020 (ITchannelPRO, 05.08.2020)

De Corona crisis lijkt te worden overwonnen, Apple op de triomftocht en PC-systemen op de retour: ITscope Market Barometer Q2/2020 (ChannelConnect, 05.08.2020)

Einkauf von ITK-Hardware: Engpässe – erhöhte Nachfrage und gestörte Lieferketten (Beschaffung aktuell, 12.08.2020)

22.07.2020|Presseecho DE|

Volle Lager und fallende Preise: Ladenhüter PC-Komplettsysteme

Volle Lager und fallende Preise: Ladenhüter PC-Komplettsysteme

Computer-Hardware: Preise fallen (ChannelBiz, 08.07.2020)

Volle Lager und fallende Preise – ITscope-Marktbarometer: Desktop-PCs sind Ladenhüter (CRN, 09.07.2020)

Studie: Ladenhüter PC-Komplettsysteme (ChannelObserver, 13.07.2020)

Magazyny są pełne desktopów, ceny lecą w dół. Słaby popyt na komputery stacjonarne powoduje drenaż cen (CRN Polska, 13.07.2020)

Volle Lager und fallende Preise: PC-Komplettsysteme entwickeln sich zum Ladenhüter (BusinessPartner PBS, 14.07.2020)

Volle Lager und fallende Preise: Ladenhüter PC-Komplettsysteme (IT-BUSINESS, 14.07.2020)

Volle Lager, sinkende Preise: PC-Komplettsysteme sind Ladenhüter (ChannelPartner, 14.07.2020)

09.07.2020|Presseecho DE|

Steuerwahnsinn für Managed Service Provider: Welche Herausforderungen die kurzfristige Senkung mit sich bringt – und welche Lösungsansätze existieren

Steuerwahnsinn für Managed Service Provider: Welche Herausforderungen die kurzfristige Senkung mit sich bringt – und welche Lösungsansätze existieren

Umsatzsteuer: Steuerwahnsinn nicht nur für MSPs (CRN, 24.06.2020)

Kritik der ITK-Firmen: Lösungsvorschläge für die Mehrwertsteuerproblematik (IT-BUSINESS, 30.06.2020)

30.06.2020|Presseecho DE|
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Changelog

Auf dieser Seite wird der wöchentliche Changelog für ITscope veröffentlicht. Verwenden Sie unsere Seite für Feedback & Ideen falls Sie Rückmeldung zu unseren Features geben wollen, hier finden Sie auch die Roadmap für zukünftige Entwicklungen.

Release Notes für Update 2021.14

E-Procurement

  • Beim Hinzufügen von Positionen in einen Warenkorb werden keine archivierten Warenkörbe mehr in der Auswahl angezeigt.

Digitaler Vertrieb

  • Die Anzeige von Herstellerdatenblättern in einem B2B-Portal ist nicht mehr abhängig von der Option „Produkt-IDs anzeigen“. Es wurde hierfür eine eigene Option in der Kundengruppenkonfiguration hinzugefügt („Herstellerdatenblatt anzeigen“).
09.04.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.13

E-Procurement

  • Es wurde ein Fehler behoben, wodurch Preise von B-Ware-Artikeln nicht im Produktheader angezeigt werden konnten.

Digitaler Vertrieb

  • Aufgrund eines Fehlers konnten Aufschläge in einer Preiskalkulation nicht gelöscht werden. Dieser Fehler wurde behoben.

Katalog

  • Im Produktexport wird nun verhindert, dass ein Thumbnail-Bild wiederholt über die Felder image2 bis image5 ausgegeben wird.

Plattform

  • In den Einstellungen für den eigenen Nutzer (Mein Profil » Einstellungen) kann nun der Schalter für Plattformbenachrichtigungen wieder aktiviert/deaktiviert werden.
30.03.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.12

E-Procurement

  • Die erweiterte Adressauswahl für Bestellungen ist nun für alle Kunden auf der Plattform aktiviert. Eine Beschreibung dieser neuen Funktion können Sie auf unserer Hilfeseite finden. Über den entsprechenden Schalter im Testlabor kann diese erweiterte Adressauswahl wahlweise auch wieder deaktiviert werden.
  • Für Produktabrufe über den Export und die API wird nun sichergestellt, dass der Contentanbieter für die einfachen und erweiterten technischen Eigenschaften derselbe ist.
  • Preise auf dem Einkaufsboard und der Warenkorb-Navigationsleiste wurden teilweise nicht konsistent angezeigt. Dieser Fehler wurde behoben.
  • Bei der Preisoptimierung wurde ein Fehler behoben, wodurch bei der Preisberechnung der Wert falsch angezeigt wurde. Dieser Fehler hatte keine Auswirkung auf das Optimierungsergebnis.

Digitaler Vertrieb

  • Beim Einladen eines Kollegen in ein B2B-Portal spielt die Groß- und Kleinschreibung der Domain der E-Mail-Adresse keine Rolle mehr.
29.03.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.10

Digitaler Vertrieb

  • Wir haben sichergestellt, dass Mitarbeiter, die sich über die Einladungsfunktion für ein B2B-Portal registrieren, auch zu einem oder mehreren Warenkörben zugewiesen werden können.
  • Die Darstellung von ausgelassenen Lieferanten in einer Preiskalkulation wurde korrigiert.
11.03.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.08

E-Procurement

  • Nachdem eine Position auf den Warenkorb gelegt wurde, konnte die Fehlermeldung „Eine der Positionen hat keinen Preis und kann daher nicht bestellt werden“ erscheinen. Eventuell war es notwendig, den Einkaufsbereich erneut aufzurufen, damit diese Meldung verschwand. Dieser Fehler wurde behoben.
  • Das Styling der Bestellvorschau wurde angepasst, um eine bessere Darstellung zu gewähren.
  • Bei Bestellungen über die ITscope API, bei denen eine explizite Rechnungsadresse (PartyRole=invoice_recipient) angegeben wird, wird diese Rechnungsadresse jetzt auch korrekt in der ITscope Plattform bei der Bestellung und in dem entsprechenden Bestell-PDF angezeigt.

Digitaler Vertrieb

  • Wir haben sichergestellt, dass Lieferanten nur einmalig zu einem B2B-Portal hinzugefügt werden können.
  • Für B2B-Suite-Preisanfragen kann die Liste von Empfängern nun dediziert in den Bestellkonditionen des B2B-Portals eingestellt werden. Ist das Feld leer, werden alle Mitarbeiter mit dem Verkaufsrecht benachrichtigt.
24.02.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.07

Digitaler Vertrieb

  • In B2B-Portalen wird nun neben dem Lagerstatus von Bezugsquellen das zugehörige Datum angezeigt. So ist das voraussichtliche Zulaufdatum für Produkte mit Lagerstatus „im Zulauf“ direkt sichtbar, falls dieses Datum von der Bezugsquelle bereitgestellt wurde.

Plattform

  • Die Anzeige von Produktbildern im Apple CTO-Finder funktioniert nun zuverlässiger.
  • Am Produktheader wurden einige kleine Fehlerbehebungen durchgeführt. So hat die Tabelle mit ausgelassenen Lieferanten in der Preiskalkulation nun auch bei wenigen Zeilen die passende Höhe, und der Indikator für den Lagerstatus ist jetzt auch auf der Plattform korrekt eingefärbt.
16.02.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.06

Mit diesem Release kann nun die Zahlung per Sofortüberweisung als Zahlungsweise für die B2B Suite eingestellt werden. Zudem wurden Fehler bezüglich Projektpreisen, FTP-Abrufe und der Lagerstatusanzeige behoben.

E-Procurement

  • Für Bestellungen bei dem Distributor Ingram werden nun auch der Adresszusatz 2 sowie der Kontaktname für die Lieferadresse auf den Lieferschein gedruckt.
  • Projektbestellungen verwenden nun wieder den richtigen Preis, wenn Positionen zum Warenkorb hinzugefügt werden.
  • Einige fehlerhafte FTP-Abrufe für individuelle Preislisten wurden repariert.

Digitaler Vertrieb

  • Es ist nun möglich, in den Bestellkonditionen einer Kundengruppe die Zahlung mit Sofortüberweisung einzustellen. Bestellungen müssen dadurch vor dem Absenden zuerst mit Sofortüberweisung bezahlt werden. Wenn Sie diese Funktion nutzen wollen, wenden Sie sich bitte an Ihren B2B-Suite-Ansprechpartner.
  • Die Bestellautomation in der B2B Suite funktioniert nun auch im Zusammenspiel mit der Zahlung per Sofortüberweisung.
  • Versandkosten werden auch bei Zahlung mit Sofortüberweisung berücksichtigt.
  • In B2B-Portalen mit Single Sign-On Integration ist der Link zum Starten des SSO-Anmeldevorgangs jetzt auf der Portalstartseite verlinkt.
  • Ist in einem B2B-Portal die Option „Mehrere Lieferanten in einer Bestellung zusammenfassen“ und „Versandkosten nur einmalig pro Warenkorb berechnen“ aktiviert, so werden nun auch bei Aufträgen aus dem Portal die korrekten Versandkosten angezeigt.
  • Portalkunden können nun das Adresszusatzfeld in der Rechnungs-/Lieferadresse anpassen, auch wenn die Option zur Sperrung der Adressbearbeitung aktiviert ist.

Plattform

  • Es wurde ein Fehler behoben, bei dem die Lagerstatusanzeige im Header der Produktseite fälschlich bunt oder farblos war.
  • Wird ein Produkt auf der Produktseite in eine Sammlung oder auf ein Angebot gelegt, so tauchen inaktive Mitarbeiter nicht länger im Auswahlmenü auf.
12.02.2021|Changelog DE|
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Mehr als 7.800 aktive Kunden, 420 Distributoren und 3 Millionen ITK-Produkte: Auf ITscope.com ist die IT-Branche zu Hause. Natürlich sind wir daher auch auf den großen Events der Branche vertreten. Ob Messen, Partnertage, Roadshows, Fachveranstaltungen oder andere Events – erleben Sie ITscope hautnah & in Ihrer Nähe! Lassen Sie sich die neuesten Funktionen von ITscope vorstellen, stellen Sie Fragen rund um den ITK-Handel und sprechen Sie mit uns über die gemeinsame Zusammenarbeit.

Webinar mit Systemhaus.One und ITscope

5 Praxistipps, wie Systemhäuser wiederkehrende Prozesse automatisieren

Im Webinar erfahren Sie, wie Sie …

  • … Ihre Beschaffungs- und Bestellabwicklungsprozesse automatisieren und damit deutlich vereinfachen sowie Zeit und Ressourcen sparen

  • … manuelle Prozesse und daraus resultierende Fehler auf ein Minimum reduzieren und die Qualität Ihrer Daten erhöhen

  • … eine ERP-Komplettlösung optimal in Ihr Tagesgeschäft integrieren und effizient nutzen

  • … einen Mehrwert für Ihre Kunden schaffen und gleichzeitig Ihren eigenen Umsatz steigern

ITscope goes digital

Kostenlose Webinaraufzeichnung: Wie Sie in vier Wochen kostengünstig und ohne technischen Aufwand ein umsatzsteigerndes eCommerce- und eProcurement-Portal aufsetzen

  • … wie Sie mit ITscope.com als eCommerce Lösung eigene Prozesse radikal optimieren – und gleichzeitig die Kundenbindung stärken

  • … wie Sie individuell gestaltete Portale ohne technisches Know-How aufsetzen und diese in eigene und die eProcurement-Systeme Ihrer Kunden integrieren

  • … anhand von echten Praxisbeispielen, wie andere Systemhäuser die Vorteile des digitalen Direktvertriebs bereits nutzen

  • … wie Sie einen Mehrwert für Ihre Kunden schaffen und gleichzeitig Ihren eigenen Umsatz steigern

Sie haben Fragen zu unseren Events?

Christine Derr
Inside Sales Manager

Der Channel im Grafikkarten-Fieber

 

Was haben die Corona-Pandemie und der Bitcoin-Hype gemeinsam? Beide Themen sind in der aktuellen Berichterstattung in aller Munde. Und in beiden Fällen handelt es sich um wichtige Einflussfaktoren im Grafikkarten-Boom, der den ITK-Markt unlängst auf Trab hält.

Karlsruhe, 23.03.2021 – Der andauernde Lockdown zwingt weiterhin zum Zuhausebleiben und macht Spielkonsole und PC zur willkommenen Abwechslung. Doch der Home Entertainment-Trend wirkt sich auch deutlich auf das Grafikkarten-Segment aus: Aktuelle Daten der GfK beziffern das Umsatzwachstum im vierten Quartal 2020 in Deutschland mit 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese steigende Nachfrage treibt die Preise für das Gamer-Zubehör immens nach oben.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Nachfrage

Doch noch ein weiterer Faktor übt Druck auf den Markt aus: Seit Herbst letzten Jahres ist der Kurs für Bitcoins regelrecht explodiert, was es für Krypto-Miner wieder lukrativ macht, in die entsprechende Hardware zu investieren. Für das Mining, den Vorgang zur Herstellung der Kryptowährung, benötigen professionelle Miner Unmengen an Rechenleistung: Neben einem geeigneten Computer ist dazu auch eine leistungsstarke Grafikkarte nötig – was die Nachfrage weiter steigen lässt. Der Markt gerät in Schieflage und Hobbygamer, mit meist deutlich geringerem Budget, haben dabei das Nachsehen. Hersteller wie Nvidia, deren Kunden aus der Gamerszene kaum noch an die Karten kommen, versuchen deshalb, der Nutzung zu Miningzwecken entgegenzuwirken. Grafikkarten mit sehr hoher Leistung, wie die Geforce RTX 3060, werden gezielt so ausgeliefert, dass sie das Mining verlangsamen. 

Eine aktuelle Analyse der ITscope-Plattform bestätigt den Grafikkarten-Boom ebenfalls: Lagen die Klickzahlen zwischen dem ersten und dritten Quartal 2020 innerhalb der Top 10-Grafikkarten der ITscope-Plattform noch bei einem durchschnittlichen Wert von 833 Klicks, wächst dieser in Q4 2020 um 160 Prozent auf rund 2.170 Klicks und in Q1 2021 sogar auf 3.200 Klicks – ein schwindelerregendes Wachstum von mehr als 280 Prozent.

Der Preis bleibt nicht unberührt

Dass diese Entwicklung auch nicht unbemerkt am Preis vorbeigeht, war vorhersehbar: Der HEK der Top 10-Grafikkarten liegt in Q1 und Q2 im Schnitt bei 470 Euro, steigt in Q3 und Q4 jedoch bereits auf 750 Euro. Der Sprung im aktuellen Quartal ist jedoch nochmals eine enorme Steigerung: Der durchschnittliche HEK der letzten Wochen beträgt fast 1.100 Euro – ein weiteres Wachstum um fast 50 Prozent. 

Besonders deutlich wird dieses Bild anhand der seit 2019 gelisteten RX 5700 XT GAMING X von MSI. Hier liegt der HEK bis auf kleinere Ausreißer sehr stabil zwischen 350 und 400 Euro – bis Februar dieses Jahres, wo die Kurve innerhalb kürzester Zeit auf über 1.100 Euro springt. Auch die Produkt-Klick-Historie verdeutlicht das wachsende Interesse an der RX 5700 XT GAMING X ab November letzten Jahres.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI RX 5700 XT GAMING X (Hst.-Nr. V381-032R) April 2020 bis März 2021


Zwar profitieren auch die Neuerscheinungen vom aktuellen Boom im Grafikkarten-Sortiment, noch mehr gilt dies jedoch für ältere Modelle – wie auch die GTX 1050 TI GAMING X 4G
von MSI aus dem Jahr 2016, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters zuletzt sehr gefragt ist. Auch in diesem Beispiel klettert der zuvor äußerst stabile HEK von 120 auf aktuell fast 300 Euro.

 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI GTX 1050 TI GAMING X 4G (Hst.-Nr. V335-001R) April 2020 bis März 2021


Die weiter steigenden Infektionszahlen erwecken im Moment nicht den Eindruck, als würde sich hier zeitnah Veränderung einstellen. Sollte der Lockdown jedoch in absehbarer Zeit eingestellt werden, könnten die wärmeren Temperaturen im Frühjahr vermehrt zu Outdoor-Aktivitäten einladen und das Interesse an Home Entertainment wieder abnehmen. Beim Bitcoin hingegen bleibt die Entwicklung weiterhin spannend: Die Krypto-Währung sorgte in den letzten Jahren immer wieder für eine Überraschung.

Mehr zum Thema erfahren Sie im kommenden ITscope Marktbarometer für das erste Quartal 2021, welches Ende April in unserer Mediathek erscheint.

 

23.03.2021|

Neu auf der Plattform: Aktualisierte Adressauswahl

Der Adressauswahl-Dialog hat nicht nur eine neue Optik erhalten, sondern auch einige funktionale Erweiterungen, die das Verwalten und Hinzufügen von Adressen deutlich vereinfachen. Auch besteht nun die Möglichkeit, Adresszusätze direkt für die jeweilige Bestellung zu bearbeiten. Und: Die Auswahl von Firmenadressen ist über das neue Adressbuch möglich. 

Was ist neu?

Auf vorbereiteten Bestellungen haben Sie die folgenden zwei Möglichkeiten, die Rechnungs- und Lieferadresse für Ihre Bestellung anzupassen. 

 

 

Über die Schaltfläche Bearbeiten kann direkt in der vorbereiteten Bestellung die Adresse angepasst werden. Allerdings werden Änderungen auf diesem Weg nicht in das Adressbuch übernommen, sondern werden nur auf die jeweilige Bestellung angewandt. 

Mit der Schaltfläche Aus Adressbuch wählen können Sie auch eine andere Adresse aus Ihrem Firmennetzwerk auswählen und mit Adresse übernehmen für die Bestellung nutzen. Über den Editieren-Button können Sie die Adresse auch direkt bearbeiten – diese Änderung wird dann auch ins Adressbuch übernommen. 

 

 

Bei der Lieferadresse können Sie zusätzlich über das obere Suchfeld Ihr Firmennetzwerk durchsuchen. Tippen Sie hierfür den Namen der Firma ein, die Sie suchen und wählen Sie die Firma aus der Liste aus. Anschließend erscheinen alle Adressen, die Sie für diese Firma im Firmennetzwerk haben. Mit einem Klick auf die entsprechende Zeile können Sie die gewünschte Adresse auswählen. Mit Adresse übernehmen hinterlegen Sie diese für die Bestellung.

Zusätzlich haben Sie bei der ausgewählten Firma die Möglichkeit, die Adressen im Kontaktnetzwerk zu editieren, löschen oder neue Firmenadressen hinzuzufügen.

Wenn Sie direkt einen neuen Firmenkontakt anlegen möchten, tragen Sie den Namen der Firma in das Suchfeld und wählen Sie im Suchergebnis die Option Neuen Firmenkontakt anlegen.

 

Sie haben weitere Fragen oder Feedback zur neuen Adressauswahl? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an support@itscope.de

 

23.03.2021|

Neue Listings im Februar

 

Seit Beginn des Jahres ist unser ITscope-Netzwerk erneut um weitere Lieferanten gewachsen. Neben der Inside Trading Bulgaria Ltd. mit Sitz in Bulgarien wurden sechs weitere Distributoren aus Deutschland Teil von ITscope.

Die Katun Germany GmbH in Neuss ist Sitz der deutschen Niederlassung des US-amerikanischen Unternehmens. Seit mehr als 42 Jahren zählt Katun zu den weltweit führenden Anbietern von OEM-kompatiblen Verbrauchsmaterialien, Fotorezeptoren und Ersatzteilen für Kopierer, Drucker, Multifunktionsgeräte und andere Imaging-Geräte. Der Distributor beliefert heute 10.000 Kunden in 116 Ländern.

Sehen Sie hier einen Überblick über die neuen Listings und deren Integrationstiefe in ITscope:

 

LandFirmaBestellanbindungLieferung an EndkundenGelistet seit
Katun Germany GmbHEDI in Planung09.02.2021
tease solutions GmbH05.02.2021
Inside Trading Bulgaria Ltd.02.02.2021
DograTEC GmbH28.01.2021
26.01.2021
Cardnova GmbH21.01.2021
Alpha IT Remarketing Inh. Sevil Simsek13.01.2021

 

24.02.2021|

Notebooks, Monitore und Webcams – die “Gewinner” der Krise: ITscope Jahresrückblick 2020

 

Was waren die beliebtesten ITK-Produkte des Jahres? Um das herauszufinden, blickt ITscope auf die vergangenen Monate zurück und hat die gefragtesten Produkte der meistgeklickten Kategorien des Jahres der ITscope-Plattform ausgewertet. Bei Lenovo, Dell und Logitech lief es dabei außergewöhnlich gut.

Karlsruhe, 25.02.2021 – Das Jahr 2020 war ein konstantes Auf und Ab – nicht nur mit Blick auf die steigenden und wieder fallenden Infektionszahlen während der Pandemie oder die sich stetig verändernden Regeln des Lockdowns. Auch der ITK-Channel unterlag in den letzten Monaten deutlichen Schwankungen. Der plötzliche Run ins Homeoffice sorgte für einen massiven Anstieg bei der Nachfrage nach dem nötigen Equipment, um sich in den eigenen vier Wänden bürotechnisch auszustatten. Insbesondere die Zahlen für das vierte Quartal 2020 des ITscope Marktbarometers zeigten: Notebooks, Monitore und Webcams sind die Überflieger des Jahres und die absoluten “Gewinner” der Pandemie. 


Für Lenovo standen 2020 alle Zeichen auf Erfolg: Mit dem ThinkPad E15 erzielte der chinesische Hersteller ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Schon direkt nach der erstmaligen Listung im November 2019 ergatterte das ThinkPad E15 den zweiten Platz der Notebook-Charts – mit fast 5.000 Klicks. Und seitdem ging es immer weiter nach oben: In Q2 war es mit 10.000 Klicks zum Peak der Corona-Pandemie schon der erste Platz, den das beliebte Notebook während des dritten Quartals mit fast 13.000 Klicks hält. Als krönender Abschluss folgt dann das Spitzenergebnis von über 21.000 Klicks im vierten Quartal.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis Dezember 2020

 

Ähnlich gut sieht es bei den Monitoren aus, denn auch sie profitieren als unerlässliches Zubehör ungemein vom Homeoffice-Boom und gehen als klare Sieger aus der Pandemie hervor. Das TFT-Pendant zum ThinkPad E15 ist der P2419H von Dell. Seit dem vierten Quartal 2019 beansprucht der beliebte 24” LED-Monitor den ersten Platz für sich. Doch von Ausruhen an der Spitze kann hier nicht die Rede sein, denn auch der P2419H steigert sein Ergebnis kontinuierlich. Mit knapp 6.000 Klicks in Q1 und Q2 scheint der P2419H nur Anlauf zu nehmen, um in Q3 beeindruckende 9.000 Klicks zu erreichen. Und auch das reicht noch nicht, in Q4 steigert sich die Zahl nochmal auf über 13.000 Klicks – ein wirklich starkes Ergebnis für ein bereits seit 2018 gelistetes Gerät. Verglichen mit der UltraSharp-Reihe beinhaltet die P-Reihe günstigere Budget-Modelle. Der Verdacht liegt nahe, dass für das Zweitgerät im Homeoffice bevorzugt zu den preiswerteren Modellen gegriffen wird.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Dell P2419H (Hst.-Nr. DELL-P2419H) Januar bis Dezember 2020

Auch insgesamt erreichen die topplatzierten Monitore in Q4 beeindruckende Klickzahlen: Lag der durchschnittliche Wert der Top 10 vom ersten bis zum dritten Quartal bei rund 22.000 Klicks, verdoppelt er sich in Q4 nahezu auf über 40.000 Klicks. 

 

Ein wirklich extremes Bild zeichnete sich bei den Webcams ab. Mitte des Jahres herrschte der absolute Ausnahmezustand, in keinem Heimbüro sollte es an den für Videotelefonie unerlässlichen Geräten fehlen. Und das zeigt sich auch in den Klickzahlen: Mit noch rund 26.000 Klicks auf die Top 10-Netzwerkkameras in Q1 wächst das Interesse im Zuge der Corona-Pandemie massiv und gipfelt in Q2 bei schwindelerregenden 72.000 Klicks. In Q3 flachen die Zahlen wieder etwas ab auf rund 36.000 Klicks, bevor zur zweiten Welle in Q4 die Nachfrage mit knapp 58.000 Klicks wieder anzieht. Besonders Logitech profitiert von dem wachsenden Bedarf an Webcams und sichert sich nicht nur beinahe ausnahmslos die Top 10, sondern belegt auch mit der extrem beliebten HD Pro Webcam C920 durchweg den ersten Platz. Im Test überzeugt die Kamera mit scharfen Videos und natürlicher Farbwiedergabe. 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech HD Pro Webcam C920 (Hst.-Nr. 960-001055) Januar bis Dezember 2020

 

Genau wie die Webcams sind auch die Headsets momentan nicht mehr vom Schreibtisch wegzudenken. Auch hier verlaufen in Q2 mit fast 40.000 und in Q4 mit rund 33.000 Klicks die Peaks analog zu den Infektionsquellen. Neben Jabra ist Logitech auch in dieser Kategorie äußerst erfolgreich. Das On-Ear PC Headset 960 USB liegt das gesamte Jahr vorne – eine beachtliche Leistung für ein seit über zehn Jahren gelistetes Headset. Dass Logitech im Frühjahr und Sommer mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte und die Preise dadurch in die Höhe steigen, zeigt, wie auch bei der Logitech HD Pro Webcam C920, die Preis/Lager/Status-Historie:

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech PC Headset 960 USB (Hst.-Nr. 981-000100) Januar bis Dezember 2020

 

Im Bereich der Tablets ist ebenfalls ein Anstieg der Klickzahlen im vierten Quartal 2020 zu beobachten: Mit durchschnittlich 23.000 Klicks zwischen Q1 und Q3 erreichen die Top 10-Tablets in Q4 insgesamt fast 49.000 Klicks. Apple mit dem 10.2-inch iPad von 2019 sowie ab September mit dem Folgemodell von 2020 und Microsoft mit dem Surface Pro 7 liegen während der Pandemie vorne. Besonders letzteres eignet sich auch optimal für einen flexiblen Wechsel ins Homeoffice, denn es steht einem normalen Notebook leistungstechnisch in nichts nach. 

 

Zwar sind sie nicht zwingend im Homeoffice nötig, so erleichtern Smartphones doch einiges – beispielsweise als praktische und einfach handhabbare Alternative zur Internettelefonie. Das Jahr 2020 war hier in jedem Fall eine Sternstunde für Apple: In Q1 lag noch das iPhone 8 vorne, dicht gefolgt vom iPhone 11, welches sich dann in Q2 den ersten Platz sichert. Schon hier nähert sich auf dem zweiten Platz der Player dem Feld, der den Rest des Jahres mit deutlichem Abstand an erster Stelle stehen wird: das iPhone SE in der zweiten Generation, welches leistungstechnisch absolut mit den Top-Modellen mithalten kann. Seinen Erfolg verdankt das iPhone SE wohl auch der allgemeinen Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. Viele, die bisher Apples Premium-Modelle mit Preisen von 1.000 Euro und mehr gekauft haben, setzen nun auf das preisgünstigere iPhone SE und nehmen dafür kleine Abstriche, wie beispielsweise bei der Kamera, in Kauf. 

 

Interessant ist auch das Bild, welches sich bei den Multifunktionsdruckern zeigt. Für einige Angestellte sind sie ein unverzichtbares Werkzeug im Homeoffice, weshalb auch hier die Nachfrage im zweiten Quartal sowie zuletzt im vierten Quartal nochmal anzog. Ganz klar dominiert 2020 hier HP, anfänglich mit dem HP LaserJet Pro M404dn, im dritten und vierten Quartal mit dem HP Officejet Pro 9010 All-in-One. Letzterer eignet sich sowohl für die Büro- oder Homeoffice-Nutzung und ist mit den Funktionen Drucken, Scannen, Kopieren und sogar Faxen ein echter Allrounder. Mit einem HEK von 225 Euro liegt er preislich im günstigeren Drittel. 

 

Die zuletzt noch als Ladenhüter abgestempelten Komplettsysteme scheinen im vierten Quartal 2020 wieder neuen Aufschwung zu erleben. Obwohl die PC-Systeme leider nicht als Homeoffice-Ausstattung punkten können und daher eher als Verlierer aus 2020 gehen, kann sich ein Komplettsystem dennoch in gewisser Weise als Gewinner behaupten: das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, welches durchgängig den ersten Platz der Kategorie einnimmt. Ein kompakter Mini-PC, der auch unter Last leise und stromsparend ist und im CHIP-Test hinsichtlich Preis-Leistung voll überzeugt. 

 

Spannend bleibt, wie sich das Bild in 2021 entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage, insbesondere bei Notebooks und Monitoren, auch 2021 erst einmal nicht nachlassen wird. Unabhängig davon, wie sich die Corona-bedingten Einschränkungen entwickeln, setzen viele Firmen langfristig auf den voll ausgestatteten Zweitarbeitsplatz im Homeoffice.

 

Sie möchten weitere Markteinblicke in die ITK-Branche erhalten? Im ITscope Marktbarometer erfahren Sie alles über die aktuellen Entwicklungen und die neuesten Trends des Quartals. Die Zahlen zur Auswertung sind detailliert je Quartal in den ITscope Marktbarometern des Jahres 2020 zu finden: zur ITscope-Mediathek

24.02.2021|

Digitalisierung kann man nicht lizenzieren: Wie Systemhäuser die digitale Transformation trotzdem meistern

 

Schon lange ist nicht mehr nur der digitale Wandel, sondern eine regelrechte Welle der Digitalisierung vorherrschend, die Systemhäuser und IT-Dienstleister zu überrollen droht. Die Anforderungen, die die Branche stellt, werden zunehmend anspruchsvoller. Doch Lösungen zur Digitalisierung von Beschaffung und Vertrieb sind für Systemhäuser eine große Chance, um dagegen zu bestehen. 

Das Systemhaus der Zukunft gestaltet Ein- und Verkaufsprozesse effizient und bietet gleichzeitig seinen Kunden den Mehrwert einer individuellen Beratung – vollständig digital. Mithilfe von neuen Ansätzen gelingt es, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, zu skalieren und langfristig zu wachsen.

Zukunftsmodell Anything as a Service

Die Einsatzbereiche von as a Service-Modellen steigen und werden zukünftig Standard sein. Das Systemhaus der Zukunft wird mit einer Plattform arbeiten, auf der eine Integration von Managed Services bzw. Cloud-Lizenzen problemlos möglich ist – sowohl für Vertrieb als auch Einkauf. Wer seinen Kunden jetzt neben Hardware auch Softwarelizenzen, Dienstleistungen und Cloud Lösungen in maßgeschneiderten Paketen anbietet, egal ob zum Kauf, Leasing oder als Managed Service, profitiert in Zukunft enorm: „Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Systemhäuser es ihren Kunden ermöglichen, Software und Services genauso einfach bestellen zu können wie eine Maus“, erklärt Alexander Münkel, Managing Director der ITscope GmbH.

Doch bei der Suche nach einer passenden eCommerce-Lösung stellen Systemhäuser regelmäßig fest, dass diese Anforderungen durch klassische Shopsysteme nicht erfüllbar sind: Sie sind gezwungen, mehrere Plattformen einzusetzen, anstatt alle Vorgänge auf einem System abbilden zu können. Außerdem werden wichtige Anbindungen an nachgelagerte Prozesse vernachlässigt – die mit regulären Shops nur sehr teuer oder gar nicht abbildbar sind. 

Aussicht auf Erfolg haben diejenigen, die ihren Kunden mehr bieten als einen reinen Onlineshop – sonst sind sie leicht austauschbar und haben keine Chance, eine Bindung zu ihren Kunden herzustellen. Da im Normalfall der Onlineverkauf nicht das Kerngeschäft darstellt, sind sie außerdem den eCommerce-Platzhirschen der Branche eindeutig unterlegen. 

Doch Systemhäuser verfügen bereits über einen entscheidenden Vorteil, um im Wettbewerb zu bestehen: die Daten ihrer Kunden. Systematisch erhoben und zielgerichtet ausgewertet bieten diese Daten wertvolle Erkenntnisse für den proaktiven Vertrieb: Welche Produkte können durch bessere oder neuere ersetzt werden? Welche Produkte oder Services wurden in ähnlichen Szenarien genutzt? Welche Services laufen wann aus und können verlängert werden? 

Mithilfe dieses datengetriebenen Vorgehens können Systemhäuser nicht nur ihre Upselling-Potentiale voll ausschöpfen, sondern stärken gleichzeitig auch die Kundenbindung. Ausschlaggebend dafür ist eine Änderung im Mindset des Vertriebs, der nicht als Bestellannahme fungiert, sondern als Business Enabler Mehrwert bietet und die optimale Lösung verkauft. “Wichtig ist, dass der Shop nicht als Konkurrenz zum Vertrieb wahrgenommen wird, sondern als ein Werkzeug, welches es erleichtert, mehr Kunden in kürzerer Zeit zu bedienen – nicht nur auf eingehende Bestellungen reagieren, sondern aktiv dem Kunden das bieten, was er in diesem Moment benötigt,” spricht Alexander Münkel weiter. 

Systemhäuser: Treiber oder Getriebene der Digitalisierung?

Die Anforderungen der Industriekunden werden immer höher: Viele setzen bereits auf Procurement-Systeme und erwarten von ihrem Systemhaus eine elektronische Abwicklung bei der IT-Beschaffung, wie sie es von klassischen Zulieferketten gewohnt sind. “Systemhäuser sehen sich gezwungen, passende Lösungen einzusetzen. Allerdings handelt es sich dabei oft nicht um strategische Entscheidungen, um aktiv die digitale Transformation in ihrem Unternehmen zu gestalten, sondern einzig und allein um eine Reaktion auf Druck ihrer Kunden aus der Industrie,” stellt Oliver Gorges, Head of Channel Development & Cooperations bei der ITscope GmbH die Situation dar. Möchte ein Systemhaus als digitaler Protagonist auftreten, hat aber selbst überwiegend analoge Prozesse im Einsatz, dann kann das nicht funktionieren

Den Einkauf abschaffen?

Doch eigeninitiativ die Digitalisierung anzugehen, ist nicht so schwer, wie es scheint. Ein erster wichtiger Schritt ist, eigene Prozesse zu reflektieren: Besonders wiederkehrende Vorgänge rund um die Beschaffung kosten viel Zeit und Geld – welches dann wiederum an anderer Stelle fehlt: “Für uns bedeutet Automatisierung, dass alle wiederkehrenden Prozesse von einem System übernommen werden. Zum digitalen Routing an die Distribution gehört auch die Verarbeitung aller Rückantworten sowie Statusmeldung an den ursprünglichen Besteller”, sagt Alexander Münkel. “Damit reduzieren wir den manuellen Aufwand auf ein Minimum – und das bedeutet, in radikaler Konsequenz, den Einkauf abzuschaffen.” 

Digitalisierung kann man nicht lizenzieren

Das beste Werkzeug nützt nichts, wenn der Anwender es nicht einzusetzen weiß: Nur, weil ein Systemhaus eine entsprechende Lösung im Einsatz hat, ist es noch lange nicht digital aufgestellt. Es sind weniger die technischen Aspekte, die mit Aufwand verbunden sind, als das Involvement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Digitalisierung und die damit verbundene Umstellung der Prozesse ist eine Herkulesaufgabe, die eine Transformation des gesamten Unternehmens voraussetzt.

Das erfolgreiche Systemhaus der Zukunft ergreift selbst die Initiative und verankert das Thema strategisch. Für die nachhaltige Umsetzung eines Digitalisierungsprojekts sollten nicht nur die Beteiligten intern, sondern auch Anwender auf Seiten des Kunden frühzeitig miteinbezogen werden. Ein regelmäßiger Austausch über die Anforderungen beider Seiten sowie eine Plattform, die die unkomplizierte Erstellung eines Prototypen erlaubt, ermöglicht ein zielgerichtetes und erfolgversprechendes Vorgehen. 

 

Sie möchten mehr zum Thema XaaS, eProcurement oder Digital Sales erfahren? Kontaktieren Sie uns – wir beantworten Ihnen gerne sämtliche Fragen und zeigen Ihnen, welche Lösungen ITscope zukünftig in diesem Bereich bietet.

 

27.01.2021|

Neueinsteiger bei den ERP-Schnittstellen: Odoo

 

Den automatischen Import von Produktdaten, Preisen, Verfügbarkeiten, Angeboten und umfangreichen Contents in verschiedene ERP-Systeme bietet ITscope mit Hilfe flexibler Schnittstellen bereits für viele Anbieter an. Ganz neu dabei ist seit Januar nun auch die Schnittstelle zum Open Source ERP-System Odoo.

Bei Odoo handelt es sich um eine cloudbasierte Software, die sich besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen großer Beliebtheit erfreut. Dank des intuitiven Interfaces ist Odoo äußerst benutzerfreundlich in der Handhabung. Verschiedene Module gestalten das Tool flexibel und ermöglichen eine optimale Anpassbarkeit an individuelle Nutzerbedürfnisse. Neben dem Unternehmen selbst sorgt außerdem eine Community für die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung von Odoo. 

Eine Schnittstelle zu Ihrem ERP ermöglicht Ihnen, manuelle Prozesse deutlich zu reduzieren und damit Fehler zu minimieren sowie die Qualität Ihrer Daten zu erhöhen.
Mit der von unserem Partner alphasystems entwickelten Schnittstelle zu Odoo können Sie in ITscope Artikel im ERP suchen und anlegen – auch eine zeitsparende Massenanlage (via Export) ist im ERP-System möglich. Außerdem können Kategorien aus ITscope übernommen und Artikel direkt in Angebote im ERP-System eingefügt werden. Gleiches gilt auch für in ITscope kalkulierte VK-Preise, welche ebenfalls übernommen werden können. Ebenfalls praktisch und ganz einfach ist die Übernahme von Datenblättern und Artikelbildern in das ERP.

 

 

Mehr zu Odoo erfahren Sie unter https://www.itscope.com/odoo-schnittstelle/ oder direkt auf der Odoo-Website.

 

Den “Wildwuchs der Systeme” zu bändigen stellt Sie vor eine große Herausforderung? Automatisierung, Strukturiertheit und Transparenz sind nur einige von vielen Vorteilen bei der Integration von Schnittstellen. Erfahren Sie in unserem Schnittstellen-Guide, welche Sie noch für sich gewinnen können. 

 

27.01.2021|

Neues Jahr, neues Office: Wir sind umgezogen!

 

Direkt zum Jahresanfang haben wir bei ITscope Schreibtische ab- und Regale ausgeräumt, Kisten gepackt und verladen. Vor wenigen Tagen fiel der Startschuss zum Umzug und das Team von ITscope nennt nun ein großzügiges und modernes Büro mit Ausblick über die Dächer der Karlsruher Innenstadt sein neues „Zuhause“.

Mit Blick auf das Wachstum von ITscope in den vergangenen Jahren war der Umzug in die neugebauten Räumlichkeiten der nächste Schritt, um der wachsenden Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen optimalen Arbeitsplatz zu bieten.

Ab sofort ist ITscope unter der folgenden Adresse erreichbar:

ITscope GmbH
Durlacher Allee 73
76131 Karlsruhe
Deutschland

 

Einen kleinen Einblick, wie es im neuen Office aussieht, haben wir natürlich auch schon:


Sollten noch Fragen offen sein, melden Sie sich gerne bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner oder bei
marketing@itscope.com – wir freuen uns, Sie hoffentlich bald persönlich vor Ort begrüßen zu können!

 

26.01.2021|

ITscope Marktbarometer Q4/2020

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

Das ITscope Marktbarometer Q4/2020 ist da – mit den aktuellen Top Sellern aus zehn Kategorien sowie den besten Neueinsteigern auf ITscope.com:

  • Neueinsteiger: PlayStation 5 legt Senkrechtstart ins “Weihnachtsquartal” hin
  • TFTs: Dell ungebrochener Spitzenreiter, Samsung sorgt für frischen Wind
  • Smartphones: Apple mit Neueinsteigern wieder auf der Überholspur
  • Tablets: Microsoft Surface Pro 7 überzeugt auf ganzer Linie
  • Notebooks: Lenovo bricht mit ThinkPad E15 alle Rekorde
  • CPUs: 2020 macht AMD zum CPU-Sieger


Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Lesen Sie außerdem unseren ausführlichen Report mit allen Hintergrundinformationen zu den Highflyern des Quartals sowie den Top-Produkten aus 10 Produktkategorien.

 

Und das sind die aktivsten 30 Neuerscheinungen mit Hot-Seller Potential:

Pos.Hersteller und ProduktbezeichnungHst-Nr.Gelistet seitQ4 Klicks
# 1Apple iPad 10.2 Wi-Fi 32 GB Space GrauMYL92FD/A2020-09-167630
# 2MSI GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO 10G, 10GB GDDR6XV389-005R2020-09-156204
# 3Sony PlayStation 5, 825GB, Weiß93952012020-09-183083
# 4Apple iPhone 12, 64GB, SchwarzMGJ53ZD/A2020-10-142355
# 5AMD Ryzen 9 5900X, 12-Core, 3,7 GHz, SMT100-100000061WOF2020-10-102131
# 6Apple 20W USB-C Power AdapterMHJE3ZM/A2020-10-142074
# 7Synology Disk Station DS920+DS920+2020-07-141818
# 8Logitech C505, 1280×720@30fps, Schwarz960-0013642020-10-111622
# 9Apple Watch Series 6, 44mm, Space Grau, sportsbandM00H3FD/A2020-09-161529
# 10Samsung 980 PRO, 1TB, M.2 2280, NVMeMZ-V8P1T0BW2020-09-161451
# 11Apple MacBook Air, 13.3″, M1, 8GB, 256GBMGN63D/A2020-11-111130
# 12Apple MagSafe, SilberMHXH3ZM/A2020-10-14885
# 13Logitech M500s Advanced910-0057842020-09-15833
# 14Crucial 8GB DDR4 2666MHz SO-DIMMCT8G4SFRA2662020-07-02794
# 15Apple HomePod miniMY5G2D/A2020-10-15738
# 16Acronis True Image 2021TIH4B2DES2020-08-21455
# 17Apple Case mit MagSafe für iPhone 12MHL73ZM/A2020-10-14382
# 18Apple Mac mini, M1, 8Core, 8GB, 256GB SSDMGNR3D/A2020-11-11335
# 19Xiaomi Roborock S6 MaxVS6V52-002020-09-02314
# 20AVM FRITZ! DECT 440200029052020-07-16312
# 21HP Reverb G21N0T5AA#ABD2020-07-10306
# 22HP DesignJet T6305HB09A#B192020-09-04279
# 23Epson WorkForce Pro WF-7840DTWFC11CH674022020-09-01277
# 24Logitech Folio Touch920-0099562020-10-25270
# 25Peerless Peerless-AV SR560-FLIP2SR560-FLIP22020-07-16259
# 26Unify OpenScape Desk Phone CP400L30250-F600-C4272020-07-11241
# 27Sony DualSense Controller für PS593995062020-09-19230
# 28TB Premium HP TonerCE285AP2020-10-27217
# 29HP E24 G49VF99AA#ABB2020-11-18185
# 30Iiyama Elektrolift für TouchscreenMD 062B7295K2020-09-11178

 

 

20.01.2021|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q4/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

 

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

Die Klickzahlen bei Homeoffice-Ausstattung erreichen einen nie dagewesenen Höhepunkt und die neue PlayStation 5 ist heiß begehrt. Apples Neueinsteiger iPhone 12 und iPhone 12 Pro sahnen bei den Smartphones ab, bei den Tablets liegt Microsoft klar vorne.

Karlsruhe, 21.01.2021 – Während des aktuell verhängten Lockdowns ziehen sich viele Arbeitnehmer erneut ins Homeoffice zurück. Offensichtlich fehlt es aber weiterhin an entsprechender IT-Hardware: Notebooks und Monitore, aber auch Business-Tablets, sind gefragt wie nie, wie das ITscope Marktbarometer für Q4/2020 zeigt. 

Seit dem vierten Quartal des Jahres 2020 befindet sich Deutschland erneut im Lockdown: Was im November vorerst mit einem Teil-Lockdown begann, entwickelte sich aufgrund ausbleibender Besserung zur harten Abriegelung. Bereits die steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle im Herbst ließen einen erneuten Rückzug ins Homeoffice vermuten. Einer Befragung des Digitalverbandes Bitkom von Anfang Dezember nach arbeitet derzeit fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland zumindest teilweise im Homeoffice, 25 Prozent davon sind ausschließlich zu Hause. In der Politik wurden unlängst Stimmen laut, die, sofern es die Tätigkeit ermöglicht, eine Homeoffice-Pflicht fordern. Nicht ausreichende IT ist dabei nur ein Grund, der den Unternehmen dieses Vorhaben erschwert. Die aktuellen Zahlen des ITscope Marktbarometers zeigen jedoch, dass viele Firmen durchaus für entsprechendes Equipment sorgen. 

Bei den Notebooks, dem wohl essentiellsten Gerät für das Arbeiten am eigenen Schreibtisch, gehen die Klickzahlen nur so durch die Decke und Lenovo bricht mit dem ThinkPad E15 sämtliche Rekorde. Gleiches gilt auch für die mindestens genauso wichtigen Bildschirme: Mit dem P2419H ist Dell zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs – das bereits außerordentlich gute Ergebnis des Vorquartals verbessert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent. 

Sicherlich auch in Zusammenhang mit hinzugewonnener Freizeit – vor allem in den eigenen vier Wänden – steht der Hype um die neue PlayStation 5. Hauptgrund ist aber vielmehr, dass Sony wieder einmal nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ausreichende Stückzahlen produzieren konnte, wodurch Vorbestellungen teilweise gecancelt werden mussten und nun auf dem Schwarzmarkt Geräte zu völlig überteuerten Preisen angeboten werden. Das große Interesse an der Next Gen-Konsole treibt auch die Klickzahlen nach oben und katapultiert die PlayStation 5 direkt in die Highflyer-Charts. 

Mit dem iPhone 12 und dem iPhone 12 Pro gehen zwei Neueinsteiger bei den Smartphones an den Start und landen aus dem Stand direkt in den Top 10. An diese Erfolge kann Apple im Tablet-Segment allerdings nicht anknüpfen und muss Microsoft hier die verdiente Führung überlassen. Ein Hoffnungsschimmer ist bei den Komplettsystemen erkennbar: Die Ladenhüter der letzten Monate konnten wieder mehr Interesse auf sich ziehen – das lassen zumindest die wachsenden Klickzahlen in der Kategorien vermuten. Auch AMD konnte sich im vergangenen Quartal nochmal einen ordentlichen Push im Wettkampf um die CPU-Krone sichern.

 

Highflyer: PlayStation 5 legt Senkrechtstart ins “Weihnachtsquartal” hin

2020 war in jeglicher Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr: War der ITK-Channel zu Beginn des Jahres von Lieferengpässen beim Homeoffice-Equipment betroffen, stabilisierte sich der Zustand im Frühjahr und Sommer weitestgehend. Mit steigender Nachfrage im Herbst begannen erneut die Hamsterkäufe – besonders begehrt waren wieder die Notebooks. Nicht weiter verwunderlich also, dass auch in Q4 – dem “Weihnachtsquartal” – alles anders ist.

Der kalifornischer Hersteller Apple, der sonst dafür bekannt ist, im 4. Quartal das Weihnachtsgeschäft zu dominieren, musste im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einbußen hinnehmen: Zwar liegt das neue iPad in den Highflyer-Charts vorne, die restlichen Spitzenreiter sind jedoch bunt gemischt.

The same procedure as every year: Vor genau einem Jahr, in Q4 2019, hat es die 7. Generation auf den ersten Platz geschafft, 2020 tritt nun die 8. Generation des iPad 10.2 in die Fußstapfen des Vorgängers. Mit über 7.600 Klicks liegt der aktuell günstigste Vertreter der iPad-Familie (335 Euro im HEK) verdient vorne – obwohl sich im Vergleich zum Vorjahresmodell technisch nicht allzu viel getan hat: Die wohl größte Neuerung ist die Umstellung vom A10 Fusion-Chip auf den A12 Bionic. Damit verspricht sich Apple eine höhere Rechenleistung – die auch der CHIP-Test von Oktober 2020 bestätigt. Bei Farben und Kontrast zeichnet sich allerdings der günstige Preis des iPads wortwörtlich ab: Diese fallen, wie schon bei der Vorgängerversion, eher mäßig aus. Alles in allem erhält man mit dem iPad ein solides Tablet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den zweiten Platz sichert sich MSI mit der GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO Grafikkarte. Auch das ist keine Überraschung: Seit dem Release der RTX-Reihe herrscht ein regelrechter Run auf die raytracing-fähigen Grafikkarten. Denn zum einen beeindruckt die RTX-Reihe im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit einem signifikanten Leistungsanstieg. Hinzu kommt außerdem die anhaltende Corona-Pandemie, die mit Social Distancing und Lockdown mehr Zeit für Indoor-Hobbies lässt – und die nutzen viele Bastler, um ihren PC mit der neusten Technik auszustatten. Erschwerend kommt außerdem der Release der Next Gen-Konsolen hinzu, in welchen die neue Technik ebenfalls verbaut wird. Kein Wunder also, dass die Hersteller mit der Versorgung nicht mehr nachkommen. Auch bei ITscope ist die RTX 3080 seit ihrem Release fast ständig ausverkauft. Doch Hoffnung auf Besserung ist in Sicht: Die Hersteller rechnen damit, dass sich die Lage Ende Januar entspannen wird.

Auf den dritten Platz schafft es diesmal ein eher untypisches Highflyer-Produkt: die PlayStation 5 von Sony. Doch überraschend ist dieses Ergebnis nicht, denn Sony hat mit der Next Gen-Konsole wieder sämtliche Rekorde gebrochen und ist seit dem Release im November restlos ausverkauft – eine Situation, die vielen Fans noch aus der Vergangenheit bekannt ist. Auch beim aktuellen Generationenwechsel schafft es Sony nicht, der hohen Nachfrage, insbesondere kurz vor Weihnachten, nachzukommen. Wer jetzt eine Konsole haben möchte, der muss sich erstmal gedulden. Wann die PlayStation 5 wieder verfügbar ist, bleibt weiterhin unklar. 

Auf dem 4. Platz landet mit 2.355 Klicks Apples iPhone 12. Dieses sticht zwar nicht durch besondere Innovationen hervor, ist aber ein echter Leistungs-Champion – nicht zuletzt dank des energieeffizienten A14 Bionic-Chips von Apple. Ansonsten ist das iPhone 12 wie zu erwarten ein Smartphone der Spitzenklasse mit einem hervorragenden Bildschirm, top Kameras und einem leistungsfähigen Akku. Im HEK muss man derzeit rund 750 Euro für die 64 GB-Variante hinlegen. Ein Netzteil ist allerdings nicht inklusive: Falls man dieses nicht bereits zu Hause hat, muss man zusätzlich 25 Euro investieren. Die Frage nach dem Warum beantwortet Apple mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen. 

Auf Platz 5 schafft es mit rund 2.100 Klicks die AMD Ryzen 9 5900X der neuen Generation. Damit macht AMD dem bereits schwächelnden Gegner Intel eine weitere Kampfansage – Intel musste im vergangenen Jahr knapp 5 Prozent Umsatz sowie 29 Prozent Gewinn einbüßen. An der Fertigungsweise zur Vorgeneration hat AMD nichts verändert, nach wie vor kommt die 7 nm-Technologie zum Einsatz. Die neue Generation punktet allerdings besonders im Bereich Bildrendering und Berechnung von Objekten – hier schlägt die Ryzen 9 5900X sogar den Threadripper 3990X. Ob sich der Wechsel auf die neue CPU allerdings lohnt ist fraglich: AMD hat nach einem starken Jahr die Preise für die neue Generation um rund 150 Euro hochgeschraubt. Bei ITscope ist die Ryzen 9 5900X zuletzt für 610 Euro im HEK erhältlich. 

Auf den 8. Platz klettert die seit Oktober gelistete Webcam C505 von Logitech. Mit Blick auf die Entwicklung der Klickzahlen während der letzten Monate ist dieser schnelle Aufstieg allerdings wenig überraschend: Durch das Homeoffice wurden Webcams zum Dauerbrenner – und die Preise verdreifachten sich teilweise. Mittlerweile scheinen sich Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen zu haben und die C505 ist in großen Stückzahlen verfügbar. Der Preis von rund 70 Euro im HEK nähert sich ebenfalls wieder dem Normalniveau – im Peak im November lag er noch bei knapp 100 Euro.

 

TFTs: Dell ungebrochener Spitzenreiter, Samsung sorgt für frischen Wind

Dell ist nicht zu bremsen: Mit dem P2419H nimmt der US-amerikanische Hersteller erneut den 1. Platz für sich ein – und ist damit zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs. Das bereits im vergangenen Quartal außerordentlich gute Ergebnis steigert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent und erreicht damit ein phänomenales Ergebnis von über 13.000 Klicks. Sogar der HEK Trend geht leicht nach oben – alles andere als üblich bei einem Modell, dass bereits seit 2018 gelistet ist. Mit dem P2419H bietet Dell einen mit 150 Euro im HEK günstigen 24-Zöller mit Full HD-Auflösung. Und der Erfolgskurs setzt sich fort: Die Variante mit 27 Zoll – der P2719H –  schafft es auf Platz 2 in der TFT-Kategorie.

In Q4 spielt auch Samsung vorne mit und springt mit dem Flip gleich zweimal in die Top 10: Die 55 Zoll-Variante erreicht Platz 5 und auf Platz 8 folgt die 65 Zoll-Variante. Mit der Flip-Reihe liefert Samsung eine digitale Variante des klassischen White- bzw. Flipboards als Touchscreen mit entsprechenden Stiften für zeitgemäße Meetings – vorausgesetzt, diese finden vor Ort statt. Mit jeweils 1.600 und 1.800 Euro im HEK sind die Flips zwar nicht günstig, in der Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass das digitale Board gut im Channel ankommt. 

Der in der Kategorie TFTs sonst eher unbekannte Hersteller Lenovo erreicht mit dem ThinkVision T24i-20 Platz 9 und bringt damit endlich frischen Wind in die Top 10. Der T24i-20 ist erst seit Juni 2020 bei ITscope gelistet und hat sich dennoch gegen die “alteingesessenen” TFTs bewährt. Optisch bleibt Lenovo seinem gewohnten Design mit schwarz, rot und silber treu. Der Zero Frame-Bildschirm lässt die Bildschirmfläche größer wirken und erleichtert die Arbeit mit mehreren Monitoren. Ansonsten bietet der Bildschirm das standardmäßige Repertoire: 24 Zoll, Full HD, IPS-Panel, ergonomisch verstellbare Höhe und die üblichen Anschlüsse. Mit einem HEK von 176 Euro kann der Monitor aber preislich allemal mit den deutlich älteren Modellen der Top 10 mithalten. 

 

Smartphones: Apple mit Neueinsteigern wieder auf der Überholspur

Im vierten Quartal wartet die Kategorie der Mobiltelefone nicht gerade mit großen Überraschungen auf. Apple dominiert mit den iPhones wie zu erwarten mit neun Plätzen die Top 10 fast komplett alleine. Als wäre das allein nicht schon eine reife Leistung, sind außerdem gleich sechs der neun topplatzierten iPhones erst seit Mitte Oktober bei ITscope gelistet und damit absolute Neueinsteiger.

Zwei Senkrechtstarter sind unter anderem das iPhone 12 auf dem 3. Platz und das iPhone 12 Pro – trotz eines stolzen Preises von 1.115 Euro im HEK – auf dem 4. Platz. Aber was haben die beliebten neuen Geräte technisch alles auf dem Kasten? Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro haben beide den neuen A14 Bionic-Chip von Apple verbaut, der im Smartphone-Kosmos in punkto Performance derzeit den Ton angibt. Der größte Unterschied zwischen den beiden Smartphones findet sich jedoch bei den Kameras: Hier legt die Pro-Variante mit einer Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv-Kamera vor. Beim iPhone 12 hingegen wurde auf das Teleobjektiv verzichtet – das Modell ist aber mit rund 745 Euro im HEK auch ein ganzes Stück erschwinglicher als die Pro-Variante. 

Ein weiterer Neuankömmling findet sich auf Platz 21: Das Google Pixel 4a, welches seit September 2020 bei ITscope gelistet ist. Hierbei handelt es sich um ein solides Smartphone der Mittelklasse, das im CHIP-Test die Note “Gut” erreicht. Punkten kann das Smartphone mit einer ausgezeichneten Kamera, langer Akkulaufzeit und einem hellen Display. Bei schwachem Licht kommt die Kamera jedoch an ihre Grenzen und auch die Ladezeit des Akkus könnte etwas kürzer ausfallen. Insgesamt jedoch Abstriche, die man bei einem HEK von nur 371 Euro durchaus in Kauf nehmen kann. 

 

Tablets: Microsoft Surface Pro 7 überzeugt auf ganzer Linie

Bei den Tablets hat Microsoft die Nase vorn und Apple muss deutlich zurückstecken. Auch in dieser Kategorie sind die Klickzahlen massiv gestiegen: Hatte die Top 10 in Q3 noch insgesamt rund 22.000 Klicks, sind es in diesem Quartal in Summe fast 49.000. Grund für diesen Anstieg ist auch die große Beliebtheit der Microsoft-Geräte: Viele Systemhäuser setzen konsequent auf Microsoft-Umgebungen, auch im Hardware-Bereich bei Notebooks und Tablets.

Den ersten Platz hat sich das Surface Pro 7 von Microsoft gesichert und verbannt damit den Vorquartalssieger der Kategorie, das iPad 10.2-inch von 2019 auf den 34. Platz. Das Business-Tablet ist eine praktische Lösung für den kurzfristigen Wechsel ins Homeoffice: Dank USB-C-Anschluss können bis zu zwei externe Monitore angeschlossen werden. Auch in seinen verschiedenen weiteren Varianten scheint das Pro 7 äußerst gefragt zu sein: So belegt beispielsweise die Variante mit 256 GB in Mattschwarz den 4. sowie mit 128 GB und der Farbe Platin den 5. Platz. Auf Platz 1 steht ebenfalls die Variante in Platin mit 256 GB und einem HEK von rund 1.000 Euro – und das mit sensationellen 14.000 Klicks. Damit bespielt Microsoft den Bereich der Business-Tablets deutlich besser als Konkurrent Apple mit dem iPad Pro. Dieses bleibt im Q4 unverändert auf dem 13. Platz. 

Doch auch Apple verzeichnet einige kleinere Triumphe: So springt das seit September gelistete iPad 10.2 der neuesten Generation von Platz 191 auf den 2. und wird damit der verdiente Highflyer der Kategorie. Mit nur 334 Euro im HEK ist es erwartungsgemäß preiswert und schafft es auf stolze 7.630 Klicks. Die wohl größte Neuerung dieser Generation liegt wahrscheinlich in der Umstellung von Fusion-Chips hin zu den Bionic-Chips, die auch in den iPhones verbaut werden. Davon verspricht sich Apple eine höhere Performance bei reduziertem Energieverbrauch. 

Einzig Samsung muss in diesem Quartal noch mehr einstecken als Apple: Der südkoreanische Hersteller wird komplett aus der Top 10 verdrängt und schafft es mit dem Galaxy Tab A nur auf den 11. Platz. 

 

Notebooks: Lenovo bricht mit ThinkPad E15 alle Rekorde

Lenovo hat die Kategorie Notebooks im Jahr 2020 klar für sich entschieden und mit dem ThinkPad E15 alle Rekorde geknackt: Über 21.000 Klicks hat das Notebook in diesem Quartal erzielen können, mehr als die Plätze 2 bis 7 zusammen und mehr als doppelt so viel wie der Spitzenreiter aus Q4 2019 – erneut ein vollkommen verdienter erster Platz. Ob der Hype im neuen Jahr weiter anhält bleibt abzuwarten – die Lager zumindest sind mittlerweile wieder gut gefüllt für die anhaltende Begeisterung für das ThinkPad E15, welches nun bereits das dritte Quartal in Folge die Pole Position der Notebooks für sich beansprucht. 

Platz 2 sichert sich ebenfalls Lenovo mit dem ThinkPad L15, das seit Juni 2020 bei ITscope gelistet ist. Die L-Reihe von Lenovo steht für preiswerte Business-Notebooks mit mittlerer Ausstattung: Der Zweitplatzierte kommt mit einem Intel i5 Prozessor 8 GB RAM und 256 GB SSD Speicher. Wer ein bisschen mehr Rechenleistung benötigt, der sollte allerdings auf das L15 mit AMD-Prozessor zurückgreifen. Dieser erzielt im Test bessere Werte als die Variante mit i5.

Platz 4 und 5 sichert sich HP mit dem HP ProBook 450 G7 in verschiedenen Ausführungen. Das seit Anfang 2020 gelistete Notebook scheint an Beliebtheit nicht zu verlieren und ist schon seit mehreren Monaten oben mit dabei. Mit dem 5. Platz in diesem Quartal ist zuletzt die stärkste Ausführung mit i7 Prozessor und 16 GB Ram aufgestiegen. 

Auf den 10. Platz schafft es ein Aufsteiger von Dell: Der Latitude 3510, der seit Juni 2020 gelistet ist, springt von Platz 208 direkt in die Top 10. Preislich bewegt sich das Modell mit rund 700 Euro im HEK im Mittelklasse-Niveau, weist im Test aber auch ein paar Mängel auf: Der Bildschirm ist wenig kontrastreich und dunkel, die RAM läuft im Single Channel-Modus, was sich negativ auf die Leistung auswirkt. Davon abgesehen bekommt man aber ein solides Notebook, was mit guter Akkulaufzeit überzeugt und durchaus auch für den Business-Bereich geeignet ist.

 

PC-Komplettsysteme: Geht es nach dem Tiefstand wieder bergauf?

Das vierte Quartal ist verhältnismäßig gut gelaufen für die Komplettsysteme, die auf ein Jahr des Stillstands zurückblicken. Die große Innovation bleibt zwar aus, jedoch scheint das Interesse an der Kategorie wieder zu wachsen.

Das Lenovo ThinkCentre M720q liegt mit beachtlichen 9.900 Klicks erneut auf dem ersten Platz. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Klickzahlen für das ThinkCentre M720q damit fast verdreifacht. Und auch insgesamt sieht es wieder besser aus für die Komplettsysteme: Insgesamt haben die Top 10 im Vergleich zu Q3 rund 13.000 Klicks hinzugewonnen. 

Die HP ProDesk-Reihe ist weiterhin sehr beliebt und in diesem Quartal gleich viermal in der Top 10 vertreten. Mit dem ProDesk 400 G5 und dem ProDesk 400 G6 sichert sich der kalifornische Hersteller in verschiedenen Ausführungen die Plätze 2, 4, 5 und 6. Die ProDesk-Reihe ist dabei etwas preiswerter als das erstplatzierte Lenovo ThinkCentre.

 

Grafikkarten: MSI hat die Top 10 im Griff

Mit der Ampere-Architektur bringt Nvidia Ende 2020 einiges an Bewegung in die Kategorie der Grafikkarten. Die RTX 3000er-Reihe von MSI verbessert sich massiv hinsichtlich ihrer Leistung, sowohl was die klassische Grafikdarstellung als auch das Thema Raytracing betrifft – und das zu einem deutlich günstigeren Preis als bei den Vorgängermodellen.

Diese Fortschritte befeuern auch einige Senkrechtstarter von Hersteller MSI, der mit 7 von 10 Platzierungen die Top 10 gut im Griff hat: Die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR macht einen beachtlichen Sprung von 73 auf Platz 1. Im Vergleich zur Founders Edition bietet die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR eine leichte Leistungssteigerung und ist unter Auslastung deutlich leiser. Noch größer ist der Aufstieg der MSI GEFORCE RTX 3090 VENTUS 3X24GOC, die von 701 auf Platz 3 klettert und durch Top-Leistung und 24 GB-Speicher besticht. Das lässt sich MSI aber auch gut bezahlen: Bei mehr als 1.400 Euro im HEK muss man für diese Grafikkarte tief in die Tasche greifen. Mit der erst seit Oktober 2020 gelisteten GeForce RTX 3070 VENTUS 3X OC schnappt sich ein Neueinsteiger von MSI den zweiten Platz. 

 

Mainboards: Intel boomt bei den Topplatzierten

Bei den Mainboards sorgen die drei “üblichen Verdächtigen” MSI, Gigabyte und Asus für einige Bewegung in der Top 10. Überraschend ist zudem, dass auf den ersten vier Plätzen ausschließlich Mainboards mit Intel-Chipsatz vertreten sind, obwohl doch die Chipsätze von AMD momentan in der Beliebtheit vorne liegen.

Auf dem ersten Platz liegt in diesem Quartal das ASUS PRIME Z490-P Motherboard. Das LGA1200– Board zeichnet sich besonders durch seine gute Kühlleistung mit zwei VRM-Kühler und Wärmeleitpads aus. Optimiert ist der Sockel für alle Intel Core-Prozessoren der 10. Generation. Mit 127 Euro im HEK bewegt sich das Mainboard im Mittelklasse-Preissegment.

Den zweiten Platz besetzt dieses Quartal ein weiteres Board für Intel-Prozessoren: das Gigabyte H410M S2H. Dieses ist mit 60 Euro im HEK deutlich preiswerter als das ASUS PRIME Z490-P, bietet dementsprechend aber auch nicht ganz so viel.

Den 5. Platz sichert sich das ASUS ROG Strix X570-E Gaming: Hierbei handelt es sich um ein AM4-Mainboard der Spitzenklasse für AMD-Prozessoren. Die RAM ist dabei erweiterbar auf bis zu 128 GB, Heatpipe und Wärmepads sorgen dafür, dass das Mainboard nicht überhitzt. Mit 247 Euro im HEK erreicht das ASUS ROG Strix X570-E Gaming allerdings auch preislich die Mainboard-Spitze.  

 

Prozessoren: 2020 macht AMD zum CPU-Sieger

Das Kopf-an-Kopf-Rennen von 2020 kommt in Q4 zu einem klaren Ergebnis: AMD startet mit gleich vier Neueinsteigern durch und dominiert mit den Platzierungen 1 bis 7 die Top 10. Damit lässt der Hersteller mit Sitz in Kalifornien keine Zweifel an seiner neuen Überlegenheit gegenüber Konkurrent Intel. Seit über einem Jahr liefern sich die beiden Marktführer einen erbitterten Kampf um die CPU-Krone, das Jahr 2020 kann AMD nun endgültig als Sieg verbuchen – was nach einer Ära der Intel-Dominanz wirklich beachtlich ist. 

Mit der neuen Generation der Prozessoren Ryzen 5, 7 und 9 ist AMD extrem erfolgreich ins Geschäft eingestiegen. Der erst seit Oktober gelistete AMD Ryzen 9 5900X landet dabei aus dem Stand auf dem 3. Platz. Mit 12 Kernen, 24 Threads und einem Boost von bis zu 4,8 GHz liefert AMD wieder einmal geballte Prozessor-Power. Im Test schlägt der Prozessor problemlos auch die Konkurrenz von Intel. Ganz billig ist die Leistung wie so oft aber nicht: Wer den neuen Ryzen 9 sein Eigen nennen möchte, muss derzeit 610 Euro im HEK bezahlen. 

Auf Platz vier und fünf sind mit den kleineren Ausführungen der Ryzen-Familie ebenfalls zwei Neueinsteiger von AMD zu finden: Der AMD Ryzen 5 5600X und AMD Ryzen 7 5800X, schneiden im Test ähnlich gut ab wie ihr “großer Bruder”. Mit 327 und 471 Euro im HEK kommt man mit den beiden Varianten aber eine ganze Ecke günstiger weg.

Doch Intel ganz aus der Top 10 zu verdrängen gelang AMD dann doch nicht: Der Intel Core i5 10400 schafft es auf den 8. Platz in der Kategorie CPU. Der seit April 2020 gelistete Prozessor kommt mit 6 Kernen und 12 Threads. Er soll dabei das Pendant zum Ryzen 5 bilden, schneidet im Leistungscheck allerdings schlechter ab als dieser – liegt preislich mit nur 143 Euro im HEK aber auch deutlich niedriger. 

Wie sich der Kampf um die CPU-Spitze in 2021 weiter entwickelt bleibt offen. Vor allem, weil sich noch ein dritter Spieler dem Feld nähert: Apple hat im September die ersten eigenen CPUs für das MacBook Air und Pro released und liefert AMD und Intel mit seinem M1 eine ernstzunehmende Kampfansage. Bei dem M1 handelt es sich um ein sogenanntes System-on-a-chip, wodurch sich Apple Leistungssteigerung bei geringem Energieverbrauch verspricht. Diese Performance wird erreicht, da im M1 je vier besonders leistungsfähige (“Firestorm”) und besonders effiziente (“Icestorm”) CPU-Kerne verbaut wurden. 

Schon jetzt bewirbt Apple in bekannt selbstbewusster Manier seinen Chip als leistungsstärker und effizienter als die Konkurrenz. Aktuell ist der Chip jedoch nicht solo erhältlich und steht daher auch nicht in direktem Wettbewerb mit AMD und Intel. Wie sich der Apple-CPU in der Praxis schlägt, bleibt vorerst abzuwarten. Viele Anwendungen sind noch nicht für die Arbeit mit dem M1 optimiert und benötigen Drittanwendungen für die Nutzung. 

 

Server: HP baut seinen Vorsprung weiter aus

In der Kategorie der Server tut sich in Q4 deutlich weniger als in anderen Kategorien. HP Enterprise baut den Vorsprung des Vorquartals weiter aus und besetzt im Alleingang die gesamte Top 15.

Vom zweiten auf den ersten Platz klettert mit über 1.200 Klicks die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base. Ausgestattet ist dieser mit einem Intel Xeon Silver Chip und 16 GB RAM, die sich allerdings, je nach Anforderung, auf bis zu 1,5 Terabyte erweitern lassen. Mit einem HEK von knapp 1.500 Euro liegt die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base preislich im Mittelfeld.

 

Storage Systeme: Synology nimmt das Spielfeld für sich ein

Was HP Enterprise für die Server ist, ist Synology in der Kategorie der Storage Systeme: Der taiwanesische Hersteller besetzt mit nur einer Ausnahme die gesamte Top 10. Mit einem Aufstieg vom zweiten auf den ersten Platz verbessert die Synology Disk Station DS920+ nochmals ihre Position. Mit über 3.600 Klicks ist die erst seit Juli letzten Jahres gelistete DS920+ ein System, welches durch seine Performance auch im Test überzeugt. 

Auf Platz 7 versucht QNAP mit dem TS-251+ die Vormachtstellung von Synology zu durchbrechen. Das System, welches zwar schon seit 2015 bei ITscope gelistet ist, steht den neueren Modellen jedoch in nichts nach: Der TS-251+ ist mehr Mini-PC als Netzlaufwerk und die Cloud-Funktionen ermöglichen Datenzugriff von überall aus, weshalb sich das System auch gut für das abwechselnde Arbeiten in Büro und Homeoffice eignet. Mit einem fairen Preis von 315 Euro im HEK spielt der TS-251+ preis-leistungstechnisch ganz vorne mit.  

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Durlacher Allee 73
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
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Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

20.01.2021|

Hamsterkäufe bei Homeoffice-Equipment? Notebooks und Co. wieder dringend gesucht

 

Karlsruhe, 25.11.2020 – Wächst mit den steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle auch erneut die Nachfrage nach Homeoffice-Equipment? Die jüngste Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform zeigt, dass es viele Arbeitnehmer offenbar wieder aus dem Büro in die eigenen vier Wände zieht: Notebooks sind nahezu ausverkauft, bei den TFTs leeren sich ebenfalls die Lager und Webcams haben sich noch nicht einmal von der ersten Welle erholt. 

Waren im Frühling die Lager noch fast vollständig leer, entspannte sich die Lage bei den Distributoren über die Sommermonate und die Engpässe gingen größtenteils deutlich zurück. Mit Beginn des Herbstes und damit der zweiten Welle von COVID-19 fingen nicht nur die Hamsterkäufe von Toilettenpapier von Neuem an, auch die Nachfrage nach passenden Geräten für das Arbeiten im Homeoffice steigt wieder rasant.

 

Notebooks wiederholt nahezu ausverkauft

Der Gesamtlagerbestand der Notebooks spiegelt dabei ein wirklichkeitsgetreues Bild der Infektionswellen wieder: Zwischen März und April lagen die Bestände nahezu bei Null, normalisieren sich über den Sommer wieder und gehen mit steigenden Infektionszahlen im Oktober und November wieder komplett in den Keller.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Notebooks seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Notebook

 

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei dem für das Homeoffice besonders beliebten ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD001FGE) von Lenovo mit 8GB RAM und i5 Prozessor, welches seit Anfang Oktober restlos ausverkauft ist. Und das wirkt sich auch auf den Preis aus: Das sonst vergleichsweise günstige Notebook war zwischenzeitlich rund 100 Euro teurer als noch im August.

Preis/Lager/Status-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis November 2020

Wer nicht auf ein E15 verzichten will, muss sich beeilen und auf das etwas teurere und leistungsstärkere ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD0011GE) mit i7 Prozessor zurückgreifen. Allerdings wirkt sich die allgemeine Lagerknappheit bei diesem Modell noch stärker auf den Preis aus: Statt regulär rund 900 Euro im HEK muss man derzeit über 1100 Euro ausgeben.

 

Die im Homeoffice gleichermaßen unerlässlichen Monitore lassen ebenfalls eine Abwärtstendenz erkennen. Allerdings ist die Lage hier noch weit weniger dramatisch als bei den Notebooks. Selbst der beliebte P2719H von Dell (Hst.-Nr. DELL-P2719H) ist derzeit noch in großen Stückzahlen verfügbar. Will man aber den Winter nicht ohne Monitor im Homeoffice verbringen, ist jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, um sich einen Bildschirm zuzulegen, bevor sich der Trend weiter fortführt.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten TFT seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je TFT

 

Keine Normalisierung in Sicht bei den Webcams

Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht bei den Webcams der Ausnahmezustand: Der Lagerbestand ist nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau und Besserung will sich kaum einstellen. Besonders im Vergleich zum Jahresbeginn wird deutlich, dass die Bestandszahlen massiv zurückgegangen sind.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Webcams seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Webcam

 

Dieser Zustand zeichnet sich auch in den Preisen ab: So muss man teilweise mit dem dreifachen des bisherigen Preises rechnen – wie beispielsweise die Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) deutlich erkennen lässt: Lag der HEK bis März noch sehr stabil bei rund 15 Euro, werden aktuell um die 70 Euro fällig.

Preis/Lager/Status-Historie Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) Januar bis November 2020

 

Wann sich die Verfügbarkeiten wieder normalisieren, bleibt abzuwarten. Mit den Impfstoffen, die Ende des Jahres bereitgestellt werden sollen, stehen die Chancen gut, dass sich die Lage im nächsten Jahr verbessert und Arbeitnehmer wieder mehrheitlich zurück in die Büros kehren können. Und damit wird vermutlich auch die Nachfrage nach Homeoffice-tauglichen Geräten zurückgehen.

Für alle, die aufgrund der Lagerknappheit nicht auf ihr Wunsch-Notebook zurückgreifen konnten, gilt es Ruhe zu bewahren. Die letzte Welle der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich die Lager genauso schnell erholen, wie sie leergeräumt wurden. Und für alle Ungeduldigen bietet ITscope eine ganze Reihe an Alternativen: Bei über 370 gelisteten Distributoren findet sich immer ein Produkt, das gleichwertig oder sogar noch besser geeignet ist.

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25.11.2020|
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Der Channel im Grafikkarten-Fieber

 

Was haben die Corona-Pandemie und der Bitcoin-Hype gemeinsam? Beide Themen sind in der aktuellen Berichterstattung in aller Munde. Und in beiden Fällen handelt es sich um wichtige Einflussfaktoren im Grafikkarten-Boom, der den ITK-Markt unlängst auf Trab hält.

Karlsruhe, 23.03.2021 – Der andauernde Lockdown zwingt weiterhin zum Zuhausebleiben und macht Spielkonsole und PC zur willkommenen Abwechslung. Doch der Home Entertainment-Trend wirkt sich auch deutlich auf das Grafikkarten-Segment aus: Aktuelle Daten der GfK beziffern das Umsatzwachstum im vierten Quartal 2020 in Deutschland mit 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese steigende Nachfrage treibt die Preise für das Gamer-Zubehör immens nach oben.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Nachfrage

Doch noch ein weiterer Faktor übt Druck auf den Markt aus: Seit Herbst letzten Jahres ist der Kurs für Bitcoins regelrecht explodiert, was es für Krypto-Miner wieder lukrativ macht, in die entsprechende Hardware zu investieren. Für das Mining, den Vorgang zur Herstellung der Kryptowährung, benötigen professionelle Miner Unmengen an Rechenleistung: Neben einem geeigneten Computer ist dazu auch eine leistungsstarke Grafikkarte nötig – was die Nachfrage weiter steigen lässt. Der Markt gerät in Schieflage und Hobbygamer, mit meist deutlich geringerem Budget, haben dabei das Nachsehen. Hersteller wie Nvidia, deren Kunden aus der Gamerszene kaum noch an die Karten kommen, versuchen deshalb, der Nutzung zu Miningzwecken entgegenzuwirken. Grafikkarten mit sehr hoher Leistung, wie die Geforce RTX 3060, werden gezielt so ausgeliefert, dass sie das Mining verlangsamen. 

Eine aktuelle Analyse der ITscope-Plattform bestätigt den Grafikkarten-Boom ebenfalls: Lagen die Klickzahlen zwischen dem ersten und dritten Quartal 2020 innerhalb der Top 10-Grafikkarten der ITscope-Plattform noch bei einem durchschnittlichen Wert von 833 Klicks, wächst dieser in Q4 2020 um 160 Prozent auf rund 2.170 Klicks und in Q1 2021 sogar auf 3.200 Klicks – ein schwindelerregendes Wachstum von mehr als 280 Prozent.

Der Preis bleibt nicht unberührt

Dass diese Entwicklung auch nicht unbemerkt am Preis vorbeigeht, war vorhersehbar: Der HEK der Top 10-Grafikkarten liegt in Q1 und Q2 im Schnitt bei 470 Euro, steigt in Q3 und Q4 jedoch bereits auf 750 Euro. Der Sprung im aktuellen Quartal ist jedoch nochmals eine enorme Steigerung: Der durchschnittliche HEK der letzten Wochen beträgt fast 1.100 Euro – ein weiteres Wachstum um fast 50 Prozent. 

Besonders deutlich wird dieses Bild anhand der seit 2019 gelisteten RX 5700 XT GAMING X von MSI. Hier liegt der HEK bis auf kleinere Ausreißer sehr stabil zwischen 350 und 400 Euro – bis Februar dieses Jahres, wo die Kurve innerhalb kürzester Zeit auf über 1.100 Euro springt. Auch die Produkt-Klick-Historie verdeutlicht das wachsende Interesse an der RX 5700 XT GAMING X ab November letzten Jahres.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI RX 5700 XT GAMING X (Hst.-Nr. V381-032R) April 2020 bis März 2021


Zwar profitieren auch die Neuerscheinungen vom aktuellen Boom im Grafikkarten-Sortiment, noch mehr gilt dies jedoch für ältere Modelle – wie auch die GTX 1050 TI GAMING X 4G
von MSI aus dem Jahr 2016, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters zuletzt sehr gefragt ist. Auch in diesem Beispiel klettert der zuvor äußerst stabile HEK von 120 auf aktuell fast 300 Euro.

 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie MSI GTX 1050 TI GAMING X 4G (Hst.-Nr. V335-001R) April 2020 bis März 2021


Die weiter steigenden Infektionszahlen erwecken im Moment nicht den Eindruck, als würde sich hier zeitnah Veränderung einstellen. Sollte der Lockdown jedoch in absehbarer Zeit eingestellt werden, könnten die wärmeren Temperaturen im Frühjahr vermehrt zu Outdoor-Aktivitäten einladen und das Interesse an Home Entertainment wieder abnehmen. Beim Bitcoin hingegen bleibt die Entwicklung weiterhin spannend: Die Krypto-Währung sorgte in den letzten Jahren immer wieder für eine Überraschung.

Mehr zum Thema erfahren Sie im kommenden ITscope Marktbarometer für das erste Quartal 2021, welches Ende April in unserer Mediathek erscheint.

 

23.03.2021|

Notebooks, Monitore und Webcams – die “Gewinner” der Krise: ITscope Jahresrückblick 2020

 

Was waren die beliebtesten ITK-Produkte des Jahres? Um das herauszufinden, blickt ITscope auf die vergangenen Monate zurück und hat die gefragtesten Produkte der meistgeklickten Kategorien des Jahres der ITscope-Plattform ausgewertet. Bei Lenovo, Dell und Logitech lief es dabei außergewöhnlich gut.

Karlsruhe, 25.02.2021 – Das Jahr 2020 war ein konstantes Auf und Ab – nicht nur mit Blick auf die steigenden und wieder fallenden Infektionszahlen während der Pandemie oder die sich stetig verändernden Regeln des Lockdowns. Auch der ITK-Channel unterlag in den letzten Monaten deutlichen Schwankungen. Der plötzliche Run ins Homeoffice sorgte für einen massiven Anstieg bei der Nachfrage nach dem nötigen Equipment, um sich in den eigenen vier Wänden bürotechnisch auszustatten. Insbesondere die Zahlen für das vierte Quartal 2020 des ITscope Marktbarometers zeigten: Notebooks, Monitore und Webcams sind die Überflieger des Jahres und die absoluten “Gewinner” der Pandemie. 


Für Lenovo standen 2020 alle Zeichen auf Erfolg: Mit dem ThinkPad E15 erzielte der chinesische Hersteller ein wirklich beeindruckendes Ergebnis. Schon direkt nach der erstmaligen Listung im November 2019 ergatterte das ThinkPad E15 den zweiten Platz der Notebook-Charts – mit fast 5.000 Klicks. Und seitdem ging es immer weiter nach oben: In Q2 war es mit 10.000 Klicks zum Peak der Corona-Pandemie schon der erste Platz, den das beliebte Notebook während des dritten Quartals mit fast 13.000 Klicks hält. Als krönender Abschluss folgt dann das Spitzenergebnis von über 21.000 Klicks im vierten Quartal.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis Dezember 2020

 

Ähnlich gut sieht es bei den Monitoren aus, denn auch sie profitieren als unerlässliches Zubehör ungemein vom Homeoffice-Boom und gehen als klare Sieger aus der Pandemie hervor. Das TFT-Pendant zum ThinkPad E15 ist der P2419H von Dell. Seit dem vierten Quartal 2019 beansprucht der beliebte 24” LED-Monitor den ersten Platz für sich. Doch von Ausruhen an der Spitze kann hier nicht die Rede sein, denn auch der P2419H steigert sein Ergebnis kontinuierlich. Mit knapp 6.000 Klicks in Q1 und Q2 scheint der P2419H nur Anlauf zu nehmen, um in Q3 beeindruckende 9.000 Klicks zu erreichen. Und auch das reicht noch nicht, in Q4 steigert sich die Zahl nochmal auf über 13.000 Klicks – ein wirklich starkes Ergebnis für ein bereits seit 2018 gelistetes Gerät. Verglichen mit der UltraSharp-Reihe beinhaltet die P-Reihe günstigere Budget-Modelle. Der Verdacht liegt nahe, dass für das Zweitgerät im Homeoffice bevorzugt zu den preiswerteren Modellen gegriffen wird.

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Dell P2419H (Hst.-Nr. DELL-P2419H) Januar bis Dezember 2020

Auch insgesamt erreichen die topplatzierten Monitore in Q4 beeindruckende Klickzahlen: Lag der durchschnittliche Wert der Top 10 vom ersten bis zum dritten Quartal bei rund 22.000 Klicks, verdoppelt er sich in Q4 nahezu auf über 40.000 Klicks. 

 

Ein wirklich extremes Bild zeichnete sich bei den Webcams ab. Mitte des Jahres herrschte der absolute Ausnahmezustand, in keinem Heimbüro sollte es an den für Videotelefonie unerlässlichen Geräten fehlen. Und das zeigt sich auch in den Klickzahlen: Mit noch rund 26.000 Klicks auf die Top 10-Netzwerkkameras in Q1 wächst das Interesse im Zuge der Corona-Pandemie massiv und gipfelt in Q2 bei schwindelerregenden 72.000 Klicks. In Q3 flachen die Zahlen wieder etwas ab auf rund 36.000 Klicks, bevor zur zweiten Welle in Q4 die Nachfrage mit knapp 58.000 Klicks wieder anzieht. Besonders Logitech profitiert von dem wachsenden Bedarf an Webcams und sichert sich nicht nur beinahe ausnahmslos die Top 10, sondern belegt auch mit der extrem beliebten HD Pro Webcam C920 durchweg den ersten Platz. Im Test überzeugt die Kamera mit scharfen Videos und natürlicher Farbwiedergabe. 

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech HD Pro Webcam C920 (Hst.-Nr. 960-001055) Januar bis Dezember 2020

 

Genau wie die Webcams sind auch die Headsets momentan nicht mehr vom Schreibtisch wegzudenken. Auch hier verlaufen in Q2 mit fast 40.000 und in Q4 mit rund 33.000 Klicks die Peaks analog zu den Infektionsquellen. Neben Jabra ist Logitech auch in dieser Kategorie äußerst erfolgreich. Das On-Ear PC Headset 960 USB liegt das gesamte Jahr vorne – eine beachtliche Leistung für ein seit über zehn Jahren gelistetes Headset. Dass Logitech im Frühjahr und Sommer mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte und die Preise dadurch in die Höhe steigen, zeigt, wie auch bei der Logitech HD Pro Webcam C920, die Preis/Lager/Status-Historie:

Preis/Lager/Status-Historie und Produkt-Klick-Historie Logitech PC Headset 960 USB (Hst.-Nr. 981-000100) Januar bis Dezember 2020

 

Im Bereich der Tablets ist ebenfalls ein Anstieg der Klickzahlen im vierten Quartal 2020 zu beobachten: Mit durchschnittlich 23.000 Klicks zwischen Q1 und Q3 erreichen die Top 10-Tablets in Q4 insgesamt fast 49.000 Klicks. Apple mit dem 10.2-inch iPad von 2019 sowie ab September mit dem Folgemodell von 2020 und Microsoft mit dem Surface Pro 7 liegen während der Pandemie vorne. Besonders letzteres eignet sich auch optimal für einen flexiblen Wechsel ins Homeoffice, denn es steht einem normalen Notebook leistungstechnisch in nichts nach. 

 

Zwar sind sie nicht zwingend im Homeoffice nötig, so erleichtern Smartphones doch einiges – beispielsweise als praktische und einfach handhabbare Alternative zur Internettelefonie. Das Jahr 2020 war hier in jedem Fall eine Sternstunde für Apple: In Q1 lag noch das iPhone 8 vorne, dicht gefolgt vom iPhone 11, welches sich dann in Q2 den ersten Platz sichert. Schon hier nähert sich auf dem zweiten Platz der Player dem Feld, der den Rest des Jahres mit deutlichem Abstand an erster Stelle stehen wird: das iPhone SE in der zweiten Generation, welches leistungstechnisch absolut mit den Top-Modellen mithalten kann. Seinen Erfolg verdankt das iPhone SE wohl auch der allgemeinen Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. Viele, die bisher Apples Premium-Modelle mit Preisen von 1.000 Euro und mehr gekauft haben, setzen nun auf das preisgünstigere iPhone SE und nehmen dafür kleine Abstriche, wie beispielsweise bei der Kamera, in Kauf. 

 

Interessant ist auch das Bild, welches sich bei den Multifunktionsdruckern zeigt. Für einige Angestellte sind sie ein unverzichtbares Werkzeug im Homeoffice, weshalb auch hier die Nachfrage im zweiten Quartal sowie zuletzt im vierten Quartal nochmal anzog. Ganz klar dominiert 2020 hier HP, anfänglich mit dem HP LaserJet Pro M404dn, im dritten und vierten Quartal mit dem HP Officejet Pro 9010 All-in-One. Letzterer eignet sich sowohl für die Büro- oder Homeoffice-Nutzung und ist mit den Funktionen Drucken, Scannen, Kopieren und sogar Faxen ein echter Allrounder. Mit einem HEK von 225 Euro liegt er preislich im günstigeren Drittel. 

 

Die zuletzt noch als Ladenhüter abgestempelten Komplettsysteme scheinen im vierten Quartal 2020 wieder neuen Aufschwung zu erleben. Obwohl die PC-Systeme leider nicht als Homeoffice-Ausstattung punkten können und daher eher als Verlierer aus 2020 gehen, kann sich ein Komplettsystem dennoch in gewisser Weise als Gewinner behaupten: das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, welches durchgängig den ersten Platz der Kategorie einnimmt. Ein kompakter Mini-PC, der auch unter Last leise und stromsparend ist und im CHIP-Test hinsichtlich Preis-Leistung voll überzeugt. 

 

Spannend bleibt, wie sich das Bild in 2021 entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage, insbesondere bei Notebooks und Monitoren, auch 2021 erst einmal nicht nachlassen wird. Unabhängig davon, wie sich die Corona-bedingten Einschränkungen entwickeln, setzen viele Firmen langfristig auf den voll ausgestatteten Zweitarbeitsplatz im Homeoffice.

 

Sie möchten weitere Markteinblicke in die ITK-Branche erhalten? Im ITscope Marktbarometer erfahren Sie alles über die aktuellen Entwicklungen und die neuesten Trends des Quartals. Die Zahlen zur Auswertung sind detailliert je Quartal in den ITscope Marktbarometern des Jahres 2020 zu finden: zur ITscope-Mediathek

24.02.2021|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q4/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

 

Notebooks, Bildschirme und Tablets auf Rekordhoch: ITscope Marktbarometer Q4/2020

Die Klickzahlen bei Homeoffice-Ausstattung erreichen einen nie dagewesenen Höhepunkt und die neue PlayStation 5 ist heiß begehrt. Apples Neueinsteiger iPhone 12 und iPhone 12 Pro sahnen bei den Smartphones ab, bei den Tablets liegt Microsoft klar vorne.

Karlsruhe, 21.01.2021 – Während des aktuell verhängten Lockdowns ziehen sich viele Arbeitnehmer erneut ins Homeoffice zurück. Offensichtlich fehlt es aber weiterhin an entsprechender IT-Hardware: Notebooks und Monitore, aber auch Business-Tablets, sind gefragt wie nie, wie das ITscope Marktbarometer für Q4/2020 zeigt. 

Seit dem vierten Quartal des Jahres 2020 befindet sich Deutschland erneut im Lockdown: Was im November vorerst mit einem Teil-Lockdown begann, entwickelte sich aufgrund ausbleibender Besserung zur harten Abriegelung. Bereits die steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle im Herbst ließen einen erneuten Rückzug ins Homeoffice vermuten. Einer Befragung des Digitalverbandes Bitkom von Anfang Dezember nach arbeitet derzeit fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland zumindest teilweise im Homeoffice, 25 Prozent davon sind ausschließlich zu Hause. In der Politik wurden unlängst Stimmen laut, die, sofern es die Tätigkeit ermöglicht, eine Homeoffice-Pflicht fordern. Nicht ausreichende IT ist dabei nur ein Grund, der den Unternehmen dieses Vorhaben erschwert. Die aktuellen Zahlen des ITscope Marktbarometers zeigen jedoch, dass viele Firmen durchaus für entsprechendes Equipment sorgen. 

Bei den Notebooks, dem wohl essentiellsten Gerät für das Arbeiten am eigenen Schreibtisch, gehen die Klickzahlen nur so durch die Decke und Lenovo bricht mit dem ThinkPad E15 sämtliche Rekorde. Gleiches gilt auch für die mindestens genauso wichtigen Bildschirme: Mit dem P2419H ist Dell zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs – das bereits außerordentlich gute Ergebnis des Vorquartals verbessert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent. 

Sicherlich auch in Zusammenhang mit hinzugewonnener Freizeit – vor allem in den eigenen vier Wänden – steht der Hype um die neue PlayStation 5. Hauptgrund ist aber vielmehr, dass Sony wieder einmal nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ausreichende Stückzahlen produzieren konnte, wodurch Vorbestellungen teilweise gecancelt werden mussten und nun auf dem Schwarzmarkt Geräte zu völlig überteuerten Preisen angeboten werden. Das große Interesse an der Next Gen-Konsole treibt auch die Klickzahlen nach oben und katapultiert die PlayStation 5 direkt in die Highflyer-Charts. 

Mit dem iPhone 12 und dem iPhone 12 Pro gehen zwei Neueinsteiger bei den Smartphones an den Start und landen aus dem Stand direkt in den Top 10. An diese Erfolge kann Apple im Tablet-Segment allerdings nicht anknüpfen und muss Microsoft hier die verdiente Führung überlassen. Ein Hoffnungsschimmer ist bei den Komplettsystemen erkennbar: Die Ladenhüter der letzten Monate konnten wieder mehr Interesse auf sich ziehen – das lassen zumindest die wachsenden Klickzahlen in der Kategorien vermuten. Auch AMD konnte sich im vergangenen Quartal nochmal einen ordentlichen Push im Wettkampf um die CPU-Krone sichern.

 

Highflyer: PlayStation 5 legt Senkrechtstart ins “Weihnachtsquartal” hin

2020 war in jeglicher Hinsicht ein außergewöhnliches Jahr: War der ITK-Channel zu Beginn des Jahres von Lieferengpässen beim Homeoffice-Equipment betroffen, stabilisierte sich der Zustand im Frühjahr und Sommer weitestgehend. Mit steigender Nachfrage im Herbst begannen erneut die Hamsterkäufe – besonders begehrt waren wieder die Notebooks. Nicht weiter verwunderlich also, dass auch in Q4 – dem “Weihnachtsquartal” – alles anders ist.

Der kalifornischer Hersteller Apple, der sonst dafür bekannt ist, im 4. Quartal das Weihnachtsgeschäft zu dominieren, musste im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einbußen hinnehmen: Zwar liegt das neue iPad in den Highflyer-Charts vorne, die restlichen Spitzenreiter sind jedoch bunt gemischt.

The same procedure as every year: Vor genau einem Jahr, in Q4 2019, hat es die 7. Generation auf den ersten Platz geschafft, 2020 tritt nun die 8. Generation des iPad 10.2 in die Fußstapfen des Vorgängers. Mit über 7.600 Klicks liegt der aktuell günstigste Vertreter der iPad-Familie (335 Euro im HEK) verdient vorne – obwohl sich im Vergleich zum Vorjahresmodell technisch nicht allzu viel getan hat: Die wohl größte Neuerung ist die Umstellung vom A10 Fusion-Chip auf den A12 Bionic. Damit verspricht sich Apple eine höhere Rechenleistung – die auch der CHIP-Test von Oktober 2020 bestätigt. Bei Farben und Kontrast zeichnet sich allerdings der günstige Preis des iPads wortwörtlich ab: Diese fallen, wie schon bei der Vorgängerversion, eher mäßig aus. Alles in allem erhält man mit dem iPad ein solides Tablet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Den zweiten Platz sichert sich MSI mit der GeForce RTX 3080 GAMING X TRIO Grafikkarte. Auch das ist keine Überraschung: Seit dem Release der RTX-Reihe herrscht ein regelrechter Run auf die raytracing-fähigen Grafikkarten. Denn zum einen beeindruckt die RTX-Reihe im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit einem signifikanten Leistungsanstieg. Hinzu kommt außerdem die anhaltende Corona-Pandemie, die mit Social Distancing und Lockdown mehr Zeit für Indoor-Hobbies lässt – und die nutzen viele Bastler, um ihren PC mit der neusten Technik auszustatten. Erschwerend kommt außerdem der Release der Next Gen-Konsolen hinzu, in welchen die neue Technik ebenfalls verbaut wird. Kein Wunder also, dass die Hersteller mit der Versorgung nicht mehr nachkommen. Auch bei ITscope ist die RTX 3080 seit ihrem Release fast ständig ausverkauft. Doch Hoffnung auf Besserung ist in Sicht: Die Hersteller rechnen damit, dass sich die Lage Ende Januar entspannen wird.

Auf den dritten Platz schafft es diesmal ein eher untypisches Highflyer-Produkt: die PlayStation 5 von Sony. Doch überraschend ist dieses Ergebnis nicht, denn Sony hat mit der Next Gen-Konsole wieder sämtliche Rekorde gebrochen und ist seit dem Release im November restlos ausverkauft – eine Situation, die vielen Fans noch aus der Vergangenheit bekannt ist. Auch beim aktuellen Generationenwechsel schafft es Sony nicht, der hohen Nachfrage, insbesondere kurz vor Weihnachten, nachzukommen. Wer jetzt eine Konsole haben möchte, der muss sich erstmal gedulden. Wann die PlayStation 5 wieder verfügbar ist, bleibt weiterhin unklar. 

Auf dem 4. Platz landet mit 2.355 Klicks Apples iPhone 12. Dieses sticht zwar nicht durch besondere Innovationen hervor, ist aber ein echter Leistungs-Champion – nicht zuletzt dank des energieeffizienten A14 Bionic-Chips von Apple. Ansonsten ist das iPhone 12 wie zu erwarten ein Smartphone der Spitzenklasse mit einem hervorragenden Bildschirm, top Kameras und einem leistungsfähigen Akku. Im HEK muss man derzeit rund 750 Euro für die 64 GB-Variante hinlegen. Ein Netzteil ist allerdings nicht inklusive: Falls man dieses nicht bereits zu Hause hat, muss man zusätzlich 25 Euro investieren. Die Frage nach dem Warum beantwortet Apple mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen. 

Auf Platz 5 schafft es mit rund 2.100 Klicks die AMD Ryzen 9 5900X der neuen Generation. Damit macht AMD dem bereits schwächelnden Gegner Intel eine weitere Kampfansage – Intel musste im vergangenen Jahr knapp 5 Prozent Umsatz sowie 29 Prozent Gewinn einbüßen. An der Fertigungsweise zur Vorgeneration hat AMD nichts verändert, nach wie vor kommt die 7 nm-Technologie zum Einsatz. Die neue Generation punktet allerdings besonders im Bereich Bildrendering und Berechnung von Objekten – hier schlägt die Ryzen 9 5900X sogar den Threadripper 3990X. Ob sich der Wechsel auf die neue CPU allerdings lohnt ist fraglich: AMD hat nach einem starken Jahr die Preise für die neue Generation um rund 150 Euro hochgeschraubt. Bei ITscope ist die Ryzen 9 5900X zuletzt für 610 Euro im HEK erhältlich. 

Auf den 8. Platz klettert die seit Oktober gelistete Webcam C505 von Logitech. Mit Blick auf die Entwicklung der Klickzahlen während der letzten Monate ist dieser schnelle Aufstieg allerdings wenig überraschend: Durch das Homeoffice wurden Webcams zum Dauerbrenner – und die Preise verdreifachten sich teilweise. Mittlerweile scheinen sich Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen zu haben und die C505 ist in großen Stückzahlen verfügbar. Der Preis von rund 70 Euro im HEK nähert sich ebenfalls wieder dem Normalniveau – im Peak im November lag er noch bei knapp 100 Euro.

 

TFTs: Dell ungebrochener Spitzenreiter, Samsung sorgt für frischen Wind

Dell ist nicht zu bremsen: Mit dem P2419H nimmt der US-amerikanische Hersteller erneut den 1. Platz für sich ein – und ist damit zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter in der Kategorie TFTs. Das bereits im vergangenen Quartal außerordentlich gute Ergebnis steigert der P2419H nochmals um fast 50 Prozent und erreicht damit ein phänomenales Ergebnis von über 13.000 Klicks. Sogar der HEK Trend geht leicht nach oben – alles andere als üblich bei einem Modell, dass bereits seit 2018 gelistet ist. Mit dem P2419H bietet Dell einen mit 150 Euro im HEK günstigen 24-Zöller mit Full HD-Auflösung. Und der Erfolgskurs setzt sich fort: Die Variante mit 27 Zoll – der P2719H –  schafft es auf Platz 2 in der TFT-Kategorie.

In Q4 spielt auch Samsung vorne mit und springt mit dem Flip gleich zweimal in die Top 10: Die 55 Zoll-Variante erreicht Platz 5 und auf Platz 8 folgt die 65 Zoll-Variante. Mit der Flip-Reihe liefert Samsung eine digitale Variante des klassischen White- bzw. Flipboards als Touchscreen mit entsprechenden Stiften für zeitgemäße Meetings – vorausgesetzt, diese finden vor Ort statt. Mit jeweils 1.600 und 1.800 Euro im HEK sind die Flips zwar nicht günstig, in der Vergangenheit hat sich aber gezeigt, dass das digitale Board gut im Channel ankommt. 

Der in der Kategorie TFTs sonst eher unbekannte Hersteller Lenovo erreicht mit dem ThinkVision T24i-20 Platz 9 und bringt damit endlich frischen Wind in die Top 10. Der T24i-20 ist erst seit Juni 2020 bei ITscope gelistet und hat sich dennoch gegen die “alteingesessenen” TFTs bewährt. Optisch bleibt Lenovo seinem gewohnten Design mit schwarz, rot und silber treu. Der Zero Frame-Bildschirm lässt die Bildschirmfläche größer wirken und erleichtert die Arbeit mit mehreren Monitoren. Ansonsten bietet der Bildschirm das standardmäßige Repertoire: 24 Zoll, Full HD, IPS-Panel, ergonomisch verstellbare Höhe und die üblichen Anschlüsse. Mit einem HEK von 176 Euro kann der Monitor aber preislich allemal mit den deutlich älteren Modellen der Top 10 mithalten. 

 

Smartphones: Apple mit Neueinsteigern wieder auf der Überholspur

Im vierten Quartal wartet die Kategorie der Mobiltelefone nicht gerade mit großen Überraschungen auf. Apple dominiert mit den iPhones wie zu erwarten mit neun Plätzen die Top 10 fast komplett alleine. Als wäre das allein nicht schon eine reife Leistung, sind außerdem gleich sechs der neun topplatzierten iPhones erst seit Mitte Oktober bei ITscope gelistet und damit absolute Neueinsteiger.

Zwei Senkrechtstarter sind unter anderem das iPhone 12 auf dem 3. Platz und das iPhone 12 Pro – trotz eines stolzen Preises von 1.115 Euro im HEK – auf dem 4. Platz. Aber was haben die beliebten neuen Geräte technisch alles auf dem Kasten? Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro haben beide den neuen A14 Bionic-Chip von Apple verbaut, der im Smartphone-Kosmos in punkto Performance derzeit den Ton angibt. Der größte Unterschied zwischen den beiden Smartphones findet sich jedoch bei den Kameras: Hier legt die Pro-Variante mit einer Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv-Kamera vor. Beim iPhone 12 hingegen wurde auf das Teleobjektiv verzichtet – das Modell ist aber mit rund 745 Euro im HEK auch ein ganzes Stück erschwinglicher als die Pro-Variante. 

Ein weiterer Neuankömmling findet sich auf Platz 21: Das Google Pixel 4a, welches seit September 2020 bei ITscope gelistet ist. Hierbei handelt es sich um ein solides Smartphone der Mittelklasse, das im CHIP-Test die Note “Gut” erreicht. Punkten kann das Smartphone mit einer ausgezeichneten Kamera, langer Akkulaufzeit und einem hellen Display. Bei schwachem Licht kommt die Kamera jedoch an ihre Grenzen und auch die Ladezeit des Akkus könnte etwas kürzer ausfallen. Insgesamt jedoch Abstriche, die man bei einem HEK von nur 371 Euro durchaus in Kauf nehmen kann. 

 

Tablets: Microsoft Surface Pro 7 überzeugt auf ganzer Linie

Bei den Tablets hat Microsoft die Nase vorn und Apple muss deutlich zurückstecken. Auch in dieser Kategorie sind die Klickzahlen massiv gestiegen: Hatte die Top 10 in Q3 noch insgesamt rund 22.000 Klicks, sind es in diesem Quartal in Summe fast 49.000. Grund für diesen Anstieg ist auch die große Beliebtheit der Microsoft-Geräte: Viele Systemhäuser setzen konsequent auf Microsoft-Umgebungen, auch im Hardware-Bereich bei Notebooks und Tablets.

Den ersten Platz hat sich das Surface Pro 7 von Microsoft gesichert und verbannt damit den Vorquartalssieger der Kategorie, das iPad 10.2-inch von 2019 auf den 34. Platz. Das Business-Tablet ist eine praktische Lösung für den kurzfristigen Wechsel ins Homeoffice: Dank USB-C-Anschluss können bis zu zwei externe Monitore angeschlossen werden. Auch in seinen verschiedenen weiteren Varianten scheint das Pro 7 äußerst gefragt zu sein: So belegt beispielsweise die Variante mit 256 GB in Mattschwarz den 4. sowie mit 128 GB und der Farbe Platin den 5. Platz. Auf Platz 1 steht ebenfalls die Variante in Platin mit 256 GB und einem HEK von rund 1.000 Euro – und das mit sensationellen 14.000 Klicks. Damit bespielt Microsoft den Bereich der Business-Tablets deutlich besser als Konkurrent Apple mit dem iPad Pro. Dieses bleibt im Q4 unverändert auf dem 13. Platz. 

Doch auch Apple verzeichnet einige kleinere Triumphe: So springt das seit September gelistete iPad 10.2 der neuesten Generation von Platz 191 auf den 2. und wird damit der verdiente Highflyer der Kategorie. Mit nur 334 Euro im HEK ist es erwartungsgemäß preiswert und schafft es auf stolze 7.630 Klicks. Die wohl größte Neuerung dieser Generation liegt wahrscheinlich in der Umstellung von Fusion-Chips hin zu den Bionic-Chips, die auch in den iPhones verbaut werden. Davon verspricht sich Apple eine höhere Performance bei reduziertem Energieverbrauch. 

Einzig Samsung muss in diesem Quartal noch mehr einstecken als Apple: Der südkoreanische Hersteller wird komplett aus der Top 10 verdrängt und schafft es mit dem Galaxy Tab A nur auf den 11. Platz. 

 

Notebooks: Lenovo bricht mit ThinkPad E15 alle Rekorde

Lenovo hat die Kategorie Notebooks im Jahr 2020 klar für sich entschieden und mit dem ThinkPad E15 alle Rekorde geknackt: Über 21.000 Klicks hat das Notebook in diesem Quartal erzielen können, mehr als die Plätze 2 bis 7 zusammen und mehr als doppelt so viel wie der Spitzenreiter aus Q4 2019 – erneut ein vollkommen verdienter erster Platz. Ob der Hype im neuen Jahr weiter anhält bleibt abzuwarten – die Lager zumindest sind mittlerweile wieder gut gefüllt für die anhaltende Begeisterung für das ThinkPad E15, welches nun bereits das dritte Quartal in Folge die Pole Position der Notebooks für sich beansprucht. 

Platz 2 sichert sich ebenfalls Lenovo mit dem ThinkPad L15, das seit Juni 2020 bei ITscope gelistet ist. Die L-Reihe von Lenovo steht für preiswerte Business-Notebooks mit mittlerer Ausstattung: Der Zweitplatzierte kommt mit einem Intel i5 Prozessor 8 GB RAM und 256 GB SSD Speicher. Wer ein bisschen mehr Rechenleistung benötigt, der sollte allerdings auf das L15 mit AMD-Prozessor zurückgreifen. Dieser erzielt im Test bessere Werte als die Variante mit i5.

Platz 4 und 5 sichert sich HP mit dem HP ProBook 450 G7 in verschiedenen Ausführungen. Das seit Anfang 2020 gelistete Notebook scheint an Beliebtheit nicht zu verlieren und ist schon seit mehreren Monaten oben mit dabei. Mit dem 5. Platz in diesem Quartal ist zuletzt die stärkste Ausführung mit i7 Prozessor und 16 GB Ram aufgestiegen. 

Auf den 10. Platz schafft es ein Aufsteiger von Dell: Der Latitude 3510, der seit Juni 2020 gelistet ist, springt von Platz 208 direkt in die Top 10. Preislich bewegt sich das Modell mit rund 700 Euro im HEK im Mittelklasse-Niveau, weist im Test aber auch ein paar Mängel auf: Der Bildschirm ist wenig kontrastreich und dunkel, die RAM läuft im Single Channel-Modus, was sich negativ auf die Leistung auswirkt. Davon abgesehen bekommt man aber ein solides Notebook, was mit guter Akkulaufzeit überzeugt und durchaus auch für den Business-Bereich geeignet ist.

 

PC-Komplettsysteme: Geht es nach dem Tiefstand wieder bergauf?

Das vierte Quartal ist verhältnismäßig gut gelaufen für die Komplettsysteme, die auf ein Jahr des Stillstands zurückblicken. Die große Innovation bleibt zwar aus, jedoch scheint das Interesse an der Kategorie wieder zu wachsen.

Das Lenovo ThinkCentre M720q liegt mit beachtlichen 9.900 Klicks erneut auf dem ersten Platz. Im Vergleich zum Vorquartal haben sich die Klickzahlen für das ThinkCentre M720q damit fast verdreifacht. Und auch insgesamt sieht es wieder besser aus für die Komplettsysteme: Insgesamt haben die Top 10 im Vergleich zu Q3 rund 13.000 Klicks hinzugewonnen. 

Die HP ProDesk-Reihe ist weiterhin sehr beliebt und in diesem Quartal gleich viermal in der Top 10 vertreten. Mit dem ProDesk 400 G5 und dem ProDesk 400 G6 sichert sich der kalifornische Hersteller in verschiedenen Ausführungen die Plätze 2, 4, 5 und 6. Die ProDesk-Reihe ist dabei etwas preiswerter als das erstplatzierte Lenovo ThinkCentre.

 

Grafikkarten: MSI hat die Top 10 im Griff

Mit der Ampere-Architektur bringt Nvidia Ende 2020 einiges an Bewegung in die Kategorie der Grafikkarten. Die RTX 3000er-Reihe von MSI verbessert sich massiv hinsichtlich ihrer Leistung, sowohl was die klassische Grafikdarstellung als auch das Thema Raytracing betrifft – und das zu einem deutlich günstigeren Preis als bei den Vorgängermodellen.

Diese Fortschritte befeuern auch einige Senkrechtstarter von Hersteller MSI, der mit 7 von 10 Platzierungen die Top 10 gut im Griff hat: Die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR macht einen beachtlichen Sprung von 73 auf Platz 1. Im Vergleich zur Founders Edition bietet die MSI GEFORCE RTX 3080 GAMING X TR eine leichte Leistungssteigerung und ist unter Auslastung deutlich leiser. Noch größer ist der Aufstieg der MSI GEFORCE RTX 3090 VENTUS 3X24GOC, die von 701 auf Platz 3 klettert und durch Top-Leistung und 24 GB-Speicher besticht. Das lässt sich MSI aber auch gut bezahlen: Bei mehr als 1.400 Euro im HEK muss man für diese Grafikkarte tief in die Tasche greifen. Mit der erst seit Oktober 2020 gelisteten GeForce RTX 3070 VENTUS 3X OC schnappt sich ein Neueinsteiger von MSI den zweiten Platz. 

 

Mainboards: Intel boomt bei den Topplatzierten

Bei den Mainboards sorgen die drei “üblichen Verdächtigen” MSI, Gigabyte und Asus für einige Bewegung in der Top 10. Überraschend ist zudem, dass auf den ersten vier Plätzen ausschließlich Mainboards mit Intel-Chipsatz vertreten sind, obwohl doch die Chipsätze von AMD momentan in der Beliebtheit vorne liegen.

Auf dem ersten Platz liegt in diesem Quartal das ASUS PRIME Z490-P Motherboard. Das LGA1200– Board zeichnet sich besonders durch seine gute Kühlleistung mit zwei VRM-Kühler und Wärmeleitpads aus. Optimiert ist der Sockel für alle Intel Core-Prozessoren der 10. Generation. Mit 127 Euro im HEK bewegt sich das Mainboard im Mittelklasse-Preissegment.

Den zweiten Platz besetzt dieses Quartal ein weiteres Board für Intel-Prozessoren: das Gigabyte H410M S2H. Dieses ist mit 60 Euro im HEK deutlich preiswerter als das ASUS PRIME Z490-P, bietet dementsprechend aber auch nicht ganz so viel.

Den 5. Platz sichert sich das ASUS ROG Strix X570-E Gaming: Hierbei handelt es sich um ein AM4-Mainboard der Spitzenklasse für AMD-Prozessoren. Die RAM ist dabei erweiterbar auf bis zu 128 GB, Heatpipe und Wärmepads sorgen dafür, dass das Mainboard nicht überhitzt. Mit 247 Euro im HEK erreicht das ASUS ROG Strix X570-E Gaming allerdings auch preislich die Mainboard-Spitze.  

 

Prozessoren: 2020 macht AMD zum CPU-Sieger

Das Kopf-an-Kopf-Rennen von 2020 kommt in Q4 zu einem klaren Ergebnis: AMD startet mit gleich vier Neueinsteigern durch und dominiert mit den Platzierungen 1 bis 7 die Top 10. Damit lässt der Hersteller mit Sitz in Kalifornien keine Zweifel an seiner neuen Überlegenheit gegenüber Konkurrent Intel. Seit über einem Jahr liefern sich die beiden Marktführer einen erbitterten Kampf um die CPU-Krone, das Jahr 2020 kann AMD nun endgültig als Sieg verbuchen – was nach einer Ära der Intel-Dominanz wirklich beachtlich ist. 

Mit der neuen Generation der Prozessoren Ryzen 5, 7 und 9 ist AMD extrem erfolgreich ins Geschäft eingestiegen. Der erst seit Oktober gelistete AMD Ryzen 9 5900X landet dabei aus dem Stand auf dem 3. Platz. Mit 12 Kernen, 24 Threads und einem Boost von bis zu 4,8 GHz liefert AMD wieder einmal geballte Prozessor-Power. Im Test schlägt der Prozessor problemlos auch die Konkurrenz von Intel. Ganz billig ist die Leistung wie so oft aber nicht: Wer den neuen Ryzen 9 sein Eigen nennen möchte, muss derzeit 610 Euro im HEK bezahlen. 

Auf Platz vier und fünf sind mit den kleineren Ausführungen der Ryzen-Familie ebenfalls zwei Neueinsteiger von AMD zu finden: Der AMD Ryzen 5 5600X und AMD Ryzen 7 5800X, schneiden im Test ähnlich gut ab wie ihr “großer Bruder”. Mit 327 und 471 Euro im HEK kommt man mit den beiden Varianten aber eine ganze Ecke günstiger weg.

Doch Intel ganz aus der Top 10 zu verdrängen gelang AMD dann doch nicht: Der Intel Core i5 10400 schafft es auf den 8. Platz in der Kategorie CPU. Der seit April 2020 gelistete Prozessor kommt mit 6 Kernen und 12 Threads. Er soll dabei das Pendant zum Ryzen 5 bilden, schneidet im Leistungscheck allerdings schlechter ab als dieser – liegt preislich mit nur 143 Euro im HEK aber auch deutlich niedriger. 

Wie sich der Kampf um die CPU-Spitze in 2021 weiter entwickelt bleibt offen. Vor allem, weil sich noch ein dritter Spieler dem Feld nähert: Apple hat im September die ersten eigenen CPUs für das MacBook Air und Pro released und liefert AMD und Intel mit seinem M1 eine ernstzunehmende Kampfansage. Bei dem M1 handelt es sich um ein sogenanntes System-on-a-chip, wodurch sich Apple Leistungssteigerung bei geringem Energieverbrauch verspricht. Diese Performance wird erreicht, da im M1 je vier besonders leistungsfähige (“Firestorm”) und besonders effiziente (“Icestorm”) CPU-Kerne verbaut wurden. 

Schon jetzt bewirbt Apple in bekannt selbstbewusster Manier seinen Chip als leistungsstärker und effizienter als die Konkurrenz. Aktuell ist der Chip jedoch nicht solo erhältlich und steht daher auch nicht in direktem Wettbewerb mit AMD und Intel. Wie sich der Apple-CPU in der Praxis schlägt, bleibt vorerst abzuwarten. Viele Anwendungen sind noch nicht für die Arbeit mit dem M1 optimiert und benötigen Drittanwendungen für die Nutzung. 

 

Server: HP baut seinen Vorsprung weiter aus

In der Kategorie der Server tut sich in Q4 deutlich weniger als in anderen Kategorien. HP Enterprise baut den Vorsprung des Vorquartals weiter aus und besetzt im Alleingang die gesamte Top 15.

Vom zweiten auf den ersten Platz klettert mit über 1.200 Klicks die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base. Ausgestattet ist dieser mit einem Intel Xeon Silver Chip und 16 GB RAM, die sich allerdings, je nach Anforderung, auf bis zu 1,5 Terabyte erweitern lassen. Mit einem HEK von knapp 1.500 Euro liegt die HPE ProLiant ML350 Gen10 Base preislich im Mittelfeld.

 

Storage Systeme: Synology nimmt das Spielfeld für sich ein

Was HP Enterprise für die Server ist, ist Synology in der Kategorie der Storage Systeme: Der taiwanesische Hersteller besetzt mit nur einer Ausnahme die gesamte Top 10. Mit einem Aufstieg vom zweiten auf den ersten Platz verbessert die Synology Disk Station DS920+ nochmals ihre Position. Mit über 3.600 Klicks ist die erst seit Juli letzten Jahres gelistete DS920+ ein System, welches durch seine Performance auch im Test überzeugt. 

Auf Platz 7 versucht QNAP mit dem TS-251+ die Vormachtstellung von Synology zu durchbrechen. Das System, welches zwar schon seit 2015 bei ITscope gelistet ist, steht den neueren Modellen jedoch in nichts nach: Der TS-251+ ist mehr Mini-PC als Netzlaufwerk und die Cloud-Funktionen ermöglichen Datenzugriff von überall aus, weshalb sich das System auch gut für das abwechselnde Arbeiten in Büro und Homeoffice eignet. Mit einem fairen Preis von 315 Euro im HEK spielt der TS-251+ preis-leistungstechnisch ganz vorne mit.  

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Durlacher Allee 73
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Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
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Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

20.01.2021|

Hamsterkäufe bei Homeoffice-Equipment? Notebooks und Co. wieder dringend gesucht

 

Karlsruhe, 25.11.2020 – Wächst mit den steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle auch erneut die Nachfrage nach Homeoffice-Equipment? Die jüngste Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform zeigt, dass es viele Arbeitnehmer offenbar wieder aus dem Büro in die eigenen vier Wände zieht: Notebooks sind nahezu ausverkauft, bei den TFTs leeren sich ebenfalls die Lager und Webcams haben sich noch nicht einmal von der ersten Welle erholt. 

Waren im Frühling die Lager noch fast vollständig leer, entspannte sich die Lage bei den Distributoren über die Sommermonate und die Engpässe gingen größtenteils deutlich zurück. Mit Beginn des Herbstes und damit der zweiten Welle von COVID-19 fingen nicht nur die Hamsterkäufe von Toilettenpapier von Neuem an, auch die Nachfrage nach passenden Geräten für das Arbeiten im Homeoffice steigt wieder rasant.

 

Notebooks wiederholt nahezu ausverkauft

Der Gesamtlagerbestand der Notebooks spiegelt dabei ein wirklichkeitsgetreues Bild der Infektionswellen wieder: Zwischen März und April lagen die Bestände nahezu bei Null, normalisieren sich über den Sommer wieder und gehen mit steigenden Infektionszahlen im Oktober und November wieder komplett in den Keller.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Notebooks seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Notebook

 

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei dem für das Homeoffice besonders beliebten ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD001FGE) von Lenovo mit 8GB RAM und i5 Prozessor, welches seit Anfang Oktober restlos ausverkauft ist. Und das wirkt sich auch auf den Preis aus: Das sonst vergleichsweise günstige Notebook war zwischenzeitlich rund 100 Euro teurer als noch im August.

Preis/Lager/Status-Historie Lenovo ThinkPad E15 (Hst.-Nr. 20RD001FGE) Januar bis November 2020

Wer nicht auf ein E15 verzichten will, muss sich beeilen und auf das etwas teurere und leistungsstärkere ThinkPad E15 20RD (Hst.-Nr. 20RD0011GE) mit i7 Prozessor zurückgreifen. Allerdings wirkt sich die allgemeine Lagerknappheit bei diesem Modell noch stärker auf den Preis aus: Statt regulär rund 900 Euro im HEK muss man derzeit über 1100 Euro ausgeben.

 

Die im Homeoffice gleichermaßen unerlässlichen Monitore lassen ebenfalls eine Abwärtstendenz erkennen. Allerdings ist die Lage hier noch weit weniger dramatisch als bei den Notebooks. Selbst der beliebte P2719H von Dell (Hst.-Nr. DELL-P2719H) ist derzeit noch in großen Stückzahlen verfügbar. Will man aber den Winter nicht ohne Monitor im Homeoffice verbringen, ist jetzt vielleicht eine gute Gelegenheit, um sich einen Bildschirm zuzulegen, bevor sich der Trend weiter fortführt.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten TFT seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je TFT

 

Keine Normalisierung in Sicht bei den Webcams

Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht bei den Webcams der Ausnahmezustand: Der Lagerbestand ist nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau und Besserung will sich kaum einstellen. Besonders im Vergleich zum Jahresbeginn wird deutlich, dass die Bestandszahlen massiv zurückgegangen sind.

Auswertung der Top 100 der meistgeklickten Webcams seit Beginn 2020, durchschnittlicher Lagerbestand in Summe je Webcam

 

Dieser Zustand zeichnet sich auch in den Preisen ab: So muss man teilweise mit dem dreifachen des bisherigen Preises rechnen – wie beispielsweise die Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) deutlich erkennen lässt: Lag der HEK bis März noch sehr stabil bei rund 15 Euro, werden aktuell um die 70 Euro fällig.

Preis/Lager/Status-Historie Logitech HD Webcam C270 (Hst.-Nr. 960-001063) Januar bis November 2020

 

Wann sich die Verfügbarkeiten wieder normalisieren, bleibt abzuwarten. Mit den Impfstoffen, die Ende des Jahres bereitgestellt werden sollen, stehen die Chancen gut, dass sich die Lage im nächsten Jahr verbessert und Arbeitnehmer wieder mehrheitlich zurück in die Büros kehren können. Und damit wird vermutlich auch die Nachfrage nach Homeoffice-tauglichen Geräten zurückgehen.

Für alle, die aufgrund der Lagerknappheit nicht auf ihr Wunsch-Notebook zurückgreifen konnten, gilt es Ruhe zu bewahren. Die letzte Welle der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich die Lager genauso schnell erholen, wie sie leergeräumt wurden. Und für alle Ungeduldigen bietet ITscope eine ganze Reihe an Alternativen: Bei über 370 gelisteten Distributoren findet sich immer ein Produkt, das gleichwertig oder sogar noch besser geeignet ist.

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25.11.2020|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q3/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

Apple und Lenovo genießen den Sommer an der Chart-Spitze: ITscope Marktbarometer Q3/2020

Das dritte Quartal sorgt für anhaltenden Erfolg bei Apples iPhone SE und Notebook-Dauerbrenner Lenovo E15, Microsoft holt hingegen in den Highflyer-Charts deutlich auf. Nur bei den PC-Komplettsysteme hält die Krisenstimmung weiterhin an.

Karlsruhe, 22.10.2020 – Die Sommermonate führen hinsichtlich der Corona-Pandemie vorerst zu weiteren Erleichterungen. Doch der Winter steht vor der Tür und viele Unternehmen bereiten sich schon jetzt wieder auf einen Wechsel ins Homeoffice während der kalten Jahreszeit vor. Sämtliches Equipment für das Arbeiten von zu Hause erfreut sich daher weiterhin großer Beliebtheit, wie das ITscope Marktbarometer für Q3/2020 zeigt.

War das Homeoffice-Equipment noch zu Beginn des Jahres beinahe gänzlich ausverkauft, hat sich der Bestand über die letzten beiden Quartale zunehmend normalisiert. Doch das Interesse an flexiblen Arbeitsmitteln scheint nicht abzunehmen – ganz im Gegenteil, vielmehr zeigen die aktuellen Zahlen, dass viele Unternehmen in Richtung Herbst und Winter weiter aufrüsten, um ihre Angestellten mit allem Nötigen für das heimische Arbeitszimmer zu versorgen. 

Für das Sorgenkind des letzten Quartals, die PC-Komplettsysteme, die hinsichtlich der Homeoffice-Tauglichkeit nicht punkten können, ist aktuell keine Besserung in Sicht: Die Klickzahlen gehen noch weiter zurück und es herrscht kaum Bewegung auf den oberen Rängen. 

Erfolge kann hingegen das iPhone SE verbuchen: Es ist nicht nur das beliebteste Smartphone in diesem Quartal, sondern liegt auch erneut in den Highflyer-Charts vorne. Dort holt aber auch Microsoft einiges auf und sichert sich mit Geräten aus der Surface-Reihe gleich drei Plätze in den Top Ten. 

Besonders interessant ist in diesem Quartal auch die sonst nicht für große Innovationen bekannte Kategorie der TFTs: Dell angelt sich gleich fünf Platzierungen in den Top Ten und setzt sich damit gegen die Konkurrenz von HP, LG und Lenovo durch. Ein ebenso spannendes Battle kann in der Kategorie Smartphones beobachtet werden: Mit dem neuen iPhone SE und dem iPhone 11 sichert sich Apple die Top-Platzierungen, doch Samsung lässt nicht locker und ist dem kalifornischen Hersteller dicht auf den Fersen.

Highflyer: iPhone SE nach wie vor die Nummer Eins

Trotz der Top-Platzierung mit dem iPhone SE, dass sich, wie bereits im Vorquartal, Platz 1 der Highflyer-Charts sichert, kann Apple das herausragende Gesamtergebnis von Q2 nicht halten: War der kalifornische Hersteller zuvor noch mit vier Produkten an der Spitze vertreten, ist es nun neben dem iPhone SE nur noch der iMac auf Platz 9. Microsoft hingegen holt wieder auf und erobert sich mit gleich drei Produkten die Top Ten der Highflyer-Charts zurück.

Den ersten Platz der Highflyer-Charts hält auch in diesem Quartal weiterhin das beliebte iPhone SE, das seit April diesen Jahres gelistet ist. Keine Überraschung, denn nach wie vor überzeugt Apples SE-Reihe besonders im Businessbereich mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 388 Euro im HEK ist es sogar knapp 20 Euro günstiger als im vergangenen Quartal. Zwischenzeitlich wurde das iPhone von einigen Händler sogar für 330 Euro angeboten.

Platz 2 erobert sich mit dem Surface Go 2 die Konkurrenz von Microsoft in diesem Quartal eine Top-Platzierung zurück. Das Surface Go 2 ist die günstigste Version der Surface-Reihe und mit nur 615 Euro im HEK ein echtes Schnäppchen. Mit 128GB SSD Speicher und eine CPU-Taktfrequenz von bis zu 3,4 GHz kann sich das Tablet durchaus auch im Officebereich sehen lassen. Eine Tastatur ist allerdings nicht im Preis mit inbegriffen. Das Surface Go 2 ist ein gutes Einstiegsmodell für alle, die die Surface-Reihe genauer kennenlernen wollen.

Auch den dritten Platz schnappt sich mit nur wenigen Klicks Abstand Microsoft mit dem großen Bruder des Surface Go 2, dem Surface Book 3. Mit einem hochauflösenden 3.240 x 2.160 Pixel Bildschirm mit 15”, Intel Core i7 der neuesten Generation, 16 GB RAM und 256 GB SSD lässt es kaum noch Wünsche offen. Wie auch bereits beim Vorgängermodell lässt sich der Bildschirm des Surface Book 3 per Knopfdruck von der Tastatur lösen, um es als Tablet zu nutzen. Ganz billig ist das Surface allerdings nicht: Knapp über 2000 Euro im HEK werden derzeit für das Notebook fällig.

Intels CPU-Star klettert vom 7. auf den 4. Platz: Der seit Ende April 2020 bei ITscope gelistete Intel Core i9 10900K kann seine Vorquartalsplatzierung nochmal deutlich verbessern – nach wie vor überzeugt der Prozessor durch seine Top-Leistung. Einzige Schwachstelle ist noch immer der Preis, der unverändert bei über 500 Euro im HEK liegt. 

Passend zum 2. und 3. Platz sichert sich Microsoft auch Platz 5 mit dem Surface Dock 2. Die speziell für Surface-Modelle entwickelte Dockingstation bildet die Schnittstelle vom mobilen Arbeiten hin zu einer festen Arbeitsplatzumgebung. Reichlich Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden: Die Dockingstation kommt mit zwei HD Video-Anschlüssen, einem Gigabit-Ethernet-Anschluss, vier USB 3.0-Ports und einem Anschluss zur Audioausgabe – ist mit 172 Euro im HEK allerdings auch nicht ganz billig. 

Auf den 8. Platz der Highflyer Charts schafft es ein ganz frischer Neueinsteiger, die seit September gelistete GeForce RTX 3080 iChill X4. Die Grafikkarte von NVIDIA, die von Inno3D modifiziert wurde, zählt zu den leistungsstärksten ihrer Preisklasse, ist mit über 700 Euro im HEK jedoch auch nicht ganz günstig. Für den Preis bekommt man aber auch einiges geboten: 8.704 Shader, 10 GByte GDDR6X Speicher mit einer Speicherbandbreite von 760 GByte/s lassen das Gamer-Herz, aber auch das jedes Grafikers oder Videoproduzenten, höher schlagen. Optisch überzeugt die GeForce RTX 3080 iChill X4 wie schon das Vorgängermodell mit RGB-LEDs und Metallelementen. Wer aber mehr Wert auf Leistung anstatt Optik legt, der kann auf die Modifizierung von Inno3D verzichten, denn in puncto Leistung ist die Founders Edition gleich auf und dabei rund 100 Euro günstiger.

Der Trend zum Homeoffice ist weiterhin ungebrochen: Die im Juli 2020 durchgeführte Umfrage vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) mit über 500 deutschen Unternehmen zeigte, dass knapp die Hälfte der befragten Unternehmen ihr Angebot an Homeoffice ausweiten werden. Etwa der gleiche Anteil der Befragten befindet sich noch in der Abwägungsphase. Doch selbst bei einer konservativen Schätzung werden voraussichtlich deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen virtuelle Arbeitsformen weiter ausbauen. Damit einher geht auch eine weiterhin hohe Nachfrage nach Equipment für die Arbeit im Homeoffice: Nachdem im Vorquartal der dänische Hersteller Jabra mit dem Evolve2 Headset in den Highflyer-Charts war, schafft es dieses Quartal das Blackwire C3220 von Poly auf den 6. Platz. Das Headset ist, verglichen mit dem Evolve2, mit einem HEK von nur 34 Euro sehr günstig und bietet dabei alles, was es für Telefonate oder Videokonferenzen im Homeoffice braucht. 

Auch eine Webcam erreicht die Highflyer-Charts, die Midland W199 auf Platz 14. Midland war in vergangenen Marktbarometern so gut wie nicht präsent, das Unternehmen existiert aber bereits seit 1959. Der US-amerikanische Hersteller von Funkkommunikationsprodukten hat den Firmensitz in Kansas City, Missouri. Mit nur 36 Euro im HEK handelt es sich bei der W199 ebenfalls um ein günstiges Einsteigermodell, was gerne im Homeoffice genutzt wird. 

 

TFTs: Dell dominiert, HP verliert

Die Kategorie der TFTs ist nicht gerade für seine großen Innovationen bekannt, was die Beliebtheit der Produkte jedoch nicht schmälert – ganz im Gegenteil: Seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht ein regelrechter Run auf Monitore, um auch das letzte Arbeitszimmer in der heimischen Wohnung zu einem effizienten Arbeitsumfeld aufzurüsten. Besonders Dell holt in diesem Quartal mächtig auf und sichert sich gleich fünf Platzierungen in den Top Ten. Konkurrenten wie zuletzt noch HP, aber auch LG oder Lenovo können sich in den Sommermonaten nicht gegen den US-amerikanischen Hersteller durchsetzen.

Mit wirklich sehr deutlichem Abstand an der Spitze liegt der Dell P2419H: Führte noch vor einem Jahr, im dritten Quartal 2019, der HP EliteDisplay mit 4.100 Klicks die Kategorie an, dominiert der P2419H nun mit über 9.000 Klicks eindeutig den TFT-Bereich. Auch im Vergleich zum Vorquartal hat sich der beliebte 24” LED-Monitor nochmal immens gesteigert und erreicht über 60 Prozent mehr Klicks. Überzeugend ist vor allem der Preis: Mit nur rund 130 Euro im HEK ist der P2419H einer der günstigsten Monitore in den Top Ten. Zwar gibt es hinsichtlich der Auflösung (hier FullHD) und auch der Farbabdeckung bessere Modelle, aufgrund der vergleichsweise kleinen Bildfläche scheint das jedoch weniger zu stören. Deshalb geht erneut ein verdienter 1. Platz an den Dell P2419H, der damit nun schon das vierte Quartal in Folge die Liste anführt. 

Der seit 2014 gelistete Dell UltraSharp U2415 und damit der mit Abstand älteste TFT in den Top Ten, schafft es in diesem Quartal auf den 2. Platz. Ein gutes Beispiel dafür, dass im Bereich TFT die Innovationszyklen länger sind und auch Produkte mit “fortgeschrittenem Alter”, wie der U2415, fast den gleichen Standard wie die neueren Bildschirme aus 2018 und 2019 haben. Gleichzeitig ist der Monitor auch sehr preisstabil mit durchgängig 180 Euro im HEK. 

Bleibt abzuwarten, ob die neueren “Hub” Monitore mit USB-C Power Delivery, Ethernet Anschluss und DisplayPort Daisy Chaining ihre Vorteile gegenüber den Dauerbrennern ausspielen können. Zwar nicht in die Top Ten, aber immerhin in die Top 25 schafft es ein Modell, welches bereits mit USB-C ausgestattet ist: der Dell P2419HC auf Platz 21. Mit Listing im August 2018 verbessert sich seine Platzierung kontinuierlich: Im Vorquartal lag der rund 170 Euro im HEK teure Monitor noch auf Platz 39. Auch auf Platz 40 und 41 klettern zwei der neueren Dell-Monitore, die über einen USB-C Anschluss verfügen: Der P2719HC und der P2720DC, die ebenfalls ihre Vorquartalsplatzierung (Platz 86 und 191) deutlich verbessern können. Es bleibt also spannend, welches Bild sich im nächsten Quartal bei den Monitoren zeigt.  

 

Smartphones: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Apple und Samsung

Wie schon in Q2 dominieren die beiden Smartphone-Giganten das Feld: Zwar liegt Apple immer noch mit Platz 1 und 2 sowie sechs Top Ten-Platzierungen insgesamt vorne, doch Samsung holt über die Sommermonate kräftig auf und macht dem kalifornischen Hersteller Platz 3 und 4 streitig. Huawei schafft es in diesem Quartal immerhin unter die Top 15.

Nachdem sich das iPhone SE in der 64GB-Ausführung im vergangen Quartal den zweiten Platz gesichert hat, überholt es diesmal mit großem Abstand und über 4.000 Klicks den Vorquartalssieger und landet auf einem verdienten ersten Platz. Wenig überraschend, denn schon in Q2 überzeugte das iPhone SE mit einem HEK von unter 400 Euro und neuester Technik als Preis-Leistungs-Sieger in der Kategorie Smartphones. Das von der Pole Position verdrängte iPhone 11 erreicht mit annähernd 2.500 Klicks Platz 2

Den 4. Platz sichert sich Samsung mit dem seit Ende Januar gelisteten Galaxy S20 mit 128 GB Speicherplatz. Das S20 ist mit einem HEK von 612 Euro eines der Spitzenmodelle von Samsung mit spannenden neuen Features, wie beispielsweise einer hohen Bildwiederholungsrate mit 120Hz, was ein noch flüssigeres Bedienerlebnis verspricht. Wer das Handy allerdings im 120Hz-Modus bedient, muss Abstriche bei der Akkulaufzeit machen. Im CHIP-Test schneidet das Smartphone mit der Gesamtnote 1,2 sehr gut ab. 

Den 11. Platz sichert sich das Samsung Galaxy A41. Mit nur 212 Euro im HEK fällt das Smartphone in das Niedrigpreissegment der Kategorie – hat dafür aber einiges zu bieten: 25 MP Frontkamera und 48 MP für die Hauptkamera sorgen für gestochen scharfe Bilder, außerdem gibt es noch eine Ultra-Weitwinkel- und eine Tiefenkamera. Beim OLED-Display muss man, wie von Samsung gewohnt, keine Abstriche machen und Dual Sim bietet das Smartphone auch. Gespart wird hingegen beim Prozessor, der vergleichbar langsam arbeitet und den Extras, die dem Preissegment entsprechend dürftig ausfallen. 

Günstiger fährt man nur noch mit unserem Platz 19, dem Samsung Galaxy A21s, das für nur für nur 154 Euro im HEK erhältlich ist. Das Smartphone hat mit 5.000 mAh eine top Akku-Laufzeit und auch die Prozessorleistung ist mit 8 Kernen und einer Taktrate von bis zu 2GHz vollkommen ausreichend. Die vier verbauten Kameras können allerdings nicht überzeugen: Nur bei guten Lichtbedingungen und einer ruhigen Hand bekommt man hier halbwegs anständige Fotos hin. Als Einsteiger- oder Übergangsmodell reicht das Smartphone aber allemal.

 

Tablets: Apple vorne, Microsoft und Samsung auf Aufholjagd

Bei den Tablets hat sich erneut nicht viel getan und auf den oberen Plätzen gibt es so gut wie keine Bewegung. Erfahrungsgemäß wird sich das allerdings zum Weihnachtsgeschäft hin ändern: So hat beispielsweise Apple in der Keynote am 15. September zwei neue Modelle des iPads aus der Standard- sowie der Air-Reihe angekündigt, die ab Oktober erhältlich sein sollen. 

Die Plätze 1 bis 3 sind unverändert von den Vorquartalssiegern belegt: Mit über 5.000 Klicks ganz vorne liegt das Apple 10.2-inch iPad, auf dem zweiten Platz das Microsoft Surface Pro 7 und drittplatziert das Samsung Galaxy Tab A

Auf zwei weitere Tablets lohnt es sich jedoch genauer einzugehen. Das Microsoft Surface Go 2, das seit März 2020 gelistet ist, schafft den Sprung auf den 6. Platz und spielt somit ganz oben mit – daher auch verdient eine Platzierung in den Highflyer-Charts. Das Surface Go 2 bietet ausreichend Leistung für grundlegende Office-Anwendungen und schneidet mit 600 Euro im HEK auch preislich sehr gut ab. Mit über 11 Stunden Videolaufzeit ist das Gerät auch ein geeigneter Begleiter für unterwegs. 

Den 7. Platz macht in diesem Quartal das Apple iPad Pro mit 12,9” und kämpft sich damit immer weiter in Richtung der Konkurrenz von Microsoft – dem Surface Pro 7. Dieses belegt derzeit den zweiten Platz und ähnelt in Ausstattung und Funktionalität dem iPad Pro sehr stark. Beide liegen preislich bei über 1000 Euro im HEK und sind leistungstechnisch eine vollwertige Alternative zu klassischen Notebooks oder Komplettsystemen. 

 

Notebooks: Dauerbrenner Lenovo E15 & AMD auf dem Vormarsch

Bei den Notebooks scheint der Hype um das Lenovo ThinkPad E15 kein Ende zu nehmen: Mit 12.000 Klicks toppt das Notebook auf Platz 1 nochmals sein Vorquartalsergebnis und erreicht fast so viele Klicks wie die restlichen Top Ten zusammen – und lässt damit die Konkurrenz von Microsoft, Apple und HP ganz schön alt aussehen. 

Den zweiten Platz belegt das HP ProBook 450 G7, welches es mit 15 Zoll, i5 Prozessor, 8GB RAM und 256 GB SSD durchaus mit dem E15 von Lenovo aufnehmen kann. Trotz deutlich geringerer Klickzahlen scheint das ProBook 450 G7 nicht weniger beliebt zu sein: Es ist derzeit auf ITscope vollständig ausverkauft. Und das schlägt sich auch im HEK nieder, der rund 100 Euro höher liegt als noch vor einem Monat. 

Einen ordentlichen Satz legt auch das HP 255 G7 hin – das Notebook des kalifornischen Herstellers springt von 206 direkt auf den 8. Platz. Besonders ist hierbei, dass das Notebook einen AMD CPU verbaut hat, was derzeit unter den Top Ten noch recht selten vorkommt. Mit 492 Euro im HEK macht das HP 255 G7 auch preislich eine Ansage an die Konkurrenz. Allerdings zieht der günstige Preis leider auch die Bildqualität, insbesondere die Farbtreue, in Mitleidenschaft. Der verbaute Ryzen 5 4500U in 7nm-Technologie bietet einen leistungsstarken Rechenkern, mit dem sich problemlos alle Anwendungen im Office-Bereich erledigen lassen. Wer das Notebook stationär mit hochauflösendem Bildschirm verwendet, der kann guten Gewissens auf das 255 G7 zurückgreifen.

Dass AMD bei den Notebooks auf dem Vormarsch ist, zeigt ein weiterer Aufsteiger: Das Lenovo ThinkPad E15, das derzeit noch mit Intel CPU auf Platz 1 ist, klettert in der Variante mit AMD CPU von 715 auf den 14. Platz. Und das ist auch kein Zufall: Im Test schneidet das E15 mit AMD CPU leistungstechnisch besser ab als mit der Intel CPU. Allerdings geht diese erhöhte Leistung auch mit einem geringfügig höheren Energieverbrauch einher. Auf die Akkulaufzeit hat dies jedoch keine Auswirkungen: Mit 12,7 Stunden hält die AMD-Variante sogar etwas länger durch als das Modell mit Intel CPU, dessen Laufzeit laut Hersteller 12 Stunden beträgt. Mit Blick auf den Preis kommen AMDs Pluspunkte überraschenderweise kaum zum Tragen: Mit rund 690 Euro im HEK ist die die AMD-Variante nur etwa 35 Euro teurer als das erstplatzierte ThinkPad E15 mit Intel CPU. 

 

PC-Komplettsysteme: Die Krisenstimmung hält weiter an

Bei den Komplettsystemen herrscht nach wie vor Krisenstimmung: Die Klickzahlen gehen noch weiter zurück und es herrscht kaum Bewegung auf den oberen Rängen. Auf dem ersten Platz ist unverändert seit Anfang 2020 das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 – doch auch das beliebte PC-System musste ordentlich einstecken: Im vergangenen Quartal erreichte es immerhin noch über 6.000 Klicks, wohingegen es jetzt nur noch für knapp über 3.500 Klicks reicht. Auch der Abwärtstrend im HEK, der zuletzt in einer Analyse der Bestandszahlen der ITscope Plattform thematisiert wurde, besteht weiterhin und es sieht nicht danach aus, als stiegen die Preise in naher Zukunft wieder.

Einen Aufsteiger liefert Apple mit dem iMac, der ganz neu seit August 2020 gelistet ist. Dieser springt aus dem Stand auf den 9. Platz. Mit einem i5 Prozessor der neuesten Generation, einer Taktfrequenz von 3,3 GHz (mit Boost bis 4,8 GHz), schnellen 512 GB SSD Festplatte und einem 5K Ultra HD Bildschirm erfüllt der Apple iMac alle Voraussetzungen, um auch anspruchsvollen Anwendungen problemlos Stand zu halten. Ganz zum Leidwesen aller iMac-Fans ist es jedoch wahrscheinlich das letzte Mal, dass es den Intel iMac mit 27 Zoll in dieser Form geben wird. Mit einem HEK von 1.820 Euro ist er außerdem das teuerste Komplettsystem unter den Top 25. 

Und auch in dieser Kategorie sorgt AMD für Aufschwung: Der Tower-PC Lenovo V55t-15API 11CC, ausgestattet mit einem Ryzen 5 mit 3,7 GHz, springt von 99 auf den 14. Platz. Preislich liegen Welten zwischen dem Tower-PC und dem iMac: Der Lenovo V55t-15API 11CC ist bereits für 380 Euro im HEK verfügbar und damit unter den günstigsten Modellen in den Top 25.

Grafikkarten: Aufsteiger und Neueinsteiger machen Platzhirsch MSI Konkurrenz

Die ersten drei Plätze sind, wie auch bereits in Q1, wieder belegt von MSI mit der RTX 2080 Ti GAMING X TRIO, RTX 2070 SUPER GAMING X TRIO und der RTX 2060 SUPER GAMING X. Doch nach der Top 3 verändert sich die Grafikkartenlandschaften – Veränderung ist angesagt und einige Aufsteiger schaffen es in die Top 25.

Von Platz 37 auf Platz 4 klettert die GeForce RTX 2080 Ti Blower V2 von PNY. Die Grafikkarte des Herstellers mit Sitz in New Jersey, USA, liefert in nahezu jeder Kategorie überdurchschnittliche Werte. 13,45 Terraflops Prozessorleistung, 4352 Shader Units und 136 GPixel/s überzeugen jeden Grafiker. So viel Leistung hat allerdings auch ihren Preis: Wer sich die GeForce RTX 2080 Ti Blower V2 verbauen will, muss über 1250 Euro im HEK bereit halten.

Günstiger kommt man hingegen mit der Inno3D VGA Inno3D GeForce® RTX 3080 10GB iCHILL X4 weg: Die leistungsstarke Grafikkarte, die mit Listing Mitte September noch ganz frisch am Markt ist, springt von null auf den 5. Platz und ist deshalb auch zu Recht in den Highflyer-Charts. Die Grafikkarte bewegt sich mit 720 Euro HEK im mittleren Preissegment.

 

Mainboards: Supermicro schafft den Sprung an die Spitze

Bei den Mainboards tut sich einiges auf den vorderen Plätzen – allerdings diesmal nicht nur von den üblichen Verdächtigen. 

Auf Platz 1 steht das im Vorquartal drittplatzierte ASUS PRIME B450M-A. Mit nur 65 Euro im HEK ist es ein echtes Schnäppchen und verfügt trotz dessen über sämtliche wichtigen Funktionen. Das Mainboard bietet außerdem eine On-Board-Grafik mit Kompatibilität zu AMD-Prozessoren (AMD AM4 Socket for 3rd/2nd/1st Gen AMD Ryzen™/2nd and 1st Gen AMD Ryzen™ with Radeon™ Vega Graphics/Athlon™ with Radeon™ Vega Graphics Processors). An der ein oder anderen Stelle sind aber dennoch aufgrund des günstigen Preises Abstriche zu machen – so entfällt beispielsweise der beliebte Displayport-Anschluss. Mit nur einem HDMI-Ausgang bietet das Mainboard wenig Freiraum für ein ausgereiftes Office-Setup. 

Platz 2 und 3 sichert sich der sonst eher zurückhaltende Hersteller Supermicro mit dem SUPERMICRO H11SSL-i und dem SUPERMICRO H11DSI-NT, die von Platz 13 und 68 den Sprung nach ganz vorne schaffen. Bei beiden handelt es sich um Mainboards für Serverumgebungen, die sonst eher nicht in den oberen Plätzen des Rankings zu finden sind. Beide Modelle verfügen außerdem über einen SP3-Sockel, ein CPU-Sockel der Firma AMD, der die Server-Prozessoren der Epyc-Baureihe aufnehmen kann, die auf der Zen-Architektur basieren. Im Vergleich zum erstplatzierten ASUS PRIME B450M-A liegen die beiden Supermicro Mainboards mit knapp 280 Euro beziehungsweise über 500 Euro im HEK eindeutig in einer anderen Preisliga.

 

Prozessoren: AMD hat weiterhin die Führung inne, doch Intel lässt nicht locker

Die große Überraschung bleibt bei den Prozessoren in diesem Quartal aus: AMD behält weiterhin mit dem Ryzen 5 3600 und Ryzen 7 3700X die Plätze 1 und 2 für sich. Auch in anderen Kategorien des Marktbarometers wurde deutlich, dass AMD immer attraktiver wird. 

Doch Intel lässt natürlich auch nicht locker: Der kalifornische Hersteller ist ebenfalls mit fünf CPUs in den Top Ten vertreten und nach wie vor ein ernstzunehmender Konkurrent – doch bei vielen Händlern steht Intel im Hinblick auf Preis/Leistung auf verlorenem Posten. Die hohen Preise lassen sich eher im High-End-Bereich verargumentieren, wo Intel weiterhin versucht, leistungstechnisch gegenüber AMD zu punkten. 

So auch mit dem erst seit April 2020 gelisteten Intel Core i9 10900K auf Platz 3: Schon im Vorquartal beeindruckt dieser mit 10 Kernen und 20 Threads mit 3,7 GHz. Mit über 500 Euro im HEK ist der i9 10900K aber deutlich teurer als andere Top Ten-CPUs. Im direkten Vergleich mit dem AMD Ryzen 9 3900X auf Platz 4, der über 12 Kerne und 24 Threads mit 3,8 GHz verfügt, schneidet letzterer besser ab: Der auf der Zen-2 Architektur basierende 12 Kern Prozessor besitzt eine höhere Rechenleistung pro Takt (IPC), so dass er bei Einkern-Last eine ähnliche Leistung wie der i9 10900K erreicht. Bei Anwendungen, die sehr stark auf Multi-Threading angepasst sind, ist der AMD CPU hingegen ca. 10 Prozent schneller – und das für nur rund 380 Euro im HEK. 

Auch neu in den Top Ten ist der ebenfalls seit April gelistete Intel Core i7 10700K auf Platz 5. Damit ist Intel mit seinen neuesten Produkten zwar ganz oben mit dabei, für die Spitze reicht es dieses Quartal allerdings erneut nicht. 

 

Server: Spitzenreiter HP Enterprise nimmt Top Ten ein

HP Enterprise dominiert in der Kategorie der Server immer noch ganz klar – und beansprucht in diesem Quartal sogar ausschließlich die gesamte Top Ten für sich. Der erst seit Februar gelistete HP Enterprise ProLiant MicroServer bringt auf Platz 3 allerdings etwas frischen Wind in die Top Ten. Der Microserver von HPE ist ein kostengünstiger Kompaktserver auf Einstiegsebene, der speziell für kleine Büros, Homeoffices und kleine Geschäftsumgebungen entwickelt wurde. Mit 16 GB RAM und einem Intel Xeon E-2224 Prozessor bietet HPE für rund 600 Euro im HEK einen guten Einstieg in die Server-Welt.

Ganz knapp die Top Ten verfehlt hat der seit Januar 2020 gelistete Fujitsu PRIMERGY TX1310 M3 auf Platz 11, sorgt damit aber zumindest für etwas Abwechslung zwischen den Servern von Platzhirsch HP Enterprise. Deutlich mehr Bewegung ist erst ab Platz 32 erkennbar, wo sich neben Fujitsu auch Dell und Lenovo blicken lassen. 

 

Storage Systeme: Senkrechtstart für Neueinsteiger von Synology

Hier ist im dritten Quartal einiges passiert: Synology hat sich mit zwei neuen Modellen aus dem Stand die Plätze 2 und 3 geschnappt und beherrscht damit die Top 5 vollständig. 

Die Synology Disk Station DS920+ ist erst seit Juli gelistet und legt einen echten Senkrechtstart auf den 2. Platz hin. Das Storage System ist besonders für anspruchsvolle Heimanwender oder kleinere Unternehmen geeignet. Der DS920+ NAS-Server bietet dabei 4K Video-Transcoding, Dual NVMe M.2. Cache und eine gute, einfach strukturierte Software. Negativ fällt allerdings auf, dass Synology bei diesem Modell immer noch nur einen 1 GBit/s LAN-Port verbaut – und das, obwohl die DS920+ als Synologys Top-Produkt im 4 Bay NAS-Bereich gilt. Allerdings muss man zugeben, dass ein 10 GBit-Anschluss auch nur mit verbautem SSD Cache signifikante Vorteile bringen würde. Da die DS920+ jedoch über zwei LAN-Anschlüsse verfügt, kann man die Geschwindigkeit beider Ports bündeln, sodass man immerhin auf 2 GBit kommt – was vermutlich für über 99 Prozent aller Nutzer ausreicht.

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Ludwig-Erhard-Allee 20
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
http://www.itscope.com

 

Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

21.10.2020|

Rückblick auf zwei Jahre mit der B2B Suite: Herausforderungen, Erfolge und ein Blick in die Zukunft

 

Im August feierte die B2B Suite zweijährigen Geburtstag: Wir blicken zurück auf zwei Jahre mit unserer eCommerce Lösung, wie wir sie in den letzten Jahren weiterentwickelt haben und welche Pläne für die Zukunft schon jetzt existieren. 

Vor rund zwei Jahren, im August 2018, führten Gespräche mit vielen Systemhäusern zu einer zentralen Feststellung: Obwohl sich die Ausgangssituationen stark unterscheiden, stoßen alle auf ähnliche Herausforderungen bei dem Versuch, Endkunden für den Bestellprozess optimal anzubinden. Denn: Gängige Shopsystem sind für die Anforderungen der ITK-Branche kaum geeignet, egal welche Anpassungen man vornimmt, den Ansprüchen von Systemhäusern an eine integrierte Lösung wird ein solches Shopsystem nicht gerecht. Für uns von ITscope stand also fest, eine eCommerce-Lösung zu entwickeln, die vom Endkunden über das Systemhaus bis zur Distribution alle Parteien auf einer Plattform abbildet.  

 

Grundstein für die Entwicklung der B2B Suite

Was damals noch eine vielversprechende Idee war, ist heute das Ergebnis unserer Entwicklung und seit inzwischen zwei Jahren erfolgreiche Realität: Die B2B Suite erfüllt die Anforderungen von sowohl kleinen und mittelständischen Systemhäusern als auch großen IT-Dienstleistern und ermöglicht es, Endkunden aus der Industrie ein individuelles eProcurement Portal aus der Cloud bereitzustellen. 

Insbesondere den Prozess der Anbindung an Procurement-Systeme von Industriekunden, der in den letzten beiden Jahren perfektioniert wurde, erleichtert die B2B Suite deutlich. 

Im konkreten Fall eines Betreibers wurde die B2B Suite via PunchOut an das SAP-System des Industriekunden angebunden. Damit der Kunde Bestellungen aus dem eigenen SAP-System abwickeln kann, loggt er sich direkt aus SAP per PunchOut in die B2B Suite ein, befüllt den Warenkorb, der dann automatisch in SAP übertragen wird und eine Bestellung im Kundensystem erzeugt. Die Bestelldaten werden wiederum zurück in die B2B Suite übernommen, womit dann der Bestellprozess in Richtung der Distributoren mit einer Bestellautomation fortgeführt werden kann. 

In diesem Fall konnten nach nur zwei Monaten Umsetzungsdauer schon die ersten Bestellungen aus dem SAP-System des Kunden über die Schnittstelle vollautomatisiert übertragen werden. Für den Kunden bietet sich damit der große Vorteil, dass alles in der gewohnten Systemlandschaft bestehen bleibt und keine neuen oder zusätzlichen Systeme aufgesetzt werden mussten. Insbesondere auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung ist eine PunchOut-Anbindung ein häufiger Standard und für Systemhäuser Pflicht, um diese Kunden betreuen zu können.

Dem Betreiber selbst gelingt dank der PunchOut-Anbindung eine vollständige Digitalisierung der Vertriebsprozesse und somit eine deutliche Zeitersparnis bei der Abwicklung von Standard-Kundenaufträgen.

“Über PunchOut-Anbindungen können B2B Suite Betreiber kundenspezifische Warenkörbe zur digitalen Übernahme in das Beschaffungssystem des Kunden anbieten und damit durch eine stets aktuelle Datengrundlage für eine hohe Zufriedenheit bei den Industriekunden sorgen. Bisher haben wir eine Anbindung via PunchOut für SAP, SAP Ariba, Onventis, Coupa, Jaggaer und weitere Procurement-Systeme realisiert – nach und nach sind nun noch mehr Systeme in Planung”, erklärt Andy Görnt, Product Owner eCommerce bei ITscope.

Auch hinsichtlich der Abbildung von Freigabeprozessen wurde die B2B Suite kontinuierlich verbessert. “Erst kürzlich kamen auch die Bestellfreigabe sowie Limits mit Berechtigungssystem auf der B2B Suite hinzu. Damit schaffen wir auf Seiten der Industriekunden die Möglichkeit, ihren Einkauf hierarchisch mit Gruppenberechtigungen und Bestelllimits abzubilden. Firmeninterne Freigabeprozesse werden nun berücksichtigt und die B2B Suite integriert sich noch besser in das Tagesgeschäft”, ergänzt Markus Schwitallik, Product Manager eCommerce bei ITscope.

Die wohl wichtigste Neuerung auf internationaler Ebene ist die Mehrsprachigkeit: Die B2B Suite ist neben Deutsch und Englisch auch auf Französisch, Italienisch, Polnisch und Niederländisch verfügbar. Das gesamte Portal ist inklusive Content out-of-the-box vorhanden und vereinfacht für B2B Suite Betreiber die Anbindung internationaler Industriekunden immens. 

 

Digitale Vertriebslösung statt klassischem Shopsystem

Distributorenshopsysteme, bekannte B2C-Shopsysteme, proprietäre Lösungen oder ganz einfach ein Excel-Sheet sind bei vielen Systemhäusern und IT-Dienstleistern gängige Praxis – und “irgendwie” funktionieren diese Lösungen auch, sind dabei jedoch unflexibel, sehr aufwändig und decken bei weitem nicht sämtliche Anforderungen ab. Die kundenseitig erwartete Datenaktualität kann bei der Excel Sheet-Variante vielleicht bei wenigen Vertragsartikeln mit langfristig verhandelten Preisen noch aufrecht erhalten werden. Spätestens beim Ausloten von Cross- und Upselling-Potenzialen kommt diese Lösung dann aber an ihre Grenzen. 

Sind Distributorenshopsysteme im Einsatz, entstehen Abhängigkeiten gegenüber den Distributoren, da Systemhäuser an das Sortiment eines einzigen Lieferanten gebunden sind – was meist nicht ausreicht. Auch klassische B2C Shopsysteme stellen keine überzeugende Alternative dar, da die Kernanforderungen der Systemhäuser – Anbindung von Distributorendaten samt aktueller Preise und Verfügbarkeiten, Content, Anbindung der Endkundensysteme und des eigenen ERPs sowie der gesamte Bestellprozess mit Rückmeldung an die Distribution – sich nur äußerst aufwändig in bestehende Shopsysteme integrieren lassen. Dadurch entstehen wiederum Abhängigkeiten, in diesem Fall gegenüber der eigenen IT, die meist mit der Umsetzung betraut ist. Hinzu kommen hohe indirekte, vor allem personelle, Kosten, die bei der Herkulesaufgabe eines individuellen Shopprojekts anfallen.

Demgegenüber steht die B2B Suite, als passende Lösung für alle Anforderungen der ITK-Branche. “Mit der B2B Suite haben wir eine enorm umfangreiche technische Basis geschaffen, die alle relevanten Handelsprozesse im Systemhausgeschäft abdeckt. Mit einer Vielzahl an Distributionsanbindungen, Schnittstellen zu den ERP-Systemen der Branche, der Abbildung von Procurement-Prozessen und der Integration von Experten-Content bieten wir der Branche eine einzigartige Automation, von der Endkunden- bis zur Distributionsbestellung und wieder zurück. Dies schließt Statusmeldungen zur Bestellung genauso ein wie den umfangreichen Belegaustausch, inkl. elektronischer Übermittlung von Seriennummern, Lieferscheinen und Rechnungen. Mit der B2B Suite ermöglichen wir durchgängig digitale Prozesse auf allen Ebenen,” benennt Benjamin Mund, Geschäftsführer der ITscope GmbH, die Vorteile der Lösung.

 

Was sich in den letzten zwei Jahren alles getan hat

Rund 50 Systemhäuser und IT-Dienstleister haben sich aus genau diesen Gründen in den letzten zwei Jahren für den Einsatz der B2B Suite entschieden. 

Die Anforderungen an die Lösung, die sich im Laufe der Zeit entwickelten, könnten vielfältiger kaum sein: Für einen Kunden wurde eine Single-Sign-On-Lösung für eine nahtlose Integration in ein existierendes Portal realisiert, für einen anderen die Integration von Katalogen aus dem Elektro-Bereich oder die Realisierung von Standards wie BMEcat. Ein Leasingportal wurde gewünscht und konnte mit der B2B Suite umgesetzt werden, sowie ein Mitarbeiter-Incentive-Portal. Auch die Anbindung kommunaler oder öffentlicher Einrichtungen beschäftigen viele Systemhäuser – genau wie ganz allgemein die Anbindung von Industriekunden sowie deren technische Anforderungen, die mit der B2B Suite einfach und schnell gelingen

Generell konnte auch die Dauer von Vertragsunterzeichnung bis zur Abwicklung erster Bestellungen über die B2B Suite während der vergangenen zwei Jahre noch weiter optimiert werden. Grundsätzlich kann ein Betreiber innerhalb weniger Stunden mit einem ersten Prototypen starten und nach rund einer Woche bereits Bestellungen abwickeln. Es sind aber nicht die technischen Umsetzungen, die viel Zeit in Anspruch nehmen, sondern vielmehr der Change-Prozess, der im Hintergrund mit der Etablierung eines Portals einhergeht: Kunden müssen mit dem Portal vertraut gemacht werden, um ihren Einkauf dort zu tätigen und die eigene Vertriebsmannschaft muss gewohnte Prozesse umstellen. Auch wenn die technische Basis schnell aufgesetzt ist, dauert es im Schnitt drei bis sechs Monate, bis alle Voraussetzungen geschaffen und alle Beteiligten mit im Boot sind. In dieser Zeit werden in agiler Zusammenarbeit von ITscope mit dem zukünftigen B2B Suite Betreiber dann aber auch schon erste wichtige Schritte, wie die Definition von Lieferanten, der Aufbau der Preiskalkulation, Anbindungen an Systeme oder die Individualisierung der Portale abgeschlossen.

 

Erfolge sowohl auf Seiten der Betreiber als auch der Endkunden

Die B2B Suite ermöglicht es, alle Geschäftsmodelle der IT-Branche auf einer Plattform abzubilden. Vielen Betreibern erleichtert die Lösung das Tagesgeschäft bei Standardbestellungen und entlastet dadurch den Vertrieb, der wieder mehr Zeit hat, um sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren. Zudem konnte bei nahezu allen Kunden die Anzahl der Besteller deutlich gesteigert werden. 

Die IT Südwestfalen AG, ebenfalls B2B Suite Betreiber, bedient verschiedene Kunden, von Betrieben aus der produzierenden Industrie über Städte und Kommunen bis hin zu Dienstleistern. Dank der B2B Suite lernen Endkunden neue Möglichkeiten kennen und IT Südwestfalen generiert gleichzeitig zusätzliches Geschäft.  “Kunden, die bisher nur Hardware kauften, beziehen nun auch Services und umgekehrt”, erklärt Danny Fischer, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der IT Südwestfalen AG, das Erfolgsmodell. Und sind die Businesskunden glücklich, sind es auch die Systemhäuser.

 

Digitaler Vertrieb der Zukunft

Die Zukunft des Systemhauses ist hybrid, Hardware und Services gehen Hand in Hand und ergänzen sich gegenseitig. Unabhängig davon, ob als Managed Service, SaaS, Leasingmodell, Laufzeitvertrag oder Pay-per-use, die B2B Suite wird in naher Zukunft alle Leistungen der Systemhäuser digital abbilden und sie verkaufbar machen.

 

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30.09.2020|

Digitaler Vertrieb der Zukunft – Hürden und Chancen für den ITK-Channel

 

Die kürzlich erlebten Krisenzeiten zeigten, wie unterschiedlich es um die Digitalisierung in Unternehmen steht. Auch im meist stark digitalisierten ITK-Umfeld herrscht insbesondere im Mittelstand noch Nachholbedarf. Speziell im Vertrieb verhält man sich zögerlich, was den Einsatz digitaler Technologien angeht und befürchtet den Verlust des Kundenkontakts. Doch diese Sorge ist völlig unbegründet und stellt vielmehr eine Chance dar, die es zu ergreifen gilt.

Nicht zuletzt die Corona-Krise und die damit verbundene “Flucht” ins Homeoffice machten deutlich, dass der Digitalisierungsfortschritt ins Deutschland sehr unterschiedliche Level erreicht: War es für einen Großteil der Firmen doch recht unproblematisch möglich, von einem Tag auf den anderen von Bürobetrieb auf Homeoffice umzustellen, kämpfte insbesondere die öffentliche Verwaltung aufgrund von fehlender technischer Ausstattung und Infrastruktur mit der Umstellung. 

Mittelstand hat digital einiges aufzuholen

Auch wenn Digitalisierung das ureigenste Dienstleistungsangebot der Systemhäuser an ihre Kunden darstellt, gibt es auch hier nach wie vor bei den internen Prozessen, insbesondere im Vertrieb, großen Nachholbedarf. Im Branchenvergleich gilt die ITK-Branche als gut aufgestellt und mit Abstand am stärksten digitalisiert. Doch gerade der Mittelstand, zu dem auch der Großteil der Systemhäuser und IT-Dienstleister in Deutschland zählt, hinkt digital noch hinterher: Veraltete IT-Infrastruktur, fehlendes technisches Know-How sowie Engpässe bei personellen und finanziellen Ressourcen bremsen den digitalen Wandel. Speziell auch im Vertrieb sind viele Unternehmen zögerlich, was den Einsatz digitaler Technologien angeht und arbeiten lieber, wie bisher gewohnt, analog und mit manuellen Prozessen weiter. Die Sorge, den persönlichen Kontakt zum Kunden zu verlieren, prägt das Vorgehen.  

Doch diese Sorge ist im digitalen Vertrieb völlig unbegründet: Nach wie vor kann und wird die Beratung, als zentrale Komponente des Systemhausvertriebs, persönlich durchgeführt werden. Die Corona-Krise hat fundamental dazu beigetragen, dass die B2B Kommunikation innerhalb kürzester Zeit erheblich offener gegenüber neuen Technologien wurde. Verstärkt durch die zuletzt erlebten Krisenzeiten zeigte sich, dass persönlich nicht zwingend vor Ort bedeuten muss. 

Persönlich, aber digital

… so lautet unter diesen Gesichtspunkten die Devise des Vertriebs der Zukunft: persönlicher Kontakt, direkter Austausch und ein fester Ansprechpartner in Kombination mit digitalen Lösungen

Auch für uns von ITscope ist die Zukunft des Vertriebs digital. Denn: Effiziente Beschaffungsabläufe sind immer digital – aber eben auch persönlich. Ausgehend von diesem Grundsatz haben wir die eCommerce-Lösung B2B Suite entwickelt, die Systemhäusern und ITK-Resellern eine individuelle Betreuung und Beratung von B2B Kunden ermöglicht, aber gleichzeitig auch Prozessvorteile ausspielen kann, die sonst nur große, anonyme Plattformen bieten. Mit einem auf den Kunden individuell zugeschnittenen Sortiment und einem Checkout-Prozess, der gerade so schlank ist, dass der Kunde ungestört bestellen kann, bietet die B2B Suite alles, was man auch von einem klassischen Shopsystem erwartet. Doch diese Systeme sind nicht immer passend für die Anforderungen und Prozesse der ITK-Branche und darüber hinaus auch meist sehr teuer und wartungsintensiv. 

Der Einsatz der B2B Suite hingegen erspart den oftmals hohen Entwicklungsaufwand, da die ganze Plattform inklusive Produktcontent und Distributionsschnittstellen als “eCommerce as a Service” angeboten wird. Gleichzeitig bietet die B2B Suite auf Anbieterseite die Möglichkeit, Bestellungen einer Art Qualitätskontrolle zu unterziehen und individuell zu beraten, ob der gewählte Artikel tatsächlich der richtige ist oder ob nicht ein anderer besser zur vorhandenen Infrastruktur beim Kunden passt. Dank dieser persönlichen Betreuung bleibt der Kontakt zum Kunden bestehen und zusätzlich wird ein echter Mehrwert geschaffen.  

Ganz neu ist dabei jetzt auch die Möglichkeit, digitale, firmeninterne Freigabeprozesse in der B2B Suite abbilden zu können: Mit dem neuesten Feature, den Bestelllimits, erfolgt eine budgetbasierte Freigabe von Bestellungen durch einzelne Mitarbeiter des B2B Endkunden und darauffolgend eine limitabhängige Freigabe bei dem Systemhaus selbst. 

 

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21.08.2020|

Pressemitteilung: ITscope Marktbarometer Q2/2020

 

Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Deutsch)
Die neueste Ausgabe des ITscope Marktbarometer als PDF (Englisch)

Detaillierte Zahlen als MS Excel-Datei

Aus dem Inhalt:

 

Corona-Krise scheint überwunden, Apple auf dem Siegeszug und PC-Systeme im Sinkflug: ITscope Marktbarometer Q2/2020

Karlsruhe, 21.07.2020 – Nachdem das Marktbarometer im ersten Quartal des Jahres 2020 noch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie überschattet wurde, hat sich die Situation inzwischen deutlich entspannt. In den meisten Kategorien steigen die Bestandszahlen seit März wieder stetig an – teilweise sogar deutlich mehr als nötig, wie die Vorabzahlen zum ITscope Marktbarometer des zweiten Quartals 2020 zeigten.

Während das erste Quartal 2020 noch ganz im Schatten der Corona-Pandemie lag, erholt und normalisiert sich die Situation im zweiten Quartal nun ganz deutlich – von Engpässen keine Spur mehr. Homeoffice-Equipment ist zwar größtenteils wieder ohne Probleme erhältlich, in anderen Produktkategorien, die sich für das Arbeiten von zu Hause weniger gut eignen, sieht es wiederum schwierig aus – jedoch in die ganz andere Richtung, denn die Lager sind übervoll. 

Geht es abwärts für PC-Komplettsysteme? Von Lagerknappheit, wie es bei den Notebooks zuletzt noch der Fall war, ist diese Produktkategorie weit entfernt: Die Lager sind voll und die Preise fallen. Es sieht ganz danach aus, als gingen die Komplettsysteme als Verlierer aus der Corona-Krise. Keine große Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Systeme im Vergleich mit Notebooks deutlich unflexibler und im Homeoffice wenig praktisch sind. Dennoch: Lenovo verteidigt mit dem ThinkCentre M720q 10T7 seine Spitzenposition.

Notebooks hingegen sind endlich wieder unproblematisch erhältlich und besonders Lenovo erhält neuen Antrieb: Der chinesische Hersteller startet mit dem ThinkPad E15 jetzt richtig durch. Auch bei Apple sieht es in diesem Quartal hervorragend aus: Die Highflyer-Charts hat der Tech-Gigant in diesem Quartal fest im Griff, angeführt vom neuen iPhone SE der zweiten Generation. Ein praktisches Smartphone, preisgünstig und mit allen nötigen Features für die Nutzung im Business-Bereich. Bereits das Vorgängermodell von 2016 war dank der Kombination aus gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und handlichem Design auf ITscope lange Zeit äußerst beliebt.

In den Produktkategorien wird es insbesondere bei den Tablets, den Notebooks und nicht zuletzt auch wegen des iPhone SE bei den Smartphones interessant. Apple dominiert auch die Mobilfunk-Kategorie und ist unter den Top 10 gleich sechsmal vertreten. Ähnlich sieht es bei den Tablets aus: Dort setzt der kalifornische Hersteller seinen Siegeszug fort. Konkurrenz macht aber der Neueinsteiger von Samsung, das Galaxy Tab S6 Lite. Bei den Notebooks allerdings wird das vergleichsweise teure MacBook Pro von Lenovo und HP abgehängt.

Highflyer: Apple erobert die Führung erneut für sich

Nachdem Apple im vergangenen Quartal deutlich Klicks einbüßen musste und von der Spitze der Highflyer-Charts verdrängt wurde, ist der kalifornische Hersteller nun mit gleich vier Produkten zurück an der Spitze. Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres scheint sich die Branche weitestgehend von den Auswirkungen der Corona-Krise erholt zu haben. Nur noch selten gibt es Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Produkten. 

Platz 1 nimmt in diesem Quartal das iPhone SE der zweiten Generation ein, das seit April 2020 gelistet ist. Wie auch schon die erste SE-Reihe in vorhergehenden Marktbarometern ist auch das iPhone SE der zweiten Generation rasant an die Spitze geschossen. Die Reihe ist besonders im Business-Bereich sehr beliebt, denn leistungstechnisch kann das iPhone SE durchaus mit den Apple-Flaggschiffen mithalten. An Freizeitfeatures, wie beispielsweise der Kamera, wurde hingegen gespart. Dadurch ist das Smartphone auch zu einem verhältnismäßig günstigen Preis von rund 400 Euro im HEK erhältlich.

Auf Platz 4 schafft es das seit März 2020 gelistete Apple iPad Pro mit 12,9 Zoll und verdrängt damit den Vorquartalssieger, das Surface Pro 7 von Microsoft. Die Pro-Reihe der Apple Tablets kann sich durchaus auch im Business-Bereich sehen lassen. Passend zum iPad gibt es auch noch die richtige Tastatur in den Highflyer-Charts: Auf Platz 2 landet das Magic Keyboard von Apple. Das Gesamtbild erinnert sehr stark an das vergangene Quartal, als Microsoft sowohl mit dem Surface Pro 7 als auch mit der dazu passenden Tastatur an der Spitze stand. Es scheint, als bewähren sich die “Tablet für Business-Lösungen” der beiden Tech-Giganten im Channel. Dazwischen, auf Platz 3, macht das neue MacBook Air die Führung der Highflyer-Charts für Apple komplett. 

Auf den 5. Platz schafft es die WD Red NAS Hard Drive, ein Neuankömmling in der Festplatten-Kategorie. Die SATA Hard Drive mit 4 Terabyte ist speziell für den NAS-Einsatz konzipiert und mit einem Preis von 94 Euro im HEK recht günstig. Besonders im Vergleich zum Vorgängermodell der Reihe ist der erweiterte Festplatten-Cache, der bei der WD Red NAS Hard Drive stolze 256 MB beträgt. Bei der Plattentechnologie setzt die WD Red NAS Hard Drive auf die Shingled Magnetic Recording (SMR)-Technik, eine im Vergleich zur bisher verwendeten Conventional Magnetic Recording (CMR) neuere Aufzeichnungstechnik. Mit SMR lassen sich dank überlappender Datenspuren die Speicherdichte und die Gesamtspeicherkapazität erhöhen. Gleichzeitig kann das aber auch für Leistungseinbußen sorgen, da beim Beschreiben einer Spur auch die anderen Spuren aktualisiert werden müssen, was häufig für Kritik an der SMR-Technik sorgt.

Den 7. Platz schnappt sich der neue Stern am CPU-Himmel von Intel: Der Intel Core i9 10900K, der erst seit Ende April 2020 bei ITscope gelistet ist. Der neueste Prozessor des kalifornischen Herstellers überzeugt mit sehr guter Leistung, auch bei Spielen. Großes Manko ist allerdings der Preis: Mit über 500 Euro im HEK ist der i9 10900K deutlich teurer als vergleichbare CPUs von Dauerkonkurrent AMD.

Direkt dahinter, auf dem 8. Platz, steigt das Jabra Evolve2 40 MS Stereo neu mit ein. Das seit März 2020 gelistete Headset verdankt seinen Erfolg sicherlich auch dem aktuellen Trend zu Homeoffice und Videokonferenzen, wofür Headsets unerlässlich sind. Mit der neuen OnEar Headset-Reihe Evolve2 bietet Jabra mit Geräuschisolierung und Busylight-Funktion ein Headset, das konzentriertes Arbeiten im Büro erleichtern soll – und natürlich auch für das Arbeiten von zu Hause von Vorteil ist. Die neue Serie punktet im Vergleich zu Vorgängermodellen insbesondere mit einer längeren Akkulaufzeit und einer verbesserten Performance. Das Evolve2 40 verfügt über 40 mm große Treiber sowie drei Mikrofone. Außerdem ist es schnurgebunden und unterscheidet sich damit von den beiden anderen Modellen der Reihe – ist aber mit einem HEK von rund 80 Euro auch das günstigste der Evolve2-Familie.

Sommerlich-warme Temperaturen spürt man auf Platz 23, den sich der Xiaomi Mi Smart Pedestal Fan 2S sichert. Sowohl im Büro als auch im Homeoffice sorgt der mobile Standventilator bei heißen Temperaturen für einen kühlen Kopf und ist dabei vergleichsweise geräuscharm. 

TFTs: HP und Dell ungebrochen an der Spitze

Im Bereich der TFTs tut sich auch im zweiten Quartal des Jahres nicht viel, die ersten beiden Plätze bleiben gleich: Ungebrochen liegen HP und Dell an der Spitze, gefolgt von Samsung und LG. 

Dell hält mittlerweile das dritte Quartal in Folge die Pole Position mit dem seit 2018 gelisteten P2419H – und das mit über 2.000 Klicks Vorsprung. Mit einem HEK von rund 130 Euro für den 24 Zoll-Bildschirm liegt der P2419H auch im Preis-/Leistungsverhältnis ganz weit vorne. Den dritten Platz hat sich ebenfalls Dell mit dem P2719H gesichert, dem gleichen Modell in der 27 Zoll-Variante. 

Dazwischen bleibt HP mit dem rund 3.000-mal geklickten EliteDisplay E243i auf dem zweiten Platz des Rankings. Erst danach folgen LG und Samsung, auf dem 4. und dem 6. Platz. 

Die vorderen Plätze bleiben nach wie vor von den üblichen Verdächtigen besetzt und ein “Game Changer” im Bereich der TFTs bleibt weiterhin aus: Alle in den oberen Rängen gelisteten Displays sind von 2018 oder noch älter.

 

Mobiltelefone: Apples neues iPhone SE steigt direkt oben mit ein

Bei den Mobiltelefonen wird es in diesem Quartal besonders spannend: Apple dominiert die Mobilfunk-Kategorie deutlich und ist unter den Top 10 gleich sechsmal vertreten, mit allen Platzierungen von 1 bis 5. Nicht zuletzt ist das dem Ende April erschienenen Neuankömmling der iPhone-Familie zu verdanken. 

Den ersten Platz sichert sich das neue iPhone 11 mit 64 GB und verdrängt damit das iPhone 8 von der Spitze. Die neueste und leistungsstärkste Generation der Apple-Smartphones ist derzeit für knapp 650 Euro im HEK bei ITscope gelistet und schafft über 4.000 Klicks.

Platz 2 nimmt ein echter Aufsteiger ein: Das seit April 2020 gelistete iPhone SE der zweiten Generation springt von Null direkt in die Top-Platzierungen des Rankings. In dem Gerät ist ein A13-Chip und somit der gleiche wie im iPhone 11 Pro verbaut. Auch Speicher und Software sind gleich. In Sachen Leistung hält das iPhone SE also durchaus mit den Top-Modellen mit, gespart wird hingegen bei Kamera und Bildschirmauflösung – Dinge, die im Business-Bereich weniger von Bedeutung sind. Auch das Display ist kleiner und anstatt des modernen Face ID-Systems verfügt das iPhone SE nur über die Touch ID. Schon das Vorgängermodell des “Budget” iPhone SE war im Business-Bereich sehr beliebt: Die erste Generation hielt sich dank gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und dem handlichen Format als Dauerbrenner in den ITscope-Charts. Doch bereits auf den ersten Blick unterscheidet sich das neue iPhone SE vom vier Jahre älteren Modell, denn es ist mit einer Displaydiagonale von 4,7 Zoll deutlich größer als der Vorgänger mit 4 Zoll. Noch klarer werden die Unterschiede dann in Bezug auf die Technik: Wie zuvor beschrieben, sorgt ein A13 Bionic-Prozessor für eine immens verbesserte Schnelligkeit im Vergleich zum Modell von 2016. Überzeugend ist am iPhone SE aber vor allem der Preis: Wie auch das frühere Modell der SE-Reihe ist die neue Generation mit einem HEK von rund 400 Euro deutlich günstiger als vergleichbare Apple-Smartphones.

Das Samsung Galaxy A51 schafft es immerhin auf den 9. Platz in der Kategorie Mobiltelefone. Das Nachfolgermodell des beliebten Samsung Galaxy A50 spielt damit recht weit oben mit. Nur das Xcover 4s (Platz 6), das Galaxy A40 (Platz 7) und das Galaxy S10 (Platz 10) des südkoreanischen Herstellers haben es neben Apple in die Top 10 der Mobiltelefone geschafft.  

Das Samsung Galaxy S10 Lite, das seit Januar 2020 bei ITscope gelistet ist, springt in diesem Quartal von Platz 107 auf Platz 14. Das Lite-Modell unterscheidet sich preislich zwar nur wenig vom Hauptmodell, kann sich aber hinsichtlich Leistung ebenfalls sehen lassen: Das S10 Lite hat einen performanten Chip verbaut und verfügt über 8 GB Arbeitsspeicher. Für einen HEK von 455 Euro stimmt hier das Preis-/Leistungsverhältnis auf jeden Fall.    

 

Tablets: Samsung Galaxy Tab S6 Lite legt beeindruckenden Einstieg hin

Bei den Tablets kann man in diesem Quartal eher von Stabilisierung als von Veränderung sprechen: Apple und Microsoft sind nach wie vor Spitzenreiter, aber Samsung möchte auch vorne mitspielen. Vor allem Apple liefert in diesem Quartal die Aufsteiger unter den Tablets. 

Auf Platz 1 steht wieder das Apple iPad 10.2 Zoll. Das seit September 2019 gelistete Tablet verdrängt damit den Erstplatzierten des Vorquartals, das Microsoft Surface Pro 7, welches sich den 2. Platz erkämpft. 

Die dritte Stufe des Siegertreppchens belegt das Samsung Galaxy Tab A, das sich mit einem Aufstieg vom 29. Tabellenplatz des Vorquartals enorm verbessert hat. Das Tablet zeichnet sich besonders durch seinen sehr günstigen Preis und das hochauflösende LED-Display aus. Mit einem HEK von rund 200 Euro ist es mit Abstand das günstigste Tablet unter den Top 10. Die starke Nachfrage scheint sich jedoch auf den HEK auszuwirken: Dieser liegt bei dem Tab A jetzt im Durchschnitt 20 Euro höher als noch im Vorquartal.     

Einen beeindruckenden 6. Platz hat sich ein Neueinsteiger von Samsung gesichert, das seit April 2020 gelistete Galaxy Tab S6 Lite. Analog zu den Mobiltelefonen hat Samsung hier eine günstigere Tablet-Variante des Hauptmodells S6 herausgebracht. Mit einem HEK von 360 Euro ist es eine preiswertere Alternative in der Kategorie Tablets. Zwar muss man im Vergleich zum Hauptmodell weniger Leistung sowie einen schwächeren Bildschirm in Kauf nehmen, dafür überzeugt das Galaxy Tab S6 Lite jedoch mit einer soliden Akkuleistung, erweiterbarem Speicher und dem mitgelieferten S-Pen. 

Einen ebenfalls ordentlichen Sprung schafft das seit März 2020 Apple iPad Pro in der 128 GB-Variante: Das Modell mit 12,9 Zoll hüpft von Platz 173 auf die 9, die 11 Zoll-Ausgabe sogar von 190 auf den 8. Platz. Das Tablet, das sich durchaus in einer Business-Umgebung sehen lassen kann und in einer Liga mit dem Surface Pro 7 spielt, verfügt über den neuen A12Z Bionic Chip von Apple. Dieser soll laut Hersteller das Tablet leistungsfähiger machen als so manches Windows-Notebook. Auch anspruchsvolle Aufgaben, wie beispielsweise das Editieren von 4K-Videos und 3D-Modellen, sollen dadurch möglich sein.

 

Notebooks: Lenovo und HP geben den Ton an

Im letzten Marktbarometer war die Kategorie der Notebooks stark geprägt von durch die Corona-Pandemie bedingten Engpässen. Die kurzfristige Flucht ins Homeoffice sorgte dafür, dass sich Notebooks zum besonders begehrten Gut entwickelten. Inzwischen hat sich die Situation jedoch deutlich entspannt und Notebooks sind wieder verfügbar, wie auch die Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform zeigt.

Das zuletzt zweitplatzierte Lenovo ThinkPad E15 sichert sich in diesem Quartal die Führung – und das mit einem ordentlichen Abstand. Mit über 10.000 Klicks wurde es mehr als doppelt so häufig aufgerufen wie das zweitplatzierte Notebook von HP. 

Mit den sich seit April wieder normalisierenden Lagerbeständen erholt sich auch der durchschnittliche HEK: Im Zenit der Corona-Krise musste man fast 800 Euro aufbringen, wohingegen das ThinkPad E15 inzwischen für rund 675 Euro im HEK erhältlich ist. Damit ist es preislich ungefähr gleich auf mit der Konkurrenz von HP auf Platz 2, dem HP ProBook 450 G6

Auch Apple schafft es mit seinen Notebooks in die Top 10: So ist das verhältnismäßig teure MacBook Pro von 2019 auf Platz 4 geklettert. Wem bei einem HEK von rund 2.500 Euro nicht schwindelig wird, für den lässt das MacBook garantiert keine Wünsche offen: 1TB SSD Festplatte, IntelCore i9 Prozessor der neuesten Generation, 15,9 Zoll Retina-Display und Touchbar lassen die Konkurrenz auf den oberen Rängen blass aussehen. 

In Bezug auf die Prozessoren wird Intel allerdings in naher Zukunft abgelöst werden: Auf der Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC gab Apple den Wechsel von Intel- auf ARM-Prozessoren bekannt. Innerhalb von zwei Jahren sollen alle Mac-Modelle umgestellt werden, dennoch wird es auch weiterhin Geräte mit Intel-Prozessoren sowie die entsprechende Software dafür geben. 

Günstiger kommt man hingegen mit dem Neuankömmling des kalifornischen Herstellers weg. Das MacBook Air, das seit März 2020 gelistet ist, schafft den Sprung auf den 6. Platz. Die neueste Generation der Air-Reihe beeindruckt mit einem Intel i3 Prozessor und verschiedenen Speichervarianten. Mit einem HEK von 950 Euro ist es zwar kein Schnäppchen, dennoch deutlich günstiger als Geräte aus Apples Pro-Reihe.  

Platz 9 und 12 sichern sich die Neuankömmlinge von HP: Das HP ProBook 450 G7 in der Intel i5- und das HP 250 G7 in der i3-Variante. Beide Geräte sind seit Februar 2020 bei ITscope gelistet und legen als Nachfolgemodell des zweitplatzierten G6 direkt einen guten Start in die Geschäftswelt hin. Wer allerdings schon ein HP ProBook 450 G6 besitzt, für den besteht vorerst kein Grund umzusteigen: Bis auf ein neues Keyboard, einen verbesserten Bildschirm und einigen neuen Features, wie Gesichtserkennung und Fingerabdruck, hat sich nicht allzu viel getan. 

 

PC-Komplettsysteme: Verlierer der Corona-Krise?

Entwickeln sich Komplettsysteme während der Corona-Krise zum Ladenhüter? Auch hier gibt die Auswertung der ITscope Bestandszahlen aufschlussreiche Einblicke: Von etwaigen Einbrüchen oder gar Lieferengpässen, wie es bei den Notebooks zuletzt noch der Fall war, ist diese Produktkategorie weit entfernt. Ein wahrscheinlicher Grund: Corona führte zu einem generellen Umdenken hinsichtlich neuer Arbeitswelten mit flexibleren Arbeitszeiten und -möglichkeiten. Dabei hat insbesondere das Homeoffice enorm an Bedeutung gewonnen und Firmen setzen vorsichtshalber bevorzugt auf Notebooks anstelle der deutlich unflexibleren Komplettsystemen.

Hinzu kommt, dass in dieser Kategorie auch kaum neue Modelle auf den Markt kamen – es hat sich also nicht viel getan, die oberen Plätze wechseln lediglich untereinander. Den ersten Platz belegt unverändert das Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, das die Konkurrenz chancenlos abhängt. Mit über 6.000 Klicks hat es über dreimal so viele Aufrufe wie der zweitplatzierte ProDesk 400 G6 von HP. Doch trotz stabilem Interesse an diesem Komplettsystem ist ein Einfluss der Corona-Krise dennoch nicht von der Hand zu weisen: Der Preis weist seit Mitte April eine Abwärtstendenz auf und fällt von den bisherigen 540 Euro im HEK auf jetzt nur noch 500 Euro. 

Auch insgesamt zeichnet sich eine eindeutige Abnahme des Preises ab: Liegt der durchschnittliche HEK der Top 10-Artikel des aktuellen Quartals bei etwas über 500 Euro, lag dieser bei den gleichen Produkten im Vorquartal noch bei rund 565 Euro. Im Durchschnitt sank der Preis um 10 Prozent, bei einzelnen Produkten sogar um mehr als 20 Prozent.

Grafikkarten: Stromsparender Office-Newcomer mit drei Displayports

Wie bereits im Vorquartal hält sich die High-End Grafikkarte RTX 2080 Ti GAMING X TRIO von MSI an der Grafikkarten-Spitze. Der hohe Einkaufspreis von über 1.100 Euro tut der Beliebtheit dabei keinen Abbruch. 

Neben dem taiwanesischen Hersteller MSI, der in der Kategorie besonders dominiert und die ersten vier Platzierungen allein für sich beansprucht, hat es auch Gigabyte in die Top 10 geschafft. Die seit August 2019 gelistete GeForce RTX 2070 Super Gaming, die in Q1 noch auf Rang 37 lag, erreicht nun einen stolzen 5. Platz. Zurecht, denn auch im Test überzeugt sie, insbesondere was die Kühlung angeht: Mit drei Kühlern bleibt die GeForce RTC 2070 Super Gaming auch im Stresstest unter 61 Grad, was eine höhere Taktungsrate mit sich bringt.   

Den 7. Platz belegt PNY mit der Quadro P4000. Mit rund 740 Euro im HEK zählt sie eher zu den teuren Modellen, hat aber auch einiges auf dem Kasten: Die GPU zeichnet sich besonders durch eine hohe Taktrate von 1200 MHz aus und verfügt mit über 90 px/s auch über eine gute Pixelrate.  

Auf den 24. Platz schafft den Aufstieg die seit Dezember 2019 auf ITscope gelistete Sapphire AMD Radeon RX 5500 XT Pulse. Dieses Modell besticht besonders durch den geringen Energieverbrauch sowie drei Displayportausgänge – und ist damit für den Einsatz im Office optimal geeignet. Auch der Preis trägt seinen Teil zum Erfolg der Sapphire AMD Radeon RX 5500 XT Pulse bei, denn die Grafikkarte ist ist mit einem HEK von 190 Euro deutlich günstiger als die Top-Produkte der Kategorie. Im Gaming-Bereich ist die Grafikkarte hingegen eher ungeeignet und kämpft schon mit 60 fps (Full-HD), wodurch sie im CHIP-Test nicht überzeugen kann.

 

Mainboards: MSI, Asus und Gigabyte dominieren die Top Ten

Wie auch bereits im Vorquartal haben die drei taiwanesischen Hersteller MSI, ASUS und Gigabyte die Nase vorn, wenn es um leistungsstarke Mainboards geht. 

Den ersten Platz sichert sich in diesem Quartal das MSI B450 TOMAHAWK MAX mit dem klassischen AM4-Sockel. Das seit Juli 2019 bei ITscope gelistete Mainboard besticht besonders durch seinen Preis: Für 120 Euro im HEK bietet das Mainboard nicht nur leistungstechnisch einiges, sondern verfügt laut Testurteil auch über eine vergleichbar kräftige Spannungsversorgung, umfangreiches Bios und glänzt mit seinem schlichten Design ohne viel Schnickschnack.

ASUS schafft es mit dem ROG Strix X570-E Gaming von Platz 49 auf den 11. Platz. Das Mainboard bietet sehr gute Leistungsfähigkeit kombiniert mit erstklassiger CPU-Spannungsversorgung. Zur Ausstattung zählen u.a. acht SATA-6GBit/s-Schnittstellen und neun USB-3.1-Gen2-Buchsen. Eine überzeugende Gesamtperformance hat aber auch mit einem HEK von knapp 270 Euro ihren Preis.

 

Prozessoren: AMD Ryzen wieder auf der Pole Position

Bei den CPUs geht der altbekannte Kampf um die Tabellenführung wieder in die nächste Runde. Dieses Quartal hat AMD die Nase vorn und verdrängt Intel gleich vom ersten und zweiten Platz. Ein klarer Sieger ist aber noch immer nicht erkennbar, die beiden Hersteller schenken sich nichts in Sachen Beliebtheit und wechseln sich von Quartal zu Quartal bei der Spitzenpositionierung ab. 

Ende des Jahres steht allerdings ein Ereignis an, das sich positiv für AMD auszahlen könnte: Zum Jahreswechsel releasen sowohl Microsoft als auch Sony ihre Next Gen-Spielekonsolen, die PS5 und die Xbox Series X. Beide kommen mit speziell für sie angepassten AMD CPUs auf den Markt. Die Besonderheit bei den Konsolenchips ist, dass sie über Jahre hinweg die wachsenden Ansprüche der Spieleindustrie erfüllen müssen. Der letzte Generationswechsel war vor sieben Jahren und schon damals haben Sony und Microsoft auf AMD gesetzt. 

Dieses Quartal lief auch insgesamt betrachtet wirklich gut für AMD: Mit fast 2.500 Klicks sichert sich die AMD Ryzen 7 3700X mit 3.6 GHz und 8 Kernen den 1. Platz. Der seit Juni 2019 gelistete Chip ist mit 275 Euro im HEK ein echter Preis-Leistungs-Sieger und lässt vergleichbare Intel-Produkte alt aussehen – so auch den drittplatzierten Intel Core i7 9700K, der bei vergleichbarer Leistung im HEK 60 Euro teurer ist. 

Intel hat in diesem Quartal allerdings einen Riesen mit ins Spiel gebracht. Der Intel Core i9 10900K, der seit April 2020 gelistet ist, setzt in Sachen Leistung neue Maßstäbe: Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem 9900K, legt Intel hier mit 2 Kernen mehr nach und besticht mit einer höheren Taktrate von 3,7-5,3 GHz sowie einer verbesserten Speichertaktung von 2933 MHz. Mit rund 850 Klicks schafft es der 10900K nur knapp nicht in die Top Ten, landet aber auf einem für den Neueinsteiger sehr passablen 13. Platz. In Intels CPU-Portfolio ist er hingegen der Superstar – das schlägt sich mit über 500 Euro auch im Preis nieder. Den viertplatzierten AMD Ryzen 9 3900X mit 12 Kernen, der sich leistungstechnisch durchaus mit dem 10900K messen kann, bekommt man schon für 100 Euro weniger. 

Generell liegt Intel auch in der Architektur ein ganzes Stück hinter der Konkurrenz von AMD. Der kalifornische Hersteller steckt inzwischen seit sechs Jahren in der 14nm-Architektur fest, während AMD schon längst den Quantensprung auf die 7nm-Architektur gemeistert hat. Ansonsten herrscht nur wenig Bewegung bei den CPUs, in den Top 50 tummeln sich ausschließlich AMD und Intel – für andere Hersteller ein schwieriges Feld. 

 

Server: One-Man-Show von HP Enterprise

Nach wie vor spielt HP Enterprise die Hauptrolle in der Kategorie der Server – und das ganz alleine: Die ProLiant-Serie des amerikanischen Herstellers dominiert fast ausschließlich die Top Ten. Mit knapp 1.000 Klicks schnappt sich der seit April 2019 gelistete HPE ProLiant ML350 Gen10 Base den 1. Platz zwischen seinen “Serienkollegen”.

Fujitsu schafft es dieses Quartal relativ weit nach oben und konkurriert zumindest in den Top 25 mit HP Enterprise: Der seit Januar 2020 gelistete Fujitsu PRIMERGY TX1310 M3 erreicht mit 247 Klicks einen stolzen 18. Platz. Der Tower-Server eignet sich, auch wegen des vergleichsweise günstigen Preises von rund 750 Euro im HEK, besonders für kleine und mittelständische Unternehmen. Er verfügt über die neuesten Prozessoren der Intel Xeon E3-1200 v6 Produktfamilie, Core i3, Pentium und Celeron Prozessoren und eignet sich mit bis zu 64 GB DDR4-Speicher für alle wesentlichen Computing-Anforderungen. 

 

Storage-Systeme: Neueinsteiger von Synology startet durch

Bei den Speicherlösungen hat sich ebenfalls nicht viel getan, Synology und QNAP beherrschen die Top 10. Die ersten vier Platzierungen sind sogar mit den exakt gleichen Systemen wie im Vorquartal besetzt: Mit knapp 2.000 Klicks liegt nach wie vor die seit 2017 gelistete Synology DS218+ ganz vorne, die Synology Disk Station DS918+ folgt mit rund 1.300 Klicks. Auf den Plätzen 3 und 4 liegen die TS-431P und TS-231P des taiwanesischen Herstellers QNAP.

Auf dem 5. Platz wird es dann spannend: Diesen sichert sich quasi aus dem Stand die erst seit Beginn des Jahres gelistete Synology Disk Station DS220j. Die j-Reihe eignet sich optimal für den Einstieg in die Serverwelt von Synology. Mit der Disk Station DS220j hat Synology ein kostengünstiges Einsteigermodell mit der neuesten Technik im Produktportfolio. Der Speicher des Systems ist zwar auf bis zu 32 TB erweiterbar, mit 512 MB Arbeitsspeicher ist es allerdings eher für den Privatgebrauch oder für Kleinunternehmen geeignet. 

 

Pressekontakt

Eileen Müller
Ludwig-Erhard-Allee 20
76131 Karlsruhe

Tel.: +49 721 62 73 76 – 0
eileen.mueller@itscope.com
http://www.itscope.com

 

Über die ITscope GmbH

Die Karlsruher ITscope GmbH ist Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com. Gemeinsam mit der Tochterfirma cop software + services GmbH & Co. KG bildet ITscope einen starken Verbund zur Unterstützung von Systemhäusern und ITK-Resellern bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse. Mit der digitalen Vertriebslösung “B2B Suite” können IT Systemhäuser ohne klassisches Shopsystem individuelle Einkaufsportale für Businesskunden aufsetzen und deren Bedarf nahtlos via EDI bei der Distribution beschaffen.

Auch eigene Beschaffungsprozesse und IT-Systeme können leicht an die ITscope Plattform angebunden werden. Die leistungsstarke, flexible ITscope API stellt hierfür Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und vieles mehr von über drei Millionen ITK-Artikeln bereit. Auch ITK-Distributoren und Hersteller profitieren von der Teilnahme an ITscope: Auf einer einheitlichen Plattform lassen sich Anfrage-, Vertriebs- und Abwicklungsprozesse radikal vereinfachen. Darüber hinaus bietet ITscope Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.

20.07.2020|

Volle Lager und fallende Preise: Ladenhüter PC-Komplettsysteme

 

Karlsruhe, 07.07.2020 – Während sich einerseits die Lagerbestände im Bereich des Homeoffice-Equipments nach dem Höhepunkt der Corona-Krise wieder stabilisieren, haben einige Produkte mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen. PC-Komplettsysteme, die im Vergleich mit leichten und flexiblen Notebooks im Homeoffice eindeutig im Nachteil sind, werden aktuell kaum nachgefragt. In der Folge steigen die Lagerbestände stetig an – mit kritischen Auswirkungen auf den Preis. 

Noch im März sahen die Lagerbestände im Bereich der IT-Hardware beunruhigend aus: Notebooks waren nahezu ausverkauft, Headsets, Monitore und Webcams gleichermaßen dringend gesucht – eben alles, was für die Grundausstattung im Homeoffice benötigt wurde. 

Im letzten Update Mitte Mai zeigte die Auswertung der Bestandszahlen der ITscope Plattform, dass die Lagerbestände wieder ansteigen und sich die Lage normalisiert. Doch schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass eine Produktkategorie ganz andere Hürden überwinden muss.

Komplettsysteme auf dem absteigenden Ast

Bei den für das Homeoffice eher ungeeigneten Komplettsystemen entwickelten sich die Lagerzahlen in die gegensätzliche Richtung. Wo bei anderen Produkten die Bestände im Keller waren, ist bei den Komplettsystemen die Tendenz steigend. Was im Mai bereits erahnt werden konnte, wird nun immer klarer: Mit wachsendem Bestand sinken die Preise. Nicht nur herrscht aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage Zögerlichkeit bei Infrastrukturprojekten, auch wurde während der Corona-Krise klar, dass zukünftig Notebooks zum Standardinventar zählen müssen, um Mitarbeitern erhöhte Flexibilität gewährleisten zu können. 

“Das Bild, was sich uns aktuell zeigt, erlaubt uns einen Blick in die Zukunft: Wir vermuten, dass PC-Komplettsysteme mehr und mehr aus dem Office-Bereich verschwinden und durch Notebooks ersetzt werden. Viele Firmen haben während der Corona-Krise erkannt, wie wichtig flexibles Arbeiten ist und wollen das mit dem passenden Equipment unterstützen”, erklärt Oliver Gorges, Vertriebsleiter bei cop software + services, Tochterfirma der ITscope GmbH. 

Diese Tatsache belegen auch die Vorabzahlen zum ITscope Marktbarometer für das 2. Quartal 2020. Offensichtlich entwickeln sich Komplettsysteme zum Ladenhüter – und eine Besserung ist aktuell noch nicht in Sicht. 

Volle Lager sorgen für fallende Preise

Im Vergleich der Zahlen des 1. und 2. Quartals 2020 zeichnet sich eine eindeutige Abnahme des Preises ab. Liegt der durchschnittliche HEK der Top 10-Artikel des aktuellen Quartals bei etwas über 500 Euro, lag dieser bei den gleichen Produkten im Vorquartal noch bei rund 565 Euro. Im Durchschnitt sank der Preis um 10 Prozent, bei einzelnen Produkten sogar um mehr als 20 Prozent.

Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen aus dem 2. Quartal 2019 zeigt zwar, dass auch bei den damaligen Top 10 einzelne Produkte über den Zeitraum von März bis Juli im Preis sanken – allerdings in deutlich geringerem Ausmaß. Von einem saisonalen Phänomen kann man daher nicht ausgehen. Das verdeutlicht auch eine Einzelbetrachtung der aktuellen Top 10.

Top-Produkte zeigen eindeutiges Bild

Der im aktuellen Quartal sowie auch in den beiden Quartalen davor auf Platz 1 befindliche und seit August 2019 in ITscope gelistete Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 (Hst.-Nr. 10T700BTGE) ist hier ein besonders anschauliches Beispiel: Unterlag der HEK des PC Systems noch bis April nur minimalen Schwankungen, nimmt er seitdem stetig ab und pendelt sich bei 490 Euro ein – zuvor lag dieser bei weitestgehend konstanten 530 Euro. Grund dafür scheint der steigende Lagerbestand zu seinWaren zuvor maximal 5.500 Artikel seitens der Distribution auf ITscope gemeldet, sind es mit dem aktuellen Höchstwert fast 20.000.

Preis/Lager/Status-Historie Lenovo ThinkCentre M720q 10T7 (Hst.-Nr. 10T700BTGE) Oktober 2019 bis Juli 2020

Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich bei den Komplettsystemen auf Platz 2 und 3 des ITscope Marktbarometers. Bei dem seit Juli 2019 gelisteten, zweitplatzierten HP ProDesk 400 G6 (Hst.-Nr. 7EM13EA#ABD) ergibt sich die gleiche Kombination aus vollen Lagern und fallenden Preisen. Zwar ist die Summe mit knapp 5.500 Lagerartikeln insgesamt geringer als beim Lenovo ThinkCentre M720q 10T7, dennoch hat sich der Lagerbestand im Vergleich zu den Vor-Corona Werten fast verdoppelt. Bei diesem Überangebot ist ein fallender HEK die logische Konsequenz: Auch wenn bei diesem System der HEK-Trend nicht ganz so gleichmäßig ist wie beim erstplatzierten von Lenovo und stärkeren Schwankungen unterliegt, lag der HEK vor Corona in Q4 2019 und Q1 2020 nie so tief wie mit den aktuellen rund 500 Euro. 

 

Preis/Lager/Status-Historie HP ProDesk 400 G6 (Hst.-Nr. 7EM13EA#ABD) Oktober 2019 bis Juli 2020

Außerdem liegt beim HP ProDesk 400 G6 die Verkaufstendenz zwischen Januar und März bei null – denn die Lager sind leer. Eine mögliche Erklärung dafür könnten Lieferengpässe aufgrund des Lockdowns in China sein. Im März folgt dann ein kurzer Ausschlag der Verkaufstendenz und der Bedarf wird nachgeholt. Danach sinken die Verkaufszahlen jedoch rasch wieder und die Lager bleiben gefüllt. Wie es scheint, sollen niedrigere Preise dem sinkenden Absatz nun entgegenwirken.  

Auch der Dell OptiPlex 3070 (Hst.-Nr. JX26T) auf dem 3. Platz, der ebenfalls seit Juli 2019 auf der ITscope Plattform gelistet ist, hat mit fallenden Preisen zu kämpfen. Der Lagerbestand der Distribution mit über 3.000 Artikeln ist vergleichsweise hoch und der HEK von rund 450 Euro entsprechend niedrig. 

 

Preis/Lager/Status-Historie Dell OptiPlex 3070 (Hst.-Nr. JX26T) Oktober 2019 bis Juli 2020

Wie wird sich die Situation weiter entwickeln – auch “nach Corona”? Werden die Veränderungen so tiefgreifend sein, dass tatsächlich ein nachhaltiges Umdenken stattfindet, hin zu einer flexiblen Arbeitswelt, die sich räumlich unabhängig abspielt? Oder handelt es sich nur um eine Momentaufnahme und die Nachfrage nach Komplettsystemen steigt wieder, sobald sich die wirtschaftliche Lage entspannt? Es bleibt spannend – und abzuwarten, wie sich die Nachfragesituation weiterhin entwickelt. 

Im vierteljährlich erscheinenden Marktbarometer analysiert ITscope rückwirkend die Produktaufrufe aller drei Millionen gelisteten ITK-Artikel auf ITscope.com und bietet so einen fundierten Einblick in das kategoriespezifische Produktinteresse der ITK-Reseller.
Wenn auch Sie jederzeit und von überall aktuelle Preise und Verfügbarkeiten einsehen und transparent vergleichen möchten, dann testen Sie ITscope – ganz unverbindlich, 30 Tage lang, mit allen Tools und ohne versteckte Kosten: https://www.itscope.com/kostenlos-registrieren/

07.07.2020|
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22.10.2020|Presseecho DE|

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22.07.2020|Presseecho DE|

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09.07.2020|Presseecho DE|

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Auf dieser Seite wird der wöchentliche Changelog für ITscope veröffentlicht. Verwenden Sie unsere Seite für Feedback & Ideen falls Sie Rückmeldung zu unseren Features geben wollen, hier finden Sie auch die Roadmap für zukünftige Entwicklungen.

Release Notes für Update 2021.14

E-Procurement

  • Beim Hinzufügen von Positionen in einen Warenkorb werden keine archivierten Warenkörbe mehr in der Auswahl angezeigt.

Digitaler Vertrieb

  • Die Anzeige von Herstellerdatenblättern in einem B2B-Portal ist nicht mehr abhängig von der Option „Produkt-IDs anzeigen“. Es wurde hierfür eine eigene Option in der Kundengruppenkonfiguration hinzugefügt („Herstellerdatenblatt anzeigen“).
09.04.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.13

E-Procurement

  • Es wurde ein Fehler behoben, wodurch Preise von B-Ware-Artikeln nicht im Produktheader angezeigt werden konnten.

Digitaler Vertrieb

  • Aufgrund eines Fehlers konnten Aufschläge in einer Preiskalkulation nicht gelöscht werden. Dieser Fehler wurde behoben.

Katalog

  • Im Produktexport wird nun verhindert, dass ein Thumbnail-Bild wiederholt über die Felder image2 bis image5 ausgegeben wird.

Plattform

  • In den Einstellungen für den eigenen Nutzer (Mein Profil » Einstellungen) kann nun der Schalter für Plattformbenachrichtigungen wieder aktiviert/deaktiviert werden.
30.03.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.12

E-Procurement

  • Die erweiterte Adressauswahl für Bestellungen ist nun für alle Kunden auf der Plattform aktiviert. Eine Beschreibung dieser neuen Funktion können Sie auf unserer Hilfeseite finden. Über den entsprechenden Schalter im Testlabor kann diese erweiterte Adressauswahl wahlweise auch wieder deaktiviert werden.
  • Für Produktabrufe über den Export und die API wird nun sichergestellt, dass der Contentanbieter für die einfachen und erweiterten technischen Eigenschaften derselbe ist.
  • Preise auf dem Einkaufsboard und der Warenkorb-Navigationsleiste wurden teilweise nicht konsistent angezeigt. Dieser Fehler wurde behoben.
  • Bei der Preisoptimierung wurde ein Fehler behoben, wodurch bei der Preisberechnung der Wert falsch angezeigt wurde. Dieser Fehler hatte keine Auswirkung auf das Optimierungsergebnis.

Digitaler Vertrieb

  • Beim Einladen eines Kollegen in ein B2B-Portal spielt die Groß- und Kleinschreibung der Domain der E-Mail-Adresse keine Rolle mehr.
29.03.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.10

Digitaler Vertrieb

  • Wir haben sichergestellt, dass Mitarbeiter, die sich über die Einladungsfunktion für ein B2B-Portal registrieren, auch zu einem oder mehreren Warenkörben zugewiesen werden können.
  • Die Darstellung von ausgelassenen Lieferanten in einer Preiskalkulation wurde korrigiert.
11.03.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.08

E-Procurement

  • Nachdem eine Position auf den Warenkorb gelegt wurde, konnte die Fehlermeldung „Eine der Positionen hat keinen Preis und kann daher nicht bestellt werden“ erscheinen. Eventuell war es notwendig, den Einkaufsbereich erneut aufzurufen, damit diese Meldung verschwand. Dieser Fehler wurde behoben.
  • Das Styling der Bestellvorschau wurde angepasst, um eine bessere Darstellung zu gewähren.
  • Bei Bestellungen über die ITscope API, bei denen eine explizite Rechnungsadresse (PartyRole=invoice_recipient) angegeben wird, wird diese Rechnungsadresse jetzt auch korrekt in der ITscope Plattform bei der Bestellung und in dem entsprechenden Bestell-PDF angezeigt.

Digitaler Vertrieb

  • Wir haben sichergestellt, dass Lieferanten nur einmalig zu einem B2B-Portal hinzugefügt werden können.
  • Für B2B-Suite-Preisanfragen kann die Liste von Empfängern nun dediziert in den Bestellkonditionen des B2B-Portals eingestellt werden. Ist das Feld leer, werden alle Mitarbeiter mit dem Verkaufsrecht benachrichtigt.
24.02.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.07

Digitaler Vertrieb

  • In B2B-Portalen wird nun neben dem Lagerstatus von Bezugsquellen das zugehörige Datum angezeigt. So ist das voraussichtliche Zulaufdatum für Produkte mit Lagerstatus „im Zulauf“ direkt sichtbar, falls dieses Datum von der Bezugsquelle bereitgestellt wurde.

Plattform

  • Die Anzeige von Produktbildern im Apple CTO-Finder funktioniert nun zuverlässiger.
  • Am Produktheader wurden einige kleine Fehlerbehebungen durchgeführt. So hat die Tabelle mit ausgelassenen Lieferanten in der Preiskalkulation nun auch bei wenigen Zeilen die passende Höhe, und der Indikator für den Lagerstatus ist jetzt auch auf der Plattform korrekt eingefärbt.
16.02.2021|Changelog DE|

Release Notes für Update 2021.06

Mit diesem Release kann nun die Zahlung per Sofortüberweisung als Zahlungsweise für die B2B Suite eingestellt werden. Zudem wurden Fehler bezüglich Projektpreisen, FTP-Abrufe und der Lagerstatusanzeige behoben.

E-Procurement

  • Für Bestellungen bei dem Distributor Ingram werden nun auch der Adresszusatz 2 sowie der Kontaktname für die Lieferadresse auf den Lieferschein gedruckt.
  • Projektbestellungen verwenden nun wieder den richtigen Preis, wenn Positionen zum Warenkorb hinzugefügt werden.
  • Einige fehlerhafte FTP-Abrufe für individuelle Preislisten wurden repariert.

Digitaler Vertrieb

  • Es ist nun möglich, in den Bestellkonditionen einer Kundengruppe die Zahlung mit Sofortüberweisung einzustellen. Bestellungen müssen dadurch vor dem Absenden zuerst mit Sofortüberweisung bezahlt werden. Wenn Sie diese Funktion nutzen wollen, wenden Sie sich bitte an Ihren B2B-Suite-Ansprechpartner.
  • Die Bestellautomation in der B2B Suite funktioniert nun auch im Zusammenspiel mit der Zahlung per Sofortüberweisung.
  • Versandkosten werden auch bei Zahlung mit Sofortüberweisung berücksichtigt.
  • In B2B-Portalen mit Single Sign-On Integration ist der Link zum Starten des SSO-Anmeldevorgangs jetzt auf der Portalstartseite verlinkt.
  • Ist in einem B2B-Portal die Option „Mehrere Lieferanten in einer Bestellung zusammenfassen“ und „Versandkosten nur einmalig pro Warenkorb berechnen“ aktiviert, so werden nun auch bei Aufträgen aus dem Portal die korrekten Versandkosten angezeigt.
  • Portalkunden können nun das Adresszusatzfeld in der Rechnungs-/Lieferadresse anpassen, auch wenn die Option zur Sperrung der Adressbearbeitung aktiviert ist.

Plattform

  • Es wurde ein Fehler behoben, bei dem die Lagerstatusanzeige im Header der Produktseite fälschlich bunt oder farblos war.
  • Wird ein Produkt auf der Produktseite in eine Sammlung oder auf ein Angebot gelegt, so tauchen inaktive Mitarbeiter nicht länger im Auswahlmenü auf.
12.02.2021|Changelog DE|
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ITscope on Tour

Mehr als 7.800 aktive Kunden, 420 Distributoren und 3 Millionen ITK-Produkte: Auf ITscope.com ist die IT-Branche zu Hause. Natürlich sind wir daher auch auf den großen Events der Branche vertreten. Ob Messen, Partnertage, Roadshows, Fachveranstaltungen oder andere Events – erleben Sie ITscope hautnah & in Ihrer Nähe! Lassen Sie sich die neuesten Funktionen von ITscope vorstellen, stellen Sie Fragen rund um den ITK-Handel und sprechen Sie mit uns über die gemeinsame Zusammenarbeit.

Webinar mit Systemhaus.One und ITscope

5 Praxistipps, wie Systemhäuser wiederkehrende Prozesse automatisieren

Im Webinar erfahren Sie, wie Sie …

  • … Ihre Beschaffungs- und Bestellabwicklungsprozesse automatisieren und damit deutlich vereinfachen sowie Zeit und Ressourcen sparen

  • … manuelle Prozesse und daraus resultierende Fehler auf ein Minimum reduzieren und die Qualität Ihrer Daten erhöhen

  • … eine ERP-Komplettlösung optimal in Ihr Tagesgeschäft integrieren und effizient nutzen

  • … einen Mehrwert für Ihre Kunden schaffen und gleichzeitig Ihren eigenen Umsatz steigern

ITscope goes digital

Kostenlose Webinaraufzeichnung: Wie Sie in vier Wochen kostengünstig und ohne technischen Aufwand ein umsatzsteigerndes eCommerce- und eProcurement-Portal aufsetzen

  • … wie Sie mit ITscope.com als eCommerce Lösung eigene Prozesse radikal optimieren – und gleichzeitig die Kundenbindung stärken

  • … wie Sie individuell gestaltete Portale ohne technisches Know-How aufsetzen und diese in eigene und die eProcurement-Systeme Ihrer Kunden integrieren

  • … anhand von echten Praxisbeispielen, wie andere Systemhäuser die Vorteile des digitalen Direktvertriebs bereits nutzen

  • … wie Sie einen Mehrwert für Ihre Kunden schaffen und gleichzeitig Ihren eigenen Umsatz steigern

Sie haben Fragen zu unseren Events?

Christine Derr
Inside Sales Manager